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Dokumentenidentifikation DE10065301A1 04.07.2002
Titel Elektrische Sicherung für elektrische Maschinen
Anmelder Robert Bosch GmbH, 70469 Stuttgart, DE
Erfinder Csicser, Walter, 71701 Schwieberdingen, DE
DE-Anmeldedatum 29.12.2000
DE-Aktenzeichen 10065301
Offenlegungstag 04.07.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.07.2002
IPC-Hauptklasse H02H 7/06
IPC-Nebenklasse H02H 7/125   H02H 3/18   
IPC additional class // B60R 16/02  
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine elektrische Sicherung für elektrische Maschinen, insbesondere für Drehstromgeneratoren mit einem Plus-Anschluß (22), wobei das Sicherungselement (40) zwischen eine Anschlußklemme (60) der elektrischen Maschine und ein Anschlußende (50) eines an die elektrische Maschine anschließbaren Leiters (70) montierbar ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine elektrische Sicherung für elektrische Maschinen, insbesondere für Drehstromgeneratoren mit einer Gleichrichteranordnung zur Versorgung eines Gleichstromnetzes gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruchs.

Stand der Technik

In Kraftfahrzeugen werden in zunehmendem Maße elektrische Einrichtungen eingesetzt, um Komfort und Sicherheit der Kraftfahrzeuge zu verbessern. Zur Versorgung dieser Einrichtungen im Bordnetz der Kraftfahrzeuge werden in den weitaus meisten Fällen Drehstromgeneratoren verwendet, die eine hohe Leistungsdichte aufweisen und somit thermisch stark beansprucht werden. Im Gehäuse der Drehstromgeneratoren ist in der Regel eine Gleichrichter- Anordnung integriert, so daß lediglich deren Gleichstromausgang die Anschlußklemmen des Generators bilden, an denen die Anschlußkabel einer Akkumulatorbatterie des Kraftfahrzeug-Bordnetzes angeschlossen werden. Bei einer Überbelastung oder einem Kurzschluß am Generator bzw. an der Gleichrichteranordnung, welche nicht selten in Kraftfahrzeugen dann auftreten, wenn an die entladende Batterie eine Batterieladeeinrichtung falsch gepolt angeschlossen wird, kann nicht nur der Generator bzw. die Gleichrichteranordhung zerstört werden sondern es können dadurch auch weitere Folgeschäden am Fahrzeug ausgelöst werden.

Zur Vermeidung dieser Gefahren ist es aus der DE 30 01 522 C2 bereits bekannt, in der Gleichrichteranordnung zwischen den Verbindungen der Plus- und Minus-Dioden der drei Gleichrichterbrücken Sicherungselemente anzuordnen. Die Sicherungen, die wegen Fertigungstoleranzen nur sehr ungenaue Ansprechwerte haben, werden dabei durch schleifenförmig aus Ausnehmungen einer Schaltungsplatine der Gleichrichteranordnung herausgebogene Leiterabschnitte gebildet, die im Falle einer elektrischen Überbelastung durchschmelzen und provisorisch durch Zusammendrehen der Enden wieder repariert werden können. Da die Anschlüsse der so gesicherten Leistungsdioden der Gleichrichteranordnung mit der Schaltungsplatine verlötet bzw. verschweißt sind, muß nach dem Ansprechen einer Sicherung die Gleichrichteranordnung später komplett ausgetauscht werden, was kosten- und zeitaufwendig ist. Außerdem besteht dort die Gefahr, daß die angesprochene Sicherung nur provisorisch repariert, das heißt überbrückt wird ohne die Gleichrichteranordnung bei nächster Gelegenheit zu erneuern. In diesem Fall erhöht sich dann noch die Zerstörungs- und Überhitzungsgefahr ganz erheblich. Wird das Ansprechen einer Sicherung in einem der drei. Gleichrichterbrücken nicht bemerkt, werden die zwei intakten Gleichrichterbrücken um so mehr belastet, so daß schließlich auch diese ausfallen.

Mit der vorliegenden Erfindung wird angestrebt, eine Absicherung des Generators und der Gleichrichteranordnung gegenüber elektrischer Überlastung oder Kurzschluß möglichst einfach und zuverlässig zu bewerkstelligen.

Vorteile der Erfindung

Die erfindungsgemäße elektrische Sicherung mit dem kennzeichnenden Merkmal des Hauptanspruchs 1 hat den Vorteil, daß beim Ansprechen der Sicherung der Generator mit der Gleichrichteranordnung vollständig abgeschaltet und damit das Ansprechen der Sicherung durch die Unterbrechung des Ladevorgangs deutlich erkennbar wird. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß beim Anschluß einer Batterieladeeinrichtung mit falscher Polung nicht mehr - wie bisher - alle drei Sicherungen in den drei Gleichrichterbrücken ansprechen müssen, sondern daß der Generator durch das Ansprechen der einen Sicherung komplett vom Bordnetz getrennt und damit die Gefahr von Überhitzungen verhindert wird.

Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen ergeben sich aus den übrigen, in den Unteransprüchen genannten Merkmalen. So ergibt sich eine besonders zweckmäßige, fertigungstechnisch einfache Lösung, wenn das Sicherungselement zwischen einem den Pluspol bildenden Kühlkörper des Brückengleichrichters und einem Plus- Anschlußbolzen des Generators angeordnet ist. Dabei ist der Plus-Anschlußbolzen in einem Loch des Plus-Kühlkörper isoliert und lösbar befestigt.

Um beim Ansprechen der Sicherung diese möglichst leicht auswechseln zu können, ist es zweckmäßig, das Sicherungselement zusammen mit einem den Kopf des Plus- Anschlußbolzens einfassenden Isolierteil auf den Anschlußbolzen aufzuschieben und es auf der Stirnseite des Kopfes mit diesem elektrisch zu kontaktieren. Für eine möglichst zuverlässige Kontaktierung wird des weiteren vorgeschlagen, daß Plus-Anschlußbolzen, Isolierteil und Sicherungselement eine vorgefertigte Baueinheit bilden, indem das Sicherungselement mit seinem einen Anschluß auf der Stirnseite des Anschlußbolzenkopfes mit ihm galvanisch verbunden, vorzugsweise an ihm angeschweißt ist. In diesem Fall wird nach dem Ansprechen der Sicherung die komplette Baueinheit gewechselt.

Eine möglichst zuverlässige und einfache Verbindung des Sicherungselementes mit dem Plus-Kühlkörper wird dadurch erreicht, daß das Sicherungselement mit seinem anderen Anschluß ringförmig ausgebildet und auf einem den Anschlußbolzen einfassenden Kragen des Isolierteils aufgesetzt ist, wobei dieser Anschluß mit seiner Oberseite mit dem Plus-Kühlkörper beim Festspannen des Anschlußbolzens druckkontaktiert wird.

Eine sehr einfache Herstellung des Sicherungselementes läßt sich dadurch realisieren, daß dieses ein metallisches Stanzteil ist, das zwischen seinen beiden Anschlüssen einen seitlich am Kopf des Plus-Anschlußbolzens vom Isolierteil eingefaßten, im Querschnitt verengten Abschnitt aufweist, der bei Überlast wegschmilzt.

Um eine direkte Verbindung des Plus-Kühlkörpers mit dem Plus-Anschlußbolzen, und damit eine Überbrückung des Sicherungselementes zu verhindern, wird vorteilhafterweise oberhalb des Plus-Kühlkörpers eine Isolierscheibe auf den Plus-Anschlußbolzen aufgesetzt, um den Kühlkörper gegenüber einer am Anschlußbolzen in an sich bekannter Weise befestigten Schutzkappe zu isolieren.

Alternativ zu dem vorerwähnten Auswechseln der kompletten Baueinheit mit dem Sicherungselement kann die konstruktive Lösung zweckmäßigerweise auch so ausgestaltet werden, daß lediglich das Sicherungselement nach dem Ansprechen ausgewechselt werden muß. Für diesen Fall ist vorgesehen, daß der Plus-Anschlußbolzen ein seinen Kopfbereich einfassendes Isolierteil trägt und durch das Loch des Plus- Kühlkörpers isoliert hindurchragt, wobei das Sicherungselement auf den Plus-Anschlußbolzen derart aufgesetzt ist, daß es mit seinem unteren Anschluß auf den Plus-Kühlkörper aufliegt und mit seinem oberen Anschluß mittels einer Mutter mit dem Plus-Anschlußbolzen kontaktiert ist.

Auch dabei ist vorgesehen, daß das Sicherungselement aus einem ringförmigen, scheibenartigen Isoliertragkörper gebildet ist, der an seinen beiden Stirnflächen je einen ringscheibenförmigen Anschluß des Sicherungselementes trägt, wobei zwischen den beiden Anschlüssen ein seitlich am Isoliertragkörper vorbeigeführter Abschnitt mit verengtem Querschnitt bei Überlast wegschmilzt.

Um aus Gründen der Sicherheit den beim Ansprechen der Sicherung wegschmelzenden Abschnitt in einer vorgegebenen Position verdreh- und lagesicher auf dem Plus-Anschlußbolzen befestigen zu können, ist dieser Abschnitt um einen am Isoliertragkörper seitlich angeformten, plattenförmigen Vorsprung herumgeführt, welcher den Abschnitt beidseitig einfaßt. Außerdem wird dieser Vorsprung beidseitig von Nasen lagefixiert, welche am Plus-Kühlkörper angeformt sind.

Da dieses Sicherungselement auch als Ersatzteil in Verkehr gebracht werden kann, darf der Isoliertragkörper vor dem Einbau, nicht zwischen den beiden Anschlüssen des Sicherungselements herausfallen. Zu diesem Zweck ist vorgesehen, daß die beiden ringscheibenförmigen Anschlüsse den Isoliertragkörper an seinem äußeren Rand jeweils durch abgewinkelte Zungen einfassen.

Zeichnung

Weitere Einzelheiten der Erfindung sind in den nachfolgend beschriebenen zwei Ausführungsbeispielen anhand der zugehörigen Zeichnung näher erläutert.

Es zeigen:

Fig. 1 die Schaltung des Drehstromgenerators mit der Gleichrichteranordnung und der Sicherung,

Fig. 2 als erstes Ausführungsbeispiel den Plus- Anschlußbolzen mit Sicherung als vormontierte Baueinheit und

Fig. 3 eine Schnittdarstellung des am Plus-Kühlkörpers montierten Plus-Anschlußbolzens mit der Sicherung,

Fig. 4 als zweites Ausführungsbeispiel einen Querschnitt der Gleichrichteranordnung im Bereich des Plus- Anschlußbolzens,

Fig. 5 in raumbildlicher Darstellung das verdrehsicher auf den Plus-Anschlußbolzen aufgesetzte Sicherungselement,

Fig. 6 im Teilschnitt eine Variante des zweiten Ausführungsbeispieles nach Fig. 4,

Fig. 7 zeigt als drittes Ausführungsbeispiel einen Querschnitt der Gleichrichteranordnung im Bereich des Plus- Anschlußbolzens,

Fig. 7a im Teilschnitt eine Variante des Schmelzabschnitts nach Fig. 7,

Fig. 8 als viertes Ausführungsbeispiel einen Querschnitt der Gleichrichteranordnung im Bereich des Plus- Anschlußbolzens und

Fig. 9 in raumbildlicher Darstellung das Sicherungselement nach Fig. 8.

Beschreibung der Ausführungsbeispiele

In Fig. 1 sind die drei Phasen 10 eines Drehstromgenerators dargestellt, die mit ihrem einen Ende zu einer Sternschaltung zusammengefaßt und mit ihrem anderen Ende auf jeweils eine Diodenbrücke 11, 12 und 13 einer Gleichrichteranordnung 14 geschaltet sind. Zur Verschaltung der drei Phasen 10 mit, den drei Diodenbrücken dient eine Leiterplatine 15, wobei jede der drei Diodenbrücken aus einer in Reihe geschalteten Minusdiode 16 und einer Plusdiode 17 besteht. Die Minusdioden 16 sind anodenseitig in einem Minus-Kühlkörper 18 eingepreßt und die Anodenanschlüsse der Minusdioden 16 sind somit durch den Minus-Kühlkörper 18 zu einem Minus-Anschluß 19 zusammengefaßt. Die Plusdioden 17 sind kathodenseitig in einem Plus-Kühlkörper 20 eingepreßt. In diesem Kühlkörper 20 sind die Kathodenanschlüsse der Plusdioden 17 zusammengefaßt und über ein Sicherungselement 21 mit einem Plus-Anschluß 22 der Gleichrichteranordnung 14 verbunden. Das Sicherungselement 21 ist so dimensioniert, daß es zum Schutz des Generators und der Gleichrichterdioden 16, 17 beim Überschreiten des zulässigen maximalen Gleichstromes durchschmilzt und den Stromkreis generatorseitig unterbricht. Dies kann beispielsweise durch falsche Polung beim Anschluß einer Batterieladeeinrichtung passieren.

Fig. 2 zeigt eine vormontierte Baueinheit 24 aus einem Plus-Anschlußbolzen 25, einem geschnitten dargestellten Isolierteil 26 und dem Sicherungselement 21. Der Plus- Anschlußbolzen 25 bildet dabei eine Anschlußklemme 60 des Drehstromgenerators für das Plus-Anschlußkabel eines Akkumulators im Bordnetz eines Kraftfahrzeuges. Das Isolierteil 26 ist derart ausgebildet, daß es den Kopf 27 des Anschlußbolzens 25 einfaßt. Es ist des weiteren mit einem den Schaft 25a einfassenden Kragen 26a versehen. Das Sicherungselement 21 ist auf den Plus-Anschlußbolzen 25 zusammen mit dem Isolierteil 26 aufgeschoben und auf der Stirnseite 27a des Kopfes 27 mit diesem elektrisch kontaktiert, indem es mit seinem unteren Anschluß 29 auf der Stirnseite 27a des Kopfes 27 festgeschweißt ist. Mit seinem oberen Anschluß 30 ist es ringförmig ausgebildet und auf den Kragen 26a des Isolierteils 26 aufgesetzt. Das Sicherungselement 21 ist ein metallisches Stanzteil, das zwischen seinen beiden Anschlüssen 29, 30 einen seitlich am Kopf 27 des Plus-Anschlußbolzens 25 vom Isolierteil 26 eingefaßten, im Querschnitt verengten Abschnitt 31 aufweist, der bei Überlast wegschmilzt.

In Fig. 3 ist der Plus-Anschlußbolzen 25 mit dem Sicherungselement 21 und einer Schutzkappe 32 am Plus- Kühlkörper 20 montiert im Querschnitt dargestellt. Der Schaft 25a des Anschlußbolzens 25 ragt dabei isoliert durch ein Loch 33 des Plus-Kühlkörpers 20 hindurch, wobei der Kragen 26a des Isolierteilers 26 in das Loch 33 hineinragt und wobei ferner der untere Rand 33a des Loches 33 auf der Oberseite des oberen Anschlusses 30 des Sicherungselementes 21 aufliegt. Der obere Rand 33b des Loches 33 trägt einen Isolierring 34, auf den sich über eine Federscheibe 35 die Schutzkappe 32 mit einer eingespritzten Klemmscheibe 36 abstützt. Durch eine auf den Plus-Anschlußbolzen 25 aufgesetzte Mutter 37 werden die Teile miteinander verspannt. Dabei wird der Plus-Kühlkörper 20 einerseits mit dem oberen Anschluß 30 des Sicherungselementes 21 druckkontaktiert und andererseits durch den Isolierring 34 gegenüber der Klemmscheibe 36 der Schutzkappe 32 und somit auch gegenüber der Mutter 37 und dem Anschlußbolzen 25 zur Vermeidung einer elektrischen Überbrückung des Sicherungselementes 21 isoliert.

Da das Sicherungselement 21 in einem den gesamten Generatorstrom führenden Leitungsstrang zwischen der Gleichrichteranordnung 14 und einer durch den Plus- Anschlußbolzen 25 gebildeten Anschlußklemme 60 des Generators angeordnet ist, kann das Sicherungselement 21 im Falle des Ansprechens bei Überlast leicht ausgewechselt werden. Da der Plus-Anschlußbolzen 25 im Plus-Kühlkörper 22 lösbar befestigt ist, läßt sich für diesen Fall die gesamte Baueinheit 24 gemäß Fig. 2 auswechseln.

In einem zweiten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 und 5 haben im Hinblick auf das erste Ausführungsbeispiel gleiche Teile die gleichen Bezugszahlen. Hierbei ist jedoch das Sicherungselement 40 derart ausgebildet, daß es nach dem Ansprechen für sich auswechselbar ist. Der Plus- Anschlußbolzen 25 ist hier ebenfalls in seinem Kopfbereich 27 von einem Isolierteil 41 eingefaßt, welches mit einem Kragen 41a in das Loch 33 des Plus-Kühlkörpers 20 hineinragt. Auf den durch das Loch 33 hindurchragende Ende des Plus-Anschlußbolzens 25 ist hier das Sicherungselement 40 derart aufgesetzt, daß es mit seinem unteren Anschluß 29 auf dem Plus-Kühlkörper 20 aufliegt. Mit seinem oberen Anschluß 30 ist es mittels der Mutter 37 mit dem Plus- Anschlußbolzen 25 kontaktiert, indem auf dem oberen Anschluß 30 zunächst eine Kontaktscheibe 42 aufliegt. Auf diese Kontaktscheibe 42 wird nun die Schutzkappe 32 mit der am Rand der Befestigungsöffnung 38 eingespritzten Klemmscheibe 36 auf den Plus-Anschlußbolzen 25 aufgesetzt. Schutzkappe 32, Kontaktscheibe 42, Sicherungselement 40, Kühlkörper 20 und Isolierteil 41 werden schließlich mit der auf das Gewinde des Anschlußbolzens 25 aufgesetzten Mutter 37 festgespannt.

Das Sicherungselement 40 besteht hier aus einem ringförmigen, scheibenartigen Isoliertragkörper 43 mit an seinen beiden Stirnflächen je einem ringscheibenförmigen Anschluß 29, 30 und einem zwischen den beiden Anschlüssen 29, 30 seitlich am Isoliertragkörper 43 vorbeigeführten Schmelzabschnitt 31a mit verengtem Querschnitt, der bei Überlast wegschmilzt. Aus der räumlichen Darstellung gemäß Fig. 5 ist erkennbar, daß der Schmelzabschnitt 31a um einen am Isoliertragkörper 43 seitlich angeformten, plattenförmigen Vorsprung 43a herumgeführt ist, der den Schmelzabschnitt 31a beidseitig einfaßt. Zur Lagefixierung des Sicherungselementes 40 auf dem Plus-Anschlußbolzen 25 sind an dem Plus-Kühlkörper 20 zwei Nasen 44 angeformt, welche den Vorsprung 43a des Isoliertragkörpers 43 beidseitig und damit verdrehsicher einfassen. Außerdem werden die Teile des Sicherungselementes 40 dadurch zusammengehalten, daß die beiden ringscheibenförmigen Anschlüsse 29 und 30 den Isoliertragkörper 43 jeweils durch abgewinkelte Zungen 45 einfassen.

Die Lagefixierung des Sicherungselementes 40 hat den Vorteil, daß damit sichergestellt werden kann, daß der Schmelzabschnitt 31a nicht mit metallischen Bauteilen der Gleichrichteranordnung in Kontakt kommt und somit die Sicherungsfunktion überbrückt würde. Ferner wird dadurch verhindert, daß der Schmelzabschnitt 31a mit temperaturempfindlichen Materialien, beispielsweise mit der Schutzkappe 32 in Berührung kommt und schließlich wird durch die Lagefixierung ein Transport der Gleichrichteranordnung mit aufgesetztem Sicherungselement 40 ohne eine Veränderung seiner Lage ermöglicht. Der Abstand der beiden in beliebiger Querschnittsform auszugestaltenden Nasen 44 am Plus- Kühlkörper 20, zueinander ist so zu wählen, daß das Sicherungselement 40 mit seinem Vorsprung 43a uneingeschränkt in Fügerichtung zwischen den beiden Nasen 44 eingesetzt werden kann. Diese Lagefixierung ist ohne zusätzliche Bauteile möglich, da sie mit einfachen Werkzeugen aus einer bestehenden Form für den Plus- Kühlkörper herausgearbeitet werden können.

Ist die Gleichrichteranordnung sowie die Schutzkappe 32 so ausgebildet, daß der Schmelzabschnitt 31a des Sicherungselementes 40 ohnehin einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu diesen Teilen hat, so kann auf eine Lagefixierung des Sicherungselementes auch verzichtet werden. Fig. 6 zeigt hierzu eine Alternativlösung, bei der der Vorsprung 43a am Isoliertragkörper 43 weggelassen ist. Das Sicherungselement 40a ist hier ringförmig auf den Plus- Anschluß-Bolzen 25 aufgesetzt und zwischen Plus-Kühlkörper 20 und Kontaktscheibe 42 durch die Mutter 37 fest eingespannt. Sein Schmelzabschnitt 31a kann dabei an beliebiger Stelle am Umfang des Isoliertragkörpers 43 sitzen.

Fig. 7 zeigt ein weiteres Erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel des Sicherungselements 40. Das Sicherungselement 40 ist ähnlich aufgebaut wie in den vorhergehenden Ausführungsbeispielen.

Das Sicherungselement 40 weist auch hier einen Isoliertragkörper 43 auf, der zwei axiale Seiten hat. Auf seiner Unterseite ist ein ringförmiger unterer Anschluß 29 angeordnet, der über den Schmelzabschnitt 31a mit dem oberen Anschluß 30, der sich auf der Oberseite des Isoliertragkörpers 43 befindet, einstückig verbunden ist. Beide Anschlüsse 29 und 30 sind konzentrisch um den Anschlußbolzen 25 beziehungsweise dessen Schaft 25a angeordnet. Der Isoliertragkörper 43 ist zwischen die beiden Anschlüsse 29 und 30 eingesetzt.

Der Isoliertragkörper 43 hat einen Kragen 26b, der sich in axialer Richtung erstreckt und den Schaft 25a mit hohlzylindrischer Form umgibt. Dieser Kragen 26b verhindert dadurch ein Anliegen des oberen Anschlusses 30 am Schaft 25a. Der Kragen 26b ist mit einer Isolierplatte 25c einstückig verbunden. Die Isolierplatte 26c trennt die beiden Anschlüsse 29 und 30.

Der untere Anschluß 29 liegt hier auf einem Distanzstück 46 auf und ist mit diesem elektrisch kontaktiert. In diesem Ausführungsbeispiel ist das Distanzstück 46 als Mutter 37 ausgeführt. Das Distanzstück 46, beziehungsweise die Mutter 37 liegt am Plus-Kühlkörper 20 an. Das Distanzstück 46, beziehungsweise die Mutter 37 bildet die Anschlußklemme 60. Mit der Mutter 37 wird der Anschlußbolzen 25 mit dem Plus- Kühlkörper 20 verspannt. Die an der Mutter 37 anliegende Ausgangsspannung des Generators liegt damit auch am oberen Anschluß 30 an, der somit den Plus-Anschluß 22 der Gleichrichteranordnung 14 darstellt. Auf dem oberen Anschluß 30 liegt ein Anschlußende 50 eines an die elektrische Maschine anschließbaren Leiters 70 auf, das über den Isolierring 34 mittels einer ein Befestigungselement 80 darstellenden Klemmutter 52 mit dem Distanzstück 46 beziehungsweise der Mutter 37 verspannt ist. Das Anschlußende 50 ist das generatorseitige Ende eines elektrischen Kabels zwischen dem Generator und einer Fahrzeugbatterie.

Durch den Isolierring 34 wird ein Kurzschluß des Sicherungselements, 40 verhindert. In ähnlicher Weise wird durch den Kragen 26b ein Kurzschluß zwischen dem spannungsführenden Anschlußbolzen 25 beziehungsweise dem Schaft 25a und dem Anschlußende 50 verhindert.

Ist für den Schmelzabschnitt 31a eine besonders große Länge erforderlich, und soll diese Länge die Bauhöhe des Sicherungselements 40 nicht beeinflussen, so ist es, wie in Fig. 7a gezeigt, erforderlich, vom unteren Anschluß 29 aus den Schmelzabschnitt 31a mit seinen beiden Schenkeln 90 und 91 zunächst in axialer Richtung in Richtung zum Plus- Kühlkörper 20 hinzuführen und in einer U-förmigen Biegung wieder in Richtung zur Klemmutter 52 zurückzuführen, wo er wie bereits beschrieben im oberen Anschluß 30 endet. Die in Fig. 7 gezeigte Darstellung des Schmelzabschnitts 31a weist eine große Ähnlichkeit mit dem Schmelzabschnitt nach Fig. 7a auf, weist aber darüber hinaus im Bereich der U-förmigen Biegung eine besonders große im Bezug zur Achse des Schafts 25a radiale Erstreckung der Schenkel 90 und 91 auf. Hier ist ein Kompromiß gefunden zwischen der erforderlichen Länge des Schmelzabschnitts 31a und dem zur Verfügung stehenden Bauraum in axialer Richtung, wobei hier mit den Schenkeln 90 und 91 in eine in Bezug zur Bolzenachse radiale Erstreckung ausgewichen ist.

Das in Fig. 5 ausgeführte weitere Ausführungsbeispiel weicht von dem in der Fig. 7 gezeigten nur geringfügig ab. Der Aufbau des Sicherungselements 40 ist im Wesentlichen gleich, wobei hier das die eigentliche Sicherung darstellende Blechteil, gebildet aus dem unteren Anschluß 29, dem Schmelzabschnitt 31a sowie dem oberen Anschluß 30 zwar auch einen Isoliertragkörper 43 umgibt, dieser jedoch um- beziehungsweise in das Blechteil eingespritzt ist.

Unter dem unteren Anschluß 29 ist der Isoliertragkörper 43 ringförmig ausgebildet und umgibt eine Außenkante des Isoliertragkörpers 43 ringbordartig. Dies ist eine weitere Maßnahme, um den Kontakt des Sicherungselements 40 zur Umgebung so gering wie möglich zu halten. Beispielsweise wird so die Ausbildung von Kriechströmen zwischen dem unteren Anschluß 29 und dem Anschlußende 50 weitestgehend vermieden. Es ist lediglich der Schmelzabschnitt 31a von außen zu erkennen, wodurch eine schnelle Sichtkontrolle ermöglicht wird.

In Fig. 9 ist das Sicherungselement 40 mit dem Isoliertragkörper 43 und dem den Schmelzabschnitt 31 aufweisenden Blechteil näher dargestellt. Der Isoliertragkörper 43 weist dabei beim oberen Anschluß zwei im Wesentlichen ringförmige Borde 54, die über einen bestimmten Umfangsabschnitt sich jeweils am Isoliertragkörper 43 erstrecken. Beide Borde 54 sind voneinander beabstandet und können zwischen sich das Anschlußende 50 aufnehmen, das durch den Isolierring 34 abgedeckt wird. Durch den umspritzten Schmelzabschnitt 31a und zu diesem Schmelzabschnitt 31a zueinander angeordneten Borde 54 ist eine eindeutige Zuordnung des Anschlußendes 50 und des Schmelzabschnitts 31a möglich. Dadurch, dass das Anschlußende 50 üblicher Weise nur in einer bestimmten radialen Ausrichtung zur Achse des Schafts 25a montierbar ist, ist über die Zuordnung der Borde 54 zum Anschlußende 50 gleichfalls eine bestimmte radiale Orientierung des Schmelzabschnitts 31a zur Achse des Schafts 25a möglich. Die Borde 54 bedecken den Außenumfang des oberen und unteren Anschlusses 30 und 29, ein Kurzschließen des . Schmelzabschnitts wird so erschwert.


Anspruch[de]
  1. 1. Elektrische Sicherung für elektrische Maschinen, insbesondere für Drehstromgeneratoren mit einem Plus- Anschluß (22), dadurch gekennzeichnet, daß das Sicherungselement (40) zwischen eine Anschlußklemme (60) der elektrischen Maschine und ein Anschlußende (50) eines an die elektrische Maschine anschließbaren Leiters (70) montierbar ist.
  2. 2. Elektrische Sicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Sicherungselement (40) auf einen Anschlußbolzen (25) aufsetzbar und zwischen der Anschlußklemme (60) und einem Befestigungselement (80) zu befestigen ist.
  3. 3. Elektrische Sicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Sicherungselement (40) einen unteren Anschluß (29) und einen oberen Anschluß (30) hat, die durch einen Isolationstragkörper (43) voneinander getrennt und durch einen Schmelzabschnitt (31a) miteinander verbunden sind.
  4. 4. Elektrische Sicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Isolationstragkörper (43) einen Kragen (26b) hat, der sich in Richtung des Anschlußbolzens (25) erstreckt und einen elektrischen Kontakt zwischen dem oberen Anschluß (30) und dem Anschlußbolzen (25) sowie zwischen dem Anschlußende (50) und dem Anschlußbolzen (25) verhindert.
  5. 5. Elektrische Sicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Isolationstragkörper (43) um die Anschlüsse (29) und (30) gespritzt ist.
  6. 6. Elektrische Sicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Isolationstragkörper (43) so ausgebildet ist, daß die Anschlüsse (29) und (30) an ihren radialen Außenseiten zumindest abschnittsweise durch zumindest ein Bord (54) umfasst werden.
  7. 7. Elektrische Sicherung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Bord (54) so ausgebildet ist, daß dieses eine bestimmte Ausrichtung des Anschlusses (50) zum Schmelzabschnitt (31a) ermöglicht.
  8. 8. Elektrische Sicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schmelzabschnitt (31a) zwei die Anschlüsse 29 und 30 verbindende Schenkel (90, 91) hat, die sich in Bezug zu einer Achse eines Schafts (25a) im wesentlichen radial erstrecken.
  9. 9. Elektrische Sicherung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Schenkel (90, 91) zusätzlich axial erstrecken.
  10. 10. Elektrische Sicherung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schmelzabschnitt (31a) um einen am Isoliertragkörper (43) seitlich angeformten, plattenförmigen Vorsprung (43a) herumgeführt ist, der den Schmelzabschnitt (31a) beidseitig einfaßt.






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