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Dokumentenidentifikation DE69522519T2 25.04.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0701388
Titel Kochofen ausgestattet mit einem verbesserten Feuchtigkeitssensor
Anmelder Eletrolux Professional S.p.A., Prodenone, IT
Erfinder Tassan Mangina, Franco, I-33080 Marsure di Aviano, Pordenone, IT
Vertreter Herrmann-Trentepohl und Kollegen, 81476 München
DE-Aktenzeichen 69522519
Vertragsstaaten CH, DE, ES, FR, GB, IT, LI, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 21.07.1995
EP-Aktenzeichen 951115070
EP-Offenlegungsdatum 13.03.1996
EP date of grant 20.09.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.04.2002
IPC-Hauptklasse H05B 6/80
IPC-Nebenklasse H05B 6/68   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Kochherd für Lebensmittel, welcher mit einer Feuchtigkeitsmeßeinrichtung versehen ist, um den Feuchtigkeitsgrad im Kochraum während der Kochvorgänge auf einem vorbestimmten Wert zu halten. Ein solcher Kochherd ist aus EP-A-567 813 bekannt.

In der folgenden Beschreibung der vorliegenden Erfindung wird insbesondere auf einen Kochherd für Lebensmittel in Catering- oder Lebensmittelversorgungseinrichtungen Bezug genommen. Es wird jedoch darauf hingewiesen, daß das hier Beschriebene und Beanspruchte in gleicher Weise auch für jeden anderen Typ eines Kochherdes für Lebensmittel zutreffend ist.

Es sind bereits Kochherde für Lebensmittel bekannt, welche im wesentlichen durch ein kastenartiges Gehäuse gebildet werden, das einen inneren Kochraum besitzt, in welchem das zu kochende Lebensmittel ordnungsgemäß angeordnet wird, wobei eine zwangsgeführte Heißluftzirkulation im Kochraum mittels eines gasbefeuerten oder elektrischen Wärmegenerators und mindestens eines Lüfters erzeugt wird.

Diese Kochherde für Lebensmittel sind mit geeigneten thermostatischen Betriebseinrichtungen zur automatischen Anpassung der gewählten Kochtemperatur für das Lebensmittel versehen, und diese thermostatischen Steuereinrichtungen sind mit entsprechenden Temperaturwahleinrichtungen verbunden, welche durch den Benutzer auf die nach Art und Menge des zu kochenden Lebensmittels erforderliche Temperatur eingestellt werden können, bevor jeder Kochprozeß beginnt.

Die thermostatischen Temperatursteuereinrichtungen für diese Herde arbeiten in einer solchen Weise, daß sie die Kochtemperatur innerhalb des Kochraumes des Herdes in vorbestimmten Temperaturgrenzen halten, was im allgemeinen durch zyklisches Ein- und Ausschalten sowohl des Wärmegenerators und/oder des möglicherweise vorgesehenen Dampfgenerators, wenn der Herd so gestaltet ist, daß er auch mit Dampf betrieben werden kann, sowie des Lüfters geschieht, um die Strömung der durch den Kochraum zirkulierenden Heißluft in geeigneter Weise zu verändern.

Diese Kochherde sind jedoch nicht mit irgendeiner Einrichtung zur Einstellung der Luftfeuchtigkeit innerhalb des Kochraumes versehen, wobei die Luftfeuchtigkeit in diesem Falle einen Faktor darstellt, welcher in Kombination mit der Temperatur sowohl die Qualität des Kochprozesses insgesamt und den Geschmack des gekochten Lebensmittels entscheidend beeinflußt, weil die Feuchtigkeit in Abhängigkeit von einer Anzahl von Parametern des Kochprozesses, z.B. der Kochtemperatur, des Typs und der tatsächlich zu kochenden Lebensmittelmenge, der Austauschgeschwindigkeit für die Luft im Kochraum usw. abhängig ist, so daß diese Geräte tatsächlich nicht in der Lage sind, solche optimalen Ergebnisse beim Kochen von Lebensmitteln zu erzielen, wie sie andererseits mit Bestimmtheit in höchst erwünschter Weise unter denselben Betriebsbedingungen möglich wären, wenn im Prozeß eine solche Feuchtigkeitsregelung durchgeführt werden könnte.

Andererseits sind Feuchtigkeits-Steuer- und Meßgeräte in Zusammenhang mit einer Anzahl von Anwendungen verschiedener Art bekannt, und sie werden im allgemeinen durch Halbleitersensoren realisiert, welche in den zu steuernden Feuchträumen oder -kammern angeordnet sind und mit brückenartigen elektrischen Meßschaltungen verbunden werden, welche so gestaltet sind, daß sie die entsprechenden elektrischen Signale, welche von den Sensoren erzeugt werden, so erfassen, daß diese automatisch in entsprechende Feuchtigkeitswerte für den überwachten Raum umgewandelt werden.

Noch andere Typen von Feuchtigkeitsmeßanordnungen werden durch Elemente zur Messung der Sauerstoffkonzentration in Gasgemischen, z.B. durch Zirkoniumoxidzellen gebildet, welche nach bekannten Prinzipien arbeiten.

Alle diese Feuchtigkeitsmeßgeräte und -anordnungen sind jedoch, obwohl sie genaue und richtige Meßergebnisse bilden, im allgemeinen für Anwendungen, wie sie die Messung der Feuchtigkeit in einer Umgebung beim Kochen von Lebensmitteln darstellt, wenig geeignet, wo Temperaturen vorherrschen, welche entsprechend der Art und der Menge der zu kochenden Lebensmittel zwischen etwa 100ºC und 250ºC liegen, weil die Geräte im ersten Fall beschädigt würden und deshalb nicht in der Lage wären, ihre Aufgabe weiterhin ordnungsgemäß zu erfüllen, und im zweiten Fall befänden sie sich nicht in einer Position, um weiterhin einen zuverlässigen Betrieb zu gewährleisten, weil ihre Sensorelemente Verschmutzungen unterworfen sind, wodurch sich die betreffenden Meßwerte verändern.

Es ist deshalb Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Nachteile und Beschränkungen der vorstehend erwähnten Feuchtigkeitsmeßgeräte und -anordnungen durch Schaffung eines Kochherdes für Lebensmittel zu überwinden, welcher eine Feuchtigkeitsmeßeinrichtung nach den anliegenden Patentansprüchen und der folgenden Beschreibung umfaßt, die im folgenden anhand eines die Erfindung nicht beschränkenden Beispieles und unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen beschrieben wird. Die Zeichnungen zeigen:

Fig. 1 ist eine entlang der halben Breite des Gerätes geführte vertikale Schnittansicht, welche schematisch einen erfindungsgemäßen Kochherd für Lebensmittel zeigt;

Fig. 2 ist eine horizontale Schnittansicht des in Fig. 1 dargestellten Herdes;

Fig. 3 ist die Ansicht eines konstruktiven Details der Feuchtigkeitsmeßeinrichtung;

Fig. 4 ist ein Ablaufdiagramm einer Funktionsfolge des erfindungsgemäßen Herdes;

Fig. 5 ist ein Diagramm der Zusammensetzung eines Gasgemisches, welches aus Luft und Wasserdampf besteht, in Abhängigkeit vom Luftanteil;

Fig. 6 ist eine entlang der halben Breite des Gerätes geführte vertikale Schnittansicht einer erfindungsgemäß verbesserten Ausführungsform eines Kochherdes; und

die Fig. 7 und 8 sind vergrößerte Darstellungen eines von vorn gesehenen Schnittes und eines Horizontalschnittes der in Fig. 6 dargestellten verbesserten Ausführungsform.

Zunächst soll auf Fig. 1 Bezug genommen werden, in welcher das Innere des Kochraumes eines Kochherdes für Lebensmittel für professionelle Küchen dargestellt ist, welcher einen motorbetriebenen Lüfter 1, der an der Rückseite des Kochraumes angeordnet ist, sowie geeignete Anordnungen (nicht dargestellt) umfaßt, um Mikrowellen innerhalb des Kochraumes zu erzeugen und auszubreiten, z.B. eines Typs, welcher in der europäischen Patentanmeldung Nr. 90 119 715, die vom gleichen Anmelder hinterlegt wurde, beschrieben ist.

Das Lebensmittel, welches sich im Kochraum befindet, kann in einer Anzahl von unterschiedlichen Weisen behandelt werden, z.B. durch Zwangsumlauf von Heißluft, welche durch geeignete gasbeheizte oder elektrische Wärmeerzeugungseinrichtungen (nicht dargestellt) an sich bekannter Art, durch Dampf oder durch eine Kombination von Dampf und zwangsumlaufender Heißluft oder sogar durch Mikrowellen allein oder kombiniert mit dem Zwangsumlauf von Heißluft und/oder Dampf erzeugt werden.

Der betrachtete Herd umfaßt auch eine Feuchtigkeitsmeßeinrichtung 3, welche vom Kochraum 2 umschlossen dargestellt und so angeordnet ist, daß sie in einer Weise arbeitet, wie sie im folgenden beschrieben wird.

Eine solche Anordnung wird im wesentlichen durch eine Sensoreinrichtung gebildet, die so gestaltet ist, daß sie den partiellen Sauerstoffdruck innerhalb des Kochraumes in bezug zur äußeren Umgebung mißt, wobei die Sensoreinrichtung in geeigneter Weise angeordnet und isoliert ist, um irgendwelche Interferenzen durch die anderen im Kochraum vorhandenen Gase auszuschließen, und es ist allgemein bekannt, wie auf der Basis einer solchen Messung die Feuchtigkeitsmenge, welche im Kochraum vorhanden ist, abgeleitet werden kann.

Lediglich zur Information soll der Stand der Technik für dieses spezielle Gebiet hier kurz wiederholt werden: Ein Sensor auf Zirkoniumoxidbasis zur Ermittlung der Sauerstoffkonzentrationen wird im wesentlichen durch eine Zelle gebildet, welche ein Paar darin angeordneter Elektroden besitzt (gewöhnlich aus Platin), welche darauf angewendet werden, und welche auf einer konstanten Temperatur T (normalerweise 350ºC) gehalten wird.

Eine "Referenzluft" mit bekannter und konstanter Sauerstoffkonzentration wird an einer der beiden Seiten der Zelle zugeleitet. Durch Messung der elektromotorischen Kraft der Zelle mit einem geeigneten Millivoltmeter wird eine direkte Anzeige der in Kontakt mit der Zelle befindlichen Sauerstoffkonzentration auf deren "Meßseite" erlangt.

Das vorstehend beschriebene Verfahren wird z.B. in großem Maße bei der Messung der Sauerstoffkonzentrationen in Rauchgasen angewendet.

Andererseits kann es auch mit Vorteil zur Messung der Feuchtigkeit in Luft- Dampfgemischen mit hoher Temperatur eingesetzt werden.

Basierend auf der Annahme, daß das Sauerstoff-/Stickstoffverhältnis in der Luft konstant ist, ermöglicht eine Messung der Sauerstoffkonzentration den Anteil eines dritten Gases, z.B. in diesem speziellen Fall von Wasserdampf, wenn es einer Probe der zu messenden Luft beigemischt ist, direkt zu bestimmen. Praktisch bewirkt die Anwesenheit eines dritten Gases, welches einer Luftprobe hinzugefügt wird, daß das Vorhandensein von Sauerstoff und Stickstoff in der Probe proportional herabgesetzt wird, wie dies am besten in Fig. 5 erkennbar ist. Infolgedessen läßt sich aus der Bestimmung der relativen Konzentration von Sauerstoff in einer solchen Probe oder in einem speziellen Raum, welcher ursprünglich nur mit Luft gefüllt war, d.h. z.B. im Inneren eines Kochraumes bei Beginn eines Kochprozesses, der Anteil von Gasen, z.B. von Wasserdampf, welcher eingeleitet wird und von den ursprünglichen Komponenten des Gemisches abweicht, ebenfalls bestimmen.

Deshalb ist es unter Verwendung eines normalen Zirkoniumoxidfühlers zusammen mit einer geeigneten Wandlereinrichtung möglich, die in einem Luft-/Dampfgemisch herrschende Feuchtigkeit bei Temperaturen bis zu etwa 600ºC zu messen, weil festgestellt wurde, daß das Ausgangssignal des Fühlers durch Unterschiede in der Temperatur und der Feuchtigkeit der Umgebungsluft, die als Referenzluft verwendet wird, nicht in wesentlichem Maße beeinflußt wird.

Der Herd kann weiterhin mit einem Dampferzeuger 4 zur Dampferzeugung sowie mit einer geeigneten Leitung 5 zur Zuführung des Dampfes vom Dampferzeuger 4 zum Kochraum 2 versehen sein.

Der Herd kann zusätzlich mit einem Abgasabzug 6 zum Abzug der Abgase sowie des überschüssigen Dampfes und mit einer Abzugsklappe 7 zum Schließen des Abgasabzuges zwecks Regulierung der inneren Atmosphäre im Herdraum versehen sein; er kann weiterhin mit einer Leitung 8 zum Einlassen von Wasser gegen die Flügel des Lüfters 1, um eine Zwangszirkulation der Heißluft zu sichern und einen Zerstäubungseffekt zu erzielen, wenn es mit den Heizelementen in Berührung kommt, sowie mit einem entsprechenden Absperrventil 9, welches mit der Leitung 8 verbunden ist, versehen sein.

Schließlich ist eine Drainageleitung 40 mit dem Boden des Kochraumes so verbunden, daß zurückbleibende Flüssigkeiten, z.B. Fett, Wasser und andere Nebenprodukte des Kochens bequem aus diesem entfernt werden können.

Die vorliegende Erfindung besteht darin, einen Kochherd, wie beschrieben, mit einer Feuchtigkeitsmeßeinrichtung auszurüsten, und sowohl die Anordnung 3 als auch den Kochherd selbst an eine gegenseitig kompatible Funktion in der Weise anzupassen, daß die Leistungsfähigkeit des Herdes optimiert wird.

Nunmehr soll auf die Fig. 3 Bezug genommen werden, in welcher erkennbar ist, daß die Feuchtigkeitsmeßeinrichtung 3 im wesentlichen umfaßt:

- Ein festes Elektrolyt 11 auf der Basis von Zirkoniumoxid (ZrO&sub2;),

- eine Schicht aus poröser Keramik 12, welche die Platinschwammelektrode 10 gegen aggressive Stoffe schützt,

- ein Widerstandselement 13 zum Erhitzen des Zirkoniumoxides auf eine Temperatur von etwa 350ºC zwecks Erhöhung seiner elektrischen Leitfähigkeit,

- ein Fettfilter 14 (vom Labyrinth-, Metallgewebe- oder einem ähnlichen Typ), welches zu Reinigungszwecken möglichst entnehmbar ist.

Diese Anordnung ist in einer Ausnehmung 15 aufgenommen, welche vorzugsweise durch Preßformung in einer Wand 16 des Kochraumes des Herdes vorgesehen ist.

Die Anordnung umfaßt auch eine Fläche aus Platinschwamm 17, welche eine abgedichtete Rohrform, wie die zuvor erwähnte Elektrode 10 aufweist, und welche als katalytische Elektrode dient, um die elektromotorische Kraft, welche infolge der Differenz zwischen dem Partialdruck des Sauerstoffes in der Umgebungsluft und dem im Kochraum erzeugt wird, zu verstärken.

Um zu vermeiden, daß sich Fett und andere Kochpartikel von den zu kochenden Bestandteilen während der Benutzung des Herdes auf der inneren Elektrode des Fühlers absetzen, und dabei die Elektrode umhüllen und dadurch den Fühler außer Betrieb setzen, ist es vorteilhaft, eine Schutzplatte 14 mit fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften am Eingang 13 der Ausnehmung 11, welche den Fühler einschließt, entfernbar anzubringen.

Um eine solche Schutzplatte entfernbar zu gestalten, muß diese jedoch mit einigen konstruktiven Verbesserungen zur Anbringung und zur Entfernung versehen sein, so daß zur Beseitigung von praktischen Nachteilen im weiteren eine verbesserte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung vorgeschlagen wird. Diese ist in den Fig. 6 bis 8 dargestellt, welche zeigen, daß der Fühler 3 in einer Ausnehmung 15 eingeschlossen ist, welche in einer Wand 16 des Kochraumes 2 vorgesehen ist, wobei die Ausnehmung 15 jedoch in einem Wiedereintrittsbereich 35 der Wand 16 vorgesehen ist, und der Wiedereintrittsbereich wird teilweise durch eine Abdeckung 31 so verschlossen, daß Hohlräume bzw. doppelwandige Strukturen 32 zwischen der Abdeckung 31 und dem Wiedereintrittsbereich 35 geschaffen werden.

Die Schlitze M1 und M2, durch welche die Hohlräume zum Inneren des Kochraumes offen sind, werden so angeordnet, daß der Dampf hindurchtreten und den Fühler erreichen kann. Der untere Schlitz M2 dient zusätzlich dazu, das Ausleiten der Wasch- oder Kondensationsflüssigkeiten, welche durch den anderen Schlitz M1 eindringen, zu ermöglichen.

In besonders vorteilhafter Weise wird die Abdeckung so angeordnet, daß die Schlitze M1 und M2 mit der Wand bündig verlaufen, wodurch eine Behinderung der Luftströmung, die durch den Lüfter erzeugt wird, vermieden wird; weiterhin ist sie in der Weise angeordnet, daß die Schlitze orthogonal zur Luftströmung R, welche im allgemeinen Fett und andere Schmutzpartikel mitführen, die den Fühler einschließen könnten, ausgerichtet sind.

Aus naheliegenden Gründen neigen diese Partikel dazu, der Flugbahn R zu folgen, ohne in die Schlitze einzudringen, während die Feuchtigkeit schnell in den Hohlraum 32 und von dort in das Innere der Ausnehmung 15 eindringt, bis sie den Fühler erreicht, auch ohne daß sie dabei durch die Luftzirkulation unterstützt wird.

Es ist möglich, daß während Übergangsoperationen oder während der Phasen, welche vorgesehen sind, um den Kochraum zu reinigen, vorübergehend Schmutzpartikel in den Hohlraum 32 und von dort in die Ausnehmung 15 eindringen. Um zu verhindern, daß diese Partikel sich an dem Fühler ablagern, ist es vorteilhaft, einen labyrinthartigen Filter vorzusehen, welcher z.B. aus einer Mehrzahl von Wänden 33, 34 gebildet werden kann, welche den Luftstrom zwingen würden, einen Weg zu nehmen, welcher zwischen dem Eingang 13 der Ausnehmung und dem Fühler teilweise rückwärts verläuft, so daß dieser aufgehalten wird.

In bevorzugter Weise wird ein solcher Filter so hergestellt, wie dies am deutlichsten in Fig. 8 erkennbar ist, so daß der bevorzugte Weg S der Luftzirkulation orthogonal zur Richtung der Luftströmung verläuft, welche vom Hohlraum 32 kommt und seinen Weg in die Ausnehmung 15 nimmt, wodurch der Aufhaltungseffekt maximiert wird.

Es ist gut erkennbar, daß die Möglichkeit, sich auf eine aktuelle und zuverlässige Messung in Form eines analogen elektrischen Signales, welches für die im Kochraum des Herdes vorherrschende Feuchtigkeit repräsentativ ist, verlassen zu können, andererseits die Möglichkeit schafft, dieses Signal zu nutzen, um Informationen zur Anzeige außerhalb des Ofens zu erzeugen sowie einige Betätigungselemente, z.B. zum Ein- und Ausschalten des Dampferzeugers 4, zur Einstellung der Abzugsklappe 7 des Abgasabzuges 6 und zur Steuerung des Schließventiles 9 der Wasserleitung 8 automatisch zu steuern, so daß vorwählbare Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen innerhalb des Kochraumes erzeugt und aufrechterhalten werden können.

Das Ablaufdiagramm, welches die Funktion der verschiedenen Elemente zeigt, ist in Form eines Blockdiagrammes in Fig. 4 dargestellt, in welcher erkennbar ist, daß die Anordnung 3, die entsprechend den internationalen Vereinbarungen, welche den Lambda- Luftüberschußfaktor als Verhältnis des ermittelten Wertes zum stöchiometrischen Wert der Verbrennungsluft definieren, als Lambdafühler bezeichnet werden kann, welcher mit einem Voltmeter 21 verbunden wird, das einen Analog-Digital-Spannungswandler 22 versorgt, welcher seinerseits das gewandelte Signal an eine in geeigneter Weise programmierte Datenverarbeitungs- und Steuereinrichtung 23 weiterleitet, die so gestaltet ist, daß sie sowohl ein geeignetes Display 24 an der Außenseite des Herdes mit Signalen versorgen kann, das den ermittelten Feuchtigkeitsgehalt im Kochraum anzeigt, als auch Signale über den Feuchtigkeitsgehalt aufnehmen kann, die über eine geeignete Einstelleinrichtung 25 eingegeben werden.

Eine besonders vorteilhafte Wirkung, welche durch diese Funktion geschaffen wird, liegt in der Möglichkeit, daß die Datenverarbeitungs- und Steuereinrichtung 23 die Feuchtigkeit innerhalb des Kochraumes des Herdes automatisch auf dem vorgegebenen Wert hält, indem der vorgegebene Wert mit dem durch die Meßeinrichtung 3 ermittelten Wert ständig verglichen wird und durch Weiterverarbeitung und nachfolgende Steuerung mit jeder der Anzahl von allgemein bekannten Verfahren die Funktion des Dampferzeugers 4, des Wassereinlaßventiles 9 und der Abzugsklappe 7 so gesteuert wird, daß der eingestellte Wert erreicht und aufrechterhalten wird.

Der Herd ist selbstverständlich mit einer Anzahl von weiteren Elementen und Anordnungen versehen, welche aus dem Grund, daß sie nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind, weggelassen wurden.

Es wird darauf hingewiesen, daß die vorliegende Erfindung, obwohl sie beispielhaft anhand einer bevorzugten Ausführungsform und unter Verwendung einer allgemein bekannten Terminologie beschrieben wurde, dadurch keinesfalls eingeschränkt werden soll, und daß die Fachwelt in der Lage ist, sowohl an der Konstruktion als auch an der Form der Anordnung eine Anzahl von Variationen und Modifikationen vorzunehmen, welche alle innerhalb des Schutzumfanges der Erfindung liegen, wie er in den anliegenden Patentansprüchen umrissen ist.


Anspruch[de]

1. Kochherd, insbesondere für kommerzielle Anwendungen oder für die Gemeinschaftsverpflegung, umfassend einen Kochraum (2), Wärmeerzeugungsmittel, welche möglicherweise mit einem Lüfter (1) zum Umluftkochen verbunden und so gestaltet sind, daß sie die Wärme zur Innenseite des Kochraumes übertragen und mit einer Feuchtigkeitsmeßeinrichtung versehen sind, um den Feuchtigkeitsgrad im Kochraum während der Kochvorgänge automatisch auf einem vorbestimmten Wert zu halten, dadurch gekennzeichnet, daß die Feuchtigkeitsmeßanordnung einen Meßfühler (3) umfaßt, welcher die relative Konzentration des Sauerstoffs innerhalb des Kochraumes erfaßt und in einer Ausnehmung (15) angeordnet ist, die in einer Wand (16) des Herdes vorgesehen ist.

2. Herd nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Meßfühler eine Zirkoniumoxidzelle ist, deren eine ihrer Seiten zur äußeren Atmosphäre offen liegt, und deren andere ihrer Seiten zur Innenseite des Kochraumes offen ist.

3. Herd nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß dieser mit einer Anzeigeeinrichtung (24) versehen ist, die den Grad der innerhalb des Kochraumes herrschenden Feuchtigkeit anzeigt, sowie mit Programm- und Steuermitteln (23), welche vorzugsweise mindestens einen elektronischen Mikroprozessor umfassen, und daß der Meßfühler auch indirekt mit den Steuermitteln verbunden ist, wobei letztere so gestaltet sind, daß sie die Informationen über den Grad der im Kochraum herrschenden Feuchtigkeit der Anzeige auf der Anzeigeeinrichtung (24) zuführen.

4. Herd nach Anspruch 2 oder 3, welcher mindestens eine der folgenden Einrichtungen umfaßt: einen Dampferzeuger (4), ein Absperrventil (9) in einer Leitung (8) zum Einlaß von Wasser in den Kochraum, eine Betätigungseinrichtung (7) zur Betätigung des Auslasses für Gas und Dampf von der Innenseite zur Außenseite des Kochraumes, dadurch gekennzeichnet, daß diese mit einer Einstelleinrichtung (25) zur Wahl eines bestimmten Feuchtigkeitsgrades versehen ist, wobei die Einstelleinrichtung (25) mit den Programm- und Steuermitteln (23) verbunden ist.

5. Herd nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Programm- und Steuermittel (23) so gestaltet sind, daß sie den Feuchtigkeitsgrad, der mit der Einstelleinrichtung (25) voreingestellt ist, durch Betätigung von mindestens einer der Einrichtungen, d.h. dem Dampferzeuger (4) oder dem Wassereinlaß-Absperrventil (9) oder der Dampfauslaß-Betätigungseinrichtung (7), innerhalb des Kochraumes automatisch bestimmen und halten.

6. Herd nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Meßfühler innerhalb einer nach außen ragenden Ausnehmung (15), die in die Wand (16) des Kochraumes eingeformt ist, angeordnet ist.

7. Herd nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Eingang (13) der Ausnehmung (15) durch eine sauerstoffdurchlässige, fettabweisende und entfernbare Platte (14) geschützt ist.

8. Herd nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung (15) in einen Wiedereintrittsbereich (35) der Wand des Kochraumes eingeformt ist, wobei der Wiedereintrittsbereich teilweise durch eine Abdeckung (31) geschützt ist, welche mit dem Wiedereintrittsbereich so kombiniert ist, daß sie mindestens eine doppelwandige Anordnung (32) bildet, welche die Ausnehmung mit dem Kochraum (2) verbindet.

9. Herd nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung (31) so angeordnet ist, daß sie mit der entsprechenden Wand (16) bündig verläuft.

10. Herd nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens eine doppelwandige Anordnung (32) mindestens einen Schlitz (M1, M2) zwischen der Abdeckung und dem Wiedereintrittsbereich aufweist, wobei die Längsachse des mindestens einen Schlitzes parallel zur Luftströmung (R), die diesen Schlitz erreicht, verläuft.

11. Herd nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß ein labyrinthartiges Filter (33, 34) zwischen dem Eingang (13) der Ausnehmung und dem Meßfühler angeordnet ist, wobei das Filter so ausgerichtet ist, daß der bevorzugte Weg (S), dem die Luft bei ihrem Durchströmen folgt, rechtwinklig zur Luftrichtung in der doppelwandigen Anordnung (32) verläuft.







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