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Dokumentenidentifikation DE10030531A1 17.01.2002
Titel Verfahren und Vorrichtung zur bügelfreien Trocknung von feuchtem Gut, insbesondere von feuchter Wäsche bzw. Kleidung
Anmelder Baltes, Hans, 44267 Dortmund, DE
Erfinder Baltes, Hans, 44267 Dortmund, DE
Vertreter Schneider, U., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 59423 Unna
DE-Anmeldedatum 28.06.2000
DE-Aktenzeichen 10030531
Offenlegungstag 17.01.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.01.2002
IPC-Hauptklasse D06F 58/10
IPC-Nebenklasse D06F 58/24   
Zusammenfassung Die Erfindung beschreibt ein Verfahren zur Trocknung von feuchtem Gut (2), bei dem dieses in einem Behandlungsraum (15) eines Trockenschrankes (1) in mechanisch unbewegtem Zustand behandelt wird, wobei Luft (10) durch den Behandlungsraum (15) und über einen Kondensator (13) geführt wird und sich die in der Luft (10) enthaltene Feuchtigkeit an dem Kondensator (13) niederschlägt und abgeführt werden kann. Die Luft (10) wird zumindest während eines Zeitabschnittes der Trocknung des Gutes (2) in einem geschlossenen Kreislauf durch den Behandlungsraum (15) über das zu trocknende Gut (2) geführt, wobei das Gut (2) bei steigender Temperatur in dem Behandlungsraum (15) einem mit der Luft (10) im Kreislauf umlaufenden und sich zumindest teilweise aus der Feuchtigkeit des Gutes (2) bildenden Dampf bzw. erhöhter Luftfeuchtigkeit ausgesetzt und durch diesen bzw. die erhöhte Luftfeuchtigkeit in Bezug auf Knittern, Falten oder dgl. aus vorhergehenden Behandlungen entspannt und geglättet und nach Beginn der Kondensation von Knittern, Falten oder dgl. befreit und bügelfrei getrocknet wird. Weiterhin beschreibt die Erfindung einen Trockenschrank (1) zur Trocknung von feuchtem Gut (2), in dem dies in einem Behandlungsraum (15) in mechanisch unbewegtem Zustand behandelt wird, bei dem zur Umschaltung zwischen geschlossenem und offenem Kreislauf Klappen vorgesehen sind, die eine Zu- und Abfuhr von Außenluft ermöglichen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und Vorrichtungen zur Trocknung von feuchtem Gut, insbesondere von feuchter Wäsche, gemäß Oberbegriff des Anspruches 1 bzw. des Anspruches 13.

Die Trocknung von Wäsche ist ein mittels verschiedener technischer Einrichtungen vielfach gelöstes Problem. Neben der reinen passiven Trocknung im Haus oder an der frischen Luft werden hierzu derzeit hauptsächlich sogenannte Trommeltrockner benutzt, in die zu trocknende Wäsche nach dem Waschgang eingegeben wird und dann unter Erhitzung und gleichzeitiger mechanischer Drehbewegung mit warmer Luft beaufschlagt wird. In diesen Trommeltrocknern unterliegt die Wäsche einer hohen mechanischen Belastung bei gleichzeitig hohen Temperaturen, wodurch die Wäschefasern i. d. R. stark geschädigt werden. Hierdurch kommt es zum Verfilzen der Kleidung und Einlaufen der Wäschestücke, wodurch die Wäsche insgesamt unbrauchbar werden kann. Das Trocknen der Wäsche in Trommeltrocknern ist daher problematisch und führt auch bei sachgerechter Behandlung der Wäsche im Trommeltrockner bei häufiger Wiederholung zur Verminderung der Wäschequalität.

Es ist weiterhin etwa aus der DE 42 35 560 C2 bekannt, einen Trockenschrank so auszugestalten, daß in ihm hängende Wäsche mittels eines Warmluftgebläses auf schonende Art und ohne mechanische Beanspruchung getrocknet werden kann. In einem derartigen Trockenschrank werden die Wäschestücke in hängender Anordnung eingebracht und durch von außen zugeführte Warmluft getrocknet. Hierdurch wird die mechanische Belastung der Wäsche beim Trocknen zu Null reduziert, allerdings ist durch die aus dem Trockenschrank austretende, mit hoher Feuchtigkeit versehene Warmluft ein Betrieb eines derartigen Trockenschrankes nur bei einer Abluftführung ins Freie möglich.

Es ist daher aus der DE 36 32 820 C2 bekannt, einen derartigen Trockenschrank mit einem Kondensator auszustatten, der die in dem geschlossenen Kreislauf innerhalb des Trockenschrankes zirkulierende Luft derart herunterkühlt, daß die Feuchtigkeit kondensiert und in einen entsprechenden Auffangbehälter abgeführt werden kann. Hierdurch wird eine Trocknung auch ohne eine entsprechende Abfuhr feuchter Luft ermöglicht, auch ist die erforderliche Energiemenge zum Beheizen des Trockenschrankes geringer. Allerdings wird die Wäsche während dieses Trocknungsvorganges die beim Aufhängen verbliebene Faltigkeit bzw. die vorhandenen Knitterstellen während des Trocknungsvorganges beibehalten, so daß die aus dem Trockenschrank trocken entnommene Wäsche anschließend noch gebügelt werden muß. Hierdurch wird ein Teil der mit dem Trockenschrank möglichen Rationalisierung der Hausarbeit verschenkt.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen Trockenschrank bzw. ein Verfahren zum Trocknen derart weiterzuentwickeln, daß die Wäsche möglichst ohne nachträglich notwendige Bügelvorgänge getrocknet wird und dabei auch ein Betrieb des Trockenschrankes ohne zusätzliche Abluftführung möglich ist.

Die Lösung der erfindungsgemäßen Aufgabe ergibt sich hinsichtlich des Verfahrens aus den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1 in Zusammenwirken mit den Merkmalen des Oberbegriffes sowie hinsichtlich des Trockenschrankes aus den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 13 in Zusammenwirken mit den Merkmalen des Oberbegriffes. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Die Erfindung betreffend das Verfahren geht aus von einem Verfahren zur Trocknung von feuchtem Gut, insbesondere von feuchter Wäsche, bei dem das Gut in einem Behandlungsraum eines Trockenschrankes in mechanisch unbewegtem Zustand behandelt wird, wobei Luft durch den Behandlungsraum und über einen Kondensator geführt wird und sich die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit an dem Kondensator niederschlagen und abgeführt werden kann. Dieses gattungsgemäße Verfahren wird dadurch weiterentwickelt, daß die Luft zumindest während eines Zeitabschnittes der Trocknung des Gutes in einem geschlossenen Kreislauf durch den Behandlungsraum über das zu trocknende Gut geführt wird, wobei das Gut bei steigender Temperatur in dem Behandlungsraum einem mit der Luft im Kreislauf umlaufenden und sich zumindest teilweise aus der Feuchtigkeit des Gutes bildenden Dampf bzw. erhöhter Luftfeuchtigkeit ausgesetzt und durch den Dampf bzw. die erhöhte Luftfeuchtigkeit in Bezug auf Knittern, Falten oder dgl. aus vorhergehenden Behandlungen entspannt und geglättet wird, und anschließend mit zunehmendem Entzug der Restfeuchtigkeit der Luft nach Beginn der Kondensation an dem Kondensator das Gut von Knittern, Falten oder dgl. befreit und daher anschließend weitgehend bügelfrei getrocknet wird. Die wie bei einer Dampfdusche wirkende Behandlung des Gutes wirkt durch eine Entspannung der Fasern des Gutes, wodurch Knitterstellen, Falten oder dgl. ähnlich wie bei einem Dampfstoß eines Bügeleisens sich allmählich zurückbilden und das Gut damit anschließend in glattem Zustand getrocknet wird. Somit wird eine separate Bügelbehandlung nach dem Trocknen überflüssig, wodurch eine große Zeitersparnis erreichbar ist. Durch die Erzeugung des Dampfes bzw. der erhöhten Luftfeuchtigkeit aus der Feuchtigkeit des Gutes selbst beim Einbringen ergibt sich weiterhin der Vorteil, daß diese Feuchtigkeit dabei schon dem Gut entzogen wird und hierdurch eine Trocknung des Gutes einhergeht. Somit ist in der Phase der Aufheizung des Behandlungsraumes im wesentlichen nur die Einbringung von Wärme in den Behandlungsraum erforderlich, die Einbringung von Dampf aus einer externen Quelle muß nicht erfolgen.

Eine erste vorteilhafte Ausgestaltung des Verfahrens sieht vor, daß während der Bildung des Dampfes bzw. der erhöhten Luftfeuchtigkeit die Temperatur in dem Behandlungsraum erhöht wird. Hierdurch wird der Dampf bzw. die erhöhte Luftfeuchtigkeit aus der Restfeuchtigkeit des Gutes gewonnen, indem die Restfeuchtigkeit verdunstet bzw. verdampft und in die in dem Behandlungsraum umgewälzte Luft übergeht. In Abhängigkeit von der Temperatur kann die umgewälzte Luft unterschiedliche Mengen von Feuchtigkeit bzw. an Dampf aufnehmen, so daß bei der Erhöhung der Temperatur ein nennenswerter Anteil der Restfeuchtigkeit des Gutes schon in die umgesetzte Luft übergeht. Der hiermit einhergehende Trocknungseffekt des Gutes bei gleichzeitiger Bildung des zur Beseitigung von Knitterstellen und Falten benötigten Dampfes erhöht die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens durch Senkung der Energiekosten.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des Verfahrens sieht vor, daß die Kondensation zeitverzögert nach dem Beginn der Trocknung und der Bildung des Dampfes bzw. der erhöhten Luftfeuchtigkeit einsetzt. Hierdurch kann erreicht werden, daß sich gerade bei Beginn der Trocknung ein sehr mit Dampf bzw. erhöhter Luftfeuchtigkeit gesättigter Volumenstrom durch den Behandlungsraum umwälzt, der die Knitterstellen und Falten des Gutes zuverlässig beseitigt.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Übergang von der im geschlossenen Kreislauf erfolgenden Überleitung des Dampfes bzw. der erhöhten Luftfeuchtigkeit über das Gut zur Phase des zunehmenden Entzuges der Luftfeuchtigkeit aus dem Behandlungsraum mittels Kondensation am Kondensator gleitend erfolgt. Hindurch läßt sich eine besonders schonende Behandlung des Gutes im Behandlungsraum zur Entfernung von Knitterstellen und Falten mit einer sanft einsetzenden Trocknungsphase kombinieren, wodurch eine sichere Entfernung der Knitterstellen und Falten bei gleichzeitig guter und schonender Durchtrocknung des Gutes erreichbar ist.

Ein besonders gutes Verhältnis von Entfernung von Knitterstellen und Falten bezogen auf die Trocknungszeit läßt sich erreichen, wenn die maximale Temperatur von Luft und/oder Dampf bzw. erhöhter Luftfeuchtigkeit während der Phase der Überleitung des Dampfes bzw. der erhöhten Luftfeuchtigkeit über das Gut im Inneren des Behandlungsraumes zwischen 90 und 125°C beträgt und die Luft und/oder Dampf bzw. erhöhte Luftfeuchtigkeit nach der Überleitung über den in Betrieb befindlichen Kondensator maximal etwa 60-70°C beträgt.

Es ist weiterhin denkbar, daß der Dampf bzw. die erhöhte Luftfeuchtigkeit zumindest teilweise auch aus einer externen Quelle dem Behandlungsraum zugeführt wird. Hierdurch kann mittels der externen Quelle zusätzlicher Dampf oder eine größere Menge Dampf in kürzerer Zeit dem Gut zugeführt werden, ohne daß die Erzeugung von Dampf oder erhöhter Luftfeuchtigkeit im inneren des Behandlungsraumes aufgrund hoher Temperaturzufuhr zu einer Schädigung des Gutes führen kann.

Eine weitere Verbesserung bei der Benutzung eines erfindungsgemäßen Trockenschrankes kann dadurch erreicht werden, daß anschließend an die Phase der Überleitung des Dampfes bzw. der erhöhten Luftfeuchtigkeit und bei oder nach der Trocknung das Gut im gleichen Behandlungsraum in einem offenen Kreislauf unter Einfluß von außen zugeführter Umgebungsluft einer weiteren Behandlung wie einem weiteren Trocknen, einem Desinfizieren, einem Sterilisieren, einer Schadstoffentfernung oder dgl. ausgesetzt wird. Hindurch kann in denselben Behandlungsraum sowohl die Trocknungsbehandlung mit der Erzielung einer bügelfreien Trocknung des Gutes mit weiteren eventuell notwendigen Schritten der Behandlung des Gutes sowie dem Desinfizieren des Gutes beispielsweise in Krankenhäusern oder etwa einer Entfernung von Schadstoffen bei produktionsfrischen Gegenständen kombiniert werden. Für derartige Kombinationsbehandlungen muß das Gut dann nicht mehr aus dem Behandlungsraum in ein weiteres Gerät umgeladen werden, sondern kann direkt im Behandlungsraum verbleiben und dort weiter behandelt werden. Die Behandlung im offenen Kreislauf ist immer dann notwendig, wenn aus dem Gut z. B. flüchtige Bestandteile entfernt werden sollen oder eine Prozeßführung im geschlossenen Kreislauf zu hohe Belastungen des Gutes hervorrufen würde.

Durch die Zumischung von Umgebungsluft in den Behandlungsraum kann die Temperatur in dem Behandlungsraum reduziert werden, so daß zusätzlich zur möglichen weiteren Behandlung des Gutes im offenen Kreislauf auch eine kürzere Abkühlung aus der Trocknungsphase erreichbar ist.

Die Erfindung umfaßt gemäß Anspruch 9 weiterhin einen Trockenschrank zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, der einen gegenüber der Umgebung abschließbaren Behandlungsraum aufweist, durch den Luft mit Dampf bzw. erhöhter Luftfeuchtigkeit in einem geschlossenen Kreislauf und über einen Kondensator führbar ist und sich die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit an dem Kondensator niederschlägt und in einen Auffangbehälter abführbar ist, wobei der Kondensator über einen Kühlluftstrom kühlbar ist, der aus der Umgebungsluft angesaugt wird.

Weiterhin kann vorgesehen sein, daß der Kühlluftstrom zwischen den Außenwandungen des Behandlungsraumes und der Außenwandung des Trockenschrankes entlang führbar ist, um die Außenwandung des Trockenschrankes gegenüber Wärmebelastungen aus dem Behandlungsraum zu kühlen.

Auch kann die in dem geschlossenen Kreislauf durch den Behandlungsraum und über den Kondensator geführte Luft mit Dampf bzw. erhöhter Luftfeuchtigkeit über seitlich in gegenüberliegenden Wandungen des Behandlungsraumes angeordnete Öffnungen in den Behandlungsraum in Form von aufeinander zuströmenden Luftströmungen einblasbar und unterseitig des Behandlungsraumes wieder aus dem Behandlungsraum abziehbar sein. Hindurch ist eine gute Durchmischung des Inneren des Behandlungsraumes erreichbar, die zu einer hohen Aufnahmen der Feuchte des Gutes durch die Luft führt.

Die Erfindung umfaßt gemäß Anspruch 13 weiterhin einen Trockenschrank zur Trocknung von feuchtem Gut, insbesondere von feuchter Wäsche, insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, in dem das Gut in einem Behandlungsraum in mechanisch unbewegtem Zustand behandelt wird, wobei Luft in einem geschlossenen Kreislauf durch den Behandlungsraum und über einen Kondensator geführt wird und sich die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit an dem Kondensator niederschlägt und abgeführt werden kann. Ein derartiger Trockenschrank weist zur Umschaltung des Betriebs des Trockenschrankes zwischen der Umwälzung im geschlossenen Kreislauf und einer Behandlung im offenen Kreislauf Klappen an dem Trockenschrank auf, die eine Zufuhr und Abfuhr von Außenluft zu bzw. aus dem Behandlungsraum ermöglichen. In einer Weiterbildung können die Klappen Zeit- und/oder temperaturgesteuert und/oder zustandsabhängig vom Trocknungszustand des Gutes öffnen und schließen. Eine derartige Ausgestaltung eines Trockenschrankes ermöglichten kombinierten und automatisierten Betrieb sowohl im geschlossenen Kreislauf als auch im offenen Kreislauf und bietet daher verschiedene Nutzungsmöglichkeiten des gleichen Gerätes. Hierdurch kann vermieden werden, daß beispielsweise für die Desinfektion bzw. Sterilisation ein separates Gerät angeschafft werden muß, da eine Desinfektion bzw. Sterilisation üblicherweise im offenen Kreislauf stattfindet, die erfindungsgemäße Trocknung aber im geschlossenen Kreislauf.

Eine besonders bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Trockenschrankes zeigt die Zeichnung.

Es zeigen:

Fig. 1 - eine Vorderansicht des erfindungsgemäßen Trockenschrankes im geöffneten Zustand im Teilschnitt mit darin mittels Pfeilen angegebenen Luftströmungen,

Fig. 2 - eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen Trockenschrankes gemäß Fig. 1 im Schnitt,

Fig. 3 - eine Aufsicht auf einen Schnitt des Trockenschrankes im Bereich des Sockel zu gemäß Fig. 1 und 2,

Fig. 4 - eine Vorderansicht eines erfindungsgemäßen Trockenschrankes gemäß Fig. 1 mit Auslaßklappen im offenen Kreislauf,

Fig. 5 - eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen Trockenschrankes gemäß Fig. 4 mit Auslaßklappen im offenen Kreislauf.

Der erfindungsgemäße Trockenschrank 1 ist in Fig. 1 bis 3 in einer ersten Konfiguration dargestellt, bei der eine Trocknung des nur schematisch angedeuteten Gutes 2 im Inneren des Behandlungsraumes 15 des Trockenschrankes 1 erfolgt. Das Gut 2, hier angedeutete Wäschestücke, hängt auf nicht genauer dargestellten und grundsätzlich bekannten Aufhängevorrichtungen 3, die etwa horizontal im Inneren des Behandlungsraumes 15 des Trockenschrankes 1 befestigt sind. Der grundsätzliche Aufbau und die Luftführung des Trockenschrankes 1 gemäß Fig. 1 entspricht derjenigen aus der Patentschrift DE 42 35 560 C2 des gleichen Erfinders, die in diesem Zusammenhang vollumfänglich auch zum Gegenstand dieser Anmeldung gemacht wird.

Oberhalb des Behandlungsraumes 15 ist ein Ventilator 5 für den Warmluftstrom 10,10 angedeutet, der als Radialgebläse den Warmluftstrom 10 über entsprechende Luftführungen in Kanäle 20 einleitet, die eine in etwa vertikal den Behandlungsraum 15 begrenzende Luftführung bilden. In diesen Kanälen 20 sind geöffnet zum Inneren des Behandlungsraumes 15 seitlich Einlaßöffnungen 19 vorgesehen, durch die in der Warmluftstrom 10 seitlich und von beiden Seiten des Trockenschrankes 1 einander entgegen strömend in das Innere des Behandlungsraumes 15 eintreten kann. Hierdurch wird eine gute Durchmischung des Inneren des Behandlungsraumes 15 mit dem Warmluftstrom 10 erreicht, durch die das Gut 2 Feuchtigkeit abgeben kann.

Der Warmluftstrom 10 wird nach dem Durchtreten des Behandlungsraumes 15 durch eine gelochte untere Wandung 14 einem Kondensator 13 zugeführt und mit einem noch näher erläuterten Kaltluftstrom in diesem Kondensator 13 in thermische Verbindung gebracht. Nachdem Durchtreten des Wärmetauschers 13 strömt der abgekühlte Warmluftstrom 10' durch einen Luftkanal 11 auf der Rückseite des Trockenschrankes 1 wieder nach oben in Richtung auf das Gebläse 5 und wird dort erneut wie schon beschrieben in das Innere des Behandlungsraumes 15 eingeblasen. Diese im geschlossenen Kreislauf geführte Luftströmung des Warmluftstroms 10, 10' ermöglicht in noch näher beschriebener Weise die besonders vorteilhafte Trocknung des Gutes 2 derart, daß eine Nachbehandlung durch Bügeln vermieden werden kann.

Der Kondensator 13 unterhalb des Behandlungsraumes 15 wird mit einem ersten Kaltluftstrom 8 sowie mit einem weiteren Kaltluftstrom 8' gekühlt und führt dabei zum Kondensieren des in dem Warmluftstrom 10 enthaltenen Feuchtigkeitsgehaltes. Der eine Kaltluftstrom 8' wird hierbei über eine Einlaßöffnung 6 in der Nähe des Kondensators 13 aus der Umgebung angesaugt, wobei unterhalb des Kondensator 13 ein Radialgebläse in Form eines Ventilators 4 eine entsprechende Luftströmung hervorruft. Der Ventilator 4 stößt über eine Auslaßöffnung 7 den Kaltluftstrom 8 im Sockelbereich des Trockenschrankes 1 wieder aus. Der andere Teil 8' des Kaltluftstroms wird oberhalb des Behandlungsraumes 15 ebenfalls aus der Umgebung angesaugt und durch zwischen den Seitenwänden 18 und dem Kanal 20 angeordnete Luftkanäle 12 nach unten in Richtung auf den Ventilator 4 geführt. Diese Luftführung dient dazu, daß die Oberflächen des Trockenschrankes 1, die von Bedienungspersonen berührt werden können, gleichzeitig gekühlt werden, so daß diese sich an den ansonsten heißen Oberflächen nicht verbrennen können. Der Kaltluftstrom 8' nimmt hierbei die auf der Außenseite der Luftkanäle 20 anliegende Temperatur aus dem Warmluftstrom 10 ab.

Unterhalb des Kondensators 13 und mit diesem über eine entsprechende flüssigkeitsleitende Verbindung in Kontakt stehend ist die Auffangwanne 9 für die kondensierte Flüssigkeit, die entsprechend großzügig bemessen ist und ein leichtes Transportieren der aufgefangenen Flüssigkeit in einen Ausguß oder dgl. auch ohne Überschwappen der Auffangwanne 9 ermöglicht. Die aus dem Gut 2 ausgetrocknete Flüssigkeit wird hierin aufgefangen und nach Beendigung des Trocknungsganges von der Bedienperson entnommen.

Im oberen Bereich des Trockenschrankes 1 sind zwei Klappen 21, 22 zu erkennen, von denen die Klappe 22 eine Auslaßklappe für den Warmluftstrom 10 im offenen Kreislauf darstellt, der in den Fig. 4 und 5 noch näher erläutert ist. In der in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Konfiguration ist diese Klappe 22 geschlossen, so daß der Warmluftstrom 10 nach dem Durchtreten des Kanals 11 wieder dem Ventilator 5 zugeführt wird. Die Klappe 21 dient zum Verschluß der Luftzuführung für den Kaltluftstrom 8', der im oberen Abschnitt des Trockenschrankes 1 zwischen den Behandlungsraum 15 und die Seitenwände 18 des Trockenschrankes 1 eintreten und nach unten durch den Ventilator 4 gefördert werden kann. In einem Betriebszustand des Trockenschrankes 1, in dem der Kondensator 13 nicht in Betrieb ist, kann diese Klappe 21 genauso wie die nahe des Kondensators 13 angeordnete Klappe 23 verschlossen werden, so daß der Kühlluftstrom 8, 8' in dem Trockenschrank 1 vollständig ausgeschaltet werden kann. Hierzu wird beispielsweise auch der Ventilator 4 außer Betrieb gesetzt. In diesem Betriebszustand erfolgt lediglich eine Aufheizung des Behandlungsraumes 15 durch im oberen Teil des Trockenschrankes 1 angeordnete und hier nicht näher beschriebene Heizelemente 24. Hierdurch bildet sich im Inneren des Behandlungsraumes 15 im geschlossenen Kreislauf eine mit Dampf sehr gesättigte Atmosphäre, die zu den noch näher beschriebenen Vorteilen hinsichtlich der knitter- und faltenfreien Trocknung des Gutes 2 führen.

Der Betrieb des Trockenschrankes 1 nach dem erfindungsgemäßen Verfahren läßt sich etwa wie folgt beschreiben. Die beispielsweise aus einem vorhergehenden Waschgang noch feuchte Wäsche 2 wird an den Aufhängevorrichtungen 3 in das Innere des Behandlungsraumes 15 gehängt, wobei durch die dichte Belegung des Behandlungsraumes 15 mit Wäschestücken 2 eine sehr gute Volumenausnutzung des Trockenschrankes 1 erreicht werden kann. Selbstverständlich ist es auch denkbar, hier nicht vorher gewaschene, sondern allein durch Umweltbelastungen oder dgl. feuchte oder auf sonstige Art zerknitterte Wäsche oder dgl. einzubringen, die in einem möglichst bügelfreien und trockenen Zustand vorliegen soll. Beispiel für derartiges Gut können eine Vielzahl von etwa im Haushalt benutzten Gegenständen wie empfindliche Geweben, reine Wolle, Oberbetten, Kissen, Daunendecken, Wolldecken, Lederschuhe und beliebige weitere Gegenstände sein, die einer Feuchtigkeitsbelastung unterliegen bzw. zu Reinigungszwecken befeuchtet werden sollten.

Nach dem Einbringen des Gutes 2 wird die vorderseitig dargestellte Tür 16 des Trockenschrankes 1 geschlossen und der Trockenschrank 1 in einen ersten Betriebszustand geschaltet, bei dem die Heizelemente 24 sowie der Ventilator 5 für den Warmluftstrom 10, 10' in Betrieb gesetzt werden. Die Luftführung erfolgt in vorstehend schon beschriebener Weise hierbei im geschlossenen Kreislauf, so daß der Warmluftstrom 10, 10' nach dem Durchtreten des Inneren des Behandlungsraumes 15 über den Kondensator 13 und durch den Kanal 11 nach oben innerhalb des Trockenschrankes 1 gefördert wird. Der Kondensator 13 kann in diesem Betriebszustand schon durch die Kühlung mit dem Kaltluftstrom 8, 8' und Betätigung des Ventilators 4 in Betrieb sein, so daß sich unmittelbar bei der Aufheizung des Behandlungsraumes 15 schon Feuchtigkeit aus dem Inneren des Behandlungsraumes 15 abziehen läßt. Selbstverständlich ist es auch denkbar, zur anderen Prozeßführung während dieser Aufheizphase den Kondensator 13 noch nicht in Betrieb zu setzen, so daß kein Kaltluftstrom 8, 8' in dem Kondensator 13 mit dem Warmluftstrom 10, 10' in Kontakt gebracht wird. Günstig ist es beispielsweise, erst nach einer bestimmten Aufheizzeit den Kondensator 13 in Betrieb zu setzen, so daß sich schnell einer hoher Anteil von Luftfeuchtigkeit in dem Warmluftstrom 10, 10' ergibt und das Gut 2 daher schnell knitterfrei entspannt werden kann.

Die Wirkung des Warmluftstromes 10, 10' in dieser Phase der Prozeßführung beruht darauf, daß bei Berührung z. B. textiler Materialien mit einem Dampfstrom die Fasern dieser textilen Materialien entspannt werden und dadurch etwa vorhandene Knitterstellen, Falten oder dgl. nicht glatten Stellen auch ohne mechanische Einwirkung beseitigt werden. Dieser Effekt ist grundsätzlich etwa aus dem Bereich der Bügeltechnik bekannt, in dem etwa am Bügeleisen als Zusatzfunktion sogenannte Dampfduschen angebracht sind, die der Bügelnde vor dem mechanischen Kontakt des Bügeleisens gezielt auf bestimmte zu bügelnde Stellen aufbringen kann und die eine Vornässung und damit eben die schon beschriebene Entspannung des Gewebes bewirken. In der hier beschriebenen Betriebsweise des Trockenschrankes 1 wird das gesamte zu behandelnde Gut 2 einer derartigen Dampfdusche durch den hohen Dampfanteil in dem Warmluftstrom 10, 10' ausgesetzt, so daß eine lokale Aufbringung gezielter Dampfmengen gar nicht erforderlich ist. Die auf den Aufhängevorrichtungen 3 aufgehängte Wäsche 2, die üblicherweise recht glatt aufgehängt werden kann, verliert hierdurch die entsprechenden Knitterstellen und kann dann nach einer anschließenden Trocknung vollständig oder weitestgehend knitter- und faltenfrei dem Trockenschrank 1 entnommen werden. Hierdurch läßt sich ein vollständiger Bearbeitungsgang des Gutes 2 nach der Trocknung einsparen, wodurch eine hohe Zeitentlastung etwa einer Hausfrau erreichbar ist.

Nach einem von der Art der Wäsche und dem jeweiligen Feuchtigkeitsgehalt möglicherweise abhängig wählbaren Zeitabschnitt der Einwirkung des Luft- /Dampfgemisches innerhalb des Behandlungsraumes 15 in der schon beschriebenen Weise wird der Kondensator 13 in Betrieb gesetzt und entzieht dann dem Warmluftstrom 10, 10' nach und nach seine Feuchtigkeit, so daß die Wäsche 2 zunehmend getrocknet wird. Hierbei hat der geschlossene Kreislauf des erfindungsgemäßen Trockenschrankes 1 den großen Vorteil, daß aus dem Trockenschrank 1 kein feuchter Abluftstrom austritt. Dieser feuchte Abluftstrom verursacht beispielsweise bei der Aufstellung in einer Wohnung mögliche Feuchtigkeitsschäden innerhalb der Zimmer und muß daher in der Regel durch eine entsprechende Abluftführung ins Freie entsorgt werden. Das an dem Kondensator 13 sich bildende Kondensat wird über entsprechende Leitvorrichtungen von dem Kondensator 13 in einen Auffangbehälter 9 geleitet und kann dort nach Beendigung des Trocknungsvorganges gesammelt entnommen werden.

Ein weiterer Vorteil der dargestellten Betriebsweise des erfindungsgemäßen Trockenschrankes 1 ist es, daß der Dampf teilweise oder vollständig aus der Feuchtigkeit des trockenen Gutes 2 selbst gewonnen wird, wodurch zum einen schon eine teilweise Trocknung des Gutes 2 während der Gewinnung des Dampfes erreicht wird und sich daher die Trocknungszeit insgesamt verkürzt. Zum anderen ist eine derartige Betriebsweise vorteilhaft hinsichtlich der einzusetzenden Energiemengen, da eine externe Gewinnung von Dampf beispielsweise durch einen Dampfgenerator vermeidbar ist und die Energie zum Gewinnen des Dampfes gleichzeitig einen Trocknungseffekt hervorruft.

In den Fig. 4 und 5 ist ein dem Aufbau des Trockenschrankes 1 der Fig. 1 bis 3 entsprechender Betriebszustand des Trockenschrankes 1 dargestellt, bei dem etwa nach dem Abschluß des Trocknungsvorganges ein zusätzlicher Bearbeitungsgang wie beispielsweise das Desinfizieren, das Lüften oder dgl. angeschlossen wird, bei dem der Trockenschrank 1 im offenen Kreislauf betrieben wird. Die für diesen Betriebszustand grundsätzlich schon bekannte Luftführung gemäß der DE 42 35 560 C2 eines derartigen Trockenschrankes wird in der hier dargestellten, erfindungsgemäßen Weise in dem gleichen Trockenschrank 1 dadurch realisiert, daß die Abluftklappe 22 für den Warmluftstrom 10 nunmehr geöffnet wird, wie dies in der Fig. 5 zu erkennen ist. Hierdurch kann der Warmluftstrom 10' ganz oder teilweise in die Umgebung abgeleitet werden, so daß nach Durchtreten des Inneren des Behandlungsraumes 15 der Warmluftstrom 10' ganz oder teilweise ausgeleitet wird. Gleichzeitig wird oberseitig des Trockenschrankes 1 ein entsprechender Kaltluftstrom 8, 8' in den Bereich des Ventilators 5 geführt, der nach dem Durchtreten der Heizelemente 24 den ausgeleiteten Teil des Warmluftstromes 10' ersetzen kann. Durch diese Durchmischung des Warmluftstromes 10' mit dem Kaltluftstrom 8' ergibt sich ein Austausch des unngewälzten Luftstromes, der beispielsweise zum Lüften, aber auch zum schnellen Abkühlen des Behandlungsraumes 15 genutzt werden kann. Ist beispielsweise nach der weitgehenden Trocknung des Gutes 2 der Feuchtigkeitsgehalt des an der Klappe 22 austretenden Warmluftstromes 10' nur noch gering, so ist die Belastung der Umgebung durch Feuchtigkeit ebenfalls nur gering und damit können sich weitere bekannte Behandlungsstufen wie das Desinfizieren, das Sterilisieren, das Lüften oder dlie Entfernung von Schadstoffen der Betrieb des Trockenschrankes 1 im offenen Kreislauf anschließen. Hierbei kann die Öffnung der Klappe 22 bzw. der korrespondierenden Elemente zur Luftführung des eintretenden Kaltluftstromes 8' selbstverständlich zeitgesteuert, temperaturgesteuert oder von sonstigen Zustandsgrößen des zu trocknenden Gutes 2 abhängig gesteuert werden. Sachnummernliste 1 Trockenschrank

2 Gut/Wäsche

3 Aufhängevorrichtungen

4 Ventilator Kaltluftstrom

5 Ventilator Warmluftstrom

6 Einlaß Kaltluftstrom

7 Auslaß Kaltluftstrom

8, 8' Kaltluftstrom

9 Auffangwanne

10, 10' Warmluftstrom

11 Luftkanal Rückströmung Warmluftstrom

12 Luftkanal Kühlluftstrom

13 Wärmetauscher/Kondensator

14 untere Wandung Behandlungsraum

15 Behandlungsraum

16 Tür Trockenschrank

17 Rückwand Trockenschrank

18 Seitenwände Trockenschrank

19 seitliche Einlaßöffnungen

20 Luftkanal Warmluftstrom

21 Einlaßklappe Kaltluft

22 Auslaßklappe Warmluft

23 zugeführte Umgebungsluft

24 Heizelemente


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Trocknung von feuchtem Gut (2), insbesondere von feuchter Wäsche, bei dem das Gut (2) in einem Behandlungsraum (15) eines Trockenschrankes (1) in mechanisch unbewegtem Zustand behandelt wird, wobei Luft (10) durch den Behandlungsraum (15) und über einen Kondensator (13) geführt wird und sich die in der Luft (10) enthaltene Feuchtigkeit an dem Kondensator (13) niederschlagen und abgeführt werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß

    die Luft (10) zumindest während eines Zeitabschnittes der Trocknung des Gutes (2) in einem geschlossenen Kreislauf durch den Behandlungsraum (15) über das zu trocknende Gut (2) geführt wird, wobei das Gut (2) bei steigender Temperatur in dem Behandlungsraum (15) einem mit der Luft (10) im Kreislauf umlaufenden und sich zumindest teilweise aus der Feuchtigkeit des Gutes (2) bildenden Dampf bzw. erhöhter Luftfeuchtigkeit ausgesetzt und durch den Dampf bzw. die erhöhte Luftfeuchtigkeit in Bezug auf Knittern, Falten oder dgl. aus vorhergehenden Behandlungen entspannt und geglättet wird,

    und mit zunehmendem Entzug der Restfeuchtigkeit der Luft (10) nach Beginn der Kondensation an dem Kondensator (13) das Gut (2) von Knittern, Falten oder dgl. befreit und bügelfrei getrocknet wird.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß während der Bildung des Dampfes bzw. der erhöhten Luftfeuchtigkeit die Temperatur in dem Behandlungsraum (15) erhöht wird.
  3. 3. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kondensation zeitverzögert nach dem Beginn der Trocknung und der Bildung des Dampfes bzw. der erhöhten Luftfeuchtigkeit einsetzt.
  4. 4. Verfahren gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Übergang von der im geschlossenen Kreislauf erfolgenden Überleitung des Dampfes bzw. der erhöhten Luftfeuchtigkeit über das Gut (2) zur Phase des zunehmenden Entzuges der Luftfeuchtigkeit aus dem Behandlungsraum (15) mittels Kondensation am Kondensator (13) gleitend erfolgt.
  5. 5. Verfahren gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die maximale Temperatur von Luft (10) und/oder Dampf bzw. erhöhter Luftfeuchtigkeit während der Phase der Überleitung des Dampfes bzw. der erhöhten Luftfeuchtigkeit über das Gut (2) im Inneren des Behandlungsraumes (15) zwischen 90 und 125°C beträgt und die Luft (10) und/oder Dampf bzw. erhöhte Luftfeuchtigkeit nach der Überleitung über den in Betrieb befindlichen Kondensator (13) maximal etwa 60-70°C beträgt.
  6. 6. Verfahren gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Dampf bzw. die erhöhte Luftfeuchtigkeit zumindest teilweise auch aus einer externen Quelle dem Behandlungsraum (15) zugeführt wird.
  7. 7. Verfahren gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß anschließend an die Phase der Überleitung des Dampfes bzw. der erhöhten Luftfeuchtigkeit und bei oder nach der Trocknung das Gut (2) im gleichen Behandlungsraum (15) in einem offenen Kreislauf unter Einfluß von außen zugeführter Umgebungsluft (23) einer weiteren Behandlung wie einem weiteren Trocknen, einem Desinfizieren, einem Sterilisieren, einer Schadstoffentfernung oder dgl. ausgesetzt wird.
  8. 8. Verfahren gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Zumischung von Umgebungsluft (23) in den Behandlungsraum (15) die Temperatur in dem Behandlungsraum (15) reduziert wird.
  9. 9. Trockenschrank (1) zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Trockenschrank (1) einen gegenüber der Umgebung abschließbaren Behandlungsraum (15) aufweist, durch den Luft (10) mit Dampf bzw. erhöhter Luftfeuchtigkeit in einem geschlossenen Kreislauf und über einen Kondensator (13) führbar ist und sich die in der Luft (10) enthaltene Feuchtigkeit an dem Kondensator (13) niederschlägt und in einen Auffangbehälter (9) abführbar ist, wobei der Kondensator (13) über einen Kühlluftstrom (8, 8') kühlbar ist, der aus der Umgebungsluft (23) angesaugt wird.
  10. 10. Trockenschrank (1) gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Kühlluftstrom (8') zwischen den Außenwandungen des Behandlungsraumes (15) und der Außenwandung (18) des Trockenschrankes (1) entlang führbar ist, um die Außenwandung (18) des Trockenschrankes (1) gegenüber Wärmebelastungen aus dem Behandlungsraum (15) zu kühlen.
  11. 11. Trockenschrank (1) gemäß einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die in dem geschlossenen Kreislauf durch den Behandlungsraum (15) und über den Kondensator (13) geführte Luft (10) mit Dampf bzw. erhöhter Luftfeuchtigkeit über seitlich in gegenüberliegenden Wandungen des Behandlungsraumes (15) angeordnete Öffnungen (19) in den Behandlungsraum (15) in Form von aufeinander zuströmenden Luftströmungen einblasbar und unterseitig des Behandlungsraumes (15) wieder aus dem Behandlungsraum (15) abziehbar ist.
  12. 12. Trockenschrank (1) gemäß einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Trockenschrank (1) ganz oder im wesentlichen ohne sonst erforderliche separate Ablufteinrichtung auch in geschlossenen Räumen betreibbar ist.
  13. 13. Trockenschrank (1) zur Trocknung von feuchtem Gut (2), insbesondere von feuchter Wäsche, insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, in dem das Gut (2) in einem Behandlungsraum (15) in mechanisch unbewegtem Zustand behandelt wird, wobei Luft (10) in einem geschlossenen Kreislauf durch den Behandlungsraum (15) und über einen Kondensator geführt wird und sich die in der Luft (10) enthaltene Feuchtigkeit an dem Kondensator (13) niederschlägt und abgeführt werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß zur Umschaltung des Betriebs des Trockenschrankes (1) zwischen der Umwälzung im geschlossenen Kreislauf und einer Behandlung im offenen Kreislauf Klappen (21, 22) an dem Trockenschrank (1) vorgesehen sind, die eine Zufuhr und Abfuhr von Außenluft zu bzw. aus dem Behandlungsraum (15) ermöglichen.
  14. 14. Trockenschrank gemäß Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappen (21, 22) Zeit- und/oder temperaturgesteuert und/oder zustandsabhängig vom Trocknungszustand des Gutes (2) öffnen und schließen.






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