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Dokumentenidentifikation DE10123525A1 29.05.2002
Titel Feststellbremse
Anmelder Edscha AG, 42855 Remscheid, DE
Erfinder Böhm, Markus, 94557 Niederalteich, DE;
Braker, Ulf, 94491 Hengersberg, DE;
Lorenz, Michael, Schärding, AT
Vertreter Bonnekamp & Sparing, 40211 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 15.05.2001
DE-Aktenzeichen 10123525
Offenlegungstag 29.05.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.05.2002
Addition 10156920.3
IPC-Hauptklasse B60T 7/08
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Feststellbremse für ein Fahrzeug, umfassend einen relativ zu einem Halter (6) verlagerbaren Handgriff (2), eine Ankopplungseinheit (3), die ein Bremsseil (4) bei Verlagerung des Handgriffs (2) spannt, und eine Feststelleinrichtung (17), um den Handgriff (2) in einer Feststellposition zu halten. Eine Feststellbremse, die in kleinbauender Weise kostengünstig eine Zugkraft auf einen Handgriff in ein Spannen des Bremsseils übersetzt, wird erfindungsgemäß dadurch geschaffen, daß der Handgriff (2) über eine Führung (5, 7) axial vom Halter (2) fortziehbar ist, und daß mit dem Halter (2) eine Übersetzungseinheit (8) gekoppelt ist, die die axiale Verlagerung eines dem Handgriff (2) zugeordneten Teils in eine Spannung des Bremsseils (4) umsetzt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Feststellbremse nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 für ein Fahrzeug, umfassend einen relativ zu einem Halter verlagerbaren Handgriff, eine Ankoppelungseinheit, die ein Bremsseil bei Verlagerung des Handgriffs spannt, und eine Feststelleinrichtung, um den Handgriff in einer Feststellposition zu halten.

Aus der Praxis sind Feststellbremsen, insbesondere Fußfeststellbremsen für Kraftfahrzeuge, bekannt, welche bei Betätigung eines beispielsweise mit einem Pedal ausgestalteten Bremsbetätigungshebels einen entsprechenden Zug auf ein die Bremsbacken der Feststellbremse anziehendes Bremsseil ausüben und diese auf solche Weise spannt. Nachteilig bei diesen Feststellbremsen ist die Tatsache, daß der Hebelarm des Pedals einerseits und der Abstand der Anlenkung des Bremsseils von dem karosseriefesten Anlenkpunkt des Bremsbetätigungshebels andererseits ungünstige Hebelverhältnisse (etwa 1 zu 2) definiert, so daß in der Praxis zwischen einem ersten und einem zweiten Teil des Bremsseils Spannglieder eingebaut werden müssen, die eine Übersetzung um das etwa vierfache des auf sie ausgeübten Zugs bewirken. Solche Spannglieder sind problematisch, weil in der Regel die Nachstellung des Bremsseils aufgrund des Verschleißes der Bremsbeläge nur an einem Teil des Bremsseils möglich ist und diese damit schlecht ausgleichbar ist. Zudem erschweren diese Teile den Einbau des Bremsseils, weil dieses nur im Abstand hierzu geführt sein kann und verteuern somit die Montage. Zudem bildet ein solches Spannglied stets eine Schwachstelle für Material- und Montagefehler.

Es ist die Aufgabe der Erfindung, eine Feststellbremse nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 zu schaffen, die in kleinbauender Weise kostengünstig eine Zugkraft auf einen Handgriff in ein Spannen des Bremsseils übersetzt.

Diese Aufgabe wird bei der eingangs genannten Feststellbremse erfindungsgemäß mit kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 dadurch gelöst, daß der Handgriff über eine Führung axial vom Halter fortziehbar ist, und daß mit dem Halter eine Übersetzungseinheit gekoppelt ist, die die axiale Verlagerung eines dem Handgriff zugeordneten Teils in eine Spannung des Bremsseils umsetzt.

Die erfindungsgemäße Feststellbremse benötigt wenig Platz im Bereich der Mittelkonsole zwischen Fahrersitz und Beifahrersitz und ermöglicht somit eine Mehrzahl von neuen Möglichkeiten zum Nutzen des Raumgewinns, z. B. für einen Cup-holder.

Die erfindungsgemäße Feststellbremse ermöglicht es, das Bremsseil mit einer Zugbewegung des Handgriffs zu koppeln, ohne daß die Last des Bremsseils von dem Fahrer unverändert überwunden werden muß. Vielmehr übersetzt die erfindungsgemäße Feststellbremse den Weg des ausziehbaren Handgriffs zu dem weg des Bremsseils, indem der Handgriff mehrere Zentimeter aus seiner Führung herausgezogen werden kann. Es ist möglich, die Zugkraft motorisch oder durch Federn zu unterstützen.

Durch die Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Feststellbremse kann der im Fahrgastraum zwischen den vorderen Sitzen vorzusehende Teil einer Handbremse sehr kurz ausgestaltet werden, indem z. B. nur der Handgriff sichtbar ist und der weitere Bereich durch Armlehnen oder dgl. genutzt wird.

Die erfindungsgemäße Feststellbremse schafft ein günstiges Übersetzungsverhältnis durch das Vorsehen einer Übersetzungseinheit, die die axiale Bewegung des Handgriffs in eine andere axiale Zuspannung des Bremsseils umsetzt.

Die Übersetzungseinheit ist beispielsweise durch ein Zahnrad- oder Reibradgetriebe definiert, über das ein Hebel betätigt wird, an dem die Ankoppelungseinheit angeordnet ist. Alternativ kann auch eine Mehrgelenkkinematik für denselben Zweck vorgesehen werden, die einen Hebel, an dem die Ankoppelungseinheit angelenkt ist und der um ein Schwenkgelenk relativ zum Halter verschwenkbar ist, wobei über einen Steuerlenker eine Kraft auf den der Ankoppelungseinheit abgewandten Schenkel des Hebels aufgebracht wird. Vorzugsweise sind vier Gelenke auf diese Weise hintereinandergeschaltet.

Eine Feststellklinke ist zweckmäßigerweise mit einer Klinkenfeder in Richtung auf ein Zahnsegment vorgespannt, wobei die Vorspannung der Klinkenfeder durch Betätigung eines Druckknopfes oder durch Ziehen eines Zuggestänges aufgehoben werden kann, um die Feststellposition zu lösen. Die Klinkenfeder ist beispielsweise als Drehfeder ausgebildet, deren einer Schenkel an dem Hebelhalter und deren anderer Schenkel an dem der Verzahnung zugekehrten Hebelarm der Feststellklinke, die eine Eingriffsnase aufweist, angeordnet ist.

Die erfindungsgemäße Feststellbremse erlaubt es, in kleinbauender Weise eine Übersetzung des Bremsbetätigungshebels gegenüber dem Bremsseil auf einen Faktor zwischen zwei und elf zu erreichen, vorzugsweise zwischen vier und zehn. Es versteht sich, daß nach wie vor Bremsverstärkungsglieder im Bereich des Bremsseils vorgesehen werden können, vorteilhafterweise ist dies aber nicht mehr erforderlich. Insbesondere läßt sich eine Übersetzung einstellen, die eine bei Kraftfahrzeugfeststellbremsen geeignetes Ausmaß aufweist und ohne Bremsübersetzer auskommt. Die Höhe der Übersetzung ergibt sich aus der zweckmäßigen Auswahl des Abstandes der Gelenke der Hebel zueinander.

Vorzugsweise umfaßt die Ankoppelungseinheit eine Nachstelleinrichtung für das Bremsseil, wie sie beispielsweise aus der WO-A-98 57 832 bekannt ist, mit der bei abgelegter bzw. nicht betätigter Feststellbremse aufgrund einer Federkraft das Bremsseil nachgestellt wird, um auf große Temperaturunterschiede, insbesondere aber aufgrund des Verschleißes der Bremsbeläge jederzeit nach dem Lösen der Feststellbremse eine straffe Spannung des Bremsseils herbeizuführen.

Die erfindungsgemäße Feststellbremse kann gleichermaßen als Handfeststellbremse mit einem Handgriff ausgebildet werden, bei dem ein Druckknopf die Lösefunktion der Feststellklinke betätigt, wie auch als Fußfeststellbremse, bei der Bremsbetätigungshebel mit einem Pedal versehen ist und die Entriegelung der Feststellklinke über einen Zugmechanismus realisiert ist.

Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung sowie aus den Unteransprüchen.

Die Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen einer erfindungsgemäßen Feststellbremse näher erläutert.

Fig. 1 zeigt eine schematische Seitenansicht eines bevorzugten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Feststellbremse in einem unbetätigten Zustand.

Fig. 2 zeigt eine schematische Seitenansicht der Feststellbremse gemäß Fig. 1 in einem betätigten Zustand.

Fig. 3 zeigt eine Draufsicht von oben auf die Feststellbremse gemäß Fig. 1.

Fig. 4 zeigt eine Draufsicht von unten auf die Feststellbremse gemäß Fig. 1.

Fig. 5 zeigt eine Seitenansicht eines weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Feststellbremse in einem unbetätigten Zustand.

Fig. 6 zeigt eine schematische Seitenansicht der Feststellbremse gemäß Fig. 5 in einem betätigten Zustand.

Fig. 7 zeigt eine Draufsicht von oben auf die Feststellbremse gemäß Fig. 5.

Fig. 8 zeigt eine Draufsicht von unten auf die Feststellbremse gemäß Fig. 5.

Bei der in Fig. 1 bis 4 dargestellten Feststellbremse handelt es sich um eine Handfeststellbremse 1, die durch Ziehen eines Handgriffs 2 ein an einer Ankoppelungseinheit 3 ansetzendes Bremsseil 4 spannt. Der Handgriff 2 ist auf zwei parallelen, am Handgriff 2 angeordneten Zapfen 5 befestigt, die zur axialen Verlagerung in Richtung der Zapfen 5 in zwei parallel von einem karosseriefesten Halter 6 abstehenden, eine Längsführung definierenden Rohren 7 axial geführt werden. Das obere Ende der Rohre 7 ist über einen vertikal aufragenden Träger 6a des Halters 6 abgestützt.

Die Rohre 7 stehen in einem Winkel von etwa 30° zur Vertikalen und 60° zur Horizontalen entgegen der Fahrtrichtung des Fahrzeugs ab, so daß der Handgriff 2 ergonomisch günstig mit der Hand eines Fahrers umgriffen und herangezogen werden kann. Hierfür kann eine Handballenpolsterung vorgesehen sein.

Zwischen dem Handgriff 2 und der Ankoppelungseinheit 3 für das Bremsseil 4 ist eine insgesamt mit 8 bezeichnete Übersetzungseinheit eingeschaltet, die die lineare Betätigung des Handgriffs 2 in eine ebenfalls lineare Zugbewegung auf das Bremsseil 4 übersetzt, wobei vorliegend der längere Weg des Handgriffs 2 zur Herabsetzung der zur Betätigung erforderlichen Kraft einen linear proportional kürzen Anzugsweg des Bremsseils 4 bewirkt.

Hierzu weist die Übersetzungseinheit 8 eine Zahnradgetriebe aus einer Mehrzahl von Zahnrädern auf. Ein erstes Zahnrad 10 kämmt mit einem von dem Handgriff in Verlagerungsrichtung abstehenden, als Zahnstange ausgebildeten Fortsatz 11, wobei die Zahnstange 11 aufgrund ihrer starren Verbindung mit dem Handgriff 2 denselben Weg in Zugrichtung ausführt. Die Zugrichtung führt an dem ersten, an dem aufragenden vertikalen Holm 6a gelagerten Zahnrad 10 vorbei, wodurch das erste Zahnrad 10 bei Ziehen des Handgriffs 2 angetrieben wird. Das Zahnrad 10 ist somit ortsfest auf einem Teil des Halters 6 gelagert und dient zur Übertragung der Linearbewegung der Zahnstange 11 auf ein zweites Zahnrad 12, das etwa den doppelten Durchmesser des ersten Zahnrads 10 aufweist und auf einer ebenfalls am Holm 6a angeordneten Achse 13 gelagert ist, auf der ferner ein drittes Zahnrad 14 gelagert ist, das demnach dieselbe Winkelgeschwindigkeit und Drehrichtung wie das zweite Zahnrad 12 ausführt. Das dritte Zahnrad 14 weist etwa ein Drittel des Durchmessers des zweiten Zahnrads 12 auf.

Das dritte Zahnrad 14 ist in einem mit einem Zahnabschnitt 15 versehenen, gekrümmt verlaufenden Langloch 16 in einem Hebel 16a abgestützt, wobei durch das Anziehen des Handgriffs 2 und der über das Getriebe übertragenen Bewegung das dritte Zahnrad 14 entlang des Zahnabschnitts 15 zusammen mit der Achse 13 abgewälzt wird, und der Hebel 16a um eine Achse verschwenkt wird. Ebenfalls auf dem Hebel 16a ist schwenkbar eine als Seilscheibe 16b ausgestaltete Ankoppelungseinheit 3 für das Bremsseil 4 vorgesehen, die entgegen der Abgangsrichtung des Seils 4 bei gegenseitigem Abwälzen des dritten Zahnrads 14 und des Zahnabschnitts 15 verschwenkt wird. Die für das Ziehen des Handgriffs 2 aufzubringende Kraft hängt dann einerseits von der Getriebeübersetzung und andererseits von den durch die Achsabstände zu der Schwenkachse definierten Hebelverhältnisse des Hebels 16a ab.

Eine an dem Halter 6 schwenkbar angeordnete Klinke 17 wird durch eine Feder in Richtung auf eine Außenverzahnung 17b, die an dem Hebel 16a angeordnet ist, vorgespannt und kann auch dann noch mit dem Umfang des zweiten Zahnrads 12 ratschend zusammengreifen, wenn die Achse 13 verlagert wird. Somit definiert der Hebel 16a auch eine Feststellverzahnung 17b, die im wesentlichen mit dem Zahnabschnitt 15 in etwa parallel verläuft. Die Klinke 17 kann durch Betätigen eines Druckknopfes 18 im Bereich des Handgriffs 2, der über eine Auslöseeinrichtung 19 mit der Klinke in Verbindung steht, entgegen der Vorspannung der Feder und ggf. einer weiteren Sicherungsfeder gelöst werden, wodurch unter der Zugspannung des Bremsseils 3 auf die Übersetzungseinheit die Zahnstange 10 und damit der Handgriff 2 zurück in eine gelöste Stellung zurückverlagert werden. Es ist möglich, eine Feder in dem Führungssystem des Handgriffs zu integrieren, wodurch eine Feder auch noch das letzte Stück, in dem das Bremsseil 4 bereits entlastet ist, zurückgeführt wird. Vorzugsweise umfaßt das Bremsseil 4 eine selbsttätig nachstellende Seilzugnachstellung, die im unbelasteten Zustand der Feststellbremse das Bremsseil nachstellt. Die Auslöseeinrichtung 19 ist biegsam und damit ausziehbar.

Es ist vorzugsweise eine motorische Unterstützung der Feststellbremse vorgesehen, entweder hydraulisch oder pneumatisch im Bereich der Führung des Handgriffs oder über ein angetriebenes Zahnrad, z. B. mit der Zahnstange.

Das in Fig. 5 bis 8 dargestellte weitere Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Feststellbremse 1' verfügt im wesentlichen über dieselben Bestandteile wie die vorstehend beschriebene Feststellbremse 1, weshalb zur Vereinfachung dieselben Bezugszeichen verwendet werden, soweit die Teile funktionell übereinstimmen und nur auf die Unterschiede nachstehend näher eingegangen wird.

Im Unterschied zu der Feststellbremse 1 weist die Feststellbremse 1' aus Fig. 5 bis 8 eine Übersetzungseinheit 8', die als Viergelenkgetriebe ausgebildet ist. Das Mehrgelenkgetriebe wird von einem als starrer oder gelenkig an dem Handgriff 2 angeordneter Fortsatz in Gestalt eines Lenkers 20 betätigt, welcher über einen Koppellenker 21 gelenkig mit einem Steuerlenker 22 schwenkbar verbunden ist, wobei der Koppellenker 21 in ein Langloch 23 des Steuerlenkers 22 eingreift und so bei axialer Verlagerung des Lenkers 20 den sich zunächst verkürzenden und dann wieder verlängernden Abstand zwischen Lenker 20 und Steuerlenker 22 ausgleicht.

Der Steuerlenker 22 ist an einem Knie 24 im Bereich des Halters 6 schwenkbar über ein Gelenk 24a angelenkt. An einem dem Knie und dem Langloch 23 abgewandten Ende des Steuerlenkers 22 ist über ein Gelenk 26a ein Zwischenlenker 26 angeordnet. Das andere Ende des Zwischenlenkers 26 ist gelenkig mit einem Hebel 25 verbunden, der an seinem anderen Ende die Ankoppelungseinheit 3 für das Bremsseil 4 aufweist und über ein Gelenk 25a an einem emporstehenden Blechteil des Halters 6 schwenkbar angelenkt ist.

Die Ankoppelungseinrichtung 3 überträgt demnach gemäß der durch die Achsverhältnisse der Lenker und Hebel definierten, sich ändernden Übersetzung eine Zugkraft auf das Bremsseil 4.

Eine Klinke 28 ist ebenfalls schwenkbar an dem Steuerlenker 22 in etwa in dessen Mitte über ein Gelenk 28a angeordnet, und legt die jeweils durch Ziehen des Handgriffs 2 eingestellte Feststellposition durch Rasten mit einem am Rahmen 6 angeordnetes Zahnsegment 29 fest. Die Klinke 28 ist durch eine Feder in Richtung auf das Zahnsegment 29 vorgespannt und kann über eine Druckstange 30, die bei Betätigung eines im Bereich des Handgriffs 2 angeordneten Löseknopfs gespannt wird, gelöst werden.

Es ist auch hier möglich, einen motorischen Hilfsantrieb entweder im Bereich der Führung des Handriffs 2 oder im Bereich eines der Drehgelenke des Viergelenkgetriebes vorzusehen.

Beide Feststellbremsen 1 und 1' ermöglichen vorteilhaft den Einbau einer kleinbauenden Bremseinheit in dem Innenraum eines Kraftfahrzeugs, so daß wahlweise der Zwischenraum vor oder hinter dem Handgriff 2 zum Anordnen von Armlehnen, Cuphaltern oder dergl. vorgesehen werden kann.

Die Erfindung ist vorstehend anhand bestimmter Achsenabstände der Gelenke bzw. der Zahnräder erläutert worden. Es versteht sich, daß die Achsenabstände zur Einstellung eines bestimmten Übersetzungsverhältnisses erfindungsgemäß auch anders angeordnet werden können, und es versteht sich ferner, daß auch zur Erreichung einer günstigeren Übersetzung ein weiterer Zwischenhebel vorgesehen werden kann. Schließlich können die beschriebenen Elemente der beiden Ausführungsbeispiele zur Erreichung einer erfindungsgemäßen Feststellbremse auch kombiniert werden.

Die Erfindung ist vorstehend anhand einer Handfeststellbremse 1 bzw. 1' beispielhaft näher erläutert worden. Es versteht sich, daß die erfindungsgemäße Feststellbremse auch als Fußfeststellbremse mit einem Pedal ausgebildet sein kann, wobei der Handgriff 2 dann als Pedal vorgesehen ist, auf das ein Druck und nicht ein Zug ausgeübt wird. Der Löseknopf zum Lösen der Feststellklinke kann dann auch an anderer Stelle zur Handbetätigung vorgesehen sein.


Anspruch[de]
  1. 1. Feststellbremse für ein Fahrzeug, umfassend

    einen relativ zu einem Halter (6) verlagerbaren Handgriff (2),

    eine Ankoppelungseinheit (3), die ein Bremsseil (4) bei Verlagerung des Handgriffs (2) spannt, und

    eine Feststelleinrichtung (17), um den Handgriff (2) in einer Feststellposition zu halten, dadurch gekennzeichnet,

    daß der Handgriff (2) über eine Führung (5, 7) axial vom Halter (2) fortziehbar ist, und

    daß mit dem Halter (2) eine Übersetzungseinheit (8; 8') gekoppelt ist, die die axiale Verlagerung eines dem Handgriff (2) zugeordneten Teils in eine Spannung des Bremsseils (4) umsetzt.
  2. 2. Feststellbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung wenigstens ein Rohr (7) umfaßt, in dem je ein an den Handgriff (2) angeordneter Zapfen (5) axial verlagerbar ist.
  3. 3. Feststellbremse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das wenigstens eine Rohr (7) wenigstens abschnittsweise einen Schlitz aufweist, und daß an dem entsprechenden Zapfen (5) ein durch den Schlitz hinausragender Gelenkabschnitt vorgesehen ist, wobei an dem Gelenkabschnitt die Übersetzungseinheit (8; 8') angreift.
  4. 4. Feststellbremse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein an den Handgriff (2) parallel zur Verlagerungsrichtung ansetzender Fortsatz (11; 20) vorgesehen ist, der starr mit dem Handgriff (2) verbunden ist und an den die Übersetzungseinheit (8; 8') angreift.
  5. 5. Feststellbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Übersetzungseinheit (8) ein Zahnradgetriebe (10, 12, 14) umfaßt.
  6. 6. Feststellbremse nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein erstes Zahnrad (10) des Zahnradgetriebes mit dem als Zahnstange (11) ausgebildeten Fortsatz des Handgriffs (2) kämmt.
  7. 7. Feststellbremse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein zweites Zahnrad (12) mit einem größeren Durchmesser als das erste Zahnrad (10) mit diesem über seine Umfangsverzahnung kämmt.
  8. 8. Feststellbremse nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß koaxial zu dem zweiten Zahnrad (12) ein drittes Zahnrad vorgesehen ist, das in einem Langloch (16) verlagerbar ist, wobei das Langloch (16) einen Zahnabschnitt (15) aufweist.
  9. 9. Feststellbremse nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das verzahnte Langloch (16) einen gekrümmten Verlauf aufweist.
  10. 10. Feststellbremse nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Langloch (16) in einem Hebel (16a) angeordnet ist, der um eine Achse drehbar ist, um die auch eine Seilscheibe (16b) angeordnet ist.
  11. 11. Feststellbremse nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Feststelleinrichtung eine Klinke (17) umfaßt, die in einer Außenverzahnung (17b) der Übersetzungseinheit (8) eingreift.
  12. 12. Feststellbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Übersetzungseinheit (8') ein Mehrgelenkgetriebe umfaßt.
  13. 13. Feststellbremse nach Anspruch 4 und 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Fortsatz (20) im zum Handgriff (2) abgewandten Ende an einen ein Langloch (23) aufweisenden Koppellenker (21) angeschlossen ist, an den wenigstens zwei Lenker eines Mehrgelenkgetriebes angeordnet sind.
  14. 14. Feststellbremse nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Lenker des Mehrgelenkgetriebes auf einen an dem Halter (6) angelenkten Hebel (25) einwirken, dessen anderes Ende mit der Ankoppelungseinheit (3) verbunden sind, die das Bremsseil (4) spannt.
  15. 15. Feststellbremse nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß eine Klinke (17) an einem Steuerlenker (22) angelenkt ist.
  16. 16. Feststellbremse nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerlenker (22) ein Langloch (23) aufweist, in dem ein Koppellenker (21) gelagert ist.
  17. 17. Feststellbremse nach einem der Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerlenker (22) im Bereich eines Knies an den Halter (6) angelenkt ist und an einem kurzen Schenkel einen Zwischenlenker (26) aufweist, der an dem Hebel (25) angreift.
  18. 18. Feststellbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß eine Klinkenfeder zur Vorspannung einer als Feststellklinke (17) ausgebildeten Feststelleinrichtung in Richtung auf ein Zahnsegment (15; 29) vorgesehen ist.
  19. 19. Feststellbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß eine Auslöseeinrichtung (18, 19) vorgesehen ist, um die Feststelleinrichtung (17) zu lösen.
  20. 20. Feststellbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 19, gekennzeichnet durch eine Übersetzung des Handgriffs (2) gegenüber dem Bremsseil (4) um einen Faktor zwischen drei und fünfzehn.
  21. 21. Feststellbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Ankoppelungseinheit (3) eine Nachstelleinrichtung für das Bremsseil (4) umfaßt.
  22. 22. Feststellbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 21, gekennzeichnet durch eine Ausgestaltung des Handgriffs (2) für eine Handfeststellbremse.
  23. 23. Feststellbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 21, gekennzeichnet durch eine Ausgestaltung des Handgriffs (2) als Pedal für eine Fußfeststellbremse.






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