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Dokumentenidentifikation DE3705937C2 10.01.2002
Titel Leichtstoffplatte
Anmelder Kapa GmbH, 49090 Osnabrück, DE
Erfinder Seitner, Bernd, 55234 Erbes-Büdesheim, DE
Vertreter Becker, B., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 55411 Bingen
DE-Anmeldedatum 25.02.1987
DE-Aktenzeichen 3705937
Offenlegungstag 08.09.1988
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 10.01.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.01.2002
IPC-Hauptklasse E04C 2/284
IPC-Nebenklasse B32B 5/18   B32B 27/10   B32B 15/20   E04C 2/292   
IPC additional class // B32B 29/00  

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Leichtstoffplatte nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Aus dem DE-GM 18 95 306 ist eine Leichtstoffplatte bekannt, die aus einem Trägermaterial aus Kunstschaum und beidseitig aufkaschierten dünnen Papierschichten besteht. Eine derartige Leichtstoffplatte ist insofern nachteilig, als sie sich bei einer einseitig wirkenden thermischen und/oder feuchten Belastung stark verkrümmt. Ist die bekannte Leichtstoffplatte beispielsweise in einem Schaufenster auf der einen Seite einer Sonnenbestrahlung und auf der anderen Seite dem kalten Luftstrom einer Klimaanlage oder der Abstrahlung einer kalten Wand ausgesetzt, dann kommt es zu einem Verzug der Platte. Ebenso verzieht sich die bekannte Leichtstoffplatte, wenn beispielsweise ihre eine Seite einer feuchten Wand, einem Raum-Springbrunnen, einem Raum-Luftbefeuchter oder dergleichen zugewandt ist und die andere Seite durch ein Bild, eine Tafel oder dergleichen abgedeckt ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Leichtstoffplatte der eingangs genannten Art zu schaffen, die sich bei ungleichmäßiger thermischer oder feuchter Belastung nicht verzieht und trotzdem ein geringes Gewicht sowie eine hohe Stabilität aufweist, wobei gleichzeitig eine problemlose Verarbeitung gewährleistet sein soll.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Leichtstoffplatte mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.

Durch den Einsatz von extrudiertem Schaumpolystyrol wird eine beachtliche Kosten- und Gewichtsreduzierung erreicht, da Polyurethan-Hartschaum im Vergleich mit extrudiertem Schaumpolystyrol teurer und schwerer ist. Die somit erzielte Leichtigkeit der erfindungsgemäßen Leichtstoffplatte wirkt sich positiv auf den Transport, die Lagerung und die Verarbeitung aus. Die auf die Papier- bzw. Kartonschicht aufkaschierte Aluminiumfolie stellt eine sichere Feuchtigkeitssperre und einen ausreichendem Flammschutz dar. Die glatte Oberseite der auf der Aluminiumfolie aufgebrachten Grundierung dient entweder als Haftvermittler bei der Bedruckung oder als Bemal- oder Beschriftungsfeld oder als Aufnahmefläche für Klebefolien. Der siebenschichtige Sandwichaufbau der Leichtstoffplatte gewährleistet eine hohe Druck- und Biegefestigkeit. Schließlich läßt sich die Leichtstoffplatte auf einfache Weise mit einem Messer schneiden.

Um eine vielseitige Verwendungsmöglichkeit der Platte hinsichtlich ihrer Bedruckung sicherzustellen und um einen optisch ansprechenden Eindruck zu erzielen, ist in Ausgestaltung der Erfindung die auf jede Aluminiumfolie aufgebrachte Grundierung weiß ausgeführt.

Zur Erreichung eines besonders ansprechenden Aussehens der Leichtstoffplatte ist nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung die glatte Oberseite der Grundierung jeder Aluminiumfolie bedruckt. Besonders geeignet ist die Leichtstoffplatte als Siebdruckträger.

Bei einer alternativen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Leichtstoffplatte sind auf der glatten Oberseite der Grundierung jeder Aluminiumfolie Klebefolien aufgebracht. Derartige Klebefolien sind in den verschiedensten Farben, Formen und Größen im Handel erhältlich, so daß mit diesen eine schnelle, individuelle Gestaltung der Leichtstoffplatte möglich ist.

Um eine wirtschaftliche Herstellung der Leichtstoffplatte sicherzustellen, liegt nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung die Dicke der Papier- bzw. der Kartonschicht, der Aluminiumfolie und der Grundierung jeweils im unteren Zehntelmillimeterbereich, während die Dicke des Trägermaterials aus extrudiertem Schaumpolystyrol mehrere Millimeter beträgt. Die bevorzugte Gesamtdicke der Leichtstoffplatte liegt im Bereich zwischen 3 mm und 20 mm.

Der der Erfindung zugrundeliegende Gedanke wird in der nachfolgenden Beschreibung anhand eines Ausführungsbeispieles, das in der Zeichnung dargestellt ist, näher erläutert. Die Zeichnung zeigt einen Querschnitt durch einen Teilbereich der Leichtstoffplatte nach der Erfindung, wobei jedoch die auf das Trägermaterial aufgebrachten Schichten in stark vergrößertem Maßstab dargestellt sind.

Die Leichtstoffplatte 1 weist mittig als Trägermaterial eine Schicht aus extrudiertem Schaumpolystyrol 2 auf. Jede Seite der Schicht aus extrudiertem Schaumpolystyrol 2 ist mit einer Papierschicht 3 kaschiert. Anstelle der Papierschicht 3 kann auch eine Kartonschicht verwendet werden. Auf jede Papierschicht 3 ist wiederum eine Aluminiumfolie 4 aufkaschiert. Jede Aluminiumfolie wiederum ist mit einer Grundierung 5 abgedeckt, deren glatte Oberseite 6 als Bedruckungs-, Bemalungs- oder Beschriftungsfläche oder als Aufnahmefläche für Klebefolien oder dergleichen dient.


Anspruch[de]
  1. 1. Leichtstoffplatte in Sandwichbauweise, insbesondere für den Dekorationsbau, mit einem beidseitig mit einer dünnen Papier- (3) bzw. Kartonschicht versehenen Trägermaterial aus extrudiertem Schaumpolystyrol (2), dadurch gekennzeichnet, daß auf jede Papier- bzw. Kartonschicht (3) eine Aluminiumfolie (4) aufkaschiert ist, die wiederum außenseitig mit einer Grundierung (5) abgedeckt ist.
  2. 2. Leichtstoffplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die auf jede Aluminiumfolie (4) aufgebrachte Grundierung (5) weiß ausgeführt ist.
  3. 3. Leichtstoffplatte nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die glatte Oberseite (6) der Grundierung (5) jeder Aluminiumfolie (4) bedruckt ist.
  4. 4. Leichtstoffplatte nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf der glatten Oberseite (6) der Grundierung (5) jeder Aluminiumfolie (4) Klebefolien aufgebracht sind.
  5. 5. Leichtstoffplatte nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke der Papier- bzw. der Kartonschicht (3), der Aluminiumfolie (4) und der Grundierung (5) jeweils im unteren Zehntelmillimeterbereich liegt, während die Dicke des Trägermaterials aus extrudiertem Schaumpolystyrol (2) mehrere Millimeter beträgt.
  6. 6. Leichtstoffplatte nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Gesamtdicke derselben im Bereich zwischen 3 mm und 20 mm liegt.






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