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Dokumentenidentifikation DE3801379C2 11.04.2002
Titel Mehrflügelige Tür mit einem ersten Flügel mit einer elektrisch betätigbaren Feststelleinrichtung
Anmelder GEZE GmbH, 71229 Leonberg, DE
Erfinder Mettenleiter, Karl, 7252 Weil der Stadt, DE;
Essig, Werner, 7253 Renningen, DE;
Storandt, Ralf, Dr., 7250 Leonberg, DE
DE-Anmeldedatum 19.01.1988
DE-Aktenzeichen 3801379
Offenlegungstag 27.07.1989
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 11.04.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.04.2002
IPC-Hauptklasse E05C 17/56
IPC-Nebenklasse E05F 3/22   E05F 5/12   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine mehrflügelige Tür nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Eine derartige Anordnung ist aus der DE-OS 34 06 433 bekannt. Diese Offenlegungsschrift zeigt eine mehrflügelige Tür mit einem unterschlagenden Standflügel mit Türschließer und einem überschlagenden Gangflügel mit Türschließer. Der Standflügel und der Gangflügel weisen jeweils eine elektrisch betätigbare Feststelleinrichtung auf. Es ist ein von der Stellung des Gangflügels steuerbares Stellglied zur Steuerung einer Feststelleinrichtung des Standflügels vorgesehen. Außerdem ist eine Schließfolgeregelungseinrichtung angebracht, die eine Blockiereinrichtung zur Fixierung des Gangflügels mit einer in Abhängigkeit von der Stellung des Standflügels betätigten Steuereinrichtung aufweist. Die Steuereinrichtung weist ein mit dem Standflügel korrespondierendes Steuerglied und ein Übertragungsglied auf, welches das Steuerglied mit der Blockiereinrichtung verbindet. Das einen Schalter steuernde Stellglied ist in dem mit dem Gangflügel in Wirkverbindung stehenden Türschließer angeordnet.

Die Türflügel sind jeweils mit einem oben liegenden Türschließer mit hydraulischer Feststellung versehen. Die Feststellung der Türflügel in ihrer Offenstellung erfolgt durch ein Elektromagnetventil in der Überströmleitung des Dämpfungssystems der Türschließer zur Steuerung der Feststellung des Standflügels ist als Stellglied ein Reedschalter im Gangflügelschließer integriert. Der Reedschalter schaltet beim Schließen des Gangflügels das Magnetventil des Standflügelschließers ab.

Der Reedschalter schaltet bei einer bestimmten Stellung des Gangflügels unabhängig davon, ob der Standflügel geöffnet oder geschlossen ist. Dies ist nachteilig, wenn eine Feststelleinrichtung eingesetzt werden soll, die anders aufgebaut ist als die in der DE-OS 34 06 433 verwendete Einrichtung mit Magnetventil. Zum Beispiel ist bei einer anderen Feststelleinrichtung, wie sie in der DE-OS 34 33 891 und DE-OS 36 11 164 beschrieben ist nach jedem Ausschalten der Feststellung ein erneutes Spannen durch Öffnen und Schließen des Flügels erforderlich.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine mehrflügelige Tür mit einer Steuerung zu versehen, die es ermöglicht, dass beliebig aufgebaute, elektrisch betätigte Feststelleinrichtungen verwendet werden können, ohne dass sich Bedienungsnachteile ergeben.

Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Merkmalen des Kennzeichens des Patentanspruchs 1. Das die Feststelleinrichtung des Standflügels steuernde Stellglied ist mit dem Schalter verbunden, der in Abhängigkeit von der Stellung des Standflügels derart gesteuert wird, dass das Stellglied eine Steuereinheit der Feststelleinrichtung des Standflügels nur in dem Fall abschaltet, wenn der Standflügel geöffnet ist. Der Schalter ist ortsfest derart angeordnet, dass er mittels des mit dem Standflügel verbundenen Türschließers betätigbar ist, oder der Schalter ist an dem mit dem Standflügel bewegungsverbundenen Übertragungsglied derart befestigt, dass er mittels des ortsfesten Gehäuses betätigbar ist, indem er mit einem gehäusefesten Teil des Standflügelschließers korrespondiert.

Bei bevorzugten Ausführungen ist der Schalter im Bereich des Türschließers angeordnet und wirkt zur Betätigung mit dem Türschließer zusammen. Bei diesen Ausführungen ist also die Feststelleinrichtung in Verbindung mit einem Türschließer eingesetzt, so dass nach dem Ausschalten der Feststelleinrichtung der Standflügel selbsttätig schließt. In bevorzugter Weiterbildung ist vorgesehen, dass der Schalter an einem bewegten Teil des Türschließers angebracht ist und mit einem ortsfesten Gehäuseteil des Türschließers zusammenwirkt. Dies gewährleistet hohe Funktionssicherheit.

Eine besonders interessante Anwendung in der Praxis ergibt sich, wenn der Gangflügel mit einem Türschließer zusammenwirkt und eine Schließfolgeregeleinrichtung vorgesehen ist mit einer auf den Gangflügel einwirkenden Blockiereinrichtung mit einer in Abhängigkeit von der Stellung des Standflügels betätigten Steuereinrichtung. Hierbei ergeben sich konstruktiv besonders einfache Lösungen, wenn die Steuereinrichtung mit dem Schalter zwecks Betätigung des Schalters verbunden ist. Dabei kann die Steuereinrichtung ein mit dem Standflügel zusammenwirkendes Steuerglied und ein Übertragungsglied aufweisen, welches das Steuerglied mit der Blockiereinrichtung verbindet. Eine besonders funktionssichere Ausführung wird erhalten, wenn das Übertragungsglied mit dem Schalter verbunden ist.

Bei derartigen Ausführungen kann der Türschließer des Standflügels ein Federdruckstück aufweisen, welches mit der Schließerwelle verbunden ist und mit einer Schließerfeder zusammenwirkt. An das Federdruckstück kann ein Steuerstab gekoppelt sein, der mit seinem Ende durch das Gehäuse des Türschließers hindurch ragt und an diesem Ende den Schalter aufweist, der mit dem Gehäuse des Türschließers zusammenwirkt.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung erläutert, in der Zeichnung zeigt:

Fig. 1 eine schematische Darstellung einer zweiflügeligen Tür;

Fig. 2 einen Längsschnitt des Gangflügeltürschließers in Fig. 1, das Schließfolgeventil zeigend;

Fig. 3 einen Schnitt entlang Linie III-III in Fig. 2, die Federkammer zeigend;

Fig. 4 einen Schnitt entlang Linie IV-IV in Fig. 2, die Feststelleinrichtung zeigend;

Fig. 5 eine Detaildarstellung des aktiven Signalgebers in Fig. 3;

Fig. 6 einen Längsschnitt des Standflügeltürschließers in Fig. 1, die Federkammer zeigend;

Fig. 7 einen Schnitt entlang Linie VII-VII in Fig. 6, die Federkammer zeigend;

Fig. 8 einen Schnitt entlang Linie VIII-VIII in Fig. 6;

Fig. 9 einen Ausschnitt in Fig. 7, den Mikroschalter zeigend.

Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Erfindung in Verbindung mit einer zweiflügeligen Tür 1 realisiert. Die Tür 1 kann als Feuerschutztür ausgebildet sein. Sie weist einen rechten und einen linken Anschlagflügel auf.

Der rechte Flügel ist als unterschlagender Standflügel 2, der linke Flügel als überschlagender Gangflügel 3 ausgebildet, wie es in der Detaildarstellung "Z" in Fig. 1 zu erkennen ist.

Der Standflügel 2 ist mit einem als Bodentürschließer ausgebildeten Standflügeltürschließer 4 über eine Schließerwelle 5 und der Gangflügel 3 ist ebenfalls mit einem als Bodentürschließer ausgebildeten Gangflügeltürschließer 6 über eine Schließerwelle 7 verbunden.

Der Standflügeltürschließer 4 und der Gangflügeltürschließer 6 sind in herkömmlicher Weise jeweils in einem Zementkasten 8, 9 im Boden versenkt angeordnet. Es handelt sich um Türschließer mit hydraulischer Dämpfung. Sie weisen jeweils ein mit Öl gefülltes Gehäuse 10, 11 auf. In dem Gehäuse 10, 11 ist die Schließerwelle 5, 7 jeweils drehbar gelagert. In zueinander parallelen Gehäusehohlkammern 12, 13, 14, 15 sind jeweils eine Schließfeder 18, 19 und ein Dämpfungskolben 20, 21 angeordnet. Die Schließfeder 18, 19 wirkt jeweils mit einem mit der Schließerwelle 5, 7 über ein Getriebe verbundenes Federdruckstück 16, 17 zusammen. Auch der Dämpfungskolben 20, 21 ist mit der Schließerwelle 5, 7 jeweils getriebemäßig verbunden.

Die beim Öffnen des Standflügels bzw. des Gangflügels 3 aufzuwendende Energie wird in der Schließfeder 18, 19 gespeichert. Mit der in der Schließfeder 18, 19 gespeicherten Energie kann sodann das Schließen der Tür 1 selbsttätig erfolgen, wobei die Schließbewegung über den Dämpfungskolben 20, 21 jeweils hydraulisch gedämpft wird.

Im Standflügeltürschließer 4 und im Gangflügeltürschließer 6 ist jeweils eine elektrisch betätigbare Feststelleinrichtung 24, 26 eingebaut, so dass der Standflügel 2 und der Gangflügel 3 in einer Offenlage festgestellt werden können. Die Feststelleinrichtung 24, 26 wird nachfolgend noch im einzelnen erläutert.

Um zu gewährleisten, dass beim Schließen der Tür 1 zuerst der unterschlagende Standflügel 2 und erst dann der überschlagende Gangflügel 3 in die Schließlage kommt, ist bei dem Ausführungsbeispiel eine Schließfolgeregeleinrichtung 30 eingesetzt. Diese Schließfolgeregeleinrichtung 30 hat einen Aufbau, wie in der DE- OS 34 21 042 beschrieben.

Im Gangflügelschließer 6 ist ein Absperrventil 31 in der Überströmleitung 32 des Dämpfungssystems bzw. der Dämpfungskammer 15 angeordnet (Fig. 2), das Absperrventil 31 ist über ein als Bowdenzug ausgebildetes Übertragungsglied 33 mit einem Steuerglied verbunden, welches in Abhängigkeit von der Stellung des Standflügels 2 gesteuert wird. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel wirkt ein mit dem Federdruckstück 16 des Standflügeltürschließers 4 verbundener Steuerstab 37 als Steuerglied (Fig. 6, Fig. 7).

Wie in Fig. 1 zu erkennen ist, ist das Übertragungsglied 33 in einem im Boden zwischen Standflügeltürschließer 4 und Gangflügeltürschließer 6 verlegten Rohr 34 geführt. Mit seinem gangflügelseitigen Ende 35 ist das Übertragungsglied 33 mit dem Absperrventil 31 gekoppelt (Fig. 2), mit seinem standflügelseitigen Ende 36 ist das Übertragungsglied 33 mit dem Federdruckstück 16 gekoppelt (Fig. 6, Fig. 7).

Zur Kopplung mit dem Federdruckstück 16 dient der in der als Federkammer 12 ausgebildeten Gehäusehohlkammer angeordnete Steuerstab 37 (Fig. 6, 7). Er durchgreift die Federkammer 12 und die als Schraubendruckfeder ausgebildete Schließfeder 18 axial. Er ist mit seinem einen Ende am Federdruckstück 16 angeschlossen, indem ein Nippei eine Befestigungsmutter 16a im Federdruckstück 16hintergreift (Fig. 7). Mit seinem anderen Ende ist der Steuerstab 37 durch den Gehäusedeckel 10a hindurchgeführt, wobei an dem aus dem Gehäusedeckel 10a ragenden Ende das Übertragungsglied 33 mit einem Klemmteil 39 befestigt ist.

Zur Führung innerhalb der Federkammer 12 verläuft der Steuerstab 37 in einer Bohrung 140 in einer im Gehäusedeckel 10a eingesteckten Stellspindel 141, die auf ihrem Außengewinde einen die Schließfeder 18 abstützenden Federteller 142 trägt, welcher zur Einstellung der Federkraft durch Drehen der Stellspindel 141 axial verschiebbar ist.

Bei geöffnetem Standflügel 2 ist das über den Steuerstab 37 betätigte Übertragungsglied 33 nicht gespannt. Der Ventilkörper 31a des Absperrventils 31 im Gangflügeltürschließer 6 ist unter Wirkung der Feder 31b in Fig. 2 nach links verschoben, so dass das Absperrventil 31 geschlossen ist (diese Schaltstellung ist in Fig. 2 nicht dargestellt). In der geschlossenen Stellung des Absperrventils 31 kann der Gangflügel 3 lediglich in einem Teilbereich bis zum Erreichen einer Warteposition schließen.

Bei geschlossenem Standflügel 2 wird der Steuerstab 37 so betätigt, dass das Übertragungsglied 33 gespannt und damit das Absperrventil 31 geöffnet ist, indem der Ventilkörper 31a entgegen der Wirkung der Feder 31b in Fig. 2 nach rechts gezogen ist (diese Schaltstellung ist in Fig. 2 dargestellt). In der geöffneten Stellung des Absperrventils 31 kann der Gangflügel 3 unter Wirkung des Gangflügeltürschließers 6 vollständig schließen.

Dies bedeutet, dass beim Schließen der Tür 1 der Gangflügel 3 immer erst dann vollständig schließen kann, wenn der Standflügel 2 in der Schließlage steht. Solange der Standflügel 2 nicht vollständig geschlossen ist, kann der Gangflügel 3 nur teilweise schließen und muss in der Warteposition warten.

Die im Standflügeltürschließer 4 und im Gangflügeltürschließer 6 jeweils integrierte Feststelleinrichtung 24, 26 ermöglicht eine Daueroffenstellung des Standflügels 2 bzw. des Gangflügels 3.

Bei der in dem Ausführungsbeispiel verwendeten Feststelleinrichtung 24, 26 handelt es sich um eine Einrichtung zur mechanischen Feststellung mit elektromagnetischer Auslösung, wie in der DE-OS 34 33 891 beschrieben. Die im Standflügeltürschließer 4 und im Gangflügeltürschließer 6 eingesetzten Feststelleinrichtungen 24, 26 sind identisch aufgebaut.

Wie in Fig. 4 bzw. Fig. 8 zu erkennen ist, ist die Feststelleinrichtung 24, 26 in einer als Dämpfungskammer 13, 15 ausgebildeten Gehäusehohlkammer angeordnet. Sie weist als Riegelelemente Kugeln 40 auf, die über einen mit einer Feder 41 belasteten Konus 42 in eine Sperrlage gedrängt werden, in der sie mit einem im Gehäuse 10, 11 eingeschraubten Anschlagorgan 43 zusammenwirken und den Dämpfungskolben 20, 21 mechanisch feststellen. In Fig. 4 bzw. Fig. 8 ist die Feststelleinrichtung 24, 26 nicht in dieser Sperrstellung, sondern in der Freigabestellung gezeigt.

Zum Ausschalten der Feststellung wirkt ein Stößel 44 mit dem Konus 42 zusammen, indem der Konus 42 entgegen der Wirkung der Feder 41 in der Darstellung in den Figuren nach links verschoben wird, so dass die Kugeln 40 aus ihrer Sperrlage radial nach innen verschoben werden und der Dämpfungskolben 20, 21 nach rechts laufen und dabei den Standflügel 2 bzw. den Gangflügel 3 schließen kann.

Der Stößel 44 ist über eine elektromagnetische Steuereinheit 45 steuerbar, die in der Dämpfungskammer 13, 15 verschiebbar angeordnet ist. Unter Wirkung einer nicht dargestellten Vorspannfeder wird die gesamte Steuereinheit 45 zum Stößel 44 hin beaufschlagt. Beim Schließen des Standflügels 2 bzw. des Gangflügels 3 wird die Steuereinheit 45 unter Wirkung des Arbeitsdrucks in der Dämpfungskammer 15 entgegen der Kraft der Vorspannfeder nach rechts verschoben. Bei eingeschalteten Elektromagneten der Steuereinheit 45 wird die gesamte Steuereinheit 45 in ihrer rechten Endstellung gehalten.

In dieser Stellung kann sie den Stößel 44 nicht beaufschlagen, so dass beim öffnen des Standflügels 2 bzw. des Gangflügels 3 die Kugeln 40 in der Sperrlage verrasten und somit der Dämpfungskolben 20, 21 und somit der Standflügel 2 bzw. der Gangflügel 3 festgestellt wird.

Die Feststellung kann durch einen nicht dargestellten Taster ein- und ausgeschaltet werden. Ferner ist ein in den Figuren nicht dargestellter Rauchmelder vorhanden, der im Brandfall die Feststellung ebenfalls elektrisch ausschaltet. Die Feststellung kann außerdem auch noch von Hand gelöst werden, indem der Standflügel 2 bzw. der Gangflügel 3 von Hand gegen die Feder 41 überdrückt wird.

Zur Kopplung der Feststelleinrichtung 24, 26 mit der zuvor beschriebenen Schließfolgeregeleinrichtung 30 ist eine Steuerung der Feststellung des Standflügels 2 in Abhängigkeit von der Stellung des Gangflügels 3 vorgesehen, und zwar in entsprechender Weise, wie beschrieben in der DE-OS 34 06 433, dort für eine andere Anwendung an einer zweiflügeligen Tür, nämlich mit obenliegenden Türschließern und hydraulischer Feststellung. Im vorliegenden Fall ist zur Steuerung in der Federkammer 14 im Gangflügeltürschließer 6 (Fig. 3) ein als Reedschalter ausgebildetes Stellglied 50 eingebaut, der die elektromagnetische Steuereinheit 45 der Feststelleinrichtung 24 des Standflügeltürschließers 4 steuert (Fig. 8). Ein entsprechend funktionierender Reedschalter ist in der DE-OS 34 06 410 beschrieben.

Wie in Fig. 3 gezeigt ist, weist das als Reedschalter ausgebildete Stellglied 50 ein Auslöseelement mit einem als Permanentmagnet ausgebildeten Magneten 52 und einen aktiven Signalgeber 53 auf. Sie sind koaxial zu der als Schraubenfeder ausgebildeten Schließfeder 19 angeordnet.

Das Auslöseelement ist an dem Federdruckstück 17 im Gangflügeltürschließer 6 befestigt. Das Auslöseelement besteht aus einer Hülse 51, die an ihrer Innenseite den Magneten 52 trägt. Der Signalgeber 53 ist als ein Signalstab ausgebildet, der mit seinem einen Ende in einer Bohrung 140 in einer mit der Schließfeder 19 zusammenwirkenden Stellspindel 141 eingesteckt ist, und mit seinem freien Ende 54 in die Hülse 51 zentral hineinragt.

Bei Bewegung des Federdruckstücks 17 bewegt sich die Hülse 51 relativ zum Signalgeber 53. Bei einer bestimmten Relativstellung taucht der Schaltpunkt des Signalgebers 53 in die Hülse in den Bereich des als Elektromagnet ausgebildeten Magneten 52 ein. In dieser Stellung schaltet das als Reedschalter ausgebildete Stellglied 50 über eine elektrische Verbindung die Feststelleinrichtung 24 im Standflügeltürschließer 4 durch Ausschalten der als Elektromagneteinheit ausgebildeten Steuereinheit 45 ab.

Dies gewährleistet, dass ausgehend vom in Offenstellung festgestelltem Standflügel 2 und Gangflügel 3 die Feststellung des Standflügels 2 aufgehoben wird, sobald der Gangflügel 3 geschlossen wird.

Eine Besonderheit der verwendeten Feststelleinrichtung 24, 26 besteht darin, dass beim Abschalten der elektromagnetischen Steuereinheit 45 die gesamte Steuereinheit 45 in der Dämpfungskammer 13, 15 unter Wirkung der Vorspannfeder in ihre Freigabestellung in Fig. 4 bzw. 8 nach links zur Beaufschlagung des Stößels 44 verschoben wird. Zum erneuten Einschalten der Feststellung ist es daher erforderlich, dass nach dem Einschalten des Stroms die Steuereinheit 45 in den Dämpfungskolben erst wieder nach rechts in die Sperrlage verschoben wird. Dieses sogenannte Spannen der Feststellung erfolgt durch Öffnen und nachfolgendem Schließen des Standflügels 2 bzw. des Gangflügels 3.

Um zu Erreichen, dass das als Reedschalter ausgebildete Stellglied 50 die Steuereinheit 45 der Standflügel-Feststelleinrichtung 24 nur in dem Fall abschaltet, wenn der Standflügel 2 geöffnet ist, so dass also bei geschlossenem Standflügel 2 der Gangflügel 3 geöffnet und geschlossen werden kann, ohne dass dabei das als Reedschalter ausgebildete Stellglied 50 die Steuereinheit 45 ausschaltet, ist ein als Mikroschalter ausgebildeter Schalter 60 im Standflügeltürschließer 4 vorgesehen, der in Abhängigkeit von der Stellung des Standflügels 2 ein- /ausgeschaltet wird (Fig. 6, 7 und insbesondere Fig. 9).

Der Schalter 60 ist im Standflügelschließer 4, und zwar am Steuerstab 37 der Schließfolgeregeleinrichtung 30 im Bereich der als Klemmteil 39 ausgebildeten Bowdenzuganschlussstelle angeordnet (Fig. 6, 7 und 9).

Wie in der Detaildarstellung in Fig. 9 am besten zu erkennen ist, ist der Schalter 60 an dem aus dem Gehäuse 10 bzw. aus der Stellspindel 141 herausragenden Ende des Steuerstabs 37 angebracht. Er weist einen axialen federgelagerten Schaltstift 61 auf, der mit einem auf der Stellspindel 141 fixierten Schaltteller 143 zusammenwirkt, indem er bei nach links verschobenem Steuerstab 37, das heißt bei geschlossenem Standflügel 2 auf dem Schaltteller 143 aufliegt. In dieser Anschlagstellung setzt der Schalter 60 das als Reedschalter ausgebildete Stellglied 50 außer Wirkung.

In der anderen, nicht dargestellten Stellung des Schalters, wenn der Standflügel 2 geöffnet ist, ist der Steuerstab 37 aufgrund der Stellung des Federdruckstücks 16 nach rechts verschoben, in dieser Stellung steht der Stift 61 nicht im Anschlag. Der Schalter 60 ist ausgeschaltet, das heißt er setzt die Wirkung des als Reedschalter ausgebildeten Stellglieds 50 nicht außer Wirkung. Dies bedeutet, dass in dieser Schaltstellung die Feststellung des Standflügels 2 beim Schließen des Gangflügels 3 über das als Reedschalter ausgebildete Stellglied 50 nicht aufgehoben wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Mehrflügelige Tür mit einem unterschlagenden Standflügel mit Türschließer und einem überschlagenden Gangflügel mit Türschließer,

    wobei der Standflügel und der Gangflügel jeweils eine elektrisch betätigbare Feststelleinrichtung aufweisen und

    ein von der Stellung des Gangflügels steuerbares Stellglied zur Steuerung einer Feststelleinrichtung des Standflügels vorgesehen ist und

    eine Schließfolgeregelungseinrichtung angebracht ist, die eine Blockiereinrichtung zur Fixierung des Gangflügels mit einer in Abhängigkeit von der Stellung des Standflügels betätigten Steuereinrichtung aufweist,

    die ein mit dem Standflügel korrespondierendes Steuerglied und ein Übertragungsglied aufweist, welches das Steuerglied mit der Blockiereinrichtung verbindet,

    wobei das einen Schalter steuernde Stellglied in dem mit dem Gangflügel in Wirkverbindung stehenden Türschließer angeordnet ist,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass das die Feststelleinrichtung des Standflügels (2) steuernde Stellglied (50) mit dem Schalter (60) verbunden ist, der in Abhängigkeit von der Stellung des Standflügels (2) derart gesteuert wird, dass das Stellglied (50) eine Steuereinheit (45) der Feststelleinrichtung des Standflügels (2) nur in dem Fall abschaltet, wenn der Standflügel (2) geöffnet ist,

    indem der Schalter (60) ortsfest derart angeordnet ist, dass er mittels des mit dem Standflügel (2) verbundenen Türschließers (4) betätigbar ist, oder

    indem der Schalter (60) an dem mit dem Standflügel (2) bewegungsverbundenen Übertragungsglied (33) derart befestigt ist, dass er mittels des ortsfesten Gehäuses (10, 10a) betätigbar ist, indem er mit einem gehäusefesten Teil (143) des Standflügelschließers (4) korrespondiert.
  2. 2. Mehrflügelige Tür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter (60) im Bereich des Standflügeltürschließers (4) angeordnet ist und zur Betätigung mit dem Standflügeltürschließer (4) zusammenwirkt.
  3. 3. Mehrflügelige Tür nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter (60) an einem bewegten Teil des Standflügeltürschließers (4) angebracht ist und mit einem ortsfesten Gehäuseteil des Standflügeltürschließers (4) zusammenwirkt.
  4. 4. Mehrflügelige Tür nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung mit dem Schalter (60) zwecks Betätigung des Schalters (60) verbunden ist.
  5. 5. Mehrflügelige Tür nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Übertragungsglied (33) mit dem Schalter (60) verbunden ist.
  6. 6. Mehrflügelige Tür nach Anspruch 5,

    wobei der Türschließer des Standflügels ein Federdruckstück aufweist, welches mit der Schließerwelle verbunden ist und mit einer Schließfeder zusammenwirkt,

    dadurch gekennzeichnet, dass das Übertragungsglied (33) einen mit dem Federdruckstück (16, 16a) gekoppelten Steuerstab (37) aufweist, der mit seinem Ende durch das Gehäuse (10, 10a) des Standflügeltürschließers (4) hindurchragt und an dem herausragenden Ende den Schalter (60) aufweist, der mit einem gehäusefesten Teil des Standflügeltürschließers (4) zusammenwirkt.
  7. 7. Mehrflügelige Tür nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche,

    wobei der Türschließer ein Federdruckstück aufweist, welches mit der Schließerwelle verbunden ist und mit einer in einer Federkammer angeordneten Schließfeder zusammenwirkt,

    dadurch gekennzeichnet, dass das Stellglied (50) in der Federkammer (14) angeordnet ist und ein mit dem Federdruckstück (17) verbundenes Teil und ein mit dem Schließergehäuse (11) verbundenes Teil aufweist, wobei das eine Teil eine Hülse (51) und das andere Teil einen in der Hülse (51) verschiebbar aufnehmbaren Stab aufweist.






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