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Dokumentenidentifikation DE10063393A1 20.06.2002
Titel Kombinationsgerät Häcksler mit zwei Funktionsräume
Anmelder Franke, Klaus, 14776 Brandenburg, DE
Erfinder Franke, Klaus, 14776 Brandenburg, DE
DE-Anmeldedatum 19.12.2000
DE-Aktenzeichen 10063393
Offenlegungstag 20.06.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.06.2002
IPC-Hauptklasse A01D 43/00
IPC-Nebenklasse A01D 42/00   B02C 18/40   
Zusammenfassung Kombinationsgerät Häcksler mit zuschaltbarer Rasenmähvorrichtung zum Häckseln von Gartenabfällen und zum Mähen von Rasen. Das Häckselgerät mit Mäheinrichtung ist auf einem Chassis (1) aufgebaut. Im oberen Bereich des Grundgerätes ist die Antriebsmaschine (2), unter dieser befinden sich die Funktionsräume einer Häckseleinrichtung (3) und darunter ist zusätzlich eine zu- und abschaltbare Rasenmähvorrichtung im jeweilig eigenen Funktionsraum (4) und (5) angebracht. Beide werden gemeinsam von einem Antriebsaggregat (2) angetrieben. Hierbei ist die Häckseleinrichtung (3) über eine starre Kupplung (bzw. Schaltkupplung) oder direkt mit der Antriebswelle (6) des Motors verbunden, während das Mähmesser (7) mittelbar über eine Schaltkupplung (8) ein- und ausschaltbar ist. Die Funktionsräume (4 und 5) sind durch eine Zwischenwand (9) getrennt, so daß kein gehäckseltes Material vom Funktionsraum (4) in den Funktionsraum (5) gelangen kann. Die gehäckselte Masse wird ohne Hilfe des rotierenden Rasenmähmessers (7) direkt nach außen oder in den Fangkorb (16a) geschleudert. Diese Anordnung hat den Vorteil, daß die sicherheitsrelevanten Mängel bekannter Ausführungen, bei denen im Häckselbetrieb stets das Mähmesser in einem nach unten offenen Funktionsraum mitrotiert, beseitigt werden. Das Mähmesser wird im Häckselbetrieb abgeschaltet, so daß die Verletzungsgefahr durch das stillstehende Mähmesser ausgeschlossen ist, wobei gleichzeitig die Lärmbelästigung reduziert wird. Die Umschaltung ...

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Häcksler mit zuschaltbarer Mähvorrichtung mit zwei Funktionsräume zum Häckseln von Gartenabfällen und zusätzlich zum Mähen von Rasen.

In der Regel werden bei der Gartenpflege spezielle Einzelaggregate eingesetzt. Bekannt sind hierbei besonders der Rasenmäher und der Häcksler.

Es sind weiterhin Geräte bekannt, bei denen verschiedene Funktionen kombiniert werden.

In der Offenlegungsschrift DE 43 24 221 A1 ist ein Rasenmäher beschrieben, bei dem eine Trichteröffnung in der horizontalen Abdeckplatte vorhanden ist und mit dem vorhandenen Flügelmesser Pflanzenabfälle sowie Baum- und Heckenschnitt zerkleinert werden können. Eine ähnliche Ausführung wird im Gebrauchsmuster DE 295 09 442 Ul beschrieben. Über dem Flügelmesser ist hier noch ein Häckselschlagmesser mit großem rotierenden Durchmesser angeordnet. Zusätzlich ist eine Vorschubeinrichtung dargestellt. Die beschriebenen Kombigeräte basieren auf dem Prinzip der Sichelrasenmäher mit rotierenden Messern, die mit hoher Umlaufgeschwindigkeit rotieren. Diese Rasenmäher wurden durch eine zusätzliche Einführungsöffnung bzw. durch ein zusätzliches Häckselmesser im Funktionsraum des Rasenmähers erweitert. Der Funktionsraum für den Häcksler kann hierbei nicht optimal gestaltet werden. Die sicherheitstechnischen Probleme, die durch ein im Häckselbetrieb mitlaufendes Rasenschnittmesser bestehen, sind in keiner Weise gelöst. Der Häckselbetrieb ist in jeder Einstellung für die Rasenschnitthöhe möglich, so daß eine Verletzungsgefahr durch das unten frei rotierende Messer gegeben ist. Die gleiche Gefahr besteht auch dann, wenn im Häckselbetrieb der Fangkorb entfernt wird.

Durch das ständig mitlaufende Rasenmähermesser ist durchgehend eine Lärmbelästigung unvermeidbar.

Die Offenlegungsschriften:

DE 42 33 466 A1

DE 44 32 386 A1

DE 43 31 858 A1

DE 32 43 325 A1

DE 296 07 457 U1

DE 295 09 442 U1

weisen ähnliche Nachteile auf.

Die Aufgabe der Erfindung ist es, einen Häcksler mit Mähvorrichtung auf einen einzigen Chassis so zu kombinieren, so daß die sicherheitstechnischen Probleme der bekannten Geräte zum Mähen und Häckseln beseitigt werden und gleichzeitig die Lärmbelästigung reduziert wird.

Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß sich auf dem gemeinsamen Chassis (1) im oberen Bereich unter dem Antriebsaggregat des Gerätes die Häckseleinrichtung (3) und sich im unteren eine zuschaltbare Mähvorrichtung mit je eigenem speziell gestalteten Funktionsraum (4) und (5) befindet.

Das gemeinsame Antriebsaggregat (2) befindet sich über beiden Vorrichtungen. Hierbei ist die Häckseleinrichtung (3) mit einer Kupplung oder direkt mit der Antriebsmotorwelle (6) verbunden, während das Mähmesser (7) über eine Kupplung (8) zu- oder abschaltbar ist.

Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß durch die Gestaltung der Kupplung (8), sie ist mittelbar am Ende der Antriebswelle (6) verbunden und arbeitet nur aktiv im eingekuppelten bzw. eingeschalteten Zustand, während sie im ausgeschalteten Zustand im Stillstand mit dem Rasenmähmesser verharrt.

In Einschaltstellung "Häckseln", dreht sich nur die Welle (6) mit der Häckseleinrichtung (3). Durch die Zwischenwand (9) wird das gehäckselte Material nicht wie bei bekannten Ausführungen über das Rasenmähmesser weiterbearbeitet bzw. weitertransportiert, sondern dieses wird gleich aus dem Funktionsraum (4) nach aussen oder in den Fangkorb (16a) geschleudert. Somit wird das Rasenmähmesser beim Häckselbetrieb nicht mehr benötigt und kann abgeschaltet werden und damit ist die Verletzungsgefahr am Rasenmäher nicht mehr gegeben.

Für eine weitere technische Entwicklung am Kombinationsgerät Häcksler mit zwei Funktionsräume, Aktenzeichen 100 40 939.3 vom 20.08.2000, werden folgende technische Erweiterungen angegeben. Der Einfüllschacht (11a) ist quer zur Fahrtrichtung des Gerätes in einem spitzen Winkel zur Häckselscheibe (3) angebracht, dadurch wird der Nachteil verhindert, dass beim Einschieben des Häckselmaterials (17a) in den Einfüllschacht (11a) das gesamte Gerät ungewollt in Fahrtrichtung geschoben wird. An der Antriebswelle (6), die durch getrennte Funktionsräume (4 u. 5) unterhalb der Antriebsmaschine (2) vertikal angebracht ist, sind folgende Funktionsteile in Kombination angeordnet Häckselmesserscheibe bzw. Häckseleinrichtung (3) (fest oder schaltbar) mit Besfestigungsflansch (12b) oder mit Schaltkupplung (12a). Unterhalb der Trennwand (9) sind weitere Teile bzw. Baugruppen, wie die Antriebsscheibe (13a) mit dem Verbindungselement (15a) für den Fahrantrieb (Getriebe) (14a).

Darunter folgt die Schaltung bzw. Schaltkupplung (8), die für das Ein- und Ausschalten des Rasenmessers (7) vorgesehen ist. Eine weitere technische Entwicklung ist der Einfüllschacht (2d) mit der Schaltvorrichtung Fig. 2a. Er ist für den Zweck der Reinigung, Reparatur usw. abkippbar oder abnehmbar. In diesem Zustand wird gewährleistet, dass der Verbrennungsmotor (1d) mit großer Sicherheit ausserbetrieb geschaltet und abgebremst wird, in dem beim Wegklappen oder entfernen des Einfüllschachtes (2d) gleichzeitig der Bremsvorgang mit dem am Einfüllschacht befindlichen Gegenstück (11d) ausgelöst wird. Ein starten des Verbrennungsmotors ist nur im geschlossenen bzw. kompletten Zustand möglich.

Durch diese technische Einrichtung ist ein Häcksel- oder Mähbetrieb im geöffneten Zustand bei diesem Kombinationsgerät nicht möglich, so dass eine Verletzungsgefahr ausgeschlossen wird. Der Schalthebel (10d) mit Griff (13d) ist für das Ein- und Ausschalten des Kombinationsgerätes (Motor).

Das Einschalten erfolgt in Zugrichtung B und wird über das Gelenkteil (9d) vertikal bewegt, so dass die beiden Gegenstücke (11d u. 12d) zum Anschlag kommen dadurch wird die Bremse (6d) von der Motorschwungscheibe (4d) gelöst und gleichzeitig wird der Eschalter (8d) freigeschaltet. In diesem Zustand wird die Feder (7d) mit dem Bauteil Hubwelle (6d) und dem Bremsteil (Sd) vorgespannt so dass ein sofortiges Ausschalten und Abbremsen möglich ist, in dem der Schalthebel (10d) vertikal bewegt wird, so dass die beiden Gegenstücke (11d u. 12d) nicht mehr aneinander liegen und somit wirkt die vorgespannte Feder (7d) über die Hubewelle (6d) auf den Bremsvorgang.

Der gleiche Bremsvorgang wird auch dann ausgelöst, wenn der Einfüllschacht (2d bzw. 11a) abgeklappt oder entfernt wird, da dann die beiden Gegenstücke (11d u. 12d) nicht mehr in diesem Zustand aneinander anliegen.


Anspruch[de]
  1. 1. Kombinationsgerät Häcksler mit mehreren Funktionen

    Die Erfindung betrifft ein Kombinationsgerät zum Häckseln insbesondere für Garten- und Hausabfälle sowie zum Mähen von Rasen mit eigenem Fahrantrieb (14a) und einem Einfüllschacht mit Sicherungsabschaltung Fig. 2a dadurch gekennzeichnet, dass Funktionseinheit (12a oder 12b) sowie (3, 13a, 8 u. 7) auf einen Wellenstrang bzw. Welle (6) angebracht sind, die mindestens durch eine Zwischenwand (9) von einander voll oder teilweise getrennt angeordnet sind.

    Im Funktionsraum (4) ist die Häckseleinrichtung (3) fest (12b) verbunden oder über eine Schaltkupplung (12a) schaltbar angeordnet.

    Unterhalb des Funktionsraumes (4) bzw. der Trennwand (9) ist der Antrieb (13a) für den Fahrantrieb (14a) (Getriebe) befestigt. Am unteren Bereich der Welle (6) ist eine Schaltkupplung oder ähnliches Bauteil (8) für das Ein- und Ausschalten des Rasenmessers (7) plaziert.
  2. 2. Kombinationsgerät nach dem Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Einfüllschacht (2d) bzw. (11a) quer zur Fahrtrichtung des Gerätes in einem spitzen Winkel zur Häckselscheibe bzw. Häckseleinrichtung (3) angebracht ist.
  3. 3. Kombinationsgerät nach den vorhergehenden Ansprüchen dadurch gekennzeichnet, dass der Einfüllschacht (11a) bzw. (2d) abklappbar oder abnehmbar ist und mit einer Sicherheitsabschaltung Fig. 2a mit Bremse für den Verbrennungsmotor vorgesehen ist, sodass beim Öffnen der Häckseleinrichtung der Verbrennungsmotor (2) ausgeschaltet und abgebremst wird bzw. läßt sich dieser Verbrennungsmotor im geöffneten Zustand der Häckseleinrichtung nicht starten.
  4. 4. Kombinationsgerät nach den vorhergehenden Ansprüchen dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsmaschine bzw. der Verbrennungsmotor (2) über der Häckseleinrichtung (3) und einer schaltbaren Mähvorrichtung (7 u. 8) angebracht ist, die räumlich von einander getrennt sind.
  5. 5. Kombinationsgerät nach den vorhergehenden Ansprüchen dadurch gekennzeichnet, dass beide über einander liegende Funktionsräume (4 u. 5) in einem Auffanggefäß, Behälter (16a) oder ähnliches einmünden (Fig. 1a und 2a).






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