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Dokumentenidentifikation DE10037677A1 14.02.2002
Titel Filmhalter für die Anfertigung von Meßaufnahmen bei angelegtem Kofferdamrahmen
Anmelder Stoica, Elisabeta-Cristina, 20255 Hamburg, DE
Erfinder Stoica, Elisabeta-Cristina, 20255 Hamburg, DE;
Ahlers, M. Oliver, Dr., 20249 Hamburg, DE
Vertreter Eisenführ, Speiser & Partner, 20095 Hamburg
DE-Anmeldedatum 28.07.2000
DE-Aktenzeichen 10037677
Offenlegungstag 14.02.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.02.2002
IPC-Hauptklasse A61C 5/12
IPC-Nebenklasse A61C 19/04   
Zusammenfassung Aus Gründen der Infektionsprophylaxe, der Asepsis und der Forensik ist die Kofferdamanwendung in der Endodontie indiziert. Die Anwesenheit von Kofferdamklammern, -gummi, -rahmen und Wurzelkanalinstrumenten macht die Positionierung herkömmlicher speziell für Meßaufnahmen entwickelten Filmhalter aufgrund ihres Aufbaus unmöglich: die Filmklemme ist an dem Aufbißblock befestigt, auf dem der Patient beißt, um den Filmhalter während der Meßaufnahme intraoral zu fixieren. Solche Filmhalter müssen vor der Außenseite des Kofferdams positioniert werden.
Durch einen anderen Aufbau ermöglicht der neue Filmhalter die Anfertigung von Meßaufnahmen bei angelegtem Kofferdamrahmen: die Zähne der nicht zu behandelnden Seite fixieren den Aufbißblock, der durch ein Verbindungsstück mit der Filmklemme verbunden ist, die an dem zu behandelnden Zahn positioniert wird. Das aufgespannte Kofferdamgummi wird somit nur zur Seite geschoben und der neue Filmhalter von der Innenseite des Kofferdams positioniert. Dadurch wird jede Berührung des Filmhalters mit dem Zahn verhindert und das Behandlungsfeld bleibt trocken. Eine Zentriervorrichtung für die Anwendung der Paralleltechnik ist vorhanden.

Beschreibung[de]

Diese Erfindung bezieht sich auf einen Filmhalter für die Anfertigung von Meßaufnahmen während der endodontischen Behandlung bei angelegtem Kofferdamrahmen, bestehend aus: 1. einem trapezförmigen Aufbißblock, der durch mehrere von distal (hinten) nach mesial (vorne) durchgehenden und waagerecht ineinander übergehenden Perforationen, die je nach Kiefer und Kieferbreite die Verschiebung eines Verbindungsstückes ermöglichen, durchzogen ist, 2. zwei Verbindungsstücken für die Seiten- und die Frontzähne, die beide auf der einen Seite mit dem Aufbißblock und auf der anderen Seite mit der Filmklemme verbunden sind. An der Filmklemme-zugewandten Seite befindet sich bei beiden Verbindungsstücken ein Zahnrad, das durch Umstecken der Filmklemme unterschiedliche Neigungen der Filmebene ermöglicht. An der Aufbißblock-zugewandten Seite befinden sich zwei runde parallel zueinander verlaufenden Stifte, die die rotationssichere Fixierung am Aufbißblock ermöglichen. Das Verbindungsstück für die Seitenzähne weist einen Knick auf, der die verbesserte Anpassung der Filmebene an die Seitenzähne ermöglicht. Das Verbindungsstück für die Frontzähne hat dagegen einen geradlinigen Verlauf und ist kürzer als das Verbindungsstück für die Seitenzähne. 3. zwei Filmklemmen: eine für die senkrechte und eine für die waagerechte Positionierung des Zahnfilmes. Die Filmklemme weist an ihrer Unterseite zwei Steckhalterungen mit unterschiedlichen Querschnittsformen auf: eine für das Zahnrad des Verbindungsstückes und eine rechteckige für den kurzen Schenkel des Indikatorstabs der Zentriervorrichtung. 4) einer Zentriervorrichtung bestehend aus einem L-förmigen Indikatorstab, der rechtwinklig von der Filmklemme (intraoral) nach extraoral verläuft, einem Zentrierring für die senkrechte Ausrichtung des Langtubus der Röntgenröhre bzw. des Zentralstrahls auf die Filmebene und einer Rechteckblende, die am Visierring angebracht wird und in der Mitte eine Aussparung von der Größe eines handelsüblichen Zahnfilmes hat.

Bei der Entwicklung des vorliegenden Filmhalters wurden hohe Ansprüche in Zusammenhang mit Strahlenschutz, Patientenkomfort, Zeitersparnis im Rahmen der Behandlung und leichte Handhabung durch den Zahnmediziner beachtet und erfüllt. Diese Anforderungen konnten nur durch einen neuen, sich von den anderen Filmhaltern unterscheidbaren Filmhalter erfüllt werden. Das Besondere an diesem Filmhalter ist der Zusammenbau seiner Bestandteile.

Herkömmliche Filmhalter für Meßaufnahmen haben einen Aufbißblock, an dem die Filmklemme fest verbunden ist. Aus diesem Grund ist ihre Fixierung in Anwesenheit einer Kofferdamklammer durch den zu untersuchenden Zahn oder seinen mesialen (vorderen) Nachbarzahn schwierig. Diese Anordnung machte die Positionierung herkömmlicher Filmhalter nur von der zu untersuchenden Seite (links oder rechts) möglich und erst nach Entfernung des Kofferdamrahmens, weil das auf dem Kofferdamrahmen aufgespannte -gummi die Positionierung des Zahnfilms nach oral hin verhindert. Im Rahmen der Endodontie bereitet diese Anordnung jedoch Probleme, weil die Anforderungen, die an den Kofferdam gestellt werden durch die Entfernung des Kofferdamrahmens nicht mehr erfüllt werden können.

Die Kofferdamklammer fixiert das Kofferdamgummi in der Mundhöhle und isoliert somit den zu untersuchende Zahn. Das Kofferdamgummi ist auf einem -rahmen aufgespannt, um das Behandlungsfeld übersichtlicher zu gestalten. Der Kofferdam hat in der Endodontie folgende Aufgaben:

  • 1. den Zahn gegen die Mundhöhle zu isolieren, um zu verhindern, daß noch mehr Bakterien aus der Mundhöhle in den Wurzelkanal und nach apikal (= zur Wurzelspitze hin) gelangen,
  • 2. durch die Desinfektion des Kofferdamgummis ein möglichst aseptisches (= keimfreies) Behandlungsfeld zu ermöglichen,
  • 3. den Patienten vor Schlucken oder Aspirieren von Wurzelkanalinstrumenten zu schützen,
  • 4. den Patienten vor Spüllösungen (z. B. Natriumhypochlorid), Blut, Eiter oder Bakterien zu schützen,
  • 5. die Weichteile des Patientenmundes fern von spitzen oder rotierenden Instrumenten zu halten,
  • 6. den Behandler und seine Assistenz vor Bakterien und Viren aus der Mundhöhle des Patienten zu schützen.

Diese Argumente verdeutlichen die Wichtigkeit des schon lange existierenden aber nur selten benutzten Kofferdams.

Um einen lückenlosen aseptischen Behandlungsverlauf im Rahmen einer endodontischen Sitzung zu gestalten, ist es wichtig auch während der radiologischen Untersuchung diesen Schutz für Patienten und Behandler aufrechtzuerhalten. Bei der Positionierung herkömmlicher Filmhalter in der Mundhöhle war entweder die Entfernung des Kofferdamrahmens notwendig oder die Abnahme des oberen bzw. des unteren Kofferdamgummianteils vom Kofferdamrahmen. Durch die Elastizität des anfangs aufgespannten Kofferdamgummis zog sich dieses jedoch immer zusammen und ermöglichte somit die Befeuchtung/Kontamination des Behandungsfeldes mit Speichel. Die Kontamination mit Speichel oder Blut erforderte nach der radiologischen Untersuchung eine erneute Desinfektion des Behandlungsfeldes, die zeitaufwendig war. Für den Patienten erwies sich der Zustand nach Abnahme des Kofferdamrahmens auch als belastend, da entlang der bereits befeuchteten Kofferdamgummi-Innenfläche der Speichel aus dem Mund fließen konnte. Im ungünstigsten Fall wirkte das Kofferdamgummi als Schlauch für den Abfluß des Speichels aus dem Mund.

Für die Positionierung des neuen Filmhalters ist die Abnahme des Kofferdamrahmens nicht mehr notwendig. Der Grund ist, daß die Filmklemme und der Aufbißblock nicht miteinander verbunden sind, sondern an entgegengesetzten Enden des Filmhalters angebracht sind. D. h., daß die Filmklemme an dem zu behandelten Zahn angebracht und der Aufbißblock durch die Zahnreihen der entgegengesetzten Seite fixiert werden kann. Durch die neue keilförmige Gestaltung des Aufbißblocks ist eine optimale Fixierung des Filmhalters durch den Aufbiß der Seitenzähne möglich, weil bei der Mundöffnungsbewegung die Kiefer ebenfalls keilförmig auseinander klaffen.

Bevor der Filmhalter positioniert wird, sollte die Neigung der Filmklemme der Zahnneigung durch Umstecken des Zahnrades angepaßt werden. Die Positionierung des Filmhalters erfolgt, indem der Behandler das auf dem Kofferdamrahmen aufgespannte Kofferdamgummi zur Seite des zu behandelnden Zahnes schiebt, um sich Zugang zur Mundhöhle zu verschaffen. So wird der Kofferdam dank der Gummielastizität insgesamt zu einer Seite geschoben, ohne das Behandlungsfeld zu beeinträchtigen. Zwischen dem Mundwinkel der Seite auf der nicht behandelt wird und dem aufgespannten Gummi ist nun genug Platz, um den Filmhalter in der Mundhöhle anzubringen und zu positionieren. Es wird erst die Seite mit der Filmklemme an dem zu behandelten Zahn grob positioniert, dann der Aufbißblock zwischen den Zahnreihen der gegenüberliegenden Seite angebracht. Jetzt wird die endgültige Lage des Zahnfilms eingestellt. An der Filmklemme ist die Zielvorrichtung anzubringen, um den Langtubus des Röntgengerätes zu positionieren. Während der Meßaufnahme kann der Patient kurz auf den Aufbißblock aufbeißen ohne die Instrumente zu berühren, so daß kurzzeitig die Entspannung der Kaumuskulatur erfolgt.

Bei Anwendung des neuen Filmhalters wird das Behandlungsfeld nicht befeuchtet und der Patient durch den Speichelfluß aufgrund des aus dem Mund heraushängenden Kofferdamgummis nicht belästigt. Aus diesem Grund ist nach der Anfertigung der Aufnahme die erneute Desinfektion des Behandlungsfeldes nicht notwendig und die Behandlungszeit wird verkürzt.

Der neuen Filmhalter muß in Verbindung mit einem radioluzentem Kofferdamrahmen eingesetzt werden, damit die Qualität der Meßaufnahmen nicht beeinträchtigt wird.

Aufgrund der vorhandenen Zentriervorrichtug ist der Einsatz der Paralleltechnik, als optimale Röntgentechnik zur Darstellung der Zähne, möglich. Die parallele Einstellung der Filmebene zur Zahnlängsachse erfolgt, wie bei allen anderen Filmhaltersystemen, durch die manuelle Positionierung des Filmhalters seitens des Behandlers. Die Zentriervorrichtung ermöglicht die senkrechte Einstellung der Röntgenröhre zur Filmebene und somit den Einfall des Zentralstrahls senkrecht und mittig auf den Film. Dadurch werden alle Anteile des Zahnes gleichmäßig dargestellt. Für die maßgetreue Darstellung der Zähne sind die Abstandsverhältnisse Fokus-Film-Ebene verantwortlich. Da dieses Filmhaltesystem in Verbindung mit der Langtubus-Methode verwendet wird, kann, falls die Einstellung eines kleinen Film-Objekt-Abstand aufgrund anatomischer Gegebenheiten nicht möglich ist z. B. wegen eines flachen Gaumens, der Fokus-Film-Abstand mit Hilfe des Indikatorstabes verlängert werden, sodaß eine vergrößerte Darstellung des Zahnes vermieden wird.

Durch die Langtubus-Methode in Verbindung mit einer Zentriervorrichtung kann die Strahlenbelastung für den Patienten im Vergleich zur Halbwinkeltechnik stark reduziert werden. Durch das Anbringen der vorgesehenen Rechteckblende am Visierring wird die Strahlenbelastung für den Patienten jedoch ohne eine Qualitätsverminderung der Aufnahmen minimiert. Die Rechteckblende kann sowohl für die waagerechte als auch für die senkrechte Lage des Zahnfilmes mit Hilfe der am Visierring vorhandenen Markierungen eingesetzt werden.

Insgesamt trägt der oben beschriebene Filmhalter zu einer geringeren Strahlenbelastung und einem erhöhten Komfort des Patienten, zu einer Zeitersparnis und einer Arbeitserleichterung des Behandlers bei, ohne die Qualität der Meßaufnahmen zu beeinträchtigen.

Vorteilhafte Ausstattungen des Filmhalters sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.

Ausführungsbeispiele für die Erfindung werden nachstehend anhand der Zeichnungen erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine schaubildliche Ansicht des für die Anfertigung von Meßaufnahmen in der Paralleltechnik im Oberkiefer-Seitenzahnbereich zusammengesetzten Filmhalters,

Fig. 2 eine schaubildliche Ansicht des für die Anfertigung von Meßaufnahmen in der Paralleltechnik im Oberkiefer-Frontzahnbereich zusammengesetzten Filmhalters,

Fig. 3 bis Fig. 13 einzelne Bestandteile des Filmhaltersatzes.

Fig. 3 eine mesiale Ansicht des Aufbißblocks 100 des Filmhalters,

Fig. 4 einen Schnitt in mesio-distaler Richtung durch die Mitte des Aufbißblocks 100 des Filmhalters,

Fig. 5 eine distale Ansicht auf den Aufbißblock 100 des Filmhalters,

Fig. 6 eine Ansicht von oben auf das Verbindungsstück 200 für die Seitenzähne,

Fig. 7 eine Ansicht von oben auf das Verbindungsstück 300 für die Frontzähne,

Fig. 8 einen frontalen Schnitt durch das Zahnrad der beiden Verbindungsstücke,

Fig. 9 einen Schnitt durch die Mitte der Filmklemme 500,

Fig. 10 eine Vorderansicht der Filmklemme 500 für die waagerechte Positionierung des Zahnfilmes,

Fig. 11 eine Vorderansicht der Filmklemme 400 für die senkrechte Positionierung des Zahnfilmes,

Fig. 12 eine Ansicht von der Röntgentubus-Seite auf den Visierring 604,

Fig. 13 eine Ansicht von der Röntgentubus-Seite auf die Rechteckblende 612,

Fig. 14 einen Schnitt durch den Visierring 604 bei eingesetzter Rechteckblende 612.

Fig. 1 zeigt eine schaubildliche Ansicht des neuen Filmhalters als Anwendungsbeispiel für die Durchführung von Meßaufnahmen in der Paralleltechnik im zweiten Quadranten (= Oberkiefer linke Patientenseite), wobei der Filmhalter durch den Aufbiß der Seitenzähne der rechten Patientenseite auf dem Aufbißblock in der gewünschten Position fixiert wird. Der dargestellte Instrumentensatz besteht aus einem Aufbißblock 100, einem durch eine Steckhalterung 103 mit dem Aufbißblock 100 lösbar verbundenen Verbindungsstück 200, einer mittels eines Zahnrads 205 mit dem Verbindungsstück 200 verbundenen Filmklemme 400 und einem an der Filmklemme 400 durch eine Steckhalterung 406 angebrachten Indikatorstab 601, auf dem parallel zur Filmebene ein Visierring 604, an dem eine Rechteckblende 612 angebracht werden kann, in der Richtung des langen Schenkels 603 verschiebbar ist.

Für die Anwendung des Filmhalters im Seitenzahnbereich wird das Verbindungsstück 200 durch eine Steckhalterung, die auf der distalen Fläche 101 des Aufbißblocks 100 anfängt und auf der mesialen Fläche 106 endet, am Aufbißblock lösbar fixiert.

Für Meßaufnahmen im Oberkiefer-Seitenzahnbereich wird die obere Steckhalterung verwendet, die auf der distalen Fläche des Aufbißblocks 101 anfängt und auf der mesialen Aufbißblockseite 106 in die obere Öffnung 107 mündet und aus mehreren ineinander übergehenden Perforationen besteht. Für Aufnahmen im Oberkiefer-Seitenzahnbereich können die Filmklemme 400, wie in der Fig. 1 mit der Steckhalterung 405 für das Zahnrad 205 nach unten und mit dem Schlitz 404 nach oben oder die Filmklemme 500 in gleicher Weise verwendet werden.

Für die Anfertigung von Meßaufnahmen im Unterkiefer-Seitenzahnbereich im dritten Quadranten (= Unterkiefer linke Patientenseite) wird der Filmhalter wie in Fig. 1 zusammengesetzt, wobei das Verbindungsstück 200 in die untere Steckhalterung des Aufbißblocks eingesteckt wird, die auf der distalen Fläche 101 anfängt und auf der mesialen Aufbißblockfläche 106 in die untere Öffnung 109 mündet. Die Öffnung 109 besteht aus der gleichen Anzahl von ineinander übergehenden Perforationen wie die obere Öffnung 107. Die Filmklemme 500 (Fig. 10) wird für Aufnahmen im Unterkiefer-Seitenzahnbereich im dritten Quadranten (= Unterkiefer linke Patientenseite) mit der Steckhalterung 505 für das Zahnrad 205 nach oben und mit dem Schlitz 504 nach unten eingesetzt. Die Filmklemme 500 sollte aufgrund ihrer niedrigen Höhe für Meßaufnahmen im Unterkiefer eingesetzt werden, weil der Mundboden der Patienten die Positionierung der höheren Filmklemme 400 wegen Platzmangels nicht erlaubt.

In Fig. 1 sind auf der mesialen Aufbißblockfläche 106 der innere 202 und der äußere Stift 203 des Verbindungsstückes für Seitenzähne 200 zu sehen, weil die Breite des Verbindungsstückes 200 in der Höhe der beiden Stifte 202 und 203 genau soviel beträgt wie die mesio-distale Breite des Aufbißblocks 100. Die Höhe des Aufbißblocks 100 wurde so ausgerechnet, daß beim Zubeißen auf den Aufbißblock die Berührung der Wurzelkanalinstrumentengriffe durch die antagonistischen Zähnen nicht erfolgen kann.

Für die Anwendung des Filmhalters im Seitenzahnbereich auf der rechten Patientenseite wird das Verbindungsstück 200 nicht wie in Fig. 1 von der oralen Aufbißblockfläche 112 eingesetzt, sondern von der bukkalen Aufbißblockfläche 111. Der Aufbißblock 100 wird nun von den Seitenzähnen der linken Patientenseite durch Aufbiß fixiert. Den für die rechte Patientenseite zusammengesetzten Filmhalter kann man sich nun spiegelverkehrt zur Fig. 1 vorstellen.

Die Filmklemme 400 wird durch ein Zahnrad 205 in der Steckhalterung 405 fixiert und ermöglicht durch Umstecken in verschiedenen Positionen die Anpassung der Filmebene an unterschiedliche Zahnneigungen. An der Filmklemme sind das Rückschild 401 und die zwei Leisten 402 und 403 angebracht, die zur Aufnahme des Zahnfilmes geeignet sind. Das Rückschild 401 hat eine rechteckige Form und ist flach gestaltet. Die zwei Leisten 402 und 403 sind niedriger gestaltet als das Rückschild 401 und sind ebenfalls abgerundet und flach, um Verletzungen der Mundschleimhaut zu vermeiden.

Um Röntgenaufnahmen in der Paralleltechnik anfertigen zu können, wird die Zentriervorrichtung 600, bestehend aus einem Indikatorstab 601, einem Visierring 604 und einer Rechteckblende 612, in der Steckhalterung 406 der Filmklemme 400 angebracht. An der Filmklemme 400 kann in der Steckhalterung 406 der kurze Schenkel 602 des Indikatorstabs 601 eingesteckt werden, an dem rechtwinklig und starr der lange Schenkel 603 angebracht ist. Entlang des langen Schenkels 603kann ein Visierring 604 mittels einer rechteckigen Durchbohrung 606, mit denselben Maßen wie der des Indikatorstabes 601, verschieblich angebracht werden. Mit Hilfe des Visierringes 604 wird der Langtubus des Röntgengerätes so ausgerichtet, daß der Zentralstrahl durch die rechteckige Aussparrung 615 senkrecht auf die Filmebene bzw. das Rückschild 401 fällt.

Fig. 2 zeigt eine räumliche Ansicht des neuen Filmhalters als Anwendungsbeispiel für die Herstellung von Meßaufnahmen im Oberkiefer-Frontzahnbereich. Das Verbindungsstück 300 wird auf der mesialen Fläche 106 des Aufbißblocks 100 mittels zweier Stifte 302 und 303 (siehe Fig. 6) in die obere Steckhalterung 107 eingesteckt. Die obere Steckhalterung 107 fängt auf der distalen Aufbißblockfläche 101 an und mündet in die obere Öffnung 107 der mesialen Fläche 106. In der Höhe der oberen Öffnung 107 und der unteren Öffnung 109 befinden sich auf der gesamten Länge der mesialen Aufbißblockfläche 106 eine obere runde Einsparung 108 und eine untere runde Einsparung 110. Die zwei runden Einsparungen 108 und 110 haben den gleichen Durchmesser und sollen die Forminkongruenz der runden Verbindungsstücke 200 und 300 und des eckigen Aufbißblocks 100 beseitigen. Am Verbindungsstück 300 wird für Aufnahmen im Oberkiefer-Frontzahnbereich die Filmklemme 400 eingesetzt, weil die oberen Frontzähne lange Wurzeln haben, die die senkrechte Positionierung des Zahnfilmes erfordern und weil meistens der Gaumen die Positionierung einer solch hohen Filmklemme wie die Filmklemme 400 erlaubt. Für die Anwendung des Filmhalters im Unterkiefer-Frontzahnbereich wird das Verbindungsstück 300 in der untere Öffnung 109 fixiert. Zur Fixierung des Zahnfilmes können beide Filmklemmen 400 oder 500 verwendet werden. Hierbei würde die Steckhalterung der Filmklemmen 405 oder 505 nach oben und die Schlitze 404 und 504 für die Aufnahme des Zahnfilmes nach unten zeigen. Für die Anfertigung von Meßaufnahmen im Frontzahnbereich kann der Filmhalter durch den Aufbiß der Seitenzähne sowohl auf der rechten als auch auf der linken Patientenseite fixiert werden.

Für die senkrechte Positionierung des Zentralstrahls auf die Filmebene bzw. auf das Rückschild 401 oder 501 dient die Zentriervorrichtung 600. Der kurze Schenkel 602 des Indikatorstabes 601 wird ebenso wie in Fig. 1 in die Steckhalterung 406 eingesetzt. Der Visierring 604 wird mittels der Durchbohrung 606 am langen Schenkel 603 des Indikatorstabes 601 angebracht.

Fig. 3 zeigt eine Ansicht von der mesialen Aufbißblockfläche 106. Sie hat eine rechteckige Form, wobei die langen Seiten des Rechtecks waagerecht und die kurzen Seiten senkrecht liegen. Auf dieser Fläche 106 befinden sich zwei zueinander parallele Öffnungen, bestehend aus der gleichen Anzahl von ineinander übergehenden Perforationen. In der Höhe der oberen Öffnung 107 und der unteren Öffnung 109 befinden sich eine obere runde Einsparung 108 und eine untere runde Einsparung 110. Die Einsparungen 108 und 110 verlaufen ebenfalls parallel zueinander. Der Aufbißblock wird aus einem geeignetem Kunststoff oder Werkstoff hergestellt.

Fig. 4 zeigt einen Schnitt durch den Aufbißblock 100 in mesio-distaler Richtung. Von der Seite gesehen ist der Aufbißblock 100 trapezförmig, sodaß man insgesamt den Aufbißblock als trapezförmigen Formkörper bezeichnen kann. Von der distalen Aufbißblock-Fläche 101 verlaufen durch eine gemeinsame Öffnung 102 (Fig. 5) zwei Durchbohrungen auf die mesiale Aufbißblockfläche 106. Die obere Durchbohrung 103 verläuft parallel zur oberen Aufbißblockfläche 113 und die untere Durchbohrung 104 verläuft parallel zur unteren Aufbißblockfläche 114. Die Durchbohrungen 103 und 104 verlaufen genauso wie die Oberkiefer- und die Unterkieferzähne bei der Mundöffnungsbewegung - von mesial nach distal betrachtet - keilförmig auseinander und ermöglichen die Anpassung der Filmklemme an die Position der Zähne. In der Höhe der distalen Öffnungen 102 befindet sich eine runde Einsparung 105 mit dem gleichen Durchmesser wie die Einsparungen 108 und 110. Sie erfüllt die gleiche Aufgabe wie die Einsparungen 108 und 110.

Fig. 5 zeigt eine Ansicht auf die distale Aufbißblockfläche 101. In der Mitte der distalen Fläche 101 befindet sich eine Öffnung 102, bestehend aus mehreren ineinander übergehenden Perforationen. Von dieser Öffnung aus verlaufen die zwei in Fig. 4 dargestellten Durchbohrungen 103 und 104 nach distal, die sich zur Aufnahme und Halterung der Stifte 202 und 203 des Verbindungsstückes 200 und der Stifte 302 und 303 des Verbindungsstückes 300 eignen.

Fig. 6 zeigt eine Ansicht von oben auf das Verbindungsstück 200, das für Meßaufnahmen im Seitenzahnbereich verwendet wird. Das Verbindungsstück 200 besteht aus einem Hauptstück 201, an das an einem Ende zwei zueinander parallel verlaufende Stifte angebracht sind: einen inneren 202 und einen äußeren 203 und am anderen Ende das Nebenstück 204. Die Stifte 202 und 203 verlaufen senkrecht zum Hauptstück 201. Der Abstand zwischen den Stiften 202 und 203 ist genauso groß wie der Durchmesser einer einzelnen Perforation aus den Öffnungen 107, 109 oder 102. Dadurch kann die Fixierung des Verbindungsstückes 200 in dem Aufbißblock 100 in mehreren Positionen erfolgen und je nach Kieferbreite eine Längenänderung des Filmhalters bewirken.

Am anderen Ende des Hauptstückes 201 befindet sich das Nebenstück 204, das den gleichen Durchmesser wie das Hauptstück 201 und die beiden Stifte 202 und 203 hat, wobei das Hauptstück 201 und das Nebenstück 204 einen spitzen Winkel zueinander bilden. Das Hauptstück 201, die Stifte 202 und 203 und das Nebenstück 204 liegen in der gleichen Ebene. Senkrecht zu der Längsachse des Nebenstückes 204 ist das Zahnrad 205 angebracht, das einen größeren Durchmesser als das Nebenstück 204 hat. Das Zahnrad 205 ermöglicht die Fixierung des Verbindungsstückes 200 in den Steckhalterungen 405 und 505 der beiden Filmklemmen 400 und 500 in verschiedenen Positionen, sodaß der Zahnfilm parallel zur Zahnlängsachse positioniert werden kann.

Fig. 7 zeigt eine Ansicht von oben auf das Verbindungsstück 300, das für Meßaufnahmen im Frontzahnbereich verwendet wird. Das Verbindungsstück 300 besteht aus einem Hauptstück 301, das an einem Ende zwei zueinander parallel verlaufende Stifte hat: einen inneren 302 und einen äußeren 303 und am anderen Ende das Zahnrad 304. Beide Stifte 302 und 303 verlaufen senkrecht zum Hauptstück 301 und haben den gleichen Durchmesser wie das Hauptstück 301, das Hauptstück 201, das Nebenstück 204 und die Stifte 202 und 203. Das Hauptstück 301 und die Stifte 302 und 303 liegen in der gleichen Ebene. Senkrecht auf die Längsachse des Hauptstückes 301 ist das Zahnrad 304 angebracht. Das Zahnrad 304 hat die gleiche Anzahl von Zähnen und den gleichen Durchmesser wie das Zahnrad 205. Es dient ebenfalls zur Fixierung der Filmklemmen 400 und 500 mittels der Steckhalterungen 405 und 505 an das Verbindungsstück 300.

Fig. 8 zeigt einen Querschnitt der Zahnräder 205 und 304 im Vergleich zum Durchmesser der Hauptstücke 201 und 301. Der Durchmesser der beiden Zahnräder 205 und 304 ist größer als der Durchmesser der Hauptstücke 201 und 301 und hat mehrere Zähne, die zum einen die rotationssichere Fixierung der Verbindungsstücke 200 und 300 an die Filmklemmen 400 und 500 und zum anderen durch Umstecken die Anpassung der Filmebene an die Zahnlängsachsen ermöglichen.

Fig. 9 zeigt einen Schnitt durch die Mitte der Filmklemme 500. In dieser Schnittebene sind nur das Rückschild 501, die vordere Fläche des Rückschildes 501, die zusammen mit den seitlichen Leisten 502 und 503 den Schlitz 504 zur Aufnahme des Zahnfilmes bilden, die rechteckige Steckhalterung 506 zur Aufnahme des kurzen Schenkels 602 des Indikatorstabes 601, die Steckhalterung 505 zur Aufnahme der Zahnräder 205 oder 304, die rillenförmige Filmauflagefläche 507, in der sich die untere Kante des Zahnfilmes befindet und die vor der rillenförmigen Filmauflagefläche 507 sich befindliche waagerechte Leiste 510. In dieser Zeichnung ist gestrichelt dargestellt die Position einer der Leisten (502 oder 503) im Verhältnis zu den anderen Bestandteilen der Filmklemme 500. Dadurch wird die Lage des Schlitzes 504 zwischen dem Rückschild 501 und den beiden Leisten 502 und 503 eindeutig. Ebenfalls wird die genaue Position der rechteckigen Steckhalterung 506 eindeutig: diese Steckhalterung liegt unterhalb des Schlitzes 504 und nimmt auch den vorderen Anteil der Unterseite des Rückschildes 501 ein. Die Steckhalterung 506 für die Aufnahme des Zahnrades 205 oder 304 liegt auf der Rückseite des Rückschildes 501 und der Steckhalterung 505 und ihr inneres Profil, in das die Zahnräder 205 oder 304 passen, ist so angeordnet, daß in der Höhe der rillenförmigen Filmauflagefläche 507 die waagerechte Achse des Zahnrads durch die Spitze eines einzelnen Zahnes verläuft. Der Sinn dieser Anordnung ist, daß die Filmklemme 500 durch die Steckhalterung 505 am Zahnrad 205 oder 304 so fixiert ist, daß die senkrechte Lage des Filmes zur Horizontalen genau definiert ist. Anhand dieser senkrechten Filmklemmenposition kann die Achsenneigung der einzelnen Zähne genauer bestimmt werden und die Filmklemmenachse dem entsprechend eingestellt werden.

Fig. 10 zeigt eine Frontalansicht der Filmklemme 500, die sich für die waagerechte Positionierung des Zahnfilmes eignet. Das Rückschild 501 hat eine rechteckige Form, wobei die längere Seite 508 waagerecht und die kürzere Seite 509 senkrecht liegt. Das Rückschild 501 ist in seinen Ausmaßen kleiner gestaltet als ein Zahnfilm, sodaß die Ränder handelsüblicher Zahnfilme für Erwachsene über die Ränder der Rückschildes 501 hinausragen und eine kontrollierbare Verbiegung des Zahnfilmes beim Berühren von Strukturen der Mundhöhle stattfinden kann. Die obere linke und rechte Ecke der Filmklemme 500 sind genauso wie alle ihre Kanten abgerundet, ermöglichen somit die Anpassung der Filmklemme an die runden Strukturen der Mundhöhle und verhindern Verletzungen der Schleimhaut.

Vor dem Rückschild 501 befinden sich seitlich zwei Leisten: eine rechte 502 und eine linke 503, die eine Verbiegung des Zahnfilmes zum Zahn hin vermeiden und den Zahnfilm intraoral im Schlitz 504 stabilisieren. Die Leisten 502 und 503 schließen seitlich mit dem Rückschild 501 ab und sind so schmal und flach zu gestalten, daß das Material aus dem sie geformt sind, eine ausreichende Elastizität zuläßt, ohne daß es abbricht. Es soll vorzugsweise Kunststoff für die Herstellung der Filmklemme 500 verwendet werden. Die Leisten 502 und 503 sind niedriger gestaltet als die kurzen senkrechten Seiten des Rückschilds 501, erlauben daher die Anpassung der Filmklemme an die runden Strukturen der Mundhöhle, wie z. B. an den Gaumen und ermöglichen die Einhaltung eines geringen Film-Objekt-Abstandes. Die oberen Ecken dieser beiden Leisten 502 und 503 und ihre Kanten sind aus dem gleichen Grund wie der Rückschild 501 abgerundet. Die Leisten 502 und 503 sind durch eine waagerechte Leiste 510 miteinanderverbunden, die höher als die Filmauflagerille 507 - hier gestrichelt dargestellt - ist, sodaß die Filmauflagerille 507 von vorne nicht zu sehen ist. Die Übergänge der waagerechten Leiste 510 zu den seitlichen Leisten 502 und 503 sind abgerundet.

Unterhalb des Rückschildes 501 und der Leisten 502 und 503 verläuft - gestrichelt dargestellt - die im Durchmesser rechtwinklige Steckhalterung 506 auf der gesamten Breite der Filmklemme 500 und parallel zur Unterseite der Filmklemme 500. Sie eignet sich zur Aufnahme des kurzen Schenkels 602 des Indikatorstabes 601.

Auf der Rückseite des Rückschildes 501 und der Steckhalterung 506 und in der Mitte dieser beiden Strukturen befindet sich - ebenfalls gestrichelt dargestellt - die Steckhalterung 505 für die Aufnahme der Zahnräder 205 oder 304. Die Steckhalterung 505 hat dieselbe Breite wie die beiden Zahnräder 205 und 304 und ist senkrecht zur Rückseite des Rückschilds 501 angebracht, d. h. wenn die Zahnräder 205 oder 304 in der Steckhalterung 505 eingesetzt sind, verläuft die Rotationsachse/Längsachse des Zahnrads parallel zum Rückschild 501.

Fig. 11 zeigt eine Ansicht von vorne auf die Filmklemme 400, die sich zur senkrechten/Hochkant-Positionierung des Zahnfilmes eignet. Die Filmklemme 400 ist schmaler und höher gestaltet als die Filmklemme 500 und hat auch eine rechteckige Form, wobei die kurze Seite 408 des Rückschildes 401 waagerecht und die lange Seite 409 senkrecht liegt. Die Maße des Rückschildes 401 sind kleiner als ein handelsüblicher Zahnfilm für Erwachsene und ermöglichen ebenfalls die kontrollierbare Verbiegung des Filmes beim Berühren von intraoralen Strukturen. Vor dem Rückschild 401 befinden sich seitlich zwei Leisten 402 und 403, die niedriger als das Rückschild 401 gestaltet sind und seitlich mit dem Rückschild 401 abschließen. Das Rückschild 401 und die Leisten 402 und 403 haben abgerundete Kanten und obere Ecken und sind ebenfalls so schmal und flach zu gestalten, daß das Material aus dem sie hergestellt sind eine ausreichende Elastizität zuläßt ohne daß es abbricht. Auch für die Herstellung dieser Filmklemme 400 soll vorzugsweise Kunststoff verwendet werden. Die oben beschriebene Gestaltung der beiden Leisten 402 und 403 und des Rückschildes 401 soll zur Anpassung des Filmhalters an die runden Strukturen der Mundhöhle und zur Vermeidung von Schleimhautverletzungen oder Würgereizentstehung beitragen. Die seitlichen Leisten 402 und 403 sind durch die waagerechte Leiste 410 miteinander verbunden, die höher gestaltet ist als die rillenförmigen Filmauflagefläche 407 und somit von vorne nicht zu sehen ist. Die Übergänge zwischen den seitlichen Leisten 402 und 403 und der waagerechten Leiste 410 sind ebenfalls abgerundet.

Unter dem Rückschild 401 und den beiden Leisten 402 und 403 befindet sich die im Durchmesser ebenfalls rechtwinklige Steckhalterung 406 für die Aufnahme des kurzen Schenkels 602 des Indikatorstabes 601, die sich auf die gesamte Breite der Filmklemme 401 erstreckt und parallel zur Unterseite der Filmklemme 400 verläuft. Sie ist gestrichelt dargestellt.

Auf der Rückseite des Rückschildes 401 und der Steckhalterung 406 und in der Mitte dieser beiden Strukturen befindet sich - ebenfalls gestrichelt dargestellt - die Steckhalterung 405 für die Aufnahme der Zahnräder 205 und 304, die einen Durchmesser passend zum Durchmesser der beide Zahnräder hat. Diese Steckhalterung 405 ist ebenfalls senkrecht auf der Rückseite des Rückschildes 401 angebracht.

Fig. 12 zeigt eine Ansicht auf den Visierring 604 von der tubusnahen Seite. Der Visierring 604 wird am langen Schenkel 603 des Indikatorstabes 601 mittels einer Befestigungsvorrichtung 605 angebracht, in der sich eine rechteckige Durchbohrung 606 passend zum Querschnitt des langen Schenkels 603 befindet. Die Befestigungsvorrichtung 605 ist aus dem gleichen Material gebaut wie der äußere tubusnahe Ring 607 und der innere tubusferne Ring 611. Der äußere tubusnahe Ring 607 des Visierringes 604 hat einen größeren Querschnitt wie der innere tubusferne Ring 611 und hat auf der tubusnahen Seite eine runde Markierung 608 für die Positionierung eines runden Langtubus und eine eckige Markierung 609 für die Positionierung eines rechteckigen Langtubus. An der unteren Innenseite des tubusnahen Ringes befindet sich eine kleine erhobene Markierung 610, die zur Fixierung der Rechteckblende 612 entweder in waagerechter oder senkrechter Lage dient. Der äußere tubusnahe Ring ist unbeweglich mit dem inneren tubusfernen Ring 611 fixiert. Der innerer tubusferne Ring 611 hat einen kleineren Durchmesser als der äußere tubusnahe Ring 607 und dient zur Fixierung der Rechteckblende 612 im Visierring 604.

Die Aufgabe der Zentriervorrichtung ist, die Röntgenstrahlung auf den zu untersuchenden Zahn zu positionieren, so daß keine Fehlprojektionen und somit eine erhöhte Strahlenbelastung für den Patienten erfolgt. Die Strahlenbelastung für den Patienten kann jedoch weiterhin durch einen weiteren Bestandteil des Filmhaltersatzes, der in Fig. 13 dargestellt ist, gesenkt werden.

Fig. 13 zeigt eine Ansicht auf die Rechteckblende 612 von der tubusnahen Seite. Die Rechteckblende 612 hat den gleichen Durchmesser wie der innere Durchmesser des äußeren tubusnahen Ringes 607, sodaß die Rechteckblende 612 in den Ring 607 eingesteckt werden kann. In der Mitte der Rechteckblende 612 befindet sich eine rechteckige Perforation 615 von der Größe eines handelsüblichen Zahnfilmes für Erwachsene, die deckungsgleich mit dem in der Filmklemme 400 oder 500 eingesteckten Zahnfilm ist. Da die Rechteckblende 612 aus einem für Röntgenstrahlen undurchsichtigen Material hergestellt werden soll, ist die rechteckige Aussparung 615 die einzige Stelle der Rechteckblende, die Röntgenstrahlen durchläßt. Dadurch wird nur der Zahnfilm belichtet. Die Folge ist eine maximale Reduktion der Strahlenbelastung für den Patienten.

Am unteren Rand der Rechteckblende 612 unterhalb der waagerechten Seite 616 der rechteckigen Aussparung 615 und in der Mitte derselben befindet sich eine zur Markierung 610 passende Aussparung 614 für die senkrechte Positionierung der Rechteckblende, um Meßaufnahmen in Verbindung mit der Filmklemme 400 anzufertigen. Ebenfalls am Rand der Rechteckblende in der Höhe der senkrechten Seite 617 der rechteckigen Aussparung 615 und in der Mitte derselben befindet sich eine zweite zur Markierung 610 passende Aussparung 613 für die waagerechte Positionierung der Rechteckblende 612, um Meßaufnahmen in Verbindung mit der Filmklemme 500 anzufertigen.

Fig. 14 zeigt einen Schnitt durch die Mitte des Visierringes 604 bei eingesetzter Rechteckblende 612. Darauf sind die unterschiedlichen Durchmesser des inneren tubusfernen Ringes 611 und des äußeren tubusnahen Ringes 607 dargestellt. Der innere tubusferne Ring 611 hat einen kleineren Durchmesser als der äußere tubusnahe Ring 607 und erfüllt somit die Aufgabe der Retention für die Rechteckblende 612. So kann die Rechteckblende 612 nur von der Seite des äußeren tubusnahen Ringes 607 eingesteckt werden.

An der Innenseite des äußeren tubusnahen Ringes 607 ist die untere erhobene bis zum Rand des inneren tubusfernen Ringes 611 reichende Markierung 610 - gestrichelt dargestellt - sichtbar. In der Mitte der Rechteckblende 612 ist ebenfalls - gestrichelt dargestellt - die rechtwinklige Aussparung 615 sichtbar. Auflistung aller Komponenten des neuen Filmhalters 100 Aufbißblock,

101 distale (dorsale) Aufbißblockfläche,

102 distale Öffnung für mehrere ineinander übergehende Durchbohrungen,

103 obere, parallel zur oberen Fläche verlaufende Durchbohrungen für die Fixierung des Verbindungsstückes bei Oberkiefer-Aufnahmen,

104 untere, parallel zur unteren Aufbißblockfläche verlaufende Durchbohrungen für die Fixierung des Verbindungsstückes bei Unterkiefer-Aufnahmen,

105 runde, distal gelegene Einsparung entlang von 102 für die bessere Anpassung des Verbindungsstückes 200 am Aufbißblock 100,

106 mesiale (vordere) Aufbißblockfläche,

107 runde, mesial gelegene, obere Öffnung von 103,

108 obere, runde Einsparung entlang von 107,

109 runde, mesial gelegene, untere Öffnung von 104,

110 untere, runde Einsparung entlang von 109,

111 glatte bukkale Aufbißblockfläche,

112 glatte orale Aufbißblock-Fläche,

113 obere, gerillte Aufbißblockfläche,

114 untere, gerillte Aufbißblockfläche,

200 Verbindungsstück für die Seitenzähne

201 Hauptstück,

202 innerer, senkrecht zum 201 verlaufender Stift,

203 äußerer, senkrecht zum 201 und parallel zum 202 verlaufender Stift,

204 Nebenstück, bildet mit 201 einen spitzen Winkel,

205 Zahnrad zur Anpassung der Filmklemme an die Zahnlängsachsen,

300 Verbindungsstück für die Frontzähne,

301 Hauptstück,

302 innerer, senkrecht zum 301 verlaufender Stift,

303 äußerer, senkrecht zum 301 und parallel zum 302 verlaufender Stift,

304 Zahnrad zur Anpassung der Filmklemme an die Zahnlängsachsen, vom gleichen Durchmesser wie 205,

400 Filmklemme für die senkrechte Positionierung des Zahnfilmes,

401 Rückschild der Filmklemme,

402 rechter, vorderer Stift zur Verhinderung der Abklappung des Filmes nach vorne,

403 linker, vorderer Stift zur Verhinderung der Abklappung des Filmes nach vorne,

404 Schlitz zwischen dem Rückschild und den beiden vorderen Stifte zur Aufnahme des Zahnfilmes,

405 Steckhalterung für die Aufnahme des Zahnrads,

406 rechteckige Steckhalterung für die Aufnahme des Indikatorstabes,

407 Filmauflagerille,

408 waagerechte Fläche des Rückschildes 401,

409 senkrechte Fläche des Rückschildes 401,

410 waagerechte Verbindungsleiste zwischen 402 und 403,

500 Filmklemme für die waagerechte Positionierung des Filmes,

501 Rückschild der Filmklemme,

502 rechter, vorderer Stift zur Verhinderung der Abklappung des Filmes nach vorne,

503 linker, vorderer Stift zur Verhinderung der Abklappung des Filmes nach vorne,

504 Schlitz zwischen dem Rückschild und den beiden vorderen Stifte zur Aufnahme des Zahnfilmes,

505 Steckhalterung für die Aufnahme des Zahnrades,

506 rechteckige Steckhalterung für die Aufnahme des kurzen Schenkels 602 des Indikatorstabes 601,

507 Filmauflagerille,

508 waagerechte Fläche des Rückschildes 501,

509 senkrechte Fläche des Rückschildes 501,

510 waagerechte Verbindungsleiste zwischen 502 und 503,

600 Zentriervorrichtung,

601 Indikatorstab,

602 kurzer Schenkel des Indikatorstabes zur Befestigung an den Filmklemmen 400 oder 500,

603 langer Schenkel des Indikatorstabes zur Aufnahme des Visierringes 604,

604 Visierring,

605 Befestigungsvorrichtung am Visierring für die Positionierung der Röntgenröhre,

606 rechteckige Steckhalterung für den langen Schenkel 602 des Indikatorstabes 601,

607 äußerer, tubusnaher Ring des Visierringes mit

608 Markierung für die Positionierung eines runden Langtubus,

609 eckige Markierung am Visierring für die Positionierung eines rechteckigen Langtubus,

610 untere, mittige Markierung für die Fixation der Rechteckblende,

611 innerer, tubusferner Ring des Visierringes,

612 Rechteckblende mit

613 Markierung für die waagerechte Positionierung der Rechteckblende,

614 Markierung für die senkrechte Positionierung der Rechteckblende,

615 rechteckige Aussparrung in der Rechteckblende von der Größe eines handelsüblichen Zahnfilmes für Erwachsene,

616 waagerechter Schenkel der rechtwinkligen Aussparrung 615

617 senkrechter Schenkel der rechteckigen Aussparrung 615


Anspruch[de]
  1. 1. Filmhalter für die Anfertigung von Meßaufnahmen mit der Paralleltechnik bei angelegtem Kofferdamrahmen, mit einem Aufbißblock, mit einer Filmklemme, mit einer den Aufbißblock und die Filmklemme verbindenden Verbindung, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung lösbar ist.
  2. 2. Filmhalter nach Anspruch 1, wobei die Verbindung ein Verbindungsstück zum Verbinden von Aufbißblock und Filmklemme aufweist.
  3. 3. Filmhalter nach Anspruch 2, wobei das Verbindungsstück mindestens an dem Aufbißblock lösbar befestigt ist.
  4. 4. Filmhalter nach Anspruch 3, wobei das Verbindungsstück mittels einer Steckverbindung an dem Aufbißblock lösbar befestigt ist.
  5. 5. Filmhalter nach Anspruch 4, wobei die Steckverbindung durch mindestens einen Zapfen an dem Verbindungsstück und einer entsprechenden Aufnahme in dem Aufbißblock herstellbar ist.
  6. 6. Filmhalter nach Anspruch 5, wobei mindestens zwei runde, im wesentlichen parallel angeordnete Zapfen vorgesehen sind, die zur Herstellung der Steckverbindung mit entsprechenden, die Aufnahme für die Zapfen bildenden Bohrungen zusammenwirken.
  7. 7. Filmhalter nach Anspruch 6, wobei die Bohrungen als den Aufbißblock von distal nach mesial durchziehende Durchbohrungen ausgebildet sind.
  8. 8. Filmhalter nach einem der Ansprüche 5 bis 7, wobei die Aufnähmen teilweise ineinander übergehen.
  9. 9. Filmhalter nach einem der Ansprüche 5 bis 8, wobei die Zapfen im wesentlichen senkrecht von einer das Hauptstück des Verbindungsstückes bildenden Stange abstehen.
  10. 10. Filmhalter nach einem der Ansprüche 5 bis 9, wobei mindestens zwei Aufnahmen vorgesehen sind, deren Längsachsen einen endlichen Winkel einschließen.
  11. 11. Filmhalter nach einem der vorstehenden Ansprüche und den Ansprüchen 7 und 10, wobei die in einem endlichen Winkel zueinander angeordneten Durchbohrungen distal eine im wesentlichen gemeinsame Öffnung in dem Aufbißblock bilden.
  12. 12. Filmhalter nach einem der Ansprüche 2 bis 11, wobei das Verbindungsstück mindestens an der Filmklemme lösbar befestigt ist.
  13. 13. Filmhalter nach Anspruch 12, wobei das Verbindungsstück mittels einer Steckverbindung an der Filmklemme lösbar befestigt ist.
  14. 14. Filmhalter nach Anspruch 13, wobei die Steckverbindung durch mindestens einen Zapfen an dem Verbindungsstück und einer entsprechenden Aufnahme in der Filmklemme herstellbar ist.
  15. 15. Filmhalter nach Anspruch 14, wobei der Zapfen an seinem Ende als Zahnrad ausgebildet ist, das zur Herstellung der Verbindung mit dem Filmhalter in eine entsprechende Aufnahme in der Filmklemme passend in Eingriff bringbar ist.
  16. 16. Filmhalter nach einem der Ansprüche 14 oder 15, wobei der Zapfen von einer das Hauptstück des Verbindungsstückes bildenden Stange die Verlängerung bildet oder von dieser absteht.
  17. 17. Filmhalter nach Anspruch 16, wobei der Zapfen in einem spitzen Winkel zu dem Hauptstück absteht.
  18. 18. Filmhalter nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die mesiale, distale, untere und obere Fläche des Aufbißblockes rechteckig ist.
  19. 19. Filmhalter nach Anspruch 18, wobei die untere Fläche kleiner oder gleich ist als die obere Fläche.
  20. 20. Filmhalter nach einem der Ansprüche 18 oder 19, wobei die distale Fläche kleiner oder gleich ist als die mesiale Fläche.
  21. 21. Filmhalter nach einem der Ansprüche 18 bis 20, wobei die bukkale und die orale Fläche trapezförmig und gleich groß ausgebildet sind.
  22. 22. Filmhalter nach Anspruch 21, wobei die distale Kante der trapezförmigen Fläche kürzer ist als die mesiale Kante der trapezförmigen Fläche.
  23. 23. Filmhalter nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die untere und die obere Fläche des Aufbißblockes rillenförmig ausgebildet ist.
  24. 24. Filmhalter nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Filmklemme eine zweite Aufnahme zur lösbaren Befestigung eines Indikatorstabes aufweist.
  25. 25. Filmhalter nach Anspruch 24, wobei der Indikatorstab im wesentlichen L-förmig ausgebildet ist.
  26. 26. Filmhalter nach Anspruch 25, wobei auf dem langen Schenkel des Indikatorstabes ein Visierring verschiebbar angeordnet ist.
  27. 27. Filmhalter nach Anspruch 26, wobei der Visierring eine Halterung zur Positionierung des Langtubus eines zahnärztlichen Röntgengerätes aufweist.
  28. 28. Filmhalter nach einem der Ansprüche 26 oder 27, wobei an dem Visierring eine Rechteckblende angeordnet ist.
  29. 29. Filmhalter nach Ansprüch 28, wobei die Rechteckblende am Visierring sowohl waagerecht als auch senkrecht anbringbar ist.
  30. 30. Filmhalter nach Anspruch 29, wobei die senkrechte oder waagerechte Position der Rechteckblende mit Hilfe von Aussparungen im Rand der Rechteckblende, die mit Markierungen an dem Visierring in Eingriff bringbar sind, einstellbar ist.






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