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Dokumentenidentifikation DE69613626T2 08.05.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0741095
Titel Vorrichtung zum Laden von metallisiertem Bahnmaterial in eine Maschine zum Transfer von metallisierten Bildern auf flächige Elemente
Anmelder Bobst S.A., Lausanne, CH
Erfinder Rebeaud, Jean-Claude, 1052 Le Mont-Sur-Lausanne, CH
Vertreter Weickmann & Weickmann, 81679 München
DE-Aktenzeichen 69613626
Vertragsstaaten AT, BE, DE, DK, ES, FR, GB, IT, LU, NL, SE
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 23.04.1996
EP-Aktenzeichen 961063237
EP-Offenlegungsdatum 06.11.1996
EP date of grant 04.07.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.05.2002
IPC-Hauptklasse B65H 19/12

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Ladevorrichtung von Folienbändern in einer Transfermaschine von Folienbildern auf plattenartige Artikel, wie z.B. Bogen aus Karton, Papier, Plastikmaterial, usw. Insbesondere betrifft die Erfindung eine Vorrichtung in einer Tiegelstanze, umfassend einen oberen festen Tiegel und einen unteren beweglichen Tiegel, zwischen welchen der Kartonbogen geführt wird, um ihn, gemäss gegebenen Motiven mit einer Folienschicht eines zwischen diesen Bogen und einen der Tiegel geführten Bandes zu bedrucken.

Eine solche Tiegelstanze umfasst üblicherweise zunächst eine Einführstation, in welcher ein Bogenstapel eingerichtet ist, wobei jeder Bogen nacheinander oben vom Stapel genommen wird, um auf einen Anlegetisch geschickt zu werden. Auf diesem Tisch wird jeder Bogen gegen vordere und seitliche Anschläge in Position gebracht, bevor er an seinem Vorderrand durch eine Reihe von Greifern erfasst wird, die entlang einer Querstange angebracht sind, deren jedes Ende an einem Seitenkettenzug befestigt ist, der die Stange und somit den Bogen zu den folgenden Verarbeitungsstationen führt. Die Verarbeitungsstation(en) können eine Transferstation der Folienschicht sein, möglicherweise kombiniert mit Stanzwerkzeugen, gefolgt von einer Abfallausbrechstation. Auf diese Verarbeitungsstationen folgt schliesslich eine Auslagestation, in welcher jeder von den Greifern losgelassener Bogen im rechten Winkel oben auf einen sich auf einer Ausgangspalette anhäufenden Stapel fällt.

Eine unabhängige Transportvorrichtung von parallelen Folienbändern, wie diejenige in Patent US 3'770'175 beschrieben, umfasst nacheinander einen Band-Vorratsspulenträger, Mittel zum schrittweisen Abwickeln und Vorschub der Bänder, Führungsmittel, um diese Bänder parallel zur Durchlaufrichtung der Bogen zwischen die Tiegel und anschliessend um einen der Tiegel der Tiegelstanze zu führen, einen Spannmechanismus, um diese Bänder zumindest während deren Verlauf zwischen den Tiegeln zu spannen, sowie eine Vorrichtung, um die gebrauchten Bänder, normalerweise durch ein Seitenfenster, aus der Maschine zu entfernen. Die Folienbänder mit identischer schrittweiser Durchlaufgeschwindigkeit laufen durch dieselben Vorschub- und Abwickelmittel, während die Bänder mit unterschiedlicher Geschwindigkeit durch zweite oder sogar dritte Vorschubmittel laufen, wobei der Spannmechanismus in diesem Fall gemäss der höchsten Geschwindigkeit reguliert wird.

Dokument US 3'807'267 beschreibt einen Papierbahnzufuhrmechanismus in einer Maschine zur Herstellung von Fotokopien. Ein Ziel dieser Vorrichtung ist, dem Bediener eine Ladeposition der Papierrollen zu bieten, welche angesichts der verhältnismässig niedrigen Höhe der betreffenden Maschine bequem ist. Zu diesem Zweck umfasst der Mechanismus dieser Vorrichtung zwei Arme, zwischen welchen zwei Papierspulen, eine als Reserve, plaziert werden können. In einer normalen Betriebsposition ist das Paar Arme durch eine an der Rückseite des Maschinenrahmens im oberen Teil angeordneten Schwenkachse aufgehängt. Um das Laden von neuen Papierspulen zu erleichtern, schwenkt das Paar Arme automatisch von seiner vertikalen niedrigen Position in eine horizontale hohe Position, auf gleiche Höhe wie die vorerwähnte Schwenkachse. Ein anderes Ziel dieser Vorrichtung ist, zwischen besagtem schwenkenden Paar Arme, die für das Führen und den Schnitt der Papierbahn erforderlichen Mechanismen sowie die für die Anhebung der besagten Vorrichtung benötigten Mittel einzuschliessen, um so eine kompakte Einheit zu bilden, die leicht montiert, ersetzt oder repariert werden kann.

In dieser Art von Maschinen, ist eine verhältnismässig schwere Spule mit beträchtlicher Breite und Radius aufweist, z.B. 20 cm breit auf 20 cm Radius, vorzugsweise auf einer steifen Verbindungsachse installiert, die auf jeder Seite in einer entsprechenden Lagerung gehalten wird, welche in der Seitenwand der Maschine eingerichtet ist. Auf der Achse ist die Spule zwischen zwei Bremsscheiben geklemmt, von denen eine durch regulierbare elastische Mittel gepresst wird. Somit erfolgt das Abspulen auf kontrollierte Weise gegen eine bestimmte Reibungskraft, was erlaubt, ständig die korrekte Geometrie der Spule beizubehalten.

Eine kleinere Spule, z.B. 7 cm breit auf 10 cm Radius, wird zunächst auf eine kleine Achse installiert, die am Ende eines Stützhebels angeordnet ist, wobei diese Achse fest mit einer oder mehreren kleinen Bremsscheiben verbunden ist, welche unter dem Druck einer Feder mit regulierbarer Kraft gegen feste Scheiben des Hebels reiben. Das andere Hebelende ist in einer gewählten Position entlang einer graduierten Querstange befestigt, die fest in der Maschine installiert ist.

Aus Platzbedarfsgründen sind die Lagerungen der Verbindungsachsen von grossen Spulen und/oder die graduierten Querstangen, welche die kleinen Spulen tragen, im oberen Teil der auf die Transferstation der Folienschicht folgenden Station angeordnet, in der Nähe der Rollen zum schrittweisen Abwickeln und Vorschub der Bänder. Der schwierige Zugriff zu diesem Teil der Maschine macht den Austausch der Bänder im Verlauf der Produktion oder die Konfigurationsänderung der Bänder von einer Produktion zur anderen besonders langwierig, was die unproduktiven Zeiten der Maschine und die Unfallgefahren entsprechend erhöht.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist eine Ladevorrichtung von Folienbändern in eine Transfermaschine von Folienbildern auf plattenartige Artikel, welch Vorrichtung leistungsfähig ist, d.h. die ein einfaches, schnelles und zuverlässiges Laden der Bänder an einer Stelle ermöglicht, wo sie problemlos abgewickelt werden können. Die Gestaltung dieser Vorrichtung muss für eine bessere langfristige Betriebssicherheit und angemessene Herstellungskosten einfach bleiben.

Diese Aufgaben werden durch eine Vorrichtung gemäss Patentanspruch 1 erfüllt.

Vorzugsweise sind die Arme drehbeweglich an einem ersten Ende auf Achsen eingerichtet, welche sich in der Nähe oberhalb und stromaufwärts von den stromabwärtigen Umlenkrädern der Transportketten für die Greiferstangen befinden, wobei die zurückgezogene Position sozusagen horizontal und stromaufwärts gerichtet ist und die ausgezogene Position nach einer Drehung von einem Winkel zwischen 120 und 200 Grad oben und stromabwärts in der Maschine erreicht wird. Das Paar Arme umfasst also mindestens ein Paar Lagerungen und eine Querstange, beziehungsweise in seinem Mittelteil und an seinem anderen Ende.

Vorteilhaft teilen sich die Arme in ihrem Mittelteil in zwei Zweige, wovon einer, wenn die Arme in der zurückgezogenen Position sind, im wesentlichen horizontal ist und der andere gemäss einer zur Strecke der ihr Umlenkrad verlassenden Greiferstangen sozusagen parallelen Richtung aufwärts orientiert ist. Nützlicherweise bildet diese Aufwärtsorientierung in Richtung der Greiferstangenstrecke des zweiten Zweigs einen Winkel zwischen 45 und 80 Grad in bezug zur Horizontalen. Es können also mindestens drei Trägerquerstangen der Hebel und drei Lagerungenpaare der Trägerachsen der Spulen, eines an jedem Ende der zwei Zweige und eines an ihrer Verbindung, vorgesehen werden.

Vorteilhaft weist jeder Arm eine U-förmige Kurve auf, die einen Ausschnitt zwischen seiner Drehachse und seiner Zweigverbindung bildet. Durch diese Konfiguration kann der Ausgangsdrehwinkel durch Umgehen der auf der Höhe der Drehachse der Arme angehaltenen Greiferstange erhöht werden.

In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Lagerungen trapezförmig, umfassend, wenn die Arme in der zurückgezogenen Position sind, einen unteren Teil, welcher mit der Horizontalen einen Winkel von 45 Grad bildet, einen stromabwärtigen Teil, der einen Winkel von 100 Grad bildet, einen oberen Teil, der einen Winkel von 15 Grad bildet und eine offene stromaufwärtige Ausgangsfläche. Die Enden der steifen Trägerachsen der Spulen haben also vorzugsweise einen dreieckigen Querschnitt. Dank dieser Konfiguration setzen sich diese Achsenenden leicht in die Lagerungen ein, bleiben dort während der gesamten Drehung der Arme in eine zurückgezogene Stellung und klemmen sich zwischen die unteren und stromabwärtigen Winkelteile in Arbeitsstellung. Diese Trapezform der Lagerungen kann aufgrund von rechteckigen Kerben, welche mit kleinen Seitenstangen zu 45 Grad versehen und gegen die Flächen der Zweige durch Schrauben festgemacht sind, leicht erreicht werden. Diese Ausführung der Lagerungen ermöglicht zudem, in der ausgezogenen Position der Arme, eine Entnahme der Spulenträger ohne jeglichen Abbau irgendeines Halteteils.

Die Antriebsmittel können ein Elektromotor sein, der im oberen Teil von einer der Seitenwände der letzten Maschinenstation angebracht ist, dessen Ausgangsachse durch eine Kette oder einen Riemen mit einem Antriebszahnrad verbunden ist, das an der Drehachse des nahe derselben Seitenwand befindlichen Armes befestigt ist. Falls gewünscht, kann dieser Antrieb durch ein an ein Vorgelegezahnrad befestigtes Rad untersetzt werden, wobei das Rad durch eine externe Kette oder Riemen mit der Ausgangsachse des Motors und das Vorgelegezahnrad durch eine Kette oder einen Zahnriemen mit dem Antriebsrad der Drehachse der Arme verbunden ist.

Nützlicherweise ist das Antriebsrad der Achse der Arme, oder das Zwischenrad, mit einem zweiten Rad verdoppelt, dessen Peripherie einen doppelten Nocken bildet, der auf zwei Schalter wirkt, deren Position regulierbar ist, wobei einer der Schalter die zurückgezogene Position der Arme und der andere ihre ausgezogene Position definieren. Ebenfalls nützlicherweise ruhen die Enden der unteren Zweige auf Anschlägen in zurückgezogener Position.

Besser verständlich wird die Erfindung bei der Prüfung einer Ausführungsform, die als keineswegs beschränkendes Beispiel angeführt und durch die beigelegten Zeichnungen dargestellt wird, in welchen:

- Fig. 1 ist eine schematische Perspektivansicht des Standortes der Vorrichtung in der letzten Station einer Transfermaschine von Folienbildern auf plattenartige Artikel, und

- Fig. 2 ist eine schematische Seitenansicht der Ladevorrichtung.

Diese Abbildungen, in denen eine Referenznummer immer das gleiche Stück kennzeichnet, zeigen die letzte Station einer Transfermaschine von Folienbildern auf plattenartige Artikel, in diesem Fall eine Auslagestation 10. In dieser Station transportieren die an einen Kettenzug 20 befestigten Greiferstangen 22 die Bogen, aus Karton im vorliegenden Beispiel, durch die Maschine. Diese Bogen werden zwischen Winkeln losgelassen und fallen vertikal auf einen Stapel 16, der sich nach und nach auf einer in Fig. 1 besser sichtbaren Ausgangspalette 17. Die Kettezüge 20 und ihre Greiferstangen 22 gehen danach um Antriebsräder 24, um oben gegen den Anlegetisch stromabwärts der Maschine geschickt zu werden.

Der obere Teil dieser Station 10 ist angehoben, um zusätzlichen Platz für die Unterbringung der Vorrichtung gemäss der Erfindung zu schaffen. Insbesondere verläuft der Kettenzug 20 auf ungewöhnliche Weise, in einem beträchtlichen Winkel, mehr als 45 Grad in bezug auf die Horizontale, in diesem Fall in der Grössenordnung von 60 Grad.

Wie in diesen Abbildungen dargestellt, basiert die Ladevorrichtung von Bändern auf einem Paar identischer Seitenarme 50, welche durch eine Serie von Querstangen parallel zueinander gehalten werden. Die unteren Enden jedes dieser Seitenarme 50 werden drehend, durch Achsen 55, in der Innenfläche der Seitenwände in Verbindung mit dem oberen Teil der Station 10 gehalten, wobei die Drehung der Seitenarme 50 parallel zu diesen Seitenwänden erfolgt.

Wie in Fig. 2 dargestellt, können diese Seitenarme 50 so von einer zurückgezogenen Position, gezeichnet in Vollinien, in welcher sie sich innerhalb der Strecke des Kettenzuges 20 befinden, in eine ausgezogene Position 50', dargestellt in unterbrochenen Linien, in der ein Teil dieser Arme aus der stromabwärtigen Fläche der Station 10 durch ein vorab angehobenes Teleskopfenster 12 herausragt, gedreht werden.

Die Seitenarme 50 weisen eine allgemeine Y-Form auf. Wie in zurückgezogener Position in Fig. 2 beobachtet werden kann, teilen sich diese Arme in ihrem Mittelteil in einen sozusagen horizontalen ersten unteren Zweig 56 und einen oberen Zweig 54, welcher eine Schlaufe bildet, die zunächst aufwärts fast vertikal und dann stromabwärts von der Maschine gemäss einem Winkel von 20 Grad verläuft. Der gemeinsame Teil, d.h. derjenige, welcher die Abzweigung der Zweige 54, 56 mit der Rotationsachse 55 verbindet, bildet eine abwärts orientierte U-förmige Schlaufe oder Ausschnitt 57.

Auf diese Art konfiguriert, weisen diese Seitenarme 50 drei Lagerungen 51, 52 und 53 zum Tragen der Achsen 34 der Folienbandspulen auf. Die obere Lagerung 51 ist am Ende des oberen Zweigs 54 angeordnet. Die mittlere Lagerung 52 ist nahe der Verzweigung der zwei oberen 54 und unteren 56 Zweige, und die unterere Lagerung 53 ist am Ende des unteren Zweigs 56 angeordnet

Drei Querstangen 60 zum Halten der Arme 50 sowie zum Tragen der Hebel 66 sind beziehungsweise zwischen den oberen Zweigen 54 und zwischen den unteren Zweigen 56 angeordnet, und dies hinter den Lagerungen 51, 52, 53 in einem Abstand, welcher der Länge der Hebel 66 zum Tragen mittels einer orthogonalen Achse von Spulen mit kleinem Durchmesser 36 entspricht. Die Querstangen 60 dienen ebenfalls als Träger für die Hebel 66. Jeder Traghebel 66 ist an seinem unteren Teil an einem Hakenblock 62 befestigt, der auf dem oberen Rand der Querstange 60 in irgendeiner Position entlang einer Graduierung einhängt. Der Hakenblock 62 wird in der gewählten Position durch eine Platte 64, die am Block mittels einer Schraube befestigt ist, blockiert.

Wie dargestellt, ist jede Lagerung 51, 52, 53 durch das Vorhandensein kleiner Stäbe 58, welche gemäss einem Winkel von 45 bis 60 Grad eine rechteckige Kerbe schneiden, trapezförmig. Diese Lagerungen weisen somit einen unteren, nach unten schrägen Teil auf, zusammentreffend mit einem stromabwärtigen und 100 Grad geneigtem Teil, der mit einem oberen, 15 Grad in bezug auf die Horizontale geneigtem Teil erhöht ist, wobei der stromabwärtige Teil geöffnet ist. Diese trapezförmigen Lagerungen sind vorgesehen, die Enden 32, mit dreieckigem Querschnitt, der Achsen 34 zum Tragen von Spulen 30 mit grossem Durchmesser zu empfangen.

Die rechte Seitenwand der Station 10, in bezug auf die Bogendurchlaufrichtung und allgemein Gegenbedienungsseite genannt, trägt in ihrem oberen Teil einen Elektromotor 70. Die Ausgangsachse 71 dieses Motors ist durch eine externe Kette 72 mit einem externen Zwischenzahnrad 73 verbunden. Besagtes Rad 73 ist durch eine die Wand durchquerende Achse mit einem internen Ritzel 74 verbunden, welches seinerseits durch eine von einer Spannrolle 75 gespannten Kette oder Zahnriemen 76 mit einem internen Antriebszahnrad 77 der Achse 55 des Armes 50 verbunden ist.

Das externe Rad 73 ist mit einer Scheibe kombiniert, deren Peripherie einen doppelten Nocken bildet, der in Entsprechung mit einem Paar Schalter 79 wirkt, zwei Endpositionen der Drehung definierend, wobei diese Positionen jeweils der zurückgezogenen Position 50 und der ausgezogenen Position 50' der Arme entsprechen. Vorzugsweise ruht das stromabwärtige Ende der unteren Zweige 56 auf Anschlägen 14, die jegliche Auswirkungen, welche von nachträglichen Überspannungen in der Abwicklung der Bänder herrühren, verringern.

Wenn eine oder mehrere Spulen 30 oder 36 fast leer sind, wird die Druckmaschine gestoppt und eine der Greiferstangen 22 befindet sich praktisch auf der Höhe der Achse 55 der Arme 50. Das Umkippen einer Steuertaste in die "ausgezogene" Position aktiviert zunächst das Anheben des Teleskopfensters 12. Der Motor 70 wird dann eingeschaltet um die Ketten 72 und 76 anzutreiben, was eine Drehung der Struktur, bestehend aus den zwei Armen 50 und den Querstangen 60, stromabwärts in einem Winkel von 130 Grad bewirkt, um diese Struktur in die Position 50' zu führen. Dieser grosse Winkel ist insbesondere durch den Ausschnitt 57, welcher auf dieser Höhe die Greiferstange 22 umgeht, möglich.

Wie in Fig. 1 besser sichtbar ist, erlaubt die Vorrichtung in der ausgezogenen Position das einfache Entnehmen und Laden der steifen, die neuen Spulen 30 tragenden Achsen 34 durch Installieren ihrer dreieckigen Enden 32 in den Lagerungen 51, 53, welche beziehungsweise die untere und obere Lagerungen geworden sind, oder in die mittlere Lagerung 52. Es ist ebenfalls sehr einfach, einen Hakenblock 62 der Hebel 66 in irgendeiner Position entlang einer direkt zugänglichen graduierten Querstange 60 einzuhängen.

Sobald dieses Laden durchgeführt ist, wird die Steuertaste in die "zurückgezogene" Position umgekippt, was erneut den Motor 70 aktiviert, jedoch in Rückwärtsrichtung drehend, was eine stromabwärts orientierte Drehung der Arme 50 in der Maschine bewirkt. Der Motor 70 wird automatisch gestoppt, wenn der entsprechende Schalter 79 umkippt. In dieser Position ruhen die Enden der unteren Zweige 56 wieder auf den Anschlägen 14. Der Bediener hat also durch ein Seitenfenster, welches zur Transfermaschine gehört, leicht Zugang zu den Spulen, um die Bänder 37 abzuwickeln und sie um Abwickel- und Vorschubrollen 38 zu führen, bevor er die entsprechenden Pressrollen 39 positioniert.

In Verbindung mit dieser Ladevorrichtung gemäss der Erfindung, werden insbesondere drei Paar Abwickel- und Vorschubrollen 38 und Pressrollen 39 vorgesehen ein Paar für jede Abwickelgeschwindigkeit, die dem spezifischen Verbrauch der betreffenden Folienbänder entspricht. Vorzugsweise sind diese Rollen in einer horizontalen Ebene etwas über der Durchlaufebene der Bogen in der Maschine angeordnet, wobei sich diese Ebene normalerweise auf der Höhe der Taille oder den Armen eines Bedieners befindet. Diese Höhe entspricht insbesondere derjenigen des unteren Randes eines Fensters, das in jeder Seitenwand der vorletzten Station eingerichtet ist.

Wie anhand der Lektüre dieser Darstellung festgestellt werden konnte, erlaubt die Vorrichtung gemäss der Erfindung ein sehr einfaches Entnehmen und Laden der Folienbänderspulen durch die stromabwärtige Endfläche der Maschine. Sobald diese Spulen durch Drehung der Vorrichtung in die zurückgezogene Position wieder in die Maschine eingefügt worden sind, kann der Bediener die Bänder leicht abwickeln und sie in die schrittweisen Vorschubrollen einsetzen, und dies durch das Seitenfenster der vorletzten Station hindurch. Die Zugänglichkeit ist also beträchtlich verbessert worden und diese Arbeitsvorgänge sind schnell und zuverlässig sowie einfach auszuführen.

Ausserdem und wie in Fig. 2 besser dargestellt, bewirkt die Dimensionierung der Arme sowie ihre Dicke von 20 mm, identisch mit derjenigen der Querstangen 60, eine absolut feste und steife Struktur, die folglich jeglichen Vibrationen standhalten kann. Zudem ist diese Struktur einfach zu verwirklichen.

Im Rahmen der Patentansprüche können zahlreiche Verbesserungen an dieser Vorrichtung vorgenommen werden.


Anspruch[de]

1. Ladevorrichtung von Folienbändern (37) in einer Transfermaschine von Folienbildern auf plattenartige Artikel, wie z.B. Bogen aus Karton, Papier, Plastikmaterial, in einer Tiegelstanze umfassend einen Kettenzug (20) zum Führen der plattenartigen Artikel, einen oberen festen Tiegel und einen unteren beweglichen Tiegel, zwischen welchen der plattenartige Artikel geführt wird, um ihn gemäss gegebenen Motiven mit einer Folienschicht eines zwischen diesen plattenartigen Artikel und einen der Tiegel der Tiegelstanze geführten Bandes (37) zu bedrucken, und ein Paar paralleler Arme (50), die drehbeweglich zwischen den zwei Seitenwänden der letzten Station (10) der Maschine angebracht sind, wobei jeder Arm (50) mindestens eine Lagerung (51, 52, 53) für eine Querachse (34) zum Tragen der Folienbandspulen (30) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass besagte Arme (50) miteinander verbunden sind durch mindestens eine Querstange (60), die insbesondere einen Trägerhebel (66) von Spulen (36) aufnehmen kann, sowie durch Antriebsmittel (70-77) der Drehung des Armpaars (50) von einer zurückgezogenen Position, innerhalb der Strecke des Kettenzugs, des Armpaars (50) in der Maschine, in eine ausgezogene Position (50') zum Laden der Bänder, in welcher die Lagerungen (51, 52, 53) des Armpaars (50) aus der stromabwärtigen Fläche (12) und ausserhalb der besagten Strecke herausragen.

2. Vorrichtung gemäss Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Armpaar (50) drehbeweglich an einem ersten Ende auf Achsen (55) angebracht ist, welche sich in der Nähe, oberhalb und stromaufwärts von den stromabwärtigen Umlenkrädern (24) des die Greiferstangen (22) tragenden Kettenzuges (20) befinden, wobei die zurückgezogene Position sozusagen horizontal und stromaufwärts der Maschine orientiert ist und die ausgezogene Position nach einer Drehung in einem Winkel zwischen 120 und 200 Grad oben und stromabwärts in der Maschine erreicht wird.

3. Vorrichtung gemäss Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Arme (50) in ihrem Mittelteil in zwei Zweige (54, 56) teilen, wovon einer (56), wenn die Arme in der zurückgezogenen Position sind, sozusagen horizontal ist und der andere (54) gemäss einer zur Strecke der Ketten sozusagen parallelen Richtung aufwärts orientiert ist, wobei diese Ketten die Greiferstangen (22), welche ihr stromabwärtiges Umlenkrad (24) verlassen, tragen, und dass mindestens drei Trägerquerstangen (60) für Hebel (66) und drei Paare Lagerungen (51, 52, 53) für die Trägerachsen der Spulen (30), zwei Paare Lagerungen (51, 53) an jedem Ende der zwei Zweige (54, 56) und ein Paar Lagerungen (52) an der Verbindung der Zweige (54, 56), vorgesehen sind.

4. Vorrichtung gemäss Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufwärtsorientierung des zweiten Zweigs (54) sowie der Strecke der Ketten der ihr stromabwärtiges Umlenkrad (24) verlassenden Greiferstangen (22) einen Winkel zwischen 45 und 80 Grad in bezug zur Horizontalen bildet.

5. Vorrichtung gemäss Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Arm (50) einen U-förmigen Teil aufweist, der einen Ausschnitt (57) zwischen seiner Drehachse (55) und der Verbindung der Zweige (54, 56) bildet.

6. Vorrichtung gemäss einem der vorerwähnten Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerungen (51, 52, 53) trapezförmig sind, umfassend, wenn die Arme in der zurückgezogenen Position sind, einen unteren, mit der Horizontalen einen Winkel von 45 Grad bildenden Teil, einen stromabwärtigen, einen Winkel von 100 Grad bildenden Teil, einen oberen, einen Winkel von 15 Grad bildenden Teil, und eine offene stromaufwärtige Ausgangsfläche, wobei die Enden (32) der steifen Trägerachsen (34) der Spulen (30) einen dreieckigen Querschnitt aufweisen.

7. Vorrichtung gemäss einem der vorerwähnten Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsmittel einen Elektromotor (70) umfassen, der im oberen Teil von einer der Seitenwände der letzten Station (10) der Maschine angebracht ist, und dessen Ausgangsachse (71) durch eine Kette oder einen Riemen (72, 76) mit einem Antriebszahnrad (77) verbunden ist, das an der Drehachse (55) des nahe derselben Seitenwand befindlichen Armes (50) befestigt ist, falls gewünscht, über ein Rad (73), welches an einem Vorgelegezahnrad (74) zur Untersetzung befestigt ist, wobei das Antriebszahnrad (77) der Armachse oder das Rad (73) mit einem zweiten Rad verdoppelt ist, dessen Peripherie einen doppelten Nocken bildet, der auf zwei Schalter (79) mit regulierbarer Position wirkt, wobei einer der Schalter die zurückgezogene Position und der andere die ausgezogene Position der Arme definieren.







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