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Dokumentenidentifikation DE69900453T2 06.06.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0966947
Titel Kosmetische Zusammensetzung enthaltend ein kationisches Polymer und ein acrylisches Terpolymer und Verwendung dieser Zusammensetzung zur Behandlung von Keratinfasern
Anmelder L'OREAL, Paris, FR
Vertreter Beetz & Partner, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69900453
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 11.06.1999
EP-Aktenzeichen 994014314
EP-Offenlegungsdatum 29.12.1999
EP date of grant 14.11.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.06.2002
IPC-Hauptklasse A61K 7/06

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft kosmetische Zusammensetzungen, die mindestens ein kationisches Polymer in Kombination mit einem Acrylterpolymer enthalten, sowie die Verwendung dieser Zusammensetzungen zur Behandlung von Keratinsubstanzen und insbesondere zur Behandlung der Haare.

Die kationischen Polymere werden eingesetzt, um dem Haar gute kosmetische Eigenschaften zu verleihen, beispielsweise Weichheit, Griff und leichte Kämmbarkeit.

Es ist interessant, Zusammensetzungen für das Haar zu formulieren, die kationische Polymere enthalten, eine hohe Viskosität aufweisen und in Form von dickflüssigen Flüssigkeiten vorliegen, welche sich gut verteilen, beispielsweise in Form einer Creme oder eines Gels zur Pflege oder zum Frisieren, die für den Anwender sehr günstig sind, da sie nicht über die Stirn, den Nacken und das Gesicht oder in die Augen laufen.

Hierfür werden im allgemeinen verdickende und/oder gelierende Polymere eingesetzt. Wenn kationische Polymere zu den Verdickungsmitteln gegeben werden, führt dies oft zu Problemen hinsichtlich der Verflüssigung und des Verlusts an Klarheit; für Produkte zur Pflege ist auch die kosmetische Leistungsfähigkeit manchmal unzureichend.

Es sind verdickende und/oder gelierende Polymere bekannt, die in ihrer Kette einen hydrophilen Bereich und einen hydrophoben Bereich aufweisen, der aus einer Fettkette besteht, beispielsweise das Produkt "PEMULEN TR1" von der Firma GOODRICH oder die Polymere "ACRYSOL", die von der Firma ROHM & HAAS im Handel erhältlich sind. Das Polymer "PEMULEN TR1" führt in Kombination mit kationischen Polymeren nicht zu Gelen von zufriedenstellender Textur und ergibt keine in kosmetischer Hinsicht zufriedenstellenden Ergebnisse, insbesondere bezüglich des Fixiervermögens, der Weichheit und des Griffes. Das Polymer "ACRYSOL 44" führt in Kombination mit einem kationischen Polymer zu einem flüssigen und trüben Produkt.

Aus der Patentanmeldung EP-A-0 824 914 sind außerdem verdickende Polymere oder Mittel, die die Rheologie verändern, bekannt, die enthalten:

(a) ein Acrylat- oder Methacrylatmonomer,

(b) ein vinylsubstituiertes heterocyclisches Monomer, Methacrylamid, Alkylaminoalkyl(meth)acrylat oder Alkylaminoalkyl(meth)acrylamid, und gegebenenfalls

(c) ein assoziatives Monomer, wobei es sich unter anderem um ein nichtionisches Urethan handeln kann, das bei der Umsetzung eines nichtionischen grenzflächenaktiven Stoffes mit einer Hydroxygruppe und einem monoethylenisch ungesättigten Monoisocyanat entsteht.

Die Anmelderin hat in überraschender Weise festgestellt, daß durch die Verwendung einer neuen Gruppe von verdickenden und/oder gelierenden Polymeren in Kombination mit kationischen Polymeren kosmetische Formulierungen hergestellt werden können, die bei einem relativ hohen pH-Wert eine zufriedenstellende Viskosität aufweisen, nicht pastös und nicht fettig sind, sich gut verteilen und dem Haar gute Eigenschaften bezüglich der Weichheit, des Griffes und der Kämmbarkeit verleihen und gleichzeitig gute Fixiereigenschaften aufweisen.

Die vorliegende Erfindung betrifft daher kosmetische Zusammensetzungen, die in einem kosmetisch akzeptablen wäßrigen Träger mindestens ein kationisches Polymer und ein Acrylterpolymer enthalten, das in der folgenden Beschreibung detaillierter definiert wird.

Mit diesem Polymer können insbesondere dickflüssige oder gelierte, wäßrige oder wäßrig-organische Zusammensetzungen hergestellt werden, die kosmetisch akzeptable Lösungsmittel enthalten und die ausgespült werden oder im Haar verbleiben.

Dieses Terpolymer ist vorteilhaft, da es in einem Elektrolytmedium sehr stabil ist und ein sehr gutes Verdickungsvermögen bei einem pH-Wert von 5,5 oder darüber aufweist, wodurch eine hohe Viskosität eingestellt werden kann und hohe Alkoholkonzentrationen eingesetzt werden können.

Das erfindungsgemäß verwendete Acrylterpolymer ist in Basen löslich oder quellbar. Es ist dadurch gekennzeichnet, daß es enthält:

a) 20 bis 70 Gew.-% und vorzugsweise 25 bis 55 Gew.-% einer Carbonsäure mit α,β-monoethylenischer Doppelbindung;

b) 20 bis 80 Gew.-% und vorzugsweise 30 bis 65 Gew.-% eines Monomers mit monethylenischer Doppelbindung, das kein grenzflächenaktiver Stoff und von a) verschieden ist, und

c) 0,5 bis 60 Gew.-% und vorzugsweise 10 bis 50 Gew.-% eines nichtionischen Urethanmonomers, das das Produkt der Umsetzung eines nichtionischen grenzflächenaktiven Stoffes mit einer Hydroxygruppe und eines Monoisocyanats mit monoethylenischer Doppelbindung ist.

Die Carbonsäure mit α,β-monoethylenischer Doppelbindung a) kann unter zahlreichen Säuren ausgewählt werden, insbesondere Acrylsäure, Methacrylsäure, Itaconsäure und Maleinsäure. Die Methacrylsäure wird bevorzugt. Ein hoher Anteil dieser Säure ist wesentlich, damit eine Polymerstruktur entsteht, die sich löst und durch Reaktion mit einer Base, wie beispielsweise Natriumhydroxid, Alkanolaminen, Aminomethylpropanol oder Aminomethylpropandiol eine verdickende Wirkung zeigt.

Das Terpolymer muß außerdem einen hohen Anteil des oben angegebenen Monomers b) mit monoethylenischer Doppelbindung aufweisen, welches keine Tensideigenschaften hat. Bevorzugte Monomere sind Monomere, die in Wasser unlösliche Polymere ergeben, wenn sie homopolymerisiert werden; es handelt sich beispielsweise um C&sub1;&submin;&sub4;-Alkylacrylate oder -methacrylate, beispielsweise Methylacrylat, Ethylacrylat, Butylacrylat oder die entsprechenden Methacrylate. Besonders bevorzugte Monomere sind Methylacrylat und Ethylacrylat. Weitere Monomere, die verwendet werden können, sind Styrol, Vinyltoluol, Vinylacetat, Acrylnitril und Vinylidenchlorid. Nicht reaktive Monomere werden bevorzugt, wobei in diesen Monomeren die Ethylengruppe unter den Polymerisationsbedingungen die einzig reaktive Gruppe ist. Unter bestimmten Umständen können jedoch auch Monomere verwendet werden, die Gruppen enthalten, welche unter der Einwirkung von Wärme reagieren, wie Hydroxyethylacrylat.

Die nichtionischen grenzflächenaktiven Stoffe mit nur einer Hydrogruppe, die zur Herstellung des nichtionischen Urethanmonomers c) verwendet werden, sind wohlbekannt; es handelt sich im allgemeinen um alkoxylierte hydrophobe Verbindungen, die ein Alkylenoxid enthalten, das den hydrophilen Bereich des Moleküls bildet. Die hydrophoben Bereiche bestehen im allgemeinen aus einem aliphatischen Alkohol oder einem Alkylphenol, wobei eine Kohlenstoffkette mit mindestens sechs Kohlenstoffatomen den hydrophoben Bereich des grenzflächenaktiven Stoffes bildet.

Bevorzugte nichtionische grenzflächenaktive Stoffe mit einer Hydroxygruppe weisen die folgende Formel auf:

worin R eine C&sub6;&submin;&sub3;&sub0;-Alkylgruppe oder eine C&sub8;&submin;&sub3;&sub0;-Aralkylgruppe bedeutet, R' eine C&sub1;&submin;&sub4;-Alkylgruppe ist, n ein Mittelwert von 5 bis 150 und m ein Mittelwert von 0 bis 50 ist, mit der Maßgabe, daß n mindestens so groß wie m ist und n + m = 5-150.

Von den bevorzugten C&sub6;&submin;&sub3;&sub0;-Alkylgruppen können die Gruppen Dodecyl und C&sub1;&sub8;&submin;&sub2;&sub6;-Alkyl angegeben werden. Von den Aralkylgruppen können insbesondere die Gruppen C&sub8;&submin;&sub1;&sub3;-Alkylphenyl genannt werden. Die bevorzugte Gruppe R' ist die Methylgruppe.

Das zur Bildung des nichtionischen Urethanmonomers c) verwendete Monoisocyanat mit monoethylenischer Doppelbindung kann unter den unterschiedlichsten Verbindungen ausgewählt werden. Es können Verbindungen verwendet werden, die beliebige copolymerisierbare Doppelbindungen aufweisen, wie beispielsweise Acryl- oder Methacryl-Doppelbindungen. Es können auch Allyl- Doppelbindungen verwendet werden, die von Allylalkohol eingebracht werden. Das bevorzugte monoethylenische Monoisocyanat ist das α,α-Dimethyl-m-isopropenylbenzylisocyanat.

Das oben definierte Acrylterpolymer wird durch Copolymerisation der Komponenten a), b) und c) in wäßriger Emulsion hergestellt, wobei dieses Verfahren üblich und in der Patentanmeldung EP-A-0 173 109 beschrieben ist.

Von den Terpolymeren, die erfindungsgemäß verwendet werden können, können die Reaktionsprodukte von Methacrylsäure als Komponente a), Ethylacrylat als Komponente b) und eines nichtionischen Urethanmakromers mit der folgenden Struktur als Komponente c) angegeben werden:

wobei p' im Bereich von 6 bis 150 liegt und vorzugsweise 30 bedeutet und R² eine C&sub8;&submin;&sub1;&sub3;-Alkylgruppe ist, wie beispielsweise in Beispiel 3 der Patentanmeldung EP-A-0 173 109 beschrieben.

Das erfindungsgemäß bevorzugt verwendete Acrylterpolymer wird ausgehend von Methacrylsäure als Komponente a), Methylacrylat als Komponente b) und einem nichtionischen Urethanmakromer mit der folgenden Struktur als Komponente c) hergestellt:

worin p im Bereich von 6 bis 150 liegt und R¹ eine Alkylgruppe mit 18 bis 26 Kohlenstoffatomen und vorzugsweise eine geradkettige C&sub2;&sub0;&submin;&sub2;&sub4;-Alkylgruppe pflanzlicher Herkunft ist, beispielsweise die Gruppe Docosyl.

Das Acrylterpolymer liegt in den erfindungsgemäßen kosmetischen Zusammensetzungen in Konzentrationen von 0,01 bis 20 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, und vorzugsweise 0,1 bis 10 Gew.-% vor.

Die erfindungsgemäß verwendbaren kationischen Polymere können unter beliebigen bereits an sich bekannten Polymeren ausgewählt werden, insbesondere Polymeren, die in der Patentanmeldung EP-A-0 337 354 und in den französischen Patentanmeldungen FR-A-2 270 846, 2 383 660, 2 598 611, 2 470 596 und 2 519 863 beschrieben sind.

Noch allgemeiner bezeichnet im Sinne der vorliegenden Erfindung der Ausdruck "kationisches Polymer" beliebige Polymere, die kationische Gruppen oder zu kationischen Gruppen ionisierbare Gruppen enthalten.

Bevorzugte kationische Polymere sind unter den Polymeren ausgewählt, die als Teil der Polymerhauptkette oder an einem direkt an die Hauptkette gebundenen seitlichen Substituenten primäre, sekundäre, tertiäre und/oder quartäre Aminogruppen enthalten.

Die verwendeten kationische Polymere weisen im allgemeinen ein Molekulargewicht im Bereich von etwa 500 bis 5 106 und vorzugsweise etwa 103 bis 3 106 auf.

Von den kationischen Polymeren können insbesondere die quaternisierten Proteine (oder Proteinhydrolysate) und die Polymere vom Polyamintyp, Polyaminoamidtyp und vom Typ der quartären Polyammoniumverbindungen genannt werden. Es handelt sich um bekannte Produkte.

Die quaternisierten Proteine oder Proteinhydrolysate sind insbesondere chemisch modifizierte Polypeptide, die am Ende der Kette oder auf die Kette gepfropft quartäre Ammoniumgruppen enthalten. Ihr Molekulargewicht kann im Bereich von beispielsweise 1500 bis 10 000 und insbesondere etwa 2000 bis 5000 liegen. Von diesen Verbindungen können insbesondere genannt werden:

- die Kollagenhydrolysate, die Triethylammoniumgruppen aufweisen, beispielsweise die unter der Bezeichnung "QUAT-PRO E" von der Firma MAYBROOK im Handel erhältlichen Produkte, die gemäß CTFA-Nomenklatur als "TRIETHONIUM HYDROLYZED COLLAGEN ETHOSULFATE" bezeichnet werden;

- die Kollagenhydrolysate, die Trimethylammoniumchloridgruppen und Trimethylstearylammoniumchloridgruppen enthalten, die unter der Bezeichnung "QUAT-PRO S" von der Firma MAYBROOK erhältlich sind und nach CTFA-Nomenklatur als "STEARTRIMONIUM HYDROLYZED COLLAGEN" bezeichnet werden;

- die Proteinhydrolysate, die an der Polypeptidkette quartäre Ammoniumgruppen tragen, die mindestens eine Alkylgruppe mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen aufweisen.

Von diesen Proteinhydrolysaten können unter anderem angegeben werden:

- "CROQUAT L", dessen quartäre Ammoniumgruppen C&sub1;&sub2;-Alkylgruppen tragen;

- "CROQUAT M", dessen quartäre Ammoniumgruppen C&sub1;&sub0;&submin;&sub1;&sub8;-Alkylgruppen enthalten;

- "CROQUAT S", dessen quartäre Ammoniumgruppen eine C&sub1;&sub8;-Alkylgruppe aufweisen;

- "CROTEIN Q", dessen quartäre Ammoniumgruppen mindestens eine Alkylgruppe mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen aufweisen.

- Diese Produkte sind von der Firma CRODA im Handel.

Weitere quaternisierte Proteine oder Proteinhydrolysate sind beispielsweise Verbindungen der folgenden Formel:

worin X&supmin; ein Anion einer organischen oder anorganischen Säure bedeutet, A ein von Kollagenproteinhydrolysaten abgeleiteter Proteinrest ist, R&sub5; eine lipophile Gruppe mit bis zu 30 Kohlenstoffatomen bedeutet und R&sub6; eine Alkylengruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen ist. Es können beispielsweise die Produkte angegeben werden, die von der Firma INOLEX unter der Bezeichnung "LEXEIN QX 3000" erhältlich sind und die nach CTFA-Nomenklatur als "COCOTRIMONIUM COLLAGEN HYDROLYSATE" bezeichnet werden.

Es können auch die quaternisierten pflanzlichen Proteine genannt werden, beispielsweise Weizenproteine, Maisproteine oder Sojapro- teine: von den quaternisierten Weizenproteinen können die von der Firma CRODA unter den Bezeichnungen "HYDROTRITICUM WQ oder QM" erhältlichen Produkte, die nach CTFA-Nomenklatur "COCODIMONIUM HYDROLYSED WHEAT PROTEIN" genannt werden, das nach CTFA-Nomenklatur als "LAURIDIMONIUM HYDROLYSED WHEAT PROTEIN" bezeichnete "HYDROTRITICUM QL" oder das nach CTFA-Nomenklatur als "STEARDIMONIUM HYDROLYSED WHEAT PROTEIN" bezeichnete "HYDROTRITICUM QS" angegeben werden.

Eine weitere Gruppe von kationischen Polymeren ist die Gruppe der kationischen Siliconpolymere. Von diesen Polymeren können angegeben werden:

(a) Siliconpolymere der folgenden Formel (II)

worin bedeuten:

- die Gruppen G¹, G², G³ und G&sup4;, die identisch oder voneinander verschieden sind, Wasserstoff, Phenyl, OH, C&sub1;&submin;&sub1;&sub8;-Alkyl, beispielsweise Methyl, C&sub2;&submin;&sub1;&sub8;-Alkenyl oder C&sub1;&submin;&sub1;&sub8;-Alkoxy,

- a und a', die identisch oder voneinander verschieden sind, 0 oder eine ganze Zahl von 1 bis 3 und insbesondere 0, b 0 oder 1 und insbesondere 1,

- m und n Zahlen, die so ausgewählt sind, daß die Summe (n + m) insbesondere im Bereich von 1 bis 2000 und besonders 50 bis 1 50 liegen kann, wobei n eine Zahl von 0 bis 1999 und insbesondere 49 bis 149 und m eine Zahl von 1 bis 2000 und insbesondere 1 bis 10 bedeuten kann,

- die Gruppen R&sub1;, R&sub2;, R&sub5; und R&sub4;, die identisch oder voneinander verschieden sind, eine einwertige Gruppe der Formel -CqH2qOSR&sup5;tL, worin q eine Zahl von 1 bis 8 ist, s und t, die identisch oder voneinander verschieden sind, 0 oder 1 bedeuten, R&sup5; eine gegebenenfalls hydroxylierte Alkylengruppe ist und L eine gegebenenfalls quaternisierte aminierte Gruppe bedeutet, welche unter den folgenden Gruppen ausgewählt ist:

-NR"-CH&sub2;-CH&sub2;-N'(R")&sub2;

-N(R")&sub2;

-N (R")&sub3;A&supmin;

-N H(R')&sub2;A&supmin;

-N H&sub2;(R")A&supmin;

-N(R")-CH&sub2;-CH&sub2;-N R"H&sub2;A&supmin;,

worin R" Wasserstoff, Phenyl, Benzyl oder eine einwertige gesättigte Kohlenwasserstoffgruppe, beispielsweise eine Alkylgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen bedeuten kann und A&supmin; ein Halogenid bedeutet, wie beispielsweise Fluorid, Chlorid, Bromid oder Iodid.

Produkte, die dieser Definition entsprechen, sind beispielsweise die Polysiloxane, die nach CTFA-Nomenklatur als "AMODIMETHiCONE" bezeichnet werden und der folgenden Formel (II) entsprechen:

worin x' und y' ganze Zahlen bedeuten, die vom Molekulargewicht abhängen und im allgemeinen so gewählt sind; daß das Molekulargewicht im Bereich von etwa 5000 bis 20000 liegt.

Ein Produkt, das der Formel (II) entspricht, ist das nach CTFA- Nomenklatur als "TRIMETHYLSILYLAMODIMETHICONE" bezeichnete Produkt der folgenden Formel:

worin n und m die oben angegebenen Bedeutungen aufweisen (siehe Formel (II)).

Ein Handelsprodukt, das dieser Definition entspricht, ist ein Gemisch (90/10 Gew.-%) eines Polydimethylsiloxans mit Aminoethylaminoisobutylgruppen und eines Polydimethylsiloxans, das unter der Bezeichnung "Q2-8220" von der Firma DOW CORING erhältlich ist.

Diese Polymere sind beispielsweise in der Patentanmeldung EP-A-95238 beschrieben.

Weitere Polymere, die der Formel (II) entsprechen, sind die Siliconpolymere der folgenden Formel:

worin bedeuten:

- R&sub7; eine einwertige Kohlenwasserstoffgruppe mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen und insbesondere C&sub1;&submin;&sub1;&sub8;-Alkyl oder C&sub2;&submin;&sub1;&sub8;-Alkenyl, beispielsweise Methyl;

- R&sub5; eine zweiwertige Kohlenwasserstoffgruppe, insbesondere eine C&sub1;&submin;&sub1;&sub8;-Alkylengruppe oder eine zweiwertige C&sub1;&submin;&sub1;&sub8;-Alkylenoxygruppe, beispielsweise eine Gruppe mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen;

- Q&supmin; ein Halogenid, insbesondere Chlorid;

- r einen statistischen Mittelwert von 2 bis 20 und insbesondere 2 bis 8; und

- s einen statistischen Mittelwert von 20 bis 200 und insbesondere 20 bis 50.

Diese Polymere sind insbesondere in dem Patent US-4 185 087 beschrieben.

Ein Polymer aus dieser Gruppe ist das von der Firma UNION CARBIDE unter der Bezeichnung "UCAR SILICONE ALE 563" erhältliche Produkt.

Wenn diese Siliconpolymere verwendet werden, besteht eine besonders interessante Ausführungsform darin, sie gemeinsam mit kationischen und/oder nichtionischen grenzflächenaktiven Stoffen zu verwenden. Es kann beispielsweise das Produkt eingesetzt werden, das unter der Bezeichnung "EMULSION CATIONIQUE DC 929" von der Firma DOW CORNING im Handel ist und das neben Amodimethicon einen kationischen grenzflächenaktiven Stoff, der ein Gemisch von Produkten der folgenden Formel umfaßt:

worin R&sub9; eine Alkenyl- und/oder Alkylgruppe mit 14 bis 22 Kohlenstoffatomen bedeutet, die von Talgfettsäuren abgeleitet sind, in Kombination mit einem nichtionischen grenzflächenaktiven Stoff der Formel: C&sub9;H&sub1;&sub9;-C&sub6;H&sub4;-(OC&sub2;H&sub4;)&sub1;&sub0;-OH enthält, der unter der Bezeichnung "NONOXYNOL 10" bekannt ist.

Einweiteres im Handel erhältliches Produkt, das erfindungsgemäß verwendbar ist, ist das Produkt, das unter der Bezeichnung "DOW CORNING Q2 7224" von DOW CORNING erhältlich ist und ein Trimethylsilylamodimethicon der Formel (IV) in Kombination mit einem nichtionischen grenzflächenaktiven Stoff der Formel C&sub8;H&sub1;&sub7;-C&sub6;H&sub4;-(OCH&sub2;CH&sub2;)n-OH mit n = 40, der auch als "OCTOXYNOL- 40" bezeichnet wird, einem nichtionischen grenzflächenaktiven Stoff der Formel C&sub1;&sub2;H&sub2;&sub5;-(OCH&sub2;-CH&sub2;)n-OH mit n = 6, der auch als "ISOLAURETH-6" bezeichnet wird, und Glykol enthält:

Die Polymere vom Polyamintyp, Polyaminoamidtyp und vom Typ der quartären Polyammoniumverbindungen, die gemäß der vorliegenden Erfindung verwendbar sind, sind insbesondere in den französischen Patenten 2 505 348 oder 2 542 997 beschrieben. Von diesen Polymeren können angegeben werden:

(1) Die Copolymere von Vinylpyrrolidon und Dialkylaminoalkylacrylat oder -methacrylat, die gegebenenfalls quaternisiert sind, beispielsweise die von ISP unter der Bezeichnung "GAFQUAT" vertriebenen Produkte, wie "GAFQUAT 734, GAFQUAT 755 oder GAFQUAT H5 100", oder die Produkte mit der Bezeichnung "COPOLYMER 937" oder "COPOLYMER 845". Diese Polymere sind detailliert in dem französischen Patent 2 077 143 und 2 393 573 beschrieben.

(2) Die Celluloseetherderivate, die quartäre Ammoniumgruppen aufweisen und in dem französischen Patent 1 492 597 beschrieben sind, insbesondere die Polymere, die unter den Bezeichnungen "JR" (JR 400, JP 125, JR 30M) oder "LR" (LR 400, LR 30M) von der Firma UNION CARBIDE CORPORATION erhältlich sind. Diese Polymere sind nach CTFA-Nomenklatur als quartäre Ammoniumverbindungen von Hydroxyethylcellulose definiert, das mit einem mit einer Trimethylammoniumgruppe substituierten Epoxid umgesetzt wurde.

(3) Die kationischen Cellulosederivate, wie die Copolymere von Cellulose oder Cellulosederieaten, die mit einem wasserlöslichen quartären Ammoniummonomer gepfropft sind; sie sind insbesondere in dem Patent US-4 131 576 beschrieben, beispielsweise die Hydroxyalkylcellulosen, wie Hydroxymethyl-, Hydroxyethyl- oder Hydroxypropylcellulosen, die insbesondere mit einem Methacryloylethyltrimethylammoniumsalz, Methacrylamidopropyltrimethylammoniumsalz oder Dimethyldiallylammoniumsalz gepfropft sind. Handelsprodukte, die dieser Definition entsprechen, sind insbesondere die Produkte "CELQUAT L200" und "CELQUAT H 100" von der Firma NATIONAL STARCH.

(4) Polysaccharide und insbesondere kationische Guargummen, die insbesondere in den Patenten US-3 589 578 und 4 031 307 beschrieben sind und besonders die Handelsprodukte "JAGUAR C 13 S", "JAGUAR C 15" und "JAGUAR C 17" von der Firma MEYHALL.

(5) Die Polymere, die aus Piperazinyleinheiten und zweiwertigen Alkylen- oder Hydroxyalkylengruppen mit linearen oder verzweigten Ketten bestehen, die gegebenenfalls durch Sauerstoffatome, Schwefelatome oder Stickstoffatome oder aromatische oder heterocyclische Ringe unterbrochen sind, sowie die Oxidationsprodukte und/ oder Quaternisierungsprodukte dieser Polymere. Diese Polymere sind insbesondere in den französischen Patenten 2 162 025 und 2 280 361 beschrieben.

(6) Die wasserlöslichen Polyaminoamide, die insbesondere durch Polykondensation einer Säure mit einem Polyamin hergestellt werden; die Polyaminoamide können mit einem Epihalohydrin, Diepoxid, Dianhydrid, ungesättigtem Dianhydrid, zweifach ungesättigtem Derivat, Bis-halohydriden, Bis-azetidinium, Bis-haloacyldiamin, Alkylbis-halogenid oder einem Oligomer vernetzt sein, das aus der Reaktion einer bifunktionellen Verbindung resultiert, die gegenüber einem Bis-halohydrin, Bis-azetidinium, Bis-haloacyldiamin, Alkylbis-halogenid, Epihalohydrin, Diepoxid oder zweifach ungesättigten Derivat reaktiv ist, wobei das Vernetzungsmittel in Mengenanteilen von 0,025 bis 0,35 mol pro Aminogruppe des Polyaminoamids verwendet wird. Diese Polyaminoamide können alkyliert sein und eine oder mehrere tertiäre oder quartäre Aminogruppen enthalten. Diese Polymere sind insbesondere in den französischen Patenten 2 252 840 und 2 368 508 beschrieben.

(7) Die Polyaminoamidderivate, die bei der Kondensation von Polyalkylenpolyaminen mit Polycarbonsäuren und anschließender Alkylierung mit bifunktionellen Mitteln resultieren. Es können beispielsweise die Adipinsäure-Dialkylaminohydroxyalkyldialkylentriamin- Polymere genannt werden, worin die Alkylgruppen 1 bis 4 Kohlenstoffatome aufweisen und vorzugsweise Methyl, Ethyl oder Propyl bedeuten. Diese Polymere sind insbesondere in dem französischen Patent 1 583 363 beschrieben.

Von diesen Derivaten können insbesondere die Adipinsäure- Dimethylaminohydroxypropyldiethylentriamin-Polymere genannt werden, die unter der Bezeichnung "CARTARETINE F", "CARTARETINE F4" oder "CARTARETINE F8" von SANDOZ erhältlich sind.

(8) Die Polymere, die durch Umsetzung eines Polyalkylenpolyamins, das zwei primäre Aminogruppen und mindestens eine sekundäre Aminogruppe aufweist, mit einer Dicarbonsäure hergestellt werden, welche unter Diglykolsäure und den gesättigten aliphatischen Dicarbonsäuren mit 3 bis 8 Kohlenstoffatomen ausgewählt ist, wobei das Molverhältnis von Polyalkylenpolyamin und Dicarbonsäure im Bereich von 0,8 : 1 bis 1,4 : 1 liegt und wobei das resultierende Polyaminoamid mit Epichlorhydrin in einem Molverhältnis Epichlorhydrin/sekundäre Aminogruppe des Polyaminoamids im Bereich von 0,5 : 1 bis 1,8 : 1 umgesetzt wird. Diese Polymere sind insbesondere in den amerikanischen Patenten 3 227 615 und 2 961 347 beschrieben

Polymere dieses Typs sind insbesondere unter der Bezeichnung "HERCOSETT 57" von der Firma HERCULES Inc. oder der Bezeichnung "PD 170" oder "DELSETTE 101" von HERCULES im Handel, wobei es sich in diesem Fall um das Adipinsäure/Epoxypropyldiethylentriamin-Copolymer handelt.

(9) Methyldiallylamin-Cyclopolymere oder Dimethyldiallylammonium-Cyclopolymere, beispielsweise die Polymere, die als Bestandteile der Kette wiederkehrende Einheiten der Formel (VI) oder (VI') enthalten:

worin k und t 0 oder 1 bedeuten, wobei die Summe k + t 1 ist; R&sub1;&sub2; Wasserstoff oder Methyl bedeutet; R&sub1;&sub0; und R&sub1;&sub1; unabhängig voneinander eine Alkylgruppe mit 1 bis 22 Kohlenstoffatomen, eine Hydroxyalkylgruppe, deren Alkylgruppe vorzugsweise 1 bis 5 Kohlenstoffatome aufweist, oder eine niedere Amidoalkylgruppe bedeuten oder R&sub1;&sub0; und R&sub1;&sub1; gemeinsam mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, heterocyclische Gruppen bilden können, wie Piperidinyl oder Morpholinyl; und Y&supmin; ein Anion ist, beispielsweise Bromid, Chlorid, Acetat, Borat, Citrat, Tartrat, Bisulfat, Bisulfit, Sulfat oder Phosphat. Diese Polymere sind insbesondere in dem französischen Patent 2 080 759 und seinem Zusatzpatent 2 190 406 beschrieben.

Von den oben definierten Polymeren können insbesondere das Dimethyldiallylamrnoniumchlorid-Homopolymer, das unter der Bezeichnung "MERQUAT 100" von der Firma MERCK erhältlich ist und die Copolymere von Dimethyldiallylammoniumchlorid und Acrylamid angegeben werden, die unter der Bezeichnung "MERQUAT 550" im Handel sind.

(10) Die quartären Diammoniumpolymere mit wiederkehrenden Einheiten der folgenden Formel:

wobei in der Formel (VII) bedeuten:

- die Gruppen R&sub1;&sub3;, R&sub1;&sub4;, R&sub1;&sub5; und R&sub1;&sub6;, die identisch oder voneinander verschieden sind, aliphatische, alicyclische oder arylaliphatische Gruppen mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen oder niedere hydroxyalkylaliphatische Gruppen, oder R&sub1;&sub3;, R&sub1;&sub4;, R&sub1;&sub5; und R&sub1;&sub6; bilden gemeinsam oder unabhängig voneinander mit den Stickstoffatomen, an die sie gebunden sind, Heterocylen, die gegebenenfalls ein weiteres Heteroatom, das von Stickstoff verschieden ist, enthalten, oder R&sub1;&sub3;, R&sub1;&sub4;, R&sub1;&sub5; und R&sub1;&sub6; bedeuten eine geradkettige oder verzweigte C&sub1;&submin;&sub6;- Alkylgruppe, die mit einer Gruppe Nitril, Ester, Acyl, Amid oder -CO-O-R&sub1;&sub7;-D oder -CO-NH-R&sub1;&sub7;D substituiert ist, worin R&sub1;&sub7; eine Alkylengruppe bedeutet und D eine quartäre Ammoniumgruppe ist;

- A&sub1; und B&sub1; Polymethylengruppen mit 2 bis 20 Kohlenstoffatomen, die geradkettig oder verzweigt, gesättigt oder ungesättigt vorliegen können und an die Hauptkette gebunden oder in der Hauptkette einen oder mehrere aromatische Ringe oder ein oder mehrere Sauerstoffatome oder Schwefelatome oder die folgenden Gruppen enthalten können: Sulfoxid, Sulfon, Disulfid, Amino, Alkylamino, Hydroxy, quartäre Ammoniumgruppen, Ureido, Amid oder Ester und

- X&supmin; ein Anion, das von einer anorganischen oder organischen Säure abgeleitet ist;

- wobei A&sub1;, R&sub1;&sub3; und R&sub1;&sub5; gemeinsam mit den beiden Stickstoffatomen, an die sie gebunden sind, einen Piperazinring bilden können;

- wenn A&sub1; eine geradkettige oder verzweigte, gesättigte oder ungesättigte Alkylen- oder Hydroxyalkylengruppe bedeutet, kann B&sub1; ferner eine (CH&sub2;)n-CO-D-OC-(CH&sub2;)n-Gruppe bedeuten, worin D bedeutet:

a) einen Glykolrest der Formel: -O-Z-O-, worin Z eine geradkettige oder verzweigte Kohlenwasserstoffgruppe oder eine Gruppe der folgenden beiden Formeln bedeutet:

-(CH&sub2;-CH&sub2;-O)x-CH&sub2;CH&sub2;

-[CH&sub2;-CH(CH&sub5;)-O]y-CH&sub2;-CH(CH&sub3;)-

worin x und y eine ganze Zahl von 1 bis 4 bedeuten und einen definierten und einzigen Polymerisationsgrad darstellt oder eine beliebige Zahl von 1 bis 4 bedeuten und einen mittleren Polymerisationsgrad darstellen;

b) einen bis-sekundären Diaminrest, beispielsweise ein Piperazinderivat;

c) einen bis-primären Diaminrest der Formel: -NH-Y-NH, worin Y eine geradkettige oder verzweigte Kohlenwasserstoffgruppe oder die zweiwertige Gruppe -CH&sub2;-CH&sub2;-S-S-CH&sub2;-CH&sub2;- bedeutet; oder

d) eine Ureylengruppe der Formel: -NH-CO-NH-;

X&supmin; ist vorzugsweise ein Anion wie Chlorid oder Bromid.

Diese Polymere weisen im allgemeinen ein Molekulargewicht von 1000 bis 100 000 auf.

Polymere dieses Typs sind insbesondere in den französischen Patenten 2 320 330, 2 270 846, 2 316 271, 2 336 434 und 2 413 907 und den Patenten US-2 273 780, 2 375 853, 2 388 614, 2 454 547, 3 206 462, 2 261 002, 2 271 378, 3 874 870, 4 001 432, 3 929 990, 3 966 904, 4 005 193, 4 025 617, 4 025 627, 4 025 653, 4 026 945 und 4 027 020 beschrieben.

(11) Quartäre Polyammoniumpolymere, die aus Einheiten der Formel (VIII) bestehen:

worin bedeuten:

- R&sub1;&sub8;, R&sub1;&sub9;, R&sub2;&sub0; und R&sub2;&sub1;, die identisch oder voneinander verschieden sind, Wasserstoff, Methyl, Ethyl, Propyl, β-Hydroxyethyl, β- Hydroxypropyl oder -CH&sub2;CH&sub2;(OCH&sub2;OH&sub2;)pOH,

- worin p 0 oder eine ganze Zahl von 1 bis 6 bedeutet, mit der Maßgabe, daß R&sub1;&sub8;, R&sub1;&sub9;, R&sub2;&sub0; und R&sub2;&sub1; nicht gleichzeitig Wasserstoff bedeuten,

- r und s, die identisch oder voneinander verschieden sind, ganze Zahlen von 1 bis 6,

- q 0 oder eine ganze Zahl von 1 bis 34,

- X ein Halogenatom,

- A eine Dihalogenidgruppe oder vorzugsweise die Gruppe

- CH&sub2;-CH&sub2;-O-CH&sub2;-CH&sub2;-.

Diese Verbindungen sind insbesondere in der Patentanmeldung EP-A-122 324 beschrieben.

Von diesen können beispielsweise die Produkte "MIRAPOL A 15", "MIRAPOL 10 AD 1", "MIRAPOL AZ 1" und "MIRAPOL 175" der Firma MIRANOL angegeben werden.

(12) Homopolymere oder Copolymere, die von Acryl- oder Methacrylsäure abgeleitet sind und die folgenden Einheiten enthalten:

wohin:

- die Gruppen R&sub2;&sub2; unabhängig voneinander H oder CH&sub3; bedeuten, die Gruppen A&sub2; unabhängig eine geradkettige oder verzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen oder eine Hydroxyalkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeuten,

- die Gruppen R&sub2;&sub3;, R&sub2;&sub4; und R&sub2;&sub5;, die identisch oder voneinander verschieden sind, unabhängig voneinander eine Alkylgruppe mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen oder eine Benzylgruppe bedeuten,

- die Gruppen R&sub2;&sub6; und R&sub2;&sub7; ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeuten,

- X&sub2;- ein Anion bedeutet, beispielsweise Methosulfat oder ein Halogenid, wie Chlorid oder Bromid.

Das Comonomer oder die Comonomere, die bei der Herstellung der entsprechenden Copolymere verwendbar sind, stammen aus der Gruppe der Acrylamide, Methacrylamide, Diacetonacrylmide, Acrylamide und Methacrylamide, die am Stickstoff mit niederen Alkylgruppen substituiert sind, Alkylester, Acrylsäure oder Methacrylsäure, Vinylpyrrolidon oder Vinylester.

(13) Die quartären Polymere von Vinylpyrrolidon und Vinylimidazol, beispielsweise die Handelsprodukte "LUVIQUAT FC 905", "LUVIQUAT FC 550" und "LUVIQUAT FC 370" von der Firma BASF.

(14) Die Polyamine, wie "POLYQUART H" von HENKEL, das nach CTFA-Nomenklatur als "POLYETHYLENGLYCOL (15) TALLOW POLYAMINE" bezeichnet wird.

(15) Die Polymere, die mit Methacryloyloxyethyltrimethylammoniumchlorid vernetzt sind, beispielsweise die Polymere, die durch Homopolymerisation von mit Methylchlorid quaternisiertem Dimethylaminoethylmethacrylat oder durch Copolymerisation von Acrylamid und mit Methylchlorid quaternisiertem Dimethylaminoethylmethacrylat hergestellt sind, wobei nach der Homo- oder Copolymerisation mit einer Verbindung mit oleinischer Doppelbindung vernetzt wird, insbesondere Methylen-bis-acrylamid. Es kann insbesondere ein vernetztes Acrylamid/Methacryloyloxyethyltrimethylammoniumchlorid- Copolymer (20/80 Gew.-%) in Form einer Dispersion mit 50 Gew.-% des Polymers in Mineralöl verwendet werden. Diese Dispersion ist unter der Bezeichnung "SALCARE SC 92" von ALLIED COLLOIDS erhältlich. Es kann auch ein vernetztes Homopolymer von Methacryloyloxyethyltrimethylammoniumchlorid mit etwa 50 Gew.-% Homopolymer in Mineralöl eingesetzt werden. Diese Dispersion ist unter der Bezeichnung "SALCARE SC 95" von ALLIED COLLOIDS erhältlich.

Weitere kationische Polymere, die im Rahmen der vorliegenden Erfindung verwendbar sind, sind Polyalkylenimine und insbesondere Polyethylenimine, Polymere, die Vinylpyridin- oder Vinylpyridinium- Einheiten enthalten, Kondensate von Polyaminen und Epichlorhydrin, quartäre Polyureylene und Chitinderivate.

Von den kationischen Polymeren, die im Rahmen der vorliegenden Erfindung verwendet werden können; werden in den Produkten, die nicht ausgespült werden, vorzugsweise die Copolymere von Vinylpyrrolidon und Dialkylaminoalkylacrylat oder -methacrylat verwendet, die gegebenenfalls quaternisiert sind, beispielsweise die Produkte, die unter der Bezeichnung "GAFQUAT" von ISP erhältlich sind, wie "GAFQUAT 734, GAFQUAT 755 oder GAFQUAT H5 100" oder die Produkte "COPOLYMER 937" oder "COPOLYMER 845", die ebenfalls von der Firma ISP im Handel sind, und die quartären Polymere von Vinylpyrrolidon und Vinylimidazol, beispielsweise die Handelsprodukte "LUVIQUAT FC 905", "LUVIQUAT FC 550" und "LUVIQUAT FC 370" von der Firma BASF.

Gemäß der Erfindung können auch kationische Polymere in Form von Latex oder Pseudolatex verwendet werden, d. h. in Form einer Dispersion von unlöslichen Polymerpartikeln.

Die kationischen Polymere werden in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen in Mengenanteilen von 0,01 bis 20 Gew.-% und vorzugsweise 0,1 bis 8 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, verwendet.

Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen enthalten ein kosmetisch akzeptables wäßriges Medium. Sie weisen einen pH-Wert auf, der im Bereich von 3,5 bis 11 liegen kann, vorzugsweise im Bereich von 5,5, bis 11 und noch bevorzugter 5,5 bis 8,5.

Das kosmetisch akzeptable Medium der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen besteht insbesondere aus Wasser und gegebenenfalls kosmetisch akzeptablen organischen Lösungsmitteln. Die organischen Lösungsmittel können 0,5 bis 90% des Gesamtgewichts der Zusammensetzung ausmachen. Sie können unter den hydrophilen organischen Lösungsmitteln, lipophilen organischen Lösungsmitteln, amphiphilen Lösungsmitteln oder deren Gemischen ausgewählt werden.

Von den hydrophilen organischen Lösungsmitteln können beispielsweise die geradkettigen oder verzweigten niederen Monoalkohole mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen, Polyethylenglykole mit 6 bis 80 Einheiten Ethylenoxid und Polyole genannt werden.

Von den amphiphilen organischen Lösungsmitteln können die Polypropylenglykolderivate (PPG), wie die Ester von Polypropylenglykol und Fettsäuren und die Ether von PPG und Fettalkoholen, wie PPG- 23-oleylether und PPG-36-oleat, angegeben werden.

Von den lipophilen organischen Lösungsmitteln können beispielsweise die Fettsäureester, wie Diisopropyladipat, Dioctyladipat, Alkylbenzoate und Dioctylmalat angegeben werden.

Es ist möglich, eine Fettphase in das Medium der Zusammensetzung einzuarbeiten, damit die erfindungsgemäßen kosmetischen Zusammensetzungen möglichst angenehm anzuwenden sind (weicher bei der Anwendung, nährender und geschmeidiger machend).

Die Fettphase kann bis zu 50% des Gesamtgewichts der Zusammensetzung ausmachen.

Die Fettphase kann ein Öl oder ein Wachs oder deren Gemische oder auch Fettsäuren, Fettalkohole und Fettsäureester enthalten. Die Öle können unter den tierischen Ölen, pflanzlichen Ölen, Mineralölen oder synthetischen Ölen und insbesondere Vaselineöl, Paraffinöl, Isoparaffinen, Poly-α-olefinen, fluorierten Ölen und perfluorierten Ölen ausgewählt werden. Die Wachse können unter den tierischen, fossilen, pflanzlichen, mineralischen oder synthetischen Wachsen ausgewählt werden, die an sich bekannt sind.

Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können in der Kosmetik übliche Zusatzstoffe enthalten, beispielsweise weitere herkömmliche Gelbildner und/oder Verdickungsmittel; Emulgatoren; grenzflächenaktive Stoffe; Hydratisierungsmittel; Emollentien; hydrophile oder lipophile Wirkstoffe wie Ceramide; Mittel gegen freie Radikale; Maskierungsmittel; Antioxidantien; Konservierungsmittel; Alkalisierungsmittel oder Ansäuerungsmittel; Parfums; Füllstoffe; Farbmittel; flüchtige oder nicht flüchtige, modifizierte oder nicht modifizierte Silicone und Reduktionsmittel. Die Mengenanteile der Zusatzstoffe sind so, wie sie herkömmlich auf den jeweiligen Gebieten verwendet werden.

Der Fachmann wird selbstverständlich die gegebenenfalls vorliegende Verbindung oder die Verbindungen, die in die erfindungsgemäße Zusammensetzung eingearbeitet werden, so auswählen, daß die mit der erfindungsgemäßen Zusammensetzung verbundenen vorteilhaften Eigenschaften durch den beabsichtigten Zusatz nicht oder im wesentlichen nicht verändert werden.

Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können in beliebigen für eine topische Anwendung geeigneten Formen vorliegen, insbesondere als dickflüssige Lotionen, wäßrige oder wäßrig-alkoholische Gele, Vesikeldispersionen oder einfache oder komplexe Emulsionen (O/W, W/O, O/W/O oder W/O/W); sie können eine flüssige, halbflüssige oder feste Konsistenz aufweisen, wie Cremes, Milche, Gele, Gel-Cremes, Pasten oder Stifte, und sie können gegebenenfalls als Aerosol konfektioniert sein und in Form von Schaum oder Spray vorliegen. Die Zusammensetzungen werden nach herkömmlichen Verfahren hergestellt.

Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen werden vorzugsweise als Produkte für das Haar verwendet, die ausgespült werden oder im Haar verbleiben, insbesondere zum Waschen, zum Färben, zur Pflege, zum Konditionieren, zum Entkräuseln und für den Halt oder die Formgebung der Haare, die dauerhaft oder nicht dauerhaft sein kann.

Sie können Produkte für die Frisur darstellen, beispielsweise Lotionen für Wasserwellen, Lotionen zum Fönen, Zusammensetzungen zum Fixieren und zum Frisieren. Die Lotionen können in unterschiedlichen Formen konfektioniert sein, insbesondere in Zerstäubern, Pumpflakons oder Aerosolbehältern, wodurch die Zusammensetzung in zerstäubter Form oder als Schaum aufgebracht werden kann. Diese Konfektionierungen sind beispielsweise günstig, wenn ein Spray oder ein Schaum zum Fixieren oder zur Behandlung der Haare hergestellt werden soll.

Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können auch Haarwaschmittel oder Zusammensetzungen darstellen, die ausgespült werden oder im Haar verbleiben und vor oder nach einer Haarwäsche, Färbung, Entfärbung, dauerhaften Verformung oder Entkräuselung aufgebracht werden.

Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können auch als Produkte zur Pflege oder Hygiene eingesetzt werden, beispielsweise als Cremes zum Schutz, zur Behandlung oder zur Pflege des Gesichts, für die Hände oder für den Körper, Körpermilche zum Schutz oder zur Pflege, Lotionen, Gele oder Schäume zur Pflege oder zur Reinigung der Haut.

Die Zusammensetzungen können auch feste Präparate darstellen, wie Seifen oder Seifenstücke.

Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können außerdem als Produkte zur Zahnpflege eingesetzt werden, beispielsweise Zahnpasten oder Mundduschen.

Die Zusammensetzungen können ferner Produkte zum Schminken darstellen, beispielsweise eine Creme für das Gesicht, Make-up, Mascara, Eyeliner, Lippenstift oder Nagellack.

Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur nicht therapeutischen kosmetischen Behandlung der Haut, der Kopfhaut, der Haare, der Wimpern, der Augenbrauen, der Nägel oder der Schleimhäute, das dadurch gekennzeichnet ist, daß auf die Keratinsubstanzen eine oben definierte Zusammensetzung nach für diese Zusammensetzungen herkömmlichen Anwendungstechniken aufgebracht wird, beispielsweise Auftragen von Cremes, Gelen, Seren, Lotionen und Milchen auf die Haut, die Kopfhaut oder die Schleimhäute.

Erfindungsgemäß werden insbesondere die Haare behandelt.

Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung, ohne sie einzuschränken.

BEISPIEL 1: Geliertes Haarpflegemittel, das nicht ausgespült wird

- Terpolymer Methacrylsäure/Methylacrylat/Dimethylmetaisopropenylbenzylisocyanat von ethoxyliertem Behenylalkohol (40 EO) in wäßriger Dispersion von 25% 0,5 g Ws

- Copolymer Vinylpyrrolidon/Methylvinylimidazoliumchlorid (70/30) in wäßriger Lösung von 40%, von der Firma BASF unter der Handelsbezeichnung "LUVIQUAT FC 370" im Handel 0,5 g Ws

- 2-Amino-2-methyl-1-propanol (AMP), pH auf 7,5 eingestellt qs

- Parfum, Konservierungsmittel, Farbmittel qs

- entmineralisiertes Wasser ad 100 g

Man erhält ein nicht pastöses; nicht fettiges und fluides Gel, das sich auf dem Haar sehr gut verteilt. Durch das Gel fühlen sich die Haare weich an und lassen sich gut kämmen; das Gel weist ein hohes Fixiervermögen auf.

Wenn das obengenannte Terpolymer durch die gleiche Menge des Polyurethans "ACRYSOL 44" von ROHM & HAAS ersetzt wird, erhält man ein flüssiges und trübes Produkt.

Wenn das Terpolymer durch das vernetzte Copolymer Acrylsäure/- C&sub1;&sub0;&submin;&sub3;&sub0;-Alkylacrylat "PEMULEN TR1" von GOODRICH ersetzt wird, erhält man ein leicht pastöses Gel, dessen Fixiervermögen nur mittelmäßig ist, wobei die kosmetischen Eigenschaften bezüglich der Weichheit und des Griffes deutlich schlechter sind.

BEISPIEL 2: Haarwaschmittel

- Natriumlaurylethersulfat mit 2,2 mol Ethylenoxid 15 g Ws

- Cocoytbetain 2,5 g Ws.

- Terpolymer Methacrylsäure/ Methylacrylat/- Dimethylmetaisopropenylbenzylisocyanat von ethoxyliertem Behenylalkohol (40 EO) in wäßriger Dispersion von 25% 1 g Ws

- Hydroxypropylguartriethylammoniumchlorid, unter der Bezeichnung "JAGUAR C 13S" von MEYHALL erhältlich 0,1 g

- Konservierungsmittel, Parfum qs

- Wasser ad. 100 g

pH auf 6,5 eingestellt (NaOH)

Dieses Haarwaschmittel sieht wie eine dickflüssige Flüssigkeit aus und weist gute Schaumeigenschaften auf; nach der Haarwäsche ist das Haar glatt und läßt sich leicht kämmen.

VERGLEICHSBEISPIEL 3: Haarwaschmittel

- Natriumlaurylethersulfat mit 2,2 mol Ethylenoxid 15 g Ws

- Cocoylbetain 2,5 g Ws

- Polyurethan mit polyethoxylierten Alkylendgruppen in Lösung von 35% in einem Gemisch von Propylenglykol/ Wasser (60/40) ("ACRYSOL 44" von der Firma ROHM 8v HAAS) 1 g Ws

- Hydroxypropylguartriethylammoniumchlorid, unter der Bezeichnung "JAGUAR C13S" von MEYHALL erhältlich 0,1 g

- Konservierungsmittel, Parfum qs

- Wasser ad. 100 g

pH auf 6,5 eingestellt (NaOH)

Dieses Haarwaschmittel sieht wie ein sehr fluides trübes Produkt aus und weist kosmetische Eigenschaften auf, die im Vergleich mit dem erfindungsgemäßen Haarwaschmittel deutlich schlechter sind: die trockenen Haare sind weniger glatt und lassen sich nur schwierig auskämmen.

BEISPIEL 4: Frisiergel, das nicht ausgespült wird

- Copolymer Vinylpyrrolidon/Dimethylaminoethylmethacrylat, mit Diethylsulfat quaternisiert, 50% in Ethanol, unter der Bezeichnung "GAFQUAT 734" von der Firma ISP im Handel 1 g Ws

- Terpolymer Methacrylsäure/Methylacrylat/Dimethylmetaisopropenylbenzylisocyanat von ethoxyliertem Behenylalkohol (40 EO) in wäßriger Dispersion von 25% 1 g Ws

- Ethanol absolut 8,7 g

- Parfum, Konservierungsmittel, Farbmittel qs

- 2-Amino-2-methyl-1-propanol (AMP) pH auf 7,5 eingestellt qs

- entmineralisiertes Wasser ad. 100 g

Man erhält ein nicht pastöses, nicht fettiges, fluides Gel, das sich gut auf dem Haar verteilen läßt. Die Haare fühlen sich durch das Gel weich an und lassen sich gut auskämmen; das Gel weist ein hohes Fixiervermögen auf.


Anspruch[de]

1. Kosmetische Zusammensetzung, die zur Behandlung von Keratinsubstanzen und insbesondere Haaren vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß

sie in einem kosmetisch akzeptablen wäßrigen Träger mindestens ein kationisches Polymer und ein Acrylterpolymer enthält, welches enthält:

a) 20 bis 70 Gew.-% und vorzugsweise 25 bis 55 Gew.-% einer Carbonsäure mit α,β-monoethylenischer Doppelbindung;

b) 20 bis 80 Gew.-% und vorzugsweise 30 bis 65 Gew.-% eines Monomers mit monethylenischer Doppelbindung, das kein grenzflächenaktiver Stoff und von a) verschieden ist, und

c) 0,5 bis 60 Gew.-% und vorzugsweise 10 bis 50 Gew.-% eines nichtionischen Urethanmonomers, das das Produkt der Umsetzung eines nichtionischen grenzflächenaktiven Stoffes mit einer Hydroxygruppe und eines Monoisocyanats mit monoethylenischer Doppelbindung ist.

2. Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Carbonsäure mit α,β-monoethylenischer Doppelbindung a) unter Acrylsäure, Methacrylsäure, Itaconsäure und Maleinsäure ausgewählt ist.

3. Zusammensetzung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Carbonsäure mit α,β-monoethylenischer Doppelbindung a) die Methacrylsäure ist.

4. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Monomer mit monoethylenischer Doppelbindung b), das kein grenzflächenaktiver Stoff ist, unter den C&sub1;&submin;&sub4;-Alkyl-acrylaten und C&sub1;&submin;&sub4;-Alkyl-methacrylaten, Styrol, Vinyltoluol, Vinylacetat, Acrylnitril und Vinylidenchlorid ausgewählt ist.

5. Zusammensetzung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Monomer mit monoethylenischer Doppelbindung, das kein grenzflächenaktiver Stoff ist, Methylacrylat oder Ethylacrylat ist.

6. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Herstellung des nichtionischen Urethanmonomers c) verwendete nichtionische grenzflächenaktive Stoff mit einer Hydroxygruppe die folgende Formel aufweist:

worin R eine C&sub6;&submin;&sub3;&sub0;-Alkylgruppe oder C&sub8;&submin;&sub3;&sub0;-Aralkylgruppe, R' eine C&sub1;&submin;&sub4;-Alkylgruppe, n eine Zahl von 5 bis 150 und meine Zahl von 0 bis 50 bedeutet, mit der Maßgabe, daß n mindestens so groß wie m ist und n + m = 5-150.

7. Zusammensetzung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß R unter Dodecyl, C&sub1;&sub8;&submin;&sub2;&sub6;-Alkyl und C&sub8;&submin;&sub1;&sub3;-Alkylphenyl ausgewählt ist und m = 0 und n eine Zahl von etwa 5 bis 150 bedeutet.

8. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Monoisocyanat mit monoethylenischer Doppelbindung, das zur Bildung des nichtionischen Urethanmonomers c) verwendet wird, das α,α-Dimethyl-m-isopropenylbenzylisocyanat ist.

9. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Acrylterpolymer in wäßriger Dispersion ausgehend von Methacrylsäure als Komponente a), Methylacrylat als Komponente b) und einem nichtionischen Urethanmakromer der folgenden Struktur hergestellt wird:

wobei p im Bereich von 6 bis 150 liegt und R¹ eine Alkylgruppe mit 18 bis 26 Kohlenstoffatomen und vorzugsweise eine geradkettige Alkylgruppe mit 20 bis 24 Kohlenstoffatomen pflanzlicher Herkunft ist, wie Docosyl.

10. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Acrylterpolymer in Konzentrationen von 0,01 bis 20 Gew.-% und vorzugsweise 0,1 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, vorliegt.

11. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die kationischen Polymere ausgewählt sind unter: quaternisierten Proteinen oder Proteinhydrolysaten, kationischen Siliconpolymeren, Copolymeren von Vinylpyrrolidon und Dialkylaminoalkylacrylat oder -methacrylat, die gegebenenfalls quaternisiert sind, Celluloseetherderivaten, die quartäre Ammoniumgruppen enthalten, kationischen Cellulosederivaten, kationischen Polysacchariden, Polymeren, die aus Piperazinyleinheiten und zweiwertigen Alkylen- oder Hydroxyalkylengruppen bestehen, in Wasser löslichen Polyaminoamiden, die durch Polykondensation einer Säure mit einem Polyamin hergestellt sind, Polyaminvamidderivaten, die bei der Kondensation von Polyalkylenpolyamiden mit Polycarbonsäuren und anschließender Alkylierung mit bifunktionellen Mitteln entstehen, Polymeren, die durch Umsetzung eines Polyalkylenpolyamins mit zwei primären Aminogruppen und mindestens einer sekundären Aminogruppe mit einer Carbonsäure hergestellt sind, Methyldiallylamin-Cyclopolymeren oder Dimethyldiallylammonium-Cyclopolymeren, quartären Diammoniumpolymeren, quartären Polyammoniumpolymeren, Homopolymeren oder Copolymeren, die von Acrylsäure oder Methacrylsäure abgeleitet sind und Ester- oder Amideinheiten enthalten, die mit einer Gruppe substituiert sind, die eine Aminogruppe oder quartäre Ammoniumgruppe enthält, quartären Polymeren von Vinylpyrrolidon und Vinylimidazol, Polyaminen, vernetzten Polymeren von Methacryloyloxyethyltrimethylammoniumchlorid und deren Gemischen.

12. Zusammensetzung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß sie im Haar verbleibt und vorzugsweise ein oder mehrere kationische Polymere enthält, die unter den Copolymeren von Vinylpyrrolidon und Dialkylaminoalkylacrylat oder -methacrylat, die gegebenenfalls quaternisiert sind, und den quartären Polymeren von Vinylpyrrolidon und Vinylimidazol ausgewählt sind.

13. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das kationische Polymer oder die kationischen Polymere in Konzentrationen von 0,01 bis 20 Gew.-% und vorzugsweise 0,1 bis 8 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, vorliegen.

14. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen pH-Wert von 3,5 bis 11 und vorzugsweise 5,5 bis 11 und noch bevorzugter 5,5 bis 8,5 aufweisen.

15. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß das kosmetisch akzeptable Medium aus Wasser oder Wasser und mindestens einem organischen Lösungsmittel besteht, das unter den hydrophilen, lipophilen, amphiphilen organischen Lösungsmitteln oder deren Gemischen ausgewählt ist.

16. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß sie mindestens einen herkömmlichen kosmetischen Zusatzstoff enthält, der unter den Fettsubstanzen, herkömmlichen Gelbildnern und/oder Verdickungsmitteln, grenzflächenaktiven Stoffen, Hydratisierungsmitteln, Emollentien, hydrophilen oder lipophilen Wirkstoffen, wie Ceramiden, Mitteln gegen freie Radikale, Maskierungsmitteln, Antioxidantien, Konservierungsmitteln, Alkalisierungsmitteln oder Ansäuerungsmitteln, Parfums, Füllstoffen, Farbmitteln, Siliconen und Reduktionsmitteln ausgewählt ist.

17. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß sie als Emulsion, Lotion, Gel, Vesikeldispersion, Paste oder fester Stift vorliegt oder als Aerosol konfektioniert ist und in Form von Schaum oder Spray vorliegt.

18. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß sie als Produkt für das Haar, das ausgespült wird oder im Haar verbleibt, zum Waschen, Färben, Pflegen, Konditionieren, Entkräuseln der Haare und für den Halt der Frisur oder die Formgebung der Haare, die dauerhaft oder nicht dauerhaft sein können, verwendet wird.

19. Verfahren zur nicht therapeutischen kosmetischen Behandlung von Keratinfasern und insbesondere der Haare, dadurch gekennzeichnet, daß auf diese eine Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 18 in einer wirksamen Menge aufgebracht wird.







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