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Dokumentenidentifikation DE69616494T2 29.05.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0784705
Titel EINE METHODE UND EINE VORRICHTUNG FÜR DIE KONTINUIERLICHE KRISTALLISIERUNG VON ZUCKER ENTHALTENDEN ZUSAMMENSETZUNGEN IN EINEM ABSCHLIESSENDEN KRISTALLISATIONSSTROM
Anmelder Eridania Beghin-Say, Thumeries, FR
Erfinder BAUDOT, Maurice, 59239 La Neuville, FR;
HOCHART, Jean-Marie, 59133 Phalempin, FR;
CEGEL, Laurence, 62300 Lens, FR
Vertreter Tiedtke, Bühling, Kinne & Partner GbR, 80336 München
DE-Aktenzeichen 69616494
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 17.07.1996
EP-Aktenzeichen 969258045
WO-Anmeldetag 17.07.1996
PCT-Aktenzeichen PCT/FR96/01117
WO-Veröffentlichungsnummer 0009704135
WO-Veröffentlichungsdatum 06.02.1997
EP-Offenlegungsdatum 23.07.1997
EP date of grant 31.10.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.05.2002
IPC-Hauptklasse C13F 1/02

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur kontinuierlichen Kristallisation einer zuckerhaltigen Zusammensetzung im abschließenden Jet der Kristallisation.

Die Kristallisation beim Zucker hat zum Ziel in kristallisierter Form mit einer Ausbeute, die so hoch wie möglich ist, den Zucker (Saccharose), der in einem Sirup gelöst ist, zu extrahieren und ihn so von den gelösten Verunreinigungen (nicht Zucker), die sich in der Melasse angesammelt haben, zu separieren.

Dieses Verfahren basiert auf damit verbundenen physikalischen Parametern, wie etwa der Löslichkeit, Viskosität, Temperatur, interner Agitation und nicht zuletzt der Reinheitskriterien (Prozentsatz von Zucker in den Trockensubstanzen) und den unter bestimmten Umständen möglichen chemischen Abbau.

Das industrielle Verfahren wird durch aufeinanderfolgende Kristallisationen ausgeführt, die Jets genannt werden: gemäß den verschiedenen Schemas in 4, 3 oder 2 Jets.

- der erste Jet, der die höchste Reinheit besitzt, ist der Extraktionsjet des Zuckers, der es erlaubt das Qualitätsziel von raffiniertem Zucker zu ermöglichen.

- der abschließende Jet oder der Jet des niedrigsten Produkts, der die niedrigste Reinheit besitzt, ist der Extraktionsjet der Melasse, wobei die höchstmögliche Ausbeute an kristallisiertem Zucker sichergestellt wird, genannt Ausflockung der Melasse. Die erhebliche Menge des Nichtzuckers in diesem Jet verlangsamt die Geschwindigkeit der Kristallisation.

Um den letzten Jet der Kristallisation zu erhalten arbeitet man im allgemeinen mit einer mit folgenden ausgestatteten Anlage:

1. 1 Eine Schnellkristallisationsvorrichtung in einem Gerät zum kontinuierlichen oder diskontinuierlichen Kochen: die Kristalle werden durch Beimpfung und durch Wachstum bei einer fixierten Temperatur (von 75ºC bis 85ºC) gebildet, wobei durch Verdampfung eine vorgegebene Übersättigung des Nährsirups beibehalten wird;

die kristallisierte Masse (oder Sudmasse) die vorübergehend in einem Kühlkristallisator vom Abstichpfropfen gebildet wird;

in dieser Phase ist es notwendig, die Reinheit der Sudmasse auf einen optimalen Wert einzustellen, der notwendig ist, um eine gute Ausflockung der Endmelasse zu erhalten: diese gewünschte Reinheit liegt zwischen 72 und 80: sie resultiert aus einem Kompromiss zwischen der Kristallisationsgeschwindigkeit, die eine Funktion des Gehalts an Nichtzuckern ist, und der mit dem Gehalt an Kristallen verbundenen Einstellung der Sudmasse;

1. 2 Je nach Konzentrationsgehalt an Nichtzuckern, ist es notwendig, die Kristallisation durch langsame und progressive Abkühlung in einer Kette von im allgemeinen kontinuierlichen Maischvorgängen weiterzuführen (Beispiel: Kühlkristallisatoren vom vertikalen Typ); diese Vorrichtung erlaubt:

- die Sudmasse bis auf eine Optimaltemperatur (ungefähr 40ºC) abzukühlen;

- den Abfall der Temperatur im Verlauf des Einmaischens (0,8 bis 1ºC/Stunde) durch Austausch mit einem Fluid genau zu regeln;

- den Anteil von Nichtzuckern/Wasser als Funktion der Temperatur in der Weise durch Verdünnung einzustellen, dass zu jedem Zeitpunkt die Kristallisationsgeschwindigkeit ihren maximalen Wert erhält: dieses wird mittels von Verdünnungsmitteln realisiert;

- die Sudmasse mittels eines Fluids am Ende des Einmaischens auf eine Temperatur zu erwärmen, die mit der Separierung der Kristalle auf Zentrifugen kompatibel (mechanische Widerstandsfähigkeit der Maschinen) ist: Temperatur 45-55ºC;

einer der entscheidensten Faktoren ist die ausreichende Dauer des Einmaischens, um die anvisierte Aufällung der Melasse zu erhalten:

der größte Teil der Anlagen benötigt 40 bis 60 Stunden Ruhezeit, um eine Melasse der Reinheit von 58 bis 62 mit Hilfe von vier vertikalen Kühlkristallisatoren zu erhalten: drei zur progressiven Abkühlung und einen zur Erwärmung;

die optimale Einstellung der Reinheit der Sudmasse im Kochgerät ist nicht immer möglich: die Reinheit der Nahrungssirupe des abschließenden Jets ist häufig aufgrund des Gesamtschemas der Kristallisation zu erhöht: zum Beispiel ist sie eine Funktion der Nahrungsmittelreinheit des ersten Jets, der von der Qualität der ersten Materie (Rüben) sehr abhängig ist;

1. 3 Die Vorzentrifugierung:

um diese Reinheit zu korrigieren wird sobald sie zu erhöht ist, klassischerweise das Verfahren der Vorzentrifugierung verwendet.

dieses Verfahren besitzt in Bezug auf eine Einspeisung der Melasse in die Kochanlagen oder in die Kühlkristallisatoren den Vorteil der Vermeidung der Wiedergewinnung von Nichtzuckern und rötlichen Verfärbungen aufgrund einer langen Standzeit, die für die Qualität des Zuckers schädlich sind;

er besteht daraus, im Laufe des Einmaischens einen Anteil der Sudmasse zu entnehmen, daraus die Kristalle durch Zentrifugation zu extrahieren und den Zentrifugations- Sirup (Pseudo-Melasse) in den Rest der Sudmasse zurückzuführen;

Die Entnahme kann ab dem Ausguss-Kühlkristallisator oder ab dem ersten Drittel der Kühlkristallisatoren zu einem Prozentsatz erfolgen, der berechnet wurde, um die Population an Kristallen zu vermindern;

es ist obligatorisch, die Pseudo-Melasse der Vorzentrifugierung entemulgiert und ohne Mikrokristalle zurückzuführen: das beinhaltet ein Wiedererwärmungs- Material und eine Vorrichtung zur Deemulgierung (eventuell unter Vakuum);

1. 4 Die wiedererwärmte Sudmasse am Ende des Maischvorgangs wird in Zentrifugen zentrifugiert, um eine Endmelasse und einen Endrohzucker zu ergeben;

dieser Rohzucker und derjenige, der aus der Vorzentrifugierung stammt, werden in der Form des Umschmelzens in dem dem abschließenden Jet vorhergehenden Jet wiedergewonnen;

er hat im allgemeinen die folgenden Eigenschaften: Reinheit 94 bis 96 - Verfärbung 3500 bis 4500 ICUMSA;

um weißen Zucker von hoher Reinheit im abschließenden Jet herzustellen, kann man die Affinage des Rohzuckers aus dem abschließenden Jet verwenden;

die Affinage umfasst das Einmaischen des Rohzuckers mit dem Nahrungsmittelsirup des abschließenden Jets: diese Phase heißt Empatage;

das so erhaltene Magma wird in der Zentrifuge zentrifugiert, wobei ein raffinierter Rohzucker von hoher Reinheit (P 98 bis 99) und sehr viel weniger Verfärbung (1000 bis 1200 ICUMSA) hergestellt wird;

das durch Raffination hergestellte Sirup wird durch Einspeisung in den letzten Jet wiedergewonnen.

Das französische Patent Nr. 1368118 beschreibt ein Verfahren der Kristallisation das aus folgendem besteht: Entnehmen eines Teils der Sudmasse am Ausgang einer Anlage zum Kochen, Unterziehen dieses Teils einer Zentrifugierung und Wiedereinspritzen der so erhaltenen Mutterlauge, auf das Niveau eines der Kristallisationsschritte. Dieses Verfahren benötigt einerseits eine zusätzliche Zentrifugierung, andererseits beinhaltet sie einen Energieverlust, der für die Kristallisation nicht zu Buche schlägt. Darüber hinaus vermindert man mit einer Entnahme eines erheblichen Teils der Sudmasse die Kristallisationsoberfläche der verbleibenden Sudmasse, die zu dem Kühlkristallisator geleitet wird. Aus diesem Grund kristallisiert die zurück injizierte Mutterlauge durch Abkühlung spontan, wobei sich Verunreinigungskörner kleiner Größe ergeben, die durch das Sieb der Zentrifugen treten, was genauso die Extraktion an Kristallen des gesamten Jets vermindert.

Das französische Patent Nr. 2534595 betrifft ein Verfahren der Kristallisation eines Zuckersirups, das aus folgendem besteht: Unterziehen eines Sudsirups in kontinuierlicher oder diskontinuierlicher Weise einem Kochvorgang, um eine Sudmasse zu erhalten und die Sudmasse einem kontinuierlichen Einmaischen unter Vakuum zu unterziehen, dann einer Zentrifugierung, die es erlaubt, die Kristalle der Mutterlauge, genannt "Egout pauvre" des betrachteten Kristallisationsjets zu separieren, dadurch gekennzeichnet, dass der Egout pauvre des betrachteten Kristallisatitonsjets teilweise außerhalb der Schritte des Einmaischens unter Vakuum wiedergewonnen wird. Der nicht wiedergewonnene Egout pauvre wird zum folgendem Jet geleitet, um kristallisiert zu werden. Dieses so beschriebene Verfahren ist auf die Behandlung des abschließenden Jets der Kristallisation nicht anwendbar, da das kontinuierliche Einmaischen unter Vakuum in diesem Stadium unzureichend ist, um eine ausreichende Ausflockung der Mutterlauge zu erhalten.

Darüber hinaus ist diese Mutterlauge im abschließenden Jet die Endmelasse, deren Gehalt an Verunreinigung die gesamte Kristallisation in einem folgenden Jet verbietet.

Einer der Aspekte der Erfindung ist es, ein Verfahren der Kristallisation vorzuschlagen, das es ermöglicht, die gleichen Resultate der Ausflockung der Mutterlauge des abschließenden Jets der Kristallisation zu erhalten, wie die klassischen Verfahren aber in einer Behandlungszeit, die im Durchschnitt beträchtlich vermindert ist.

Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist es, auch eine Vorrichtung zur Verfügung zu stellen, die es erlaubt, die Verschlechterung des Zuckers zu vermindern, daher die Verluste an Saccharose und die Qualität des erhaltenen weißen Zuckers im ersten Jet zu verbessern.

Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist es, ein Verfahren der Kristallisation zur Verfügung zu stellen, das es erlaubt, den Jet der Kristallisation in den allgemeinen Verfahren in vier Jets oder drei Jets zu unterdrücken.

Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist es, ein vereinfachtes Verfahren der Kristallisation zur Verfügung zu stellen, das die Material- und Energiekosten verringert.

Die Erfindung hat zum Ziel ein von Zucker und eine Menge an Nichtzucker enthaltenden Zusammensetzung ausgehendes Verfahren der Kristallisation von Zucker, so dass die Einheit der Zusammensetzung ungefähr 80 bis ungefähr 84 beträgt, dadurch gekennzeichnet, dass ein kontinuierlich unter Vakuum durchgeführtes Einmaischen der zuvor genannten Zusammensetzung mit Hilfe eines kontinuierlichen Vakuum-Kühlkristallisators durchgeführt wird, um den in der Zusammensetzung enthaltenen Zucker zu kristallisieren.

Die Reinheit ist als Prozentsatz der Saccharose in der Trockenmasse definiert.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform wird in dem erfindungsgemäßen Verfahren die Zusammensetzung am Ausgang des kontinuierlichen Vakuum-Kühlkristallisators in zwei Fraktionen separiert, in einem Verhältnis von ungefähr 0,66 bis ungefähr 1,22, und vorteilhafter Weise in einer im wesentlichen gleichen Masse, wobei die eine der Fraktionen behandelt wird, um den Zucker aus der Mutterlauge zu separieren, wobei die Mutterlauge noch durch die Pseudo-Melasse bezeichnet wird, welche in dem kontinuierlichen Vakuum wiedergewonnen wird.

Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform umfasst das erfindungsgemäße Verfahren die folgenden Schritte:

- am Ausgang des kontinuierlichen Mischgeräts unter Vakuum vollzieht man die Separierung der Zusammensetzung in eine erste und eine zweite Fraktion in einem Verhältnis: der zweiten Fraktion zu der ersten Fraktion in Gewichtsanteilen von ungefähr 0,66 bis ungefähr 1,22, insbesondere mit Hilfe von Pumpen,

- man behandelt die erste Fraktion der Sudmasse durch die Mittel, die das Fortsetzen der Kristallisation erlauben, zum Beispiel durch Abkühlung, vorteilhafter Weise in vertikalen Kühlkristallisatoren,

- man unterzieht die zweite Fraktion einem Zentrifugierungsschritt, der ergibt einen Teil des zentrifugierten Zuckers und den anderen Teil der Pseudo- Melasse, welcher in den kontinuierlichen Vakuum- Kühlkristallisator zurückgeführt wird.

Vorteilhafter Weise wird in dem Verfahren der Erfindung das kontinuierliche Vakuum-Einmaischen unter einem Vakuum, das ungefähr 900 · 10² Pa bis ungefähr 920 · 10² Pa umfasst, ausgeführt, entsprechend einer Temperatur der Zusammensetzung von ungefähr 65ºC bis ungefähr 60ºC, während einer Dauer von ungefähr 2h30 bis ungefähr 4 h, vorteilhafter während einer Dauer von ungefähr 3 Stunden.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform beinhaltet das Kristallisationsverfahren mehrere aufeinanderfolgende Schritte, die als "Jets" bezeichnet werden, insbesondere 2, 3 oder 4 Jets, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung eine Sudmasse des abschließenden Jets der Zuckerherstellung ist, welche "niedere Produkte" genannt wird, und die Wasser, gelösten Zucker, Nichtzuckerprodukte und Saccharosekristalle enthält, wobei die Zusammensetzung vorteilhafter Weise aus einem Zuckersirup genannt "Ablauf" stammt, der aus dem dem abschließenden Jet vorhergehenden Jet stammt und der Zuckersirup vorher einem kontinuierlichen oder diskontinuierlichen Sudverfahren unterworfen wird.

Mit Nichtzucker bezeichnet man Trockensubstanzen, die sich von der Saccharose unterscheiden.

Mit gelöstem Zucker bezeichnet man die Saccharose in Lösung in der Mutterlauge der Zusammensetzung.

Unter dem kontinuierlichen Sudverfahren versteht man beispielsweise eine Vorrichtung, die ein kontinuierliches Wachstum von Kristallen der Saccharose mit einer Zusammensetzung, die vorzugsweise kleine Kristalle enthält, erlaubt. Diese Vorrichtung, die kontinuierlicher Sieder genannt wird, funktioniert kontinuierlich ohne periodische Leerung.

Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass die durchschnittliche Kristallgröße vor dem Sudvorgang 0,2 mm bis 0,3 mm und am Ende des Sudvorgangs 0,5 mm bis 0,6 mm beträgt.

Unter einem diskontinuierlichen Sudverfahren versteht man zum Beispiel eine Vorrichtung, die die Bildung von Kristallen durch Impfung und anschließend ein Wachstum dieser Kristalle erlaubt. Diese Vorrichtung, genannt diskontinuierliches Siedevorrichtung, funktioniert diskontinuierlich mit Leerung, sobald die Höhe der Sudmasse in dem Gerät einen Maximalwert erreicht hat (das heißt sobald das Gerät voll ist).

In dem erfindungsgemäßen Verfahren besitzt die Zusammensetzung, insbesondere die Sudmasse zu Beginn des kontinuierlichen Einmaischens im Vakuum die folgenden Eigenschaften:

- Gewichtsprozentsatz an Trockenmasse: 94 bis 93,5;

- Reinheit der Sudmasse: 80 bis 84;

- Kristallgehalt: 37 bis 40 Gewichtsprozent der Sudmasse;

- Reinheit des Zulaufwassers: 67 bis 70;

und die Zusammensetzung, insbesondere die Sudmasse am Ende des kontinuierlichen Einmeischens im Vakuum, besitzt die folgenden Eigenschaften:

- Gewichtsprozentsatz der Trockenmasse: 94 bis 93,5;

- Reinheit der Sudmasse: 76 bis 79;

- Kristallgehalt: 30 bis 35 Gewichtsprozent der Sudmasse;

- Reinheit des Zulaufwassers: 63 bis 65;

wobei die Zunahme in Gewichtsprozent der Kristalle zwischen dem Eintritt und dem Austritt aus dem Vakuum- Kühlkristallisator zwischen 15% und 25% beträgt.

Die Zunahme in Gewichtsprozent der Kristalle resultiert im wesentlichen aus der Zunahme der Kristalle, die in den kontinuierlichen Vakuumkühlkristallisator eintreten; es gibt tatsächlich sehr wenig oder keine Bildung von neuen Kristallen in dem kontinuierlichen Vakuumkühlkristallisator.

In dem erfindungsgemäßen Verfahren beträgt die Temperatur der Zusammensetzung, insbesondere der Sudmasse bei ihrem Eintritt in den kontinuierlichen Vakuumkühlkristallisator ungefähr 75ºC bis ungefähr 85ºC, und am Austritt eine Temperatur von ungefähr 60ºC bis ungefähr 65ºC.

In dem erfindungsgemäßen Verfahren wird die vorstehend definierte Pseudo-Melasse vorteilhafter Weise bei einer Temperatur von 86ºC bis 88ºC erhitzt und die Pseudomelasse dann wieder in den kontinuierlichen Vakuumkühlkristallisator eingeführt, um den Gewichtsprozentsatz der Kristalle der behandelten Sudmasse in dem kontinuierlichen Vakuum-Kristallisator zu steuern, wobei der Prozentsatz vorteilhafter Weise von ungefähr 30% bis ungefähr 35 Gew.-% der Sudmasse (in dem Vakuum-Kühlkristallisator) beträgt.

In dem erfindungsgemäßen Verfahren steuern die beiden Pumpen, die die beiden Fraktionen der Zusammensetzung, insbesondere die Sudmasse weiterführen, die Höhe der Sudmasse in dem kontinuierlichen Vakuum- Kühlkristallisator, wobei der Prozentsatz der Kristalle in der Sudmasse vorteilhafter Weise durch das Verhältnis der Geschwindigkeiten der zwei Pumpen gesteuert wird. Der Vollständigkeit halber sei und in nicht begrenzender Weise sei angemerkt, dass das Verhältnis der Leistungen der beiden Pumpen ungefähr 0,66 bis ungefähr 1,22, insbesondere ungefähr 1 beträgt.

Gemäß einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die Zusammensetzung, insbesondere aus der Sudmasse, am Austritt der Vertikal-Kühlkristallisatoren einerseits der Melasse, insbesondere mit einer Reinheit von 58 bis 62 und andererseits der Rohzucker mit Färbung von 3000 ICUMSA, insbesondere durch Zentrifugierung separiert, und der Rohzucker einem Maischvorgang, insbesondere mit Hilfe eines Ablaufs, unterworfen und besitzt vorteilhafter Weise die folgenden Eigenschaften:

- Reinheit: 80-84;

- Gew.-% -Satz der Trockenmasse: 78;

und vorteilhafter Weise mit Hilfe des Zuckersirups, genannt "Ablauf", der aus dem dem abschließenden Jet vorhergehenden Jet stammt, wobei der Ablauf vor dem kontinuierlichen oder diskontinuierlichen Sud, wie er vorstehend definiert ist, entnommen wird.

In dem erfindungsgemäßen Verfahren wird der aus der Maische stammende Zucker einem Affinageschritt unterworfen, um einerseits Zucker mit Färbung von 1000 bis 1200 ICUMSA und andererseits einen Affinageablauf mit einem Gewichtsprozentsatz an Trockenmasse von ungefähr 80 und mit einer Reinheit von ungefähr 81 bis ungefähr 82 zu ergeben.

In den erfindungsgemäßen Verfahren wird der vorzentrifugierte Zucker, der insbesondere eine Färbung von ungefähr 1000 bis ungefähr 3000 ICUMSA besitzt:

- entweder vor dem Maischvorgang mit dem aus dem vorstehend definierten Zentrifugierungsschritt stammenden Rohzucker vermischt,

- oder am Ende des Affinageschritts zu vorstehend definiertem Feinzucker gegeben.

In dem erfindungsgemäßen Verfahren wird der Feinzucker, mit oder ohne Zugabe des vorstehend definierten vorzentrifugierten Zuckers, vorteilhafter Weise mit Hilfe des Zuckersirups des ersten Jets umgeschmolzen, der die folgenden Eigenschaften besitzt:

- Gewichtsprozentsatz an Trockenmasse: 71;

- Reinheit: 93 bis 94;

- um einen Zuckersirup, genannt "Einschmelzsirup" zu erhalten, der die folgenden Eigenschaften besitzt:

- Gewichtsprozentsatz der Trockenmasse: 74 bis 75;

- Reinheit: 93,5 bis 94,5;

wobei dieser Umschmelzsirup in einem der dem abschließenden Jet vorhergehenden Jets, vorteilhafter in den ersten Jet zurückgeführt wird.

Vorteilhafter Weise wird in dem erfindungsgemäßen Verfahren der Affinageablauf in dem Ablauf vor dem kontinuierlichen oder diskontinuierlichen Sud, wie vorstehend definiert, zurückgeführt. Die Erfindung betrifft eine Kristallisationsvorrichtung eines abschließenden Kristallisationsjet, der folgendes aufweist:

- einen oder mehrere zylindrische Kühlkristallisatoren (6), die aufweisen:

. Eintrittseinrichtungen (6a) für die Sudmasse, welche mit dem Austritt des Schmelzkristallisators (4) verbunden sind und Austrittseinrichtungen (6b, 6c) für die Sudmasse, wobei eine der Austrittseinrichtungen für die Sudmasse (6b) mit Vorzentrifugierungseinrichtungen (11) verbunden ist und die Vorzentrifugierungseinrichtungen einerseits eine Pseudomelasse und andererseits zentrifugierten Zucker ergeben, und

. Eintrittseinrichtungen (6d) für die Pseudomelasse, die mit den Austrittseinrichtungen (11a) der Vorzentrifugierungseinrichtungen (11) verbunden sind, um die vorher durch Heizeinrichtungen (14) erhitzte Pseudomelasse in den oder die zylindrischen Kristallisator(en)(6) zurückzuführen.

Vorteilhafter Weise weist die Kristallisationsvorrichtung eines abschließenden Kristallisationsjets der Erfindung folgendes auf:

- einen oder mehrere zylindrische Kristallisator(en) (6), die folgendes aufweisen:

. Eintrittseinrichtungen (6a) für die Sudmasse, welche mit dem Austritt des Schmelzkristallisators (4) verbunden sind und Austrittseinrichtungen (6b, 6c) für die Sudmasse, wobei eine der Austrittseinrichtungen für die Sudmasse (6b) mit Vorzentrifugierungseinrichtungen (11) verbunden ist und die Vorzentrifugierungseinrichtungen einerseits eine Pseudomelasse und andererseits zentrifugierten Zucker ergeben,

. Eintrittseinrichtungen (6d) für die Pseudomelasse, die mit den Austrittseinrichtungen (11a) der Vorzentrifugierungseinrichtungen (11) verbunden sind, um die vorher durch Heizeinrichtungen (14) erhitzte Pseudomelasse in den oder die zylindrischen Kühlkristallisator(en) (6) zurückzuführen;

- einen oder mehrere vertikale Kühlkristallisator(en) (15, 16), die Eintrittseinrichtungen (15a) aufweisen, welche mit Austrittseinrichtungen für die Sudmasse (6c) und Austrittseinrichtungen (l6a) verbunden sind;

- Zentrifugiereinrichtungen (22), die mit den Austrittseinrichtungen (16a) der vertikalen Kühlkristallisatoren verbunden sind.

Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung, weist die Kristallisationsvorrichtung des abschließenden Kristallisationsjet folgendes auf:

- eine Ablaufbehälter (20), der den Zuckersirup enthält, welcher aus den letzten Kristallisationen vorhergehenden Jets stammt;

- kontinuierliche oder diskontinuierliche Sudeinrichtungen (2), die mit dem Austritt (1) des Ablaufbehälters (20) verbunden sind;

- einen Schmelzkristallisator (4), der mit dem Austritt (3) der kontinuierlichen oder diskontinuierlichen Sudeinrichtung (2) verbunden ist;

- einen oder mehrere zylindrische Kühlkristallisatoren (6), die aufweisen:

. Eintrittseinrichtungen (6a) für die Sudmasse, welche mit dem Austritt des Schmelzkristallisators (4) verbunden sind und Austrittseinrichtungen (6b, 6c) für die Sudmasse, wobei eine der Austrittseinrichtungen für die Sudmasse (6b) mit Vorzentrifugierungseinrichtungen (11) verbunden ist und die Vorzentrifugierungseinrichtungen einerseits eine Pseudomelasse und andererseits zentrifugierten Zucker ergeben, und

. Eintrittseinrichtungen (6d) für die Pseudomelasse, die mit den Austrittseinrichtungen (11a) der Vorzentrifugierungseinrichtungen (11) verbunden sind, um die vorher durch Heizeinrichtungen (14) erhitzte Pseudomelasse in den oder die zylindrischen Kühlkristallisator(en) (6) zurückzuführen;

- einen oder mehrere vertikale Kühlkristallisatoren (15, 16), welche Eintrittseinrichtungen (15a) umfassen, welche mit Austrittseinrichtungen für die Sudmasse (6c) und Austrittseinrichtungen (16a) verbunden sind;

- Zentrifugierungseinrichtungen (22), die mit den Austrittseinrichtungen (16a) der vertikalen Kühlkristallisatoren verbunden sind;

- Maischeinrichtungen (25), die mit den Zentrifugiereinrichtungen (22) und dem Ablaufbehälter (20) verbunden sind und gegebenfalls mit dem dem vorzentrifugierten Zucker entsprechenden Austritts der Vorzentrifugiereinrichtung (11) verbunden sind;

- Affinageeinrichtungen (27), die mit den Maischeinrichtungen (25) verbunden sind, wobei der dem raffinierten Zucker entsprechende Austritt der Affinageeinrichtungen gegebenenfalls mit dem dem vorzentrifugierten Zucker entsprechenden Austritt der Vorzentrifugiereinrichtungen (11) verbunden ist.

Die Eigenschaften der Erfindung ergeben sich im wesentlichen auf der Grundlage der Schritte und Vorrichtungen 1-1, 1-2 und 1-3, die vorstehend beschrieben wurden, genauso wie sich dies aus dem nachstehenden Beispiel ergibt.

Fig. 1 stellt auf schematische Weise eine Vorrichtung dar, die es erlaubt die vorliegende Erfindung umzusetzen.

Beispiel

In der Erfindung ist das schnelle Kristallisationsverfahren in einem Gerät zum kontinuierlichen oder diskontinuierlichen Sieden verbunden mit dem kontinuierlichen Vakuumkristallisationsverfahren (MCSV), das mit niedrigen Verunreinigungen 80 bis 84 angewendet wird, welches in ein oder zwei aufeinanderfolgenden Schritten realisiert werden kann.

Ein Zuckersirup 1 (Gewichtsprozentsatz der Trockenmasse = 78, Reinheit: 80 bis 84), der aus dem Ablaufbehälter (20), der den Zuckersirup enthält, welcher aus dem der abschließenden Kristallisation vorhergehenden Jet stammt, in eine kontinuierliche oder diskontinuierliche Sudeinrichtung (2) eingeführt, um eine Sudmasse mit niedrigen Produkten zu ergeben.

Die Sudmasse 3a, die aus der Kristallisationsvorrichtung austritt, wenn das Sudgerät eine diskontinuierliche Sudeinrichtung ist oder direkt aus dem Sudgerät austritt, wenn dieses eine kontinuierliche Sudeinrichtung ist, wird durch eine Pumpe abgezogen und in eine kontinuierliche Vakuum-Kristallisationsvorrichtung 6 überführt, deren Eigenschaften die folgenden sind:

. Länge: 3,2 m

. Durchmesser: 1,4 m

. Gesamtvolumen: 5 m³

. Leistung des Motors: 3 kW

. Rotationsgeschwindigkeit des Rührers: 2 U/min.

Die Eigenschaften der Sudmasse 3a, die in dem kontinuierlichen Vakuum-Kühlkristallisator eintritt, sind die folgenden:

. Gewichtsprozentsatz an Trockenmasse: 93,91

. Durchflussmenge: 0,95 T/h

. Kristalle: 38,2% der Sudmasse, entsprechend 0,36 T/h

. Reinheit der Sudmasse: 81,56

. Reinheit der Mutterlauge: 68,84

. Temperatur der Sudmasse: 80ºC.

Die Ruhezeit der Sudmasse in dem kontinuierlichen Vakuumkristallisator beträgt ungefähr 3 Stunden.

In dem kontinuierlichen Vakuum-Kristallisator vollzieht sich eine Absenkung der Temperatur durch Auto-Verdampfung des Wassers in der Sudmasse unter Vakuum im kontinuierlichen Regime.

Dies provoziert eine effiziente und permanente Bewegung über eine schwache und gleichförmige Dicke der Sudmasse, ein Faktor für die Beschleunigung der Geschwindigkeit der Kristallisation.

Das Wachstum der Kristalle wird durch die Wiedergewinnung durch den Boden und über die ganze Länge des Kristallisators der wiedererhitzten Pseudo-Melasse sichergestellt, wobei so die Verflüssigung der Sudmasse realisiert wird.

Der wesentliche Unterschied zwischen dem kontinuierlichen Vakuum-Kühlkristallisator und den anderen Typen der Kühlkristallisatoren ist, dass Abkühlung durch Auto- Verdampfung durchgeführt wird und nicht durch Austausch mit einem Fluid.

Die Eigenschaften der Sudmasse, die aus dem Kristallisator 6 tritt, sind die folgenden:

. Gewichtsprozentsatz an Trockenmasse: 93,19

. Durchstromgeschwindigkeit: 1,29 T/h

. Kristalle: 32,5% der Sudmasse, entsprechend 0,45 T/h

. Reinheit der Sudmasse: 77,21

. Reinheit der Mutterlauge: 63,34

. Temperatur der Sudmasse: 65,5ºC.

Das Verhältnis: Gewicht der Kristalle am Ausgang / Gewicht der Kristalle am Eingang beträgt 1,25.

Am Ausgang des kontinuierlichen Vakuum- Kühlkristallisators, kommt es zu einer Separierung der Sudmasse in zwei Fraktionen, die im wesentlichen gleich ist, 9 und 10, mit Hilfe der Pumpen 7 und 8.

Die Fraktion 9 wird einer Vorzentrifugierung in einer Turbine 11 unterzogen, um den vorzentrifugierten Zucker 12 von der Pseudo-Melasse 13, die aus Mutterlauge besteht, dem gelösten Zucker und den Verunreinigungen abzutrennen. Die Eigenschaften der Pseudo-Melasse nach dem Erhitzen durch ein Aufheizgerät 14, sind die folgenden:

. Gewichtsprozentsatz der Trockenmasse: 87, 88

. Durchlass: 0,35 T/h

. Reinheit: 64,78

. Temperatur: 87,5ºC.

Der Durchsatz der vorzentrifugierten Trockenmasse beträgt ungefähr 0,53 T/h (Ventil 19), entsprechend 41% der austretenden Sudmasse.

Der Vakuumwert in dem kontinuierlichen Vakuum- Kristallisator beträgt bei 18 900 · 102 Pa.

Der "Flash", der am Eingang des kontinuierlichen Vakuum- Kristallisators hergestellt wird, stellt gleichzeitig die Deemulgierung der wiedergewonnenen Pseudo-Melasse sicher: seine Erhitzung 14 unterhält eine zusätzliche Kristallisation durch seine schnelle Auto-Verdampfung in dem Vakuum-Kristallisator.

Durch die beim Eintritt der Sudmasse und der erhitzten Pseudo-Melasse eingestellte Zentrifugen-Drehzahl ist es möglich den Prozentsatz der Kristalle der Sudmasse, die aus dem MCSV kommen, auf einen optimalen Wert einzustellen, um eine gute Ausfüllung der Endmelasse durch den Anteil und die Zurückführung in den Kreislauf der Pseudo-Melasse zu erhalten.

Die Geschwindigkeit der Kristallisation ist fünfmal höher als im traditionellen Verfahren mit einer Abkühlung von 15ºC in drei Stunden und einer Wiederverwertung der Pseudo-Melasse von 30 bis 35% MC am Eingang.

Ein Teil der Sudmasse 10 wird in die vertikalen Kühlkristallisatoren 15 und 16 geführt.

Der Ausstoß der Sudmasse zu den vertikalen Kühlkristallisatoren (Bezugszeichen 17) beträgt 0,76 T/h.

Die aus dem MCSV austretende Sudmasse wird anschließend in einem klassischen Kühlkristallisator vom kontinuierlichen vertikalen Typ, wie vorstehend beschrieben, mit einer reduzierten Dauer (20 bis 25 Stunden) behandelt, um die gleiche Ausfällung der Endmelasse wie im klassischen Schema zu erreichen (Reinheit: 58 bis 62).

Die Ruhezeit in den vertikalen Kühlkristallisatoren beträgt von 20 bis 25 Stunden. Die Temperatur der Sudmasse am Ausgang der vertikalen Kühlkristallisatoren beträgt von 45ºC bis 55ºC (Bezugszeichen 21). Die Sudmasse wird einer Zentrifugierung 22 unterzogen, um Melasse 23 mit der Reinheit 58 bis 62 zu ergeben, und den Rohzucker 24 mit der Färbung 3000 ICUMSA, welcher Rohzucker einer Einmaischung in einer Einmaischeinrichtung 25 unterzogen wird, mit Hilfe von Zuckersirup 26, das aus dem Ablaufbehälter 20 stammt.

Der vorzentrifugierte Zucker 12 kann zum Teil mit dem Rohzucker vor dem Verfahren des Einmaischens vermischt werden.

Nach dem Einmaischen wird der Zucker einer Affinage 27 mit Hilfe von Wasser 28 unterzogen, um zu ergeben einen affinierten Zucker 29 mit der Färbung 1000 bis 1200 ICUMSA und ein Affinage-Ablauf 30 von Gewichtsprozenttrockenmasse 80 und Reinheit 81 bis 84, welcher in das Ablaufbecken 20 zurückgeführt wird.

Der vorzentrifugierte Zucker 12 kann zum Teil mit dem affinierten Zucker 29 zusammengegeben werden.

Der affinierte Zucker 29 wird anschließend einer Umschmelzung 31 mit dem Gewichtsprozentsatz der Trockenmasse von 74 bis 75 und der Reinheit 93,5 bis 94,5 mit Hilfe des Sirups des ersten Jets 32 (Prozentsatz der Trockenmasse: 71; Reinheit: 93 bis 94) unterzogen, dann wird der Sirup 33 am Ende des Umschmelzens zur Kristallisation des ersten Jets geführt.

Die Affinage-Vorrichtung, wie vorstehend beschrieben, kann zum Erreichen der Herstellung von weißem Zucker von hoher Reinheit in dem ersten Jet verwendet werden.

Im folgenden werden verschiedene Vorteile der Erfindung 1 angeführt.

Das Verfahren und die Vorrichtung der Kristallisation im abschließenden Jet der Zuckerherstellung gemäß der Erfindung stellt die nachstehend angegebenen Vorteile zur Verfügung.

Durch die Einführung des Verfahrens und der Vorrichtung der kontinuierlichen Vakuum-Kühlkristallisation, die auf die Niedrig-Verunreinigungen angewendet wird, kann man die Ruhezeit in der Anlage des abschließenden Jets beträchtlich vermindern, wobei die ganz gleichen Ergebnisse der Ausfällung der Melasse erzielt werden, das heißt eine Gesamtzeit von 23 bis 28 Stunden anstelle von 40 bis 60 Stunden.

Es ergibt sich dabei auch eine Verminderung des Materialverbrauchs.

- weniger klassische Kristallisationskühler, zum Beispiel vom vertikalen Typ: das heißt zwei Apparate anstelle von vier;

- keine Einrichtung zur Deemulgierung der Pseudo-Melasse.

Das Verfahren der Kristallisation gemäß der Erfindung kann als "Kristallisation im Kalten" qualifiziert werden. Es vermindert wesentlich das Phänomen der Verfärbung der Sudmasse, die mit der Ruhezeit einhergehenden thermischen und chemischen Abbau verbunden ist.

Dies zeigt sich aus den Ergebnissen, die die Verfärbung des erhaltenen Rohzuckers betreffen.

Es ergeben sich weniger Verluste an Saccharose, da die verfärbten Materialien das Ergebnis des Abbaus des Zuckers sind und eine Verbesserung der Qualität des weißen Zuckers, der im ersten Jet hergestellt wird.

Aufgrund der erheblichen Verbesserung der Geschwindigkeit der Kristallisation in dem erfindungsgemäßen Verfahren, das mit der Vorrichtung des MCSV einhergeht, kann das Verfahren zum Reinigen von Nahrungsmittelsirup des abschließenden Jets vorteilhafter angewendet werden, wobei die Reinheit der Sudmasse am Ausgang optimal für die Ausfällung der Melasse ist.

Das Verfahren erlaubt folglich eine identische Ausfällung der Melasse, wobei ein Kristallisations-Jet aus den allgemeinen Schemas von vier Jets oder drei Jets unterdrückt wird.

Hieraus resultiert im vorliegenden Fall eine wesentlich verbesserte Materialausbeute.

Das so vereinfachte allgemeine Schema der Kristallisation erlaubt eine wesentlich verbesserte Energieausbeute:

- da ein Jet unterdrückt wird;

- da weniger Wasser bei der Zentrifugierung verwendet wird, was mit der Verbesserung der Qualität der Produkte verbunden ist. Um die Ideen zu fixieren, ist die Menge des verwendeten Wassers um ungefähr 50% im Bezug auf die verwendete Wassermenge in den Verfahren des Stands der Technik reduziert.


Anspruch[de]

1. Verfahren zur Kristallisation von Zucker aus einer Zusammensetzung, die Zucker und einen Nichtzuckergehalt enthält, wobei die Reinheit der Zusammensetzung von 80 bis 84 beträgt,

dadurch gekennzeichnet, dass

es aufweist:

kontinuierliches Einmaischen unter Vakuum der Zusammensetzung mit einem kontinuierlichen Vakuum- Kühlkristallisator, um den in der Zusammensetzung enthaltenen Zucker zu kristallisieren,

Abtrennung der Zusammensetzung am Austritt des kontinuierlichen Vakuum-Kühlkristallisators in eine erste und zweite Fraktion im Verhältnis: zweite Fraktion zu erster Fraktion, bezogen auf das Gewicht von 0,66 bis 1, 22, insbesondere mit Hilfe von Pumpen,

wobei die erste Fraktion der Sudmasse mit Einrichtungen behandelt wird, die die Fortführung der Kristallisation ermöglichen, beispielsweise durch Abkühlen, vorteilhafter Weise in vertikalen Kühlkristallisatoren,

die zweite Fraktion einem Vorzentrifugationsschritt unterworfen wird, wobei sich einerseits vorzentrifugierter Zucker und andererseits Pseudomelasse ergibt, die in den kontinuierlichen Vakuum-Kühlkristallisator zurückgeführt wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das kontinuierliche Einmaischen in Vakuum in einem Vakuum von einschließlich 900·10² Pa bis 920·10²Pa durchgeführt wird, was einer Temperatur der Zusammensetzung von 65ºC bis 60ºC entspricht, während eines Zeitraums von 2 Stunden 30 Minuten bis 4 Stunden, vorteilhafter Weise während eines Zeitraums von etwa 3 Stunden.

3. Verfahren zur Kristallisation nach einem der Ansprüche 1 oder 2, das mehrere aufeinanderfolgende Kristallisationen umfasst, die auch "Jets" genannt werden, insbesondere 2, 3 oder 4 Jets, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung eine Sudmasse des letzten Jets der Zuckerherstellung ist, welche "niedere Produkte" genannt wird, und die Wasser, gelösten Zucker, Nichtzuckerprodukte und Saccharosekristalle enthält, wobei die Zusammensetzung vorteilhafter Weise aus einem Zuckersirup, genannt "Ablauf" stammt, der aus dem dem letzten Jet vorhergehenden Jet stammt und der Zuckersirup vorher einem kontinuierlichen oder diskontinuierlichen Sudverfahren unterworfen wird.

4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung, insbesondere die Sudmasse zu Beginn des kontinuierlichen Einmaischens im Vakuum die folgenden Eigenschaften besitzt:

Gewichtsprozentsatz an Trockenmasse: 94 bis 93,5;

Reinheit der Sudmasse: 80 bis 84;

Kristallgehalt: 37 bis 40 Gew.-% der Sudmasse;

Reinheit des Zulaufwassers: 67 bis 70;

und dass die Zusammensetzung, insbesondere die Sudmasse am Ende des kontinuierlichen Einmaischens im Vakuum die folgenden Eigenschaften besitzt:

Gewichtsprozentsatz der Trockenmasse: 94 bis 93,5;

Reinheit der Sudmasse: 76 bis 79;

Kristallgehalt: 30 bis 35 Gew.-% der Sudmasse;

Reinheit des Zulaufwassers: 63 bis 65;

wobei die Zunahme in Gew.-% der Kristalle zwischen dem Eintritt in und dem Austritt aus dem Vakuum-Kühlkristallisator zwischen 15% und 25% beträgt.

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur der Zusammensetzung, insbesondere der Sudmasse bei ihrem Eintritt in den kontinuierlichen Vakuum-Kühlkristallisator zwischen 75ºC und 85ºC, und am Austritt eine Temperatur zwischen 60ºC und 65ºC aufweist.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Pseudomelasse vorteilhafter Weise bei einer Temperatur von 86ºC bis 88ºC erhitzt wird und die Pseudomelasse dann wieder in den kontinuierlichen Vakuum- Kühlkristallisator eingeführt wird, um den Gewichtsprozentsatz der Kristalle der behandelten Sudmasse in dem kontinuierlichen Vakuum-Kühlkristallisator zu steuern, wobei der Prozentsatz vorteilhafter Weise von 30 Gew.-% bis 35 Gew.-% der Sudmasse beträgt.

7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Pumpen, die die zwei Fraktionen der Zusammensetzung, insbesondere der Sudmasse weiterführen, die Höhe der Sudmasse in dem kontinuierlichen Vakuum- Kühlkristallisator steuern, wobei der Prozentsatz der Kristalle in der Sudmasse vorteilhafter Weise durch das Verhältnis der Geschwindigkeiten der zwei Pumpen gesteuert wird.

8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass aus der Zusammensetzung, insbesondere aus der Sudmasse am Austritt der Vertikal-Kühlkristallisatoren einerseits die Melasse, insbesondere mit einer Reinheit von 58 bis 62 und andererseits der Rohzucker mit Färbung von 3.000 ICUMSA, insbesondere durch Zentrifugierung abgetrennt wird, und der Rohzucker einem Maischvorgang, insbesondere mit Hilfe eines Ablaufs unterworfen wird und vorteilhafter Weise die folgenden Eigenschaften besitzt:

Reinheit: 80 bis 84;

Gewichtsprozentsatz der Trockenmasse: 78;

und vorteilhafter Weise mit Hilfe des Zuckersirups, genannt "Ablauf", der aus dem dem letzten Jet vorhergehenden Jet stammt, wobei der Ablauf vor dem kontinuierlichen oder diskontinuierlichen Sud, wie er in Anspruch 3 definiert ist, abgezogen wird.

9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der aus der Maische stammende Zucker einem Affinageschritt unterworfen wird, um einerseits Zucker mit Färbung von 1.000 bis 11200 ICUMSA und andererseits einen Affinageablauf mit einem Gewichtsprozentsatz an Trockenmasse von 80 und mit einer Reinheit von 81 bis 82 zu ergeben.

10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der vorzentrifugierte Zucker, der insbesondere eine Färbung von 1.000 bis 3.000 ICUMSA besitzt:

entweder vor dem Maischvorgang mit dem aus dem in Anspruch 8 definierten, aus dem Zentrifugierungsschritt stammenden Rohzucker vermischt wird,

oder dem am Ende des Affinageschritts gemäß Anspruch 9 erhaltenen Feinzucker zugegeben wird.

11. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Feinzucker, mit oder ohne Zugabe des in Anspruch 1 definierten vorzentrifugierten Zuckers, vorteilhafter Weise mit Hilfe des Zuckersirups des ersten Jets umgeschmolzen wird, der die folgenden Eigenschaften besitzt:

Gewichtsprozentsatz der Trockenmasse: 71;

Reinheit: 93 bis 94;

um einen Zuckersirup, genannt "Einschmelzsirup" zu erhalten, der die folgenden Eigenschaften besitzt:

Gewichtsprozentsatz der Trockenmasse: 74 bis 75;

Reinheit: 93,5 bis 94,5;

wobei dieser Umschmelzsirup in einen der dem letzten Jet vorhergehenden Jets, vorteilhafter Weise in den ersten Jet zurückgeführt wird.

12. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Affinageablauf in den Ablauf vor dem kontinuierlichen oder diskontinuierlichen Sud, wie in Anspruch 3 definiert, zurückgeführt wird.

13. Kristallisationsvorrichtung mit einem abschließenden Kristallisationsjet zum Einsatz in einem Kristallisationsverfahren von Zucker aus einer Zusammensetzung, die Zucker und einen Nichtzuckergehalt enthält, wobei die Reinheit der Zusammensetzung von 80 bis 84 beträgt, wobei dieses ein kontinuierliches Einmaischen im Vakuum der Zusammensetzung mit Hilfe eines kontinuierlichen Vakuum- Kühlkristallisators umfasst, um den in der Zusammensetzung enthaltenen Zucker zu kristallisieren,

wobei die Vorrichtung aufweist:

einen Ablaufbehälter (20), der den Zuckersirup enthält, welcher aus dem der letzten Kristallisation vorhergehenden Jet stammt;

kontinuierliche oder diskontinuierliche Sudeinrichtungen (2), die mit einem Austritt (1) des Ablaufbehälters (20) verbunden sind;

einen Schmelzkristallisator (4), der mit dem Austritt (3) der kontinuierlichen oder diskontinuierlichen Sudeinrichtungen (2) verbunden ist;

einen oder mehrere zylindrische Kristallisatoren (6), die aufweisen:

Eintrittseinrichtungen (6a) für die Sudmasse, welche mit dem Austritt des Schmelzkristallisators (4) verbunden sind und Austrittseinrichtungen (6b, 6c) für die Sudmasse, wobei eine der Austrittseinrichtungen für die Sudmasse (6b) mit Vorzentrifugiereinrichtungen (11) verbunden ist und die Vorzentrifugiereinrichtungen einerseits eine Pseudomelasse und andererseits zentrifugierten Zucker ergeben, und

Eintrittseinrichtungen (6d) für die Pseudomelasse, die mit den Austrittseinrichtungen (11a) der Vorzentrifugiereinrichtungen (11) verbunden sind, um die vorher durch Heizeinrichtungen (14) erhitzte Pseudomelasse in den oder die zylindrischen Kristallisator(en) (6) zurückzuführen;

einen oder mehrere Vertikal-Kristallisatoren (15, 16), welche Eintrittseinrichtungen (15a) umfassen, welche mit Austrittseinrichtungen für die Sudmasse (6c) verbunden sind und Austrittseinrichtungen (16a);

Zentrifugiereinrichtungen (22), die mit den Austrittseinrichtungen (16a) der Vertikal-Kristallisatoren verbunden sind;

Maischeinrichtungen (25), die mit den Zentrifugiereinrichtungen (22) und dem Ablaufbehälter (20) verbunden sind und gegebenenfalls mit dem dem vorzentrifugierten Zucker entsprechenden Austritt der Vorzentrifugiereinrichtungen (11) verbunden sind;

Affinageeinrichtungen (27), die mit den Maischeinrichtungen (25) verbunden sind, wobei der dem raffinierten Zucker entsprechende Austritt der Affinageeinrichtungen gegebenenfalls mit dem dem vorzentrifugierten Zucker entsprechenden Austritt der Vorzentrifugiereinrichtungen (11) verbunden ist.







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