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Dokumentenidentifikation DE69613930T2 11.04.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0769242
Titel Tellermähwerk
Anmelder Maasland N.V., Maasland, NL
Erfinder Koorn, Maarten, 3123 CP Schiedam, NL
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 69613930
Vertragsstaaten DE, FR, GB, NL
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 04.10.1996
EP-Aktenzeichen 962027702
EP-Offenlegungsdatum 23.04.1997
EP date of grant 18.07.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.04.2002
IPC-Hauptklasse A01D 34/66
IPC-Nebenklasse A01D 57/26   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Mähmaschine mit einem Mähbalken, der einen Träger und drehbare Mähglieder aufweist, die an dem Träger abgestützt sind, wobei die Mähglieder in mindestens zwei Gruppen unterteilt sind, wobei die Drehrichtung der Mähglieder innerhalb einer Gruppe dieselbe ist und außerdem die Drehrichtung der Mähglieder innerhalb einer Gruppe entgegengesetzt zu derjenigen der Mähglieder innerhalb der anderen Gruppe und zur Mitte des Mähbalkens hin in bezug auf die Arbeitsrichtung der Maschine nach hinten gerichtet ist, wobei auf der Rückseite des Mähbalkens zwischen den beiden Gruppen von Mähgliedern ein Gutaufnahmeglied angeordnet ist, das einen sich beiderseits des Aufnahmegliedes erstreckenden Schwad erzeugt.

Eine solche Mähmaschine ist in der EP-A-0740898 beschrieben, die nicht vorveröffentlicht ist.

Obwohl bei vielen Mähmaschinen die Drehrichtung von zwei nebeneinanderliegenden Mähgliedern jedesmal abwechselnd entgegengesetzt ist, ist es auch bekannt, die Drehrichtung der Mähglieder zu ändern, beispielsweise bei der oben beschriebenen Konfiguration. Bei dieser Konfiguration wird ein Schwad auf dar Rückseite der Maschine erzielt, d. h. annähernd hinter den beiden nebeneinanderliegenden Mähgliedern, die sich in entgegengesetzter Richtung drehen. Es besteht die Möglichkeit, diesen Schwad auf beiden Seiten mit Hilfe von Schwadblechen genauer auszubilden, die an den Enden das Mähbalkens angebracht sind und sich schräg nach innen zur Rückseite hin erstrecken. Hierbei taucht jedoch das Problem auf, daß insbesondere beim Mähen von relativ kurzem Gut eine solche Geschwindigkeit auf das von den Mähgliedern nach innen geschleuderte Gut übertragen wird, daß ein Teil des Gutes über die Schwadbleche hinweggeschleudert wird. Obwohl man die Höhe der Schwadbleche vergrößern kann, wird gemäß der EP-A-740898 eine einfachere Lösung dadurch erzielt, daß auf der Rückseite des Mähbalkens zwischen den beiden Gruppen von Mähgliedern ein Gutaufnahmeglied angeordnet ist, um einen Schwad zu erzeugen, der sich auf beiden Seiten des Aufnahmegliedes erstreckt. Die beiden Schwadbleche an den Enden des Mähbalkens sind dann oft überflüssig. Um eine gute Arbeitsweise zu erzielen, ist es jedoch zweckmäßig, auf dem Mähglied jeder Gruppe, das am weitesten von dem Gutaufnahmeglied entfernt ist, ein Gutführungsglied anzuordnen, das vorzugsweise durch ein abgeschrägtes konisches oder haubenförmiges Glied gebildet ist.

Um unter wechselnden Bedingungen, wie z. B. unterschiedlicher Gutlänge, ungleichmäßiger Gutlänge, unterschiedlichen Gutarten usw., eine gute Schwadbildung zu erzielen, ist das Gutaufnahmeglied gemäß der Erfindung beweglich angeordnet. Bei einer vorteilhaften Ausführungsform ist das Gutaufnahmeglied an einem Rahmenträger angebracht, der über dem Mähbalken angeordnet ist. Insbesondere ist das Gutaufnahmeglied an dem Rahmenträger verschiebbar angeordnet, wobei das Gutaufnahmeglied ferner in der Höhe und/oder in Arbeitsrichtung der Maschine bewegbar oder eventuell in Seitwärtsrichtung schwenkbar angeordnet ist. Die Maschine kann in der üblichen Weise mit einer Schutzhaube versehen sein; gemäß der Erfindung ist diese so groß, daß auch das Gutaufnahmeglied abgedeckt ist.

Zum besseren Verständnis der Erfindung und um zu zeigen, wie sie verwirklicht werden kann, wird im folgenden als Beispiel auf eine in den beigefügten Zeichnungen gezeigte Ausführungsform Bezug genommen.

Fig. 1 zeigt in Draufsicht eine erfindungsgemäße Mähmaschine, während

Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II in Fig. 1 zeigt.

Die in den Zeichnungen gezeigte Mähmaschine enthält ein Mähwerk 1, das mit einem Tragrahmen 2 verbunden ist, mittels dessen die Mähmaschine an die Hebevorrichtung 3 eines Schleppers oder dergleichen angeschlossen werden kann, wie in Fig. 1 gezeigt.

Das Mähwerk 1 umfaßt einen Mähbalken 4, der einen Träger 5 und eine sich bei der vorliegenden Ausführungsform auf sechs belaufende Anzahl von Mähgliedern 6 enthält, die an dem Träger 5 drehbar abgestützt sind. Bei dieser Ausführungsfarm ist der Träger 5 aus einer Anzahl von Getriebegehäusen 7 und dazwischen angeordneten Zwischenelementen 8 zusammengesetzt. Die Getriebegehäuse 7 und die Zwischenelemente 8 sind durch ein Zugglied miteinander verbunden, das sich in nicht dargestellter Weise über die gesamte Länge des Trägers 5 erstreckt, derart, daß das Zugglied die Getriebegehäuse 7 und die Zwischenelemente 8 gegeneinander verspannt. Die Mähglieder 6 sind in nicht dargestellter Weise mit Wellen verbunden, die in den Getriebegehäusen 7 drehbar gelagert und gehalten sind, derart, daß die Mähglieder 6 um vertikal ausgerichtete Drehachsen in Drehung versetzt werden können. Um die Mähglieder 6 im Betrieb in Drehung zu versetzen, ist in dem Träger 5 eine Antriebsweile angeordnet, und in den Getriebegehäusen 7 sind Getriebeglieder angeordnet, derart, daß die verschiedenen Mähglieder in der gewünschten Richtung um die Drehachsen in Drehung versetzt werden können. Die Getriebeglieder in dem Träger 5 werden in nicht dargestellter Weise über in dem Tragrahmen 2 angeordnete Getriebeglieder von der Zapfwelle des Schleppers oder dergleichen angetrieben, an den die Mähmaschine mittels des Tragrahmens 2 angeschlossen ist. Bei der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform sind die nebeneinander angeordneten Mähglieder in zwei Gruppen unterteilt, wobei die Drehrichtung der Mähglieder innerhalb einer Gruppe dieselbe ist. Außerdem ist die Drehrichtung der Mähglieder innerhalb einer Gruppe entgegengesetzt zu der der Mähglieder innerhalb der anderen Gruppe und zur Mitte des Mähbalkens 4 hin in bezug auf die Arbeitsrichtung der Maschine nach hinten gerichtet, wie durch die Pfeile in Fig. 1 bezeichnet. Vorzugsweise ist, wie bei der vorliegenden Ausführungsform gezeigt, ein Gutführungsglied 9 auf den äußeren Mähgliedern jeder Gruppe von Mähgliedern angeordnet. Dabei sind dis Gutführungsglieder 9 als abgeschrägte konische oder haubenförmige Glieder ausgebildet.

An dem Mähbalken 4 ist ein Halter 10 befestigt, der sich an dem nahe dem Tragrahmen 2 gelegenen Ende nach oben erstreckt. Mit dem oberen Ende des Halters 10 ist ein Rahmenträger 11 verbunden, der sich in horizontaler Richtung über dem Mähbalken 4 erstreckt. An dem Rahmenträger 11 ist in herkömmlicher Weise eine vorzugsweise hochklappbare Schutzhaube 12 angebracht.

Hinter dem Mähbalken 4 ist in der Mähmaschine zwischen den beiden Gruppen von Mähgliedern ein Gutaufnahmeglied 13 angeordnet, um einen sich auf beiden Seiten dieses Aufnahmegliedes erstreckenden Schwad zu erzeugen. Das Gutaufnahmeglied 13 ist an dem Rahmenträger 11 befestigt und vollständig oder größtenteils unter der Schutzhaube 12 angeordnet. Bei der hier gezeigten Ausführungsform ist das Gutaufnahmeglied 13 durch eine Platte 14 aus einem elastischen oder flexiblen Material, wie z. B. Gummi, gebildet, wobei die Platte an einem Flachteil 15 befestigt ist. Das Flachteil 15 ist hochschwenkbar und in seiner Längsrichtung bewegbar mit einem Plattenelement 16 verbunden. Zu diesem Zweck weist das Flachteil 15 eine Anzahl von Öffnungen 17 auf, wobei in dem Plattenelement 16 zwei Öffnungen vorgesehen sind, von denen eine als schlitzförmige Öffnung 18 ausgebildet ist. Das Flachteil 15 kann mit Hilfe von Bolzen 19 in den letztgenannten beiden Öffnungen festgelegt werden. Das Plattenelement 16 ist an dem Rahmenträger 11 mittels eines Plattenelementes 20 und Bolzen 21 festgeklemmt. Aufgrund der Tatsache, daß in dem Plattenelement 20 eine der beiden Öffnungen, mittels derer die Plattenelemente 16 und 20 um den Rahmenträger 11 herum miteinander verbunden sind, als schlitzförmige Öffnung 22 ausgebildet ist, kann das Gutaufnahmeglied 13 geschwenkt und in einer Schwenkposition festgelegt werden. Das Gutaufnahmeglied 13 ist auch an dem Rahmenträger 11 verschiebbar und kann, z. B. wenn die Anzahl von Mähgliedern einer Gruppe auf zwei verringert und derjenigen der anderen Gruppe auf vier erhöht wird, mittels der Bolzen 21 in einer anderen Position an dem Rahmenträger 11 festgelegt werden.


Anspruch[de]

1. Mähmaschine mit einem Mähbalken (4), der einen Träger (5) und drehbare Mähglieder (6) aufweist, die an dem Träger (5) abgestützt sind, wobei die Mähglieder (6) in mindestens zwei Gruppen unterteilt sind, wobei die Drehrichtung der Mähglieder (6) innerhalb einer Gruppe dieselbe ist und außerdem die Drehrichtung der Mähglieder (6) innerhalb einer Gruppe entgegengesetzt zu derjenigen der Mähglieder (6) innerhalb der anderen Gruppe und zur Mitte des Mähbalkens hin in bezug auf die Arbeitsrichtung der Maschine nach hinten gerichtet ist, wobei auf der Rückseite des Mähbalkens (4) zwischen den beiden Gruppen von Mähgliedern (6) ein Gutaufnahmeglied (13) angeordnet ist, das einen sich beiderseits des Aufnahmegliedes (13) erstreckenden Schwad erzeugt, dadurch gekennzeichnet, daß das Gutaufnahmeglied (13) beweglich angeordnet ist.

2. Mähmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei jeder Gruppe auf dem Mähglied (6), das am weitesten von dem Gutaufnahmeglied (13) entfernt ist, ein Gutführungsglied (9) angeordnet ist.

3. Mähmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß dieses Gutführungsglied (9) als abgeschrägtes konisches oder haubenförmiges Glied ausgebildet ist.

4. Mähmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Gutaufnahmeglied (13) an einem Rahmenträger (11) angebracht ist, der über dem Mähbalken (4) angeordnet ist.

5. Mähmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Gutaufnahmeglied (13) an dem Rahmenträger (11) verschiebbar angeordnet ist.

6. Mähmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Gutaufnahmeglied (13) höhenbewegbar ist.

7. Mähmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Gutaufnahmeglied (13) in Arbeitsrichtung der Maschine bewegbar ist.

8. Mähmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Gutaufnahmeglied (13) in Seitwärtsrichtung schwenkbar ist.

9. Mähmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Schutzhaube (12) über dem Mähbalken (4) derart angeordnet ist, daß auch das Gutaufnahmeglied (13) abgedeckt ist.







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