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Dokumentenidentifikation DE10033795A1 31.01.2002
Titel Endoskopisch einsetzbares Strahlenmeßgerät
Anmelder Forschungszentrum Karlsruhe GmbH, 76133 Karlsruhe, DE
Erfinder Ohlenschläger, Thomas, Dr.med., 76344 Eggenstein-Leopoldshafen, DE;
Messerschmidt, Jürgen-Peter, 76344 Eggenstein-Leopoldshafen, DE;
Fischer, Harald, Dr., 76135 Karlsruhe, DE
DE-Anmeldedatum 12.07.2000
DE-Aktenzeichen 10033795
Offenlegungstag 31.01.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.01.2002
IPC-Hauptklasse G01T 1/202
IPC-Nebenklasse A61B 1/00   A61B 1/04   A61B 6/00   
Zusammenfassung Endoskopisch einsetzbares Strahlenmessgerät für die Lokalisation radioaktiver Depots, bestehend aus einem Messkopf mit Messkristall für die Umsetzung radioaktiver Strahlen in Lichtimpulse und geschützt durch eine Kappe, einer Auswerteeinheit mit Photoempfänger für den Empfang der von dem Messkristall emittierten Lichtimpulse, einem Lichtleiter, welcher den Messkristall mit dem Photoempfänger verbindet, sowie einer lichtdichten Mantelung für den Lichtleiter und dessen Verbindungen zum Messkopf und zum Photoempfänger. Die Aufgabe der Erfindung ist es, das endoskopisch einsetzbare Strahlenmessgerät so zu ändern, dass dieses für einen intrakorporalen Einsatz besonderes geeignet ist. Die Aufgabe wird gelöst, indem der Lichtleiter mit der Mantelung biegbar ist, der Außendurchmesser von Mantelung und Messkopf 5 mm Außendurchmesser nicht überschritten, der Photoempfänger ein CCD-Empfänger oder eine Photodiode ist und zwischen proximalem Lichtleiterende und Photoempfänger ein transparenter Körper lichtübertragungsfähig eingesetzt ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein endoskopisch einsetzbares Strahlenmeßgerät für die Lokalisation radioaktiver Depots im menschlichen Körper gemäß dem Oberbegriff des ersten Patentanspruchs. Dabei sollen einerseits radioaktive Depots nach einer Inkorporation bei Strahlenunfällen andererseits radioaktiv markierte Krebszellen im Körper für eine mikrochirurgische Therapie lokalisiert werden können.

Beim Umgang mit offenen radioaktiven Stoffen kann eine Inkorporation über Wunden, Inhalationen oder Ingestionen nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Derartige Inkorporationen bleiben in der Regel zunächst unentdeckt. Für die präzise Erkennung und Lokalisierung einer radioaktiven Inkorporation in möglichst kurzer Zeit benötigt der behandelnde Arzt somit ein spezielles Strahlenmeßgerät.

Handelsübliche Strahlenmeßgeräte weisen relativ große Meßsonden auf, womit zwar auch geringe Kontaminationen mit relativ kurzen Meßzeiten diagnostizierbar, aber nur geringe Ortsauflösungen realisierbar sind. Ferner eignen sich derartige Strahlenmeßgeräte nur zur Diagnose von Kontaminationen auf der Haut oder in Wunden.

Ein spezielles Problem liegt dagegen in der Lokalisation radioaktiver Depots im Innern des Körpers, wo die meisten, für Körperoberflächen geeigneten Strahlenmeßgeräte nur ungenaue Daten liefern können, insbesondere, wenn es sich um energiearme Radioisotope handelt.

In [1] wird daher ein Wundmeßplatz mit einem speziellen Strahlenmeßgerät vorgeschlagen, welcher speziell für die Behandlung kontaminierter Wunden entwickelt wurde. Er besteht aus einem NaJ(Tl-Kristall) für die Detektion energiearmer radioaktiver Strahlungen und der Umsetzung dieser Signale in Photonen, welche dann über einen starren Lichtleiter in einen breitbandigen Fotovervielfacher (VALVO 1110/02) weitergeleitet und dort zu einem Meßwert umgesetzt werden.

Eine sichere Lokalisation bei Inkorporation radioaktiver Stoffe durch Inhalation oder Ingestion ist jedoch mit den zuvor genannten Systemen nicht durchführbar, da Bereiche im Patientenkörper mit dem Detektor nicht unmittelbar erreichbar sind.

Die Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Strahlenmeßgerät der zuvor genannten Art derart zu ändern, dass dieses auch für einen intrakorporalen Einsatz im Patientenkörper d. h. über das Einsatzgebiet des Wundmeßplatzes hinaus geeignet ist.

Die Aufgabe wird durch die in Anspruch 1 beschriebene Vorrichtung gelöst. Dabei wird das eingangs beschriebene Strahlenmeßgerät unter Verwendung von Ansätzen aus der Lichtleittechnik so zu einem Endoskopisch einsetzbaren Strahlenmeßgerät weiterentwickelt, dass es in ein Endoskop integrierbar und somit im Organismus einsetzbar ist. Die weiteren Ansprüche geben bevorzugte Ausgestaltungen der Vorrichtung an.

Mit dem erfindungsgemäßen Endoskopisch einsetzbaren Strahlenmeßgerät, welches als Strahlenmeßgerät in ein Endoskop eingesetzt wird, lassen sich beispielsweise im Bereich der Strahlenschutzmedizin auf gastroskopischem oder bronchoskopischem Wege radioaktive Depots im Magen oder den Bronchien lokalisieren. Ein besonderer Vorteil zu herkömmlichen Meßmethoden, wie z. B. Body- und Lungcounter Messungen oder Ausscheidungsanalysen im Stuhl oder Urin, liegt in der Möglichkeit, das Strahlendepot nicht nur auf direktem Wege zu lokalisieren, sondern dieses auch über das eingesetzte Endoskop therapieren zu können, beispielsweise in Form von Spülungen und/oder mikrochirurgischen Eingriffen. Ferner ist der Erfolg einer derartigen Therapie durch anschließende Nachmessungen vor Ort über qualitative und quantitative Ausmessung des Excidates umgehend kontrollierbar.

Auch in der Chirurgie ist das erfindungsgemäße Endoskopisch einsetzbare Strahlenmeßgerät zur Lokalisation von Primärtumoren oder deren Metastasen nach vorheriger radioaktiver Markierung durch systematische Gabe nuklearmedizinisch geeigneter Radionuklide erfolgreich einsetzbar. Ferner eignet sich das endoskopisch einsetzbare Strahlenmeßgerät auch für den Einsatz bei lymphogene und hamatogene Absiedlungen von Krebszellen im Körper, beispielsweise bei verschiedenen Karzinomen. Hierbei sei insbesondere auf die Möglichkeit der endoskopischen Excision im Rahmen der minimalinvasiven Chirurgie (MIC) von z. B. radioaktiv markierten Lymphknotenmetastasen im Bauchraum, der Früherkennung und anschließenden gewebeschonenden bzw. organerhaltenden Therapie diverser Primärtumoren, z. B. im Verdauungstrakt, Urogenital- oder Pulmonalbereich hingewiesen.

Das erfindungsgemäße endoskopisch einsetzbare Strahlenmessgerät wird im folgenden anhand von Zeichnungen eines Ausführungsbeispieles erläutert:

Fig. 1 zeigt die Baugruppen des erfindungsgemäßen endoskopisch einsetzbaren Strahlenmeßgerätes als Prinzipskizze.

Fig. 2 zeigt den Meßkopf des endoskopisch einsetzbaren Strahlenmeßgerätes als Schnittdarstellung im Detail.

Fig. 3 zeigt die auswechselbare Auswerteeinheit als Schnittdarstellung.

Fig. 4 zeigt die Position eines Gastroskopes während einer Magenspiegelung im Patientenkörper als Prinzipskizze.

Fig. 5 zeigt den Instrumentenkopf eines Gastroskopes im Detail.

Das erfindungsgemäße endoskopisch einsetzbare Strahlenmeßgerät in der beschriebenen Ausführungsform besteht, wie in Fig. 1 dargestellt, aus einem Meßkopf 1, welcher durch einen flexiblen, lichtdicht ummantelten Lichtleiter 2 mit einer Auswerteeinheit 3 verbunden ist. Von der Auswerteeinheit 3 werden die Meßwerte über Kabel 4 einer weiteren Verarbeitung zugeführt. Um die Auswerteeinheit 3 ist ein Instrumentengriff 5 angeordnet.

Der flexibler Lichtleiter 2 besteht in der beschriebnen Ausführungsform aus einem Lichtleiterbündel von Einzelfasern, alternativ auch einer Einzelfaser. Soll das Lichtleiterbündel entweder mit ETO, Dampf, Elektronen- oder Gammastrahlung sterilisierbar sein, eignet sich als Material für die Einzelfasern Quarzglas und als lichtdichte Mantelung ein flexibler Metallschlauch oder ein hitzebeständiger Kunststoffschlauch, z. B. aus Polyamid.

Alternativ kann je nach Anforderung an die Biegbarkeit und Sterilisierbarkeit des flexiblen Lichtleiters dieser auch aus einem flexiblen, transparenten Kunststoffzylinder ohne Einzelfaserung, einer ummantelten Flüssigkeitssäule oder mehreren gleich- oder verschiedenartigen parallel oder hintereinander geschalteten transparenten Komponenten bestehen. Ferner sind optische Übertragungsverluste im Lichtleiter 2 durch eine Innenverspiegelung der lichtdichten Mantelung reduzierbar.

Als Sensorelement für die Erfassung der radioaktiven Strahlung von Transuranisotopen bei Strahlenunfällen dient im Messkopf 1 ein Messkristall 6 aus NaJ(Tl) in Form eines flachen Zylinders, welcher über ein lichtdurchlässiges Medium, im Ausführungsbeispiel über eine transparente Klebstoffverbindung 7, mit den Stirnflächen der Lichtleiterfasern 8 optisch gekoppelt ist (Fig. 2). Ebenfalls in Fig. 2 ist die Kappe 9 zum Schutz des Messkristalls gegen äußere mechanische und optische Einflüsse dargestellt. An der Stirnfläche der Kappe 9 befindet sich das Strahlenfenster 10 ein Bereich, welcher für eine verlustarmen Durchlaß der Röntgenstrahlung möglichst verlustarm passierbar sein muß und daher eine deutlich reduzierte Wandstärke aufweist. Die Kappe 9 ist über den Meßkristall 6 auf die lichtdichte Mantelung 11 des Lichtleiters aufgeschoben, und verhindert somit eine äußere Einkopplung von störenden Lichtstrahlen in den Lichtleitfasern 8.

Für die Lokalisation von mit Radiopharmaka markierten Krebszellen im Körper werden je nach Art und Intensität der Strahlung unterschiedliche, der Strahlenenergie angepaßte Meßsonden eingesetzt. Beispielsweise eignen sich zur Detektion von Beta- Strahlung insbesondere CsJ-Kristalle.

Ferner sind als Meßkristall Halbleiter mit einer Dicke von maximal 200 µm zur Detektion von Alpha- und weichen Betastrahlen oder Plastikszintllator mit oder ohne Zinksulfidbeschichtung zur Detektion von Beta-, Gamma- oder Röntgenstrahlen einsetzbar.

Die Lichtleitfasern 8 sind, wie in Fig. 3 dargestellt an deren proximalen Enden wiederum über ein lichtdurchlässiges Medium, im Ausführungsbeispiel ebenfalls über eine transparente Klebstoffverbindung 12, an einen transparenten Körper 13 optisch angekoppelt, auf den die Auswerteeinheit 3 auswechselbar aufgesetzt ist. Der transparente Körper 13 besteht dabei aus einem transparenten Feststoff, vorzugsweise Glas oder Kunststoff, welcher auf der der Klebstoffverbindung 12 gegenüberliegenden Fläche 14 für eine verlustarme optische Ankopplung einer Photodiode oder eines CCD-Empfängers als Photoempfänger 15 poliert ist. Das proximale Ende der Lichtleitfasern 8 und der transparente Körper 13 werden in einer Hülse 16 geführt und mit Ausnahme der Fläche 14 lichtdicht ummantelt.

Alternativ zu der Klebstoffverbindung 12 eignet sich auch eine Klemmverbindung, wobei die Lichtleitfasern an den Lichtleiterenden miteinander durch Klemmung oder Klebung gegeneinander fixiert und die Stirnflächen des Lichtleiters poliert sind.

Als lichtdurchlässige Medien für die optische Verbindung der Lichtleitfasern 8 zum Meßkristall 6 und zum transparenten Körper 13 eignen sich anstatt der erwähnten transparenten Klebstoffverbindungen 7 und 12 prinzipiell auch pastöse Massen, Flüssigkeit oder Gele mit adäquaten optischen Eigenschaften.

Die Photoempfänger wird von dem Gehäuse 17 der Auswerteeinheit 3 lichtdicht umschlossen und in diesem geführt (Fig. 3).

Hülse 16 und Gehäuse 17 sind lichtdicht miteinander in der Art verbunden, dass der Photoempfänger 15 fluchtend zu den Lichtleitfasern 8 und dem transparenten Körper 13 auf der Fläche 14 ausgerichtet ist. Wie in Fig. 3 dargestellt, ist bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel diese Verbindung lösbar gestaltet, wobei das Gehäuse 17 aus einem hochelastischem Material, vorzugsweise Gummi oder einem weichen Kunststoff, gefertigt ist und für die Verbindung mit mehreren, am Umfang verteilten, angegossenen Klauen 18, welche in die Hülse 16 einrasten und diese halten, ausgestattet ist. Eine in Gehäuse 17 und Hülse 16 eingearbeitete Labyrinthdichtung 19 dient einerseits als optische Dichtung, andererseits auch als Zentrierung der optischen Komponenten zueinander.

Alternativ zu der dargestellten Klauenkupplung zwischen Hülse 16 und Gehäuse 17 eignen sich auch andere Verbindungstypen, wie z. B. Schraub, Bajonett-, Magnet- oder Steckverbindungen mit und ohne Einrastmechanismen. Je nach konstruktiver Gestaltung der Verbindung, kann diese als solche bereits lichtdicht und selbstzentrierend gestaltet sein, womit eine zusätzliche optische Dichtung, wie die Labyrinthdichtung 19 nicht mehr notwendig ist. Alternativ zu der dargestellten Labyrinthdichtung sind auch andere optisch abdichtende Konstruktionselemente, wie z. B. O-Ringe oder Gummilippen, kombiniert mit einer zentrierenden Vorrichtung, für den genannten Zweck einsetzbar.

Um die Signale, welche vom Meßkristall 6 über die Lichtleitfasern 8 zur Auswerteeinheit 3 geleitet werden, mit ausreichender Sicherheit detektieren zu können, ist ein Einsatz entsprechend hochempfindlicher Photoempfänger erforderlich. Meist sind derartige Photoempfänger auf ein bestimmtes Lichtimpuls-Energieniveau und damit auf bestimmte Stahlungsspektren eingeeicht. Mit der zuvor genannte lösbaren Verbindung ist ein Auswechseln des Photoempfängers bei appliziertem Meßkopf 1 und Lichtleiter 2 im Körper des Patienten möglich, wobei durch das Ausmessen verschiedener Lichtimpuls-Energieniveaus mit verschiedenen Photoempfänger das Strahlungsspektrum charakterisierbar und die Kontamination im Patientenkörper damit umfassend diagnostizierbar ist.

Eine Magazinierung verschiedener Photoempfänger in der Auswerteeinheit würde darüber hinaus ein Auswechseln der Photoempfänger auf der Fläche 14 ohne Wechsel der Auswerteeinheit ermöglichen und dadurch weiter beschleunigen. Ein Schnellverschluß zwischen Hülse 16 und Gehäuse 17 wäre dann nicht mehr unbedingt erforderlich.

Eine besondere Bedeutung des endoskopisch einsetzbaren Strahlenmessgerätes kommt der Sterilisierbarkeit zu. Der Messkopf 1 ist aufgrund des in diesem enthaltenden Messkristalls sehr temperaturempfindlich, was eine thermische Sterilisierung praktisch ausschließt. Es wird daher vorgeschlagen, den Messkopf vor jedem Eingriff mit einem sterilen, abziehbaren Lacküberzug, beispielsweise einen Zaponlack, zu versehen, der kurz vor Gebrauch durch Eintauchen jeweils neu aufgetragen und nach Gebrauch abgezogen wird.

Das endoskopisch einsetzbare Strahlenmeßgerät ist von seiner Bauart geeignet, in einen Sondenkanal eines Endoskops, beispielsweise eines Gastroskops oder ein Bronchoskops als Trägerinstrument eingesetzt und zum Instrumentenkopf dieses Trägerinstrumentes nahe der Kontamination im Patientenkörper geführt zu werden.

Eine Vorstellung, wie das erfindungsgemäße endoskopisch einsetzbare Strahlenmeßgerät in ein Trägerinstrument integriert im Patientenkörper einsetzbar ist, gibt Fig. 4 am Beispiel eines gastroskopischen Eingriffes (Magenspiegelung). Schematisch ist hierin der Patientenkörper 20 mit Lunge, Herz, Leber, Magen 21 und Speiseröhre 22 dargestellt. Bei einer Magenspiegelung wird der flexiblen Instrumentenschaft 24 des Gastroskops 23 durch die Speiseröhre 22 in den Magen 21 geschoben und die Instrumentenspitze 25 dort positioniert. Das endoskopisch einsetzbare Strahlenmeßgerät ist dabei über eine Öffnung 26 im Gastroskop in einen Sondenkanal eingeschoben, wobei der Meßkopf 1 über diesen Sondenkanal direkt in der Instrumentenspitze 25 geleitet wird (vgl. Fig. 5). Ferner befinden sich an der Instrumentenspitze 25 des dargestellten Gastroskops Ausgänge für einen Instrumentenkanal 27, für ein Objektiv 28, für einen Spülkanal 29, für einen Insufflationskanal 30 sowie für einen Lichtleiter 31 für eine Beleuchtung der Meßstelle, welche im Zusammenspiel eine sehr präzise Positionierung des Meßkopfes 1 an der Meßstelle erst ermöglichen.

Ist das Sondenkanalende an der Instrumentenspitze 25 geschlossen und Sondenkanal und Sondenkanalende eines Endoskops ebenfalls lichtdicht ausgeführt, kann auf eine separate Kappe 9 am Meßkopf 1 und eine lichtdichte Mantelung 11 im Bereich des Sondenkanals verzichtet werden. Das endoskopisch einsetzbare Strahlenmessgerät kontaktiert den Patientenkörper somit nicht mehr direkt. Hierdurch entfällt auch die Notwendigkeit einer separaten Sterilisation des endoskopisch einsetzbaren Strahlenmeßgerätes. Literatur [1] Gesellschaft für Kernforschung mbH, Karlsruhe; Medizinischer Wundmessplatz für Lokalisation von Plutonium in Wunden (Broschüre, ca. 1980) Bezugszeichenliste 1 Meßkopf

2 Lichtleiter

3 Auswerteeinheit

4 Kabel

5 Instrumentengriff

6 Meßkristall

7 Transparente Klebstoffverbindung

8 Lichtleiterfasern

9 Kappe

10 Strahlungsfenster

11 Lichtdichte Mantelung

12 Transparente Klebstoffverbindung

13 Transparenter Körper

14 Fläche

15 Photoempfänger

16 Hülse

17 Gehäuse

18 Klauen

19 Labyrinthdichtung

20 Patientenkörer

21 Magen

22 Speiseröhre

23 Gastroskop

24 Instrumentenschaft

25 Instrumentenspitze

26 Öffnung

27 Instrumentenkanal

28 Objektiv

29 Spülkanal

30 Insufflationskanal

31 Lichtleiter


Anspruch[de]
  1. 1. Endoskopisch einsetzbares Strahlenmeßgerät für die Lokalisation radioaktiver Depots im menschlichen Körper, bestehend aus
    1. a) einem Meßkopf (1), zusammengesetzt aus einem Meßkristall (6) für die Umsetzung radioaktiver Strahlen in Lichtimpulse und geschützt durch eine Kappe (9) mit einem Strahlenfenster (10) aus einem strahlungsdurchlässigen Material gegen äußere Einflüsse mechanischer und optischer Art,
    2. b) einer Auswerteeinheit mit Photoempfänger (15) für den Empfang der von dem Meßkristall emittierten Lichtimpulse und für die Wandlung dieser Lichtimpulse in elektrische Signale,
    3. c) einem Lichtleiter (2) als optisches Koppelelement zur Weiterleitung der Lichtimpulse vom Meßkopf (1) zur Auswerteeinheit, welcher den Meßkristall des Meßkopfes mit dem Photoempfänger (15) verbindet, sowie
    4. d) einer lichtdichten Mantelung (11) für den Lichtleiter (2) und dessen Verbindungen zu Meßkopf (1) und zum Photoempfänger (15),
    dadurch gekennzeichnet, dass
    1. a) der Lichtleiter (2) mit der lichtdichten Mantelung (11) flexibel gestaltet und somit in alle Richtungen biegbar ist,
    2. b) der Außendurchmesser der Mantelung des Lichtleiters sowie der Meßkopf (1) mit Kappe (9) einen Außendurchmesser von 5 mm nicht überschreitet,
    3. c) der Photoempfänger (15) ein auf die Energie des Lichtimpulses abgestimmter CCD-Empfänger oder eine Photodiode ist und
    4. d) zwischen proximalen Ende des Lichtleiters und dem Photoempfänger ein transparenter Körper lichtübertragungsfähig eingesetzt ist.
  2. 2. Endoskopisch einsetzbares Strahlenmeßgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kappe mit dem Strahlenfenster aus Aluminium oder aus einem Kunststoff gefertigt ist.
  3. 3. Endoskopisch einsetzbares Strahlenmeßgerät, zum auswechselbaren Einsetzen in einen hierzu vorgesehenen Sondenkanal eines Endoskops, für die Lokalisation radioaktiver Depots im menschlichen Körper, bestehend aus
    1. a) einem Meßkopf (1), enthaltend einen Meßkristall (6) für die Umsetzung radioaktiver Strahlen in Lichtimpulse,
    2. b) einer Auswerteeinheit mit Photoempfänger (15) für den Empfang der von dem Meßkopf (1) emittierten Lichtimpulse und für die Wandlung dieser Lichtimpulse in elektrische Signale,
    3. c) einem Lichtleiter (2) als optisches Koppelelement zur Weiterleitung der Lichtimpulse von dem Meßkopf (1) zur Auswerteeinheit, welcher den Meßkristall (6) des Meßkopfes (1) mit dem Photoempfänger (15) verbindet, sowie
    4. d) einer lichtdichten Mantelung (11) für den Lichtleiter (2) und dessen Verbindungen zum Meßkopf und zum Photoempfänger (15),
    dadurch gekennzeichnet, dass
    1. a) das Endoskop einen Sondenkanal zum Einführen des endoskopisch einsetzbaren Strahlenmeßgerätes zur Endoskopspitze aufweist und dieser Sondenkanal mit einem den Meßkopf (1) schützenden Stahlenfenster endet,
    2. b) der Lichtleiter (2) mit der lichtdichten Mantelung (11) flexibel gestaltet und somit in alle Richtungen biegbar ist,
    3. c) der Außendurchmesser des Lichtleiters (2) sowie des Meßkopfes (1) einen Außendurchmesser von 5 mm nicht überschreitet,
    4. d) der Photoempfänger (15) ein auf die Energie des Lichtimpulses abgestimmter CCD-Empfänger oder eine Photodiode ist und
    5. e) zwischen proximalen Ende des Lichtleiters und dem Photoempfänger ein transparenter Körper lichtübertragungsfähig eingesetzt ist.
  4. 4. Endoskopisch einsetzbares Strahlenmeßgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der flexible Lichtleiter (2) aus mindestens einer Lichtleitfaser besteht.
  5. 5. Endoskopisch einsetzbares Strahlenmeßgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungen des flexiblen Lichtleiters zum Meßkristall (6) und zum transparenten Körper (13) transparente Klebstoffverbindungen sind.
  6. 6. Endoskopisch einsetzbares Strahlenmeßgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungen des flexiblen Lichtleiters zum Meßkopf und zum transparenten Körper geklemmt sind, wobei die Lichtleitfasern an den Enden des Lichtleiters miteinander durch Klemmung oder Klebung gegeneinander fixiert und die Stirnflächen des Lichtleiters plangeschliffen sind.
  7. 7. Endoskopisch einsetzbares Strahlenmeßgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Photoempfänger mit oder ohne der Auswerteeinheit während des endoskopischen Eingriffes gegen einen auf eine andere Energie eines anderen Lichtimpulses abgestimmten Photoempfängers ohne Positionsänderung des Meßkopfes (1) beliebig auswechselbar ist.
  8. 8. Endoskopisch einsetzbares Strahlenmeßgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Meßkopf einen Meßkristall aus NaJ(T1) zur Detektion von niederenergetischen Gamma- oder Röntgenstrahlen enthält.
  9. 9. Endoskopisch einsetzbares Strahlenmeßgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Meßkristall aus CsJ zur Detektion von Betastrahlen enthält, aus einem Halbleiter mit einer Dicke von maximal 200 µm zur Detektion von Alpha- und weichen Betastrahlen oder aus einen Plastikszintllator mit oder ohne Zinksulfidbeschichtung zur Detektion von Beta-, Gamma- oder Röntgenstrahlen besteht.
  10. 10. Endoskopisch einsetzbares Strahlenmeßgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Sondenkanal des Endoskops den Lichtleiter des endoskopisch einsetzbaren Strahlenmeßgerätes lichtdicht ummantelt und der Lichtleiter in diesem Bereich keine eigene separate lichtdichte Ummantelung aufweist.






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