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Dokumentenidentifikation DE69705713T2 08.05.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0901534
Titel VERFAHREN ZUM FÄRBEN VON KATIONISCH FÄRBBAREN MODIFIZIERTEN POLYAMIDFASERN MIT SÄUREFARBSTOFFEN
Anmelder E.I. du Pont de Nemours and Co., Wilmington, Del., US
Erfinder SUN, Yanhui, Wilmington, US
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 69705713
Vertragsstaaten BE, DE, FR, GB, IT, NL
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 16.05.1997
EP-Aktenzeichen 979256245
WO-Anmeldetag 16.05.1997
PCT-Aktenzeichen PCT/US97/08409
WO-Veröffentlichungsnummer 0009745584
WO-Veröffentlichungsdatum 04.12.1997
EP-Offenlegungsdatum 17.03.1999
EP date of grant 18.07.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.05.2002
IPC-Hauptklasse D06P 3/24
IPC-Nebenklasse D06P 1/673   D06P 1/653   D06P 1/39   

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG GEBIET DER ERFINDUNG

Diese Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen von färbbeständigen Polyamidfasern, insbesondere Teppichfasern, enthaltend kationisch färbbare aromatische Sulfonatgruppen entlang der Polyamidpolymerkette, wobei die Fasern mit einem Säurefarbstoff gefärbt sind.

BESCHREIBUNG DES STANDES DER TECHNIK

Wie in der Technik bekannt ist, können Polyamidfasern hergestellt werden, Färben durch Säurefarbstoffe zu widerstehen, indem in dem Polyamidpolymer ein geringer Prozentsatz eines kationisch färbbaren Monomeren, wie eines aromatischen Sulfonats, beispielsweise 1 bis 4 Gewichtsprozent des Natriumsalzes von 5-Sulfoisophthalsäure, copolymerisiert wird. In Ucci, U.S. Patent US-A-4579762 sind Nylon 6 und Nylon 6,6 Teppichfasern, gebildet aus Polymeren mit aromatischen Sulfonateinheiten in der Polymerkette und mit verbesserter Färbbeständigkeit gegenüber Säurefarbstoffen, offenbart.

Aus Windley, U.S. Patenten US-A-5164261 und US-A-5468554 ist es ferner bekannt, daß derartige kationisch färbbaren modifizierten Polyamidfasern färbbeständiger beim Gefärbt werden mit mindestens 0,0048 Gewichtsprozent eines Säurefarbstoffes gemacht werden können. Jedoch ist unter den gleichen Umständen, insbesondere, wenn es wünschenswert ist, derartige Fasern zu nur einer leichten Schattierung zu färben, festgestellt worden, daß maximale Färbbeständigkeit (d. h. kein Färben) nicht erhalten werden kann.

Chao, U.S. Patent US-A-5030246 offenbart ein Verfahren zum kontinuierlichen Färben von Polyamidfasern, die nicht kationisch färbbare monomere Einheiten in der Polymerkette enthalten. Eher werden die Fasern mit einem Färbblockierungsmittel überzogen, das aromatische Sulfonatgruppen enthalten kann. Die Fasern können bis zu einer tieferen Schattierung durch Hinzufügen bestimmter Ammonium- und Metallsalze zu dem Farbbad (typischerweise in einer Menge von 0,2 bis 8%, basierend auf dem Fasergewicht), säuregefärbt werden. Chao offenbart, daß wirksame Salze Salze von Lithium, Calcium und Magnesium wie auch bestimmte Ammonium-, Natrium- und Kaliumsalze einschließen. Die Verwendung der Salze führt zu größerer Aufnahme des Farbstoffs aus dem Farbbad auf die Fasern, und der nicht von den Fasern aufgenommene Überschuß Farbstoff wird anschließend mit Wasser abgespült.

In Jenkins, U.S. Patent US-A-5466527 sind kationisch färbbare Nylonfasern, enthaltend eine ausreichende Menge von SO&sub3;H Gruppen oder COOH Gruppen in der Polymerstruktur, die Nylonfaser färbbar mit kationischen Farbstoffen zu machen, offenbart. Ein Verfahren zum Verbessern der Färbbeständigkeit, Lichtechtheit und Ozonbeständigkeit derartiger Fasern ist offenbart, wobei die Fasern mit Egalisierungssäurefarbstoffen oder vormetallisierten Säurefarbstoffen bei einem pH Wert geringer als 7,0 gefärbt werden. In Beispiel 6 (Spalten 13-14) ist ein Teppich, hergestellt mit kationisch färbbarer Nylonfaser, beschrieben, als in einem Farbbad gefärbt zu werden, welches Eegalisierungssäurefarbstoffe oder vormetallisierte Säurefarbstoffe und 2% Natriumsulfat (Glauber Salz), basierend auf Fasergewicht, enthält.

Tabelle I und II in Beispiel 6 zeigen, daß eine Verbesserung an Farbstoffverarmungsspiegeln erhalten wird, wenn 2% Natriumsulfat zu dem Farbbad über Farbstoffverarmungsspiegel, erhalten aus Farbbädern, die nicht Natriumsulfat enthalten, hinzugegeben wird. Somit ist es von Jenkins bekannt, daß Natriumsulfat zu einem Farbbad hinzugegeben werden kann, und bessere Verarmung des Säurefarbstoffs auf der Faser kann erhalten werden. Jedoch würde es wünschenswert sein, ein Verfahren für Säurefärben kationisch färbbarer modifizierter Polyamidfasern zu haben, wobei die Färbbeständigkeit der Fasern verbessert werden kann.

Die gegenwärtige Erfindung liefert ein derartiges Verfahren. Insbesondere ist jetzt festgestellt worden, daß, wenn bestimmte Salze in dem Säurefarbbad bei bestimmten Konzentrationen eingeschlossen sind, die Färbbeständigkeit der säuregefärbten Fasern verbessert wird. Die Färbbeständigkeit der säuregefärbten Fasern wird verbessert, ohne den Farbstoffgehalt auf der Faser erhöhen zu müssen.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Die gegenwärtige Erfindung liefert ein Verfahren zum Färben von Polyamidfasern mit einem Säurefarbstoff in einem Farbbad, umfasssend ein wasserlösliches Salz, wobei die Fasern umfassen ein Polyamidcopolymer, das kationisch färbbare aromatische Sulfonatsalzgruppensubstituenten entlang der Polymerkette enthält. Das Verfahren umfaßt Hinzufügen eines wasserlöslichen Salzes, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Ammonium-, Kalium- und Natriumsalzen und Mischungen davon, zu dem Farbbad bei einer Konzentration von mindestens 20%, basierend auf dem Fasergewicht, unter Herstellen säuregefärbter Fasern mit einer Färbbeständigkeitsschätzung von mindestens 8,0 auf dem AATCC Red 40 Maßstab, wenn gemäß dem im nachfolgenden angegebenen Färbetestverfahren getestet.

Vorzugsweise wird das Salz ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Natrium- und Kaliumchloriden, Natrium-, Kalium- und Ammoniumsulfaten und Natriumacetat. In einigen Fällen kann die Konzentration von Salz in dem Farbbad mindestens 100%, basierend auf Fasergewicht, sein. Der Säurefarbstoff kann ein vormetallisierter Säurefarbstoff sein. Die Fasern können bei einem pH Spiegel größer als 6,5 säuregefärbt werden, obwohl ein derartiger pH Spiegel nicht notwendig ist.

Geeignete Polyamidcopolymere für Verwendung bei dieser Erfindung umfassen Copolymere, enthaltend 1 bis 4 Gewichtsprozent Monomereinheiten, abstammend von einem Salz oder anderem Derivat von 5-Sulfoisophthalsäure, basierend auf dem Endgewicht des Copolymeren. Das Polyamidcopolymer kann auch Einheiten enthalten, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Polyhexamethylenadipinsäureamideinheiten, poly-ε-Caprolactam Einheiten und Mischungen davon.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Wie in der Technik bekannt ist, können Polyamidfasern sichtbar und permanent gefärbt werden, wenn in Kontakt mit einer Lösung belassen, die Säurefarbstoffe enthält, die typischerweise als Färbemittel für Nahrungsmittel verwendet werden. Jene Fachleute haben verschiedene Verfahren entwickelt, Polyamidfasern färbbeständig zu machen. Beispielsweise werden in den vorhergehenden Windley, U.S. Patenten US-A-S 164261 und 5468554 die Polyamidfasern färbbeständig gemacht durch Copolymerisieren in dem Polyamidpolymer ein kationisch färbbares Modifikationsmittel und durch Hinzufügen eines Säurefarbstoffs zu der Polymerschmelze oder durch Färben der Fasern mit einem Säurefarbstoff aus einem Farbbad. Die gegenwärtige Erfindung ist eine Verbesserung über das in den vorhergehenden Patenten offenbarte Verfahren und umfaßt Hinzufügen bestimmter Salze zu dem Farbbad, das selektiv die Färbbeständigkeit der gefärbten Fasern verbessert, ohne die Notwendigkeit zum Erhöhen des Farbstoffgehalts auf der Faser.

Insbesondere erzeugt das Verfahren dieser Erfindung gefärbte Fasern, die, wenn getrocknet, eine Färbbeständigkeitsschätzung von mindestens 8,0, vorzugsweise 9,0, auf der AATCC Red 40 Färbskala haben. Der Ausdruck "Säurefarbstoff" umfaßt vormetallisierte Säurefabstoffe. Das Verfahren dieser Erfindung umfaßt Färben der kationisch färbbaren Fasern mit einem Säurefarbstoff in einem Farbbad, das Salz bei einer Konzentration enthält, mindestens 20% Salz, basierend auf dem Fasergewicht (% owf), die gefärbt werden, zu liefern. Das Verfahren ist besonders vorteilhaft für Waren, die zu leichten oder mittleren Schattierungen gefärbt werden. Es wird angenommen, daß die Verbesserung gleichermaßen wirksam für zu tiefen Schattierungen gefärbten Fasern ist, aber Flecken sind auf tief-gefärbten Fasern weniger offenkundig, so ist die Verbesserung schwierig zu bewerten. Der Ausdruck "Faser" umfaßt sowohl kontinuierliche (beispielsweise hochelastische Endlosfaser) wie kurze Längen (beispielsweise Stapel). Wirksame Salze sind Ammonium-, Natrium- und Kaliumsalze oder Kombinationen von irgendwelchen dieser Salze bei einer Konzentration von mindestens 20%, basierend auf Fasergewicht. Wenn diese Salze in Übereinstimmung mit dieser Erfindung verwendet werden, findet Färben mit Säurefarbstoffen schnell statt, und es besteht keine Notwendigkeit, den pH des Farbbades bei irgendeiner Stufe des Färbeverfahrens einzustellen. Diese säuregefärbten kationisch färbbaren modifizierten Polyamidfasern haben größere Färbbeständigkeit als kationisch färbbare modifizierte Polyamidfasern, die in einem Farbbad gefärbt worden sind, das diese Salze nicht enthält.

KATIONISCH FÄRBBARE MODIFIZIERTE POLYAMIDE

Die gemäß der gegenwärtigen Erfindung zu verwendenden Fasern umfassen ein Polyamidcopolymer, das kationisch färbbare aromatische Sulfonatsalzgruppensubstituenten entlang der Polymerkette enthält. Die kationisch färbbaren Modifikationsmittel, verwendet, diese bei dieser Erfindung geeigneten Polyamidcopolymere zu bilden, haben vorzugsweise die Formel:

wobei Y H, Li, Na, K oder Cs ist, und R ist H oder eine Alkylgruppe, enthaltend 1 bis 5 Kohlenstoffatome. Die -OR Gruppen gehen während Polymerisation verloren. Die bevorzugten kationisch färbbaren Modifikationsmittel sind diejenigen, die zwei Carboxylgruppen enthalten, wobei 5-Sulfoisophthalsäure besonders bevorzugt ist. Im allgemeinen wird ausreichend kationisch färbbares Modifikationsmittel verwendet, ein Copolymer herzustellen, das 1 bis 4 Gew.% (Gew.%) kationisch färbbares Modifikationsmittel, basierend auf dem Endpolymergewicht des Polyamidcopolymeren, enthält, wobei 2 bis 3 Gew.% der bevorzugte Bereich sind.

Die in dieser Erfindung geeigneten Polyamidcopolymere können hergestellt werden durch Mischen des Salzes des Basispolyamids (beispielsweise Nylon 6,6 Salz oder Caprolactam) mit dem kationisch färbbaren Modifikationsmittel, gefolgt von Polymerisieren der gemischten Zusammensetzung in einem Autoklaven unter Verwenden von Standardpolymerisationsverfahren, Verfestigen und Fragmentieren des Polymeren, Erhöhen des Polymerisationsgrades durch weiteres Polymerisieren des Polymeren in der Festphase, während gleichzeitig das Polymer supergetrocknet wird, und ferner Polymerisieren des Polymeren in dem geschmolzenen Zustand. Bei einer bevorzugten Ausführungsform, verwendet für Herstellung von Teppichfasern, wird das Copolymer hergestellt durch Polymerisieren von Nylon 6,6 Salz, enthaltend Sulfonatmodifikationsmittel, in einem Autoklaven zu einer relativen Viskosität von etwa 35, Erhöhen der relativen Viskosität auf etwa 45 bis 65 durch Festphasenpolymerisation, während das Polymer supergetrocknet wird, und Schmelzen des Polymeren in einem Schraubenextruder, Übertragungsleitung und Spinblock unter Herstellen eines Copolymeren mit einer relativen Viskosität zwischen 45 und 70. Bei der Herstellung von Textilfasern kann die annehmbare relative Viskosität niedriger (etwa 35 bis 45) sein. Vorzugsweise enthalten die in dieser Erfindung verwendeten Copolymere 20 bis 40 Aminenden pro 10&sup6; Gramm Copolyamid.

FÄRBVERFAHREN

Ein Farbbad wird hergestellt durch Hinzufügen der gewünschten Menge von Säurefarbstoff und Salz zu Wasser. Farbstoftkonzentrationen können von 0,01 bis 0,05%, basierend auf Fasergewicht, variieren. Die Salzkonzentration muß ausreichend hoch sein, den Farbstoff aus dem Farbbad auf die Faser zu erschöpfen. Wie früher festgestellt, ist festgestellt worden, daß diese Salzkonzentration mindestens 20%, basierend auf Fasergewicht (% owf), sein muß und so hoch wie 200% oder sogar höher für die Salze sein kann, die bei dieser Erfindung geeignet sind. Die Fasern können bei einem pH Spiegel größer als 6,5 gefärbt werden, aber ein derartiger pH Spiegel ist nicht notwendig. Gewünschtenfalls kann ein niedrigerer pH Spiegel verwendet werden.

Die in den folgenden Beispielen berichteten Ergebnisse wurden erhalten durch Bringen von 10 Gramm Faser in 200 ml Farbbad, enthaltend 0,0037 Gramm Farbstoff und Salz bei verschiedenen Konzentrationen. Das Farbbad wurde in der kürzest möglichen Periode zum Sieden erhitzt und 5-30 Minuten, üblicherweise etwa 10 Minuten lang, beim Sieden gehalten. Das Farbbad wurde dann auf 70-80ºC gekühlt. Kaltes Wasser kann unter Beenden des Kühlens hinzugefügt werden. Die Fasern wurden entfernt, gewaschen und getrocknet, entweder bei Raumtemperaturen oder durch Erhitzen. Die Fasern wurden zu einer leicht grauen Schattierung gefärbt. Vergleichbare Ergebnisse wurden mit bis Düne und Beige Schattierungen gefärbten Fasern erhalten. Äquivalente Ergebnisse wurden für Fasern in der Form von Garnen oder Gewebe, Gewirke oder Florgewebe erhalten. Dieses Verfahren kann leicht an ein kontinuierliches Verfahren angepaßt werden.

Die folgenden Beispiele veranschaulichen diese Erfindung, aber sollten nicht konstruiert sein, den Umfang der Erfindung zu beschränken.

TESTVERFAHREN Färbtestverfahren

Das folgende Testverfahren wurden verwendet, die Färbbeständigkeitsleistung der Faserproben zu bestimmen.

Eine Lösung von Färbemittel wurde hergestellt durch Lösen von 45 Gramm Zucker-gesüßtem "Kool-Aid" Vormischungspulver mit Kirschenaroma in 500 cm³ Wasser. Man ließ die Lösung Raumtemperatur, d. h. 75ºF ± 5ºF (24ºC ± 3º), vor Verwenden erreichen. Das in der "Kool-Aid" Lösung verwendete Färbemittel war Red Acid Dye 40.

Eine Probe, annähernd 1,5 · 3 Zoll (3,8 · 7,6 cm) für Teppichproben und annähernd 2 · 4 Zoll (5,1 · 10,2 cm) für Gewirke, wurde aus jeder Probe geschnitten und auf eine flache nicht-absorbierende Oberfläche gebracht. Die Lösung von Färbemittel wurde auf jede Probe durch einen Zylinder unter Bilden eines 1 bis 2 Zoll (2,5 bis 5,1 cm) kreisförmigen Fleckens gegossen, wobei 20 cc für Teppichproben und 10 cc. für Textilproben verwendet wurden. Die Proben wurden im Labor vierundzwanzig Stunden lang verzögert und dann gründlich mit kaltem Fallenwasser gespült und trocken zusammengedrückt unter Verwenden einer Abziehvorrichtung unter Entfernen von Überschuß Lösung.

Die Färbbeständigkeit der Probe wurde visuell gemäß der auf dem gefärbten Probenbereich gelassenen Farbe bestimmt. Die Farbtiefe wurde bestimmt durch Vergleich mit einer Reihe von zehn transparenten Kunststoffrechtecken in Übereinstimmung mit der AATCC Red 40 Färbskala, in der 10 kein Färben, 9 sehr leichtes Färben darstellt, mit ansteigender Farbe, wenn der Maßstab sich auf 1 verringert, was schweres Färben darstellt.

In jedem der folgenden Beispiele wurden 200 ml Farbbad und 10 g Faserprobe verwendet. Konzentrationen von Salz und Farbstoff sind ausgedrückt als Prozentsätze, basierend auf dem Fasergewicht (% owf). Das gleiche Gewicht von Farbstoff (0,0037 g) wurde in jedem Beispiel verwendet. In allen außer einem der Beispiele enthielt das kationisch färbbare Polyamidcopolymer 3 Gew.% 5-Sulfoisophthalat. Die gefärbten Proben waren leicht grau an Farbe. Die Farbstoffformulierung war aus den folgenden Bestandteilen zusammengesetzt: 0,015% owf Tectilon yellow 3R KWL 200 (acid yellow 246), 0,0075% owf Tectilon red 2B KWL 200 (acid red 361) und 0,005% owf Tectilon blue 4RS KWL 200. Die pH Spiegel der Lösungen wurden mit einem Fisher Accumet pH Meter Model 610A, ausgerüstet mit einer Fisherglaselektrode, gemessen.

BEISPIELE Faserherstellung

Ein Polyamidcopolymer wurde hergestellt durch Mischen von Nylon 6,6 Salz und dem Natriumsalz von 5-Sulfoisophthalsäure und Polymerisieren in einem Autoklaven. Die Polymerschmelze wurde verfestigt, fragmentiert und ferner in dem Festzustand in einer inerten Atmosphäre bei einer Temperatur von 185ºC polymerisiert. Das Copolymer wurde dann in einen Doppelschraubenextruder geführt und in eine Übertragungsleitung bei einer Temperatur von 290ºC entleert. Es wurde durch eine Spindüse unter Herstellen von Garnen extrudiert, wobei jedes von 128 Filamenten vier symmetrisch angeordnete Hohlräume hatte. Nach Aufbringen der Appretur wurden die Garne 2,7 · bei 190ºC in einem kontinuierlichen Verfahren gezogen. Die gezogenen Filamente wurden durch eine Düse geleitet, wo sie mit Luft bei 240ºC und 120ºC beaufschlagt wurden und auf einer Siebtrommel gesammelt. Das Garn wurde durch eine Aufnahmerolle entfernt und auf Röhren gewickelt. Das in den folgenden Beispielen verwendete Gewirke und Tuftware wurden aus diesen Garnen hergestellt.

BEISPIEL 1

Bestimmte Salze, wie Calciumsalze, sind beim Entleeren des Farbstoffs aus dem Farbbad auf die Faser bei niedrigen und hohen Salzkonzentrationen wirksam. Jedoch ist die Färbbeständigkeit der auf leichte und mittlere Schattierungen durch Verfahren unter Verwenden derartiger Salze gefärbten Faserproben unakzeptabel, wie in Tabelle 1 gezeigt. Im Vergleich verwendet das Verfahren dieser Erfindung bestimmte Salze bei einer Konzentration von mindestens 20% in Bezug auf Fasergewicht (% owf) und liefert Fasern mit guter Färbbeständigkeit, wie in Tabelle 1 gezeigt.

TABELLE 1

*Vergleichsbeispiele

BEISPIEL 2

Wenn die Salze dieser Erfindung in dem Farbbad bei Konzentrationen oberhalb von 20%, basierend auf Fasergewicht (% OWF), verwendet werden, sind sie wirksam beim Verleihen von sogar noch größerer Färbbeständigkeit kationisch färbbaren modifizierten Polyamidfasern, die mit einem Säurefarbstoff gefärbt werden. Derartige Fasern sind aus Polyamidcopolymer, enthaltend 2% und 3% 5- Sulfoisophthalat, hergestellt. Diese Wirkung ist in Tabelle 2 für Polyamidfasern, genommen aus Gewirke, die zu einer leicht grauen Farbe gefärbt worden sind, wobei die Fasern aus Polyamidcopolymer, enthaltend 2% und 3% 5-Sulfoisophthalat, hergestellt sind, veranschaulicht.

TABELLE 2

BEISPIEL 3

Das Verfahren dieser Erfindung ist geeignet für Färben und Verleihen von guter Färbbeständigkeit den zuvor beschriebenen Polyamidfasern in irgendeiner Form, beispielsweise Garne oder Faservlies, Gewirke, Gewebe oder Florgewebe. Diese Wirkung ist in Tabelle 3 für Fasern, gefärbt bis zu einer leicht grauen Schattierung, veranschaulicht.

TABELLE 3

BEISPIEL 4

Die Daten in Tabelle 4 veranschaulichen die einzigartige Wirksamkeit der Natrium- und Kaliumsalze zum Herstellen von Polyamidfasern, die gute Färbbeständigkeit haben, nachdem sie mit den zuvor beschriebenen Farbstoffen gefärbt sind, im Vergleich zu ähnlichen Salzen von Lithium, Magnesium, Zink und Calcium. Alle Polyamidfasern wurden aus Copolymeren, enthaltend 3 Gew.% 5- Sulfoisophthalsäure, hergestellt, und wurden bis zu einer leicht grauen Schattierung gefärbt. Die Tests wurden auf Ware, genommen von gestrickten Socken, laufengelassen.

TABELLE 4

* Vergleichsbeispiele


Anspruch[de]

1. Verfahren zum Färben von Polyamidfasern mit einem Säurefarbstoff in einem Farbbad, umfassend ein wasserlösliches Salz, wobei die Fasern umfassen ein Polyamidcopolymer, das kationisch färbbare aromatische Sulfonatsalzgruppensubstituenten entlang der Polymerkette enthält, dadurch gekennzeichnet, daß ein wasserlösliches Salz, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Ammonium-, Kalium- und Natriumsalzen und Mischungen davon, hinzugegeben wird zu dem Farbbad bei einer Konzentration von mindestens 20%, basierend auf dem Gewicht der Faser, unter Herstellen von säuregefärbten Fasern mit einer Fleckenbeständigkeitsschätzung von mindestens 8,0 auf der AATCC Red 40 Färbskala, wenn gemäß dem in der Beschreibung angegebenen Färbetestverfahren getestet.

2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Salz aus der Gruppe, bestehend aus Natrium- und Kaliumchloriden; Natrium-, Kalium- und Aminoniumsulfaten; und Natriumacetat ausgewählt wird.

3. Verfahren nach Anspruch 2, wobei die Salzkonzentration in dem Farbbad mindestens 100%, basierend auf dem Fasergewicht, beträgt.

4. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Säurefarbstoff ein vormetallisierter Säurefarbstoff ist.

5. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Fasern bei einem pH Spiegel größer als 6,5 gefärbt werden.

6. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Polyamidcopolymer 1 bis 4 Gewichtsprozent Monomereinheiten, abstammend von einem Salz oder anderem Derivat von 5-Sulfoisophthalsäure, basierend auf dem Endgewicht des Copolymeren, enthält.

7. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Polyamidcopolymer Einheiten, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Polyhexamethylenadipinsäureamideinheiten, poly-ε-Caprolactameinheiten und Mischungen davon, enthält.







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