PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE10030752A1 17.01.2002
Titel Verfahren und Schaltungsvorrichtung zur Ansteuerung einer Mehrzahl von Schaltungen
Anmelder Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., 80636 München, DE
Erfinder Eichholz, Jörg, Dipl.-Ing., 25560 Warringholz, DE
Vertreter Schoppe, Zimmermann, Stöckeler & Zinkler, 81479 München
DE-Anmeldedatum 23.06.2000
DE-Aktenzeichen 10030752
Offenlegungstag 17.01.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.01.2002
IPC-Hauptklasse G08C 19/12
IPC-Nebenklasse H04Q 9/10   
IPC additional class // A61B 5/02,A61N 1/372  
Zusammenfassung Eine Schaltungsvorrichtung umfaßt eine Mehrzahl von Schaltungen, die über eine gemeinsame Verbindung zum Empfangen eines Ansteuersignals miteinander verbunden sind, wobei jede der Mehrzahl von Schaltungen ein Schaltungselement umfaßt, das eine Resonanzfrequenz für die Schaltung definiert, wobei zumindest zwei Schaltungen der Mehrzahl von Schaltungen unterschiedliche Resonanzfrequenzen haben. Ein Steuerelement bestimmt, welche der Schaltungen anzusteuern ist, erzeugt das Ansteuersignal mit einer Frequenz, die der Resonanzfrequenz der anzusteuernden Schaltung entspricht und legt das Ansteuersignal an die Mehrzahl von Schaltungen an.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Schaltungsvorrichtung zur Ansteuerung einer Mehrzahl von Schaltungen, und insbesondere auf eine wahlfreie Ansteuerung einer oder mehrerer energieloser integrierter Schaltungen (ICs = Integrated Circuits), die nur über eine gemeinsame Leitung angeschlossen sind.

Bei bekannten Schaltungsvorrichtungen tritt ein Problem auf, wenn eine Mehrzahl von integrierten Schaltungen angesteuert werden muß, welche über eine gemeinsame Leitung mit einem zentralen Ansteuerelement verbunden sind. Solche Schaltungen, z. B. EEPROMS (EEPROMs = Electrically Eraseable Programmable Read Only Memory = elektrisch löschbarer Festwertspeicher), dienen als Schaltelemente bzw. Schalter dazu, Sensoren, die mit diesen Schaltungen verbunden sind, auswahlmäßig mit dem zentralen Ansteuerelement zu verbinden, um dieselben auszulesen, zu aktivieren oder dergleichen.

Es existiert im Stand der Technik keine Möglichkeit jede der integrierten Schaltungen einzeln anzusprechen, so daß keine Möglichkeit existiert, nur diejenige integrierte Schaltung mit Energie zu versorgen, welche anzusteuern ist.

Ein weiteres Problem bei der Ansteuerung von integrierten Schaltungen, welche über eine gemeinsame Leitung mit einem zentralen Steuerelement verbunden sind, besteht darin, daß die integrierten Schaltungen im Regelfall weitere Elemente, wie z. B. die bereits angesprochenen Sensoren oder ähnliches, aufweisen oder zur Verbindung mit diesen zwischen das zentrale Steuerelement und dieselben geschaltet sind, die entsprechende elektrische Nutzsignale erzeugen, so daß sichergestellt werden muß, daß durch die Ansteuerung der einzelnen integrierten Schaltung keine Beeinträchtigung oder dauerhafte Veränderung der erzeugten Nutzsignale hervorgerufen wird.

Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Schaltungsvorrichtung zu schaffen, welche eine wahlfreie Ansteuerung einer oder mehrerer Schaltungen, die nur über eine gemeinsame Leitung angeschlossen sind, ermöglicht.

Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren gemäß Anspruch 1 und durch eine Vorrichtung gemäß Anspruch 9 gelöst.

Die vorliegende Erfindung schafft ein Verfahren zur Ansteuerung einer Mehrzahl von Schaltungen, die über eine gemeinsame Verbindung zum Empfangen eines Ansteuersignals miteinander verbunden sind, wobei jede der Mehrzahl von Schaltungen ein Schaltungselement umfaßt, das eine Resonanzfrequenz für die Schaltung definiert, wobei zumindest zwei Schaltungen der Mehrzahl von Schaltungen unterschiedliche Resonanzfrequenzen haben, mit folgenden Schritten:

  • a) Bestimmen, welche der Schaltungen anzusteuern ist;
  • b) Erzeugen des Ansteuersignals mit einer Frequenz, die der Resonanzfrequenz der anzusteuernden Schaltung entspricht; und
  • c) Anlegen des erzeugten Ansteuersignals an die Mehrzahl von Schaltungen.

Die vorliegende Erfindung schafft eine Schaltungsvorrichtung, mit

einer Mehrzahl von Schaltungen, die jeweils ein Schaltungselement umfassen, das eine Resonanzfrequenz für die Schaltung definiert, wobei zumindest zwei Schaltungen unterschiedliche Resonanzfrequenzen haben;

einer gemeinsamen Verbindung (100), die die Schaltungen miteinander verbindet; und

einem Steuerelement, das über die gemeinsame Verbindung mit der Mehrzahl von Schaltungen verbunden ist, das abhängig von einer anzusteuernden Schaltung ein Ansteuersignal mit einer Frequenz erzeugt, die der der anzusteuernden Schaltung zugeordneten Resonanzfrequenz entspricht, und daß das Ansteuersignal an die gemeinsame Verbindung anlegt.

Gemäß einem bevorzugtem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung wird das Ansteuersignal derart erzeugt, daß dasselbe eine Signalamplitude aufweist, die unterhalb einer vorbestimmten Schwelle liegt, wobei diese vorbestimmte Schwelle vorzugsweise durch ein in den einzelnen Schaltungen verwendetes Nutzsignal festgelegt ist. Abhängig von der erwünschten Konfiguration können sämtliche Schaltungen unterschiedliche Resonanzfrequenzen aufweisen. Sofern es erwünscht ist, mehrere Schaltungen gleichzeitig anzusteuern, sind diese derart ausgelegt, daß sie die gleiche Resonanzfrequenz haben.

Gemäß einem weiteren, bevorzugten Ausführungsbeispiel dient das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Schaltungsvorrichtung zur Ansteuerung eines Schaltelements, um beispielsweise Sensoren, die über die einzelnen Schaltungen mit der gemeinsamen Leitung verbunden sind, mit dem Steuerelement zu verbinden. In diesem Fall wird das Ansteuersignal an das Schaltungselement einer Schaltung angelegt und durch Multiplizieren des Ansteuersignals mit einem durch das Schaltungselement definierten Faktor wird ein Ausgangssignal des Schaltungselements erzeugt, welches zur Erzeugung eines Batteriesignals herangezogen wird. Dieses Batteriesignal wird an ein Schaltelement angelegt, um dieses zwischen dessen Schaltzuständen umzuschalten, um so beispielsweise einen mit der Schaltung verbundenen Sensor mit dem Steuerelement zu verbinden oder von diesem zu trennen. Hat das auf der gemeinsamen Verbindung auftretende Ansteuersignal eine Frequenz, die unterhalb oder oberhalb der Resonanzfrequenz einer der Schaltungen liegt, so ist das durch das Schaltelement erzeugte Ausgangssignal zu niedrig, um eine Umprogrammierung der Schaltung durchzuführen.

Vorzugsweise wird das Batteriesignal durch Gleichrichten des Ausgangssignals des Schaltungselements mittels eines Gleichrichters und durch Aufladen eines Kondensators durch das gleichgerichtete Ausgangssignal erzeugt.

Gemäß einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist das Schaltungselement durch einen Serienschwingkreis oder einem Parallelschwingkreis ausgebildet, und der Faktor zum Erzeugen des Ausgangssignals des Schaltungselements ist durch die Güte der Schwingkreise bestimmt.

Vorzugsweise erfolgt die Entladung der anliegenden Batteriesignale durch Leckströme, und weiterhin vorzugsweise, handelt es sich bei den angesprochenen Schaltungen um Energieversorgungs-freie Schaltungen.

Gemäß einem weiteren, bevorzugten Ausführungsbeispiel ist ein Regelelement vorgesehen, welches den Stromfluß aus dem Steuerelement erfaßt, um die der Resonanzfrequenz der zugeordneten Schaltung entsprechenden Frequenz des Ansteuersignals zu finden und zu halten.

Der Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß bei integrierten Schaltungen, welche beispielsweise keine Energieversorgung aufweisen, eine Möglichkeit existiert, jede der Mehrzahl von integrierten Schaltungen einzeln anzusprechen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß nur diejenige Schaltung, welche umprogrammiert werden soll, z. B. an- oder abgeschaltet wird, mit Energie versorgt wird, wodurch sich Energie einsparen läßt.

Wiederum ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß die erforderliche Energieaufladung der integrierten Schaltung mittels Energieimpulsen durchgeführt werden kann, die so klein sind, daß sie ein Nutzsignal, welches beispielsweise über angeschlossene Sensoren erfaßt wird, nicht beeinträchtigen oder dauerhaft verändern.

Bevorzugte Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Schaltungsvorrichtung;

Fig. 2 eine Darstellung der den jeweiligen Schaltungen zugeordneten Resonanzfrequenzen;

Fig. 3 ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel für die den Schaltungen zugeordneten Schaltungselemente in der Form eines Serienschwingkreises; und

Fig. 4 ein Beispiel für eine Schaltung zur Erzeugung der Batteriespannung.

In Fig. 1 ist eine schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Schaltungsvorrichtung dargestellt, die eine Mehrzahl von Schaltungen IC1, IC2, . . ., ICn umfaßt. Ferner ist ein Steuerelement ZE vorgesehen. Sowohl die einzelnen Schaltungen als auch das Steuerelement ZE umfassen einen ersten und einen zweiten Anschluß, wobei einer der Anschlüsse mit Masse verbunden ist. Der andere Anschluß der Elemente ist mit einer gemeinsamen Leitung 100 verbunden. Wie zu erkennen ist, sind mehrere integrierte Schaltungen IC1, IC2, . . ., ICnmit einer zentralen Elektronik ZE (Steuerelement) über die elektrische Leitung 100 verbunden, wobei der erforderliche zweite Kontakt über die gemeinsame Masse hergestellt ist.

Gemäß einem Ausführungsbeispiel werden die integrierten Schaltungen IC1, IC2, . . ., ICn als Schalter genutzt, um Sensoren, die mit diesen verbunden sind, über die Leitung 100 mit der zentralen Elektronik ZE zu verbinden oder von derselben zu trennen.

Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel handelt es sich bei dem gezeigten integrierten Schaltungen IC1, IC2, . . ., ICn um elektrisch löschbare Festwertspeicher (EEPROMs = Electrically Eraseable Programmable Read Only Memory). Die EEPROM-Technologie bietet die Möglichkeit, einen Transistor als Schalter zu programmieren, derart, daß der Schalter entweder geöffnet oder geschlossen ist, und diesen Zustand ohne weitere äußere Energiezufuhr dauerhaft zu halten.

Jede Schaltung IC1, IC2, . . ., ICn enthält ein Schaltungselement, wobei zumindest zwei Schaltungen unterschiedliche Resonanzfrequenzen aufweisen. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel hat jedes Schaltungselement eine unterschiedliche Resonanzfrequenz fR1, fR2, . . ., fRn, so daß jeder Schaltung IC1, IC2, . . ., ICn eine unterschiedliche Resonanzfrequenz zugeordnet ist, wie dies in Fig. 2 dargestellt ist.

Ein Beispiel für die den Schaltungen IC1, IC2, . . ., ICn zugeordneten Schaltungselemente ist in Fig. 3 gezeigt, und dort in seiner Gesamtheit mit den Bezugszeichen 102 versehen. Das Schaltungselement 102 ist ein Serienschwingkreis, der zwischen einem Eingangsknoten 104 und Masse durch eine Serienschaltung eines induktiven Elements L, eines Widerstands R und eines Kondensators C gebildet ist. Am Knoten 104 liegt das Ansteuersignal UA an, und an einem Knoten 106 ist ein Schwingkreissignal US als Ausgangssignal des Schaltungselements abgreifbar.

Gemäß dem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung enthält jede der Schaltungen IC1, IC2, . . ., ICn einen Schwingkreis, wie er in Fig. 3 dargestellt ist. Jeder dieser Schwingkreise hat eine andere Resonanzfrequenz, wie dies in Fig. 2 erläutert wurde, so daß jeder der Schwingkreise durch die zentrale Elektronik ZE (Fig. 1) einzeln über die Wahl der Frequenz des Ansteuersignals angesprochen werden kann.

Wählt man den in Fig. 3 dargestellten Reihenschwingkreis mit einer Güte



Q = ω0 L/R = 1/(ω0RC)



mit einer Resonanzfrequenz



ω0 = (LC)-S,

so erhält man in Resonanz eine Spannungsüberhöhung am inneren Knoten 106, die Q-mal höher ist als die Spannung, mit der die zentrale Elektronik ZE den Schwingkreis 102 über die elektrische Leitung 100 anregt, es gilt also:



US = Q . UA.

Diese erfindungsgemäße Ausgestaltung ermöglicht es, die anregende Spannung UA, das Ansteuersignal, unter einem Grenzwert des zu messenden elektrischen Signals zu halten. Trotzdem steht der Schaltung eine Spannung zur Verfügung, die zur Ansteuerung weiterer Elemente, wie beispielsweise des Transistors, herangezogen wird.

Um beispielsweise ein entsprechendes Spannungssignal für die Ansteuerung eines Transistorelements in dem EEPROM zu erzeugen, wird die in Fig. 4 gezeigte Gleichrichterspannung 108 verwendet. Die Schaltung 108 empfängt an einem ersten Knoten 110 das Schwingkreissignal US, welches an eine Brückenschaltung aus vier Dioden D1, D2, D3 und D4 angelegt wird. Das Signal US wird an einen ersten Anschluß 112 der Brückenschaltung angelegt. Ein zweiter Anschluß 114 der Brückenschaltung ist mit Masse verbunden. Zwischen die Anschlüsse 116 und 118 der Brückenschaltung ist der Batteriekondensator CB geschaltet, der über das gleichgerichtete Schwingkreissignal aufgeladen wird.

Wie erwähnt, wird durch den Schwingkreis 102 (Fig. 3) der integrierten Schaltung eine Spannung zur Verfügung gestellt, mit der mittels der in Fig. 4 gezeigten Gleichrichterschaltung 108 der Kondensator CB aufgeladen werden kann, der dann für kurze Zeit die Energieversorgung zur Umprogrammierung der integrierten Schaltung bereitstellt. Nach der Umprogrammierung des zentralen EEPROM-Schalters entlädt sich die integrierte Schaltung durch Leckströme von selbst, und die nächste integrierte Schaltung kann im Bedarfsfall programmiert werden.

Zusätzlich zu den in Fig. 1 beschriebenen Schaltungselementen kann ferner ein Regelkreis vorgesehen sein, der den Stromfluß aus der zentralen Elektronik ZE mißt, so daß die Ausgangsfrequenz des Ausgangssignals auf eine Frequenz geführt und auf derselben gehalten werden kann, die der Resonanzfrequenz der anzusteuernden Schaltung entspricht. Diese Regelung des Ausgangssignals aus der zentralen Elektronik ist vorteilhaft, da im Resonanzfall die Aufladung des Kondensators CB (siehe Fig. 4), d. h. die Energieaufnahme und damit der Stromfluß, am größten ist.

Wie aus der obigen Erläuterung deutlich wird, bietet die vorliegende Erfindung den Vorteil, daß aufgrund der Tatsache, daß jeder integrierten Schaltung eine eigene Resonanz zugeordnet ist, möglich ist, jede integrierte Schaltung einzeln anzusprechen. Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß diese die Nutzung einer Signalamplitude zur Energieübertragung ermöglicht, die deutlich unterhalb einer, durch das Nutzsignal in den Schaltungen bestimmten Schwelle liegt. Ferner wird durch die Ausnutzung des Schwingkreises 102 und der Gleichrichterschaltung 108 mit dem Ladekondensator CB die Erzeugung einer Batteriespannung ermöglicht, die deutlich höher ist, als die Signalspannung des Ansteuersignals. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß durch die Nutzung des Regelkreises der Strom dahingehend gesteuert wird, daß das Ansteuersignal auf eine Frequenz eingestellt und auf derselben gehalten wird, die der Resonanzfrequenz der anzusteuernden Schaltung entspricht. Das Deaktivieren einer integrierten Schaltung erfolgt vorzugsweise durch ein zeitkontrolliertes Selbstentladen des Batteriekondensators CB.

Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel und Anwendungsbeispiel für das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Schaltungsvorrichtung ist das Gebiet der Herzschrittmachertechnik. Bei einem Herzschrittmacher, der die zentrale Elektronik ZE, also das Steuerelement, darstellt sind mehrere Elektroden (Sensoren) am Herzen verteilt angeordnet. Die Elektroden sind alle gemeinsam über eine elektrische Leitung mit dem Schrittmacher verbunden. Die Elektroden dienen zur Messung der Herzaktivität und zur Durchleitung anregender Elektroimpulse im Falle, daß eine Stimulanz des Herzens erforderlich ist. Hierbei sollen jedoch nicht alle, sondern wahlweise eine oder auch mehrere Elektroden mit dem Schrittmacher verbunden sein, die anderen werden abgeschaltet. Als Schalter dienen hierzu die obenbeschriebenen integrierten Schaltungen. Die Programmierung, d. h. das Senden der Resonanzfrequenzen muß dabei in der Spannungsamplitude so gering sein, daß das Herz dadurch nicht angeregt wird.

Durch die obenbeschriebene erfindungsgemäße Ansteuerungstechnik wird sichergestellt, daß die Spannungsamplitude des Ansteuersignals zu keiner Anregung des Herzen führt, nachdem die erfindungsgemäße Schaltungsvorrichtung und das erfindungsgemäße Verfahren es ermöglichen, die Ansteuersignalamplitude ausreichend niedrig zu halten.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Ansteuerung einer Mehrzahl von Schaltungen (IC1, IC2, . . ., ICn), die über eine gemeinsame Verbindung (100) zum Empfangen eines Ansteuersignals (UA) miteinander verbunden sind, wobei jede der Mehrzahl von Schaltungen ein Schaltungselement (102) umfaßt, das eine Resonanzfrequenz (fR1, fR2, . . ., fRn) für die Schaltung definiert, wobei zumindest zwei Schaltungen der Mehrzahl von Schaltungen unterschiedliche Resonanzfrequenzen haben, mit folgenden Schritten:
    1. a) Bestimmen, welche der Schaltungen (IC1, IC2, . . ., ICn) anzusteuern ist;
    2. b) Erzeugen des Ansteuersignals (UA) mit einer Frequenz, die der Resonanzfrequenz der anzusteuernden Schaltung entspricht; und
    3. c) Anlegen des erzeugten Ansteuersignals (UA) an die Mehrzahl von Schaltungen.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem im Schritt (b) das Ansteuersignal (UA) derart erzeugt wird, daß dessen Signalamplitude unterhalb einer vorbestimmten Schwelle ist.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, bei dem die vorbestimmte Schwelle abhängig von einem in den Schaltungen verwendeten Nutzsignal ist.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, mit folgenden Schritten:
    1. a) Anlegen des Ansteuersignals (UA) an das Schaltungselement (102) und Erzeugen eines Ausgangssignals (US) des Schaltungselements (102) durch Multiplizieren des Ansteuersignals (UA) mit einem durch das Schaltungselement (102) definierten Faktor;
    2. b) Erzeugen eines Batteriesignals aus dem Ausgangssignal (US) des Schaltungselements (102); und
    3. c) Anlegen des Batteriesignals an ein Schaltelement, um das Schaltelement zwischen dessen Schaltzuständen umzuschalten.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 4, bei dem der Schritt (e) das Gleichrichten des Ausgangssignals (US) des Schaltungselements (102) und das Aufladen eines Kondensators (CB) durch das gleichgerichtete Ausgangssignal umfaßt.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, bei dem das Schaltungselement (102) ein Serienschwingkreis oder ein Parallelschwingkreis ist, und bei dem der Faktor durch die Güte des Schwingkreises bestimmt ist.
  7. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 6, bei dem das an dem Schaltelement anliegende Batteriesignal durch Leckströme entladen wird.
  8. 8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei dem die Schaltungen (IC1, IC2, . . ., ICn) keine Energieversorgung umfassen.
  9. 9. Schaltungsvorrichtung, mit

    einer Mehrzahl von Schaltungen (IC1, IC2, . . ., ICn), die jeweils ein Schaltungselement (102) umfassen, das eine Resonanzfrequenz (fR1, fR2, . . ., fRn) für die Schaltung definiert, wobei zumindest zwei Schaltungen unterschiedliche Resonanzfrequenzen haben;

    einer gemeinsamen Verbindung (100), die die Schaltungen miteinander verbindet; und

    einem Steuerelement (ZE), das über die gemeinsame Verbindung (100) mit der Mehrzahl von Schaltungen (IC1, IC2, . . ., ICn) verbunden ist, das abhängig von einer anzusteuernden Schaltung ein Ansteuersignal (UA) mit einer Frequenz erzeugt, die der der anzusteuernden Schaltung zugeordneten Resonanzfrequenz entspricht und daß das Ansteuersignal (UA) an die gemeinsame Verbindung (100) anlegt.
  10. 10. Schaltungsvorrichtung nach Anspruch 9, bei der das Ansteuersignal (UA) eine Signalamplitude hat, die unterhalb einer vorbestimmten Schwelle ist.
  11. 11. Schaltungsvorrichtung nach Anspruch 10, bei der die Schwelle abhängig von einem in den Schaltungen verwendeten Nutzsignal ist.
  12. 12. Schaltungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, bei der das Schaltungselement (102) das Ansteuersignal (UA) empfängt und ein Ausgangssignal (US) durch Multiplizieren des Ansteuersignals (UA) mit einem durch das Schaltungselement (102) festgelegten Faktor erzeugt, wobei jede der Schaltungen ferner eine Einrichtung (108) zum Erzeugen eines Batteriesignals aus dem Ausgangssignal (US) und einem Schaltelement, das das Batteriesignal empfängt, umfaßt.
  13. 13. Schaltungsvorrichtung nach Anspruch 12, bei der jede der Schaltungen (IC1, IC2, . . ., ICn) ferner einen Gleichrichter (D1, D2, D3, D4) und einen Kondensator (CB) umfaßt.
  14. 14. Schaltungsvorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, bei der das Schaltungselement (102) ein Serienschwingkreis oder ein Parallelschwingkreis ist, und bei der der Faktor durch die Güte des Schwingkreises bestimmt ist.
  15. 15. Schaltungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 14, bei der das an dem Schaltelement anliegende Batteriesignal durch Leckströme entladen wird.
  16. 16. Schaltungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 15, bei der die Schaltungen (IC1, IC2, . . ., ICn) keine Energieversorgung umfassen.
  17. 17. Schaltungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 16, mit einem Regelelement, das den Stromfluß aus dem Steuerelement (ZE) erfaßt, und die Frequenz des Ansteuersignals UA auf die Resonanzfrequenz der anzusteuernden Schaltung einstellt und auf dieser hält.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com