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Dokumentenidentifikation DE10042925A1 21.03.2002
Titel Bohrturm-Bohrfutter mit horizontaler Zuführung
Anmelder Heitz, Christoph, 81667 München, DE
Erfinder Heitz, Christoph, 81667 München, DE
DE-Anmeldedatum 13.09.2000
DE-Aktenzeichen 10042925
Offenlegungstag 21.03.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.03.2002
IPC-Hauptklasse E21B 19/14
Zusammenfassung Die Erfindung beschreibt ein Bohrturmfutter, das mit segmentierten Zahnkränzen arbeitet, die gegeneinander verschoben werden und auf diese Weise den Zugang zum Innern öffnen oder schließen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf Bohrplattformen und hier auf die Gestaltung des Bohrfutters, das den Bohrer und die aneinander zu reihenden Bohrrohre festhält und dreht.

Solches Gerät ist seit vielen Jahrzehnten im Einsatz, aber immer mußte man den Bohrer und die Rohre über das Bohrfutter heben. Das ist arbeitsaufwendig und wegen der Arbeit mit einem Kran immer gefährlich.

Die Erfindung zielt darauf ab, ein Bohrfutter anzugeben, bei dem die Beladung horizontal, vorzugsweise von vorn, geleistet wird.

Beim Stand der Technik ist kein einziges solches Bohrfutter bekannt.

Die Erfindung wird im folgenden anhand der Abb. 1 erklärt: In einer Trommel, der Tragetrommel (1), die mit einem Segmentausschnitt (2) von einem Drittel des Umfangs versehen ist, findet sich der darin mit Hilfe einer glatten Nabe drehbar angeordnete untere Zahnkranz (3) mit Bohrerprofilschablone (4) und mit einem Segmentausschnitt von einem Drittel des Umfangs. Auf dem unteren Zahnkranz (3) verdrehbar gleitend angeordnet findet sich der obere Zahnkranz (5) mit einem Segmentausschnitt von einem Drittel des Umfangs. Der obere Zahnkranz hat den gleichen Außendurchmesser wie der untere.

Wenn nun der obere Zahnkranz so weit gegenüber dem unteren verschoben wird, daß der Segmentausschnitt des unteren Zahnkranzes frei zugänglich wird, ist die Einführung von Bohrer oder Gestänge in den Bereich der Bohrerprofilschablone (4) möglich. Wird der obere Zahnkranz danach in die entgegengesetzte Richtung verschoben, ist der Zugang zum unteren Zahnkranz wieder verriegelt. In bezug auf den Antrieb durch das Ritzel (6) bilden die Zahnkränze eine Einheit. Das Ritzel ist auf der Ritzelachse (7) vertikal verschiebbar. Das Ritzel kann nun so nach oben geschoben werden, daß nur der obere Zahnkranz in Eingriff steht. Dieser läßt sich dann abhängig von der Drehrichtung des Ritzels öffnend oder schließend verdrehen.

Eine sich mit dem oberen Zahnkranz mitdrehende, aber axial verschiebbare ringförmige Koppelplatte (9) mit einem Segmentausschnitt von einem Drittel des Umfangs, verfügt über vertikal angeordnete Koppelbolzen (8) für die Herstellung des Kraftschlusses zwischen beiden Zahnkränzen. Die Koppelplatte verfügt über einen Zylinder an ihrer Innenflanke. Dieser Zylinder verfügt umlaufend über eine Nut (10). In dieser Nut läuft, den Zylinder umfassend die dem entsprechend ausgebildete ringförmige Verstellplatte (11). Die Verstellplatte kann sich axial bewegen, ohne die Drehung des Bohrfutters und der Koppelplatte mitzumachen.

Die Trommel (1) verfügt auf ihrer Innenwand in der Höhe der Verstellplatte (11) über vier auf das Restsegment gleich verteilte umlaufende schiefe Ebenen (12). An der Verstellplatte radial angeordnete Tragebolzen (13) lagern auf diesen schiefen Ebenen. Die Verstellplatte ist um die Länge dieser Tragebolzen kleiner als die Koppelplatte. Bei Verdrehung der Verstellplatte erfährt diese demnach eine axiale Auslenkung. Sie überträgt diese auf die Koppelplatte und bewirkt damit das Aus- oder Einrücken der Koppelbolzen.

Die Verstellplatte ist gegenüber der Trommel um eine Viertel Umdrehung verdrehbar zu halten. Das ist mit einem Ritzelantrieb (14), der außen auf der Trommel sitzt und durch eine Aussparung in der Trommel auf die Verstellplatte wirkt, realisierbar.


Anspruch[de]
  1. Bohrturm-Bohrfutter mit horizontaler Zuführung gekennzeichnet dadurch, daß es verfügt über:

    Eine Tragetrommel mit einem Segmentausschnitt von einem Drittel des Umfangs.

    Einen mit Hilfe einer glatten Nabe in der Tragetrommel drehbar angeordneten unteren Zahnkranz mit Bohrerprofilschablone und mit einem Segmentausschnitt von einem Drittel des Umfangs.

    Einen mit Hilfe einer glatten Narbe auf dem unteren Zahnkranz verdrehbar gleitend angeordneten oberen Zahnkranz mit einem Segmentausschnitt von einem Drittel des Umfangs.

    Eine sich mit dem oberen Zahnkranz mitdrehende, aber axial verschiebbare ringförmige Koppelplatte, mit einem Segmentausschnitt von einem Drittel des Umfangs, mit Koppelbolzen für die Herstellung des Kraftschlusses zwischen beiden Zahnkränzen.

    Eine ringförmige Verstellplatte, mit Segmentausschnitt von einem Drittel des Umfangs, in deren Ringausschnitt die mit einem Zylinder mit Überwurf versehene Koppelplatte sich drehen kann.

    Vier innen an der Trommelwand angeordnete, auf das Restsegment beschränkte, umlaufende schiefe Ebenen, auf denen an der Verstellplatte radial angeordnete Tragebolzen lagern, die bei Verdrehung der Verstellplatte für ihre axiale Auslenkung und damit Aus- oder Einrücken der Koppelbolzen sorgen.

    Einen Spindelantrieb, der die Verstellplatte gegenüber der Trommel um eine Viertel Umdrehung verdreht, um diese radial zu bewegen.

    Ein axial verschiebbares Ritzel außerhalb des Bohrfutters, das einerseits für den normalen Bohrbetrieb beide dann segentverdeckend positionierte Zahnkränze dreht, andererseits in nach oben verschobener Position den oberen Zahnkranz allein verdreht, um die Öffnung oder Schließung des Bohrfutters einzuleiten.






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