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Dokumentenidentifikation DE19726122C2 07.03.2002
Titel Vorrichtung zum Abfräsen von Bodenbelägen, insbesondere Fahrbahnen
Anmelder Wirtgen GmbH, 53578 Windhagen, DE
Erfinder Simons, Dieter, 53567 Buchholz, DE;
Busley, Peter, 56594 Willroth, DE;
Ley, Herbert, 53562 St Katharinen, DE
Vertreter Patentanwälte von Kreisler, Selting, Werner et col., 50667 Köln
DE-Anmeldedatum 20.06.1997
DE-Aktenzeichen 19726122
Offenlegungstag 28.01.1999
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 07.03.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.03.2002
IPC-Hauptklasse E01C 23/088

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abfräsen von Bodenflächen, insbesondere Fahrbahnen, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Derartige Vorrichtungen werden auch als Frontladerfräsen bezeichnet. Eine derartige Frontladerfräse ist beispielsweise aus der DE 39 03 482 A1 bekannt. Die bekannten Fräsmaschinen weisen ein selbstfahrendes Fahrwerk mit einem Vorderradpaar und einem Hinterradpaar auf. Das Fahrwerk trägt einen Maschinenrahmen, in dem eine Fräswalze quer zur Fahrtrichtung gelagert ist. Um einen möglichst vollständigen Abtransport des abgefrästen Materials zu erreichen, ist die Fräswalze in der Regel von einem Gehäuse umgeben, bei dem die in Fahrtrichtung weisende Wand als Abdeckschild mit einer Durchtrittsöffnung für das abgefräste Material ausgebildet ist. Das von der Fräswalze abgearbeitete Material wird von der Fräswalze auf ein erstes Transportband abgeworfen, das das abgearbeitete Material am vorderen Ende der Fräsmaschine auf ein Abwurfband überträgt, das zum Transport auf eine Ladefläche eines Lastkraftwagens in der Neigung und seitlich verschwenkbar ist.

Die Fräswalze ist mit Meißelwerkzeugen bestückt, die eine Förderwendel bilden, die das abgefräste Material zur Durchtrittsöffnung des Abdeckschildes transportiert.

Das erste Transportband vor der Fräswalze kann leicht aufgrund aufbrechender Bodenplatten beschädigt werden, wobei die Reparatur des Transportbandes den Ausbau der Fördereinrichtung erfordert. Aus- und Einbau der Fördereinrichtung ist sehr arbeits- und zeitaufwendig. Desweiteren werden mehrere Personen zur Durchführung dieser Arbeiten benötigt.

Die aus der WO 95/16826 bekannte Vorrichtung zum Abfräsen von Bodenoberflächen arbeitet als Frontladerfräser oder als Kaltrecycler in Verbindung mit einem Deckenfertiger.

In der Funktion als Frontladerfräse ist ein erstes Schild abgesenkt und dient zum Abziehen der abgefrästen Oberfläche. Das zweite höhenverstellbare Schild ist dabei in einer inaktiven angehobenen Position, in der kein Bodenkontakt besteht.

Die Fördereinrichtung wird von einem Rahmen gehalten, der an seinem der Fräswalze zugewandten Ende eine Halterung aufweist, die ihrerseits an der Hubeinrichtung befestigt ist, die zugleich auch das Schild anheben kann. An der Platte ist ein Abziehblech angeordnet, das dazu dient, die abgearbeitete Oberfläche im Kaltrecyclerbetrieb zu glätten.

In der angehobenen Position (bei Frontladerbetrieb) ist das Schild mit dem Abziehblech ohne Bodenkontakt und daher nicht in der Lage, wirksam das Transportband vor den im Gegenlaufbetrieb der Fräswalze aufbrechenden scharfkantigen Bodenplatten zu schützen. Desweiteren erfolgt der Aus- und Einbau der Fördereinrichtung in herkömmlicher Weise, so daß die erforderlichen Arbeiten im Falle der Beschädigung des Förderbandes sehr arbeits- und zeitaufwendig sind.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Abfräsen von Bodenoberflächen zu schaffen, bei der einerseits die Fördereinrichtung besser gegen Beschädigungen geschützt ist und andererseits die Fördereinrichtung mit geringstem Personal- und Zeitaufwand aus- und einbaubar ist.

Zur Lösung dieser Aufgabe dienen die Merkmale des Anspruchs 1.

Die Erfindung sieht in vorteilhafter Weise vor, daß die Halterung für das fräswalzenseitige Ende der Fördereinrichtung aus einem Bandschuh besteht, der zur Anpassung an die Frästiefe höhenverstellbar ist. Dabei liegt der Bandschuh stets auf der Bodenoberfläche auf und schützt mit seinem horizontalen Rost und mit den vertikalen, den Rost einfassenden, nach oben abstehenden Seitenwänden, vor allem die Unterseite des Förderbandes gegen scharfkantige aufbrechende Bodenplatten im Gegenlaufbetrieb der Fräswalze. Der Rost arbeitet dabei als Niederhalter für die aufbrechenden Bodenplatten.

Der Bandschuh dichtet das Förderband nach unten und seitlich ab. Desweiteren kann die Fördereinrichtung über einander angepaßte Führungs- und Kopplungseinrichtungen in leichter Weise in den Bandschuh eingehängt werden und mit geringstem Montageaufwand von dem Bandschuh gelöst werden. Im Falle der Beschädigung ergeben sich dadurch erheblich verkürzte Montage- und Demontagezeiten für die Fördereinrichtung. Die wesentlichen Vorteile des Bandschuhs liegen daher einerseits in dem Schutz der Fördereinrichtung vor Beschädigung und andererseits in der in den Bandschuh integrierten Führung des unteren Endes der Fördereinrichtung.

Die Erfindung sieht also in vorteilhafter Weise vor, daß das fräswalzenseitige Ende der Fördereinrichtung in einem am Maschinenrahmen höhenverstellbar befestigten Bandschuhe leicht lösbar gelagert ist, und daß der Bandschuh und die Fördereinrichtung einander angepaßte Führungs- und Kopplungseinrichtungen aufweisen. Der im Längsschnitt in etwa L-förmige Bandschuh weist eine leicht demontierbare Lagerung für das hintere Ende der Fördereinrichtung auf und ermöglicht dadurch bei Reparaturarbeiten erheblich verkürzte Montage- und Demontagezeiten für die Fördereinrichtung.

Gleichzeitig wird die Fördereinrichtung besser zur Bodenoberfläche und zur Fräswalze hin gegen Beschädigung geschützt, so daß im geringeren Umfang Reparaturarbeiten anfallen.

Der Bandschuh besteht aus dem vertikalen Wandelement mit Durchtrittsöffnung, einem am unteren Ende des Wandelementes in Fahrtrichtung horizontal abstehenden Rost, sowie parallel zur Fördereinrichtung verlaufenden, den Rost einfassenden nach oben abstehenden Seitenwänden, zwischen denen das fräswalzenseitige Ende der Fördereinrichtung schwenkbar gelagert ist. Während das vertikale Wandelement des Bandschuhs die Funktion eines vertikalen Schildes hat, dient der Rost als Stütz-, Gleit- und Niederhalteelement, das auf der Bodenfläche aufliegt. Die Seitenwände ermöglichen eine Führung und Lagerung des hinteren, fräswalzenseitigen Endes der Fördereinrichtung. Dabei ist die Fördereinrichtung schwenkbar zwischen den Seitenwänden des Bandschuhs gelagert.

Eine Durchtrittsöffnung in einem vertikalen Wandelement des Bandschuhs wirkt mit der Durchtrittsöffnung des Abdeckschildes zusammen. Die Durchtrittsöffnung des in Abhängigkeit von der Frästiefe höhenverstellbaren Bandschuhs ist relativ zu der Fördereinrichtung stets in der gleichen Lage, so daß für den Abtransport des abgefrästen Materials durch die Fördereinrichtung optimale Bedingungen bestehen.

Die Führungs- und Kopplungseinrichtung der Fördereinrichtung bestehen beispielsweise aus seitlich überstehenden Führungsbolzen, die eine Schwenkbarkeit der Fördereinrichtung zulassen.

Die Fördereinrichtung kann unter einem Neigungswinkel zur Horizontalen nach oben verlaufen, wobei die Führungseinrichtungen des Bandschuhs an den Seitenwänden aus unter dem Neigungswinkel der Fördereinrichtung verlaufenden Führungselementen bestehen. Die Führungseinrichtung des Bandschuhs bilden somit eine Verlängerung der Führungseinrichtungen des Maschinenrahmens für die Fördereinrichtung.

Vorzugsweise ist vorgesehen, daß die Seitenwände an dem fräswalzenseitigen Ende der Führungselemente Aufnahmeeinrichtungen für die Führungsbolzen der Fördereinrichtung aufweisen, in denen die Führungsbolzen arretierbar sind und die gleichzeitig als Endanschlag für die Fördereinrichtung dienen. Der Bandschuh dient somit zugleich als Führungs- und Verriegelungseinrichtung.

Alternativ kann die Fördereinrichtung beweglich in dem Bandschuh geführt und gelagert sein und mittels einer Zugfeder gegen einen Anschlag am Bandschuh in Richtung auf die Fräswalze vorgespannt sein. Hierzu weist der Bandschuh ein Längslager auf.

Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel bestehen die Führungselemente der Seitenwände aus einer unter dem Neigungswinkel der Fördereinrichtung verlaufenden Führungsfläche an der Oberkante der Seitenwände. Die Führungsbolzen der Fördereinrichtung können auf diesen Führungsflächen in die Anschlag- und Arretierposition an dem Bandschuh gleiten. Andererseits stützen die Führungsflächen an dem Bandschuh das hintere Ende der Fördereinrichtung beim Herausziehen aus dem Maschinenrahmen so lange ab, bis die Fördereinrichtung ausreichend von dem Maschinenrahmen gestützt wird.

Alternativ können die Führungselemente an den Seitenwänden aus den Führungsbolzen der Fördereinrichtung angepaßten Schienen oder Nuten bestehen, die unter dem Neigungswinkel der Fördereinrichtung verlaufen.

Der Maschinenrahmen weist einen unter dem Neigungswinkel der Fördereinrichtung verlaufenden Schacht auf, in dem die Fördereinrichtung mit Hilfe einer Schienen-Rollenpaarung in die Endlager am Bandschuh einführbar ist. Dabei sind die Schienen vorzugsweise an dem Schacht des Maschinenrahmens und die Führungsrollen an der Fördereinrichtung angeordnet.

Besonders bevorzugt werden die axial äußeren Bereiche der Stützwalzen für den unteren Trum eines Transportbandes der Fördereinrichtung gleichzeitig als Führungsrollen für die Fördereinrichtung verwendet.

Dabei liegen die Stützwalzen bzw. die Führungsrollen in der Endposition der Fördereinrichtung in dem Bandschuh nicht mehr auf den Führungsschienen im Schacht des Maschinenrahmens auf.

Der Bandschuh weist an seiner Vorderseite ein schiffsbugförmiges Schild auf, das den Bandschuh vor Beschädigungen schützt.

In dem Bandschuh können quer zu den Seitenwänden verlaufende Versteifungsrippen vorgesehen sein, die dem Bandschuh eine hohe Stabilität geben und die Roststäbe des Rostes untereinander verbinden.

Die Fördereinrichtung weist an ihrem vorderen, der Fräswalze abgewandten Ende zwei weitere seitlich überstehende Führungsbolzen auf, die in dem Schacht in ein Längslager einführbar sind, wenn die Führungseinrichtung in den Bandschuh eingeführt ist. Dabei wird die Fördereinrichtung angehoben, so daß die Führungsrollen der Fördereinrichtung nicht mehr auf den Führungsschienen in dem Schacht des Maschinenrahmens aufliegen. Das Längslager läßt auch eine begrenzte Bewegung der Fördereinrichtung zu, beispielsweise, wenn die Fördereinrichtung mit Hilfe einer Zugfeder gegen einen Anschlag im Bandschuh gehalten wird oder wenn die Fördereinrichtung infolge einer Frästiefenverstellung verstellt wird.

Im folgenden wird unter Bezugnahme auf die Zeichnungen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert.

Es zeigen:

Fig. 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Abfräsen von Bodenoberflächen,

Fig. 2a eine schematische Darstellung der Position des Bandschuhs innerhalb des Maschinenrahmens relativ zur Fräswalze,

Fig. 2b eine Fördereinrichtung mit Transportband, die in den Bandschuh einführbar ist,

Fig. 3 eine Zwischenposition bei der Montage der Fördereinrichtung,

Fig. 4 die Fördereinrichtung in einer Endposition im Bandschuh, und

Fig. 5 eine Draufsicht entlang der Linie V-V in Fig. 4.

Eine Vorrichtung zum Abfräsen von Bodenoberflächen 2, insbesondere Fahrbahnen aus Asphalt, Beton o. dgl. mit einem Fahrwerk 4, das einen Maschinenrahmen 6 trägt und eine an dem Maschinenrahmen 6 gelagerten Fräswalze 8, die sich quer zur Fahrtrichtung zwischen den Hinterrädern 5 des Fahrwerks 4 erstreckt, ist in Fig. 1 gezeigt. Die Einstellung der Frästiefe erfolgt mit Hilfe der Höhenverstellung der Hinterräder 5. Derartige Maschinen werden auch als Frontladerfräsmaschine bezeichnet, da sie das abgefräste Material in Fahrtrichtung nach vorne auf Transportfahrzeuge transportieren. In Fahrtrichtung vor der Fräswalze 8 ist eine erste Fördereinrichtung 10 mit einem Transportband 12 angeordnet, die unter einem Neigungswinkel in dem Maschinenrahmen 6 angeordnet ist und das abgefräste Material auf eine zweite Förderereinrichtung 14 mit einem weiteren Transportband 15 überträgt. Die zweite Transporteinrichtung 14 ist über einen verstellbaren Neigungswinkel höhenverstellbar und kann zusätzlich seitlich um beispielsweise ±30° verschwenkt werden, so daß neben der Fahrspur der Frontladerfräsmaschine stehende Transportfahrzeuge beladen werden können.

Um einen möglichst vollständigen Abtransport des abgefrästen Materials zu erreichen, ist die Fräswalze 8 in der Regel von einem Gehäuse umgeben, bei dem die in Fahrtrichtung weisende Wand als Abdeckschild 20 mit Durchtrittsöffnung 22 für das abgefräste Material ausgebildet ist. Die Durchtrittsöffnung 22 hat relativ zur Fräswalze 8 auch bei unterschiedlichen Frästiefeneinstellung stets die gleiche Position.

Die Fräswalze 8 ist mit wendelförmig angeordneten Meißelwerkzeugen versehen, die so angeordnet sind, daß das abgefräste Material zur Durchtrittsöffnung 22 in dem Abdeckschild 20 transportiert wird.

Am Maschinenrahmen 6 ist ein Bandschuh 16 in einer Vertikalführung 26, 27 geführt höhenverstellbar befestigt. Die Vertikalführung besteht aus einem vertikal von dem Maschinenrahmen 6 nach unten abstehenden Blech 27, das zwischen einem Seitenwandelement 29 des Bandschuhs 16 und einem an dem Wandelement 21 befestigten vertikalen Führungselement 26 eingreift. Zur Höhenverstellung des Bandschuhs 16 ist eine an dem Maschinenrahmen 6 befestigte Kolbenzylindereinheit 17 vorgesehen. Mit Hilfe dieser Kolbenzylindereinheit kann der Bandschuh in Vertikalrichtung angehoben werden, um beispielsweise Hindernisse zu überwinden. Dabei kann der Bandschuh 16 nicht nach unten gedrückt werden, sondern nur bei Bedarf angehoben werden. Bei Erhöhung der Frästiefe stellt sich die Position des Bandschuhs 16 durch den Bodenkontakt selbsttätig ein.

Der Bandschuh 16 nimmt das fräswalzenseitige Ende der Fördereinrichtung 10 auf und bis in eine Endanschlagsposition in dem Bandschuh, wo das untere Ende der Fördereinrichtung schwenkbar, gelagert ist. Dabei kann vorgesehen sein, daß die Fördereinrichtung 10 längs von Führungseinrichtungen 40 in Längsrichtung der Fördereinrichtung 10 beweglich bleibt. Die Fördereinrichtung 10 verbleibt aufgrund des Eigengewichts in der Endposition im Bandschuh 16, kann aber zusätzlich fixiert werden oder mit einer Zugfeder 62 unter Vorspannung gegen den Anschlag gehalten werden.

Der Bandschuh 16 besteht aus einem vertikalen, an dem Abdeckschild 20 anliegenden Wandelement 21 mit einer Durchtrittsöffnung 23, einem am unteren Ende des Wandelementes 21 in Fahrtrichtung horizontal abstehenden Rost 28, sowie parallel zur Fördereinrichtung 10 verlaufenden, nach oben abstehenden Seitenwände 32, zwischen denen das fräswalzenseitige Ende der Fördereinrichtung 10 schwenkbar gelagert ist.

Die Durchtrittsöffnung 23 des Wandelementes 21 wirkt mit der Durchtrittsöffnung 22 des Abdeckschildes 20 derart zusammen, daß die Höhe der Durchtrittsöffnungen für das abgefräste Material stets konstant und unabhängig von der Frästiefe bleibt, wobei die Durchtrittsöffnung 23 des Wandelementes 21 die entsprechend der Frästiefe konstante Durchtrittshöhe relativ zu der Fördereinrichtung sicherstellt.

Die Führungs- und Kopplungseinrichtung der Fördereinrichtung 10 besteht vorzugsweise aus seitlich und quer zur Fahrtrichtung überstehenden Führungsbolzen 36, die den Führungseinrichtungen 40, 44 des Bandschuhs 16 angepaßt sind.

Der Bandschuh 16 weist als Führungseinrichtung eine unter dem Neigungswinkel der Fördereinrichtung 10 verlaufende Führungsfläche 40 auf, deren Länge so bemessen ist, daß beispielsweise bei der Demontage der Fördereinrichtung, diese zumindest so lange am hinteren Ende abgestützt ist, bis andere Stützelemente in einem Schacht 46 des Maschinenrahmens 6 im Eingriff sind.

An dem der Fräswalze 8 zugewandten Ende der Führungsfläche 40 ist eine Bolzenaufnahme 44 aus einer in etwa halbkreisförmigen Aussparung angeordnet, die als Endanschlag für die Fördereinrichtung 10 dient.

Abweichend von der Darstellung in den Fig. 2a und 3 kann die Bolzenaufnahme 44 aus einer längeren, parallel zu der Führungsfläche 40 verlaufenden, einseitig offenen Nut bestehen, so daß eine Längsführung der Führungsbolzen 36 möglich ist, ohne daß die Fördereinrichtung in Horizontalrichtung abheben kann. Da die Führungsbolzen 36 eine runde Querschnittsform haben, kann die Führungseinrichtung 10, z. B. bei Änderung der Frästiefe relativ zum dem Bandschuh 16 verschwenkt werden.

Die Führungsbolzen 36 können an der Bolzenaufnahme 44 gesichert werden, indem Scheiben 47 auf die Führungsbolzen 36 aufgeschoben werden und mit Schrauben 45 über bzw. unter der Bolzenaufnahme 44 mit dem Bandschuh 16 verschraubt werden.

Alternativ zu den Führungsflächen 40 können an den Seitenwänden 32 des Bandschuhs 16 Schienen oder Nuten zur Aufnahme der Führungsbolzen 26 vorgesehen sein.

Das untere Ende der Fördereinrichtung 10 kann mit Hilfe einer Zugfeder 62 in der Endposition der Bolzenaufnahme 44 gehalten werden, wobei die Fördereinrichtung 10 längsverschiebbar auf den Führungsflächen 40 aufliegt.

Der Rost 28 des Bandschuhs 16 kann je nach Ausbildung als Niederhalter oder als Gleitschuh dienen. Im Inneren des Bandschuhs können quer zu den Seitenwänden 32 verlaufende Versteifungsrippen 70 vorgesehen sein, um die Belastungsfähigkeit des Bandschuhs 16 zu erhöhen und um die Roststäbe 71 des Rostes zu halten.

In dem Schacht 46 des Maschinenrahmens 6 sind Schienen 52 zur Führung der Fördereinrichtung 10 bei der Montage und Demontage angeordnet, die mit Führungsrollen 54 der Fördereinrichtung 10 zusammenwirken. Die sich quer zur Fördereinrichtung 10 erstreckenden Führungsrollen 54 dienen gleichzeitig als Stützwalzen für den unteren Trum 58 des Transportbandes 12 der Fördereinrichtung 10. Es sind insgesamt drei Stützwalzen 54 auf der Unterseite der Fördereinrichtung 10 angeordnet, deren Abstand so gewählt ist, daß die Fördereinrichtung 10 beim Einschieben in den Schacht 46 des Maschinenrahmens zumindest so lange geführt ist, bis die hinteren Führungsbolzen 36 auf den Führungsflächen 40 an den Oberkanten der Seitenwände 32 aufliegen. Am vorderen Ende der Fördereinrichtung 10 sind weitere seitlich überstehende Führungsbolzen 38 vorgesehen, die in dem Schacht 46 in beiderseits der Fördereinrichtung 10 angeordneten Längslagern 48 einführbar sind, wenn die Führungseinrichtung 10 in dem Bandschuh 16 eingeführt ist. Die Längslager 48 lassen ein Verschwenken der Fördereinrichtung im Rahmen der Höhenverstellung des Bandschuhs zu und ermöglichen dabei den Längenausgleich. Gleichzeitig heben sie die Fördereinrichtung 10 so an, daß die Stützwalzen 54 von den Schienen 52 abgehoben werden, so daß sie sich zur Stützung des unteren Trums 58 des Transportbandes 12 frei drehen können.

Die Fördereinrichtung 10 kann aufgrund der schnellösbaren Lagerung an dem Bandschuh 16 und den im Schacht 46 vorgesehenen Führungen von einer einzigen Person mit Hilfe eines Kranes ein- und ausgebaut werden. Da die Führungs- und Kopplungseinrichtung an dem Bandschuh 16 eine schnelle Montage oder Demontage des hinteren Endes der Fördereinrichtung zulassen, können Reparaturen und Wartungsarbeiten in sehr kurzer Zeit von nur einer Person durchgeführt werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Abfräsen von Bodenoberflächen (2), insbesondere Fahrbahnen, mit einem Fahrwerk (4), das einen Maschinenrahmen (6) trägt, einer in dem Maschinenrahmen (6) gelagerten Fräswalze (8), die sich quer zur Fahrtrichtung erstreckt, mindestens einer in Fahrtrichtung vor der Fräswalze (8) angeordneten Fördereinrichtung (10) zum Abtransport des abgefrästen Materials, und mit einer sich quer zur Fahrtrichtung zwischen der Fräswalze (8) und der Fördereinrichtung (10) erstreckenden höhenverstellbaren Schildanordnung, an der das fräswalzenseitige Ende der Fördereinrichtung (10) in einer am Maschinenrahmen (6) höhenverstellbar befestigten Halterung (16) schwenkbar gelagert ist, und mit einem vertikalen Abdeckschild (20) mit einer Durchtrittsöffnung (22) für das abgefräste Material, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung aus einem zur Anpassung an die Frästiefe höhenverstellbaren Bandschuh (16) besteht, der aus einem vertikalen Wandelement (21) mit einer Durchtrittsöffnung (23), einem am unteren Ende des Wandelementes (21) in Fahrtrichtung abstehenden horizontalen Rost (28), sowie parallel zur Fördereinrichtung (10) verlaufenden, den Rost (28) einfassenden, nach oben abstehenden Seitenwänden (32) besteht, zwischen denen das fräswalzenseitige Ende der Fördereinrichtung (10) leicht lösbar gelagert ist, wobei der Bandschuh (16) und die Fördereinrichtung (10) einander angepaßte Führungs- und Kopplungseinrichtungen (36, 40, 44) aufweisen.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Durchtrittsöffnung (23) in einem vertikalen, an dem Abdeckschild (20) anliegenden Wandelement (21) des Bandschuhs (16) mit der Durchtrittsöffnung (22) des Abdeckschildes (20) an der Fräswalze (8) zusammenwirkt.
  3. 3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungs- und Kopplungseinrichtungen der Fördereinrichtung (10) aus seitlich überstehenden Führungsbolzen (36) bestehen.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördereinrichtung (10) unter einem Neigungswinkel zur Horizontalen nach oben verläuft, und daß die Führungseinrichtungen des Bandschuhs (16) an den Seitenwänden (32) aus unter dem Neigungswinkel der Fördereinrichtung (10) verlaufenden Führungselementen (40) bestehen.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwände (32) an dem fräswalzenseitigen Ende der Führungselemente (40) Aufnahmeeinrichtungen (44) für die Führungsbolzen (36) der Fördereinrichtung (10) aufweisen, in denen die Führungsbolzen (36) arretierbar sind und die gleichzeitig als Endanschlag für die Fördereinrichtung (10) dienen.
  6. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördereinrichtung (10) beweglich in dem Bandschuh (16) geführt und gelagert ist und mittels einer Zugfeder (62) gegen einen Anschlag am Bandschuh (16) in Richtung auf die Fräswalze (8) vorgespannt ist.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungselemente der Seitenwände (32) aus unter dem Neigungswinkel der Fördereinrichtung verlaufenden Führungsflächen (40) an den Oberkanten der Seitenwände (32) bestehen.
  8. 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungselemente der Seitenwände aus den Führungsbolzen (36) der Fördereinrichtung (10) angepaßten Schienen oder Nuten bestehen, die unter dem Neigungswinkel der Fördereinrichtung (10) verlaufen.
  9. 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Maschinenrahmen (6) einen unter dem Neigungswinkel der Fördereinrichtung (10) verlaufenden Schacht (46) aufweist, in dem die Fördereinrichtung (10) mit Hilfe einer Schienen-Rollenpaarung (50) in die Endlage am Bandschuh (12) einführbar ist.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Schacht (46) des Maschinenrahmens (6) Schienen (52) und an der Fördereinrichtung (10) Führungsrollen (54) angeordnet sind.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördereinrichtung (10) ein Transportband (11) aufweist, und daß die Führungsrollen (54) der Fördereinrichtung (10) gleichzeitig als Stützrollen für den unteren Trum (58) des Transportbandes (12) dienen.
  12. 12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Bandschuh (16) an der Vorderseite ein schiffsbugförmiges Schild (66) aufweist.
  13. 13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Bandschuh (16) quer zu den Seitenwänden (32) verlaufende Versteifungsrippen (70) zum Halten der Roststäbe aufweist.
  14. 14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördereinrichtung (10) an ihrem vorderen, der Fräswalze (8) abgewandten Ende, zwei weitere seitlich überstehende Führungsbolzen (38) aufweist, die in dem Schacht (46) in beiderseits der Fördereinrichtung (10) angeordneten Längslagern (48) einführbar sind, wenn die Führungseinrichtung (10) in den Bandschuh (16) eingeführt ist.






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