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Dokumentenidentifikation DE10031048A1 17.01.2002
Titel Vorrichtung zum Halten von optischen Linsen und Spiegeln beim Randzentrieren
Anmelder OptoTech Optikmaschinen GmbH, 35435 Wettenberg, DE
Erfinder Mandler, Roland Dipl.-Ing., 35452 Heuchelheim, DE;
Franz, Jochen, 35102 Lohra, DE
DE-Anmeldedatum 26.06.2000
DE-Aktenzeichen 10031048
Offenlegungstag 17.01.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.01.2002
IPC-Hauptklasse B24B 13/005
Zusammenfassung Bei der Vorrichtung zum Spannen von optischen Linsen und Spiegeln an der rotierenden Werkstückspindel von Schleifmaschinen während des Randzentrierens wird das Aufnahmewerkzeug mit Unterdruck beaufschlagt. An der Schleifmaschine (1) ist zusätzlich ein mechanischer Gegenhalter (2) vorhanden, der mit der CNC-Steuerung der Schleifmaschine (1) in Verbindung steht und von ihr gesteuert wird. Ein Bauteil des Gegenhalters (2) steht während des Randzentrierens nach Schwenk- und Hubbewegungen mit der freien Seite der Linse (13) oder des Spiegels in Verbindung. Dieses Bauteil drückt die Werkstücke gegen das mit Unterdruck beaufschlagte Aufnahmewerkzeug. Alle Bauelemente des Gegenhalters (2) befinden sich während des Bearbeitens der optisch aktiven Linsenoberflächen nach Hub- und Schwenkbewegungen außerhalb des Bewegungsbereiches der entsprechenden Bearbeitungswerkzeuge der Schleifmaschine (1).

Beschreibung[de]

Bei der vorgeschlagenen Erfindung handelt es sich um eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff von Anspruch 1. Ziel der Erfindung ist es, die Genauigkeit der hergestellten Linsen und Hohlspiegeln zu verbessern, und gleichzeitig die Bearbeitungskosten zu senken. Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen von Patentanspruch 1 gelöst.

Im nachfolgenden Text wird zur sprachlichen Vereinfachung nur von Linsen gesprochen, gemeint sind jedoch auch immer optische Spiegel mit abbildender Funktion.

Optische Linsen werden auch Rohlingen in mehreren Arbeitsgängen hergestellt. Bei hochpräzisen Linsen folgt auf das Schleifen der beiden Seiten das Randzentrieren und danach das Polieren.

Beim Randzentrieren wird der äußere, zylinderförmige Umfang der Linse durch Abschleifen auf die optische Achse der Linse ausgerichtet. Dementsprechend fällt die Achse des Zylinders, der den äußeren Umfang der Linse bildet, nach dem Randzentrieren mit der optischen Achse der Linse zusammen. Dieser Zylinder wird nachstehend Zentrierzylinder genannt. Zum Randzentrieren muß die Linse mittels mindestens einer ihrer optisch aktiven Oberflächen sehr genau an eine rotierende Werkstückspindel mit einer Werkstückaufnahme befestigt werden, damit der äußere Umfang durch Abschleifen zentriert werden kann und ein achsgenauer Zentrierzylinder entsteht, dessen Achse mit der Achse der rotierenden Werkstückspindel dann automatisch übereinstimmt.

Diesem Einspannen kommt sehr große Bedeutung zu, denn die optische Achse der Linse muß möglichst genau mit der Drehachse der Werkstückaufnahme bzw. der mit ihr verbundenen Werkstückspindel übereinstimmen, mit der die Achse des erzeugten Zentrierzylinders identisch ist. Jeder Fehler der bei diesem Einspannen entsteht, macht sich später in einer Abweichung zwischen der optischen Achse und der Achse des Zentrierzylinders bemerkbar. Solche Abweichungen müssen soweit wie möglich minimiert werden, da die Linsen in optische Systeme und Geräte eingebaut werden, wo sie an ihrem äußeren Umfang gespannt werden. Alle Abweichungen zwischen der Achse des Zentrierzylinders und der optischen Achse der Linse würden automatisch zu Ungenauigkeiten im optischen System führen.

Da der äußere Umfang der Linse bei diesem Randzentrieren durch Schleifen mechanisch bearbeitet wird, fällt er für das Spannen der Linse in diesem Zusammenhang aus und es mußte die Aufgabe gelöst werden, die Linse mittels eines geeigneten Werkzeugs zentrisch an mindestens einer ihrer optisch aktiven Oberflächen zu halten (zu spannen). Entsprechend dem Stand der Technik, werden hierzu keramische Aufnahmewerkzeuge mit Strömungskanälen benutzt, die mit Unterdruck beaufschlagt werden und so die Linse ansaugen. Insbesondere bei mehrspindeligen Schleifmaschinen ergeben sich hiermit sehr große Genauigkeiten, da das keramische Aufnahmewerkzeug ohne Umspannen in der gleichen Maschine auf die Form der Linse abgerichtet werden kann. Bevorzugt wird eine vierspindelige Schleifmaschine mit senkrechten Spindeln, wobei sowohl im oberen als auch im unteren Maschinenbereich je eine Werkzeugspindel und eine Werkstückspindel angeordnet sind.

Der Arbeitsablauf bei der vierspindeligen Schleifmaschine ist dann wie folgt:

Das an der oberen, rotierenden Werkstückspindel befestigte keramische Aufnahmewerkzeug wird mit dem Schleifwerkzeug der unteren Werkzeugspindel genau auf die Form der aufzunehmenden Linse abgerichtet. Anschließend wird der Linsenrohling im Spannfutter der unteren Werkstückspindel an einem Teil seines Umfangs gespannt und mit dem oberen Schleifwerkzeug eine erste, optisch aktive Oberfläche hergestellt, wobei die Linse rotiert.

Anschließend wird die Linse durch Verfahren der Maschinenachsen von dem keramischen Aufnahmewerkzeug übernommen, wobei nach der Berührung von Linse und keramischem Aufnahmewerkzeug an dieses Unterdruck angelegt wird. Die Linse wird so fest gesaugt und die zweite optisch aktive Oberfläche, der mit der Werkstückspindel rotierenden Linse, kann durch Bearbeiten mit dem unteren Schleifwerkzeug, das an der entsprechenden Werkzeugspindel befestigt ist, bearbeitet werden. Anschließend wird in der gleichen Aufspannung der Linse durch schleifende Bearbeitung ihr Rand zentriert, wozu das untere Schleifwerkzeug an seinem Umfang eine zylinderförmige Arbeitsfläche hat. Da die Linse an einer ihrer optisch aktiven Oberflächen gespannt ist, ist ihr Rand für das Zentrieren frei zugänglich.

Der große Vorteil bei dieser Arbeitsweise besteht darin, daß die erzeugte zweite optisch aktive Oberfläche der Linse sehr achsgenau zu ihrer ersten optisch aktiven Oberfläche ausgerichtet ist. Dies hängt zusammen mit dem hochpräzisen keramischen Aufnahmewerkzeug, das die Linse an ihrer ersten, optisch aktiven Oberfläche zur weiteren Bearbeitung aufnimmt. Auch das sich anschließende Randzentrieren erfolgt mit der gleichen Präzision, da es in der gleichen Aufspannung der Linse durchgeführt wird. Die beiden Achsen der optisch aktiven Oberflächen der Linse und die Achse des Zentrierzylinders stimmen bei diesem Verfahren unter Verwendung eines keramischen Aufnahmewerkzeugs sehr genau miteinander überein. Es lassen sich Genauigkeiten von 0,5 bis 1,5 µm erzielen, während sich mit der mechanischen Spanntechnik, auch bei Verwendung von Präzisionsspannzangen, nur Genauigkeiten von 4 bis 10 µm erreichen lassen.

Bei der vierspindeligen Schleifmaschine ergibt sich der besondere Vorteil, daß keinerlei Umspannen des keramischen Aufnahmewerkzeugs während seines Abrichtens erfolgen muß und die Linse direkt von der unteren Werkstückaufnahme in das oben angeordnete keramische Aufnahmewerkzeug übergeben werden kann. Hieraus resultieren höchste Genauigkeiten, da die geometrische Achse des keramischen Aufnahmewerkzeugs mit der Drehachse der zugehörigen Werkstückspindel nach dem Abrichten genau übereinstimmt. Da die Linse an dem Aufnahmewerkzeug festgesaugt ist, fallen auch die Drehachse der Werkstückspindel und die optische Achse der erzeugten zweiten Linsenoberfläche genau zusammen. Das gleiche gilt für die Achse des Zentrierzylinders nach dem Randzentrieren.

Es können jedoch auch Schleifmaschinen mit weniger Spindeln eingesetzt werden. Wichtig dabei ist immer, daß das keramische Aufnahmewerkzeug nach dem Abrichten nicht umgespannt werden muß und die darin festgespannte Linse mit dem gleichen Werkzeug bearbeitet wird, mit dem auch das keramische Aufnahmewerkzeug abgerichtet wurde. Dies hängt damit zusammen, daß alle Umspannvorgänge zu Ungenauigkeiten führen.

Das keramische Aufnahmewerkzeug ist porös und hat eine zentrale Bohrung und unter Umständen auch weitere Bohrungen, damit der Unterdruck an der Linsenoberfläche wirken kann. Die so erzeugten Haltekräfte sind proportional zu dem anliegenden Unterdruck und der Größe der damit beaufschlagten Linsenoberfläche. Da der Unterdruck nur so weit abgesenkt werden kann wie dies technisch sinnvoll ist, und dann als wirksame Druckdifferenz der Unterschied zwischen dem atmosphärischen Luftdruck und diesem Unterdruck zur Verfügung steht, sind die Haltekräfte an der Linse dadurch begrenzt. Bei kleineren Linsen ergeben sich aus der Abhängigkeit der Haltekräfte von der Größe der beaufschlagten Linsenoberfläche nur kleine Haltekräfte.

Bei allen Vorteilen hat das Linsenzentrieren mit dem keramischen Aufnahmewerkzeug jedoch auch einen erheblichen Nachteil. Es können nur Linsen mit Durchmessern > 45 mm zentriert werden, da bei kleineren Linsen die mit dem Unterdruck erzeugten Haltekräfte zu klein sind.

Hinzu kommt, daß beim Randzentrieren die Reaktionskräfte von dem Schleifwerkzeug auf die Linse quer zu den Haltekräften wirken und, insofern die Linse in diesem Zusammenhang nur von den Reibungskräften gehalten wird, die von den Haltekräften zwischen Linse und keramischen Aufnahmewerkzeug erzeugt werden. Beim Schleifen der zweiten Linsenoberfläche sind die Kräfteverhältnisse wesentlich günstiger, da hier die Reaktionskräfte im wesentlichen in Richtung der Haltekräfte ausgerichtet sind. Wegen dieser Zusammenhänge ergeben sich beim Schleifen der zweiten Linsenoberfläche mit diesem Spannverfahren auch keine Probleme, während sich beim Randzentrieren die genannte Beschränkung auf größere Linsendurchmesser ergibt. Bei diesem größeren Linsendurchmesser ergeben sich entsprechend große Haltekräfte und damit auch Reibungskräfte zwischen Linse und keramischen Aufnahmewerkzeug, so daß sich beim Randzentrieren der Linsen keine unerwünschten Verschiebungen ergeben.

Ziel der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es, die Nachteile bei dem Linsenzentrieren mit keramischem Aufnahmewerkzeug, entsprechend dem Stand der Technik, zu vermeiden. Mit dem vorgeschlagenen Gegenhalter lassen sich auch Linsen mit Durchmessern < 45 mm einwandfrei zentrieren, ohne daß es zu unerwünschtem Verrutschen mit den entsprechenden Ungenauigkeiten und Kosten für Ausschußproduktion kommt. Für die Fertigung hochpräzieser Linsen kleinen Durchmessers kommt nur das Arbeiten mit keramischen Aufnahmewerkzeugen in Frage, wobei mit dem vorgeschlagenen Gegenhalter gearbeitet werden muß. Diese Art der Fertigung führt nicht nur zu hochpräziesen Linsen sondern ist auch besonders wirtschaftlich, da kein Handeingriff erforderlich ist und Ausschuß verhindert wird.

Der erfindungsgemäße Gegenhalter ist so in der Schleifmaschine angeordnet, daß seine Bauteile einerseits während dem Bearbeiten der optisch aktiven Oberflächen der beiden Linsenseiten nicht hinderlich sind und andererseits, soweit erforderlich, durch Schwenk- und Hubbewegungen zum Randzentrieren in den Bereich der zu bearbeitenden Linse bewegt werden können.

Durch eine abschließende Hubbewegung wird ein Bauteil des Gegenhalters, gegen die zuletzt bearbeitete Linsenoberfläche gefahren und mit einer genau definierten Kraft gegen diese gedrückt, wobei sich die Linse gegen das keramische Aufnahmewerkzeug abstützt. Die von der Spannglocke auf die Linse zusätzlich übertragenen Haltekräfte erlauben eine besonders wirtschaftliche Randzentrierung mit entsprechend großem Werkzeugvorschub, ohne das Fehler durch Verrutschen der Linse entstehen.

Das genannte Bauteil des Gegenhalters, das gegen die Linse drückt, wird vorzugsweise als Spannglocke ausgeführt. Die Spannglocke hat den Vorteil, daß sie mit ihrem ringförmigen Rand immer eine genau definierte Berührungsfläche mit der gewölbten Linsenoberfläche bildet.

Da die Spannglocke mit einem Kugellager verbunden ist kann sie der Rotation der Linse folgen, ohne daß Zwängung entsteht. Kleine Achsungenauigkeiten die sich aus der Lagerung und den Antriebselementen des Gegenhalters ergeben, werden durch ein Kugelgelenk ausgeglichen.

Der Gegenhalter ist demnach wie folgt aufgebaut:

Ein Führungselement, mit dem der Gegenhalter an der Schleifmaschine befestigt ist trägt eine vertikale Spindel, die Dreh- und Hubbewegungen ausführen kann. Diese Spindel ist in dem Führungselement entsprechend gelagert und mit Antrieben verbunden, die in das Führungselement integriert sind und die genannten Bewegungen antreiben. Am unteren Ende der Spindel ist ein Schwenkarm befestigt, der das genannte Kugelgelenk, das damit verbundene Kugellager und schließlich die daran befestigte Spannglocke trägt.

Durch die genannten Dreh- und Hubbewegungen kann der Schwenkarm mit den daran befestigten Bauelementen und insbesondere der Spannglocke so bewegt werden, daß diese die Linse in der gewünschten Weise unterstützen kann. Wenn der Gegenhalter nicht benötigt wird, so kann er dementsprechend wieder zurückgeschwenkt werden.

Damit die Linsenoberfläche von der Spannglocke nicht beschädigt wird, besteht diese vorzugsweise aus Kunststoff. Zum Vermeiden von unerwünschtem Spiel in dem Kugelgelenk werden die beiden Kugelschalen, die die Kugel führen, von Federelementen zusammengezogen.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird nachstehend an Hand eines Beispiels und der Fig. 1 bis Fig. 4 näher beschrieben. Es handelt sich dabei jedoch nur um eine von mehreren möglichen Ausführungen.

Die Fig. 1 bis Fig. 3 zeigen die vierspindelige Linsenschleifmaschine mit dem erfindungsgemäßen Gegenhalter in verschiedenen Arbeitsphasen, während in Fig. 4 der Gegenhalter vergrößert dargestellt ist.

Zu Fig. 1

Die Schleifmaschine (1) verfügt über einen Gegenhalter (2), der in ihrem oberen Bereich angeordnet ist. Funktion und Aufbau des Gegenhalters (2) werden an Hand der Fig. 4 beschrieben. Im oberen Bereich der Schleifmaschine (1) befinden sich ebenfalls eine obere Werkzeugspindel (3) und eine obere Werkstückspindel (4). Diese Spindel trägt an ihrem unteren Ende das keramische Aufnahmewerkzeug (5), das über eine zentrale Bohrung (6) verfügt, die mit einer ebenfalls zentralen Bohrung (7) in der oberen Werkstückspindel (4) in Verbindung steht. Diese zentrale Bohrung (7) ist mit einer Drehdurchführung (8) verbunden, an der ein Rohr (9) zum Anlegen des Unterdrucks befestigt ist.

Im unteren Teil der Schleifmaschine (1) sind eine untere Werkstückspindel (10) und eine untere Werkzeugspindel (11) vorhanden. Die untere Werkstückspindel (10) trägt im oberen Bereich eine Spannzange (12) mit der Linse (13), während die untere Werkzeugspindel (11) das Schleifwerkzeug (14) trägt, das über Arbeitsflächen (15) zum Randzentrieren verfügt.

Die untere Werkstückspindel (10) und die untere Werkzeugspindel (11) können in der Z- und X-Achse translatorisch bewegt werden, während die obere Werkzeugspindel (3) und die obere Werkstückspindel (4) um die B-Achse geschwenkt werden können.

Entsprechend der Darstellung in Fig. 1 ist das keramische Aufnahmewerkzeug (5) bereits durch Bearbeitung mit dem Schleifwerkzeug (14) abgerichtet, so daß es einen Negativabdruck der Linsenoberfläche darstellt. Während des Abrichtens wurde es von der oberen Werkstückspindel (4) in Drehung versetzt. Die Linse (13) ist an ihrer Oberseite fertig bearbeitet, wozu sie von der Spannzange (12) gehalten und der unteren Werkstückspindel (10) in Rotation versetzt wurde. Die Bearbeitung wurde dann mit dem Schleifwerkzeug (16) der oberen Werkzeugspindel (3) durchgeführt.

Der Gegenhalter (2) befindet sich in Ruhestellung d. h., er ist aus dem Arbeitsbereich der vier Maschinenspindeln heraus geschwenkt.

Zu Fig. 2

Hier wurde die Linse (13) mittels dem keramischen Aufnahmewerkzeug (5) durch Ansaugen bereits aus der Spannzange (12) entnommen. Während sie von dem keramischen Aufnahmewerkzeug (5) gehalten und zusammen mit diesem von der oberen Werkstückspindel (4) in Rotation versetzt wurde, erfolgte das Bearbeiten der zweiten Linsenseite mit dem unteren Schleifwerkzeug (14). Damit sind die optisch aktiven Oberflächen der Linse fertig bearbeitet, so daß sich das Zentrieren anschließen kann.

Zu Fig. 3

Wie in Fig. 2 befindet sich die, an ihren optisch aktiven Flächen fertig bearbeitete Linse (13) nach wie vor an dem keramischen Aufnahmewerkzeug (5), wo sie durch Ansaugen festgehalten wird. Zusätzlich wird die Linse (13) von der Spannglocke (17) des Gegenhalters (2) gegen das keramische Aufnahmewerkzeug (5) gedrückt, wodurch zusätzliche Haltekräfte entstehen. Hierzu wurde der Schwenkarm (18) durch Dreh- und Hubbewegungen so Verfahren, daß die mit ihm verbundene Spannglocke (17) in Kontakt mit der Linse (13) kam.

Das Randzentrieren kann anschließend ablaufen, wenn die untere Werkzeugspindel (11) mit ihrem Schleifwerkzeug (14) in der X- und Z-Achse so verfahren wurde, daß die Arbeitsflächen (15) des Schleifwerkzeugs (14) mit dem äußeren Rand der Linse (13) in Kontakt ist.

Zu Fig. 4

In dieser Figur ist der erfindungsgemäße Gegenhalter (2) in einer von mehreren möglichen Ausführungen dargestellt. Einige Teile wurden geschnitten gezeichnet. Die vertikale Spindel (19) ist in dem Führungselement (20) so gelagert, daß sie sowohl vertikale, translatorische Bewegungen als auch Drehbewegungen ausführen kann. Zum Auslösen dieser Bewegungen sind in dem Führungselement (20) entsprechende Antriebselemente untergebracht (nicht gezeichnet). Die genannten Antriebselemente werden von der CNC-Steuerung der Schleifmaschine angesteuert und die ausgelösten Bewegungen entsprechend kontrolliert.

An ihrem unteren Ende trägt die vertikale Spindel (19) einen Schwenkarm (18), der von ihr entsprechend bewegt wird. Der Schwenkarm (18) ist an seinem Ende, das der vertikalen Spindel (19) abgewandt ist, mit einem Kugelgelenk (21) verbunden, dessen beide Kugelschalen (25) von Federelementen (22) zusammengezogen werden.

Das Kugelgelenk (21) trägt ein Lagergehäuse (23), in dem sich ein Kugellager (24) befindet, an dem die Spannglocke (17) befestigt ist.

Wie dargestellt, drückt die Spannglocke (17) gegen die Linse (13), wodurch zusätzliche Haltekräfte erzeugt werden. Deren Größe wird von der CNC-Steuerung vorgegeben, welche den Vertikalantrieb der vertikalen Spindel (19) in dem Führungselement (20) entsprechend ansteuert, so daß dieser die entsprechende Zugkraft entwickelt.

Die Linse (13) stützt sich gegen das keramische Aufnahmewerkzeug (5) ab, von dem sie zusätzlich angesaugt wird. Hierzu werden die zentralen Bohrungen (6) und (7) in dem keramischen Aufnahmewerkzeug (5) bzw. in der oberen Werkstückspindel (4) mit Unterdruck beaufschlagt. Dieser Unterdruck wird über das Rohr (9) an die Drehdurchführung (8) weitergeleitet und gelangt von dort in die genannten zentralen Bohrungen (6) und (7) und damit an die Oberfläche der Linse (13), so daß diese festgesaugt wird. Bezugszeichenliste 1 Schleifmaschine

2 Gegenhalter

3 obere Werkzeugspindel

4 obere Werkstückspindel

5 keramisches Aufnahmewerkzeug

6 zentrale Bohrung

7 zentrale Bohrung

8 Drehdurchführung

9 Rohr

10 untere Werkstückspindel

11 untere Werkzeugspindel

12 Spannzange

13 Linse

14 Schleifwerkzeug

15 Arbeitsflächen

16 Schleifwerkzeug

17 Spannglocke

18 Schwenkarm

19 vertikale Spindel

20 Führungselement

21 Kugelgelenk

22 Federelement

23 Lagergehäuse

24 Kugellager

25 Kugelschale


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Spannen von optischen Linsen und Spiegeln an der rotierenden Werkstückspindel von Schleifmaschinen während des Randzentrierens unter Verwendung von mit Unterdruck beaufschlagten Aufnahmewerkzeugen, dadurch gekennzeichnet, daß an der Schleifmaschine (1) ein mechanischer Gegenhalter (2) vorhanden ist, der mit der CNC-Steuerung der Schleifmaschine (1) in Verbindung steht und von ihr gesteuert wird und daß ein Bauteil des Gegenhalters (2) während des Randzentrierens nach Schwenk- und Hubbewegungen mit der freien Seite der Linse (13) oder des Spiegels in Verbindung steht und diese Werkstücke gegen das mit Unterdruck beaufschlagte Aufnahmewerkzeug drückt und daß sich alle Bauelemente des Gegenhalters (2) während des Bearbeitens der optisch aktiven Linsenoberflächen nach Hub- und Schwenkbewegungen außerhalb des Bewegungsbereiches der entsprechenden Bearbeitungswerkzeuge der Schleifmaschine (1) befinden.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gegenhalter (2) mittels einer Spannglocke (17) mit der Linse (13) in Verbindung steht.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannglocke (17) aus einem Kunststoff besteht.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufnahmewerkzeug als keramisches Aufnahmewerkzeug (5) ausgebildet ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Gegenhalter (2) über ein Führungselement (20) verfügt, das mit dem Rahmen der Schleifmaschine (1) verbunden ist, an dem die vertikale Spindel (19) mit ihren Antriebselementen gelagert ist und daß die vertikale Spindel (19) einen Schwenkarm (18) trägt, der seinerseits mit einem Kugelgelenk (21) verbunden ist, an dem sich ein Lagergehäuse (23) mit einem Kugellager (24) befindet, an dem die Spannglocke (17) frei drehbar befestigt ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Kugelschalen (25) des Kugelgelenks (21) von Federelementen (22) zusammengezogen werden.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Kugellager (24) in gekapselter Ausführung vorgesehen ist.






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