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Dokumentenidentifikation DE69800761T2 28.02.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0857420
Titel Elektrische Aquariumpumpe mit Filtereinheit
Anmelder Hydor S.r.l., Bassano del Grappa, Vicenza, IT
Erfinder Bresolin, Valerio, 36020 - Pove Del Grappa, IT
Vertreter Haft, von Puttkamer, Berngruber, Czybulka, Karakatsanis, 81669 München
DE-Aktenzeichen 69800761
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 15.01.1998
EP-Aktenzeichen 981005754
EP-Offenlegungsdatum 12.08.1998
EP date of grant 09.05.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.02.2002
IPC-Hauptklasse A01K 63/04

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft eine elektrische Pumpe für Aquarien, die mit einer Filtereinheit ausgestattet ist.

Elektrische Pumpen für Aquarien sind wohl bekannt. Sie umfassen im allgemeinen ein Pumpengehäuse zur Aufnahme eines Elektrosynchronmotors, dessen Rotor drehfest mit einem mit Schaufeln versehenen Flügelrad verbunden ist, das Wasser durch eine im wesentlichen axiale Öffnung ansaugt, um es durch Zentrifugalwirkung durch eine umfangsseitige Abgabeöffnung zu drücken.

Zum Regeln des Durchsatzes der Pumpe ist an der Ansaugöffnung ein Ventil mit einer einstellbaren Öffnung vorgesehen. Außerdem ist vor der Ansaugöffnung eine Filtereinheit vorgesehen, um Verunreinigungen zurückzuhalten.

Diese bekannten elektrischen Pumpen haben jedoch gewisse Nachteile, insbesondere:

- Es ist mühsam, die Filtereinheit zu reinigen oder auszutauschen, da dies oft erforderlich macht, die Pumpe aus dem Aquarium zu entfernen oder sie zumindest von seinen Wänden abzunehmen. Dieser Arbeitsaufwand wird noch durch die Tatsache verstärkt, daß die Neigung besteht, solche Pumpen aus ästhetischen Gründen verborgen anzuordnen;

- eine diskontinuierliche Durchsatzregelung;

- eine geringe Zuverlässigkeit des Filters aufgrund der Tatsache, daß der Filterschwamm oft durch die Ansaugwirkung der Pumpe beeinflußt und folglich deformiert wird und dabei das Flügelrad blockiert.

Eine Aufgabe der Erfindung ist es, all diese Nachteile durch die Schaffung einer elektrischen Pumpe zu überwinden, die eine Filtereinheit umfaßt, bei der die Filtereinheit schnell und leicht gereinigt oder ausgetauscht werden kann.

Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, eine elektrische Pumpe zu schaffen, die es ermöglicht, diesen Austausch vorzunehmen, während die Pumpe im Wasser eingetaucht bleibt, wobei nur das Gefühl der Hände eingesetzt wird.

Diese und weitere Aufgaben, die sich aus der nachfolgenden Beschreibung ergeben, werden erfindungsgemäß durch eine mit einer Filtereinheit ausgestattete, elektrische Pumpe für Aquarien gemäß Anspruch 1 gelöst.

Eine bevorzugte erfindungsgemäße Ausführungsform wird nachstehend mittels eines nicht einschränkenden Beispiels unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert, in denen zeigen:

Fig. 1 eine elektrische Pumpe gemäß der Erfindung, die mit zwei Filtereinheiten ausgestattet ist;

Fig. 2 eine perspektivische Ansicht der Filtereinheit;

Fig. 3 einen Längsschnitt durch eine elektrische Pumpe gemäß der Erfindung, die mit einer einzigen Filtereinheit ausgestattet ist;

Fig. 4 die Pumpengehäuseabdeckung vom Inneren aus gesehen;

Fig. 5 die Abgabedüse von unten; und

Fig. 6 die Filtereinheit von unten.

Wie aus den Figur ersichtlich, umfaßt die erfindungsgemäße elektrische Pumpe, die mit einer Filtereinheit ausgestattet ist, im wesentlichen eine Grundplatte 2, die mit leicht nach außen konisch ausgestellten, seitlichen Rippen zum Einrasten eines Pumpengehäuses 6 und einer darunterliegenden Filtereinheit, die insgesamt mit 8 angegeben ist (siehe Fig. 3) und an ihrem hinteren Ende mit Saugnäpfen 10 zur Befestigung an den Innenwänden des Aquariums ausgestattet ist.

In dem Pumpengehäuse 6 ist abgedichtet ein Motor untergebracht, der einen Stator umfaßt, zwischen dessen Polelementen ein Rotor 12 angeordnet ist, der drehfest mit einem mit Schaufeln versehenen Flügelrad 14 verbunden ist.

Das Flügelrad 14 ist in einer zylindrischen Kammer 16 untergebracht, die an einer Abdeckung 18 ausgebildet ist, die einrastbar mit dem Pumpengehäuse verbunden ist und oben mit einer Abgabeöffnung 20 ausgestattet ist, der eine flache Abgabedüse 22 gegenüberliegt.

Die Abdeckung 18 ist im wesentlichen U-förmig und umfaßt in ihrem mittleren Bereich drei unter gleichen Winkeln beabstandete Öffnungen 24, die die Kammer 16, in der das Flügelrad untergebracht ist, mit einer weiteren Kammer 26 verbinden.

Innerhalb der Kammer 26 ist den Öffnungen gegenüberliegend eine Blende, die insgesamt mit 28 angegeben ist, vorgesehen, die aus einer Scheibe 30 mit drei unter gleichen Winkeln beabstandeten, radialen Öffnungen 32 ausgestattet ist, deren Form und Abmessungen im wesentlichen denjenigen der Öffnungen 24 der Abdeckung 18 entsprechen.

Die Scheibe 30 kann durch die Betätigung von Ansätzen zwischen zwei Endstellungen gedreht werden, wobei bei einer von ihnen die radialen Öffnungen 32 den radialen Öffnungen 24 der Abdeckung gegenüberliegen (maximales Ansaugen) und in der anderen die massiven Teile der Scheibe 30 den radialen Öffnungen 24 gegenüberliegen, um sie vollständig zu schließen (kein Ansaugen).

In die Abgabeöffnung 20 ist eine Hülse 36 starr mit der Abgabedüse 22 eingesetzt, die oben mit einer Venturidüse 38 ausgestattet ist, mit der ein Luftansaugrohr 40 in Eingriff steht.

Die Düse ist axial relativ zu dem Pumpengehäuse über einen Bogen von 180º drehbar und ist in dieser Auslenkung durch einen Ansatz (in der Zeichnung nicht gezeigt) begrenzt, der mit einem entsprechenden Sitz 42 in Eingriff steht, der an ihrer unteren äußeren Fläche vorgesehen ist.

Die Kammer 26 ist unten mit einer Öffnung 44 für die Verbindung mit einer weiteren Kammer 46 versehen, die außerhalb der Kammer 16 liegt, in der das Flügelrad 14 untergebracht ist, wobei die Kammer 46 an ihrer Unterseite eine Öffnung 48 aufweist, die sie mit einer Kammer 50 verbindet, die durch die obere Oberfläche der Filtereinheit 8 und die untere Oberfläche des Pumpengehäuses ausgebildet ist.

Die Filtereinheit 8 umfaßt eine im wesentlichen prismaförmige innen hohle Schale, die mit einer entfernbaren Abdeckung 52 versehen ist, um einen quaderförmigen Filterschwamm 54 einzusetzen und zu entfernen.

Diese prismaförmige Schale ist unten geschlossen, ihre innere Oberfläche 56, d. h. diejenige, die der Grundplatte gegenüberliegt, und ihre vordere Oberfläche 58 weisen eine Längsnut 60 bzw. 62 auf, derart, daß:

- die Nut 60 mit der Oberfläche der Grundplatte 2 einen Kanal 64 bildet;

- die äußere Nut 62 innerhalb der Schale, falls der quaderförmige Schwamm eingesetzt ist, zwei Längskanäle 66 begrenzt, die mit der Kammer 50 über zwei Löcher 68 in Verbindung stehen.

Ein weiteres Durchgangsloch 70 ist in der Filtereinheit in Übereinstimmung mit der Nut 60 vorgesehen.

Die elektrische Pumpe sieht auch die Verwendung eines weiteren Vorfilters 72 vor, der auch auf der Grundplatte 2 einrastet und im wesentlichen zur Waagrechten geneigt ist, so daß er leicht von außen gereinigt werden kann, selbst wenn die Einheit auf dem Boden des Aquariums angeordnet ist.

Die erfindungsgemäße elektrische Pumpe wird wie folgt verwendet.

Die Grundplatte 2 mit dem Pumpengehäuse 6, der Filtereinheit 8 und dem daran befestigten Vorfilter 72 werden an der gewählten Stelle innerhalb des Aquariums mit Hilfe der Saugnäpfe 10 befestigt. Während dieses Vorgangs muß sichergestellt werden, daß die Abgabeöffnung der Düse 22 unterhalb der Wasseroberfläche angeordnet wird und daß sich das obere Ende des Luftansaugrohrs 40 oberhalb der Wasseroberfläche befindet.

Die Düse 22 wird dann gedreht, um den Wasserstrahl in die gewünschte Richtung auszurichten.

Wenn der Motor mit Energie versorgt wird, beginnt sich der Rotor 12 zu drehen und dreht das Flügelrad 14. Auf diese Weise wird das in der Kammer 16 enthaltene Wasser durch die Zentrifugalwirkung dazu veranlaßt, durch die Abgabeöffnung 20 und die Abgabedüse 22 auszuströmen. Gleichzeitig saugt das Wasser Luft von außen über die Venturidüse an, um seine Sauerstoffkonzentration zu erhöhen. Gleichzeitig wird weiteres Wasser durch Ansaugen in die Filtereinheit 8 angesaugt, um für die notwendige Zirkulierung zu sorgen. Das durch Ansaugen angesaugte Wasser strömt durch die Schlitze 74 des unteren Vorfilters 72, steigt entlang des von der Filtereinheit 8 und der Grundplatte 2 gebildeten Kanals 64 nach oben, strömt durch die in der Filtereinheit vorgesehene Öffnung 70, strömt durch den Filterschwamm 54, und steigt entlang der Längskanäle 66 nach oben, füllt die Kammer 50, strömt durch die Öffnungen 48 und 44, füllt die Kammer 26 und tritt dann über die Öffnungen 24, 32 in die Kammer 16 ein, in der das Flügelrad untergebracht ist.

Wie angegeben, wird der Durchsatz durch das Drehen der Blende 30 reguliert, so daß deren Öffnungen 32 den Öffnungen 24 mehr oder weniger gegenüberliegen.

Wenn die Filtereinheit ausgetauscht werden muß, ist es nur notwendig, sie von der Grundplatte abzutrennen, indem man sie mit einer Hand ergreift und dann die neue Filtereinheit einsetzt.

Falls die Filtereinheit nur gereinigt werden muß, wird die Einheit von der Grundplatte abgetrennt, die Abdeckung 52 wird entfernt und der Schwamm wird aus der Schale zum Reinigen entnommen.

Der vorstehend beschriebene Vorgang bezieht sich auf eine Pumpe, die mit einer einzigen Filtereinheit ausgestattet ist. Fig. 1 zeigt eine Pumpe mit zwei identischen Filtereinheiten, in welchem Fall, das Wasser, das durch die Öffnung 66 der unteren Filtereinheit austritt, die von dem Boden der oberen Filtereinheit und der Abdeckung 52 der darunterliegenden Filtereinheit gebildete Kammer füllt, dann entlang des Kanals nach oben steigt, der von der oberen Oberfläche dieser Filtereinheit und der Oberfläche der Grundplatte gebildet wird.

Es ist aus Vorstehendem ersichtlich, daß die erfindungsgemäße elektrische Pumpe zahlreiche Vorteile aufweist, insbesondere:

- ermöglicht sie, daß der Filter äußerst leicht aufgrund seiner Einrastverbindung mit der Grundplatte gereinigt oder ausgetauscht werden kann;

- ermöglicht sie, daß der Wasserdurchsatz kontinuierlich aufgrund der Blendeneinrichtung geregelt wird;

- ermöglicht sie, daß ein Wasserstrom erzeugt wird, der demjenigen in einer natürlichen Umgebung für Fische aufgrund der Leichtigkeit, die Düse auszurichten, entspricht;

- ermöglicht sie, daß der Rotor leicht und bequem gereinigt werden kann, indem die U-förmige Abdeckung von dem Pumpengehäuse abgetrennt wird;

- sind ihre Herstellungskosten gering, da sie nur ein einziges Pumpengehäuse und eine einzige Filtereinheit benötigt, wobei die Grundplatte in Abhängigkeit von den unterzubringenden Filtereinheiten jegliche Länge aufweisen kann.


Anspruch[de]

1. Elektrische Pumpe für Aquarien mit Filtereinheit, die eine Grundplatte (2) mit Saugnäpfen (10) zur Befestigung an den senkrechten Wänden des Aquariums aufweist, wobei die Grundplatte mit seitlichen Rippen (4) zum Einrasten einer Pumpe (6) und mit wenigstens einer tiefer liegenden Filtereinheit (8) versehen, die auf der der Grundplatte zugewandten Seite eine senkrechte Rille (62) für die Wasserzirkulation aufweist.

2. Elektrische Pumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die seitlichen rippen (4) leicht nach außen ausgestellt sind.

3. Elektrische Pumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Pumpe ein Pumpengehäuse (6) zur Aufnahme des Motors mit dem Rotor (12) und eine abnehmbare Abdeckung (18) aufweist, die in das Gehäuse einrastet, wodurch eine Kammer (16) zur Aufnahme des Flügelrades (14) gebildet wird.

4. Elektrische Pumpe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß oben an der Kammer (16) eine Abflußöffnung (20) vorgesehen ist, in die eine flache Ausflußdüse (22) eingesetzt ist.

5. Elektrische Pumpe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die abnehmbare Abdeckung (18) mit einem Verschluß (30) mit einer einstellbaren Öffnung versehen ist.

6. Elektrische Pumpe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Sauerstoffanreicherung an der Ausflußdüse (22) ein Venturirohr angeordnet ist.

7. Elektrische Pumpe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Düse (22) relativ zu dem Pumpengehäuse (6) in axialer Richtung drehbar ist.

8. Elektrische Pumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Filtereinheit (8) eine im wesentlichen prismaförmige Schale aufweist, in der ein Filterschwamm (54) aufgenommen ist und die mit einer abnehmbaren Abdeckung (52) versehen ist.

9. Elektrische Pumpe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die prismaförmige Schale im unteren Bereich geschlossen ist und ihre innere Oberfläche (65) und ihre vordere Oberfläche (58) entsprechende Rillen (60, 62) in Längsrichtung aufweisen.

13. Elektrische Pumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine Vorfiltereinheit (72) aufweist, die in die Grundplatte einrastbar ist.

11. Elektrische Pumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie zwei oder mehr identische Filtereinheiten aufweist.







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