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Dokumentenidentifikation DE69707119T2 04.07.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0891131
Titel UNTER EINER KIESSCHICHT LIEGENDE AQUARIUMFILTER
Anmelder Warner-Lambert Co., Morris Plains, N.J., US
Erfinder CONVERTINO, Steven, West Paterson, US;
IVASAUSKAS, Jonas, Blacksburg, US
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 69707119
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 12.03.1997
EP-Aktenzeichen 979150232
WO-Anmeldetag 12.03.1997
PCT-Aktenzeichen PCT/US97/03884
WO-Veröffentlichungsnummer 0009737531
WO-Veröffentlichungsdatum 16.10.1997
EP-Offenlegungsdatum 20.01.1999
EP date of grant 04.10.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.07.2002
IPC-Hauptklasse A01K 63/04

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Aquariumfilter und insbesondere auf Aquarium-Unterkiesfilter.

Hintergrund der Erfindung

Unterkiesfilter, insbesondere diejenigen die eine Anzahl von Durchflußöffnungen aufweisen, werden allgemein in vielen Aquarien benutzt. Während der Benutzung von Unterkiesfiltern wird Wasser durch die Öffnungen infolge einer durch Lufthebekanäle oder Leistungsmeßköpfe, die allgemein an einer oder zwei Ecken des Filters angeordnet sind, geschaffenen Saugwirkung nach unten gezogen bzw. gesaugt. Nach dem Passieren durch die Öffnungen im Filter wird das Wasser unter das Filter gesaugt, bis es zufällig ein Anhebrohrloch erreicht, welches es gestattet, daß das Wasser durch ein Anheberohr nach oben gezogen wird. Unterkiesfilter dieser Art sind allgemein mit Kieselsteinen bedeckt, um sowohl eine mechanische als auch biologische Filterwirkung zu bieten.

Es bestehen verschiedene Probleme bei Unterkiesfiltern, die allgemein im Handel erhältlich sind. Erstens folgt das Wasser, das durch die Öffnungen gesaugt wird, einem zufälliger, nicht-strukturierten Weg unter dem Filter, bevor es ein Anheberohr erreicht. Infolgedessen wird Wasser vorzugsweise in Nähe eines Anheberohrs durch den Filter gezogen, während weit vom Anheberohr entfernt das Wasser nur dann durch den Filter gezogen wird, wenn das näherliegende Rohr mit Verunreinigungen verstopft wird. Diese Zufälligkeit beim Saugen von Wasser durch das Anheberohr führt zu einer ungleichmäßigen Filterwirkung im gesamten Aquarium. Außerdem gründeln Tische häufig und bewegen die Kieselsteine bzw. den Kies. Dies legt oft die Öffnungen im Filter direkt gegenüber dem Wasser frei und ermöglicht es, das Wasser durch die Öffnungen passiert und einen Weg geringsten Widerstands bildet und die Wirksamkeit des restlichen Filters reduziert.

Angesichts der Probleme mit derzeit erhältlichen Unterkiesfiltern wäre es von Vorteil, einen Unterkiesfilter bereitzustellen, der diese Probleme angeht. Demgemäß ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Unterkiesfilter bereitzustellen, der zu einer gleichmäßigen Filtrierung über der Oberfläche des gesamten Filters führt und in einer bevorzugten Ausführungsform Fische daran hintert, zu gründeln und den Kies zu bewegen.

Die EP-A-0 461 590 offenbart ein Filtersystem mit perforierten Platten mit Vorsprüngen, um einen Zwischenraum für einen zentralen Durchflußkanal zu bilden. Dies führt zu vergleichsweise hohen Filteranordnungen, da das für den Durchflußkanal erforderliche maximale Durchflußvolumen die Höhe des Filters bestimmt.

Ein ähnliches Filter mit ähnlichen Durchflußkanälen, die durch vorstehende Seitenwände an der Bodenseite der Platte gebildet sind, ist in der US-Patentnummer 2 935 199 offenbart.

Abriß der Erfindung

Die vorliegende Erfindung ist auf ein Aquarium- Unterkiesfilter gerichtet. Insbesondere umfaßt das Unterkiesfilter eine oder mehrere Platten (30, 30A), wobei jede Platte eine Oberseite, eine Unterseite und Öffnungen (26), um ein Strömen von Wasser durch die Platte zu ermöglichen, aufweist, und wobei die Unterseite jeder Platte (30,30A) einen Strömungskanal (24) sowie Unterteilungselemente (22,28) enthält, welche die Unterseite in getrennte Kammern (20) unterteilen, wobei jede Kammer (20) mindestens eine Öffnung (21) neben dem Strömungskanal (24) bresitzt, dadurch gekennzeichnet, daß der Strömungskanal (24) die Form eines umgekehrten "V" aufweist und in die Platte (30,30A) derart eingeformt ist, daß der breite Abschnitt des "V" nahe an der Unterseite der Platte (30, 30A) und der schmale Abschnitt des "V" um eine Distanz von der Unterseite der Platte entfernt zur Obrerseite derselben hin gelegen ist.

In einer bevorzugten Ausführungsform enthält das Unterkiesfilter der vorliegenden Erfindung auch ein ein Graben bzw. Gründeln verhinderndes Gitter, welches Fische daran hinter, die Kieselsteine auf der Platte des Filters wegzugraben. Das ein Graben verhindernde Gitter kann entweder permanent oder entfernbar an der oberen Oberfläche des Filters gelegen sein und hindert Fische daran, die Kieselsteine zu entfernen und die Öffnungen im Filter freizulegen.

Kurzbeschreibung der Zeichnungen

Es zeigen

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht des Unterkiesfilters der fliegenden Erfindung, wie es in einem Aquariumbehälter plaziert ist,

Fig. 2 eine perspektivische Ansicht des Bodens des Unterkiesfilters der vorliegenden Erfindung,

Fig. 3 eine Aufsicht auf das Unterkiesfilter der vorliegenden Erfindung,

Fig. 4 eine Aufsicht auf das Unterkiesfilter der vorliegenden Erfindung ohne ein Graben verhinderndes Gitter,

Fig. 5 ein perspektivische Ansicht der Oberseite des Unterkiesfilters der vorliegenden Erfindung, und

Fig. 6 eine Draufsicht auf das Unterkiesfilter der vorliegenden Erfindung.

Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen

Die vorliegende Erfindung ist auf ein Aquarium- Unterkiesfilter gerichtet, das für eine gleichmäßige Filtrierung an der gesamten Plattenoberflächen des Filters sorgt. Fig. 1 veranschaulicht das Unterkiesfilter 10 in seiner Betriebsposition am Boden 9 eines Aquariumbehälters 11. Die dargestellte Ausführungsform enthält zwei Heberöhren 12 und 12A, es kann jedoch eine beliebige Anzahl von Heberöhren mit dem Filter verwendet werden. In der bevorzugten, dargestellten Ausführungsform befindet sich ein ein Graben verhinderndes Gitter 13 an der Oberseite des Filters.

Die Fig. 2 und 3 stellen die Unterseite der Unterkies- Filterplatten dar. Vorzugsweise besteht das Filter aus zwei Platten 30 und 30A, die durch eine zentrale Wand 23 unterteilt sind, es können jedoch beliebig viele Platten für die Filterbasis verwendet werden. Schlitze 26 ermöglichen es, daß das Wasser aus dem Aquarium unter den Platten durchgefiltert wird. Die Platten sind gegenüber dem Boden des Aquariums 9 durch eine Wand 28 abgedichtet, die vorzugsweise das Filter umgibt. Mehrere Kammern 20 werden durch Ablenkelemente bzw. Baffles 22 und eine Wand 28 erzeugt, die sich zwischen der Platte und dem Boden des Aquariums erstrecken. In der bevorzugten, dargestellten Ausführungsform werden in jeder Platte zwölf Kammern bei insgesamt vierundzwanzig Kammern für das gesamte Filter verwendet. Wie dargestellt sind die Kammern jeweils von etwa gleicher Größe. Jede Kammer enthält eine oder mehrere Öffnungen 21, die nahe einem Durchflußkanal liegen, und vorzugsweise enthält jede Platte einen Durchflußkanal.

In der dargestellten Ausführungsform ermöglicht eine Öffnung 21 an der Basis jeder Kammer, daß Wasser von der Kammer in einen Durchflußkanal 24 strömt. Jede Platte enthält einen Durchflußkanal. Die Durchflußkanäle 24 weisen die Form eines umgekehrten "V" auf, so daß Wasser durch den Durchflußkanal und weiter in den zentralen Kanal 25 fließt. Die "V"-Form wird gewählt, um die Fläche auf der oberen Oberfläche des Filters, die durch die Kanäle beeinflußt wird, zu minimieren. In der bevorzugten Ausführungsform mit zwei Platten konvergieren die Durchflußkanäle von jeder Platte zu einem Punkt an dem zentralen Kanal, der im wesentlichen im Zentrum der beiden Platten liegt. Bevorzugterweise konvergieren die Durchflußkammern zum Zentrum des zentralen Kanals, so daß, wenn zwei Lufthebeelemente an jedem Ende der Platten verwendet werden, der von jedem Lufthebeelement auf das Wasser ausgeübte Sog gleich ist. Der zentrale Kanal 25 ist vorzugsweise mindestens genau so breit wie die Breite der Heberohrlöcher und sammelt Wasser von dem/den Durchflußkanal/Durchflußkanälen und leitet es zu einem Heberohrloch. In der bevorzugten, dargestellten Ausführungsform sind zwei Heberohrlöcher 27 und 27A an jedem Ende des zentralen Kanals dargestellt, es kann jedoch eine beliebige Anzahl von Löchern verwendet werden. Für den Fall, daß mehr als ein Heberohrloch vorgesehen ist, aber nur ein Heberohr in Gebrauch ist, kann der Benutzer die unbenutzten Löcher verstopfen. In einer bevorzugten Ausführungsform befindet sich ein Schutzelement 35 in dem Loch, um ein übermäßiges Eindringen des Luftsteins zu verhindern.

Fig. 4 stellt die Oberseite des Unterkiesfilters in einer Ausführungsform mit zwei Platten dar. Schlitze 26 sind entlang der Oberfläche angeordnet, und die Oberseite der Durchflußkanäle 24 und des zentralen Durchflußkanals 25 erstrecken sich über die Oberfläche der Platten nach oben. Heberohrbasen 15 und 15A erstrecken sich von den Platten nach oben. Infolge der Anordnung der Kammern der Ablenkelemente zwischen den Kammern und den Öffnungen wird jeder Wassertropfen, der durch die Platte an einem beliebigen Punkt passiert, zum gleichen Punkt hin gezogen bzw. gesaugt, d. h. zum Zentrum des zentralen Kanals, wie es mit jedem anderen Wassertropfen geschieht, der durch die Platte an irgendeinem anderen Punkt passiert. Infolgedessen legt jeder Wassertropfen den gleichen Weg wie jeder andere Wassertropfen durch die Durchflußkanäle zurück und erzeugt einen gleichmäßigen Filtriervorgang am gesamten Filter.

Wie in den Fig. 5 und 6 dargestellt ist, umfaßt eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ein ein Graben verhinderndes Gitter, das aus einer Reihe von Wänden 14 besteht, die ineinandergreifen, um das Gitter zu bilden. Das ein Graben verhindernde Gitter kann entweder permanent oder entfernbar an der Platte des Filters befestigt sein.

Vorzugsweise bilden diese Wände Boxen, die etwa quadratisch sind. Öffnungen, vorzugsweise in der Form von Schlitzen 26, sind an der Platte des Filters unter dem Gitter gelegen. Während dem Einsatz in einem Aquarium wird Kies oben auf das Gitter gegeben. Der Kies sorgt sowohl für eine biologische als auch mechanische Filterwirkung gegenüber dem Wasser, bevor das Wasser das Filter erreicht. Die biologische Filterung des Kieses ist besonders wichtig, da sie für die Umwandlung von Ammoniak und Nitrid sorgt. Das Gitter verhindert, daß Fische im Kies graben und ihn von den Schlitzen im Filter entfernen. Die Wände des Gitters können zwar verschiedene Größen aufweisen, eine besonders bevorzugte Größe hat jedoch Wände, die im Bereich von 1,25 cm (1/2 Inch) Länge und 1,25 cm (1/2 Inch) Höhe Liegen. Diese Größe wird bevorzugt, da Kies gut in die Boxen paßt und Fische nicht in der Lage sind, sich in den Kies zu graben. Die Oberseite des Filters enthält auch eine oder mehrere, und vorzugsweise zwei Heberohrbasen 15 und 15A. Eine oder mehrere dieser Öffnungen können abgekappt werden, falls die Anzahl von eingesetzten Heberohren geringer ist als die Anzahl von Öffnungen.

Das Filter kann zwar aus irgendeinem wasserunlöslichen Material gefertigt sein, es wird jedoch vorzugsweise aus einem harten Kunststoff gebaut. Ein bevorzugter Kunststoff ist hochstoßfestes Polystyrol. Dieser spezielle Kunststoff verleiht dem Filter seine Widerstandsfähigkeit. Das Vorhandensein des Gitters zusammen mit den Ablenkelementen liefert die zusätzliche Stärke bzw. Widerstandsfähigkeit, um potentiellen Bruchkräften zu widerstehen, wie denjenigen, die durch das Aufbringen von Gesteinsbrocken oder Kies auf das Filter verursacht werden. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist der Kunststoff des Filters nicht glatt, sondern strukturiert, um einen zusätzlichen Oberflächenbereich bereitzustellen, an dem eine biologische Filterung stattfinden kann.


Anspruch[de]

1. Filter für ein Aquarium (11) mit einer oder mehreren Platten (30,30A), wobei jede Platte eine Oberseite, eine Unterseite und Öffnungen (26), um ein Strömen von Wasser durch die Platte zu ermöglichen, aufweist, und wobei die Unterseite jeder Platte (30,30A) einen Strömungskanal (24) sowie Unterteilungselemente (22, 28) enthält, welche die Unterseite in getrennte Kammern (20) unterteilen, wobei jede Kammer (20) mindestens eine Öffnung (21) neben dem Strömungskanal (24) besitzt,

dadurch gekennzeichnet, daß der Strömungskanal (24) die Form eines umgekehrten "V" aufweist und in die Platte (30,30A) derart eingeformt ist, daß der breite Abschnitt des "V" nahe an der Unterseite der Platte (30, 30A) und der schmale Abschnitt des "V" um eine Distanz von der Unterseite der Platte entfernt zur Oberseite derselben hin gelegen ist.

2. Filter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Strömungskanal (24) mit einem zentralen Strömungskanal (25) in Verbindung steht.

3. Filter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zentrale Strömungskanal (25) ein oder mehrere Steigrohrloch/- löcher (27, 27A) enthält.

4. Filter nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Strömungskanäle (24) und der zentrale Strömungskanal (25) derart ausgerichtet sind, daß ein eine erste Öffnung in der/den Platte(n) (30,30A) passierender Wassertropfen zu dem gleichen Punkt gezogen bzw. gesaugt wird wie ein eine zweite Öffnung in der/den Platte(n) (30,30A) passierender Wassertropfen.

5. Filter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Filter zwei Platten (30,30A) umfaßt.

6. Filter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammern (20) durch Ablenkelemente bzw. Baffles (22) voneinander getrennt sind.

7. Filter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberseite der Platte(n) (30,30A) ein Mittel (13) umfaßt, um zu verhindern, daß Fische Zugang zu den Öffnungen (26) haben.

8. Filter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Mittel zum Verhindern, daß Fische Zugang zu den Öffnungen (26) haben, ein ein Graben verhinderndes Gitter (anti-dig grid) (13) umfaßt.

9. Filter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das ein Graben verhindernde Gitter (13) eine Reihe untereinander verbundener Wände (14) umfaßt, die quadratisch geformte Boxen bilden.

10. Filter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es aus Polystyrol gefertigt ist.

11. Filter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Oberfläche der Platte(n) strukturiert ist, um eine biologische Filterwirkung zu verstärken.







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