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Dokumentenidentifikation DE10036512A1 07.02.2002
Titel Verfahren zur Doppelbogenkontrolle mit optischen Sensoren
Anmelder Koenig & Bauer AG, 97080 Würzburg, DE
Erfinder Jentzsch, Arndt, Dipl.-Ing., 01640 Coswig, DE;
Reinsch, Carsten, Dipl.-Ing., 01139 Dresden, DE
DE-Anmeldedatum 27.07.2000
DE-Aktenzeichen 10036512
Offenlegungstag 07.02.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.02.2002
IPC-Hauptklasse B65H 7/12
IPC-Nebenklasse G01B 11/00   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Doppelbogenkontrolle mit optischen Sensoren in der Bogenanlage von Bogenrotationsdruckmaschinen.
Die Aufgabe, ein einfach zu realisierendes Verfahren zur Doppelbogenkontrolle während des Bogenausrichtens mit vorhandenen optischen Sensoren anzugeben, wird dadurch gelöst, dass ein im zur Ziehseite des Bogens entgegengesetzten Seitenkantenbereich angeordneter Seitenmarkensensor auf das Vorhandensein eines Bogens abgefragt wird, unmittelbar nachdem der Bogen zur Seitenziehmarke gezogen wurde.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Doppelbogenkontrolle mit optischen Sensoren in der Bogenanlage von Bogenrotationsdruckmaschinen.

In der Bogenanlage werden die zu bedruckenden Bogen vereinzelt und mit ihren Vorder- und Seitenkanten an Anlegemarken ausgerichtet, damit jeder Bogen in derselben Position in das erste Druckwerk transportiert wird.

Zur Überwachung der Bogenlage werden überwiegend optische Sensoren in den Anlegemarken oder in deren Bereich genutzt, die nach dem Reflexions- oder Transmissionsprinzip arbeiten. Die Bogenkontrolle umfasst neben der Bogenkantendetektion an den Anlegemarken zusätzlich die Erfassung von nicht vereinzelten Bogen (Doppel- oder Mehrfachbogenkontrolle).

Die Kontrolle auf Doppelbogen erfolgt nach der Bogenvereinzelung in der geschuppten Bogenlage auf dem Anlegetisch überwiegend mit Hilfe von kapazitiven oder Ultraschallsensoren (DE 198 26 909). Eine Doppelbogenkontrolle während des nachfolgenden Bogenausrichtens zur Erhöhung der Funktionssicherheit der Bogenzuführung oder zur Reduzierung des technischen Aufwandes zur Doppelbogenkontrolle durch Nutzung vorhandener und kostengünstiger optischer Sensoren im Bereich der Anlegelinie ist aus dem Stand der Technik nicht bekannt.

Der Erfindung liegt ausgehend vom Stand der Technik die Aufgabe zugrunde, ein einfach zu realisierendes Verfahren zur Doppelbogenkontrolle während des Bogenausrichtens mit vorhandenen optischen Sensoren anzugeben.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des einzigen Anspruches gelöst.

Nachfolgend wird das erfindungsgemäße Verfahren an einem Ausführungsbeispiel erläutert. Die einzige Zeichnung hierzu zeigt eine Anordnung für das Verfahren zur Doppelbogenkontrolle in einer Ansicht von oben.

Die Bogen 1 werden von einem Stapel abgehoben, dabei vereinzelt und in Schuppenform auf dem Anlegetisch 2 abgelegt (Bogenlage 1.1). Danach werden die Bogen 1.1 gegen Vordermarken 3 transportiert und dabei nach der Vorderkante ausgerichtet (Bogenlage 1.2). Nachfolgend werden die Bogen 1.2 seitlich zu einer Seitenmarke 5 gezogen und an ihr ausgerichtet (Bogenlage 1.3). Nach der Ausrichtung wird der Bogen vom Anlegetisch 2 abgezogen und zum ersten Druckwerk transportiert.

Zur erfindungsgemäßen Doppelbogenkontrolle wird ein vorhandener optischer Reflexions- oder Transmissionssensor 4 an derjenigen Seitenmarke genutzt, die sich auf der zur Ziehseite der Bogen 1.1 entgegengesetzten Seite der Bogentransportbahn befindet. Dieser Seitenmarkensensor 4 wird im inneren Seitenkantenbereich der jeweils in die Vordermarken 3 einlaufenden Bogen 1.1 positioniert. Durch die Einbeziehung des zweiten Seitenmarkensensors 4 zur Detektion der von der Ziehseite abgewandten Bogenseitenkante wird eine einfach zu realisierende Doppelbogenkontrolle während des seitlichen Bogenausrichtens ermöglicht. Während des Einlaufens und Ausrichtens an den Vordermarken 3 befindet sich der Bogen 1.2 im Erfassungsbereich des Seitenmarkensensors 4 und kann so ein erstes Mal auf das Vorhandensein von Doppel- oder Mehrfachbogen kontrolliert werden. Infolge des seitlichen Ziehens des Bogens zum Ausrichten an der Seitenmarke 5 wird der auszurichtende Bogen 1.2 um ca. 5-8 mm seitlich in die Position 1.3 verschoben und verlässt dabei den Erfassungsbereich des Seitenmarkensensors 4. Da die Zieheinrichtung nur an einer Bogenseite angreift, würde ein in die Vordermarken 3 eingelaufener doppelter Bogen nicht mit dem von der Zieheinrichtung erfassten Bogen seitlich in die Position 1.3 verschoben werden, sondern in der Position 1.2 verbleiben, d. h. weiterhin vom Seitenmarkensensor 4 erfasst werden. Wenn also der Seitenmarkensensor 4 an der zur Ziehseite entgegengesetzten Bogenseitenkante nach dem seitlichen Ziehen des Bogens und vor dem Einlaufen des nächsten Bogens in die Vordermarken 3 noch einen Bogen erkennt, muss es sich um einen Doppel- oder Mehrfachbogen handeln.

Der Seitenmarkensensor 4 wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren nun taktweise von der Maschinensteuerung jeweils unmittelbar nach dem seitlichen Ziehen der Bogen in die Position 1.3 auf das Verbleiben von Bogen in der Position 1.2 abgefragt.

Wenn dies der Fall sein sollte, wird die Bogenzufuhr zum ersten Druckwerk gesperrt. Bezugszeichenliste 1 Bogen

1.1 einlaufender Bogen

1.2 Bogen nach Ausrichtung an den Vordermarken

1.3 Bogen nach seitlichem Ausrichten an der Seitenmarke 5

2 Tischblech des Anlegetisches

3 Vordermarke

4 Seitenmarkensensor

5 Seitenmarke


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Doppelbogenkontrolle mit optischen Sensoren in der Bogenanlage von Bogenrotationsdruckmaschinen,

    dadurch gekennzeichnet, dass ein auf der zur Ziehseite des Bogens entgegengesetzten Seite der Bogentransportbahn im innerhalb des Bogenformates gelegenen unmittelbaren Seitenkantenbereich in/an einer Ziehmarke oder im Bereich zwischen Ziehmarke und Anlegelinie angeordneter optischer Seitenmarkensensor (4)

    pro Arbeitstakt einmal von der Maschinensteuerung auf das Vorhandensein eines oder mehrerer Bogen abgefragt wird, unmittelbar nachdem der an den Vordermarken (3) aus gerichtete Bogen (1.2) seitlich zur Seitenmarke (5) gezogen wurde,

    die Bogenzufuhr gesperrt wird, wenn zum Abfragezeitpunkt ein oder mehrere Bogen (1.2) vom optischen Seitenmarkensensor (4) erfasst werden.






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