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Anordnung zur Bereitstellung von Farben - Dokument DE10039276A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE10039276A1 21.02.2002
Titel Anordnung zur Bereitstellung von Farben
Anmelder Adolf Würth GmbH & Co. KG, 74653 Künzelsau, DE
Erfinder Schacherl, Franz, 74653 Ingelfingen, DE
Vertreter Patentanwälte Ruff, Wilhelm, Beier, Dauster & Partner, 70174 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 11.08.2000
DE-Aktenzeichen 10039276
Offenlegungstag 21.02.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.02.2002
IPC-Hauptklasse G05D 11/00
IPC-Nebenklasse G01J 3/46   B44D 3/00   
Zusammenfassung Zum Zusammenmischen eines Lackes, der eine bestimmte Farbeigenschaft aufweisen soll, wird vorgeschlagen, in der Lackierwerkstatt mit Hilfe eines Farbmessgerätes den Farbeindruck zu messen. Der gemessene Farbwert kann dann analysiert werden, und mit Hilfe des Ergebnisses der Analyse kann ein Farbmischgerät angesteuert werden, das an einer anderen Stelle steht. Der Farbmischer mischt aus Grundfarben einen Lack mit den gewünschten Werten zusammen. Dieser Lack kann dann in einem Behälter zu der Lackierwerkstatt transportiert werden.

Beschreibung[de]

Zur Messung der Farbeigenschaften beispielsweise lackierter Flächen an Kraftfahrzeugen sind Farbmessgeräte bekannt. Diese messen die unterschiedlichsten Parameter, unter anderem die Reflexion in Abhängigkeit von der Wellenlänge, den eigentlichen Farbwert oder dergleichen. Mit Geräten dieser Art soll die Qualität einer Lackierung bestimmt und mit vorbestimmten Parametern verglichen werden.

In Kraftfahrzeugreparaturbetrieben ist es häufig erforderlich, nach einer Reparatur nur einen Teil eines Kraftfahrzeugs neu zu lackieren. Dabei soll die neu lackierte Fläche sich nicht von den übrigen Flächen unterscheiden. Die Verwendung eines Originallacks kann aber dazu führen, dass es wegen der Alterung sichtbare Unterschiede im Ergebnis gibt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Möglichkeit zu schaffen, eine Neulackierung so ausführen zu können, dass exakt der gleiche Farbton wieder getroffen wird.

Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung eine Anordnung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 vor. Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche, deren Wortlaut ebenso wie der Wortlaut der Zusammenfassung durch Bezugnahme zum Inhalt der Beschreibung gemacht wird.

Wenn beispielsweise an einem Kraftfahrzeug ein Kotflügel erneuert wurde und jetzt lackiert werden soll, wird mit Hilfe eines bekannten Farbmessgerätes die Farbe an einem anderen Kotflügel oder an einer anderen Stelle des Kraftfahrzeugs gemessen. Mit Hilfe der Analyseeinrichtung wird aus den verschiedenen Meßwerten die eigentliche Farbe ermittelt, das heißt der Farbton, aus dem sich dann ermitteln lässt, aus welchen Grundfarben und mit welchen Verhältnis der Grundfarben dieser Farbton erzeugt werden kann. Diese Angaben werden über eine Datenübertragungseinrichtung zum dem Farblieferanten übertragen. Dort dienen die Daten dazu, den Farbmischer so anzusteuern, dass dieser aus den zur Verfügung stehenden Grundfaden eine Farbe zusammenmischt, die die richtige Farbe ist. Diese Farbe kann dann an die Werkstatt verschickt werden, wo dann der Kotflügel mit dieser Farbe neu lackiert wird. Er erhält auf diese Weise das gleiche Aussehen wie der Rest des Kraftfahrzeugs.

In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das Farbmischgerät, das in der Werkstatt des Farblieferanten aufgestellt ist, für jeden Grundfarbenbehälter ein Dosierventil aufweist, das in einer zu der Abgabe in den Ausgabebehälter führenden Leitung eingesetzt ist. Das Dosierventil für jede Grundfarbe wird dann von der Steuerung angesteuert. Es kann hiermit sowohl das Verhältnis der einzelnen Grundfarben zueinander als auch die absolute Menge gesteuert und damit bestimmt werden.

Die Analyseeinrichtung, mit der aus den gemessenen Farbdaten die Grundfarben ermittelt werden, kann beispielsweise in der Lackierwerkstatt angeordnet sein. Es ist aber auch möglich und wird von der Erfindung vorgeschlagen, dass diese Analyseeinrichtung in den Räumlichkeiten des Farblieferanten steht, insbesondere dann, wenn die Analyseeinrichtung sehr aufwendig aufgebaut ist. Dann kann eine Analyseeinrichtung für viele Lackierwerkstätten verwendet werden. Es ist selbstverständlich auch möglich und liegt im Rahmen der Erfindung, dass die Analyseeinrichtung, die als Programm oder auch als Hardware realisiert sein kann, in mehrere Teile aufgeteilt ist, von denen ein Teil in der Lackierwerkstatt und ein Teil beim Farbenlieferanten vorhanden ist.

Insbesondere kann vorgesehen sein, dass das eigentliche Farbmessgerät, d. h. das Gerät, das direkt mit der lackierten Fläche in Verbindung gebracht wird, tragbar oder als Handgerät ausgebildet ist.

Insbesondere kann vorgesehen sein, dass das Farbmessgerät ein Spektralphotometer aufweist. Damit kann die Farbcharakteristik besonders genau ermittelt werden.

In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Anordnung eine Einrichtung zum manuellen Eingeben von zu übertragenden Parametern aufweist. Hiermit kann beispielsweise die Menge der benötigten Farbe eingegeben werden, damit nicht eine zu große Menge an Farbe geliefert wird. Ggf. kann auch die Art des Untergrundes mit angegeben werden.

Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorzüge der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sowie an Hand der Zeichnung. Hierbei zeigt die Figur schematisch die Anordnung nach der Erfindung.

In einer Lackierwerkstatt steht ein KFZ 1, bei dem beispielsweise ein Kotflügel oder die Motorhaube erneuert wurde und jetzt lackiert werden soll. In der Lackierwerkstatt ist ein Farbmessgerät 2 vorhanden, bei dem es sich um ein tragbares Gerät handelt, das der Monteure in die Hand nimmt und das er auf eine lackierte Fläche aufsetzen kann. Mit diesem Gerät kann er die Farbe an einer Stelle des Kraftfahrzeugs 1 messen, die nicht erneuert wurde und an deren Farbton die neue Lackierung angepasst werden muss. Das Farbmessgerät 2 ist über eine Leitung 3 mit einem Computer 4 verbunden, in dem ein Programm vorhanden ist, das die Meßwerte des Farbsignals 2 analysiert, auswertet und speichert. Der Computer 4 ist mit einem Modem 5 oder einem sonstigen Gerät verbunden, das über eine Datenleitung 6 mit einem weiteren Modem 7 verbunden ist. Bei der Datenleitung kann es sich um eine feste Verbindung, eine Wählverbindung, eine Internetverbindung oder auch um eine Funkstrecke handeln. Das über die Datenleitung 6 verbundene Modem 7 ist an einen weiteren Computer 8 angekoppelt, der in der Werkstatt des Farblieferanten steht. Auf dem Computer 8 in der Werkstatt des Farblieferanten läuft ein Steuerungsprogramm, das ein Farbmischgerät 9 ansteuert.

Das Farbmischgerät 9 ist hier stark vereinfacht und schematisiert dargestellt. Es enthält Anschlüsse für im dargestellten Beispiel vier Farbcontainer 10. Jeder Farbcontainer 10 enthält eine Grundfarbe, also beispielsweise einen Grundlack für die Herstellung eines Autolacks. Von jedem Anschluss für einen Farbcontainer führt eine Leitung, in der ein Dosierventil 11 eingesetzt ist, zu einem Ausgang 12. An dem Ausgang 12 ist ein Gefäß 13 angeordnet, das den Lack aufnimmt, der aus dem Ausgang 12 abgegeben wird. Durch entsprechende Ansteuerung der Dosierventile 11 wird in dem Behälter 13 ein Lack zusammengestellt, der dann in dem verschlossenen Gefäß zu der Lackierwerkstatt gebracht wird.

Der Lack wird dabei so zusammengestellt und gemischt, dass er dem Ergebnis der Analyse in der Lackierwerkstatt mit Hilfe des Farbmessgerätes 2 entspricht. Es kann also für das erwähnte Beispiel der Neulackierung eines ersetzten Kotflügels exakt der gleiche Farbeindruck hergestellt werden, wie er an dem nicht ausgebesserten Rest des Kraftfahrzeugs vorhanden ist. In der Lackierwerkstatt brauchen keine großen Mengen aller möglichen Farben bzw. Lacke bevorratet zu werden. Der durch Lichteinflüsse möglicherweise etwas gealterte Farbeindruck kann auch an dem neu lackierten Kotflügel hergestellt werden. Darüberhinaus ist es möglich, einen Farbeindruck originalgetreu herzustellen, ohne auf den möglicherweise besonders teuren Originallack des Herstellers des Kraftfahrzeugs zurückgreifen zu müssen.

Anstelle von Steuerungsprogrammen kann auch eine Hardwaresteuerung verwendet werden. Die Analyseeinrichtung kann ggf. auch zum Teil bei dem Lackierbetrieb und zum Teil beim Farblieferanten vorhanden sein.


Anspruch[de]
  1. 1. Anordnung zum Bereitstellen von Farben, Lacken oder dergleichen, mit
    1. 1. 1.1 einem Farbmessgerät (2), das
      1. 1. 1.1.1 in einer Lackierwerkstatt angeordnet ist,
    2. 2. 1.2 einer Analyseeinrichtung zum Analysieren des Messergebnisses des Farbmessgerätes (2),
    3. 3. 1.3 einem Farbmischgerät (9), das
      1. 1. 1.3.1 zur gesteuerten Abgabe mehrerer Grundfarben in einen Behälter (13) ausgebildet ist,
      2. 2. 1.3.2 von den Ergebnissen der Analyseeinrichtung ansteuerbar ist und
      3. 3. 1.3.3 in den Räumlichkeiten des Farblieferanten angeordnet ist, sowie mit
    4. 4. 1.4 einer Datenübertragungseinrichtung (5, 6, 7) zur Verbindung des Farbmessgerätes (2) und/oder der Analyseeinrichtung mit der Steuerung des Farbmischgerätes (9).
  2. 2. Anordnung nach Anspruch 1, bei der das Farbmischgerät (9) für jeden Grundfarbenbehälter (10) ein Dosierventil (11) in einer zu der Abgabe in den Ausgabebehälter (13) führenden Leitung aufweist.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, bei der die Analyseeinrichtung in der Lackierwerkstatt angeordnet ist.
  4. 4. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Analyseeinrichtung in den Räumlichkeiten des Farblieferanten angeordnet ist.
  5. 5. Anordung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der das Farbmessgerät (3) tragbar ausgebildet ist.
  6. 6. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der das Farbmessgerät (2) ein Spektralphotometer aufweist.
  7. 7. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einer Einrichtung zum manuellen Eingeben von zu übertragenden Parametern.






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