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Dokumentenidentifikation DE10045526A1 04.04.2002
Titel Leine
Anmelder Fountoulakis, Tzanis, 32107 Bad Salzuflen, DE
Vertreter Frohoff, D., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 33607 Bielefeld
DE-Anmeldedatum 13.09.2000
DE-Aktenzeichen 10045526
Offenlegungstag 04.04.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.04.2002
IPC-Hauptklasse B68B 3/20
IPC-Nebenklasse B68B 1/00   A01K 27/00   
Zusammenfassung Es wird eine Leine zur Verfügung gestellt, die eine Ruckübertragung auf einen Menschen und ein von diesem gehaltenes Tier möglichst weit reduziert oder sogar komplett verhindert, was dadurch erreicht wird, dass in der Leine (1) ein Ruckdämpfer (7) angeordnet ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Leine gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruches.

Leinen für Tiere aus Leder oder Bändern aller Art aus Naturfasern oder Kunststoffen sind in vielen Variationen bekannt.

Nachteilig an diese bekannten Leinen ist jedoch, dass bei einem plötzlichen Anziehen der Leine ein Ruck durch den Körper eines die Leine haltenden Menschen und auch durch das gehaltene Tier hindurch geht, was für beide, insbesondere aber für ältere Menschen, sehr schmerzhaft sein kann.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Leine zur Verfügung zu stellen, die eine Ruckübertragung auf einen Menschen und ein von diesem gehaltenes Tier möglichst weit reduziert oder sogar komplett verhindert.

Die Lösung dieser Aufgabe wird in Verbindung mit den Oberbegriffsmerkmalen erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden Teil des Hauptanspruches angegebene technische Lehre vermittelt.

Dadurch, dass in der Leine ein Ruckdämpfer angeordnet ist, steigt die Haltekraft in einer Leine nicht schlagartig, sondern langsam an, sodass kein Ruck auf einen Menschen oder ein Tier übertragen wird. Bei einer plötzlichen Krafteilleitung dehnt sich das elastische Material zunächst sehr leicht, wohingegen bei steigender Dehnung bis zur Dehngrenze des Materials hin die Haltekraft stark aber ruckfrei ansteigt, sodass sich die körperliche Belastung eines Halters deutlich reduziert.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des Gegenstandes der Erfindung ergeben sich aus und in Kombination mit den nachfolgenden Unteransprüchen.

Gemäß einer besonders hervorzuhebenden Ausführungsform der Erfindung ist der Ruckdämpfer im Leinenteil selbst angeordnet, wobei er allerdings auch im Haltegriff bzw. in der Halteschlaufe oder auch in der Anschlussvorrichtung für ein Halsband oder ein Brustgeschirr eingebaut sein könnte. Bevorzugterweise ist er als elastisches Band oder als elastischer Schlauch ausgebildet und besteht vorzugsweise aus einem Gummi- oder Stretchband, welches auf Dauer reißfest und elastisch bleibt.

Dieses elastische Material ist gemäß einer besonders einfachen Ausführungsform der Erfindung zwischen einem durchtrennten Leinenteil eingesetzt und dort beispielsweise vernäht, vernietet oder verklebt. Eine edlere Ausführungsform der Leine weist einen mindestens über einen Teilbereich doppellagig ausgebildeten Leinenteil auf, wobei das elastische Material innerhalb dieser Doppellagen daraus hervorziehbar angeordnet ist, sodass es vor Umwelteinflüssen und Beißversuchen eines Tieres geschützt ist

Vorteilhaft ist es bei einer solchen Ausgestaltung der Erfindung weiterhin, wenn bei einer Leine aus einem robustem aber teilweise sehr rauen Material wie Leder die mit dem elastischen Material in gleitenden Kontakt kommenden inneren Oberflächen der Doppellagen mit einer gleitfähigen Schicht oder Beschichtung versehen sind, sodass die volle Funktion der Leine über einen langen Zeitraum erhalten bleibt und weder das elastische Material noch das Lederband auf die Dauer aufgerieben werden.

Eine weitere vorteilhafte Ausführung der Erfindung weist an dem doppellagigen Leinenabschnitt Durchbrechungen sowie eine der Länge nach verstellbare Schnalle auf, mit der das elastische Material in dem Leinenabschnitt festlegbar ist, sodass das Maß der maximalen Verlänger- oder Ausziehbarkeit des elastischen Materials und damit auch die Stärke der Dämpfung in Abhängigkeit von dem noch freien Teilstück einstellbar ist.

Vorteilhafterweise kann ein Abschnitt des Leinenteils auch als Faltenbalg ausgeführt sein, in dem das elastische Material rundherum abgeschlossen angeordnet ist, welches innerhalb des Faltenbalges mit den zugfesten Abschnitten des Leinenteils verbunden ist. Durch diese Art der Anordnung wird das elastische Material bestens vor äußeren Einflüssen geschützt.

Vorteilhaft ist gemäß einer weiteren Neuerung, dass das Dehnungsverhalten des elastischen Materials an die Kraft und/oder das voraussichtliche Gewicht eines Tieres angepasst ausgebildet sein kann, beispielsweise kann eine Leine für kleine leichte Hunde eine nur schwache Dämpfung aufweisen, ein solche für große schwere Hunde dagegen eine erheblich stärkere Dämpfung besitzen.

Denkbar ist alternativ auch eine vorteilhafte Ausführung einer ruckgedämpften Leine mit einer mechanischen oder hydraulischen Lösung der Dämpfungsaufgabe, wobei der Dämpfer ebenfalls entweder in der Anschlussvorrichtung, in dem Haltegriff, insbesondere aber in dem Leinenteil eingesetzt sein könnte.

Nachfolgend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher beschrieben.

Fig. 1 zeigt eine 3-D-Ansicht einer Leine mit Ruckdämpfer

Die Leine 1 besteht aus einem Leinenteil 2 mit einem Haltegriff 5 und einer Anschlussvorrichtung 3 an ein Halsband 4. Im Leinenteil 2 ist ein Ruckdämpfer 7 angeordnet, der aus einem elastischen Band- oder Schlauchmaterial 6 besteht, welches in einen doppellagigen Abschnitt des Leinenteils 2 eingesetzt ist und dessen Enden mit dem Leinenteil 2 vernäht sind.

Am doppellagigen Abschnitt des Leinenteils 2 sind Durchbrechungen 9 eingebracht und eine Schnalle 8 aufgesetzt, mit der die wirksame Länge des elastischen Materials 6 und damit die Dämpfung eingestellt werden kann.


Anspruch[de]
  1. 1. Leine, insbesondere für Hunde und andere Vierbeiner, aus einem Leinenteil mit einer Anschlussvorrichtung an ein Halsband oder Brustgeschirr und einem Haltegriff, dadurch gekennzeichnet, dass in der Leine (1) ein Ruckdämpfer (7) angeordnet ist.
  2. 2. Leine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ruckdämpfer (7) im Leinenteil (2) angeordnet ist.
  3. 3. Leine nach einem der vorgenanten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ruckdämpfer (7) aus einem elastischen Band- oder Schlauchmaterial (6) besteht.
  4. 4. Leine nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Material (6) zwischen einem durchgetrennten Leinenteil (2) angeordnet ist.
  5. 5. Leine nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Leinenteil (2) mindestens über einen Abschnitt doppellagig ausgebildet ist und das elastische Material (6) innerhalb dieses Leinenteils (2) angeordnet ist.
  6. 6. Leine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einige Flächen, die sich mit dem elastischen Material (6) in Kontakt befinden, mit einer gleitfähigen Schicht oder Beschichtung versehen sind.
  7. 7. Leine nach Anspruch 5, einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem doppellagigen Leinenabschnitt (2) des Ruckdämpfers (7) Durchbrechungen (9) und eine der Länge nach verstellbare Schnalle (8) angeordnet ist, mit der das elastische Material in dem Leinenabschnitt (2) festlegbar ist und das Maß der maximalen Verlänger- oder Ausziehbarkeit des elastischen Materials (6) in Abhängigkeit von seinem noch freien Teilstück einstellbar ist.
  8. 8. Leine nach einem der vorgenannten Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Abschnitt des Leinenteils (2) als Faltenbalg ausgeführt ist und innerhalb des Faltenbalges das elastische Material (6) angeordnet ist, welches innerhalb des Faltenbalges mit zugfesten Abschnitten des Leinenteils (2) verbunden ist.
  9. 9. Leine nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass statt eines elastischen Band- oder Schlauchmaterials (6) ein mechanisches und/oder hydraulisches Feder-Dämpfer- Element in der Leine (1) angeordnet ist.
  10. 10. Leine nach einem der vorgenannten Ansprüche, dass ein Ruckdämpfer (7) in oder zwischen der Anschlussvorrichtung (3) und dem Leinenteil (2) oder im Haltegriff (5) eingesetzt ist.






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