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Dokumentenidentifikation DE69521457T2 18.04.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0694249
Titel Ballen-Lade-Wagen um Ballen an eine Wickelvorrichtung abzugeben
Anmelder S.A.R.L. C.G.A.O., La Coquille, FR
Erfinder Dufraisse, Charles, F-24800 Thiviers Eyzerac, FR
Vertreter Sparing . Röhl . Henseler, 40237 Düsseldorf
DE-Aktenzeichen 69521457
Vertragsstaaten BE, DE, ES, GB, IT, NL
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 26.07.1995
EP-Aktenzeichen 954500112
EP-Offenlegungsdatum 31.01.1996
EP date of grant 27.06.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.04.2002
IPC-Hauptklasse A01D 90/08

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung hat eine Vorrichtung zum Aufsammeln und zum Transport von Ballen sowie zum Beschicken einer kontinuierlich arbeitenden Umbandelungsmaschine mit den so aufgesammelten Ballen zum Gegenstand.

Es sind kontinuierlich arbeitende Umbandelungsmaschinen wie etwa diejenige, die in der Patentanmeldung GB-A-2 192 172 beschrieben ist, bekannt. Derartige Maschinen sind so beschaffen, daß sie ununterbrochen eine Kunststoffolie um die Futterballen anordnen, die mittels einer Ballenpresse hergestellt worden sind und hintereinander entsprechend ihren Wickelungsachsen in einer Reihe angeordnet sind. Diese Ballen sind Walzen, deren Durchmesser etwa gleich der Höhe ist.

Wie bekannt, umfaßt eine Umbandelungsmaschine eine Beschickungsplattform, auf welche ein Ballen abgelegt wird, der mit Hilfe einer Gabel, mit der ein Traktor ausgerüstet ist, vom Feld aufgehoben worden ist, wobei der Ballen im allgemeinen durch einen Vorschubzylinder vorwärtsgetrieben wird, um ihn einen Umbandelungsring durchlaufen zu lassen, der einfach eine automatische Abspulhaspel für die Folie enthält. Der Ballen wird, während er mit der Folie umwickelt wird, nach und nach zur anderen Seite des Ringes geschoben, wobei die Vorschubgeschwindigkeit und die Geschwindigkeit des Abspulens der Folie aufeinander abgestimmt sind, um das gewünschte Ergebnis und insbesondere ein gutes Übereinanderliegen der Folienschichten zu erzielen.

Wenn der erste Ballen umwickelt ist, wird ein zweiter Ballen auf der Ablage angeordnet und nimmt den Schub des Zylinders auf der den Durchgang des zweiten Ballens durch den Umbandelungsring, aber auch den Vorschub des ersten Ballens bewirkt, da der zweite Ballen auf den ersten drückt, so daß ein ununterbrochener Strang von Futter und/oder Stroh gebildet wird.

Im weiteren Verlauf der Beschreibung sowie in den Ansprüchen wird unter Futter jede Pflanze verstanden, die im feuchten Zustand für eine Gärfutteraufbereitung oder im trockenen Zustand in einer Schutzhülle vom Typ Kunststoffolie aufbewahrt werden kann.

Wenn der Strang gebildet ist, wird er vor Ort auf dem Feld an einer zuvor vom Landwirt festgelegten Stelle abgelegt.

Der Rahmen, der die Umbandelungsmaschine trägt, ist auf Rädern befestigt, um ihn bewegen zu können, und umfaßt im allgemeinen eine Entleerungsplattform, die an den Umbandelungsring angrenzt und bis in die unmittelbare Nähe des Bodens geneigt ist und den Strang während seiner Bildung aufnimmt. Diese Entleerungsplattform besitzt Rollen, die ermöglichen, daß der Strang, dessen äußere Oberfläche eine Kunststoffolie ist, geschoben wird, ohne daß die Folie zerreißt.

In dem Maße, in dem Ballen hinzugefügt werden, verschiebt die Vorschubvorrichtung durch die Rückstoßwirkung den Anhänger der Umbandelungsmaschine, so daß der Strang an Ort und Stelle bleibt, während der Anhänger zurückweicht, wodurch vermieden wird, daß der Strang und folglich die Folie über den Boden schleift.

Manche Umbandelungsmaschinen besitzen eine integrierte Motorisierung, welche die hydraulische Kraft liefert, die für die Betätigung der verschiedenen Antriebsorgane, insbesondere für den Vorschubzylinder und die automatische Folienabspulhaspel erforderlich ist.

Ein solcher Arbeitsvorgang der Umbandelung wird von Landwirten sehr geschätzt; damit er jedoch erfolgreich ist, muß er zu einem in Abhängigkeit von dem zu umbandelnden Produkt genau bestimmten Zeitpunkt und vor allem schnellstmöglich nach dem Verlassen der Ballenpresse durchgeführt werden.

Dieser Arbeitsvorgang ist langwierig und mühselig, denn der Landwirt muß über den gesamten Acker fahren, um die Ballen nacheinander aufzusammeln, was in besonderem Maße zutrifft, wenn der Betrieb eine große Fläche aufweist, und/oder wenn sich die Wetterbedingungen verschlechtern und die Zeit begrenzt ist.

Es ist vorstellbar, die Ballen auf einem Anhänger zusammenstellen; jedoch sind in diesem Fall noch mehr Gerätschaften erforderlich, denn ein erster Traktor ist für die Handhabung der Ballen sowohl beim Beladen als auch beim Entladen notwendig und ein weiterer Traktor ist notwendig, um den Anhänger fortzubewegen. Ein einziger Traktor, der für beide Arbeitsgänge eingesetzt wird, führt nämlich eher zu einem Verlust als zu einem Gewinn an Zeit.

Andererseits muß die Umbandelungsmaschine bedient und gleichzeitig mit Ballen beschickt werden, was den Landwirt zu häufigem Aufsteigen und Absteigen von seinem Sitz oder zum Einsatz von zusätzlichem Personal zwingt, dassich diesem einfachen Vorgang widmet.

Die vorliegende Erfindung hat zum Ziel, diese Nachteile zu beseitigen, indem eine Vorrichtung zum Aufsammeln und Transportieren von Ballen sowie zum Beschicken einer Umbandelungsmaschine oder jeder anderen Maschine zur Verarbeitung dieser Ballen geschaffen wird. Außerdem ermöglicht eine Weiterentwicklung der Vorrichtung gemäß der Erfindung, die Eigenmotorisierung der Umbandelungsmaschine einzusparen und die hydraulische Kraft des Traktors zu nutzen.

Die Vorrichtung gemäß der Erfindung weist zahlreiche Vorteile auf, denn sie erläubt, weniger Gerätschaften einzusetzen, die Preise und die Betriebskosten der eingesetzten Gerätschaften zu verringern, das Bedienungspersonal zu verringern und die Arbeitsbedingungen dieses Personals zu verbessern. Vor allem ermöglicht sie, den Vorgang mit einer großen Schnelligkeit unter optimalen Bedingungen für die Lagerung des Produkts auszuführen.

Dazu ist das landwirtschaftliche Gerät gemäß der Erfindung, das mit Hilfe eines Traktors bewegt werden kann und mit einer Hydraulikzentrale versehen ist, für das Aufsammeln und den Transport von durch eine Ballenpresse hergestellten Ballen und für die Beschickung einer kontinuierlich arbeitenden Umbandelungsmaschine mit den auf diese Weise aufgesammelten Ballen durch die technischen Merkmale des Anspruchs 1 gekennzeichnet.

Gemäß einem weiteren Merkmal umfaßt der Anhänger eine Kupplung mit einer orientierbaren Deichsel.

Eine der Rampen ist schwenkbar um eine zur Längsachse des Anhängers parallele Achse und in direkter Nähe der Trennvorrichtung angebracht und mit Betätigungsmitteln versehen, damit die Rampe eine erste untere Position parallel zur Plattform und eine zweite Position, die in bezug auf die Plattform zu der daneben befindlichen Rampe geneigt ist, einnehmen kann.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann die Rampe geneigt und feststehend sein.

Gemäß einer weiteren Variante umfaßt der Anhänger eine einzige Rampe, die mit Rollen sowie mit Mitteln zum Bewegen der Ballen ausgerüstet ist, die eine Kette in geschlossener Schleife umfassen, die zwischen zwei Antriebsrollen beiderseits der mittigen Längsachse des Anhängers gespannt ist und in regelmäßigen Abständen Schubstäbe für die Ballen trägt.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfassen die Beladungsmittel eine Gabel, die mit Zinken versehen ist, die zur Längsachse des Anhängers parallel sind und an Armen befestigt sind, die zur Längsachse des Anhängers senkrecht sind. Diese Arme sind mit Betätigungsmitteln versehen und so angebracht, daß sie um eine zur Längsachse des Anhängers parallele Achse zwischen einer ersten Position, in der die Gabel die Höhe des Bodens erreicht, und einer zweiten Position, in der die Arme angehoben sind, schwenkbar sind.

Eine Verbesserung des vorliegenden Anhängers sieht Fluidverbinder vor, die so beschaffen sind, daß sie mit zugehörigen Verbindern, die an der Umbandelungsmaschine vorgesehen sind, zusammenwirken, wobei diese Verbinder für einen automatischen Anschluß/ eine automatische Trennung vorgesehen sind. Außerdem kann eine mittige Trennvorrichtung vorgesehen sein, deren oberer Abschnitt ein umgekehrtes V aufweist.

Auch kann eine Trennvorrichtung mit Betätigungsmittel vorgesehen werden, welche Gelenke am Kopf und am Fuß jeder Stange umfassen, so daß ein in bezug auf die Plattform verformbares Parallelogramm gebildet wird, dessen zusammengelegte oder aufgerichtete Stellung mit Hilfe eines Stellzylinders erhalten wird.

Die Erfindung ist nachfolgend gemäß einer besonderen Ausführungsform nicht einschränkend in verschiedenen Varianten mit Bezug auf die beigefügte Zeichnung beschrieben, worin

- Fig. 1 eine Ansicht einer Umbandelungsmaschine zeigt, wie sie in Verbindung mit der Vorrichtung gemäß der Erfindung verwendet wird;

- Fig. 2 eine Seitenansicht einer ersten Ausführungsform der Vorrichtung gemäß der Erfindung zeigt;

- Fig. 3 eine Vorderansicht der ersten Ausführungsform der Vorrichtung gemäß der Erfindung zeigt;

- Fig. 4 einen Aufriß einer zweiten Ausführungsform der Vorrichtung gemäß der Erfindung zeigt; und

- die Fig. 5A bis 5D ein Gebrauchsschema der Vorrichtung gemäß der Erfindung zeigt.

In Fig. 1 ist eine vereinfachte Umbandelungsmaschine dargestellt, die die verschiedenen Elemente umfaßt, die für die verschiedenen Funktionen notwendig sind, ohne den für die vollständige und industrielle Herstellung einer solchen Maschine notwendigen Zubehörteilen Bedeutung beizumessen.

Ein auf Rädern 12 befestigter Rahmen 10 umfaßt eine Beschickungsplattform 14, einen Umbandelungsring 16 und eine Entleerungsplattform 18.

Die Beschickungsplattform 14 umfaßt eine Auflage 20, auf welche der Ballen 22 wie gezeigt abgelegt wird, aber auch einen Zylinder 24, der den Ballen durch den Umbandelungsring 16 schiebt.

Eine autonome Motorisierung 26 ermöglicht, die hydraulische Kraft über ein Verteilungsnetz, das wegen der Übersichtlichkeit der Zeichnung nicht gezeigt ist, an die Gesamtheit der Betätigungsorgane zu liefern.

Geländer 28 sichern die Führung des Ballens und verhindern, daß er seitlich wegrollt.

Der Umbandelungsring 16 umfaßt einen ringförmigen feststehenden Träger 30, der mit dem Rahmen verbunden und an diesem verankert ist, in welchem sich ein Drehgestell 32 dreht, das eine Abspulhaspel 34 für die Folie mit den erforderlichen Zugwalzen 36 trägt.

Ein Hydraulikmotor ist unter 38 dargestellt; er sichert die Drehbewegung des Drehgestells 32 entlang des ringförmigen feststehenden Trägers 30, insbesondere die Drehbewegung eines zweiten (nicht gezeigten) ringförmigen Trägers, der koaxial zum ersten angeordnet ist und von diesem geführt wird, wobei das Drehgestell 32 mit diesem zweiten Träger fest verbunden ist.

Ein Geländer 40 sichert außerdem die Führung am Ausgang des Umbandelungsrings 16.

Die Entleerungsplattform 18 umfaßt eine geneigte oder neigbare Rampe 42, die mit Rollen 44 ausgestattet ist, die die Translationsbewegung des umwickelten Strangs von Ballen ermöglichen.

In bekannter Weise wird der Ballen auf der Auflage 20 abgelegt, dann sichert der Zylinder 24 seine Translationsbewegung durch den Umbandelungsring. Das Drehgestell 32 wird in Drehung versetzt, nachdem das Einsetzen des Umwicklungsvorgangs am Ende des Ballens sichergestellt worden ist.

Während der Vorwärtsbewegung des Ballens, nachdem der Strang gebildet und das Ende dieses Strangs auf den Boden abgelegt worden ist, fährt der Rahmen in Richtung des Pfeils 46 zurück, während der Strang in bezug auf den Boden unbeweglich bleibt.

Die Vorrichtung gemäß der Erfindung umfaßt einen Anhänger 50 mit einer auf Rädern 54 befestigten Auflage 52 und ist mit einer orientierbaren Kupplung 56 sowie mit Beladungsmitteln 58 versehen.

Die Auflage 52 umfaßt in einer ersten Ausführungsform zwei Rampen 60 und 62, die nebeneinander liegen und parallel zueinander der Längsachse des. Anhängers, also der Achse, die mit der Richtung der durch die Räder auferlegten Bewegung zusammenfällt, folgen.

Diese beiden Rampen 60, 62 umfassen vorteilhaft, jedoch nicht notwendig, Rollen 64, die quer ausgerichtet sind, um ein leichtes Verschieben entlang der Längsachse oder parallel zu dieser zu ermöglichen.

Die Rampe 60, die in bezug auf die Richtung der Vorschubbewegung auf der rechten Seite angeordnet ist, ist drehbar um eine Achse 66 befestigt, die parallel zur Längsachse und in unmittelbarer Nähe der mittigen Hauptachse der Auflage 52 ist.

Zwei seitliche Geländer 68 und 70 verhindern das Herabfallen der Ballen und sichern die Führung, wie dies im weiteren Verlauf der Beschreibung erläutert wird.

Die links angeordnete Rampe 62 ist in bezug auf die Auflage des Anhängers feststehend.

Eine mittige Trennvorrichtung 72, die zwischen den beiden Rampen 60 und 62 angeordnet ist, umfaßt Mittel zum Einfahren 74 der Trennvorrichtung auf die Auflagefläche. Diese Mittel zum Einfahren sind in Fig. 3 symbolisch in Form eines Zylinders dargestellt, der die Trennvorrichtung zwischen einer ersten, oberen Position, in welcher sie aus der Auflage herausragt und die zwei durch die beiden Rampen 60 und 62 definierten Bahnen voneinander trennt, und einer unteren Position, in der die Trennvorrichtung eingefahren ist, wodurch die zwei Bahnen miteinander verbunden werden, bewegt. Diese Möglichkeit des Einfahrens ist durch den Doppelpfeil 73 symbolisch dargestellt.

Auffällig ist die besondere Form der Trennvorrichtung, die oben ein umgekehrtes V aufweist, das die Trennung der aufgereihten Ballen erleichtert und das Ausfahren der Trennvorrichtung vereinfacht.

Jede Bahn umfaßt außerdem Mittel zur Handhabung der Ballen, die rechts 76 und links 78 angeordnet sind, durch einen Zylinder für die Handhabungsmittel 76 und durch eine unterbrochene Linie für die Handhabungsmittel 78 symbolisch dargestellt sind und eine Kette mit einer Platte umfassen, die die Druckvorrichtung bildet, wobei eine derartige Kette dem Stand der Technik wohlbekannt ist und auch in der Variante verwendet wird, die später beschrieben wird.

Die rechts befindlichen Handhabungsmittel 76 stellen die Bewegung der Ballen von vorn nach hinten sicher, und die links befindlichen Handhabungsmittel 78 stellen die Bewegung der Ballen von hinten nach vorn sicher.

Die Kupplung 56 umfaßt eine Deichsel 80 bekannten Typs; sie ist jedoch schwenkbar und in der Waagerechten mit Orientierungsmittel 82 versehen, um die Traktion außerhalb der Achse wirken lassen zu können. Diese Mittel umfassen einen Stellzylinder, wovon die eingezogene Stellung des Kolbens der Grundstellung der Deichsel in Mittelstellung parallel zur Längsachse des Anhängers entspricht und die ausgefahrene Stellung des Kolbens einer Neigung der Deichsel nach rechts entspricht, wodurch der Raum vor der linken Bahn 62 freigegeben wird.

Die Beladungsmittel 58 umfassen eine Gabel 84 mit zwei Zinken 86, die nach vorn und parallel zur Längsachse ausgerichtet sind. Zwei winklige Arme 88, auf denen diese Gabel befestigt ist, sind in bezug auf die Auflage um eine Achse 90 schwenkbar angebracht und mit Mitteln zur Bewegung um diese Achse 92 versehen. Diese Mittel zur Bewegung 92 umfassen einen Stellzylinder, der in einer ersten Stellung zum Aufsammeln ermöglicht, die Gabel wie eine Schöpfkelle auf den Boden zu legen, und der in einer zweiten, angehobenen Stellung, in die die Arme schwenken, wobei sie sich der Vertikalen nähern, wie das in Fig. 3 dargestellt ist, das Beladen der Auflage ermöglicht. Außerdem kann in einer besonders interessanten Anordnung ein einzelner Stellzylinder vorgesehen sein, der zwischen den Armen und der Deichsel 80 eingefügt ist und die beiden Stellzylinder 82 und 92 ersetzt. In diesem Fall ist entweder die Deichsel verkeilt und der Stellzylinder betätigt die Arme oder aber die Deichsel ist durch Zurückziehen des Keils frei drehbar und der Stellzylinder betätigt die Arme.

In den Fig. 2 und 3 sind einige Ballen gestrichelt dargestellt.

Außerdem ist in Fig. 3 die Rampe 60 in der geneigten Stellung gestrichelt dargestellt.

Die Funktionsweise der Vorrichtung gemäß der Erfindung ist nachfolgend mit Bezug auf die Fig. 5A bis 5D angegeben.

Der Landwirt verwendet eine Ballenpresse, um Ballen zu erzeugen, die auf dem bearbeiteten Acker so verstreut werden, wie sie die Presse verlassen.

Außerdem bringt er eine Umbandelungsmaschine mit auf den Acker, die er den Anfang des Platzes stellt, auf dem er den Ballenstrang lagern möchte.

Er kuppelt dann den Hänger 50 an, fährt auf den Acker und sammelt die Ballen einen nach dem anderen auf.

Dazu senkt er die Arme 88 durch Betätigen des Stellzylinders 92, die eine Schöpfkelle bildenden Zinken 86 nehmen den Ballen auf, wobei die Annäherung mit reduzierter Geschwindigkeit erfolgt, so daß die Achse der Wicklung des Ballens parallel zu den Zinken ist. Der Landwirt stoppt, wenn der Ballen auf den Zinken liegt, und hebt durch Betätigen des Stellzylinders 92 die Arme an, damit der Ballen rollt und an der Trennvorrichtung, die in aufgerichteter Stellung ist, um einen Anschlag zu bilden, zur Anlage gelangt. Der erste Ballen befindet sich folglich im vorderen Teil der ersten Rampe 60.

Der Landwirt bewegt sich dann zu einem weiteren Ballen, wobei er während dieser Fortbewegung den Ballen, der soeben aufgeladen worden ist, durch Betätigen der Mittel 76 in Richtung des hinteren Teils der Rampe 60 transportiert.

So fährt er nacheinander fort, bis die Bahn der Reihe 60 voll ist. Dann fährt er durch Betätigen des Stellzylinders 74 die mittige Tennvorrichtung 74 ein und läßt gleichzeitig die Rampe 60 um die Achse 66 schwenken, was sofort zur Folge hat, daß die Ballen in die der Rampe 62 entsprechende Bahn rollen.

Die Trennvorrichtung wird daraufhin wieder aufgerichtet, damit sie die beiden durch die zwei Rampen definierten Bahnen wieder voneinander trennt.

Der Landwirt füllt erneut die durch die Rampe 60 definierte Bahn auf, so daß der Anhänger mit einer großen Anzahl von Ballen, etwa zehn, um eine Größenordnung anzugeben, beladen ist.

Der Landwirt kehrt wieder zu der Umbandelungsmaschine zurück, gegen die er fährt, wobei er zuvor den Zylinder 82 betätigt hat, um die Deichsel aus ihrer Achse zu bewegen, so daß sich der Anhänger 50 der Beschickungsplattform der Umbandelungsmaschine nähern kann, wobei die Rampe 62 wie in Fig. 5A gezeigt zur Umbandelungsmaschine ausgerichtet wird.

Der Landwirt kann dann die Umbandelungsmaschine in Gang setzen. Durch Betreiben der Kette 78 beschickt er die Plattform der Umbandelungsmaschine mit den Ballen, die in der Bahn angeordnet sind, die der Rampe 62 entspricht, indem er sie von hinten nach vorn laufen läßt. Dies ist durch die Pfeile 90 angegeben, und die Folge ist ein Zurücksetzen der Umbandelungsmaschine, aber auch der aus dem Anhänger 50 und dem Traktor bestehenden Gesamtheit durch die Rückstoßwirkung, wie durch die Pfeile 92 angegeben ist.

Der Landwirt setzt diese Tätigkeit fort, bis die fünf Ballen umwickelt sind, dann führt er ein Manöver aus, das darin besteht, die Ballen von der Bahn, die durch die Rampe 60 definiert ist, auf die durch die Rampe 62 definierte Bahn zu kippen, um diese fünf neuen Ballen nach den fünf ersten zu umwickeln. Diese Operation erfolgt durch Absenken der Trennvorrichtung und Schwenken der Rampe 60 um die Achse 66. Dies ist in Fig. 5B gezeigt.

In Fig. 5c werden, bis die Auflagefläche von den Ballen geleert ist, was der Darstellung von Fig. 5D entspricht, die Ballen durch den Schub in Richtung der Umbandelungsmaschine umwickelt.

Die Umbandelungsmaschine wird gestoppt und die aus Traktor und Anhänger bestehende Gesamtheit wird von der Umbandelungsmaschine getrennt, damit der Landwirt einen neuen Zyklus ausführen kann.

Es sind zahlreiche Varianten möglich, wovon eine in Fig. 4 gezeigt ist. In diesem Fall sind die Beladungsmittel 58 völlig gleich, jedoch ist die Auflage anders beschaffen. Es ist nämlich eine Kette 100 vorgesehen, die zwischen einer vorderen Antriebsrolle 101 und einer hinteren Antriebsrolle 102 gespannt ist. Die Kette ist in der mittigen Zone angeordnet und jeder ihrer Stränge ist mit Schubstäben 104 versehen, die regelmäßig entlang der Kette verteilt sind und dazu vorgesehen sind, mit einem Schub auf die Ballen einzuwirken.

Außerdem umfaßt die Auflage eine Rampe 106 in Form eines U, dessen Schenkel den Rampen 60 und 62 der vorhergehenden Ausführungsform entsprechen.

Diese Rampen sind genau wie vordem mit Rollen ausgestattet, jedoch sind in der Kurve die Rollen konisch, um eine gute Drehbewegung der Ballen sicherzustellen. Der Fachmann sollte ein Führungsgeländer vorsehen, damit sich der Ballen in der Kurve dreht, ohne festgeklemmt oder abgeworfen zu werden.

Diese Ausführungsform ermöglicht, die Ballen nacheinander mit Hilfe einer einzigen Kette umlaufen zu lassen, sobald sie durch die Arme 88, die im Vergleich zu der vorhergehenden Ausführungsform unverändert bleiben, auf den Anhänger abgelegt worden sind.

Die übrigen wesentlichen Teile des Anhängers bleiben ebenfalls unverändert und tragen die gleichen Bezugszeichen wie zuvor.

Die Wahl der Ausführungsform wird vom Typ der Ballen und ihren Abmessungen geleitet.

Ausgehend von diesen Ausführungsformen sind Weiterentwicklungen möglich, wobei insbesondere vorgesehen werden könnte, für jeden Umbandelungszyklus die Hydraulik des Traktors an die Umbandelungsmaschine anzuschließen, wodurch die Installation einer besonderen Motorisierung vermieden wird und ihre Wartung, zumal bei Gebrauch, nebensächlich wird. Dies wird nicht allgemein für Verbrennungsmotoren angestrebt.

Außerdem kann zwischen dem Anhänger und der Umbandelungsmaschine eine automatische Hydraulikverbindung mittels einer präzisen Annäherung des Anhängers und mittels Installation von geeigneten Fluidverbindern 108 an den Anhänger und an der Umbandelungsmaschine vorgesehen werden.

Im Fall der maßgeblichen Ausführungsform, die eine schwenkbar angebrachte Rampe umfaßt, kann auch eine Abgabe der Ballen über den hinteren Teil des Anhängers vorgesehen werden. Dies kann den Wegfall einer schwenkbaren Kupplung ermöglichen, damit ergibt sich jedoch eine schwierige Annäherung, denn aufgrund der fehlenden Sicht ist das Manöver für den Landwirt heikel geworden.

Selbstverständlich ist die soeben gegebene Beschreibung für runde Ballen angefertigt worden, für viereckige Ballen wäre sie jedoch mit Ausnahme der U- förmigen Rampenvariante, die schwieriger umzusetzen ist, völlig gleich.

In gleicher Weise ist eine neigbare Rampe 60 vorgesehen, jedoch kann diese Rampe unbeweglich und ständig geneigt sein.

Die Wirkung unterscheidet sich darin, daß die abgelegten Ballen sofort einer nach dem anderen und nicht in einer ganzen Reihe gleichzeitig auf die Rampe 62 rollen. In diesem Fall ist die Trennvorrichtung vom Beginn des Beladen an eingefahren und wird erst ausgefahren, wenn die Rampe 62 voll ist, bevor zum Füllen der Rampe 60 übergegangen wird.

Auf dieselbe Art besteht eine besonders interessante Variante darin, eine Trennvorrichtung vorzusehen, die durch Zusammenlegen in der Längsachse des Anhängers eingefahren werden kann. Die Füße der Trennvorrichtung sind gelenkig in Richtung des oberen Teils in bezug auf die horizontale Stange, die das umgekehrte V trägt, und des unteren Teils in bezug auf die Auflage, wobei diese Achsen quer verlaufend sind. Ein Zylinder sichert das Aufrichten oder das Absenken der Trennvorrichtung, da die Gesamtheit ein verformbares Parallelogramm bildet.

Ebenso besteht eine weitere Variante darin, von wenigstens einem querliegenden Zylinder Gebrauch zu machen, der mit einer Druckvorrichtung ausgestattet ist, und so die Ballen von einer Rampe auf die andere überführen kann.

Derartige Anordnungen sind dem Fachmain eingängig und den Erfordernissen angepaßt.

Die Rampen sind als Platten gezeichnet, es ist jedoch möglich, sie in Bogenform vorzusehen, damit sie besser mit den Ballen zusammenwirken. Das Kippen wird in diesem Fall durch ein Schwenken der beiden Bögen erzielt, wobei der eine hinsichtlich des Einfahrens des Mittelteils beispielsweise angelenkte Schwingarme umfaßt.


Anspruch[de]

1. Landwirtschaftliches Gerät, das mit Hilfe eines Traktors bewegbar ist und mit einer Hydraulikzentrale versehen ist, umfassend einen Anhänger (50), der mit Mitteln (58) zum Aufladen von durch eine Ballenpresse hergestellten Ballen, wenigstens einer Rampe (60, 62, 106), die dazu vorgesehen ist, diese Ballen aufzunehmen, und Mitteln zum Verschieben dieser Ballen auf der Rampe versehen ist, wobei sich das Gerät für die ununterbrochene Beschickung einer Umbandelungsmaschine mit den auf diese Weise gesammelten und transportierten Ballen eignet, dadurch gekennzeichnet, daß der Anhänger zwei nebeneinander angeordnete Rampen (60, 62), die zur Längsachse des Anhängers parallel sind, sowie eine mittige Trennvorrichtung (72) umfaßt, wobei seitliche Geländer (68, 70) zum Halten und Führen der auf diesen Rampen angeordneten Ballen von vorn nach hinten bzw. von hinten nach vorn vorgesehen sind.

2. Landwirtschaftliches Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anhänger eine Kupplung (56) mit einer orientierbaren Deichsel (80) umfaßt.

3. Landwirtschaftliches Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine der Rampen (60) schwenkbar um eine zur Längsachse des Anhängers parallele Achse (66) und in direkter Nähe der Trennvorrichtung (72) angebracht ist und mit Betätigungsmitteln (74) versehen ist, damit die Rampe eine erste untere Position parallel zur Plattform und eine zweite Position, die in bezug auf die Plattform zu der daneben befindlichen Rampe (62) geneigt ist, einnehmen kann.

4. Landwirtschaftliches Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine der Rampen (60) so angebracht ist, daß sie quer zu der daneben angeordneten Rampe in der festen Position geneigt ist.

5. Landwirtschaftliches Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Anhänger eine einzige U-förmige Rampe (106) umfaßt, die mit Rollen sowie mit Mitteln zum Bewegen der Ballen ausgerüstet ist, die eine Kette (100) in geschlossener Schleife umfassen, die zwischen zwei Antriebsrollen (101, 102) beiderseits der mittigen Längsachse des Anhängers gespannt ist und in regelmäßigen Abständen Schubstäbe (104) für die Ballen trägt.

6. Landwirtschaftliches Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Beladungsmittel (58) eine Gabel (84) umfassen, die mit Zähnen (86) versehen ist, die zur Längsachse des Anhängers parallel sind und an Armen (88) befestigt sind, die zur Längsachse des Anhängers senkrecht sind, mit Betätigungsmitteln (92) versehen sind und so angebracht sind, daß sie um eine zur Längsachse des Anhängers parallele Achse (90) zwischen einer ersten Position, in der die Gabel (84) die Höhe des Bodens erreicht, und einer zweiten Position, in der die Arme (88) angehoben sind, schwenkbar sind.

7. Landwirtschaftliches Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Anhänger Fluidverbinder (108) umfaßt, die so beschaffen sind, daß sie mit zugehörigen Verbindern, die an der Umbandelungsmaschine angeordnet sind, zusammenwirken, wobei diese Verbinder für einen automatischen Anschlußleine automatische Trennung vorgesehen sind.

8. Landwirtschaftliches Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die mittige Trennvorrichtung (72) in ihrem oberen Abschnitt ein umgekehrtes V aufweist.







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