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Verfahren und eine Maschine zum Mähen von Hanf oder dergleichen - Dokument DE10042867A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE10042867A1 21.03.2002
Titel Verfahren und eine Maschine zum Mähen von Hanf oder dergleichen
Anmelder Kranemann, Hans-Helmuth, 17194 Klocksin, DE
Erfinder Kranemann, Hans-Helmuth, 17194 Klocksin, DE;
Scheppat, Reinhard, 17214 Nossentiner Hütte, DE
Vertreter Jaap, R., Pat.-Anw., 19370 Parchim
DE-Anmeldedatum 30.08.2000
DE-Aktenzeichen 10042867
Offenlegungstag 21.03.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.03.2002
IPC-Hauptklasse A01D 45/06
IPC-Nebenklasse A01D 61/00   
Zusammenfassung Bekannt sind Verfahren und Maschinen, bei denen der Hanf nach dem Schneiden in seiner aufrechten Stellung transportiert, geteilt und lose im Schwad abgelegt wird. Es gibt aber Probleme, den Hanf nach dem Schneiden in der aufrechten Stellung zu halten.
Es wird daher verfahrensseitig vorgeschlagen, den Hanf spätestens beim Schneiden zu erfassen und auf der Linie und in Richtung des Schnittes zu transportieren, wobei die Schnittgeschwindigkeit größer als die Transportgeschwindigkeit ausgelegt ist. Eine entsprechende Maschine besteht aus zwei drehbaren, aufrechtstehenden und mit Abstand parallel zueinander ausgerichteten Mähsäulen (6) mit einem gemeinsamen Einzugsraum (7) und einem gemeinsamen Ausstoßraum (8). Die Mähsäulen (6) besitzen in der Hauptsache eine untere Mäheinheit (13) und mindestens eine höher liegende Mitnehmereinheit (14, 15).

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Mähen von Hanf nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und eine entsprechende Maschine zum Mähen von Hanf nach dem Oberbegriff des Anspruchs 3.

Solche Verfahren und Maschinen werden zur Ernte zum Beispiel von Hanf in landwirtschaftlichen Produktionsbetrieben eingesetzt.

Hanf gehört zu den wichtigen natürlich nachwachsenden Rohstoffen, weil seine Bestandteile in vielfältiger Weise nutzbar sind. So werden seine Körner im Lebensmittelbereich, in der Kosmetik, in der Medizin oder auch als Tierfutter verwendet. Die aus dem Halm gewonnene Faser zeichnet sich durch eine hohe Festigkeit aus und wird daher in erster Linie für technische Gewebe und Seile eingesetzt. Der Faserbereich mit seinen Fasern und Schäben kommt dagegen hauptsächlich in der Auto-, Textil- und Papierindustrie zum Einsatz. Die Schäben werden zu Dämmstoffen in der Bauindustrie weiterverarbeitet oder auch als Tiereinstreu benutzt.

Es gibt aber große Probleme bei der Ernte von Hanf. So sind allgemein bekannte Halmfruchernteverfahren für die Hanfernte manuell zu aufwendig, oder es gibt aus den unterschiedlichsten Gründen Qualitätseinbußen bei den Körnern oder bei der Faser.

So ist beispielsweise aus der DE 197 15 552 C1 ein Schneid- und Entschäbungssystem für Hanfpflanzen bekannt, bei dem die Hanfpflanzen durch ein vorgelagertes Schneidwerk gemäht und nachfolgend durch querliegende Einzugswalzen aufgenommen und mit Hilfe einer ebenfalls querliegenden Schneid- und Entschäbungstrommel geklopft und auf Länge geschnitten und abschließend im Schwad abgelegt werden.

Dieses Verfahren führt zunächst zu einer verlustreichen Körnerernte, da ein hoher Anteil der Körner bereits während des Mähens und des Einzuges herausfällt. Außerdem führt diese Verfahrensweise zu einem stark verdichteten Schwad, der zu weiteren Nachteilen führt. So bietet eine hohe Verdichtung nur ungenügende Vorraussetzungen für eine Trocknung und Tauröste der Halme und zu einer schlechten Nachreifung der Körner. Zur Eindämmung dieser Nachteile muss der Schwad durch mehrmaliges und zusätzliches Wenden nachbehandelt werden, was aber zu einer erheblichen Verteuerung dieses Ernteverfahrens führt.

Aus der EP 0 941 649 A2 des Anmelders wurde nun ein neues Verfahren zur Ernte von Hanf bekannt, bei dem die Hanfpflanzen in ihrer aufrechten Stellung unmittelbar über dem Erdboden gemäht, in ihrer aufrechten Stellung von Förderern erfasst und weitertransportiert und ebenfalls in ihrer aufrechten Stellung von einem Teilungsschneid- und Quetschwerk in mehreren Längen geschnitten und abschließend in einem Schwad abgelegt werden. Dieses neue Verfahren beseitigt die bekannten Nachteile und zeichnet sich darüber hinaus durch eine Reihe von Vorteilen aus. So kommt es durch eine besondere Aufteilung der Schnittlängen der Hanfpflanzen und durch eine besondere Arbeitsfolge zu einem lockeren Aufbau des Schwades, bei dem die blattlosen Stengel zuunterst, die blättertragenden Mittelteile in der Mitte und die körnertragenden Spitzen der Hanfpflanzen zuoberst zu liegen kommen. Dieser lockere Schwad kann gut durchlüften und sich gut mit Tau benetzen und so gut nachreifen und feldrösten.

Die in der gleichen Fundstelle erkennbare Maschine zur Durchführung des neuen Mähverfahrens besteht aus einem vorgelagerten Mähbalken, dem sich eine schmaler werdende und zum Teilungsschneid- und Quetschwerk führende Transportstrecke anschließt.

Es hat sich nun inzwischen gezeigt, dass es mit diesem Verfahren und mit dieser Maschine noch nicht durchgehend gelingt, die geschnittenen Halme über die erforderliche Transportstrecke bis hin zum nachgeschalteten Teilungsschneidwerk in der aufrechten Stellung zu halten. Das ist einfach darauf zurückzuführen, dass das vorangestellte Schneidwerk aus Effektivitätsgründen einen großen Schnittbereich aufweisen muss und daher die seitlich angeordneten Förderelemente der Transportstrecke zwangsläufig zu weit von den einzelnen Hanfpflanzen entfernt positioniert sind. Die Halme fallen zum großen Teil noch vor der nachfolgenden Zerteilung um und lassen so den angestrebten Vorteil nicht eintreten.

Obendrein ist eine solche Maschine relativ kompliziert und aufwendig.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, das neue Verfahren zum Mähen von Hanf oder dergleichen in der aufrechten Stellung der Halme dahingehend weiter zu entwickeln, dass die über einen großen Schnittbereich gemähten Halme über die gesamte Transportstrecke in ihrer aufrechten Stellung verbleiben und eine nach diesem Verfahren arbeitende Maschine zum Mähen von Hanf auszubilden.

Diese Aufgabe wird verfahrensmäßig durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 gelöst. Eine zweckmäßige Ausgestaltung des Verfahrens ergibt sich aus dem Unteranspruch 2.

Vorrichtungsseitig wird die Aufgabe durch die kennzeichnende Merkmale des Anspruchs 3 gelöst, wobei weiterführende zweckmäßige Ausführungen in den Unteransprüchen 4 bis 11 aufgezeigt sind.

Die Erfindung beseitigt die genannten Nachteile des Standes der Technik.

Sowohl das Verfahren als auch die Maschine gewährleisten zunächst eine äußerst schonende Behandlung der Hanfpflanze bei der Ernte bis zur Ablage auf ein Schwad. Das wirkt sich insbesondere vorteilhaft auf den Ertrag der Körner aus. Dazu werden die geernteten Hanfpflanzen in einem lockeren Schwad abgelegt, so dass der Schwad sehr gut belüftet und mil Tau versorgt wird. Das fördert die Feldröste und die Nachreifung der Körner.

Besonders zweckmäßig ist dabei die Realisierung der aufrechten Stellung der Hanfpflanzen durch relativ einfachen Mittel, nämlich mit einfachen Mitnehmerstiften und besonderen Drehgeschwindigkeiten und Drehrichtungen der drehenden Elemente.

Es ist vorteilhaft, wenn beide Mähsäulen antreibbar und mit einem Mähwerk und mit Mitnehmereinheiten ausgerüstet sind. Das erhöht die Mähleistung der Maschine. Es ist aber auch möglich, nur eine Mähwalze in der beschriebenen Art auszubilden und die zweite Mähwalze lediglich als Gegenstück frei mitlaufen zulassen.

Die Erfindung soll anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert werden. Dazu zeigen

Fig. 1 eine Draufsicht einer Verfahreinheit mit der erfindungsgemäßen Mähmaschine,

Fig. 2 eine Seitenansicht der Mähmaschine,

Fig. 3 eine längliche Schnittdarstellung der Mähmaschine,

Fig. 4 eine querliegende Schnittdarstellung entlang der Linie B-B und

Fig. 5 eine querliegende Schnittdarstellung entlang der Linie A-A.

Wie die Fig. 1 zeigt, wird die Maschine zum Mähen von Hanf mit einer Zugmaschine 1 zu einer Selbstfahrereinheit komplettiert. Dazu ist die Zugmaschine 1 in ihrem Frontbereich mit einem vorderen Traggestell 2 und im Heckbereich mit einem hinteren Traggestell 3 ausgerüstet.

Die eigentliche Maschine zum Mähen besteht in ihren Hauptbestandteilen aus einem Mähwerk 4, das im vorderen Traggestell 2 eingehängt ist und aus einer Antriebs- und Versorgungseinheit 5 das am hinteren Traggestell 3 befestigt ist. Diese Antriebs- und Versorgungseinheit 5 ist über nicht dargestellte Versorgungsleitungen funktionell mit der Zugmaschine 1 und dem Mähwerk 4 verbunden und in ihrer Last und in ihrer Auslegung so bemessen, dass sie zum Lastenausgleich gegenüber dem vorderseits befindlichen Mähwerk 4 geeignet ist.

Das Mähwerk 4 besteht aus zwei aufrechtstehenden, parallel auf Abstand ausgerichteten und in gleicher Höhe angeordneten Mähsäulen 6, die beide auf der von der Zugmaschine 1 abgewandten Seite einen gemeinsamen Einzugsraum 7 und auf der der Zugmaschine zugewandten Seite einen gemeinsamen Ausstoßraum 8 ausbilden.

Diese Mähsäulen 6 besitzen eine zylindrische Grundform und weisen daher, wie auch die Fig. 3 zeigt, eine ebene Unterseite 9, einen Zylinderteil 10 und eine dachförmige, vorzugsweise kegelstumpfartig ausgebildete Oberseite 11 auf.

Die Unterseiten 9 beider Mähsäulen 6 befinden sich in einem üblichen Mähabstand oberhalb vom Erdboden. Die Höhe der Mähsäulen 6 ist auf die Höhe der Hanfpflanzen abgestimmt, wobei die Höhe des Zylinderteils 10 in Verbindung mit dem bodenseitigen Mähabstand in etwa der Höhe der Hanfpflanzen bis zum Körneransatz entspricht.

Zwischen den Kegelstumpfflächen beider Oberseiten 11 bildet sich ein Freiraum 12 aus, der sich in etwa in Höhe der körnertragenden Pflanzenteile befindet.

Jede der beiden Mähsäulen 6 besteht grundsätzlich aus einer im Bereich der Unterseite 9 befindlichen Mäheinheit 13, einer unteren Mitnehmereinheit 14, einer oberen Mitnehmereinheit 15 und einer, zwischen beiden Mitnehmereinheiten 14, 15 feststehenden mittleren Schneideneinheit 16. Die obere Mitnehmereinheit 15 wird durch eine feststehende obere Schneideneinheit 17 abgedeckt, die mit der dachförmigen Oberseite 11 der Mähsäule 6 eine bauliche Einheit bildet.

Alle genannten Baueinheiten der Mähsäule 6 werden durch ein Säulengestell 18 getragen, das starr mit dem vorderen Traggestell 2 der Zugmaschine 1 verbunden ist. Die Mäheinheit 13 besitzt eine Schneidscheibe 19 mit einem Drehlager 20, das gemäß Fig. 4 mit einer bestimmten Exzentrizität zur Achse der Mähsäule 6 angeordnet ist und einem nicht dargestellten Antrieb. Am Umfang der Schneidscheibe 19 befinden sich gleichmäßig verteilte Schneidzähne 21, die mit der Schneidscheibe 19 austauschbar verbunden sind. Die Exzentrizität des Drehlagers 20 und der radiale Überstand der Schneidzähne 21 sind so gewählt, dass die Schneidzähne 21 im Einzugsraum 7 beider Mähsäulen 6 ihre größte Austrittlänge haben und im gegenüberliegenden Bereich vollständig in die Mähsäule 6 eintauchen.

Sowohl die untere Mitnehmereinheit 14 als auch die obere Mitnehmereinheit 15 besitzen ein Drehlager 22 und 23, die gemeinsam auf der Achse der Mähsäule 6 angeordnet und antreibbar ausgeführt sind. Dabei sind die beiden Antriebe in der Art unterschiedlich ausgeführt, dass die obere Mitnehmereinheit 15 schneller dreht, als die untere Mitnehmereinheit 14.

Die untere Mitnehmereinheit 14 besitzt gleichmäßig am Umfang verteilte Gegenhalter 24, die gleitgelagert sind und die über eine Exzenterscheibe 25 mit dem Drehlager 22 der unteren Mitnehmereinheit 14 verbunden sind. Dazu besitzt die Exzenterscheibe 25 eine umlaufende und nach unten gerichtete Kupplungsnut und jeder Gegenhalter 24 einen nach oben gerichteten Kupplungszapfen. Die so in der Milnehmereinheit 14 beweglichen Gegenhalter 24 sind in Richtung der Umfangsgeschwindigkeit der Mitnehmereinheit 14 leicht angewinkelt, um eine bessere Angriffsfront gegenüber den Pflanzenhalmen zu bilden. In Übereinstimmung mit der Exzentrizität der Schneidzähne 21 sind die Gegenhalter 24 so gelagert, dass sie im Einzugsraum 7 den größten Überstand aufweisen und im gegenüberliegenden Ausstoßraum 8 vollständig eingezogen sind. Die Gegenhalter 24 der unteren Mitnehmereinheil 14 befinden sich auf einer gemeinsamen radialen Ebene und sind in einer vorbestimmten Nähe zur untenliegenden Schneidscheibe 19 angeordnet.

Die untere Mitnehmereinheit 14 ist weiterhin mit einem unteren Mitnehmerring 26 mit gleichmäßig am Umfang verteilten Mitnehmerstiften 27 ausgerüstet. Gleichermaßen besitzt auch die obere Mitnehmereinheit 15 einen oberen Mitnehmerring 28 mit gleichmäßig am Umfang verteilten Mitnehmerstiften 29.

Beide Mitnehmerringe 26 und 28 der unteren Mitnehmereinheit 14 und der oberen Mitnehmereinheit 15 sind gleich ausgeführt. Die Mitnehmerringe 26, 28 bestehen je aus einer zentralen Mitnehmerscheibe 30 mit einem exzentrisch zur Achse der Mähsäule 6 gelagerten Drehlager 31 und den mehreren Mitnehmerstiften 27 und 29. Die Mitnehmerstifte 27, 29 sind gelenkig mit der Mitnehmerscheibe 30 verbunden und in Umfangsrichtung gelagert. Zur gelenkigen Verbindung besitzen die beiden Mitnehmerscheiben 30 in Übereinstimmung zur Exzenterscheibe 25 jeweils eine nach unten gerichtete, umlaufende Kupplungsnut und die Mitnehmerstifte 27, 29 entsprechende, nach ober gerichtete Kupplungszapfen.

Weiterhin befinden sich in der unteren Mitnehmereinheit 14 und in der oberen Mitnehmereinheit 15 entsprechende Gleitlager 32 zur Führung der einzelnen Mitnehmerstifte 27, 29. Die Exzentrizität des Drehlagers 31 und die radial ausgerichtete Länge der Mitnehmerstifte 27 sind in Anlehnung an die Schneidzähne 21 und den Gegenhaltern 24 so ausgeführt, dass die Mitnehmerstifte 27, 29 im Bereich des Einzugsraumes 7 ihren größtmöglichen Außenstand haben und im gegenüberliegenden Ausstoßraum 8 völlig in den Mitnehmereinheiten 14, 15 eingezogen sind.

Es versteht sich, dass die Mitnehmerringe 26, 28 an Stelle der exzentrisch gelagerten Mitnehmerscheibe 30 auch mit einer mittig gelagerten Exzenterscheibe ausgeführt sein können und zwar so, wie es bei den beweglichen Gegenhaltern 24 vorgesehen ist.

Die mittlere Schneideneinheit 16 und die obere Schneideneinheit 17 sind jeweils mit einem Schneidwerk 33 ausgerüstet, die jeweils aus einem exzentrisch gelagerten Drehlager 34 und einer Schneidscheibe 35 besteht.

Die in diesem Ausführungsbeispiel aufgezeigten zwei Schneidwerke 33 lassen sich in ihrer Anzahl je nach Bedarf variieren. Dieser Bedarf richtet sich nach der Art und damit nach der Höhe der zu erntenden Pflanzen.

So kann beispielsweise die obere Mitnehmereinheit 15 zweigeteilt ausgeführt sein und dazwischen eine zusätzliche feststehende Schneideneinheit 16 mit einem zusätzlichen Schneidwerk 33 angeordnet sein, wenn die zu erntende Pflanze eine zusätzliche Trennung erforderlich macht.

Ebenso können die Anzahl der feststehenden Schneideneinheiten 16, 17 mit ihrem jeweiligen Schneidwerk 33 verringert oder ganz weggelassen werden und dementsprechend auch die Anzahl der Mitnehmereinheiten 14, 15 verringert werden, wenn es sich um entsprechend kurzhalmige Pflanzen, wie beispielsweise Flachs, handelt.

Im Betriebszustand drehen sich die exzentrisch gelagerte Schneidscheibe 19 mit ihren Schneidzähnen 21 und die beiden Schneidwerke 33 in den beiden Schneideneinheiten 16 und 17 jeweils mit einer relativ hohen Umfangsgeschwindigkeit und es drehen sich die untere Mitnehmereinheit 14 und die obere Mitnehmereinheit 15 mit erheblich geringeren Umfangsgeschwindigkeiten. Dabei ist die Umfangsgeschwindigkeit der oberen Mitnehmereinheit 15 größer als die Umfangsgeschwindigkeit der unteren Mitnehmereinheit 14 gewählt. Die Drehrichtung der beiden gegenüberliegenden Schneidscheiben 19 der Mäheinheit 13 ist gegensinnig und jeweils in Richtung des Einzugsraumes 7 ausgeführt und die Drehrichtungen beider Schneidwerke 33 einer Mähsäule 6 sind dagegen gleichsinnig, aber entgegen der Drehrichtung der Schneidscheihe 19 der Mäheinheit 13 gewählt. Auf Grund der exzentrischen Lagerang der beiden Mitnehmerringe 26 und 28 kommt es zu radialen Verschiebungen der Mitnehmerstifte 27 und 29, die sich im Zuge dieser Bewegungen um eine wirksame Länge aus ihren Gleitlagern 32 heraus- und hineinschieben. Die Gegenhalter 24 verschieben sich in gleicher Weise.

Mit diesen Bewegungsabläufen und mit der Fortbewegung der Zugmaschine 1 werden die Hanfpflanzen über einen sich aus der Gesamtbreite beider Mähsäulen 6 ergebenen Mähbereich von den Mitnehmerstiften 27 der unteren und der oberen Mitnehmereinheit 14 und 15 sowie von den Gegenhaltern 24 der unteren Mitnehmereineinheit 14 erfasst und gleichzeitig von den hochtourigen Schneidzähnen 21 von ihren Fußteilen abgetrennt. Dieser Mähvorgang wird durch die Gegenhalter 24 dadurch unterstützt, dass das von der höheren Umfangsgeschwindigkeit der Schneidscheibe 19 ausgehende Kippmoment der Hanfpflanze ausgeglichen und die Hanfpflanze im Moment des Mähvorganges abgefangen und aufrechtgehalten wird. Nach dem Trennvorgang sorgen die beiden Mitnehmerringe 26 und 29 für einen Transport der abgetrennten Hanfpflanzen entlang der kreisförmigen Transportstrecke bis in den Einzugsraum 7 und weiter bis zum Arbeitsbereich der beiden Schneidwerke 33. Auch während dieses Transportes wird die aufrechte Stellung der Hanfpflanzen gewährleistet und zwar durch eine auf die Länge der Hanfpflanze abgestimmte Höhenabstimmung beider Schneidwerke 33 und durch die höhere Umlaufgeschwindigkeit der oberen Mitnehmereinheit 15. Dabei wirkt die höhere Umfangsgeschwindigkeit der oberen Mitnehmereinheit 15 dem Bestreben der Hanfpflanze entgegen, nach hinten wegzukippen.

Im engsten Durchgangsbereich zwischen den beiden Mähsäulen 6 wird jede Hanfpflanze in drei Abschnitte getrennt. Der obere körnertragende Abschnitt passiert dagegen fast ohne mechanische Beanspruchung den oberen Freiraum 12 zwischen den Konusflächen der Oberseite 11 der beiden Mähsäulen 6.

Alle drei Abschnitte der Hanfpflanze passieren den Ausstoßraum 8 und fallen in einer bestimmten Entfernung zur Erde. Auf Grund der unterschiedlichen Wegstrecke bis zur Erde fällt der untere blattlose Abschnitt zuunterst, der blättertragende Abschnitt darüber und der obere körnertragende Abschnitt zuoberst auf den Schwad. Diese Ordnung der einzelnen Pflanzenabschnitte gewährleistet einen lockeren Aufbau des Schwades mit einem mechanisch unbelasteten körnertragenden Abschnitt. Liste der Bezugszeichen 1 Zugmaschine

2 vorderes Traggestell

3 hinteres Traggestell

4 Mähwerk

5 Antriebs- und Versorgungseinheit

6 Mähsäule

7 gemeinsamer Einzugsraum

8 gemeinsamer Ausstoßraum

9 Unterseite

10 Zylinderteil

11 Oberseite

12 Freiraum

13 Mäheinheit

14 untere Mitnehmereinheit

15 obere Mitnehmereinheit

16 mittlere Schneideneinheit

17 obere Schneideneinheit

18 Säulengestell

19 Schneidscheibe

20 Drehlager

21 Schneidzahn

22 Drehlager

23 Drehlager

24 Gegenhalter

25 Exzenterscheibe

26 unterer Mitnehmerring

27 Mitnehmerstift

28 Oberer Mitnehmerring

29 Mitnehmerstift

30 Mitnehmerscheibe

31 Drehlager

32 Gleitlager

33 Schneidwerk

34 Drehlager

35 Schneidscheibe


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zum Mähen von Hanf und dergleichen, bei dem die Hanfpflanzen geschnitten, in ihrer aufrechten Stellung erfasst, über eine Wegstrecke mitgenommen und am Ende der Mitnahmestrecke in Abschnitte getrennt und die getrennten Abschnitte zu einem losen Schwad ausgestoßen werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Hanfpflanzen spätestens beim Schneiden erfasst werden und die Mitnahme der geschnittenen Hanfpflanzen auf der Linie und in Richtung des Schnittes erfolgt, wobei die Schnittgeschwindigkeit größer als die Mitnahmegeschwindigkeit ist.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnahme der Hanfpflanzen durch ein oder mehrere separate und höhenversetzte Antriebe mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten erfolgt, wobei die Geschwindigkeit des höherliegenden Antriebes größer als die Geschwindigkeit des tieferliegenden Antriebes ist.
  3. 3. Maschine zum Mähen von Hanf oder dergleichen, bestehend aus einem vorgelagerten angetriebenen Mähwerk (4), aus einer Einrichtung zur Erfassung und Mitnahme der abgeschnittenen Hanfpflanzen und aus einer nachgelagerten Einrichtung zur Trennung der Hanfpflanzen und zum Ausstoß der getrennten Abschnitte zu einem Schwad, dadurch gekennzeichnet, dass das Mähwerk (4), die Einrichtung zur Erfassung und Mitnahme der Hanfpflanzen und die Einrichtung zur Trennung der Hanfpflanzen und zum Ausstoß der getrennten Abschnitte aus zwei drehbaren, aufrechtstehenden und mit Abstand parallel zueinander ausgerichteten Mähsäulen (6) mit einem gemeinsamen Einzugsraum (7) und einem gemeinsamen Ausstoßraum (8) besteht und mindestens eine Mähsäule (6) antreibbar und mit einer unteren Mäheinheit (13) und mit mindestens einer höher liegenden Mitnehmereinheit (14, 15) ausgeführt ist, wobei die Mäheinheit (13) und die Mitnehmereinheiten (13, 14) der Mähsäule (6) in ihren Drehbewegungen gleichgerichtet sind.
  4. 4. Maschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Mähsäulen (6) aus je einer Unterseite (9), einem Zylinderteil (10) und einer Oberseite (11) besteht, wobei die Höhe der beiden Zylinderteile (10) auf die Höhe der Hanfpflanze bis etwa zum Ansatz des körnertragenden Teils abgestimmt ist und die beiden Oberseiten (11) dachförmig ausgebildet sind und so zwischen sich einen Freiraum (12) einschließen.
  5. 5. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass über jede Mitnehmereinheit (14, 15) eine feststehende Schneideneinheit (16, 17) mit einem Schneidwerk (33) angeordnet ist.
  6. 6. Maschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Mäheinheit (13) und die Mitnehmereinheiten (14, 15) einer Mähsäule (6) in der Art exzentrisch angeordnet sind, dass sie im Bereich des Einzugsraumes (7) mit einer wirksamen Länge aus der Mähsäule (6) herausragen und im gegenüberliegenden Bereich von der Mähsäule (6) völlig aufgenommen sind.
  7. 7. Maschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Mäheinheit (13) aus einer drehbar und antreibbar gelagerten Schneidscheibe (19) und mehreren Schneidzähnen (21) besteht, wobei die Schneidzähne (21) gleichmäßig am Umfang der Schneidscheibe (19) verteilt angeordnet und auswechselbar an der Schneidscheibe (19) befestigt sind.
  8. 8. Maschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass jede Mitnahmeeinheit (14, 15) mit einem Mitnehmerring (26, 29) ausgestattet ist, wobei jeder Mitnehmerring (26, 29) aus einer exzentrisch gelagerten oder exzentrisch ausgeführten Mitnehmerscheibe (30) und gleichmäßig am Umfang der Mitnehmerscheibe (30) verteilten und in Umfangsrichtung zeigenden Mitnehmerstiften (27, 29) besteht und jeder Mitnehmerstift (27, 29) an der Mitnehmerscheibe (30) gelenkig gelagert und in einem Gleitlager (32) geführt ist.
  9. 9. Maschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Mitnehmereinheit (14) mit gleichmäßig am Umfang verteilt und in einer Ebene angeordneten Gegenhaltern (24) zur Aufnahme des von der größeren Umfangsgeschwindigkeit der Mäheinheit (13) ausgehenden Kippmomentes der Hanfpflanze ausgestattet ist, wobei die Gegenhalter (24) in der Art der Schneidenzähne (21) und der Mitnehmerstifte (27, 29) gelenkig von einer Exzenterscheibe (25) oder von einer exzentrisch gelagerten Scheibe getragen und in der Mitnehmereinheit (13) gleitend geführt sind.
  10. 10. Maschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidwerk (33) der Schneideneinheit (16, 17) so exzentrisch gelagert ist, dass seine Schneidscheibe (35) wirksam in den Durchgangsbereich zwischen den beiden Mähsäulen (6) hineinragt.
  11. 11. Maschine nach den Ansprüchen 3 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass beide Mähsäulen (6) antreibbar ausgeführt sind und jeweils mit einer unteren Mäheinheit (13) und mindestens einer höher liegenden Mitnehmereinheit (14, 15) ausgerüstet sind, wobei die Drehbewegungen der Mäheinheit (13) und der Mitnehmereinheiten (14, 15) einer Mähsäule (6) mit denen der zweiten Mähsäule (6) gegengerichtet sind.






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