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Dokumentenidentifikation DE69427224T2 13.06.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0689376
Titel BALLENMASCHINE
Anmelder S.I.B. Inc., Nashua, Mont., US
Erfinder SIBLEY, L., Duane, Nashua, US;
SIBLEY, A., Dwight, Nashua, US
Vertreter Einsel und Kollegen, 38102 Braunschweig
DE-Aktenzeichen 69427224
Vertragsstaaten DE, ES, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 17.03.1994
EP-Aktenzeichen 949116370
WO-Anmeldetag 17.03.1994
PCT-Aktenzeichen PCT/US94/02916
WO-Veröffentlichungsnummer 0009421109
WO-Veröffentlichungsdatum 29.09.1994
EP-Offenlegungsdatum 03.01.1996
EP date of grant 16.05.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.06.2002
IPC-Hauptklasse A01D 39/00
IPC-Nebenklasse A01F 15/00   B30B 9/30   

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Bilden von Ballen aus faserförmigem Schüttgut oder dergleichen. Insbesondere betrifft die Erfindung eine Vorrichtung, die durch ein Feld gezogen oder geführt werden kann, um Schüttgut aufzusammeln und in gebundene Ballen zu formen.

Ballenpressen für faserförmiges Material, wie beispielsweise Heu- und Stroh-Ballenpressen, sind zum Verdichten faserförmigen Materials und zum Zusammenbinden des Materials in Ballen bekannt, die durch Seile oder Drähte gebunden sind. Dieser Maschinentyp wird üblicherweise auf Bauernhöfen und Ranchen zum Ballen von Heu, Stroh und anderen faserförmigen Materialien eingesetzt. Dieser Maschinentyp ist ebenso in verschiedenen industriellen und gewerblichen Anwendungen eingesetzt worden. Der Trend bei der Entwicklung von Ballenpressen geht dahin, Maschinen zu entwickeln, die in der Lage sind, immer größere Ballen herzustellen, um den Handhabungsaufwand zu minimieren; es ist effizienter, weniger, aber größere Ballen zu handhaben im Vergleich zum Handhaben einer Vielzahl kleinerer Ballen. Derartige Maschinen sind auf der Grundlage konventioneller Kolbentypsysteme vorgeschlagen worden, in denen das faserförmige Material mittels Kolben zusammengepackt wird, um rechteckige oder quadratische Ballen zu erzeugen. Derartige Maschinen sind ebenso vorgeschlagen worden, gestützt auf konventionelle Rundballensysteme, in welchen das faserförmige Material aufgerollt wird. In diesen Systemen muss das Zusammenpacken und Verdichten des Materials unterbrochen werden, um jeden einzelnen Ballen zusammenzubinden oder zu schnüren. Auf Grund der Form der runden Ballen besitzen diese mehr Leerraum als quadratische Ballen; sie fangen Regen und Schnee, wenn sie gestapelt sind. Die Form der runden Ballen verhindert auch eine kompakte Lagerung. Außerdem führt der Einsatz derartiger Maschinen in landwirtschaftlichen Anlagen zu Ballen von eng verbundenem Material, das nicht leicht getrennt oder gelockert werden kann, wenn der Ballen geöffnet wird.

Ballenpressen für faserförmiges Schüttgut sind vorgeschlagen worden, die eine Förderschneckeneinrichtung zum Verdichten des Materials in eine dichtere Einheit zum Binden einsetzen; eine der letzten ist die in der US-PS 5,009,062 von Oren D. Ulrich offenbarte. Derartige Vorschläge haben versucht, kompaktere, dichtere Ballen als konventionelle Kolbentypsysteme oder Rundballentypsysteme zu erzeugen. Allerdings scheinen sie meist recht kompliziert zu sein und setzen komplizierte, unkonventionelle Bindemechanismen ein. Oftmals setzen diese Systeme Reziprozierungsmechanismen ein, um eine longitudinale Relativbewegung zwischen der Förderschneckeneinrichtung und der Bindeabteilung während des Intervalls zu bewirken, bei dem die Bindeoperation stattfindet, um der Förderschneckeneinrichtung eine kontinuierliche Arbeit zu ermöglichen. Keine scheint in der Lage zu sein, erfolgreich konventionelle Kolbentyp- und Rundballentyp-Maschinen zu ersetzen.

Insbesondere in der Heuindustrie werden Eisenbahnwagen-Ladungen von Heuballen aus heuerzeugenden Regionen des Landes in andere Teile des Landes transportiert. Aktuelle Heuballenpressen des konventionellen Kolbentyps erzeugen keine Ballen, die sowohl klein genug sind, um leicht auf und von Eisenbahnwagen geladen zu werden, als auch dicht genug sind, um einen Eisenbahnwagen bis zu seiner Gewichtsgrenze zu füllen. Typischerweise wird ein Eisenbahnwagen bis zu seiner Volumenkapazitätsgrenze viel eher gefüllt, lange bevor die Gewichtskapazität erreicht ist. Dieser Fall führt zu größeren Transportgebühren pro Tonne als nötig wäre.

Kleinere landwirtschaftliche Betriebe haben gegenwärtig keinerlei Alternativen und haben daher keinen Zugang zum Transport von Heuballen mittels Langstrecken-Eisenbahnwagen; die höheren Transportkosten pro Tonne wirken gegen einen profitablen Transport per Eisenbahnwagen. Um erfolgreich auf dem Langstrecken-Eisenbahnmarkt bestehen zu können, müssen kleinere landwirtschaftliche Betriebe eine Heuballenausrüstung haben, die erschwinglich ist und die relativ kleine und dichte Ballen erzeugt, die auf der Farm ohne den Einsatz kostspieliger Hilfsausrüstungen gehandhabt werden kann. Und diese Ballen müssen dicht genug sein, so dass die Ladekapazität eines Eisenbahnwagens vor seiner Volumenkapazität erreicht werden kann. Für viele derartige landwirtschaftliche Betriebe besteht die physikalische Größe eines Ballens, der dicht genug ist, in einer Größenordnung von 60 cm · 60 cm · 120 cm (2 Fuß · 2 Fuß · 4 Fuß) bis zu 120 cm · 120 cm · 240 cm (4 Fuß · 4 Fuß · 8 Fuß); wobei die letztere Größe schon daran grenzt, zu groß für bekannte Handhabungen zu sein. Viele konventionelle Kolbentyp-Ballenpressen erzeugen Ballen, die 35 cm · 45 cm · 120 cm groß sind.

Die DE-A-26 55 314 offenbart, dass das Ballungsvermögen einer Papierballenpresse durch den Einsatz einer Förderschnecke mit einer Drehverdichtungseinrichtung verbessert werden kann, die eine Walze mit einer Oberfläche aufweist, die im Wesentlichen quer zur Achse der Verdichtungseinrichtung ist.

Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Vorrichtung zum Bilden von Ballen aus faserförmigem Schüttgut oder dergleichen wie in Anspruch 1 angegeben vorgeschlagen.

Die Förderschneckeneinrichtung weist vorzugsweise eine längliche Förderwelle mit einem Zufuhrende und einem Entladeende und wenigstens einem an der Welle zwischen dem Zufuhr- und dem Entladeende befestigten Fördermitnehmer auf. Eine Verdichtungswalzeneinrichtung ist mittels der Förderwelle an dem Wellenentladeende befestigt und ist bezüglich des Fördermitnehmers so aufgebaut und angeordnet, dass durch die Schneckenfördereinrichtung gefördertes Material von dem Fördermitnehmer und durch die Verdichtungswalzeneinrichtung in die Ballen bildende Abteilung und zum Verteilen und Verdichten gegen die Materialmasse an dem Zufuhrende der Ballen bildenden Abteilung gelangt.

Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung schließt sowohl eine Ballen bildende Abteilung und eine Ballen bindende Abteilung im Tandem angeordnet ein, wodurch das Schüttgut in diskrete Ballen gebunden werden kann, während das Schüttgut gleichzeitig in eine längliche Materialmasse geformt wird. Beide Abteilungen schließen Einrichtungen zum Aufbau von Widerstand gegen rückwärts gerichteten Transport von Schüttgut ein, um es zu ermöglichen, das Schüttgut in eine zum Ballenbilden geeignete Form zu pressen.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Fig. 1 ist eine vereinfachte Seitenansicht einer Ballenpresse gemäß der Erfindung, angepasst an das Ballen von Material auf dem Feld, wie beispielsweise Heu und Stroh;

Fig. 2 ist eine vereinfachte Draufsicht auf die Ballenpresse aus Fig. 1

Fig. 3 ist eine Seitenansicht im Schnitt längs der Linie 3-3 der Fig. 1;

Fig. 4 ist eine Seitenansicht im Schnitt längs der Linie 4-4 der Fig. 1;

Fig. 5 ist eine Seitenansicht im Schnitt längs der Linie 5-5 der Fig. 1;

Fig. 6 ist eine Teilansicht der Ballenpresse aus den Fig. 1 und 2 in einer perspektivischen Ansicht, die den Heuaufteilungsmechanismus dieser Erfindung in einer Ruhestellung darstellt;

Fig. 7 ist eine Teilansicht der Ballenpresse aus den Fig. 1 und 2 in einer perspektivischen Ansicht, die den Heuaufteilungsmechanismus aus Fig. 6 in einer aktivierten Position darstellt;

Fig. 8 ist eine perspektivische Teilansicht des Inneren der Ballenpresse aus den Fig. 1 und 2, die die innere Position der Heuaufteilungselemente darstellt, wenn der Heuaufteilungsmechanismus aus den Fig. 6 und 7 aktiviert ist;

Fig. 9 ist eine andere perspektivische Teilansicht des rückwärtigen Endes der Ballenpresse aus den Fig. 1 und 2, die die Ballen verdichtende Einrichtung darstellt, die verwendet wird, um das Heu in einem komprimierten Zustand während des Ballenbindevorgangs zu halten;

Fig. 10 ist eine Seitenansicht einer Variante der Ballenpresse aus den Fig. 1 und 2, die eine Anpassung an eine manuelle Beladung des Materials zum Ballen darstellt;

Fig. 11 ist eine perspektivische Seitenansicht von links des Vorderendes der Ballenpresse aus den Fig. 1 und 2;

Fig. 12 ist eine perspektivische Seitenansicht von rechts des Vorderendes der Ballenpresse aus den Fig. 1 und 2;

Fig. 13 ist eine perspektivische Draufsicht des Vorderendes der Ballenpresse aus den Fig. 1 und 2;

Fig. 14 ist eine perspektivische Teilansicht des Vorderendes des Rahmens und des Oberbaus der Ballenpresse aus den Fig. 1 und 2;

Fig. 15 ist eine perspektivische Vorderansicht der Ballenpresse aus den Fig. 1 und 2;

Fig. 16 ist eine Seitenansicht der rechten Seite des Kettenantriebsmechanismus in Zusammenhang mit der Sammleranordnung der Ballenpresse aus den Fig. 1 und 2;

Fig. 17 ist eine Seitenansicht der linken Seite des Kettenantriebsmechanismus in Zusammenhang mit der Sammleranordnung der Ballenpresse aus den Fig. 1 und 2;

Fig. 18 ist eine Teilansicht im Querschnitt durch die Ballen formenden und Ballen bindenden Abschnitte der Ballenpresse aus den Fig. 1 und 2, die eine Ballen verdichtende und bindende Einrichtung in einer Ruhestellung darstellt; und

Fig. 19 ist eine Teilansicht im Schnitt der Ballen verdichtenden und bindenden Einrichtung aus Fig. 18 in einer aktivierten Position.

Detaillierte Beschreibung der Erfindung

Die Ballenpresse gemäß der Erfindung ist insbesondere als Feldballenpresse aufgebaut, um schwadenartiges Erntematerial zum Ballen aufzusammeln. Die erfindungsgemäße Ballenpresse ist insbesondere geeignet zum Bilden von Ballen aus Heu und Stroh und ähnlichen Arten von faserförmigen landwirtschaftlichen Schüttgütern auf dem Feld. Die Prinzipien der Erfindung können in stationären Maschinen eingesetzt werden, die für das Ballen landwirtschaftlicher Produkte oder für das Ballen von nichtlandwirtschaftlichen Produkten verwendet werden.

In Kurzform weist die erfindungsgemäße Ballenpresse wenigstens eine Schüttgutschneckenfördereinrichtung 10 und eine Ballen bildende Einrichtung 12 auf, in welche Schüttgut durch die Schneckenfördereinrichtung 10 eingetragen wird. Die erfindungsgemäße Ballenpresse weist vorzugsweise außerdem eine Ballenbindeeinrichtung 14 und eine Schüttgutladeeinrichtung 16 auf. Im Fall einer stationären Ballenpresse entsprechend der Erfindung kann die Schüttgutladeeinrichtung 16 so einfach wie ein Beschickungstrichter sein, in welchen das Schüttgut in Kontakt mit der Schneckenfördereinrichtung 10 platziert wird. Im Fall einer Feldballenpresse für Heu oder dergleichen kann die Schüttgutladeeinrichtung 16 vorzugsweise auch eine Aufnehmeeinrichtung 18 zum Aufnehmen von schwadenartigem Material vom Feld und zum Transportieren desselben in eine Sammlereinrichtung 20 zum Transport zur Schneckenfördereinrichtung 10 sein.

Die Schneckenfördereinrichtung 10 weist eine Drehantriebseinrichtung 30 so montiert auf, dass diese eine Schnecke 32 um eine Längsachse einer Schneckenwelle 34 drehend antreibt, um ein Paar von spiralförmigen Schneckenmitnehmern 36, 37 zu drehen. Am inneren Ende der Welle 34 entgegengesetzt zur Antriebseinrichtung 30 ist eine Drehverdichtungswalzeneinrichtung 38 vorgesehen, vorzugsweise in Form eines Paares von Verdichtungswalzen 40, 41, die auf diametral gegenüberliegenden Radialwellen 42, 43 befestigt sind. Die Walzenwellen 42, 43 sind durch die Welle 34 befestigt und erstrecken sich radial von dieser nach außen. Die Schneckenmitnehmer 36, 37 sind bezüglich der Walzen 42, 43 so angeordnet, dass jede Walze benachbart zum Ende eines Schneckenmitnehmers positioniert ist und derart, dass die Walzenoberflächen sich nach innen über die Enden der Schneckenmitnehmer hinweg erstrecken, so dass nach innen durch die Schneckenmitnehmer gefördertes Material von der Schnecke nach innen fließen wird. Dementsprechend wird das von den inneren Enden der Schneckenmitnehmer fließende Material für eine Verdichtung auf einer Verdichtungsoberfläche kontaktiert, die innerhalb der Enden der Schneckenmitnehmer angeordnet ist. Die Drehverdichtungswalzen 40, 41 sind vorzugsweise kegelförmige Abschnitte, um eine konvexe Verdichtungsoberfläche zu schaffen, die einen progressiv größer werdenden Grad an Verdichtung beim Fortschreiten von der Längsachse der Schneckenrotation nach außen schafft.

Die Schnecke 32 ist mittels einer Drehantriebseinrichtung 30 befestigt und erstreckt sich in freitragender Bauweise durch ein Schneckengehäuse 44. Das Schneckengehäuse 44 ist unterteilt in einen Schüttgutzuführabschnitt 44a und einen Schüttgutförderabschnitt 44b. Der Zufuhrabschnitt 44a ist so aufgebaut, dass er es ermöglicht, Schüttgut in eine Zuführabteilung zum Erfassen durch die Schnecke 32 für eine Beförderung einwärts zuzuführen. Der Förderabschnitt 44b ist so aufgebaut, dass er eine zylindrische Abteilung zur Verfügung stellt, innerhalb derer die Schneckenmitnehmer genau passen, durch welche das Schüttgut aus der Zuführabteilung nach innen hinter die Verdichtungswalzeneinrichtung 38 in die Ballen bildende Einrichtung 12 gefördert wird. Um die Förderung des Schüttgutes dort hindurch zu erleichtern ist die Oberfläche der zylindrischen Abteilung im Abschnitt 44b mit einer oder mehreren Spiralrippen (zwei, 46, 47, sind dargestellt) ausgerüstet, welche den entgegengesetzten Drehsinn der Schneckenmitnehmer besitzen (zum Beispiel, sollte die Schnecke 32 im Uhrzeigersinn gesehen vom Vorder- (Zufuhr-) Ende der Presse aus drehen, würden die Schneckenmitnehmer 36, 37 linksherum und die Spiralrippen 46, 47 rechtsherum drehen).

Die Ballen bildende Einrichtung 12 stellt eine längliche Ballenbildeabteilung 50 zur Verfügung, welche unmittelbar an den Förderabschnitt 44b anschließt. Die Abteilung 50 besitzt einen Querschnitt, der dem gewünschten Querschnitt der verdichteten Ballen entspricht, die als Produkt aus der Presse kommen; vorzugsweise einen quadratischen Querschnitt für eine Heuballenpresse. Es gibt keinen Übergangsabschnitt zwischen dem inneren Ende des Förderabschnitts 44b und dem benachbarten Anfang der Abteilung 50. Eine Querwand 52 verbindet die innere Peripherie der Abteilung 50 mit der äußeren Peripherie des Abschnittes 44b, vorzugsweise senkrecht zur Längsachse der Schnecke 32. Die Länge der Schnecke 32 ist derart, dass ihr inneres Ende und auch die inneren Kanten der Verdichtungswalzen 40, 41 sich leicht in die Ballenbildeabteilung 50 hineinerstrecken, etwa in der Größenordnung von ungefähr 2,5 cm (1 Zoll); gerade genügend dazu, dass die konvexe Verdichtungsoberfläche, die von den Walzen 40, 41 gebildet wird, innerhalb der Abteilung 50 liegt. Die Abteilung 50 ist vorzugsweise wenigstens 60 bis 90 cm (2 bis 3 Fuß) lang, aber ihre erforderliche Länge kann etwas abhängig von den Querschnittsdimensionen des mit der Presse zu erzeugenden Ballens variieren.

Die Ballen bildende Einrichtung 12 weist zusätzlich zur Abteilung 50 eine Einrichtung 54 zum Zuführen transversaler Verdichtungskräfte zum Ballen auf, der in der Abteilung 50 gebildet wird, um einen Widerstand gegen eine unbegrenzte Bewegung des durch die Abteilung 50 gebildeten Ballens anzubieten. Während das Material in die Abteilung 50 gefördert und darin in einen Ballen geformt wird, wird die Einrichtung 54 Widerstand gegen eine Rückwärtsbewegung des sich bildenden Ballens aufbieten, so dass zusätzliches Material, das in das vordere Ende der Abteilung 50 gefördert wird, durch die Walzen 40, 41 gegen das vordere Ende des gebildeten Ballens verdichtet wird. Das Ausmaß der Verdichtung ist abhängig von der Größe des Widerstandes seitens der Einrichtung 54 gegenüber der Bewegung.

Die Ballenbindeeinrichtung 14 schafft eine längliche Bindeabteilung 60, die unmittelbar benachbart zu und in einer Linie mit der Ballenbildeabteilung 50 ist. Die Bindeabteilung 60 besitzt einen Zufuhrabschnitt 60a, der einen gebildeten und verdichteten Ballen aus der Ballenbildeabteilung 50 übernimmt, und einen Ballenbindeabschnitt 60b. Wenn das Schüttgut fortgesetzt durch die Schneckenfördereinrichtung 10 in die Ballen bildende Einrichtung 12 geführt wird, erstreckt sich das verdichtete Material in einer kontinuierlichen Form durch die Abteilung 50 und in die Abteilung 60 hinein bis die Längserstreckung des verdichteten Materials innerhalb der Abteilung 60 die gewünschte fertige Ballenlänge besitzt. Wenn die ungefähre Länge des verdichteten Materials sich in die Bindeabteilung 60b der Abteilung 60 erstreckt, trennt eine Materialteileinrichtung 62 das verdichtete Material innerhalb des Abschnittes 60b von dem Material, das sich aus der Abteilung 50 in den Zufuhrabschnitt 60a der Abteilung 60 erstreckt. Dann wird eine Ballenbindeeinrichtung 64 aktiviert, um das verdichtete Material in dem Abschnitt 60b in einen diskreten fertigen Ballen zu binden.

Die Ballenbindeeinrichtung 14 weist zusätzlich zur Abteilung 60, zur Materialteileinrichtung 62 und zur Ballenbindeeinrichtung 64 eine Einrichtung 66 zum Zuführen transversaler Verdichtungskräfte zu einem verdichteten Ballen in der Abteilung 60 auf, um einen Widerstand gegen eine unbegrenzte Bewegung des verdichteten Ballens durch die Abteilung 60 anzubieten. Wenn daher das verdichtete Material durch die Abteilung 60 gefördert wird, bietet die Einrichtung 66 einen Widerstand gegen eine Rückwärtsbewegung des verdichteten Ballens an, um den Ballen in seinem verdichteten Zustand zu erhalten, während er zu einem diskreten fertigen Ballen gebunden wird. Das Ausmaß der Verdichtung hängt ab von der Größe des Widerstandes seitens der Einrichtung 66 gegenüber der Bewegung. Die Widerstandseinrichtung 54 für die Ballenbildeabteilung 50 und die Widerstandseinrichtung 66 für die Ballenbindeabteilung 60 sind unabhängig und separat einstellbar.

Die insoweit beschriebene Presse arbeitet in folgender Weise, während die Presse mit einem Ballen umgeht, der innerhalb der Ballenbildeabteilung 50 gebildet wird. In einen Ballen zu formendes Material wird mehr oder weniger kontinuierlich dem Zuführabschnitt 44a des Schneckengehäuses 44 zugeführt und dieses Material wird durch die Schnecke 32 rückwärts durch den Förderabschnitt 44b in die Ballenbildeabteilung 50 transferiert. Wenn das Material in die Ballenbildeabteilung 50 transferiert ist, passiert sie zwischen den Verdichtungswalzen 40, 41 hindurch in die Abteilung 50 abseits von den einwärtigen (rückwärtigen) Enden der Schneckenfördermitnehmer 36, 37. Die einwärtigen Enden der Fördermitnehmer 36, 37 verteilen das Material in einer mehr oder weniger spiralförmigen Form auf das Vorderende des in der Abteilung 50 gebildeten Ballens. Aufgrund der Widerstandes gegenüber einer Rückwärtsbewegung durch die Widerstandseinrichtung 54 wird das von den inneren Enden der Fördermitnehmer 36, 37 verteilte Material durch die Verdichtungswalzen 40, 41 kontaktiert, dadurch gewalzt und gegen das vordere Ende des gerade gebildeten Ballens verdichtet. Diese Walzen 40, 41 sind auf einer rotierenden Schnecke 32 befestigt und drehen sich mit der Schnecke 32 und die Oberflächen der Walzen walzen gegen das Material, wenn es die rückwärtigen Enden der Schneckenmitnehmer 36, 37 verlässt um es gleichförmig über das vordere Ende des zu bildenden Ballens in einer spiralförmigen Art zu verteilen. Die Walzen 40, 41 sind kegelstumpförmig und schaffen eine konvexe Verdichtungsoberfläche auf dem Vorderende des Ballens innerhalb der Abteilung 50. Die Walzen 40, 41 legen das Material auf die konvexe Verdichtungsoberfläche in spiralförmigen Schichten. Wenn zusätzliches Material rückwärts durch die Förderschnecke 32 zugeführt wird, setzen die Walzen 40, 41 das Verteilen und Ablegen des Materials auf die konvexe Verdichtungsoberfläche fort und fügen dadurch dem Bällen während er gebildet wird etwas hinzu. Wenn das Material dem Ballen zugefügt und durch die Walzen 40,41 verdichtet wird, wird die verdichtende Kraft die Widerstandseinrichtung 54 überwinden und das verdichtete Material wird rückwärts durch die Abteilung 50 in die Abteilung 60 überführt.

Wenn das rückwärtige Ende des verdichteten Materials rückwärts in den Zuführabschnitt 60a der Abteilung 60 überführt worden ist werden Ballenschnüre oder - drähte durch dieses rückwärtige Ende erfasst und mit dem verdichteten Material rückwärts geführt, bis genügend verdichtetes Material innerhalb des Ballenbindeabschnittes 60b enthalten ist, um einen fertigen Ballen zu erzeugen. Dann wird die Materialteileinrichtung 62 eingeschaltet, um das verdichtete Material innerhalb der Abteilung 50 von dem Material in dem Bindeabschnitt 60b zu trennen, und die Ballenbindeeinrichtung wird eingeschaltet, um die Schnur oder den Draht um das verdichtete Material innerhalb des Bindeabschnitts 60b zu binden.

Während der kurzen Zeit während der die Schnur- oder Drahtbindeoperation stattfindet, in einer Größenordnung von 2 bis 3 Sekunden, wird die Bewegung des rückwärtigen Endes des verdichteten Materials innerhalb der Abteilung 50 gestoppt. Da das Material allerdings kompressibel ist, wird das zeitweise Anhalten der Bewegung am rückwärtigen Ende des gebildeten Ballens den Transfer des Materials aus der Schnecke 32 zum vorderen Ende des dabei gebildeten Ballens nicht stören. Daher zeichnet sich die vorliegende Erfindung dadurch aus, dass sie eine kontinuierliche Zufuhr an Material in die Presse ohne Unterbrechung erlaubt, während diskrete Ballen getrennt oder gebunden werden. Wenn die Bindeoperation vollzogen ist, wird die Materialteileinrichtung 62 inaktiviert und dadurch dem rückwärtigen Ende des gebildeten Ballens erlaubt in der Abteilung 50 sich rückwärts durch den Zuführabschnitt 60a der Abteilung 60 und in Kontakt mit dem vorderen Ende des soeben gerade mit einer Schnur oder einem Draht verschnürten fertiggestellten Ballens zu bewegen. Anschließend wird die Zufuhr von Material zu der konvexen Verdichtungsoberfläche durch die Verdichtungswalzen 40, 41 dazu führen, dass das verdichtete Material und die verschnürten und fertigen Ballen als eine Einheit rückwärts überführt werden. Die fortgesetzte Überführung von verdichtetem Material wird den verschnürten und fertigen Ballen veranlassen aus dem rückwärtigen Ende der Presse entladen zu werden und genügend neues Material durch den Bindeabschnitt 60b der Abteilung 60 zuzuführen bis die Materialteileinrichtung ein weiteres Mal aktiviert wird, gefolgt durch die Aktivierung der Ballenbindeeinrichtung, um einen weiteren verschnürten und fertigen Ballen zu erzeugen.

Die fortgesetzte Rotation der an der Schnecke befestigten Walzen 40, 41 bewirkt eine kontinuierliche Verdichtung des Materials, wenn es vom rückwärtigen Ende der Schneckenmitnehmer 36, 37 überführt wird. Als Konsequenz wird das Material im gesamten Ballen einheitlich verdichtet, während der Ballen gebildet wird. Da die Verdichtungsaktion der Walzen 40, 41 ebenfalls ein spiralförmiges Einlegen des Materials während des Verdichtungsprozesses bewirkt, besteht der resultierende Ballen aus einer Vielzahl von Schichten, von denen jede eine Dicke von der Größenordnung von etwa von 2,5 cm (1 Zoll) hat. Dies muss verglichen werden mit einem Ballen, der bei einer konventionellen Kolbentyp-Ballenpresse entsteht, der eine Reihe von Schichten besitzt, die jede 10 cm (4 Zoll) oder mehr dick sind. Während bei einer Kolbentyp-Ballenpresse das Material in eine beliebige Richtung in einen Ballen gepresst wird (üblicherweise länglich geknautscht), tendiert die Verdichtung des Materials bei der vorliegenden Erfindung in spiralförmigen Schichten dazu, das Material mit den Materialfasern (im Falle von faserförmigem Material wie bei Heu oder Stroh) in ein näherungsweise coplanares Muster zu legen. Dementsprechend wird kompliziertes Material wie beispielsweise Alfalfa-Heu durch die vorliegende Erfindung mit wesentlich weniger Blattfaserseparation und, daher, mit wesentlich weniger Blattverlust in Ballen verdichtet.

Es hat sich herausgestellt, dass die durch die vorliegende Erfindung bewirkte Drehverdichtung von Heu nicht nur die Komponenten einer einzelnen Pflanze intakt hält, sondern außerdem die Pflanzenfasern leicht in eine Richtung quer zur Längserstreckung der Pflanzenfaser quetscht, wodurch das Heu schmackhafter für Vieh wird. Konventionelle Ballenpressen erzeugen keinen derartigen wünschenswerten Effekt. Beispielsweise ist es üblich bei Massen-Viehfütterungsaktionen eine große Zahl von Heuballen zu öffnen und dann die Traktoren darüber und hindurch fahren zu lassen, um die Ballen zu öffnen und das Heu zu quetschen, um es schmackhafter zu machen. Dieser Ansatz zum Quetschen von Heuballen ist zeitaufwendig und verschwendend, da die Blätter, im Fall von Alfalfa-Heu von den Heufasern getrennt werden. Die mit der vorliegenden Erfindung erzeugten Ballen werden bei den gleichen Viehfütterungsoperationen geöffnet und so verfüttert, "wie sie sind", ohne jede physikalische Konditionierung und mit weniger Verlusten, da das Heu schon so wie es aus dem Ballen kommt, schmackhafter ist.

Wie in den Fig. 11 bis 15 zu sehen ist, weist die Schneckenfördereinrichtung 10 nach der Erfindung vorzugsweise ein zylindrisches Schneckengehäuse 100 auf, das innerhalb von und getragen durch linke, rechte und obere Längsverstärkungsstangen 102, 103, 104 befestigt ist. Die Vorderenden der Seitenstangen 102, 103 sind fest mit einem vorderen Querbefestigungsblock 106 verbunden, und das Vorderende der oberen Stange 104 ist fest mit dem Befestigungsblock 106 durch ein A-Rahmenelement 108 verbunden. Zwischen dem vorderen Kopf des Schneckengehäuses 100 und dem Befestigungsblock 106 ist die Drehantriebseinrichtung 30 befestigt. Die Drehantriebseinrichtung 30 weist einen Getriebekasten 110 mit einem geeigneten Getriebezug zum Drehen der Schnecke 32 in einer gewünschten Geschwindigkeit als Resultat der Drehzufuhr der Antriebswelle 112 aufweist. Das Vorderende der Schneckenwelle 34 erstreckt sich durch den Getriebekasten 110 und ist innerhalb des Befestigungsblocks 106 derart verzapft, dass die Schnecke 32 in freitragender Bauweise daran befestigt ist. Vom Vorderende aus gesehen dreht sich die Schnecke 32 in Uhrzeigerrichtung. Um das Einführen von Heu oder dergleichen in den Zufuhrabschnitt 100a und das Aufnehmen durch die Schneckenmitnehmer 36, 37 zu erleichtern, ist das Gehäuse 100 nach außen und nach unten in den oberen linken Quadranten aufgeweitet, wie er bei 100c dargestellt ist (Fig. 3 und 13). Die untere Hälfte oder der Bauch des Schneckengehäuses ist weggeschnitten, um den Materialzufuhrabschnitt 100a zu schaffen, wie er in den Fig. 3 und 14 dargestellt ist. Der Zufuhrabschnitt liegt unmittelbar benachbart zum Getriebekasten 110 und erstreckt sich rückwärts um eine genügende Länge (bezeichnet als 44b in Fig. 1), um es der Schnecke 32 zu ermöglichen, in Kontakt mit dem Material zu kommen und es nach oben in das Schneckengehäuse 100 zu transportieren. Die Länge des Schneckengehäusebeförderungsabschnittes (44b in Fig. 1 und 100b in Fig. 11) muss lediglich lang genug zum Transport des Materials rückwärts in die Ballen bildende Einrichtung 12 sein. In den dargestellten Ausführungsformen ist der Zufuhrabschnitt 44b oder 100b etwa 2/3 der Länge des Schneckengehäuses und der Förderabschnitt ist ungefähr 1/3 der Länge des Schneckengehäuses.

Wie in den Fig. 11 bis 15 zu sehen ist, weist die Sammlereinrichtung 20 der Schüttgutladeeinrichtung 16 ein zylindrisches Sammlergehäuse 114 auf, das an der Unterseite des Zufuhrabschnittes 100a des Scheckengehäuses 100 so befestigt ist, dass das Gehäuse 114 sich senkrecht zur Längsachse der Ballenpresse erstreckt. Die Längserstreckung des Gehäuses 114 ist wesentlich größer als die transversale Breite des Hauptkörpers der Ballenpresse. Linke und rechte Sammlerschnecken 116, 117 sind mittels linker und rechter Endbefestigungsabschnitte 118, 119 des Gehäuses 114 so drehbar befestigt, dass die Schnecken über den zentralen Längsbereich der Presse hinausragen. Die inneren Enden der Schnecken 116, 117 enden innerhalb eines Raumes, der von dem Gehäusezufuhrabschnitt 100a gebildet wird. Das Sammlergehäuse 114 ist zur Front hin weggeschnitten, um die Schnecken 116, 117 für die Aufnahmeeinrichtung 18 zu exponieren. Am hinteren Mittelabschnitt 120 des Sammlergehäuses 114 verengt sich das Sammlergehäuse nach hinten, um einen konischen Rücküberführungsabschnitt vom Sammlergehäuse 114 zum Materialzufuhrabschnitt 100b, wie in den Fig. 11, 13 und 14 zu erkennen, zu bilden. Der Überführungsmittelabschnitt 120 ist, wie auch in den Fig. 11 und 13 dargestellt, auch auf der anderen Seite der Presse konisch; die Orientierung der Presse in den Fig. 12 und 13 zum Beispiel verdeckt den Umstand, dass der Überführungsmittelabschnitt 120 symmetrisch zur Längsachse der Ballenpresse ist. Die Sammlerschnecken 116, 117 sind quer orientiert (bezüglich der Längserstreckung der Ballenpresse) und sind durch eine Sammlerantriebseinrichtung miteinander verbunden, so dass sie gemeinsam rotieren, um Schüttgut quer einwärts und in den Zufuhrabschnitt 100a zum Kontakt mit der längsorientierten Förderschnecke 32 zu befördern. Die Querachse des Sammlergehäuses 114 ist die Rotationsachse der Sammlerschnecken 116, 117. Die Sammlergehäuseachse ist in einer Höhe unterhalb der Achse der Förderschnecke 32 angeordnet, so dass die untere Kante 122 des Sammlergehäuses 114 sich kontinuierlich unter das Zufuhrschneckengehäuse 100 erstreckt, wie es in Fig. 14 dargestellt ist.

Wie in den Fig. 11 bis 13 und 15 dargestellt weist die Aufnahmeeinrichtung 18 einen drehbaren Zylinder 130 angeordnet am Vorderende der Ballenpresse und getragen durch eine Querweile 132 auf. Die Welle 132 ist in einem mit Rädern versehenen Wagen 134 so drehbar befestigt, dass der Zylinder 130 gerade den Boden nicht berührt Mehrere radial orientierte Aufnahmefinger 136 sind an dem Zylinder 130 befestigt, um beim Aufnehmen von Schüttgut, wie beispielsweise Heu oder Stroh (aus einer Schwade) zu helfen, wenn die Ballenpresse über das Feld gezogen wird. Der Zylinder 130 ist mittels einer Sammlerantriebseinrichtung mit den Sammlerschnecken 116, 117 drehbar verbunden, so dass Material durch die drehenden Aufnahmefinger angehoben wird und rückwärts in das Sammlergehäuse 114 über die Oberseite des Zylinders 130 gefördert wird. Wenn das Material sich innerhalb des Sammlergehäuses 114 befindet, fördern die Sammlerschnecken 116, 117 das Material quer nach innen zum und in den Zufuhrabschnitt 110a hinein zum Eingriff durch die Förderschnecke 32. Der Aufnahmewagen 134 ist schwenkbar an dem Sammlergehäuse 114 mittels linker und rechter Klammern 138, 139 (Fig. 16, 17) befestigt, so dass die Aufnahmeeinrichtung 18 an unterschiedliches Terrain angepasst werden kann, wenn die den Grund berührenden Räder 140 des Wagens über das Feld laufen. Die Aufnahmeeinrichtung 18 schließt auch eine quer erstreckte Hülle 142 ein, die wenigstens den Boden, die Vorderseite und die Oberseite des Aufnahmezylinders 136 einschließt, um eine Oberfläche zu schaffen, auf welche das aufgenommene Material gleiten wird, wenn es nach hinten in das Sammlergehäuse 114 transportiert wird. Die Hülle 142 ist geschlitzt, sodass die Aufnahmefinger 136 hindurchragen können. Eine Schürze 144 verbindet die rückwärtige Kante der Hülle 142 mit der Bodenkante des Sammlergehäuses 114, so dass Material, das von der Aufnahmeeinrichtung 18 zur Sammlereinrichtung 20 transportiert wird, nicht zwischen diese beiden fällt.

Eine Sammlerantriebseinrichtung ist vorgesehen, um die Sammlerschnecken 116, 117 und den Aufnahmezylinder 134 anzutreiben. Wie in den Fig. 16 und 17 insbesondere dargestellt ist, weist diese Sammlerantriebseinrichtung einen auf der rechten Seite des Sammlergehäuses 114 befestigten Hydraulikmotor 160 auf. Die Motorwelle 114 besitzt ein angetriebenes Kettenrad 162, das daran befestigt ist, um eine Antriebskette 164 zu erfassen. Das rechte Ende der Sammlerschnecke 117 ist mit einer Antriebsweile 166 versehen, die ein Antriebskettenrad 168 trägt, das ebenso mit der Antriebskette 164 in Eingriff steht. Das rechte Ende der Aufnahmezylinderwelle 132 trägt ein Antriebskettenrad 170, welches in Eingriff mit der Antriebskette 164 ist. Ein nicht angetriebenes rechter Hand liegendes, die Kette festziehendes Kettenrad 172 ist mittel eines federvorgespannten Schwenkarms 174 befestigt, welcher schwenkbar bei 176 am Sammlergehäuse 114 befestigt ist. Der Schwenkarm 174 wird durch eine Sprungfeder 178 vorgespannt, welche am Gehäuse mittels einer Klammer 180 verankert ist. Die Antriebskette 164 läuft um die Kettenräder 162, 170 und 172 herum und windet sich um das Kettenrad 168, wie es in Fig. 16 gezeigt ist. Das nicht angetriebene Kettenrad 172 ist federvorgespannt, um die Spannung der Antriebskette 164 aufrechtzuerhalten, wenn der relative Abstand zwischen dem Aufnahmewagen 134 während des Betriebs der Maschine über unterschiedlichem Terrain schwankt. Der vorstehend beschriebene Antriebsmechanismus ist dupliziert, abgesehen vom Hydraulikmotor, auf der linken Seite der linken Sammlerschnecke 116 und auf der linken Seite des Aufnahmezylinders 130, wie es in Fig. 17 dargestellt ist. Dieser linksseitige Mechanismus schließt ein nicht angetriebenes Kettenrad 182 ein, das auf der linken Seite des Sammlergehäuses 114 befestigt ist, ein angetriebenes Kettenrad 184, das auf der linken Seite der Antriebswelle 186 befestigt ist, welche sich von der linken Sammlerschnecke 116 erstreckt, ein angetriebenes Kettenrad 188, befestigt auf der linken Seite der Aufnehmezylinderwelle 132 und ein federvorgespanntes, nicht angetriebenen Kettenrad 190, befestigt an einem Schwenkarm 192. Der Schwenkarm 192 ist bei 194 am linken Ende des Sammlergehäuses 114 schwenkbar befestigt und ist in eine die Kette festziehende Position mittels einer Wickelfeder 196 federvorgespannt, welche auf dem Sammlergehäuse 114 mittels einer Klammer 198 verankert ist. Eine linksseitige Antriebskette 200 läuft um die Kettenräder 182, 132 und 190 herum und ist um das Kettenrad 185 gewunden.

Die Sammlerantriebseinrichtung arbeitet wie folgt, wenn der Hydraulikmotor 160 angeschaltet ist: Der Motor treibt die rechtsseitige Antriebskette 164 und dreht die rechte Sammlerschnecke 117 im Uhrzeigersinn und den Aufnahmezylinder 130 im Gegenuhrzeigersinn, wie in Fig. 16 zu sehen. Die Drehung des Aufnahmezylinders treibt die linksseitige Antriebskette 200, um die linksseitige Schnecke 116 im Gegenuhrzeigersinn zu drehen, wie in Fig. 17 zu sehen ist. Der Hydraulikmotor 160 wäre mittels geeigneter Hydraulikschläuche an einem Hydraulikpumpensystem des Zugtraktors in üblicher Form angeschlossen. Die Mitnehmer der Sammlerschnecken 116, 117 sind geeignet orientiert, um das aufgenommene Material seitwärts zur Mitte des Sammlergehäuses 114 hinzufördern, um in Kontakt mit der Förderschnecke 32 zu kommen.

Die Einrichtung 54 zum Zuführen einer Verdichtungskraft zu einem Schüttgut, das in der Ballenbildeabteilung 50 gebildet wird, ist in den Fig. 2, 5 und 6 dargestellt. Diese Einrichtung 54 weist ein paar von entgegengesetzten, oben und unten verstärkten Paneelen 210, 211 auf, welche schwenkbar bei 212 und 213 mit den vorderen Enden der oberen und unteren Wände 214, 215 der Abteilung 50 befestigt sind. Die Verdichtungspaneele 210, 211 sind verlängert und erstrecken sich von nahe dem Vorderende der Abteilung 50 bis zu ihrem hinteren Ende. Die rückwärtigen Enden der Paneele 210, 211 sind entsprechend an oberen und unteren Querstangen 216, 217 befestigt, die miteinander durch linke und rechte Hydraulikzylinder 218, 219 gekoppelt sind. Die Zylinderenden der Zylinder 218, 219 sind entsprechend schwenkbar bei 220, 221, an der oberen Querstange 216 befestigt und die Kolbenenden der Zylinder 218, 219 sind entsprechend bei 222, 223 an der unten liegenden Querstange 217 befestigt. Die Zylinder 218, 219 sind geeignet mittels Hydraulikschläuchen und durch ein am Traktor befestigtes Hydrauliksteuersystem aneinander angeschlossen, so dass die Zylinderkolbenstangen 224, 225 in ihre entsprechenden Zylinder gezogen werden können, um gleichzeitig die Verdichtungspaneele 210, 211 in das Innere der Ballenbildeabteilung 50 zu schwenken. Wenn die Verdichtungspaneele 210, 211 sich in die Abteilung 50 erstrecken, dann stellen sie eine Beschränkung der Rückwärtsbewegung eines darin gebildeten Ballens dar. Da die Verdichtungspaneele 210, 211 länglich sind und von nahe dem Vorderende der Abteilung 50 geschwenkt werden, stellen sie einen zunehmenden Widerstand dar, wenn das Schüttgut rückwärts gefördert wird. Der Druck des die Zylinder 210, 211 bedienenden Hydrauliksystems kann eingestellt werden, um einen vorbestimmten Grad einer einwärts wirkenden Verdichtungskraft zu schaffen, die das sich rückwärts bewegende Schüttgut überwinden muss, wenn es rückwärts überführt wird. Der Abstand der geschwenkten Vorderenden der Paneele 210, 211 vom Vorderende der Abteilung 50 ist so groß, dass genügend Raum zwischen dem Vorderende der Paneele und den Verdichtungswalzen 40, 41 für den Querschnitt des herzustellenden Ballens besteht. Wenn das Schüttgut das rückwärtige Ende der Paneele 210, 211 verlässt, ist es wesentlich verdichtet, da es durch die beschränkte Fläche gezwungen wurde, die von den Seiten der Paneele geschaffen wurde. Dieses verdichtete Schüttgut wird rückwärts in die Ballenbindeabteilung 60 überführt. Wenn es die Abteilung 60 betritt, wird das verdichtete Schüttgut im Wesentlichen seinen verdichteten Zustand aufrechterhalten als eine Konsequenz der von dem verdichteten Schüttgut ausgeübten Kraft, welches noch in der Abteilung 50 ist und als Konsequenz davon, dass es gegen das bereits geballte Material innerhalb der Abteilung 60 gepresst wird.

Wenn das Schüttgut aus der Abteilung 50 rückwärts durch die Ballenbindeabteilung 60 überführt wird, übt eine Einrichtung 66 zum Zuführen von Verdichtungskraft zum Schüttgut innerhalb der Abteilung 60 einen Widerstand gegen rückwärtigen Transport des Schüttguts aus. Die Einrichtung 66 ist der Einrichtung 54 nach Form und Funktion ähnlich. Die Einrichtung 66 weist obere und untere Verdichtungspaneele 230, 231 auf, welche schwenkbar an den oberen und unteren Wänden 232, 233 der Abteilung 60 benachbart zum Vorderende des Ballenbindeabschnitts 60b bei 230 bezüglich des oberen Paneels 230 (Fig. 6) befestigt sind. Die Paneele 230, 231 sind länglich und erstrecken sich von nahe dem Vorderende der Abteilung 60b bis zu ihrem rückwärtigen Ende. Die Rückseiten der Paneele 230, 231 sind entsprechend an oberen und unteren Querstangen 234, 235 befestigt, die mittels linker und rechter mit Gewinde versehener Zugstangen 236, 237 (Fig. 9 und 10) gekoppelt sind. Die Zugstangen 236, 237 befestigen linke und rechte Wickelfedern 238, 239, um elastisch die Paneele 230, 231 gegeneinander zu pressen. Die Verdichtungskraft auf die Paneele 230, 231 kann durch linke und rechte Muttern 240, 241 justiert werden. Diese Zugstangenanordnungen können durch Hydraulikzylinderanordnungen jenes Typs ersetzt werden, der mit der zuvor beschriebenen Einrichtung 54 eingesetzt wird. Typischerweise würden die Paneele 230, 231 weniger Verdichtungskraft in der Abteilung 60b ausüben, als die Paneele 210, 211 in der Abteilung 50.

Wenn genügend Schüttgut in den Bindeabschnitt 60b der Ballenbindeabteilung 60 überführt worden ist, wird das Schüttgut in einen fertigen Ballen gebunden. Bei der Verschnürungsoperation werden die Schüttgutteileinrichtung 62 und die Ballenbindeeinrichtung 64 aktiviert. Die Teileinrichtung 62 trennt Schüttgut, so dass die Bindeeinrichtung 64 ohne Störung vom Schüttgut innerhalb der Abteilung 50 funktionieren kann. Eine Bindeeinrichtung 64 weist eine Einrichtung 250 auf, die einen Vorrat an Bindeschnur oder -draht zur Verfügung gestellt, und eine Verknotungseinrichtung 252 zum Verschnüren des Schüttgutes innerhalb des Ballenbindeabschnitts 60b in einen fertigen Ballen. Die Einrichtung 64 und ihre Vorratseinrichtung 250 und die Verknotungseinrichtung 252 sind konventionell und arbeiten in bekannter Weise. Sie sind auf der Abteilung 60, wie in den Fig. 1, 2 und 7 dargestellt, befestigt. Die Verknotungseinrichtung 252 schließt ein Paar von Verknotungsnadeln 254 ein, die auf einem Schwenkarm 256 so befestigt sind, dass zu einer geeigneten Zeit die Nadeln 254 durch rechte und linke Öffnungen 256, 257 in den rechten und linken Seitenwänden 258, 259 der Abteilung 60 geschwungen werden können; als erstes hinein durch die rechten Öffnungen 256, hindurch durch die Abteilung und hinaus aus den linken Öffnungen 257. Die Einrichtungen 250 und 252 schaffen ein Paar von Strängen von Bindeschnur oder -draht, das durch die äußeren Enden der Nadeln 254 geführt werden kann, durch die rechten Öffnungen 256, durch die Abteilung 60 und hinaus durch die linken Öffnungen 259. Wenn das Schüttgut aus dem Zuführabschnitt 60a der Abteilung 60 in den Abschnitt 60b überführt wird, nimmt das Schüttgut die Bindestränge auf und trägt sie rückwärts so, dass die Bindestränge sich von den rechten Öffnungen 256 zurück längs der rechten Seitenwand 258 rund um das rückwärtige Ende des Schüttgutes, vorwärts längs der linken Seitenwand 259 und hinaus aus den linken Öffnungen 257 erstrecken. Wenn das Schüttgut innerhalb des Abschnittes 60b in einen fertigen Ballen gebunden werden soll, erzeugt die Teileinrichtung 62 eine Lücke zwischen dem Vorderende des Materials innerhalb der Abteilung 60b und im rückwärtigen Ende des immer noch innerhalb der Abteilung 50 befindlichen Materials (siehe die Fig. 18 und 19). Die Nadeln 254 erstrecken sich durch die Öffnungen 256, 257, um die Bindestränge über die Vorderfläche des Schüttgutes in der Abteilung 60b zu tragen und sie von der Vorratseinrichtung 250 abzuziehen. Die Bindestränge umschließen nunmehr vollständig einen Abschnitt des Schüttgutes innerhalb des Abschnittes 60b, wodurch sie den fertigen Ballen umreißen. Die Nadeln 254 werden dann wieder in die Position zurückgezogen, die in den Fig. 1 und 2 dargestellt ist und hinterlassen ein Paar von Bindesträngen, die sich von der Vorratseinrichtung 250 durch die linken Öffnungen 257, durch die Abteilung 60 und hinaus aus den rechten Öffnungen 256 und hinein in die äußeren Enden der Nadeln 254 erstrecken. Danach wird die Teileinrichtung deaktiviert und zusätzliches Schüttgut wird in den Abschnitt 60b zur Wiederholung des Ballenbindevorganges überführt.

Das Schüttgut ist während der Ballenbildeoperation der Presse hoch verdichtet. Um die Passage der Stränge von Bindeschnüren oder -draht rund um das verdichtete Schüttgut zu erleichtern, wenn es durch die Abteilung 60 überführt wird, sind mehrere längliche Stangen 242 an den linken und rechten Seitenwänden 244, 245 der Abteilung 50 befestigt. Wie in den Fig. 5, 6, 8, 18 und 19 zu sehen ist, ist jede Stange 242 auf das Längszentrum einer Öffnung 256, 257 ausgerichtet. Wenn das Schüttgut hinter die Stangen 242 überführt wird, entsteht in den Seiten des Schüttgutes ein halbkreisförmiger Kanal. Aufgrund der Anordnung der Stangen 242 nehmen diese länglichen Kanäle die Bindestränge 246 auf. Aufgrund der hohen Verdichtungskräfte, die in der Abteilung 50 erfahren werden, sind die Seitenwände 244, 245 mit mehreren länglichen Longitudinalrippen verstärkt. Diese Rippen 247 sind ihrerseits mit mehreren Querbändern 248 verstärkt.

Wie in den Fig. 6 bis 8 dargestellt ist, weist die Materialteileinrichtung 62 eine Rückhalteeinrichtung 260 zum Blockieren der Rückwärtsüberführung von Schüttgut in die Abteilung 50 in den Zuführabschnitt 60a und eine Trenneinrichtung 262 zum Trennen des Vorderendes des Schüttgutes innerhalb des Abschnitts 60a und um es rückwärts zurückstoßen, auf, um eine Lücke zu erzeugen, innerhalb welcher die Verknotungsnadeln 254 während der Ballenbindevorgang eingeführt werden können. Die Rückhalte- und Trenneinrichtungen 260, 262 sind kinematisch über eine geeignete Verbindungseinrichtung 264 verbunden, so dass sie gemeinsam durch die Aktuatoreinrichtung 266 betätigt werden können.

Die Rückhalteeinrichtung 260 weist obere und untere Sets von mehreren Materialtrennfingern 268, 269 auf (siehe Fig. 18 bis 19), die an den oberen und unteren Querstangen 270, 271 befestigt sind. Die oberen und unteren Querstangen sind schwenkbar durch Paare von linken und rechten Befestigungsplatten 272, 273 befestigt, deren Schwenkpunkte 274, 275 exzentrisch zur Achse der Querstangen sind. Wenn die oberen und unteren Querstangen gedreht werden (bezüglich der Fig. 6: obere Querstange im Gegenuhrzeigersinn; und untere Querstange im Uhrzeigersinn), um die Trennfinger 268, 269 in die Abteilung 60 zu strecken, dann werden die Querstangen rückwärts überführt, wenn sie gedreht werden, so dass die Finger 268, 269 in die Abteilung 60 im Wesentlichen vertikal eingeführt werden. Die Finger 268, 269 erstrecken sich im Wesentlichen tangential von ihren entsprechenden Querstangen nach außen. Wenn die Finger 268, 269 in die Abteilung 60 eingeführt werden, erstrecken sie sich durch die oberen und unteren Öffnungen 272, 273 in den oberen und unteren Wänden 232, 233 der Abteilung 60, ergreifen die oberen und unteren Abschnitte des rückwärts bewegten Schüttguts innerhalb der Abteilung 50 und stoppen die Rückwärtsbewegung dieses Schüttguts.

Die Trenneinrichtung 262 (vergl. Fig. 18 bis 19) weist obere und untere Sets von mehreren materialtrennenden Fingern 280, 281 auf, die an oberen und unteren Querstangen 282, 283 von oberen und unteren Tangentialarmen 278, 279 befestigt sind. Die oberen und unteren Querstangen sind schwenkbar mittels Paaren von linken und rechten Befestigungsplatten 284, 285 befestigt, deren Schwenkpunkte 286, 287 exzentrisch zur Achse der Querstangen sind. Wenn die oberen und unteren Querstangen gedreht werden (bezüglich der Fig. 6: obere Querstange im Uhrzeigersinn; untere Querstange im Gegenuhrzeigersinn), um die Trennfinger 280, 281 in die Abteilung 60 zu erstrecken, werden die Querstangen rückwärts überführt, wenn sie gedreht werden, so dass die Finger in die Abteilung 60 durch die Öffnungen 272, 273 in einem Bogen eingeführt werden. Wenn die Finger 280, 281 in die Abteilung 60 eingeführt werden, ergreifen sie die oberen und unteren Abschnitte des rückwärtigen Endes des Schüttguts innerhalb der Abteilung 60a und stoßen dieses Material rückwärts, um so einen Raum zwischen der rückwärtigen Fläche des Schüttguts in der Abteilung 50, welches zurückgehalten wird durch die Finger 268, 269 der Rückhalteeinrichtung 260, und der Vorderfläche des Schüttgutes innerhalb des Abschnittes 60b der Abteilung 60 zu öffnen, das durch die Finger 280, 281 der Trenneinrichtung 262 nach rückwärts gestoßen wurde.

Hebel und Verbindungen, einschließlich der Verbindeeinrichtung 264, sind auf der linken und rechten Seite vorgesehen. Diese Hebel und Verbindungen verbinden die Befestigungsplatten 284 und 272 miteinander und mit den Befestigungsplatten 273, 285, so dass sie gemeinsam um ihre entsprechenden Schwenkpunkte schwenken. Die Aktuatoreinrichtung 266 ist vorzugsweise ein Hydraulikzylinder, der mit seinen Zylinderenden schwenkbar an der Deckwand 232 der Abteilung 60 und mit seinen Kolbenenden schwenkbar an einer Aktuatoröse 267 befestigt ist. Wenn der Kolben des Zylinders 266 ausgefahren wird, werden die Trennfinger in die Abteilung 60 eingeführt. Wenn der Kolben 266 zurückgezogen wird, werden die Finger aus der Abteilung 60 zurückgezogen. Geeignete Zeiteinrichtungen setzen die Betätigung des Zylinders 266 mit der Betätigung der Ballenbindeeinrichtung 64 in Beziehung, um der Schüttguttrenn- und Ballenbindevorgänge in die richtige Reihenfolge zu bringen.

Hinsichtlich der oberen und unteren Sets an Rückhalte- und Trenneinrichtungsfingern 268 bis 269 und 280 bis 281 sind deren Relativpositionen vor und nach der Betätigung in den Fig. 18 und 19 dargestellt (Fig. 18: vorher; Fig. 19: nachher). Die unteren Sets an Rückhalte- und Trenneinrichtungsfingern sind identisch und arbeiten identisch und gemeinsam. Wie in den Fig. 18 und 19 dargestellt, betreten die Finger 268 und 280 den Abschnitt 60a der Abteilung 60 durch die Öffnungen 272 an praktisch dem gleichen Punkt. Die Finger 268 betreten im Wesentlichen vertikal und Durchstoßen die Masse an Schüttgut, die rückwärts transportiert wird. An ihrem Punkt der Einführung stoppen die Finger 268 die Rückwärtsbewegung des Schüttguts, das sich vor ihnen in der Abteilung 50 befindet. Die Finger 280 durchstoßen ebenfalls die Masse an Schüttgut an ungefähr dem gleichen Punkt wie die Finger 268 und stoßen dann das Schüttgut vom Einführungspunkt zurück. Wie in den Fig. 18 und 19 dargestellt, betreten die Finger 269 und 281 den Abschnitt 60a der Abteilung 60 durch die Öffnungen 273 an ungefähr dem gleichen Punkt. Die Finger 269 treten im Wesentlichen vertikal ein und durchstoßen die Masse an Schüttgut, die rückwärts überführt wird. An ihrem Einführungspunkt stoppen die Finger 269 die weitere Rückwärtsbewegung des Schüttguts, das vor ihnen in der Abteilung 50 ist. Die Finger 281 durchstoßen ebenfalls die Masse an Schüttgut an ungefähr dem gleichen Punkt wie die Finger 269 und stoßen dann das Schüttgut rückwärts von dem Einführungspunkt. Daher sind wie in Fig. 19 zu sehen die Seitenwandöffnungen 256 so ausgesetzt, dass die Verknotungsnadeln durch die Bindeabteilung eingeführt werden können, um den Ballenbindevorgang zu vervollständigen. Die Teileinrichtung 62 und die Bindeeinrichtung 64 arbeiten in einer zeitlich abgestimmten Weise, so dass die Verknotungsnadeln unmittelbar nach der Trennung des Schüttguts betätigt werden. Die Schüttguttrenn- und Ballenbindevorgänge dauern insgesamt ungefähr zwei bis drei Sekunden. Daher ist das Zeitintervall, währenddessen die Rückwärtsbewegung des Schüttguts innerhalb der Abteilung 50 berührt wird, vernachlässigbar. Selbst wenn die Rückseite des Schüttgutes in der Abteilung 50 betroffen ist, hat das Schüttgut genügend Kompressibilität, so dass das Material in das vordere Ende der Abteilung 50 durch die Schneckenfördereinrichtung 10 geführt werden kann, für das kurze Zeitintervall, das für das Ballenbinden benötigt wird, ohne zu Klemmen.

Die Fig. 19 zeigt zum Vorderende eines fertigen und gebundenen Ballens 290 und eine kontinuierliche Masse an Schüttgut 292 erstreckt sich von der Ballenbildeabteilung 50 und durch den Einführabschnitt 60a der Ballenbindeabteilung 60 und hinein in den Ballenbindeabschnitt 60b. Die unverschnürte Masse an Material 292 stößt gegen die Vorderseite des gebundenen Ballens 290 und die Masse an Material 292, die rückwärts geführt wird, stößt den verschnürten Ballen 290 rückwärts bis er aus dem rückwärtigen Ende der Presse entladen ist. Wenn genügend Masse an Material 292 innerhalb des Bindeabschnitts 60b enthalten ist, um einen weiteren Ballen fertig zu stellen, werden die Materialteileinrichtung 62 und die Ballenbindeeinrichtung 64, wie zuvor beschrieben, aktiviert. Die Fig. 19 zeigt das Resultat. In Fig. 19 wird bis dahin kontinuierliche Masse an Schüttgut zu einem weiteren Ballen 294, von dem das vordere Ende gezeigt ist, abgetrennt. In diesem Moment, in dem ein anderer Ballen 294 abgeteilt und in einen fertigen Ballen gebunden wird, wie in Fig. 19 dargestellt, wird die verbleibende kontinuierliche Masse an Schüttgut in der Abteilung 50 durch die Rückhalteeinrichtung 260, wie zuvor beschrieben, zurückgehalten. Das Segment des Schüttguts, das am rückwärtigen Ende der kontinuierlichen Masse des Schüttgut 290 (siehe Fig. 18) abgetrennt wird, wird abgeteilt durch eine Abtrenneinrichtung 262 und rückwärts in eine kürzere, kompaktere Form, wie in Fig. 19 dargestellt, komprimiert. Dieses Materialsegment wird durch die Tätigkeit der Trenneinrichtung 262 komprimiert um den Abstand von der Vorderkante der oberen und unteren Öffnungen 272, 273 in der am weitesten hinten liegenden Position der betätigten Trenneinrichtungsfinger 280, 281, wie in Fig. 19 dargestellt. Aufgrund der Verdichtung und Verkürzung des zu bindenden Materials in einen weiteren Ballen 294, wenn die Bindestränge 246 aufgeschnürt und getrennt werden, um einen weiteren fertigen Ballen zu erzeugen, wird sichergestellt, dass die Bindestränge 246 vertäut bleiben. Wenn der Ballen 294 anschließend aus der Presse entladen wird, erfährt die zusätzliche Verdichtung des Ballens 294 während des Ballenbindevorgangs, der soeben beschrieben wurde, eine Spannungskraft, die in die Bindestränge induziert wird, wenn der Ballen versucht, sich auszudehnen. Konsequent wird der Ballen 294, wenn keine weitere Verdichtungskraft mehr in der Presse vorhanden ist, durch die ihn umgebenden Bindestränge 246 eng verdichtet bleiben. Wenn der Ballen 294 nicht die vorbeschriebene zusätzliche Verdichtung erfährt, können die Bindestränge 246 den Ballen nicht mehr fest zusammenhalten, da diese Stränge aus einem elastischen Material hergestellt sind (entweder Draht oder Schnur), das sich in einem gewissen Maße strecken wird. Durch das zusätzliche Verdichten des Ballens 294 unmittelbar vor dem Binden wird die natürliche Tendenz des Ballens 294 zum Expandieren nach dem Freilassen aus der Presse die Bindestränge 246 verengen und dadurch die Integrität des Ballens aufrechterhalten.

Um die zusätzliche Verdichtung des Ballens 294 unmittelbar vor dem Binden zu erreichen, muss ein genügender Rückwärtswiderstand gegenüber der Bewegung bestehen, um die zusätzliche Verdichtung zu bewirken, ohne das lediglich die gesamte Balleneinheit unter der durch die Trenneinrichtungsfinger 280, 281 ausgeübten Kraft, verschoben wird. Falls das Resultat der Betätigung der Trenneinrichtungsfinger 280, 281 aus der Position in Fig. 18 in ihre Position in Fig. 19 lediglich darin besteht, das Schüttgut nach rückwärts wie in einer Einheit zu überführen, würde nicht genügend zusätzliche Verdichtung dieses Materials stattfinden. Das Resultat wäre, dass die Bindestränge 246 beim Entladen des Ballens 294 nicht verengt werden und der Ballen Keine kompakte integrale Einheit wäre; er würde absacken und natürlich beim Aufnehmen auseinanderfallen. Um genügend Widerstand gegenüber einer Rückwärtsüberführung des Schüttguts zu erhalten, das den Ballen bildet, kann es wünschenswert sein, Blockiereinrichtungen am rückwärtigen Ende der Abteilung 60 vorzusehen, die eine rückwärtige Bewegung des Schüttguts innerhalb der Abteilung 60 während des Zeitintervalls (zwei bis drei Sekunden) stoppen, in welcher das Materialteilen und Ballenbilden stattfindet. Die Fig. 18 und 19 zeigen eine solche Blockiereinrichtung in Form von oberen und unteren Keileinrichtungen 300, 301. Diese Blockiereinrichtung ist befestigt auf den rückwärtigen Endabschnitten der oberen und unteren Verdichtungspaneele 230, 231. Die oberen und unteren Verdichtungspaneele 230, 231 sind beide versehen mit Querschlitzen 302, 303, in welche die oberen und unteren Keile 304, 305 passen. Die Keile 304, 305 sind versehen mit einer rückwärtigen Erstreckung, wie dargestellt in Fig. 18 und 19, auf denen nach außen erstreckte Schwenkhebel 306, 307 befestigt sind. Die Hebel 306, 307 sind schwenkbar befestigt an Betätigungsverbindungen 308, 309, welche ihrerseits schwenkbar befestigt sind an Betätigungshebeln 310, 311. Die Betätigungshebel 310, 311 sind entsprechend mittels Befestigungsblöcken 312, 313 schwenkbar an den Deck- und Bodenwänden 232, 233 der Abteilung 60 befestigt. Die Betätigungshebel 310, 311 sind bezüglich der oberen und unteren Querstangen 282, 283 oder der Trenneinrichtung 262 derart angeordnet, dass:

a) Wenn die Trenneinrichtung 262 deaktiviert ist (Fig. 18 Position), dann ergreifen die Querstangen 282, 283 die Betätigungshebel 310, 313 und schwenken die Hebel rückwärts in eine Position, dargestellt in Fig. 18; und

b) wenn die Trenneinrichtung 262 aktiviert ist (in der Fig. 19 Position), dann werden die Querstangen 282, 283 außer Eingriff mit den Betätigungshebeln 310, 311, wie in Fig. 19 dargestellt, geschoben.

Die Schwenkhebel 306, 307 sind mittels in geeigneten Plätzen in der Abteilung 60 verankerten Wickelfedern 314, 315 vorgespannt, um nach vorne zu kippen, wie in Fig. 18 dargestellt, wenn die Querstangen 282, 283 außer Kontakt mit den Betätigungshebeln 310, 311 geschoben sind, dann werden die Wickelfedern 314, 315 den Mechanismus der Elemente 310, 308, 306 und 311, 309, 307 nach vorne verschieben, aus der Position, die in Fig. 18 dargestellt ist, in die Position, die in Fig. 19 dargestellt ist. Als Konsequenz werden die Keile 304, 305 nach unten und innen durch die Schlitze 302, 303 in das innere der Abteilung 60 geschwenkt. Nachdem sie in die in der Fig. 19 dargestellten Positionen geschwenkt sind, werden sich die Keile 304, 305 in die Deck- und Bodenoberflächen der Masse des Schüttguts hineinkeilen, das in diesen Orten enthalten ist und werden die Rückwärtsbewegung des Schüttguts stoppen. Wie in den Fig. 18 bis 19 gezeigt, sind die Keile 304, 305 so angeordnet, dass sie die oberen und unteren Oberflächen des gebundenen Ballens 290 berühren; so wird das Anhalten der Rückwärtsbewegung des gebundenen Ballens 290 in ähnlicher Form die Rückwärtsbewegung der Masse an Schüttgutmaterial 292 (Fig. 18) stoppen, welche zu einem weiteren verschnürten Ballen 294 werden wird (Fig. 19). Wenn die Keile 304, 305 in die Abteilung 60 geschwenkt werden, wird die Verdichtung des Schüttgutes durch die Trenneinrichtungsfinger 280, 281 das Material zum Binden in einen weiteren Ballen 294 in eine kompaktere Form verkürzen.

Wenn die Trenneinrichtung 262 deaktiviert ist, werden die Querstangen 282, 283 in die in der Fig. 18 dargestellten Positionen zurückkehren und die Betätigungshebel 310, 311 berühren, um sie rückwärts zu schwenken; dadurch werden die Keile 304, 305 veranlasst, aus der Abteilung 60 heraus zu schwenken und das Schüttgut in der Abteilung 60 freizugeben, das sich nach dem Binden eines weiteren Ballens 294 wiederum rückwärts bewegt. Gleichzeitig mit der Deaktivierung der Trenneinrichtung 262 wird die Rückhalteeinrichtung 260 deaktiviert und die Rückhalteeinrichtungsfinger 268, 269 werden in die in der Fig. 18 gezeigte Position zurückgezogen. Wenn die Finger 268, 269 aus der Abteilung 60 zurückgezogen sind, wird die Masse an Schüttgut 292 innerhalb der Abteilung 50 wieder freigegeben und kann sich rückwärts bewegen. Soweit das Material kontinuierlich durch die Schneckenfördereinrichtung 10 zum Vorderende der Masse an Schüttgut 292 hinzugefügt wurde und dadurch zu der Verdichtung des Schüttgutes in der Abteilung 50 beigetragen hat, wird der Rückzug der Finger 268, 269 die rückwärtige Kante des Schüttgutes 292 veranlassen, rückwärts in Kontakt mit dem soeben gebildeten Ballen 294 zu springen. Dann wird der Zustand erneut so erscheinen, wie er in Fig. 19 dargestellt ist; und der Zyklus wird sich fortsetzen.

Während eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung hier beschrieben ist, können Variationen in dem Design vorgenommen werden. Zum Beispiel können die in der vorhergehenden Beschreibung und den Zeichnungen gezeigten Grundsätze bei einer stationären Ballenpresse angewendet werden. Dies ist in Fig. 10 dargestellt. In Fig. 10 sind alle Elemente so wie vorstehend beschrieben, mit Ausnahme der Beladeeinrichtung 16. Bezüglich der Beladeeinrichtung 16, wie in Fig. 10 dargestellt, besteht diese aus einem oben offenen Trichter, in welchen zu einem Ballen zu formendes Material hineingegeben würde; entweder manuell oder durch ein mechanisches Fördersystem. In einer stationären Ballenpresse nach der vorliegenden Erfindung kann diese Maschine ziehbar sein, wie in Fig. 10 dargestellt, oder kann ortsfest sein.

Das dargestellte Ausführungsbeispiel ist ausgebildet, um durch einen Farmtraktor gezogen zu werden. Die Erfindung kann stationär oder auch selbstfahrend sein.

Der Schutzumfang der Erfindung wird lediglich durch die hier beigefügten Ansprüche beschränkt.

Die Ausführungsformen der Erfindung, an welchen ein ausschließlicher Schutz beansprucht wird, sind wie folgt definiert.


Anspruch[de]

1. Vorrichtung zum Bilden von Ballen aus faserförmigem Schüttgut oder dergleichen, welche eine Ballen bildende Einrichtung (12) zum Umformen des Materials in eine längliche kontinuierliche Masse aufweist, wobei die Ballen bildende Einrichtung (12) eine Ballenbildeabteilung (50) mit einem Zufuhreingang und einem Entladeausgang besitzt, und welche eine Materialflussbegrenzungseinrichtung (54) aufweist, die als Widerstand gegen die Bewegung der Materialmasse angeordnet ist; wobei eine Förderschneckeneinrichtung (10) längs in Reihe mit der Ballenbildeabteilung (50) orientiert ist, um das Material in den Zufuhreingang der Ballenbildeabteilung zu fördern, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine Drehverdichtungswalzeneinrichtung (40, 41) einschließt, die um eine Achse längs zu der Ballenbildeabteilung drehbar und um eine Achse quer zu der Ballenbildeabteilung (50) drehbar ist, wobei die Drehverdichtungswalzeneinrichtung Walzenoberflächen einschließt, welche einen in Richtung von der Längsachse der Ballenbildeabteilung nach außen zunehmend größeren Grad an Verdichtung hervorrufen und so aufgebaut und in bezug auf die Förderschneckeneinrichtung (10) und den Zufuhreingang der Ballenbildeabteilung (50) angeordnet sind, dass Material durch die Drehverdichtungswalzeneinrichtung (40, 41) in die Ballenbildeabteilung gefördert und bogenförmig gegen das benachbarte Ende der Materialmasse verteilt wird, wobei die Drehverdichtungswalzeneinrichtung (40, 41) und die Materialflussbegrenzungseinrichtung (54) miteinander zusammenwirken, um die Materialmasse in verdichtetem Zustand zu erzeugen, während Material längs zu der Materialmasse am Zufuhreingang der Ballenbildeabteilung (50) hinzugeführt und durch die Drehverdichtungswalzeneinrichtung (40, 41) hineingepresst wird.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, in welcher die Drehverdichtungswalzeneinrichtung (40, 41) wenigstens eine Walze umfasst, die so aufgebaut und angeordnet ist, dass sie an einer Achse rotiert, die sich radial von der Förderschneckeneinrichtung (10) nach außen erstreckt, wodurch die Walze mit dem Material in Kontakt kommt und sich gegen das Material dreht, während es in die Ballenbildeabteilung gefördert und zu der Materialmasse zugeführt wird.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1, in welcher die Förderschneckeneinrichtung (10) eine längliche Schneckenförderwelle (34) mit einem Zufuhrende und einem Endladeende umfasst, wenigstens einem Fördermitnehmer (36, 37), befestigt an der Welle zwischen dem Wellenzufuhrende und dem Endladeende; und in welcher die Drehverdichtungswalzeneinrichtung (40, 41) mittels der Schneckenförderwelle (34) an dem Wellenentladeende befestigt und so aufgebaut und bezüglich der Fördermitnehmer (36, 37) angeordnet ist, dass das durch die Förderschneckeneinrichtung beförderte Material von den Fördermitnehmern (36, 37) durch die Drehverdichtungswalzeneinrichtung (40, 41) in die Ballenbildeabteilung (50) zur Verteilung und Kompaktierung gegen die Materialmasse am Zufuhreingang in der Ballenbildeabteilung (50) geleitet wird.

4. Vorrichtung nach Anspruch 3, in welcher die Drehverdichtungswalzeneinrichtung (40, 41) wenigstens eine auf der Schneckenförderwelle (34) befestigte Walze aufweist, die so aufgebaut und angeordnet ist, dass sie um eine Achse rotiert, die sich radial von der Schneckenförderwelle (34) nach außen erstreckt, wodurch die Walze mit dem Material in Kontakt kommt und sich gegen das Material dreht, während es in die Ballenbildeabteilung (50) gefördert und zu der Materialmasse zugeführt wird.

5. Vorrichtung nach Anspruch 1 einschließend eine Ballenbindeeinrichtung (14) zum Aufnehmen der Materialmasse aus dem Entladeausgang der Ballenbildeabteilung (50) und zum Binden dieser Masse in separate Ballen, wobei die Ballenbindeeinrichtung (14) eine Ballenbindeabteilung (60) mit einem Zufuhreingang und einem Entladeausgang aufweist und der Zufuhreingang der Ballenbindeabteilung (60) mit dem Entladeausgang der Ballenbildeabteilung (50) zum Erhalten der verdichteten Materialmasse in Verbindung steht, und wobei die Materialflussbegrenzungseinrichtung (54) zwischen dem Zufuhreingang und dem Entladeausgang als Widerstand gegen die Bewegung der Materialmasse angeordnet ist.

6. Vorrichtung nach Anspruch 5, in welcher die Ballenbindeabteilung (60) einen Zufuhrabschnitt und einen Ballenbindeabschnitt (60b) aufweist; und in welcher die Ballenbindeeinrichtung (14) eine Materialteileinrichtung (62) aufweist, die mit dem Zufuhrabschnitt der Ballenbindeabteilung (60) in Verbindung steht zum Separieren der verdichteten Materialmasse, die es von der Ballenbildeabteilung (50) erhalten hat in eine Einheit, die zu einem Ballen geformt werden soll; und eine ballenschnürende Einrichtung (64), die mit dem Ballenbindeabschnitt (60b) der Ballenbindeabteilung (60) zum Binden einer separierten Einheit in einen separaten Ballen in Verbindung steht.

7. Vorrichtung nach Anspruch 6, in welcher die Materialteileinrichtung (62) eine Begrenzungseinrichtung (66) zum Stoppen der Bewegung der verdichteten Materialmasse in den Zufuhrabschnitt der Ballenbindeabteilung (60) und eine Trenneinrichtung (262) zum Separieren der verdichteten Materialmasse innerhalb des Ballenbindeabschnitts (60b) der Ballenbindeabteilung (60) aus der Materialmasse, die von der Begrenzungseinrichtung (66) begrenzt wird, wodurch die separierte Einheit in einen separaten Ballen gebunden werden kann.

8. Vorrichtung nach Anspruch 7, in welcher die Ballenbindeeinrichtung (14) eine Kanteneinrichtung (304, 305) zum Abstoppen der Bewegung der separierten Einheit während ihres Bindens einschließt, wobei die Kanteneinrichtung (304, 305) und die Materialteileinrichtung (62) so aufgebaut und angeordnet sind, dass die Kanteneinrichtung (304, 305) und die Materialteileinrichtung (62) so zusammenwirken, dass die separierte Einheit zusätzlich verdichtet wird, bevor sie in einen separaten Ballen gebunden werden wird.

9. Vorrichtung nach Anspruch 1, einschließend eine Schüttgutladeeinrichtung (16) zum Zuführen von Material in die Förderschneckeneinrichtung, wobei die Schüttgutladeeinrichtung eine Aufnehmeeinrichtung (18) zum Aufnehmen faserförmigen Schüttgutes aus einem Feld einschließt über welches die Vorrichtung transportiert wird; und eine Sammlereinrichtung (20) zum Fördern von Material aus der Aufnehmeeinrichtung (18) in die Förderschneckeneinrichtung (10).

10. Vorrichtung nach Anspruch 9, in welchem die Aufnehmeeinrichtung (18) eine längliche Drehmaterialsammelzylindereinrichtung (130) aufweist, die sich quer zur Front der Vorrichtung erstreckt; und wobei die Sammlereinrichtung (20) linke und rechte Materialförderschnecken (116, 117) aufweist, die quer hinter der Drehmaterialsammelzylindereinrichtung (130) angeordnet sind, um durch die Drehmaterialsammelzylindereinrichtung (130) gesammeltes Material seitlich nach innen zu der Förderschneckeneinrichtung (10) zu fördern; und eine Antriebseinrichtung (160, 162, 164, 166, 168, 170) für die Schüttgutladeeinrichtung (16) zum Drehen der Drehmaterialsammelzylindereinrichtung (130) und der linken und rechten Materialförderschnecken (116, 117) aufweist.

11. Vorrichtung nach Anspruch 10, in welchem die Sammlereinrichtung (20) ein an der Förderschneckeneinrichtung (10) befestigtes und seitlich auf beiden Seiten der Vorrichtung nach außen erstrecktes Querschneckengehäuse (114) aufweist; wobei die linke und rechte Materialförderschnecke (116, 117) drehbar durch das Querschneckengehäuse (114) befestigt sind, so dass die Materialförderschnecken (116, 117) von ihren äußeren Enden her drehbar angetrieben werden; und wobei die Antriebseinrichtung so aufgebaut und angeordnet und an die linken und rechten Materialförderschnecken (116, 117) und an die Drehmaterialsammelzylindereinrichtung (130) angekoppelt ist, dass die Antriebseinrichtung eine der Materialförderschnecken (116, 117) dreht, wobei die angetriebene Materialförderschnecken die Drehmaterialsammelzylindereinrichtung (130) antreibt, und die angetriebene Drehmaterialsammelzylindereinrichtung die andere Materialförderschnecke antreibt.

12. Vorrichtung nach Anspruch 1, in welcher die Ballen bildende Einrichtung (12) wenigstens einen Fördermitnehmer (36, 37) mit einem Materialendladeausgang benachbart zum Zufuhreingang der Ballenbildeabteilung (50) einschließt, wobei der Entladeausgang der Fördermitnehmer vor dem und eng benachbart zu der Walzeneinrichtung (40, 41) in der Drehrichtung der Schnecke angeordnet ist.

13. Vorrichtung nach Anspruch 1, in welcher die Förderschneckeneinrichtung (10) eine längliche Schneckenförderwelle (34) mit einem Zufuhreingang und einem Entladeausgang und mehrere durch die Welle (34) zwischen dem Wellenzufuhreingang und dem Wellenentladeausgang befestigte Fördermitnehmer aufweist; und in welcher die Drehverdichtungswalzeneinrichtung (40, 41) durch die Schneckenförderwelle (34) an dem Wellenentladeausgang befestigt und so aufgebaut und in Bezug auf die Fördermitnehmer (36, 37) angeordnet ist, dass das durch die Förderschneckeneinrichtung (10) geförderte Material von den Fördermitnehmern (36, 37) durch die Drehverdichtungswalzeneinrichtung (40, 41) in die Ballenbildeabteilung (50) zum Verteilen und Verdichten gegen die Materialmasse am Zufuhreingang der Ballenbildeabteilung (50) geführt wird.

14. Vorrichtung nach Anspruch 1, in welcher die Schneckenfördereinrichtung (10) wenigstens einen Fördermitnehmer (36, 37) und eine Drehverdichtungswalzeneinrichtung (40, 41) mit einer senkrecht zur Förderschneckenwelle (34) stehenden Achse aufweist.







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