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Dokumentenidentifikation DE69705240T2 29.05.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0948387
Titel EINGEKAPSELTES LINSENFÖRMIGES PATRONENFILTER
Anmelder Cuno Inc., Meriden, Conn., US
Erfinder OLSEN, K., Daniel, North Branford, US;
PULEK, L., John, Cheshire, US;
LUCAS, A., Jeffrey, Clinton, US;
ITURRINO, Laurie, Lebanon, US;
HAMLIN, J., Thomas, Vernon, US;
CIZEK, Eric, Avon, US;
SCHORR, L., Clifford, Cheshire, US
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 69705240
Vertragsstaaten AT, DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 21.11.1997
EP-Aktenzeichen 979476215
WO-Anmeldetag 21.11.1997
PCT-Aktenzeichen PCT/US97/21354
WO-Veröffentlichungsnummer 0009823356
WO-Veröffentlichungsdatum 04.06.1998
EP-Offenlegungsdatum 13.10.1999
EP date of grant 13.06.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.05.2002
IPC-Hauptklasse B01D 29/11
IPC-Nebenklasse B01D 29/41   

Beschreibung[de]

Die gegenwärtige Erfindung betrifft Fluidfiltriervorrichtungen, und genauer gesagt, eine linsenförmige Filterpatronenanordnung, die in einer wegwerfbaren Kapsel aufgenommen ist und zur Verwendung mit einem Fluid-Behandlungssystem vorgesehen ist.

Zellenartige Filteranordnungen, die oft als linsenförmige Filteranordnungen bezeichnet werden, sind im Stand der Technik wohlbekannt und werden seit vielen Jahren in Fluid- Behandlungssystemen verwendet. Ein frühes Beispiel ist in dem US-Patent Nr. 2,788,901 offenbart. Filteranordnungen weisen oft eine Vielzahl von vertikal orientierten koaxial angeordneten Filtrierzellen auf, die in einem zylindrischen Gehäuse aufgenommen sind. Typischerweise ist ein solches Filtergehäuse durch strukturelle Bereiche gebildet, die mittels herkömmlicher Klemmanordnungen aneinander befestigt sind, die einen Zugang zum Inneren des Gehäuses erlauben, um einen Filterwechsel und eine Wartung zu erleichtern. Beispiele von herkömmlichen Filtrierzellen sind in dem US-Patent Nr. 4,783,262 und dem US-Patent Nr. 4,347,208 offenbart.

In bekannten, herkömmlichen linsenförmigen Filtrierzellen sind die oberste und die unterste Filtrierzelle in einem Filtergehäuse häufig mit einer kompressiblen Dichtung oder einem O-Ring versehen, um eine Abdichtung gegenüber dem Gehäuse zu bewirken, vgl. z. B. das US-Patent Nr. 4,704,207 (Chu) des vorliegenden Anmelders. Bei anderen Vorrichtungen können diese Zellen auf das obere Ende und den Boden des Patronengehäuses aufgeschweißt sein, um Prozeßfluide innerhalb des Systems abzudichten. Ferner ist es bekannt, Dichtungen zwischen benachbarten Filtrierzellenschichten anzuordnen, um dazwischen eine Dichtung zu erreichen, wie in dem US-Patent Nr. 4,704,207 (Chu) offenbart.

Während der Verwendung tritt Prozeßfluid durch einen Einlaßanschluß in das Filtergehäuse ein, gelangt durch die Filtrierzellen und verläßt das Gehäuse durch einen Auslaßanschluß. Im Laufe der Zeit werden die Filtrierzellen verstopfen, oder der Satz wird verbraucht sein, und die Filtrierzellen werden nicht wiederverwendet, um eine Querkontamination der Prozeßfluide zu vermeiden. Somit müssen zur geeigneten Aufrechterhaltung des Fluid-Behandlungssystems die strukturellen Bereiche eines herkömmlichen Filtergehäuses voneinander getrennt sein, die verbrauchten Filtrierzellen müssen entfernt werden, das Gehäuse muß sorgfältig gereinigt werden, um Kontaminationen und darin abgelagerte Rückstände zu entfernen und neue Filtrierzellen müssen zusammen mit den zugehörigen Dichtungen in das Filtergehäuse eingesetzt werden. Solch ein Wartungsverfahren kann zeitaufwendig und kostenaufwendig sein, da das Fluid- Behandlungssystem für eine erhebliche Zeitdauer außer Betrieb genommen werden muß. Somit wäre es äußerst erwünscht, eine kostengünstige, vollständig gekapselte, zellenartige Filteranordnung anzugeben, die ohne weiteres aus einem Fluid- Behandlungssystem entfernt werden kann, nach dem Entfernen weggeworfen wird und durch eine neue Filteranordnung ersetzt wird.

Ein anderes Problem, das mit der Verwendung von herkömmlichen Innenfiltriersystemen wie etwa linsenförmigen Filtriersystemen zusammenhängt, besteht in dem Aufnahmevolumen. Dies ist das Volumen von überschüssigem Prozeßfluid, das sich auf dem Boden des Filtergehäuses unterhalb seiner Auslaßöffnung ansammelt. Während der routinemäßigen Wartung, oder wenn verbrauchte Filtrierzellen ersetzt werden, muß das Filtergehäuse geöffnet werden. Dies kann zur Kontamination des überschüssigen Prozeßfluids führen, das dann weggeworfen werden muß. Bei Fitriersystemen, die bei der Herstellung von Biopharmazeutika oder Pharmazeutika verwendet werden, können Prozeßfluide äußerst wertvoll sein, und deren Verlust infolge Kontamination kann sehr teuer sein. Eine herkömmliche Filteranordnung, die einen Mechanismus verwendet, um das gespeicherte Volumen in einem Filtergehäuse zu reduzieren, ist in dem US-Patent Nr. 5,462,675 offenbart. Diese herkömmliche Anordnung stellt jedoch keinen Mechanismus zur Verfügung, um überschüssiges Prozeßfluid aus einem Filtergehäuse zurückzugewinnen.

Eine Fluidfiltriervorrichtung gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 ist aus der DE-A-37 41 552 bekannt. Die bekannte Filtriervorrichtung offenbart eine Filteranordnung, die einen langgestreckten Aufnahmepfosten besitzt, auf dem eine Mehrzahl von Filtrierzellen in axial voneinander beabstandeter Weise aufgenommen ist. Der Aufnahmepfosten weist einen Flansch auf, der an dessen unterem Ende angeschweißt ist oder einstückig damit ausgebildet ist, sowie einen Kompressionsflansch an seinem oberen Ende, der mittels Befestigungselementen daran befestigt werden kann, indem Befestigungselemente in entsprechende Eingriffselemente eingreifen, wenn der Kompressionsflansch in eine Eingriffsposition gedreht wird, um die Filtrierzellen zwischen dem unteren Ende und dem oberen Ende des Aufnahmepfostens zusammenzudrücken. Die auf diese Weise gebildete Filteranordnung kann dann in ein irgendwie geartetes Filtergehäuse eingeführt werden.

Jedoch ist nicht offenbart, wie die Filteranordnung in einem entsprechenden Gehäuse zusammengebaut werden soll.

Es ist deshalb die Aufgabe der Erfindung, eine verbesserte Fluidfiltriervorrichtung anzugeben, die eine einfache Befestigung einer Filteranordnung erlaubt, die eine Mehrzahl von Filtrierzellen aufweist, die an einem Aufnahmepfosten auf einfache und verläßliche Weise befestigt sind, und eine positiv abdichtende Kraft zwischen den Filtrierzellenmedienschichten und der untersten Zellenmedienschicht und dem Patronengehäuse anzugeben, die frei von jeglicher Dichtung, jeglichem O-Ring, jeglicher Verschweißung oder Verklebung ist.

Ferner soll ein Verfahren zum Herstellen einer solchen Fluidfiltriervorrichtung offenbart werden.

Diese Aufgabe wird gelöst, indem eine Fluidfiltriervorrichtung gemäß Anspruch 1 angegeben wird, und indem ein Verfahren zum Herstellen einer Fluidfiltriervorrichtung gemäß Anspruch 14 angegeben wird.

Die Fluidfiltriervorrichtung gemäß der gegenwärtigen Erfindung stellt ein wegwerfbares Patronengehäuse bereit, das eine linsenförmige Patronenanordnung einschließt, wozu eine Mehrzahl von axial voneinander beabstandeten Filtrierzellen gehört.

Gemäß einer bevorzugten Ausführung des Herstellverfahrens können zwei im wesentlichen halbkugelförmige Strukturbereiche am Patronengehäuse vorgesehen sein, die miteinander durch Vibrationsschweißen entlang einer umfangsmäßigen Verbindung miteinander verbunden sind, die eine Schmelzfalle aufweist, um ein ästhetisch ansprechendes kommerzielles Produkt zu erzeugen.

Ferner kann gemäß weiterer Ausführungen der Fluidfiltriervorrichtung das ungefilterte Aufnahmevolumen aus dem Patronengehäuse durch einen flexiblen Verbinderanschluß in eine kleinere externe Filtriereinheit abgelassen werden, um einen sauberen Ausfluß zu erhalten. Ferner kann das Aufnahmevolumen innerhalb des Patronengehäuses reduziert werden, indem ein ringförmiger Volumenreduzierer in das Patronengehäuse unterhalb des untersten Punktes der Filteranordnung eingesetzt wird.

In Kürze, stellt die gegenwärtige Erfindung eine Fluidfiltriervorrichtung bereit, die eine Gehäusekapsel aufweist, mit einem oberen Gehäusebereich, der einen Fluideinlaß definiert, und mit einem unteren Gehäusebereich, der einen Fluidauslaß definiert, mit einer Filteranordnung, die einen langgestreckten Aufnahmepfosten und eine Mehrzahl von Filtrierzellen aufweist, die auf dem Aufnahmepfosten in axial voneinander beabstandeter Weise aufgenommen sind, sowie ferner eine Struktur, die arbeitsmäßig mit dem Aufnahmepfosten und dem unteren Gehäusebereich verbunden ist, um eine axiale Kompression der Filtrierzellen in Bezug auf den Aufnahmepfosten zu erreichen, wenn der Aufnahmepfosten während der Montage im unteren Gehäusebereich erreicht wird, wodurch eine positive abdichtende Kraft zwischen jeder Zelle und zwischen der untersten Zelle in der Filteranordnung und dem unteren Gehäusebereich hergestellt wird.

Die Struktur zum Erzeugen einer axialen Zellenkompression weist einen sich radial erstreckenden Kompressionsflansch auf, der an einem oberen Endbereich des Aufnahmepfostens gebildet ist, sowie ein Eingriffsanschlußstück, das an einem oberen Endbereich des Aufnahmepfostens ausgebildet ist. Das Eingriffsanschlußstück des Aufnahmepfostens ist dimensioniert und konfiguriert, um mit einer ringförmigen Rückhalterippe zusammenzuwirken, die im unteren Gehäusebereich koaxial mit einem ringförmigen Aufnahmeflansch ausgebildet ist, der gleichfalls in dem unteren Gehäusebereich vorgesehen ist. Wenigstens eine ringförmige Dichtrippe steht von einer unteren Fläche des Kompressionsflansches aus nach unten hervor, um an einer obersten Schicht einer obersten Filtrierzelle in der Filteranordnung dichtend anzugreifen, und wenigstens eine ringförmige Dichtungsrippe steht von einer oberen Fläche des Aufnahmeflansches aus nach oben hervor, um an einer unteren Schicht einer untersten Filtrierzelle in der Filteranordnung dichtend anzugreifen. Vorzugsweise sind ringförmige Abstandsringe zwischen benachbarten Filtrierzellen in der Filteranordnung vorgesehen, und Abstandsringe schließen wenigstens eine obere Dichtrippe zum Zusammenwirken mit einer unteren Schicht einer benachbarten Filtrierzelle ein, die darüber angeordnet ist, sowie wenigstens eine untere ringförmige Dichtungsrippe, zum Zusammenwirken mit einer oberen Schicht einer benachbarten Filtrierzelle, die darunter angeordnet ist.

Wie kurz oben diskutiert wurde, ist bei einer bevorzugten Ausführung der gegenwärtigen Erfindung ein ringförmiger Volumenreduzierer in dem unteren Gehäusebereich vorgesehen, der den ringförmigen Aufnahmeflansch umschließt, um überschüssiges Prozeßfluid zu verdrängen, das sich in dem unteren Gehäusebereich ansammelt, und ein Drainageanschluß ist in dem unteren Gehäusebereich gebildet, um eine Drainage von überschüssigem Prozeßfluid daraus zu erleichtern. Ferner ist ein Kit vorgesehen, um überschüssiges Prozeßfluid aus dem unteren Gehäusebereich zurückzugewinnen, wozu ein Kanal und eine tragbare Hilfsfiltriereinheit gehört. Der Kanal hat an einem Ende einen Verbinder, der auf den Drainageanschluß angepaßt ist, sowie einen Verbinder am gegenüberliegenden Ende, der an die Hilfsfiltriereinheit angepaßt ist. Die Hilfsfiltriereinheit hat einen Auslaßanschluß zum Übertragen des überschüssigen Prozeßfluids zu einer Auffangvorrichtung.

Gemäß einer bevorzugten Ausführung der gegenwärtigen Erfindung sind der obere Gehäusebereich und der untere Gehäusebereich miteinander entlang einer äquatorialen Verbindung verbunden, die durch eine umfangsmäßige Zunge auf einer angepaßten Oberfläche des oberen Gehäuseabschnitts und durch eine Umfangsnut in einer angepaßten Oberfläche des unteren Gehäuseabschnittes gebildet ist. Vorzugsweise ist die Nut als ein Auffanggefäß dimensioniert und konfiguriert, um überschüssiges Flußmaterial aufzunehmen, wenn die Zunge und die Nut miteinander durch Vibrationsschweißen verbunden werden.

Diese und andere einzigartige Merkmale der gekapselten linsenförmigen Filterpatronenanordnung der gegenwärtigen Erfindung werden aus der nachfolgenden Beschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnung besser verdeutlicht.

Damit die Fachleute, die die gegenwärtige Erfindung anspricht, es leichter verstehen, wie die gekapselte linsenförmige Filterpatronenanordnung gemäß der gegenwärtigen Erfindung zu konstruieren und zu benutzen ist, sei auf die Zeichnung Bezug genommen in der:

Fig. 1 eine perspektivische Außenansicht einer gekapselten linsenförmigen Filterpatronenanordnung ist, die gemäß der bevorzugten Ausführung der gegenwärtigen Erfindung konstruiert ist und in einer Wartungsposition dargestellt ist, geklemmt zwischen Einlaß- und Auslaßkanälen eines Fluidbehandlungssystems, wie z. B. eines biopharmazeutischen Fluidbehandlungssystems;

Fig. 2 eine perspektivische Explosionsdarstellung der gekapselten linsenförmigen Filterpatronenanordnung gemäß Fig. 1 ist, wobei die obere Hälfte des Patronengehäuses von der unteren Hälfte des Patronengehäuses entfernt ist, um die linsenförmige Patronenanordnung zu verdeutlichen, wozu eine Mehrzahl von axial voneinander beabstandeten zylindrischen Filtrierzellen gehört, die auf einem zentralen Aufnahmepfosten aufgenommen sind;

Fig. 3 eine perspektivische Explosionsdarstellung des in Fig. 2 gezeigten linsenförmigen Patronengehäuses ist, wobei jeder der Komponententeile zwecks leichterer Darstellung davon getrennt ist, wozu der zentrale Aufnahmepfosten, erste bis vierte axial voneinander beabstandete Filtrierzellen und erste bis dritte Abstandsringe gehören;

Fig. 4 eine quergeschnittene Ansicht entlang der Linie 4-4 gemäß Fig. 3 ist, die die ringförmigen Dichtungsrippen zeigt, die von der Bodenfläche des Kompressionsflansches des zentralen Aufnahmepfostens der linsenförmigen Patronenanordnung hervorstehen;

Fig. 5 eine quergeschnittene Ansicht entlang der Linie 5-5 gemäß Fig. 3 ist, die die ringförmigen Dichtungsrippen zeigt, die von der Deckfläche und der Bodenfläche der Abstandsringe hervorstehen, die jede Filtrierzelle in der linsenförmigen Patronenanordnung trennen;

Fig. 6 eine Seitenansicht der unteren Hälfte des Patronengehäuses und der linsenförmigen Patronenanordnung ist, wobei das Patronengehäuse teilweise geschnitten dargestellt ist, um die Weise zu verdeutlichen, in der sich die nach außen erstreckenden Halterippen erstrecken, die das Eingriffsanschlußteil am unteren Bereich des Aufnahmepfostens bilden, und in den axialen Auslaßkanal des Patronengehäuses eingreifen und darin gehalten werden;

Fig. 7 eine Seitenansicht der unteren Hälfte des Patronengehäuses und der linsenförmigen Patronenanordnung ist, wobei das Patronengehäuse teilweise geschnitten dargestellt ist, um die Eingriffsposition des unteren Eingriffsanschlußteils des Aufnahmepfostens innerhalb des axialen Auslaßkanals des Patronengehäuses darzustellen;

Fig. 8 eine geschnittene Darstellung entlang der Linie 8-8 gemäß Fig. 7 ist, die die Art verdeutlicht, in der die ringförmigen Dichtrippen, die von der Bodenfläche des Kompressionsflansches des Aufnahmepfostens aus hervorstehen, mit der Deckfläche der obersten Filtrierzelle zusammenwirken, sowie die Weise, in der die ringförmigen Dichtrippen an der oberen und unteren Fläche des obersten Abstandsrings an der Bodenfläche der obersten Filtrierzelle und der Deckfläche der benachbarten Filtrierzelle angreifen, wenn der Eingriffsabschnitt des Aufnahmepfostens in den Aufnahmeabschnitt der unteren Hälfte des Patronengehäuses eingeführt wird und die Komponententeile der linsenförmigen Patronenanordnung zusammengedrückt sind;

Fig. 9 eine entlang der Linie 9-9 gemäß Fig. 7 geschnittene Ansicht ist, die die Art verdeutlicht, in der die von der Bodenfläche des untersten Abstandsrings hervorstehende Dichtrippe an der Deckfläche der untersten Filtrierzelle angreift, sowie die Art, in der die ringförmigen Dichtrippen, die um die obere Fläche oder den Rand des zylindrischen Patronensitzes in der unteren Hälfte des Patronengehäuses gebildet sind, an der Bodenfläche der untersten Filtrierzelle angreifen, wenn der Eingriffsabschnitt des Aufnahmepfostens in den Aufnahmebereich der unteren Hälfte des Patronengehäuses eingeführt wird, und die Komponententeile der linsenförmigen Patronenanordnung zusammengedrückt sind;

Fig. 10 eine perspektivische Ansicht der gekapselten linsenförmigen Filterpatronenanordnung gemäß der gegenwärtigen Erfindung ist, wobei ein wesentlicher Bereich des Patronengehäuses quergeschnitten dargestellt ist, um mit Hilfe von Richtungspfeilen den Fließweg von Prozeßfluid durch die Patronenanordnung vom Einlaßanschluß des Patronengehäuses zum Auslaßanschluß des Patronengehäuses zu verdeutlichen;

Fig. 10a-10c in sequentieller Anordnung die Art verdeutlichen, in der die obere und die untere Hälfte des Patronengehäuses mit Hilfe einer Vibrationsschweißtechnik verbunden werden, sowie die Verwendung einer äquatorialen Schmelzfalle, um ein ästhetisch ansprechendes kommerzielles Produkt zu erhalten;

Fig. 11 eine Seitenansicht der unteren Hälfte des Patronengehäuses in quergeschnittener Darstellung ist, die die Verwendung eines zylindrischen Aufnahmevolumenreduzierers verdeutlicht, der unterhalb der untersten Filtrierzelle in der linsenförmigen Patronenanordnung aufgenommen ist, und um die Weise zu verdeutlichen, in der das Aufnahmevolumen aus dem Filtergehäuse in eine externe Hilfsfiltriereinheit mit Hilfe eines flexiblen Kanals abgelassen wird, der an einen Auslaßanschluß des Filtergehäuses angeschlossen wird, um einen sauberen Ausfluß zu erhalten;

Fig. 12 eine perspektivische Explosionsansicht der Hilfsfiltriereinheit gemäß Fig. 11 ist, mit der dazugehörigen Dichtungskappe und

Fig. 13 eine perspektivische Ansicht eines Kits ist, das eine Umhüllung zur Aufnahme der Hilfsfiltriereinheit und des flexiblen Kanals ist, der verwendet wird, um die Hilfsfiltriereinheit mit dem Patronengehäuse zu verbinden, wie dies in Fig. 12 dargestellt ist.

Es sei nun im Detail auf die Zeichnung Bezug genommen, in der gleiche Bezugsziffern ähnliche strukturelle Elemente der gegenwärtigen Erfindung bezeichnen, und in der in Fig. 1 eine wegwerfbare linsenförmige Filterpatrone dargestellt ist, die gemäß einer bevorzugten Ausführung der gegenwärtigen Erfindung konstruiert ist und insgesamt mit der Bezugsziffer 10 bezeichnet ist.

Die Filterpatrone 10 wird in einem Fluid-Behandlungssystem 12, z. B. in einem System zur Behandlung von pharmazeutischen Fluiden, verwendet. In solch einem System ist die Filterpatrone 10 abnehmbar mit Hilfe von herkömmlichen Sanitärflanschen 16a und 16b, die mechanische Charakteristika besitzen, die bei dem Auslegungsdruck und der Auslegungstemperatur des Systems besonders wirkungsvoll sind, zwischen einem Einlaßkanal 14 und einem Auslaßkanal 15 abnehmbar aufgenommen sind.

Unter weiterer Bezugnahme auf Fig. 1 ist die Filterpatrone 10 durch eine Gehäusekapsel 18 definiert, die einen allgemeinen halbkugelförmigen oberen Teil 20 und einen allgemeinen halbkugelförmigen unteren Teil 22 aufweist. Die beiden Gehäusebereiche sind entlang der äquatorialen Mittellinie des Gehäuses mittels eines Vibrationsschweißverfahrens miteinander verbunden, das noch genauer unter Bezugnahme auf die Fig. 10a-10c erläutert wird. Die Gehäusebereiche 20 und 22 sind vorzugsweise aus einem hochfesten Kunststoffmaterial hergestellt, wie z. B. aus Polysulfon oder einem ähnlichen Material. Der obere Gehäuseabschnitt 20 schließt einen Lüftungsanschluß 21 ein, der eine vollständige Entfernung von Luft ermöglicht, wenn das Filtergehäuse installiert wird, um konsistente Füllvolumina sicherzustellen. Eine Kappe 21' deckt den Luftungsauslaß 21 während des normalen Betriebes ab. Der untere Gehäusebereich 22 schließt einen Drainageanschluß 23 ein, der eine Entfernung oder eine Rückgewinnung von überschüssigem Prozeßfluid aus dem Gehäuse während einer routinemäßigen Wartung des Behandlungssystems 12 ermöglicht. Ein Entfernen dieses überschüssigen Prozeßfluids, das allgemein als Aufnahmevolumen bezeichnet wird, wird mit größerem Detail unter Bezugnahme auf Fig. 11 erläutert. Eine Kappe 23' deckt den Drainageanschluß 23 während des normalen Betriebs ab.

Es sei nun auf Fig. 2 Bezug genommen, in der der obere Gehäuseabschnitt 20 einen axialen Einlaßbereich 24 mit einem Sanitärflansch 26 an seinem oberen Ende aufweist, der an einem komplementären Flansch angepaßt ist, der am Ende des Einlaßkanals 14 vorgesehen ist. Die beiden komplementären Einlaßflansche sind abnehmbar aneinander durch eine Klemmeinrichtung 16a verbunden, wie in Fig. 1 gezeigt ist. In ähnlicher Weise schließt der untere Gehäuseabschnitt 22 der Filterpatrone 10 einen axialen Auslaßbereich 28 mit einem Sanitärflansch 30 an seinem unteren Ende ein, der auf einen komplementären Flansch angepaßt ist, der am Ende des Auslaßkanals 16 vorgesehen ist. Die zwei komplementären Auslaßflansche sind mittels einer Klemmeinrichtung 16b abnehmbar miteinander verbunden, wie in Fig. 1 gezeigt ist. Wie in Fig. 10 gezeigt ist, sind kompressible Sanitärdichtungen oder Dichtungen 25 zwischen den komplementären Flanschen am Einlaßende und am Auslaßende des Patronengehäuses angeschlossen.

Es sei nochmals auf Fig. 2 Bezug genommen, gemäß der die Filterpatrone 10 gemäß der gegenwärtigen Erfindung ferner eine linsenförmige Patronenanordnung 40 aufweist, die auf einem ringförmigen Aufnahmeflansch 32 aufgenommen ist, der einstückig innerhalb des Innenhohlraums des unteren Gehäuseabschnittes 22 und axial mit dem Auslaßbereich 28 ausgerichtet gebildet ist. Die Patronenanordnung 40 besteht aus einer Mehrzahl von axial voneinander beabstandeten Zellen, deren Konstruktion im größeren Detail nachfolgend beschrieben wird und die in axial voneinander beabstandeter Weise auf einem besonders ausgebildeten Aufnahmepfosten 42 aufgenommen sind. Die Anzahl von Filtrierzellen, die in der Patronenanordnung 40 vorgesehen sind, kann eine beliebige Zahl sein, liegt in der Praxis jedoch zwischen zwei und vier, abhängig von den Filtererfordernissen des Prozesses und/oder Systems, in dem die Filterpatrone 10 verwendet wird. In jedem Fall wird aus Wirtschaftlichkeitsgründen dasselbe Filtergehäuse verwendet, obwohl es möglich ist, daß die Größe des Gehäuses variiert wird. Jedoch werden Aufnahmepfosten von unterschiedlicher Länge verwendet, in Abhängigkeit von der Anzahl von Filtrierzellen in der Anordnung.

Es sei nun auf Fig. 3 Bezug genommen, in der eine bevorzugte Ausführung einer Patronenanordnung 40 erste bis vierte Filtrierzellen 44, 46, 48 und 50 aufweist, wobei die Filtrierzelle 44 im folgenden als die oberste Zelle in der Anordnung bezeichnet wird, die Zellen 46 und 48 als die obere und untere Zwischenzelle, bzw. die Filtrierzelle 50 als die unterste Zelle in der Anordnung bezeichnet wird. Ein erster ringförmiger Abstandsring 52 ist zwischen der Bodenfläche der obersten Zelle 44 und der Deckfläche der oberen Zwischenzelle 46 angeordnet, um den axialen Abstand dazwischen einzuhalten. Ein zweiter ringförmiger Abstandsring 54 ist zwischen der Bodenfläche der oberen Zwischenzelle 46 und der Deckfläche der unteren Zwischenzelle 48 angeordnet, um den axialen Abstand dazwischen einzuhalten. Ein dritter ringförmiger Abstandsring 56 ist zwischen der Bodenfläche der unteren Zwischenzelle 48 und der Deckfläche der untersten Zelle 50 angeordnet, um den axialen Abstand dazwischen einzuhalten.

Wie in Fig. 8 dargestellt und im Wege des Beispiels unter Bezugnahme auf die oberste linsenförmige Filtrierzelle 44 schließt jede der linsenförmigen Filtrierzellen, die die Anordnung 40 bildet, eine obere Zellenschicht 44' und eine untere Zellenschicht 44" ein. Die oberen unteren Zellenschichten 44' und 44" der Filtrierzelle 44 schließen komplementäre radiale äußere Bereiche 41a und 41b ein, die in einander gegenüberliegender anliegender Weise ausgebildet sind und aneinander mittels eines umfangsmäßigen Kantenhalteflansches 45 festgelegt sind. Die Zellenschichten schließen ferner relativ dicke radiale Innenbereiche 43a und 43b ein, die einen Innenhohlraum 47 dazwischen definieren, um den radial nach innen gerichteten Fluß von Prozeßfluid durch die Filtrierzelle zu erlauben. Der Innenhohlraum 47 öffnet sich zum Zentrum der Filtrierzelle hin. Die strukturelle Integrität des Innenhohlraums 47 wird durch eine Innenaufnahmestruktur 49 gewährleistet, die eine Folge von konzentrischen, voneinander beabstandeten Aufnahmerippen 49a und einen radialen inneren ringförmigen Aufnahmekragen 49b aufweist. Für eine genauere Beschreibung der Konstruktion und der Arbeitsweise einer ähnlichen herkömmlichen linsenförmigen Filtrierzelle sei Bezug genommen auf das US-Patent Nr. 4,783,262 der vorliegenden Anmelderin, deren Offenbarung hier vollständig durch Bezugnahme eingeschlossen ist.

Die Zellenschichten jeder Filtrierzelle sind vorzugsweise aus einem Filtriermedium gebildet, das aus einer Aufschlämmung von hauptsächlich Zellulosefasern in Platten geformt ist. Die Platten werden durch Stanzen oder Ausstanzen in Scheiben geschnitten, ein Vorgang, der gleichzeitig eine axiale Öffnung in jeder der Scheiben erzeugt. Das Filtriermedium ist allgemein steifer Natur. Jedoch ist es kompressibel, wenn darauf eine Kraft ausgeübt wird. Wenn z. B. jede Filtrierzelle aus zwei solcher Scheiben gebildet ist und jede Zelle einen Außendurchmesser von ungefähr 7,0 inch besitzt, kann die Anordnung 40, die zwei bis vier Filtrierzellen umfassen kann, eine gesamte Flitrierfläche zwischen 1 und 2 Quadratfuß haben.

Es sei nun wieder auf Fig. 3 Bezug genommen, gemäß der sich der Aufnahmepfosten 42 durch die in jeder Filtrierzelle gebildete zentrale Öffnung erstreckt, um die Zellen, als auch die verschiedenen Abstandsringe in axial gestapelter Beziehung zu halten. Der Aufnahmepfosten 42 weist einen radialen Kompressionsflanschbereich 58 und einen langgestreckten, davon abstehenden Schaftbereich 60 auf, dessen Länge variieren kann, in Abhängigkeit von der Anzahl der Filtrierzellen in der Anordnung. Der Schaftbereich 60 ist durch vier radial voneinander beabstandete langgestreckte Stützstreben definiert, die jeweils mit der Bezugsziffer 62 bezeichnet sind. Der untere Endbereich jeder Stützstrebe ist durch einen nach innen verjüngten Zapfenbereich 63 und einen radial nach außen hervorstehenden Endbereich 64 gebildet, der eine nach innen verjüngte Führungskante 65 aufweist. Dieser untere Endbereich des Schaftbereiches 60 bildet ein Eingriffsanschlußteil, das zum Eingreifen in einen ringförmigen Haltering 67 ausgebildet ist, der von der Innenwand des Auslaßbereiches 28 des Gehäusebereiches 22 radial nach innen hervorsteht, wenn die Patronenanordnung 40 auf den Aufnahmeflansch 32 aufgesetzt wird (vgl. Fig. 7).

Wie am besten aus Fig. 6 zu ersehen, hat der Endbereich 64 jeder Stützstrebe 62 einen Außendurchmesser, der größer ist als der Innendurchmesser des ringförmigen Aufnahmerings 62, der in dem Auslaßbereich 28 gebildet ist, während die verjüngte Führungskante 65 jedes Endbereiches 64 von der Dimension her auf den Innendurchmesser des Aufnahmerings 67 abgestimmt ist, um das Durchführen der Endbereiche 64 durch den Aufnahmering 67 beim Zusammensetzen der Filterpatrone 10 zu erleichtern. Obwohl in den Zeichnungen nicht dargestellt, ist es denkbar, daß der Aufnahmering 67 durch vier radial beabstandete Haltesegmente ersetzt sein könnte, die es den Endbereichen 64 jeder Stützstrebe 62 erlauben würden, sich jenseits der Haltestrukturen ohne Rückwirkungen auszudehnen, woraufhin der Aufnahmepfosten 42 nachfolgend um 45º in eine Schließposition verdreht würde, in der die Endbereiche der Aufnahmestreben in die entsprechenden Vertiefungen eingreifen würde, die unterhalb der vier Haltesegmente gebildet sind. Unter weiterer Bezugnahme auf Fig. 6 erstrecken sich vier radial beabstandete Vorsprünge 66 von der Deckfläche 58a des radialen Flanschbereiches 58 des Aufnahmepfostens 42, um eine Handhabungsstruktur zu bilden, die ein leichtes Manipulieren des Aufnahmepfostens 42 während des Zusammenbaus der Filterpatrone 10 erlaubt.

Es sei nun auf Fig. 4 Bezug genommen. Während des Zusammenbaus ist der Aufnahmepfosten 42 zum axialen Zusammendrücken von jedem der axial angeordneten Elemente der Anordnung 40 zu einer eng gestapelten Einheit, frei von jeglichen Zwischendichtungen oder Dichtungskomponenten zwischen den Filterzellen der Anordnung 40 und anderen Strukturen der Filterpatrone 10 ausgebildet, um eine positive (formschlüssige) Dichtung dazwischen zu erreichen. Dies wird erreicht, indem Dichtungsstrukturen an verschiedenen der Komponententeile der Anordnung 40, als auch an dem unteren Gehäuseabschnitt 22 der Filterpatrone 10 integral gebildet sind. Insbesondere schließt die Bodenfläche 58b des kreisförmigen Flanschabschnittes 58 zwei konzentrische Dichtungsrippen 68a und 68b ein, die als Sägezähne ausgebildet sind, um innig anzugreifen, und um genauer gesagt in die anliegende Deckfläche 44a der oberen Zellenschicht 44' der obersten Filtrierzelle 44 einzugreifen, wie in Fig. 8 dargestellt.

Jeder der ringförmigen Abstandsringe 52, 54 und 56 der Anordnung 40 schließt ähnliche Dichtungsstrukturen ein, die in die Zellenschichten eindringen. Zum Beispiel weist der ringförmige Abstandsring 52 gemäß der Darstellung in Fig. 5 obere konzentrische Dichtungsrippen 70a und 70b auf, um in die anliegende Bodenfläche 44b der unteren Zellenschicht 44" der Filtrierzelle 44 einzugreifen, sowie untere konzentrische Dichtungsrippen 72a und 72b, um in die anliegende Deckfläche 46a der oberen Zellenschicht 46' der oberen Zwischenfiltrierzelle 46 einzudringen, wie am besten in Fig. 8 zu sehen ist.

Wie oben kurz diskutiert wurde, ist die Patronenanordnung 40 auf dem ringförmigen Aufnahmeflansch 32 aufgenommen, der von dem Boden des unteren Gehäuseabschnittes 22 in axialer Ausrichtung mit dem Auslaßbereich 28 nach oben hervorsteht. Wie am besten in Fig. 9 zu sehen, ist die Deckfläche des Aufnahmeflansches 32 mit zwei eng beabstandeten Dichtungsrippen 74a und 74b ausgebildet, um in die anliegende Bodenfläche 48b der unteren Zellenschicht 48" der untersten Filtrierzelle 48 einzudringen, wenn die Anordnung auf den Aufnahmeflansch 32 aufgesetzt wird, um dazwischen eine positive Dichtung zu erreichen. Die doppelten Dichtungsrippen 74a und 74b sind zwischen den konzentrischen Dichtungsrippen der axialen Abstandsringe mittig ausgerichtet, um die Ausbildung von gleichmäßigen Druckkräften während der Montage zu unterstützen.

Wie am besten aus Fig. 6 zu sehen ist, wird die Mehrzahl von Filtrierzellen der Anordnung 40 in einer nicht zusammengedrückten, voneinander beabstandeten, axial gestapelten Anordnung vor der Montage bereitgestellt. Um die nicht zusammengedrückte Anordnung 40 in dem unteren Gehäuseabschnitt 22 aufzunehmen, ist das an dem Bodenende des herabstehenden Schaftabschnittes 60 des Aufnahmepfostens ausgebildete Eingriffsanschlußteil bis in den axialen Aufnahmeflansch 32 verlängert. Danach wird eine axial gerichtete Kraft nach unten auf den Aufnahmeflansch 42 ausgeübt, um die Endabschnitte 64 bis über den Haltering 67 zu drängen. Haben sich die Endbereiche 64 des Aufnahmepfostens 42 einmal an einem Haltering 67 vorbei bewegt, nimmt der Haltering eine Eingriffsposition innerhalb des Zapfenbereiches 63 jeder Stützstrebe 62 ein. Ein weiteres Ausüben einer nach unten gerichteten Kraft auf den Kompressionsflansch während der Montage bewirkt, daß die axial voneinander beabstandete Vielzahl von Filtrierzellen der Anordnung 40 in einen zusammengepreßten Zustand übergeht, wie am besten in Fig. 7 zu sehen. In diesem zusammengepreßten Zustand hat der Filterstapel eine axiale Höhe Hf, die geringer als die Anfangshöhe Hi des nicht zusammengedrückten in Fig. 6 gezeigten Filterstapels ist.

Im zusammengedrückten Zustand, der in Fig. 6 dargestellt ist, dringen die Dichtungsstrukturen für die Zellenschichten an der Bodenfläche 58a des Kompressionsflansches 58, an jedem der ringförmigen Abstandsringe 52, 54 und 56 und an der Deckfläche 32a des Aufnahmeflansches 32 in eine benachbarte anliegende Filtrierzellenschicht ein, um eine positive Dichtungskraft zu erzeugen. Die durch die Kompressionswirkung des Aufnahmeschaftes 42 in Verbindung mit dem unteren Gehäusebereich 22 während der Montage erzeugte positive Dichtkraft vermeidet die Notwendigkeit von Hilfsdichtungsstrukturen, wie etwa Dichtungen oder O-Ringen, insbesondere zwischen der Bodenfläche 48a der untersten Filtrierzelle 48 und der Deckfläche des Aufnahmeflansche 32.

Es sei nun auf Fig. 10 Bezug genommen, gemäß der, wie oben kurz erläutert wurde, die allgemein halbkugelförmigen oberen und unteren Gehäusebereiche 20 und 22 der Gehäusekapsel 18 aneinander entlang der äquatorialen Mittellinie des Gehäuses festgelegt sind. Um diese Befestigung zu erzeugen, bilden die beiden Gehäusebereiche eine äquatoriale Verbindung, die durch einen oberen umfangsmäßigen Flansch 80 auf dem oberen Gehäuseabschnitt 20 und einen unteren umfangsmäßigen Flansch 82 auf dem unteren Gehäuseabschnitt 22 gebildet ist. Wie am besten aus Fig. 10a zu sehen, hat der obere umfangsmäßige Flansch 80 eine axial umfangsmäßig hervorstehende Zunge 84, die mit einer sich axial ersreckenden Umfangsnut 86 zusammenwirkt, die an dem unteren Umfangsflansch 82 ausgebildet ist. Die Nut 86 besitzt ein radiales Profil, das weiter als dasjenige der Zunge 84 ist, und erlaubt somit eine relative Bewegung der Zunge, und ferner dient es als eine Aufnahmefläche oder Falle für überschüssiges Material 88, das bei dem Vibrationsschweißprozeß erzeugt wird, der verwendet wird, um die beiden Gehäuseabschnitte während der Montage der Filterpatrone 10 miteinander zu verbinden.

Wie in Fig. 10b dargestellt, wird der untere Gehäuseabschnitt 22 während des Vibrationsschweißprozesses unter Eingriff der Zunge 84 mit der Nut 86 in einer stationären Position gehalten, und der obere Gehäuseabschnitt 20 wird relativ dazu mit einer extrem niedrigen Frequenz im Bereich von 50 bis 100 Hz entlang der äquatorialen Ebene der Gehäusekapsel 18 oszilliert. Zur selben Zeit wird eine nach unten gerichtete Kraft auf den oberen Gehäuseabschnitt 20 ausgeübt, um den Schweißprozeß weiter zu unterstützen. Wie in Fig. 10c dargestellt, bleibt das Schmelzmaterial, das aus dem Vibrationsschweißprozeß stammt, vollständig innerhalb der Nut 86, die, wie oben erläutert, als Schmelzfalle wirkt. Folglich wird eine saubere umfangsmäßige Verbindungslinie 88 zwischen dem oberen Gehäuseabschnitt 20 und dem unteren Gehäuseabschnitt 22 erzeugt, wodurch ein ästhetisch ansprechendes kommerzielles Produkt hergestellt wird.

Es sei wieder auf Fig. 10 Bezug genommen, wonach während des Betriebs des Fluid-Behandlungssystems 12 ungefilterte Prozeßfluide aus dem axialen Einlaßbereich 24 von dem Einlaßkanal 14 in die Gehäusekapsel 18 eindringen und fließen, wie durch Richtungspfeile angedeutet ist. Der Systemdruck zieht das ungefilterte Prozeßfluid in die Filtrierzellen der Anordnung 40 in einer radial nach innen gerichteten Richtung durch die Filtermedien in die darin ausgebildeten radialen Flußpassagen und aus der zentralen Bohrung der Anordnung heraus. Die gefilterten Prozeßfluide werden dann durch die Mitte der Filteranordnung 40 in den Auslaßbereich 28 gezogen, woraufhin das gefilterte Prozeßfluid aus der Gehäusekapsel durch den Auslaßkanal 15 austritt.

Unter Bezugnahme auf Fig. 11 ist nun in einer bevorzugten Ausführung der gekapselten Filterpatrone 10 gemäß der gegenwärtigen Erfindung ein zylindrischer Ring 90 am Boden des unteren Gehäuseabschnitts 22 zwischen der untersten Filtrierzelle 50 den Aufnahmeflansch 32 umschließend aufgenommen, um das Aufnahmevolumen oder das überschüssige unfiltrierte Prozeßfluid zu reduzieren, das sich unterhalb der Ebene des durch den Aufnahmeflansch 32 definierten Auslaßanschlusses ansammelt. Im Ergebnis verdrängt der Ring 90 ein bestimmtes Volumen von Fluid in dem unteren Gehäusebereich. Der Ring ist vorzugsweise aus einem Material hergestellt, das mit dem in der betreffenden Filtriervorrichtung verwendeten Filtrat kompatibel ist.

Da die Filtriervorrichtung 10 der gegenwärtigen Erfindung besonders geeignet ist, um mit einem System zur Verarbeitung von relativ teuren pharmazeutischen Fluiden verwendet zu werden, ist es äußerst erwünscht, überschüssiges Prozeßfluid, das sich in dem unteren Gehäuseabschnitt 22 unterhalb der Ebene seines Auslaßanschlusses ansammeln kann, zu regenerieren oder zurückzugewinnen. Demnach kann, wie in Fig. 11 dargestellt, eine Hilfsfiltriervorrichtung 100 mit dem Drainageanschluß 23 mit Hilfe eines flexiblem Kanals 102 angeschlossen werden, um das ungefilterte oder überflüssige Prozeßfluid wiederzugewinnen. Ein Verbindungsanschlußstück 104 ist an einem Ende des Kanals 102 vorgesehen, das an den Drainageanschluß 23 des Gehäusebereiches 22 angepaßt ist, und am anderen Ende des Kanals 102 ist ein Verbindungsanschlußstück vorgesehen, das an einen Einlaßanschluß 108 der Hilfsfiltriervorrichtung 100 angepaßt ist. Die Verbindungsanschlußstücke sind vorzugsweise Luer-Verbindungen, obwohl alternative mechanische Verbindungen verwendet werden können. Ein zweiter Kanal 110 ist mit dem Auslaßanschluß 112 der Hilfsfiltriervorrichtung 100 verbunden, um das zusätzlich gefilterte, überschüssige Prozeßfluid in ein Aufnahmegefäß zu überführen.

Wie am besten aus Fig. 12 zu ersehen, weist die zusätzliche Filtriervorrichtung 100 einen oberen Filterkörper 120 auf;

der einen Einlaßanschluß 108 definiert, sowie einen Lüftungsanschluß 109, einen unteren Filterkörper 122, der einen Auslaßanschluß 100 definiert, und ein Filterelement 124, das aus einem Filtrat oder Medium hergestellt ist, das im wesentlichen ähnlich demjenigen ist, aus dem die Filtrierzellen der Anordnung 40 hergestellt sind. Unter Bezugnahme auf Fig. 13 werden die zusätzliche Filtriervorrichtung 100, der Fluidkanal 102 und zugehörige Verbindungsanschlußstücke 104 und 106 vorzugsweise von dem Hersteller der Filtriervorrichtung 10 als ein Kit vermarktet und verkauft und besitzen deshalb eine zugehörige Verpackungshülle 126, die damit geliefert wird.


Anspruch[de]

1. Fluidfiltriervorrichtung mit:

einem Gehäuse (18), das einen Fluideinlaß (14) und einen Fluidauslaß (15) aufweist;

einer Filteranordnung (10), die in dem Gehäuse (18) aufgenommen ist und einen langgestreckten Aufnahmepfosten (42) und eine Mehrzahl von Filtrierzellen (44, 46, 48, 50) aufweist, die auf dem Aufnahmepfosten (42) axial voneinander beabstandet aufgenommen sind; und

mit einem Druckflansch (58), der auf dem oberen Ende des Aufnahmepfostens (42) vorgesehen ist und arbeitsmäßig mit dem Aufnahmepfosten (42) zusammenhängende Mittel (65, 67) aufweist, um ein axiales Zusammendrücken der Filtrierzellen (44, 46, 48, 50) gegenüber dem Druckflansch (58) zu erreichen,

dadurch gekennzeichnet, daß

das Gehäuse (18) einen unteren Gehäuseabschnitt (22) aufweist, der eine Halterippe (67) besitzt, sowie einen oberen Gehäuseabschnitt (20) aufweist;

der Aufnahmepfosten (42) ferner ein angepaßtes Formstück (63, 64, 65) an seinem unteren Ende aufweist, wobei das angepaßte Formstück (63, 64, 65) dazu dimensioniert und konfiguriert ist, mit der Halterippe (67) des unteren Gehäuseabschnitts (22) zusammenzuwirken, wenn der Aufnahmepfosten (42) während des Zusammenbaus in den unteren Gehäuseabschnitt (22) eingesetzt wird, um so einen Formschluß zwischen den Filtrierzellen (44, 46, 48, 50) und dem unteren Gehäuseabschnitt (22) zu erreichen.

2. Fluidfiltriervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem unteren Gehäuseabschnitt (22) ein ringförmiger Aufnahmeflansch (32) einstückig ausgebildet ist, um die Filteranordnung (10) aufzunehmen und um eine Dichtfläche zur Erzeugung des Formschlusses zu definieren.

3. Fluidfiltriervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine ringförmige Dichtrippe (68a, b) von einer unteren Fläche des Druckflansches (58) aus nach unten hervorsteht, um eine obere Schicht (44') einer obersten Filtrierzelle (44) in der Filteranordnung (10) dichtend zu erfassen.

4. Fluidfiltriervorrichtung nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine ringförmige Dichtrippe (74a, b) von einer oberen Oberfläche des Aufnahmeflansches (32) aus nach oben hervorsteht, um eine untere Schicht (48") einer untersten Filtrierzelle (48) in der Filteranordnung (10) zu erfassen.

5. Fluidfiltriervorrichtung nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ringförmige Abstandsringe (52, 54, 56) zwischen benachbarten Filtrierzellen (44, 46, 48, 50) in der Filteranordnung (10) angeordnet sind, und daß die Abstandsringe (52, 54, 56) jeweils eine obere Dichtrippe zum dichtenden Erfassen einer unteren Schicht (44") einer darüber vorgesehenen benachbarten Filtrierzelle (44) aufweisen und wenigstens eine untere ringförmige Dichtrippe zum dichtenden Erfassen einer oberen Schicht (48') einer darunter angeordneten benachbarten Filtrierzelle (48) aufweisen.

6. Fluidfiltriervorrichtung nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch Mittel (90), die in dem unteren Gehäuseabschnitt (22) des Gehäuses (18) vorgesehen sind, um das Aufnahmevolumen zu reduzieren, wobei die Mittel (90) vorzugsweise einen ringförmigen Volumenreduzierer (90) aufweisen, der den ringförmigen Aufnahmeflansch (32) umschließt.

7. Fluidfiltriervorrichtung nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß im unteren Gehäuseabschnitt (22) ein Drainageanschluß (23) gebildet ist, um den Abfluß von überschüssigem Prozeßfluid (15) zu unterstützen, das sich in dem unteren Gehäuseabschnitt (22) angesammelt hat.

8. Fluidfiltriervorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß in dem oberen Gehäuseabschnitt (20) ein Lüftungsanschluß (21) gebildet ist.

9. Fluidfiltriervorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, gekennzeichnet durch ein Mittel (100) zum Abnehmen von überschüssigem Prozeßfluid von dem unteren Gehäuseabschnitt (22) durch den Drainageanschluß (23).

10. Fluidfiltriervorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Mittel zum Abnehmen von überschüssigem Prozeßfluid von dem unteren Gehäuseabschnitt (22) eine zusätzliche Fluidfiltriereinheit (100) aufweist, wobei die zusätzliche Fluidfiltriereinheit (100) einen Einlaßanschluß (108) zum Aufnehmen von überschüssigem Prozeßfluid von dem unteren Gehäuseabschnitt (22) und einen Auslaßanschluß (112) zum Übertragen des überschüssigen Prozeßfluids zu einer Aufnahmeeinrichtung aufweist.

11. Fluidfiltriervorrichtung nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch einen Kanal (102), der an einem Ende einen Verbinder (104) aufweist, der an den Drainageanschluß (23) angepaßt ist, und an einem gegenüberliegenden Ende einen Verbinder (106) aufweist, der an den Einlaßanschluß (108) der zusätzlichen Fluidfiltriereinheit (100) angepaßt ist.

12. Fluidfiltriervorrichtung nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Gehäuseabschnitt (20) und der untere Gehäuseabschnitt (22) entlang einer Verbindung verbunden sind, wobei die Verbindung eine umfangsmäßige Zunge (84) auf einer angepaßten Oberfläche des oberen Gehäuseabschnitts (22) und eine Umfangsnut (86) auf einer angepaßten Oberfläche des unteren Gehäuseabschnitts (22) aufweist.

13. Fluidfiltriervorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Nut (86) als eine Schmelzaufnahme zur Aufnahme von überschüssigem geschmolzenem Material (88) dimensioniert und konfiguriert ist, das erzeugt wird, wenn die Zunge (84) und die Nut (86) durch Vibrationsschweißen miteinander verbunden werden, um so die Bildung eines ästhetisch ansprechenden kommerziellen Produktes sicherzustellen.

14. Verfahren zum Herstellen einer Fluidfiltriervorrichtung, umfassend die Schritte:

Bereitstellen eines Gehäuses (18) mit einem oberen Gehäuseabschnitt (20), mit einem unteren Gehäuseabschnitt (22), mit einem Fluideinlaß (14) und mit einem Fluidauslaß (15);

Bereitstellen einer Filteranordnung (10), die einen langgestreckten Aufnahmepfosten (42) und eine Mehrzahl von Filtrierzellen (44, 46, 48, 50) aufweist, die auf dem Aufnahmepfosten (42) in axial voneinander beabstandeter Weise aufgenommen sind;

Bereitstellen eines Druckflansches (58) auf einem oberen Ende des Aufnahmepfostens (42) und eines Eingriffsformteiles (63, 64, 65) auf einem unteren Ende des Aufnahmepfostens (42);

Bereitstellen einer Halterippe (67) auf dem unteren Gehäuseabschnitt (22); und

Zusammenfügen des Aufnahmepfostens (42) mit dem Eingriffsformteil (63, 64, 65) mit der Halterippe (67) des unteren Gehäuseabschnittes (22), um die Filtrierzellen (44, 46, 48, 50) in bezug auf den Aufnahmepfosten (42) axial zusammenzudrücken, um eine positive Dichtung zwischen den Filtrierzellen (44, 46, 48, 50) und dem unteren Gehäuseabschnitt (22) zu erzielen.

15. Verfahren zur Herstellung einer Fluidfiltriervorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß eine obere umfangsmäßig abgestimmte Oberfläche (80) auf dem oberen Gehäuseabschnitt (20) erzeugt wird, und daß eine untere umfangsmäßig abgestimmte Oberfläche (82) auf dem unteren Gehäuseabschnitt (22) erzeugt wird, und daß die obere und die untere Fläche (80, 82) miteinander durch Vibrationsschweißen verbunden werden.







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