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Dokumentenidentifikation DE69900722T2 08.05.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 1064628
Titel ERLAUBEN DER BEREITSTELLUNG EINER DIENSTLEISTUNG UND MIT DIESER DIENSTLEISTUNG VERBUNDENE KOSTENABRECHNUNG
Anmelder Shell Internationale Research Maatschappij B.V., Den Haag, NL
Erfinder BANNELL, Lesley, John, Ince, GB
Vertreter WUESTHOFF & WUESTHOFF Patent- und Rechtsanwälte, 81541 München
DE-Aktenzeichen 69900722
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 16.03.1999
EP-Aktenzeichen 999168289
WO-Anmeldetag 16.03.1999
PCT-Aktenzeichen PCT/EP99/01791
WO-Veröffentlichungsnummer 0009948066
WO-Veröffentlichungsdatum 23.09.1999
EP-Offenlegungsdatum 03.01.2001
EP date of grant 21.11.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.05.2002
IPC-Hauptklasse G07F 13/02

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Gestatten der Erbringung einer Dienstleistung in einem Dienstleistungsbereich einer Tankstelle. Die Dienstleistung kann an dem Fahrzeug vollbracht werden, beispielsweise durch Auftanken des Fahrzeuges an der Zapfsäule oder Waschen desselben in der Autowaschstation, oder an dem Kunden, beispielsweise durch Verkaufen von Waren in einem Laden an der Tankstelle. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auch auf das automatische Verrechnen der mit der Dienstleistung verbundenen Kosten.

Die US-Patentschrift Nr. 4 072 929 bezieht sich auf ein System zum Gestatten der Erbringung einer Dienstleistung an einem Fahrzeug oder einem Kunden, welches System Mittel zum Erbringen der Dienstleistung an dem Fahrzeug, ein Fahrzeugerkennungssystem in Form eines Dateneingabeterminals, wo ein das Fahrzeug identifizierender Code eingegeben werden muß, ein Kundenerkennungssystem in Form eines Dateneingabeterminals, wo ein den Kunden identifizierender Code eingegeben werden muß, Datenverarbeitungsmittel, die an die Erkennungssysteme zum Empfang der Codes angeschlossen sind und eine Speichereinrichtung mit die Codes des Fahrzeuges und des verknüpften Kunden enthaltenden Datensätzen enthält, ein System zum Vergleichen der Codes des Fahrzeuges und des Kunden mit den gespeicherten Codes, und Mittel zum Gestatten der Erbringung der Dienstleistung aufweist, wenn die eingegebenen Codes mit einem Satz von Kenndaten des Fahrzeuges und des verknüpften Kunden übereinstimmen.

Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, ein einfaches System zum Gestatten des Erbringens einer Dienstleistung an einem Fahrzeug oder einem Kunden zu schaffen, welches System sicher ist und wenige Handlungen des Kunden erfordert und das auch keine Eingabe von Daten erfordert.

Zu diesem Zweck umfaßt das System zum automatischen Verrechnen der Kosten, die mit der Erbringung einer Dienstleistung an einem Fahrzeug oder einem Kunden verbunden sind, gemäß der vorliegenden Erfindung Mittel zum Erbringen der Dienstleistung an dem Fahrzeug oder dem Kunden, ein Fahrzeugerkennungssystem, das Fahrzeugkenndaten erzeugen kann, ein Kundenerkennungssystem, das Kundenkenndaten erzeugen kann, Datenverarbeitungsmittel, die an die Erkennungssysteme angeschlossen sind, um die Kenndaten zu empfangen, und eine Speichereinrichtung mit die Kenndaten des Fahrzeuges und des verknüpften Kunden enthaltenden Datensätzen enthalten, ein System zum Vergleichen der erzeugten Kenndaten des Fahrzeuges und des Kunden mit den gespeicherten Kenndaten, und Mittel zum Gestatten der Erbringung der Dienstleistung, wenn die erzeugten Kenndaten mit einem Satz von Kenndaten des Fahrzeuges und des verknüpften Kunden übereinstimmen, wobei die Speichereinrichtung Fahrzeug- Kunden-Informationsdatensätze enthält, die jeweils die Kenndaten eines Fahrzeuges mit den Kenndaten eines Kunden verknüpfen, und wobei das System zum Vergleichen der erzeugten Kenndaten des Fahrzeuges und des Kunden mit den gespeicherten Kenndaten ein Wiederauffindsystem zum Wiederauffinden der Kenndaten des bzw. der zu den erzeugten Kenndaten gehörenden Kunden umfaßt, und ein System, welches die erzeugten Kundenkenndaten mit den wiederaufgefunden Kenndaten des bzw. der Kunden vergleicht und ein Freigabesignal an die Mittel zum Gestatten der Erbringung der Dienstleistung sendet, wenn die erzeugten Kundenkenndaten mit den wiederaufgefundenen Kenndaten eines Kunden übereinstimmen.

Das System gemäß der vorliegenden Erfindung gewährleistet, daß die Dienstleistung nur erbracht werden kann, wenn die Daten übereinstimmen, sodaß das Fahrzeug und auch der mit dem speziellen Fahrzeug verknüpfte Kunde erkannt worden sind, oder umgekehrt. Wenn die Daten nicht übereinstimmen, wird die Erbringung der Dienstleistung verhindert. Jeder Kunde kann mit einer Anzahl von Fahrzeugen verknüpft werden oder ein Fahrzeug mit einer Anzahl von Kunden, wie erforderlich.

Das Fahrzeugerkennungssystem ist geeigneterweise ein optisches Erkennungssystem. Ein solches optisches Erkennungssystem umfaßt eine elektronische Kamera, die ein Abbild eines Objektes erzeugt, und ein Erkennungssystem, welches relevante Information aus dem Abbild wiedergewinnt, um die Kenndaten des Objektes zu erzeugen. Die relevante Information kann sich auf die Information auf der Kennzeichentafel (oder dem Nummernschild) beziehen, optional mit Information über die Type und Farbe des Fahrzeuges und die erzeugten Fahrzeugkenndaten. Das Fahrzeugerkennungssystem ist so positioniert, daß es das Fahrzeug erfassen kann, wenn es sich im Dienstleistungsbereich befindet. Ein System zur optischen Erkennung von charakteristischen Merkmalen eines Fahrzeuges, beispielsweise des Nummernschildes, ist beispielsweise aus der US-Patentschrift Nr. 5 381 155 bekannt.

Das Kundenerkennungssystem ist geeigneterweise ein Erkennungssystem, das in der Lage ist, ein Objekt zu erkennen, wie ein optisches Erkennungssystem, welches zumindest einen Teil des Kunden erfaßt, beispielsweise das Gesicht, und das in der Lage ist, Kundenkenndaten zu erzeugen. Das Kundenerkennungssystem ist so positioniert, daß es den Kunden an jedem Punkt erfassen kann, wo eine Dienstleistung erbracht wird, beispielsweise an der Zapfsäule, an der Theke des Ladens, am Eingang der Autowaschstation.

Alternativ ist das Erkennungssystem ein Handabdruckerkennungssystem oder ein Fingerabdruckerkennungssystem, bei welchem ein Abbild der Handfläche oder des Fingers erzeugt wird, aus dem ein Erkennungssystem relevante Information wiedergewinnt, um die Kundenkenndaten zu erzeugen. Ein solches System kann an der Zapfsäule angebracht oder in den Handgriff der Zapfpistole eingebaut sein. Das Kundenerkennungssystem kann auch ein System auf Grundlage einer Erkennung des Irismuster des Auges sein, mit einer Erfassungskamera für ein ausführliches Irismuster, die an der Zapfsäule angebracht ist.

Geeigneterweise umfaßt das System ferner Mittel zum Verrechnen der mit der Dienstleistung verbundenen Kosten auf ein Konto.

Die Speichereinrichtung enthält Fahrzeug-Kunden-Informationsdatensätze, die jeweils die Kenndaten eines Fahrzeuges mit den Kenndaten eines Kunden verknüpfen. Diese Daten müssen in die Speichervorrichtung eingegeben werden, bevor irgendeine Transaktion automatisch verarbeitet werden kann. Die Fahrzeug- Kunden-Informationsdatensätze verknüpfen somit Fahrzeugdaten mit Daten eines berechtigten Kunden, um einen Satz von Kenndaten des Fahrzeuges und des verknüpften berechtigten Kunden zu bilden. Wenn mehrere Kunden für ein Fahrzeug berechtigt sind, werden die Kenndaten des Fahrzeuges mit den Kenndaten jedes berechtigten Kunden verknüpft; auf diese Weise werden Sätze von Kenndaten des Fahrzeuges und des verknüpften Kunden erzeugt. Auf dieselbe Weise können Sätze gebildet werden, wenn ein Kunde für zwei oder mehr Fahrzeuge berechtigt ist.

Geeigneterweise umfaßt das System zum Vergleichen der erzeugten Kenndaten des Fahrzeuges und des Kunden mit dem gespeicherten Kenndaten ein Wiederauffindsystem zum Wiederauffinden der Kenndaten des bzw. der zu den erzeugten Kenndaten des Fahrzeuges gehörenden Kunden und ein System, welches die erzeugten Kundenkenndaten mit den wiederaufgefundenen Kenndaten des bzw. der Kunden vergleicht und ein Freigabesignal an die Mittel zum Gestatten der Erbringung der Dienstleistung sendet, wenn die erzeugten Kundenkenndaten mit den wiederaufgefundenen Kenndaten eines Kunden übereinstimmen.

Um eine Verrechnung der Kosten zu ermöglichen, enthält die Speichereinrichtung ferner Datensätze, die jeweils die Kenndaten eines Kunden mit dem Konto verknüpfen, auf welches die Kosten belastet werden sollen.

Die Erfindung bezieht sich ferner auf ein Verfahren zum Gestatten der Erbringung der Dienstleistung an einem Fahrzeug oder einem Kunden, wobei Datenverarbeitungsmittel vorgesehen sind, welche eine Speichereinrichtung mit die Kenndaten des Fahrzeuges und des verknüpften Kunden enthaltenden Datensätzen enthalten, welches Verfahren gemäß der Erfindung die Schritte aufweist:

(a) Erzeugen von Fahrzeugkenndaten des Fahrzeuges, an dem die Dienstleistung erbracht werden soll;

(b) Erzeugen von Kundenkenndaten des zu dem Fahrzeug gehörenden Kunden;

(c) Vergleichen der erzeugten Fahrzeugkenndaten mit gespeicherten Fahrzeugkenndaten, um die gespeicherten Kenndaten des mit dem Fahrzeug verknüpften Kunden aufzufinden, wenn die Fahrzeugdaten übereinstimmen;

(d) Vergleichen der erzeugten Kundenkenndaten mit den wiederaufgefundenen Kenndaten; und

(e) Gestatten der Erbringung der Dienstleistung, wenn die Kundendaten übereinstimmen.

Geeigneterweise umfaßt das Verfahren ferner den Schritt des Verrechnens der mit der Dienstleistung verbundenen Kosten auf ein Konto.

Die Verwendung zweier verschiedener Erkennungssysteme ermöglicht eine Überprüfung in zwei Stufen: Zunächst werden die Kenndaten des bzw. der für ein spezielles Fahrzeug berechtigten Kunden, die aus den erzeugten Fahrzeugkenndaten aufgefunden werden, und dann die erzeugten Kundenkenndaten mit den wiederaufgefundenen Kenndaten des bzw. der berechtigten Kunden verglichen. Weil die Menge an Daten, die erforderlich ist, um ein Fahrzeug zu kennzeichnen, geringer ist als die Menge an Daten, die erforderlich ist, um eine Person zu kennzeichnen, ist die Überprüfung in zwei Stufen sehr effizient. Dies ist besonders relevant, wenn die Datenverarbeitungsmittel zentrale Datenverarbeitungsmittel sind, die an die spezielle Dienstleistungsstation angeschlossen sind, wobei die Verbindung eine Onlineverbindung oder eine Verbindung über einen Satelliten ist.

Das Koppeln dieser beiden Erkennungssysteme erzeugt ein höheres Maß an Sicherheit für den Kunden und den Verkäufer gegenüber der unabhängigen Verwendung jeweils eines der Systeme.

Ein Vorteil des Systems ist, daß es gestattet, daß der Kunde die Einrichtungen der Verkaufsstation in Anspruch nimmt, ohne daß die Notwendigkeit besteht, daß irgendein auf personalisierter Elektronik basierendes oder kartenbasierendes Identifikations- oder Transaktionssystem vom Kunden mitgeführt oder am Fahrzeug angebracht werden muß, solange sowohl das Fahrzeug als auch der Kunde anhand ihrer jeweiligen Kennzeichen zu jeder beliebigen vorgegebenen Zeit identifiziert werden können.


Anspruch[de]

1. System zum Gestatten der Erbringung einer Dienstleistung an einem Fahrzeug oder einem Kunden, welches System Mittel zum Erbringen der Dienstleistung an dem Fahrzeug oder dem Kunden, ein Fahrzeugerkennungssystem, das Fahrzeugkenndaten erzeugen kann, ein Kundenerkennungssystem, das Kundenkenndaten erzeugen kann, Datenverarbeitungsmittel, die an die Erkennungssysteme angeschlossen sind, um die Kenndaten zu empfangen, und eine Speichereinrichtung mit die Kenndaten des Fahrzeuges und des verknüpften Kunden enthaltenden Datensätzen enthalten, ein System zum Vergleichen der erzeugten Kenndaten des Fahrzeuges und des Kunden mit den gespeicherten Kenndaten, und Mittel zum Gestatten der Erbringung der Dienstleistung umfaßt, wenn die erzeugten Kenndaten mit einem Satz von Kenndaten des Fahrzeuges und des verknüpften Kunden übereinstimmen, wobei die Speichereinrichtung Fahrzeug-Kunden-Informationsdatensätze enthält, die jeweils die Kenndaten eines Fahrzeuges mit den Kenndaten eines Kunden verknüpfen, und wobei das System zum Vergleichen der erzeugten Kenndaten des Fahrzeuges und des Kunden mit den gespeicherten Kenndaten ein Wiederauffindsystem zum Wiederauffinden der Kenndaten des bzw. der zu den erzeugten Kenndaten des Fahrzeuges gehörenden Kunden umfaßt, und ein System, welches die erzeugten Kundenkenndaten mit den wiederaufgefundenen Daten des bzw. der Kunden vergleicht und ein Freigabesignal an die Mittel zum Gestatten der Erbringung der Dienstleistung sendet, wenn die erzeugten Kundenkenndaten mit den wiederaufgefundenen Kenndaten eines Kunden übereinstimmen.

2. System nach Anspruch 1, ferner mit Mitteln zum Verrechnen der mit der Dienstleistung verbundenen Kosten auf ein Konto.

3. System nach Anspruch 1 oder 2, ferner mit Mitteln zum Verrechnen der mit der Dienstleistung verbundenen Kosten auf ein Konto, wobei die Speichereinrichtung ferner Datensätze enthält, die jeweils die Kenndaten eines Kunden mit dem Konto verknüpfen, auf welches die Kosten verrechnet werden sollen.

4. Verfahren zum Gestatten der Erbringung einer Dienstleistung an einem Fahrzeug oder einem Kunden, wobei Datenverarbeitungsmittel vorgesehen sind, die eine Speichereinrichtung mit die Kenndaten des Fahrzeuges und des verknüpften Kunden enthaltenden Datensätzen enthalten, welches Verfahren die Schritte umfaßt:

(a) Erzeugen von Fahrzeugkenndaten des Fahrzeuges, an dem die Dienstleistung erbracht werden soll;

(b) Erzeugen von Kundenkenndaten des zu dem Fahrzeug gehörenden Kunden;

(c) Vergleichen der erzeugten Fahrzeugkenndaten mit gespeicherten Fahrzeugkenndaten, um die gespeicherten Kenndaten des mit dem Fahrzeug verknüpften Kunden aufzufinden, wenn die Fahrzeugdaten übereinstimmen;

(d) Vergleichen der erzeugten Kundenkenndaten mit den wiederaufgefundenen Kenndaten; und

(e) Gestatten der Erbringung der Dienstleistung, wenn die Kundendaten übereinstimmen.

5. Verfahren nach Anspruch 4, ferner mit dem Schritt des Verrechnens der mit der Dienstleistung verbundenen Kosten auf ein Konto.







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