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Dokumentenidentifikation DE10052069A1 08.05.2002
Titel Vorrichtung zum Messen von Drehmomenten in einer Antriebsanordnung
Anmelder GKN Walterscheid GmbH, 53797 Lohmar, DE
Erfinder Wilks, Eberhard, Dipl.-Ing., 56307 Dürrholz, DE;
Lohmüller, Andreas, Dipl.-Ing., 53119 Bonn, DE
Vertreter Harwardt Neumann Patent- und Rechtsanwälte, 53721 Siegburg
DE-Anmeldedatum 19.10.2000
DE-Aktenzeichen 10052069
Offenlegungstag 08.05.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.05.2002
IPC-Hauptklasse G01L 3/06
IPC-Nebenklasse G01H 13/00   
IPC additional class // B60K 25/06  
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Messen von Drehmomenten in einer Antriebsanordnung. Sie umfaßt ein Torsionselement 9, das vom Drehmoment beaufschlagbar ist, sowie ein Referenzelement 21, das das als Welle gestaltete Torsionselement 9 umschließt und entsprechend rohrförmig gestaltet ist und dessen erstes Rohrende 22 mit dem ersten Wellenende 10 fest verbunden ist. Das zweite Rohrende 24 ist auf dem zweiten Wellenende 11 gelagert. Den beiden ist jeweils ein Geberelement 16, 34 zugeordnet. Deren Relativstellung in Drehrichtung um die Drehachse 8 zueinander wird von einem dem Gehäuse 1 zugeordneten Sensorelement 35 erfaßt, das jeweils ein Signal beim Passieren der beiden Geberelemente 16, 34 erzeugt und an eine Auswerteeinheit 36 weiterleitet, die aus dem Versatz der Signale das anliegende Drehmoment ermittelt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Messen von Drehmomenten in einer Antriebsanordnung.

Bevorzugt wird zur Drehmomentmessung an einem drehenden Bauelement, beispielsweise einer Antriebswelle in einem Getriebe, die mit Drehmoment beaufschlagt ist, diese mit Dehnmeßstreifen bestückt. Die davon erzeugten elektrischen Signale werden über Schleifringübertrager nach außen übertragen. In solchen Einrichtungen können hochpräzise Drehmomentsignale erzeugt werden, wie sie beispielsweise bei Labormeßeinrichtungen erforderlich sind. Die Signalübertragung kann auch kontaktlos mittels Sender und Empfänger erfolgen. Die Bestückung mit Meßbrücken aus Dehnmeßstreifen, deren Eichung und die Verkabelung bedeuten hohe Kosten. Ein wesentlicher Kostenfaktor ist die Signalübertragung von der rotierenden Welle auf die stehenden Bauteile. Sie birgt durch den hohen Integrationsgrad von Elektronikbauteilen in Getrieben darüber hinaus eine hohe Fehlerquote in sich. Für viele Einrichtungen und Maschinen ist die hohe Genauigkeit dieser Art von Meßeinrichtungen nicht gefordert. Die vorgenannten Einrichtungen lassen sich jedoch nicht so entfeinern, daß Kostengrößen erreicht werden, die angemessen sind. Aus diesem Grunde kommen bei Antriebssystemen für Landmaschinen trotz des hohen Nutzens, den eine Drehmomentmessung für den Arbeitsprozeß bringt, solche Einrichtungen praktisch nicht zum Einsatz. Ein Beispiel für die Integration einer solchen Einrichtung in ein Getriebe ist der DE 42 31 412 C1 zu entnehmen.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Messen von Drehmomenten in einer Antriebsanordnung vorzuschlagen, welche kostengünstig und einfach aufgebaut ist sowie keiner Übertragung elektrischer Signale vom drehenden Bauteil auf einen feststehenden Empfänger bedarf.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung zum Messen von Drehmomenten in einer Antriebsanordnung gelöst, umfassend

  • - ein Torsionselement, das vom Drehmoment beaufschlagbar ist und zur Übertragung von Drehmomenten drehend antreibbar ist,
  • - ein für den zu messenden Drehmomentbereich drehmomentfreies und mit dem Torsionselement rotierendes Referenzelement,
  • - ein erstes Geberelement, das an dem Torsionselement angebracht ist und auf einem Rotationskreis bewegt wird, wenn das Torionselement rotiert,
  • - ein zweites Geberelement, das an dem Referenzelement angebracht ist und auf dem Rotationskreis umfangsversetzt zum ersten Geberelement bewegbar ist,
  • - ein Sensorelement, das im Verhältnis zum Torsionselement und Referenzelement stillsteht und das dem Rotationskreis der beiden Geberelemente gegenübersteht und das Passieren der Geberelemente oder einer Referenzkante oder Referenzfläche derselben erfaßt und jeweils ein entsprechendes Signal erzeugt und
  • - eine Auswerteeinheit, welcher die Signale zuführbar sind und die aus dem Versatz der Signale das anliegende Drehmoment ermittelt.

Von Vorteil bei dieser Ausbildung ist, daß die Relativstellung der beiden Geberelemente zueinander, d. h. die Größe des Versatzes der beiden zueinander auf dem Rotationskreis eine Information über die Höhe des anliegenden Drehmomentes enthält. Diese kann aus Signalen hergeleitet werden, die die beiden Geberelemente beim Vorbeilaufen an dem ortsfest angebrachten Sensor bewirken. Die zeitliche Abfolge der Signale, d. h. deren zeitliche Verschiebung zueinander ist proportional dem anliegenden Drehmoment. Diese Signale können in einer Auswerteeinheit entsprechend in Drehmomentmeßwerte umgesetzt werden und genutzt werden, um entweder ein Warnsignal oder eine Anzeige zu erzeugen oder aber benutzt werden, um den Antrieb zu steuern. So kann bei bestimmten Zuständen beispielsweise ein Stillsetzen eines anzutreibenden Aggregates erfolgen. Es kann aber auch abhängig vom festgestellten Drehmomentwert eine Funktion der Einrichtung gesteuert werden, beispielsweise ein schnelleres oder langsameres Rotieren des mit der Drehmomentmeßvorrichtung versehenen Antriebsstranges. Aber auch andere Funktionen können beeinflußt werden. Beispiele für eine Anwendung einer solchen Drehmomentmeßvorrichtung sind Kunstdüngerstreuer oder auch Dungstreuer. So kann beispielsweise ein auf einen Minimalwert abgefallenes Drehmoment bei einem Kunstdüngerstreuer ein Anzeichen dafür sein, daß der Vorratsbehälter leer ist oder aber die Verteileinrichtung nicht mehr ausreichend mit Kunstdünger versorgt wird. Ein zu hohes, einen Maximalwert erreichendes Drehmoment kann dabei ein Hinweis darauf sein, daß Verstopfungen gegeben sind.

Bei einem Dungstreuer kann die Drehmomentmeßvorrichtung beispielsweise in den Antriebsstrang für die der Ausbringung auf das Feld dienenden Arbeitswerkzeuge eingeschaltet sein, wobei abhängig von der Größe des gemessenen Drehmomentes der Kratzboden gesteuert wird, um mehr oder weniger Dung den Ausbringungsorganen zuzuführen, um somit eine gleichmäßige Ausbringung zu erzielen.

In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß das Referenzelement ab Erreichen eines vorbestimmten Drehmomentes an der Drehmomentübertragung teilnimmt. Eine solche Lösung ist insbesondere beim Einsatz in landwirtschaftlichen Geräten vorteilhaft, um beispielsweise ein Gerät beim Auftreten von Verstopfungen freizufahren. Die Belastung liegt dann höher als im normalen Arbeitsbereich. Die Drehmomentmeßvorrichtung braucht daher nur so ausgelegt zu werden, daß Messungen nur in den tatsächlichen Arbeitsbereichen erfolgen.

In Konkretisierung der erfindungsgemäßen Lösung ist vorgesehen, daß das Torionselement durch eine Torsionswelle dargestellt ist, die ein erstes Wellenende und ein zweites Wellenende aufweist, daß das Referenzelement durch ein Rohr dargestellt ist, welches ein erstes Rohrende und ein zweites Rohrende aufweist, wobei das Referenzelement koaxial um das Torsionselement angeordnet ist und das erste Rohrende mit dem ersten Wellenende fest verbunden ist und wobei am Außenumfang des zweiten Rohrendes das zweite Geberelement angeordnet ist und das zweite Rohrende eine Aussparung für den Durchtritt des am Torsionselement angebrachten ersten Geberelementes aufweist und beide Geberelemente in einer Ebene auf ihrem gemeinsamen Rotationskreis umfangsversetzt angeordnet sind. Hierdurch wird ein besonders einfacher Aufbau erzielt.

Die Möglichkeit, daß das Referenzelement ab Erreichen eines vorbestimmten Drehmomentes an der Drehmomentübertragung teilnehmen kann, wird in weiterer Ausgestaltung dadurch erzielt, daß am zweiten Rohrende des Referenzelementes eine erste Aussparung und diametral dazu eine zweite Aussparung vorgesehen ist, die jeweils in Umfangsrichtung durch beabstandete ebene Anschlagflächen begrenzt sind, daß das erste Geberelement zapfenförmig gestaltet ist und quer zur Drehachse am Torsionselement angebracht ist und mit einem ersten Ansatz radial bis in die erste Aussparung hineinragt und mit einem zweiten Ansatz radial aus der zweiten Aussparung vorsteht und dessen vorstehender Abschnitt als Geberabschnitt dient. Um die Belastung niedrig zu halten, sind die beiden Ansätze mit Abflachungen versehen, die zur Anlage an den Anschlagflächen des Referenzelementes bstimmt sind.

Vorzugsweise ist das zweite Geberelement durch ein Zapfenelement dargestellt, das auf der Außenfläche des Referenzelementes zu der zweiten Aussparung, aus der der zweite Ansatz austritt, umfangsversetzt angeordnet ist.

Vorzugsweise ist das als zweites Geberelement dienende Zapfenelement formmäßig dem als ersten Geberelement dienenden zweite Ansatz entsprechend ausgebildet.

Das Sensorelement ist einem ortsfesten Gehäuse zugeordnet, welches das Torsionselement und das Referenzelement im Bereich der beiden Geberelemente umschließt. Die Auswerteeinheit kann beispielsweise dem vom Fahren einsehbaren oder in dessen Wahrnehmungsbereich liegenden Bereich eines Traktors zugeordnet werden. Alternativ ist es möglich, daß die Auswerteeinheit nahe zum Sensor angeordnet ist und eine Signalübertragung zu einer Anzeige- oder Signaleinheit erfolgt, die im Sichtbereich bzw. Hörbereich des Traktorfahrers angebracht ist.

Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist anhand einer Antriebsanordnung für ein landwirtschaftliches Gerät näher erläutert.

Es zeigt

Fig. 1 einen Längsschnitt für einen Abschnitt einer Antriebsanordnung, der eine Drehmomentmeßvorrichtung nach der Erfindung umfaßt,

Fig. 2 einen Schnitt II-II gemäß Fig. 1 und

Fig. 3 einen Schnitt III-III gemäß Fig. 1 sowie die Zuordnung einer Auswerteeinheit.

Nachfolgend werden die Fig. 1 bis 3 zusammen beschrieben.

Es ist ein Abschnitt einer Antriebsanordnung für ein landwirtschaftliches Gerät dargestellt, wobei einem Gehäuse 1 oder Tragrahmen, der kastenförmig gestaltet ist, ein erstes Kegelradwinkelgetriebe 2 zugeordnet ist, dessen nach außen ragender Antriebszapfen 3 zur Einleitung eines Drehmomentes dient. Das erste Kegelradwinkelgetriebe 2 ist mit einem zweiten Kegelradwinkelgetriebe 4, das dazu beabstandet dem Gehäuse 1 zugeordnet ist und einen Abtriebszapfen 5 aufweist, über die Drehmomentmeßvorrichtung 6 und eine Antriebswelle 7, welche zusammen um die Drehachse 8 drehbar sind, drehmäßig verbunden. Ein über den Antriebszapfen 3 eingeleitetes Drehmoment wird über diese Anordnung an den Abtriebszapfen 5 weitergeleitet. Die Antriebswelle 7 dient auch zum drehmomentmäßigen Anschluß eines oder mehrerer weiterer Kegelradwinkelgetriebe mit entsprechenden Abtriebszapfen. Dabei können in den Antriebsstrang zu den weiteren anzutreibenden Abschnitten eine oder mehrere entsprechend der nachfolgend beschriebenden Drehmomentmeßvorrichtung 6 aufgebaute Drehmomentmeßvorrichtungen eingeschaltet sein.

Die Drehmomentmeßvorrichtung 6 umfaßt das Torsionselement 9 in Form einer Welle mit einem Querschnitt, der für den im normalen Arbeitsbereich erforderlichen Drehmomentbereich ausgelegt ist. Das Torsionselement 9 weist ferner ein erstes Wellenende 10 und ein zweites Wellenende 11 auf. Diese sind gegenüber dem dazwischen befindlichen und sich bei Drehmomentbelastung verdrehenden Bereich verdickt ausgebildet. Das erste Wellenende 10 ist über einen Zylinderstift 14 mit dem Anschlußelement 12 verbunden. Dieses weist einen Klemmabschnitt 13 auf, der zur Verbindung mit der Antriebswelle 7 dient. Somit ist das erste Wellenende 10 drehmäßig mit der Antriebswelle 7 verbunden, so daß bei deren Antrieb es mit dieser drehen muß. Das zweite Wellenende 11 ist mit einem Verbindungszapfen 15 versehen, der zur drehfesten Verbindung mit einem Kegelrad des zweiten Kegelradwinkelgetriebes 4 dient. Des weiteren besitzt das zweite Wellenende 11 eine Querbohrung 20, deren Achse die Drehachse 8 rechtwinklig schneidet. In die Querbohrung 20 ist ein erstes Geberelement 16, das Zapfenform aufweist, mit seinem zylindrischen Verbindungsabschnitt 17 fest eingesetzt. Das erste Geberelement 16 weist einen ersten Ansatz 18 und diametral dazu an dem anderen Ende einen zweiten Ansatz 19 auf.

Um das Torsionselement 9 herum ist ein rohrförmiges Referenzelement 21 angeordnet, dessen erstes Rohrende 22 über eine Schweißnaht 23 fest mit dem Anschlußelement 12 verbunden ist. Es ist damit auch fest mit dem ersten Wellenende 10 des Torsionselements 9 verbunden, so daß es dessen Drehbewegung mitmacht. Das rohrförmige Referenzelement 21 ist im Bereich seines zweiten Rohrendes 24 mittels eines Wälzlagers 25 auf dem zweiten Wellenende 11 gelagert. Das zweite Rohrende 24 folgt damit dem ersten Rohrende 22, d. h. unterliegt keiner Verformung im Meßbereich, während ein Referenzpunkt am zweiten Wellenende 11 abhängig von dem am Torsionselement 9 anliegenden Drehmoment einem im drehmomentfreien Zustand am ersten Wellenende 10 entsprechend angeordneten Referenzpunkt je nach Drehrichtung vor- oder nacheilt. An dem zweiten Rohrende 24 sind zwei diametral angeordnete Aussparungen, nämlich die erste Aussparung 26 und die zweite Aussparung 27 angebracht. Diese erstrecken sich in Umfangsrichtung des Rohres über einen begrenzten Bereich, wobei die beiden Aussparungen 26, 27 gleich ausgebildet sind. Der erste Ansatz 18 reicht bis in die erste Aussparung 26 hinein, schließt aber nach außen mit der Außenfläche 28 des rohrförmigen Referenzelementes 21 ab. Der zweite Ansatz 19 durchragt die zweite Aussparung 27 und steht um ein bestimmtes Maß über die Außenfläche 28 des rohrförmigen Referenzelementes 21 vor. Die Umfangserstreckung der beiden Aussparungen 26, 27 ist um ein bestimmtes Maß größer als die der beiden Ansätze 18, 19. Dies bedeutet, daß bei Drehmomentbelastung des Torsionselementes 9 sich die beiden Ansätze 18, 19 im Rahmen ihres Freiheitsgrades in den Aussparungen 26, 27 frei bewegen können, bis die beiden Ansätze 18, 19 mit ihren Abflachungen 29, 30 an den entsprechenden Anschlagflächen 31, 32 zur Anlage kommen und ein vorbestimmtes maximales Drehmoment erreicht wird. Danach nimmt auch das Referenzelement 21 an der Drehmomentweiterleitung vom ersten Kegelradwinkelgetriebe 2 an das zweite Kegelradwinkelgetriebe 4 teil. Da der als Geberabschnitt dienende Abschnitt des zweiten Ansatzes 19 über die Außenfläche 28 des rohrförmigen Referenzelementes 21 vorsteht übernimmt er praktisch die Funktion eines Geberelementes. Dieser ist bei Rotation auf einem Rotationskreis 33 zentriert. Von der Außenfläche 28 des rohrförmigen Referenzelementes 21 steht umfangsversetzt zu der zweiten Aussparung 27 ein zweites Geberelement 34 vor, das formmäßig dem zweiten Ansatz 19 bzw. dem als Geberabschnitt dienenden Abschnitt des zweiten Ansatzes 19 angepaßt ist. Er ist auf dem gleichen Rotationskreis wie dieser angeordnet. Bei Drehmomentbelastung in Drehrichtung N eilt der zweite Ansatz 19 des Geberelementes 16 dem zweiten Geberelement 34 vor, und das Maß der Voreilung wird durch einen Sensor 35, der dem Rotationskreis 33 und damit den beiden Geberelementen 16, 34 gegenüberstehend angeordnet ist, erfaßt. Das Sensorelement 35 ist mit einer Auswerteeinheit 36 verbunden, die dazu dient, aus der Abfolge, d. h. dem zeitlichen Versatz des Vorbeistreichens des in Drehrichtung N voreilenden ersten Geberelementes 16 zu dem nacheilenden zweiten Geberelement 34 das anstehende Drehmoment zu errechnen. Dieses ist proportional dem Abstand der beiden Geberelemente 16, 34 bzw. des zweiten Ansatzes 19 des ersten Geberelementes 16 zum zweiten Geberelement 34.

Die Auswerteeinheit 36 kann ein akustisches Signal erzeugen oder auch Schaltfolgen auslösen, beispielsweise das Stillsetzen des Antriebes. Sie kann aber auch dazu genutzt werden, das jeweils anstehende Drehmoment anzuzeigen oder akustisch zu warnen. Der Einsatz der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist nicht auf die oben beschriebene Getriebeanordnung begrenzt. Neben dem Einsatz in Antrieben für landwirtschaftliche Geräte und Maschinen kommt generell eine Verwendung in einem Antriebsstrang, auch beispielsweise dem eines Fahrrades, in Frage. Bezugszeichenliste 1 Gehäuse

2 erstes Kegelradwinkelgetriebe

3 Antriebszapfen

4 zweites Kegelradwinkelgetriebe

5 Abtriebszapfen

6 Drehmomentmeßvorrichtung

7 Antriebswelle

8 Drehachse

9 Torsionselement

10 erstes Wellenende

11 zweites Wellenende

12 Anschlußelement

13 Klemmabschnitt

14 Zylinderstift

15 Verbindungszapfen

16 erstes Geberelement

17 Verbindungsabschnitt

18 erster Ansatz

19 zweiter Ansatz

20 Querbohrung

21 rohrförmiges Referenzelement

22 erstes Rohrende

23 Schweißnaht

24 zweites Rohrende

25 Wälzlager

26 erste Aussparung

27 zweite Aussparung

28 Außenfläche

29 Abflachung

30 Abflachung

31 Anschlagfläche

32 Anschlagfläche

33 Rotationskreis

34 zweites Geberelement

35 Sensorelement

36 Auswerteeinheit

N Drehrichtung


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Messen von Drehmomenten in einer Antriebsanordnung, umfassend

    ein Torsionselement (9), das vom Drehmoment beaufschlagbar ist und zur Übertragung von Drehmomenten drehend antreibbar ist,

    ein für den zu messenden Drehmomentbereich drehmomentfreies und mit dem Torsionselement (9) rotierendes Referenzelement (21),

    ein erstes Geberelement (16), das an dem Torsionselement (9) angebracht ist und auf einem Rotationskreis (33) bewegt wird, wenn das Torionselement (9) rotiert,

    ein zweites Geberelement (34), das an dem Referenzelement (21) angebracht ist und auf dem Rotationskreis (33) umfangsversetzt zum ersten Geberelement (16) bewegbar ist,

    ein Sensorelement (35), das im Verhältnis zum Torsionselement (9) und Referenzelement (21) stillsteht und das dem Rotationskreis (33) der beiden Geberelemente (16, 34) gegenübersteht und das Passieren der Geberelemente (16, 34) oder einer Referenzkante oder Referenzfläche derselben erfaßt und jeweils ein entsprechendes Signal erzeugt und

    eine Auswerteeinheit (36), welcher die Signale zuführbar sind und die aus dem Versatz der Signale das anliegende Drehmoment ermittelt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Referenzelement (21) ab Erreichen eines vorbestimmten Drehmomentes an der Drehmomentübertragung teilnimmt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,

    daß das Torionselement (9) durch eine Torsionswelle dargestellt ist, die ein erstes Wellenende (10) und ein zweites Wellenende (11) aufweist,

    daß das Referenzelement (21) durch ein Rohr dargestellt ist, welches ein erstes Rohrende (22) und ein zweites Rohrende (24) aufweist,

    wobei das Referenzelement (21) koaxial um das Torsionselement (9) angeordnet ist und das erste Rohrende (22) mit dem ersten Wellenende (10) fest verbunden ist und wobei am Außenumfang des zweiten Rohrendes (24) das zweite Geberelement (34) angeordnet ist und das zweite Rohrende (24) eine Aussparung (27) für den Durchtritt des am Torsionselement (9) angebrachten ersten Geberelementes (16) aufweist und beide Geberelemente (16, 34) in einer Ebene auf ihrem gemeinsamen Rotationskreis (33) umfangsversetzt angeordnet sind.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet,

    daß am zweiten Rohrende (24) des Referenzelementes (21) eine erste Aussparung (26) und diametral dazu eine zweite Aussparung (27) vorgesehen ist, die jeweils in Umfangsrichtung durch beabstandete ebene Anschlagflächen begrenzt sind,

    daß das erste Geberelement (16) zapfenförmig gestaltet ist und quer zur Drehachse (8) am Torsionselement (9) angebracht ist und mit einem ersten Ansatz (18) radial bis in die erste Aussparung (26) hineinragt und mit einem zweiten Ansatz (19) radial aus der zweiten Aussparung (27) vorsteht, wobei dessen vorstehender Abschnitt als Geberabschnitt dient.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Ansätze (18, 19) Abflachungen (29, 30) aufweisen, die zur Anlage an den Anschlagflächen (31, 32) bestimmt sind.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Geberelement (34) durch ein Zapfenelement dargestellt ist, das auf der Außenfläche (28) des Referenzelementes (21) zu der zweiten Aussparung (27), aus der der zweite Ansatz (19) austritt, umfangsversetzt angeordnet ist.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das als zweites Geberelement (34) dienende Zapfenelement formmäßig dem als erstem Geberelement (16) dienenden zweiten Ansatz (19) entspricht.
  8. 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor (35) einem Gehäuse (1) zugeordnet ist, das das Torsionselement (9) und das Referenzelement (21) im Bereich der beiden Geberelemente (16, 34) umschließt.






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