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Dokumentenidentifikation DE10101943A1 25.07.2002
Titel Plattenförmiges Lichtelement für ein Lichtdach
Anmelder Schmidt-Tudl, Arnold, 97877 Wertheim, DE
Vertreter Mitscherlich & Partner, Patent- und Rechtsanwälte, 80331 München
DE-Anmeldedatum 17.01.2001
DE-Aktenzeichen 10101943
Offenlegungstag 25.07.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.07.2002
IPC-Hauptklasse E06B 9/24
IPC-Nebenklasse F21S 11/00   E04D 3/06   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein plattenförmiges Lichtelement (1) für ein Lichtdach. Um das Lichtelement (1) verdunkeln zu können, weist es eine Verdunkelungsvorrichtung (2) mit einem ersten flachen und parallel zur Plattenerstreckung angeordneten Blendenelement (3) mit verteilt angeordneten Blendenöffnungen und ein parallel zum ersten Blendenelement (3) angeordnetes zweites flaches Blendenelement (4) mit verteilt angeordneten Blendenabdeckungen (4a) auf, wobei eines der Blendenelemente (3, 4) zwischen einer Verschlussstellung, in der die Blendenabdeckungen (4a) die Blendenöffnungen ganz oder teilweise überdecken, und einer Offenstellung, in der die Blendenöffnungen frei sind, bewegbar ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein plattenförmiges Lichtelement für ein Lichtdach.

Zur Belichtung von Werkhallen mit Tageslicht ist es bekannt, in die Dachfläche der Hallen einzelne Lichtelemente oder auch mehrere Lichtelemente nebeneinander zu integrieren. Mit ebenen Lichtelementen können Flach- und Spitzdächer gebildet werden, mit gewölbten Lichtflächen runde, bogenförmige Dächer. Die Lichtelemente bestehen aus lichtdurchlässigem Material und werden in der Dachkonstruktion von Trägern abgestützt. Um für die Lichtelemente eine hinreichende Stabilität und auch eine kostengünstige Herstellung durch Strangpressen zu gewährleisten, werden die Lichtelemente im Allgemeinen als Doppelstegplatten ausgebildet.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Lichtelement so auszugestalten, dass es verdunkelbar ist.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.

Das erfindungsgemäße Lichtelement weist eine Verdunkelungsvorrichtung auf. Diese wird durch ein erstes, parallel zur Plattenerstreckung angeordnetes flaches Blendenelement mit verteilt angeordneten Blendenöffnungen und ein parallel zum ersten Blendenelement angeordnetes zweites flaches Blendenelement mit verteilt angeordneten Blendenabdeckungen gebildet, wobei eines der Blendenelemente zwischen einer Verschlussstellung, in der die Blendenabdeckungen die Blendenöffnungen abdecken, und einer Offenstellung, in der die Blendenöffnungen frei sind, bewegbar ist. Hierdurch lässt sich das Lichtelement wahlweise verdunkeln.

Das erfindungsgemäße Lichtelement eignet sich somit dazu, die Lichtdurchlässigkeit aufzuheben, um bei Tageslicht eine Verdunkelung nach innen oder bei künstlich beleuchteter Halle eine Verdunkelung nach außen herbeizuführen.

Aufgrund der flachen Bauweise der Blendenelemente lässt sich die Verdunkelungsvorrichtung vorteilhaft im/am Lichtelement anbauen, vorzugsweise in das Lichtelement integrieren, so dass die Verdunkelungsvorrichtung vor Verschmutzungen oder Beschädigungen geschützt im/am Lichtelement angeordnet ist. Dabei lässt sich das Lichtelement mit einer geringen Dicke ausbilden, insbesondere dann, wenn die Verdunkelungselemente durch Folien, Bleche oder Bahnen gebildet sind.

Die Blendenöffnungen können durch Löcher vorzugsweise gleicher Form und Größe, z. B. runden, rechteckigen oder quadratischen Querschnitts oder durch Schlitze gebildet sein, die sich vorzugsweise quer zur Bewegungsrichtung des bewegbaren Blendenelements erstrecken. Zum Bewegen des Blendenelements kann eine Betätigungsvorrichtung vorgesehen sein, die vorzugsweise von der Innenseite des Lichtelements her zugänglich ist. Die Ausgestaltung hat den Vorteil, dass eine besondere Abdichtung der Betätigungsvorrichtung zum Schutz gegen Nässe und Verschmutzung von außen nicht erforderlich ist. Wenn das bewegbare Blendenelement aus hartem Material besteht, kann es durch Schub- und/oder Zugkräfte bewegt werden. In diesem Falle kann eine gemeinsame Betätigungsvorrichtung zum Öffnen und Schließen der Blendenöffnungen vorgesehen sein. Wenn das bewegbare Blendenelement aus flexiblem Material besteht, z. B. durch eine Kunststofffolie oder Gewebebahn gebildet ist, bedarf es einer Betätigungsvorrichtung mit zwei Zugelementen, um das Blendenelement in beide Bewegungsrichtungen ziehen zu können.

Bei einer in das Lichtelement integrierten Anordnung der Verdunkelungsvorrichtung ist es vorteilhaft, das Lichtelement aus zwei sandwichartig übereinander angeordneten Lichtelementabschnitten, insbesondere Doppelstegplatten, zu bilden und dazwischen die Blendenelemente anzuordnen.

Es ist außerdem vorteilhaft, die Blendenelemente aus hitze- bzw. feuerbeständigem Material herzustellen. Hierdurch erhält das Lichtelement die Eigenschaft dann, wenn es von oben durch Feuer oder einen brennenden Gegenstand erwärmt wird, seiner Zerstörung oder Perforierung, z. B. durch aufschmelzenden Kunststoff, einen Widerstand entgegenzusetzen, so dass eine, ein Feuer begünstigende Luftdurchtrittsöffnung nicht entsteht. Gleichfolgend kann durch die gewählte Materialart ein Ausschmelzen bei Brand von innen zur Wärmeentlastung möglich sein.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand der in den Figuren beschriebenen Ausgestaltungen näher erläutert. Es zeigen

Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Lichtelement im Querschnitt mit einer Verdunkelungsvorrichtung in ihrer Offenstellung;

Fig. 2 das Lichtelement in der Draufsicht, teilweise geschnitten;

Fig. 3 den Schnitt III-III in Fig. 1;

Fig. 4 den Teilschnitt IV-IV in Fig. 2;

Fig. 5 ein erfindungsgemäßes Lichtelement im der Fig. 1 entsprechenden Querschnitt, jedoch in abgewandelter Ausgestaltung.

Das in seiner Gesamtheit mit 1 bezeichnete plattenförmige Lichtelement rechteckiger oder quadratischer Form und mit den Abmessungen a, b weist eine Verdunkelungsvorrichtung 2 auf, die sich vorzugsweise im Wesentlichen über die gesamte Fläche des plattenförmigen Lichtelements 1 erstreckt. Um die Verdunkelungsvorrichtung 2 vor Witterungseinflüssen zu schützen, ist sie vorzugsweise an der Unterseite des Lichtelements (nicht dargestellt) oder vorzugsweise im Lichtelement 1 angeordnet.

Der tragende Körper des Lichtelements 1 kann aus einem Hohl- oder Massivprofil, insbesondere aus einer Doppelstegprofilplatte gebildet sein. Durch eine Ausbildung in Profilform wird Material und Gewicht bei Gewährleistung eines großen Biegewiderstandes eingespart. Der tragende Körper des Lichtelements 1 besteht aus lichtdurchlässigem Material.

Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel besteht der tragende Körper des Lichtelements 1 aus zwei übereinander angeordneten Profil- insbesondere Hohlprofilplatten 1a, 1b, die sandwichartig aufeinander angeordnet sind, wobei sich dazwischen die Verdunkelungsvorrichtung 2 befindet. Die Lichtelemente 1a, 1b sind vorzugsweise ebenfalls Doppelstegplatten.

Die Verdunkelungsvorrichtung 2 ist durch ein erstes und ein zweites flaches Blendenelement 3, 4 gebildet, die übereinander, vorzugsweise direkt aufeinander, zwischen den Hohlprofilplatten 1a, 1b angeordnet sind. Eines der Blendenelemente 3, 4, hier das erste Blendenelement 3, ist unbeweglich zwischen den Hohlprofilplatten 1a, 1b angeordnet. Es kann die gleiche rechteckige Form und die gleichen Abmessungen a, b aufweisen wie die Hohlprofilplatten 1a, 1b. Das erste Blendenelement 3 weist eine Mehrzahl Blendenlöcher 3a auf, die im Wesentlichen auf der gesamten Fläche des Blendenelements 3 verteilt angeordnet sind, vorzugsweise in rechtwinklig zueinander verlaufenden Reihen. Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel weisen die Blendenlöcher 3a eine runde Form auf. Sie können aber auch eine andere, z. B. viereckige Form aufweisen oder durch Langlöcher bzw. Schlitze gebildet sein. Die Blendenlöcher 3a sind im ersten Blendenelement 3 in der einen Hauptrichtung des plattenförmigen Lichtelements 1 möglichst dicht nebeneinander angeordnet, so dass zwischen den Blendenlöchern 3a nur ein kleiner Abstand c angeordnet ist und sich zwischen diesen Blendenlöchern 3a quer zur zugehörigen Reihe erstreckende Stege 5 befinden, die aus Gründen einer hinreichenden Stabilität des ersten Blendenelements 3 von Vorteil sind. In der anderen, sich rechtwinklig zur ersten Hauptrichtung erstreckenden zweiten Hauptrichtung weisen die Blendenlöcher 3a einen Abstand d voneinander auf, der gleich oder größer ist als ihre vorzugsweise gleich große Querschnittsabmessung e.

Das zweite Blendenelement 4 ist in der Längsrichtung der Hauptrichtung in einer Führung 6 um eine Bewegungslänge f zwischen einer Offenstellung gemäß Fig. 1 und einer Schließstellung (nicht dargestellt) hin und her bewegbar, wobei in der Schließstellung Blendendeckungen 4a die Blendenlöcher 3a ganz oder teilweise abdecken und in der Offenstellung die Blendenlöcher 3a freigeben. Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel weist das Blendenelement 4 ebenfalls Blendenlöcher 4b auf, deren Form und Größe der Form und Größe der Blendenlöcher 3a entspricht. Die Blendenlöcher 3a, 4b bilden ein gemeinsames Lochmuster mit längs den Hauptrichtungen verlaufenden Lochreihen. Zwischen den in der Richtung verlaufenden Lochreihen der Blendenlöcher 4b befinden sich die streifenförmigen Blendendeckungen 4a. Die Blendenelemente 3, 4 könne auch Löcher unterschiedlicher Form und Größe oder unterschiedliche Lochmuster aufweisen.

Das Blendenelement 4 ist in der Richtung seiner Führung um das Bewegungsmaß f kürzer bemessen als das Blendenelement 3. In der dazu quer verlaufenden Richtung können die Blendenelemente 3, 4 die gleiche Abmessung, z. B. a, aufweisen.

Die Blendenelemente 3, 4 sind möglichst dünn ausgebildet, um eine möglichst geringe Dicke des Lichtelements 1 beizubehalten. Sie können durch dünne Platten oder Folien oder vorzugsweise Bleche oder Bahnen gebildet sein und z. B. aus biegefestem Material, z. B. Metall oder Kunststoff oder flexiblem Material, z. B. biegsamer Kunststofffolie oder einem Gewebe oder einem Vlies bestehen. Die gleichen oder ungleichen Materialien der Blendenelemente 3, 4 sind lichtundurchlässig oder lichtreduziert ausgebildet.

Zur Bewegung des Blendenelements 4 ist eine Betätigungsvorrichtung 6 zum manuellen oder motorischen, z. B. elektrischen oder pneumatischen, Betätigen durch Schieben und/oder Ziehen vorgesehen. Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel handelt es sich um eine manuell betätigbare Betätigungsvorrichtung 6. Diese ist vorzugsweise von der Innenseite des Lichtelements 1 her, d. h. von dem durch das Lichtelement 1 abgedeckten Innenraum her, zugänglich, so dass es keiner besonderer Abdichtung der Betätigungsvorrichtung 6 gegen Nässe und Schmutz bedarf. Die Betätigungsvorrichtung 6 lässt sich in einfacher Weise anordnen bzw. integrieren, wenn das bewegbare Blendenelement 4 innenseitig vom stationären Blendenelement 3 angeordnet ist. Das bewegbare Blendenelement 4 kann auch außenseitig eingesetzt werden.

Es ist außerdem vorteilhaft, wenigstens ein Betätigungselement 6a zum Betätigen der Betätigungsvorrichtung 6 in einem Abstand vom Umfangsrand des Lichtelements 1 anzuordnen. Hierdurch wird Platz für eine Auflage des Lichtelements 1, z. B. auf balkenförmigen Trägern (nicht dargestellt) geschaffen, auf denen das Lichtelement 1 in der zugehörigen Lichtdachkonstruktion im Randbereich aufliegt. Das Betätigungselement 6a ist deshalb bezüglich dieses Auflagebereichs zur Mitte des Lichtelements 1 hin versetzt angeordnet.

Die Betätigungsvorrichtung 6 kann bei einem vereinfachten Ausführungsbeispiel durch zwei Antriebsverbindungen 6b, z. B. durch zwei Zugseile oder Ketten gebildet, sein, die sich in winkelförmigen Durchführungskanälen 7a, 7b und 8a, 8b in der inneren Hohlprofilplatte 1b erstrecken, wobei die sich parallel zur Bewegungslänge f und vom zugehörigen Kanalabschnitt 7a, 8a entgegengesetzt erstreckenden Kanalanschnitte 7b, 8b der Länge des Bewegungsmaßes c oder mehr entsprechen. Durch manuelles Ziehen an den z. B. einen Kopf oder eine Öse aufweisenden und aus dem Lichtelement 1 entsprechend weit herausragenden Enden der Zugseile oder Ketten läßt sich das bewegliche Blendenelement 4 in seine Schließstellung und in seine Offenstellung jeweils ziehen. Bei diesem Ausführungsbeispiel sind zwei Antriebsverbindungen 6b erforderlich, weil ein Zugseil 6b oder eine übliche Kette nur Zugkräfte zu übertragen vermag. Es ist im Rahmen der Erfindung möglich und vorteilhaft, eine am bewegbaren Blendenelement 4 angreifende Antriebsverbindung 6b anzuordnen, die sowohl Zug- als auch Druckkräfte zu übertragen vermag. Bei einer solchen Ausgestaltung reicht deshalb eine einzige Antriebsverbindung 6b aus, um das bewegbare Blendenelement 4 hin und her zu bewegen. Eine solche Antriebsverbindung 6b kann durch eine Gelenkgliederkette gebildet sein, deren Gelenkglieder durch Schwenkgelenke mit geringem Bewegungsspiel miteinander verbunden sind. Die Gelenkglieder einer solchen Kette können z. B. durch Bolzen gebildet sein und in einer rohrförmigen Führung bzw. dem zugehörigen Durchführungskanal 7a, 7b geführt und dadurch so stabilisiert sein, daß sie auch Druck- bzw. Schubkräfte übertragen kann. Das vorbeschriebene Betätigungselement 6a ist insbesondere für eine manuelle Betätigung vorgesehen, um, z. B. bei einer Ausbildung in Form einer Öse oder eines Knopfes, das manuelle Ergreifen der Antriebsverbindung zu erleichtern. Beim Vorhandensein eines bereits vorbeschriebenen motorischen Antriebs kann ein Betätigungselement 6a entfallen, und die Antriebsverbindung 6b kann direkt mit dem Antrieb verbunden sein.

Die Führung für das bewegbare Blendenelement 4 kann z. B. durch in den Eckenbereichen des Lichtelements 1 angeordnete Führungsbolzen 9 gebildet sein, die einen mittleren verdickten Bolzenabschnitt 9a und zwei endseitige verjüngte Bolzenabschnitte 9b aufweisen. Die Länge des mittleren Bolzenabschnitts 9a ist um ein gewünschtes Bewegungsspiel der Blendenelemente 3, 4 zwischen den Hohlprofilplatten 1a, 1b größer bemessen als die Dicke der beiden Blendenelemente 3, 4. Die verjüngten Bolzenabschnitte 9b sitzen in innenseitigen Löchern 11 der Hohlprofliplatten 1a, 1b, wie es Fig. 4 zeigt. Durch den mittleren Bolzenabschnitt 9a sind die an dessen Schulterflächen anliegenden Hohlprofile 1a, 1b auf ein der Gesamtdicke der Blendenelemente 3, 4 entsprechendes Dickenmaß distanziert. Die mittleren Führungsabschnitte 9a durchfassen jeweils ein, sich in der Bewegungsrichtung erstreckendes und entsprechend lang bemessenes Langloch 12 im bewegbaren Blendenelement 4. Im unbewegbaren Blendenelement 3 sind der Form und Größe des Bolzenabschnittes 9a entsprechende Löcher 13 vorgesehen.

Die Befestigung der Hohlprofilplatten 1a, 1b nebeneinander kann durch nicht dargestellte, z. B. rahmenförmige Verbindungsleisten am Umfang des Lichtelements 1 erfolgen. Gegebenenfalls können auch die in den Löchern 11, z. B. durch Kleben, befestigten Führungsbolzen 9 einer solchen Befestigung der Hohlprofilplatten 1a, 1b aneinander dienen.

Anstelle der vorbeschriebenen Betätigungsvorrichtung 6 mit Seil-, Band- oder Kettenzügen können auch andere Vorrichtungen zum Schieben und/oder Ziehen des bewegbaren Blendenelements 4 vorgesehen sein.

Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 5, bei dem gleiche oder vergleichbare Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen sind, ist eine abgewandelte Betätigungsvorrichtung 6 mit wenigstens einem Stehbolzen 15 vorgesehen, der mit dem beweglichen Blendenelement 4 verbunden ist und quer dazu zu einer Breitseite des Lichtelements 1 absteht, wobei er die auf dieser Seite angeordnete Hohlprofilplatte 1b in einem Langloch 16 durchfaßt, dessen Länge so groß ist, dass der Stehbolzen 15 mit dem bewegbaren Blendenelement 4 um dessen Bewegungslänge f darin hin und her bewegt werden kann. Wenn das bewegbare Blendenelement 4 aus biegesteifem Material besteht, genügt ein einziger Stehbolzen 15, der bezüglich der Hauptrichtung X etwa mittig angeordnet ist, wie es Fig. 2 mit gestrichelten Linien zeigt. Aufgrund der mittigen Anordnung werden bei der Hin- und Herbewegung schädliche Drehmomente vermieden. Wenn dagegen das bewegbare Blendenelement 4 aus einem flexiblen Material besteht, ist es nicht geeignet, Schubkräfte zu übertragen. Deshalb sind in diesem Falle wenigstens in beiden in die Hauptrichtung Y weisenden Endbereiche des bewegbaren Blendenelement 4 jeweils ein Stehbolzen 15 angeordnet, wobei die Stehbolzen 15 durch eine Zug- und Schubstange 17 miteinander verbunden sind, damit sie sich synchron bewegen. Diese Ausgestaltung ist in Fig. 2 und 5 strichpunktiert angedeutet. Zur Stabilisierung der sich quer zur Bewegungsrichtung bzw. Hauptrichtung Y erstreckenden Ränder des bewegbaren Blendenelements 4 können sich quer zur Hauptrichtung Y erstreckende Verstärkungsleisten mit den Rändern verbunden sein. Es ist aber auch möglich, in allen vier Eckenbereichen des bewegbaren Blendenelements 4 jeweils einen Stehbolzen 15 zu befestigen, die durch sich längs der Hauptrichtung Y erstreckende Zug- und Schubstangen 17 sowie quer dazu erstreckende Querstangen (nicht dargestellt) miteinander verbunden sein können.

Das bewegbare Blendenelement 4 kann unterseitig oder oberseitig vom nicht bewegbaren Blendenelement 3 angeordnet sein. Im letzteren Fall läßt sich das bewegbare Blendenelement 4 leichter bewegen, weil das nicht bewegbare Blendenelement 3 nicht auf ihm liegt. Dabei kann der oder können die Stehbolzen 15 zur Außenseite oder zur Innenseite hin abstehen. Wenn der oder die Stehbolzen 15 jeweils zu der Breitseite hin abstehen, auf der sich das bewegbare Blendenelement 4 bezüglich des unbewegbaren Blendenelements 3 befindet, dann bedarf es des oder der Langlöcher 16 nur in der auf dieser Seite angeordneten Hohlprofilplatte 1a bzw. 1b. Stehen der oder die Stehbolzen 15 dagegen zur entgegengesetzten Breitseite ab, dann müssen sie auch das unbewegliche Blendenelement 3 in einem Langloch 16 durchfassen und deshalb ist bzw. sind in diesem Falle auch in dem unbeweglichen Blendenelement 3 das bzw. die Langlöcher 16 anzuordnen, wie es Fig. 5 zeigt, bei dem das bewegbare Blendenelement 4 oben angeordnet ist. Im Hinblick auf Abdichtungsproblemen ist es deshalb vorteilhaft, den wenigstens einen Stehbolzen 15 innenseitig anzuordnen, wie es Fig. 5 ebenfalls zeigt.

In Fig. 5 ist ein bereits erwähnter motorischer Antrieb durch den Pfeil 18 verdeutlicht, der parallel zur Bewegungsebene des bewegbaren Blendenelements 4 am Stehbolzen 15 angreift. In den Fällen, in denen mehrere Stehbolzen 15 vorgesehen sind, die in der Hauptrichtung Y oder auch quer dazu miteinander verbunden sind, kann der Antrieb auch an den anderen Stehbolzen 15 oder Zug- und Schubstangen 17 oder Querstangen angreifen. Um Drehmomente zu vermeiden, ist es auch in diesem Fall vorteilhaft, den Antrieb beidseitig oder mittig angreifen zu lassen.


Anspruch[de]
  1. 1. Plattenförmiges Lichtelement (1) für ein Lichtdach, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Verdunkelungsvorrichtung (2) mit einem ersten flachen und parallel zur Plattenerstreckung angeordneten Blendenelement (3) mit verteilt angeordneten Blendenöffnungen (3a) und ein parallel zum ersten Blendenelement (3) angeordnetes zweites flaches Blendenelement (4) mit verteilt angeordneten Blendenabdeckungen (4a) aufweist, wobei eines der Blendenelemente (3, 4) zwischen einer Verschlussstellung, in der die Blendenabdeckungen (4a) die Blendenöffnungen (3a) ganz oder teilweise überdecken, und einer Offenstellung, in der die Blendenöffnungen (3a) frei sind, bewegbar ist.
  2. 2. Lichtelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und das zweite Blendenelement zueinander kongruente oder unterschiedliche Lochmuster aufweisen.
  3. 3. Plattenförmiges Lichtelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdunkelungsvorrichtung in oder unter dem Lichtelement (1) angeordnet ist.
  4. 4. Plattenförmiges Lichtelement nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Lichtelement (1) aus zwei sandwichartig übereinander angeordneten, Profilplatten, insbesondere Hohlprofilplatten (1a, 1b), besteht, zwischen denen die Verdunkelungsvorrichtung (2) angeordnet ist.
  5. 5. Lichtelement nach, einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Blendenelemente (3, 4) durch Bleche, Folien, oder Bahnen aus textilem Material gebildet sind.
  6. 6. Lichtelement nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das bewegbare Blendenelement (4) durch eine von außerhalb des Lichtelements (1) zugängliche Antriebsverbindung (6b) bewegbar ist.
  7. 7. Lichtelement nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsverbindung (6b) Zug- und Schubkräfte übertragen kann und vorzugsweise durch eine Gelenkgliederkette gebildet ist, deren Gelenkglieder mit geringem Bewegungsspiel schwenkbar miteinander verbunden und in einer Führung hin und her bewegbar geführt sind.
  8. 8. Lichtelement nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Antriebsverbindungen (6b) vorgesehen sind, die Zukräfte für einander entgegengerichtete Bewegungen des bewegbaren Blendenelements (4) übertragen können und vorzugsweise durch Bänder, Seile oder Ketten gebildet sind.
  9. 9. Lichtelement nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungselement (6a) bzw. die Antriebsverbindung (6b) durch wenigstens einen Stehbolzen (15) gebildet ist, der mit dem bewegbaren Blendenelement (4) verbunden ist und quer absteht.
  10. 10. Lichtelement nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens zwei Stehbolzen (15) vorgesehen sind, die in den in die Bewegungsrichtung weisenden Endbereichen des bewegbaren Blendenelements (4) mit diesem verbunden sind und durch eine Zug- oder Schubstange (17) miteinander verbunden sind.
  11. 11. Lichtelement nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein motorischer Antrieb für das bewegbare Blendenelement (4) vorgesehen ist, insbesondere ein elektrischer oder pneumatischer Antrieb.






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