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Dokumentenidentifikation DE69331227T2 25.07.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0628433
Titel RADIERGUMMI
Anmelder Pentel K.K., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder TAKAHASHI, Yasuhiro, Soka-shi, Saitama 340, JP
Vertreter Patentanwälte Ruff, Wilhelm, Beier, Dauster & Partner, 70174 Stuttgart
DE-Aktenzeichen 69331227
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 26.02.1993
EP-Aktenzeichen 939043550
WO-Anmeldetag 26.02.1993
PCT-Aktenzeichen PCT/JP93/00239
WO-Veröffentlichungsnummer 0009316887
WO-Veröffentlichungsdatum 02.09.1993
EP-Offenlegungsdatum 14.12.1994
EP date of grant 28.11.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.07.2002
IPC-Hauptklasse B43L 19/00

Beschreibung[de]
Technischer Bereich

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Radiergummi zum Ausradieren von Handgeschriebenem, das mit einem Bleistift oder einem mechanischen Bleistift geschrieben wurde. Insbesondere betrifft die Erfindung einen Radiergummi, der eine ausgezeichnete Radierfunktion aufweist, selbst wenn er unter geringer Reibkraft angewendet wird wie ein Polyvinylchloridradierer, der verbrannt werden kann, ohne irgendein toxisches chlorhaltiges Gas abzugeben.

Stand der Technik

Wenn Radiergummis benutzt wurden, hinterlassen sie Rückstände. Das Basismaterial für Polyvinylchloridradierer, die überwiegend benutzt werden, ist Polyvinylchlorid, das eine Verbindung mit einem hohen Chlorgehalt darstellt. Wenn daher der Rückstand verbrannt wird, wird ein toxisches chlorhaltiges Gas abgegeben, das die Luft verschmutzt. Im Gegensatz dazu sind Thermoplastelastomerradierer sehr vorteilhaft, weil sie keinerlei Chlorverbindung enthalten und daher vom obigen Problem nicht betroffen sind. Darunter sind Styrol- und Olefinelastomere besonders geeignet zur Verwendung als Material für Radiergummis, da sie Kohlenstoffpulver in hohem Mass absorbieren, das mit einem Bleistift oder einem mechanischen Bleistift von Hand geschriebene Schrift bildet, so dass sie eine ausgezeichnete Radierfunktion zeigen.

Wenn ein Styrol- oder Olefinthermoplastelastomer jedoch allein verwendet wird, wird es selbst bei starkem Reiben nicht abgerieben, da es eine hohe Bruchfestigkeit aufweist und daher nicht als Radierer funktioniert. Daher wird es mit einem Ölkautschuk oder einem Harz, das üblicherweise in die Radierer auf Kautschukbasis eingebracht wird, oder mit einem anderen Thermoplastelastomer kombiniert, so dass es als leicht abzureibender Radiergummi funktioniert.

Jedoch selbst wenn die Bruchfestigkeit des Radiergummis insgesamt durch die Kombination mit der oben beschriebenen Substanz verringert ist, so dass er durch Reiben abgerieben werden kann, ist die Bruchfestigkeit des Styrol- oder Olefinthermoplastelastomers an sich nicht verringert. Radiergummis mit Styrol- oder Olefinthermoplastelastomer als Basismaterial zeigen daher das Problem, dass die Radierfunktion unter schwacher Reibkraft weit unter der von Polyvinylchloridradierern liegt.

US-A-4 578 420 offenbart eine Radiererzusammensetzung gebildet aus herkömmlichen Füllstoffen und Additiven, worin das Bindemittel ein Styrol-Butadien-Styrolblockpolymer mit einem Butadienanteil von 10 bis 40 Prozent ist. In einigen Fällen umfasst die Zusammensetzung Polybutadien, aliphatischen Kohlenwasserstoff und Polynorbornen. Das Polynorbornen ist, bezogen auf Polybutadien und/oder aliphatischen Kohlenwasserstoff, in einem relativ hohen Anteil vorhanden.

DE-A-30 05 298 offenbart einen Radierer, in dem das Basismaterial ein Styrol-Isopren-Styrolblockcopolymer ist. Die Zusammensetzung kann auch Polybutadien, Naphtenöl und Polynorbornen enthalten.

EP-A-0 334 075 offenbart einen Radierer, in dem das Basismaterial ein Styrol-Butylen- oder Propylen-Styrolblockcopolymer ist.

Offenbarung der Erfindung

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, einen Radiergummi zur Verfügung zu stellen, der eine ausgezeichnete Radierfunktion zeigt, selbst wenn er unter geringer Reibkraft angewendet wird, der ein Styrolthermoplastelastomer als Basismaterial aufweist.

Die vorliegende Erfindung stellt einen Radiergummi zur Verfügung umfassend ein Styrolthermoplastelastomer als Basismaterial, wobei das Styrolthermoplastelastomer ein Triblockcopolymer mit molekülhindernden Komponenten ist, um plastische Deformation zu verhindern, und mit einer elastischen Kautschukkomponente im Molekül, und mit einer Struktur, in der die Kautschukkomponente sandwichartig zwischen den molekülhindernden Komponenten angeordnet ist; 1 bis 3 Gewichtsteile, pro Gewichtsteil Basismaterial, einer öligen Substanz; und 0,1 bis 10 Gewichts-%, bezogen auf die ölige Substanz, eines Geliermittels.

Beste Art zur Ausführung der Erfindung

Nun folgt eine ausführliche Beschreibung der vorliegenden Erfindung.

Zunächst wird eine Beschreibung der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung gegeben, die einen Radierer betrifft, der ein thermoplastisches Styrolelastomer als Basismaterial, einen öligen Stoff und ein Geliermittel enthält.

Das als Basismaterial zu verwendende Styrolthermoplastelastomer ist ein Triblockcopolymer mit molekülhindernden Komponenten (Hartsegmenten) zur Verhinderung plastischer Deformation und einer elastischen Kautschukkomponente (Weichsegment) im Molekül und mit einer Struktur, in der die Kautschukkomponente sandwichartig zwischen den molekülhindernden Komponenten angeordnet ist. Bei Raumtemperatur treffen sich zwei oder mehr molekülhindernde Komponenten an beiden Enden des Moleküls, um eine Domäne auszubilden, so dass dadurch eine dreidimensionale Netzwerkstruktur ausgebildet wird, wie bei einem vernetzten Kautschuk. Bei hoher Temperatur wird die Domäne, die die molekülhindernden Komponenten enthält, plastifiziert, so dass die Kraft zur Hinderung des Moleküls verloren geht. Deshalb zeigt das Styrolthermoplastelastomer bei Raumtemperatur Eigenschaften eines vulkanisierten Kautschuks und wird bei hoher Temperatur plastifiziert, so dass es auf einer üblichen Kunststoffverarbeitungsmaschine geformt werden kann.

Die Styrolthermoplastelastomere umfassen ein Styrol/Butadien/Styrolcopolymer, worin die molekülhindernde Komponente Polystyrol ist (gilt nachfolgend) und die Kautschukkomponente Polybutadien ist; ein Styrol/Isopren/Styrolcopolymer, worin die Kautschukkomponente Polyisopren ist; ein Styrol/Ethylenbutylen/Styrolcopolymer, worin die Kautschukkomponente Polyethylenbutylen ist; und ein Styrol/Ethylenpropylen/Styrolcopolymer, worin die Kautschukkomponente Polyethylenpropylen ist.

Beispiele im Handel erhältlicher Styrolthermoplastelastomere werden nachfolgend angegeben. Die Styrol/Butadien/Styrolcopolymere umfassen Tufprene A, Tufprene 125, 200, 315 und 912, Solprene T-406, T- 411, T-414 und T-475, Asaprene T-420, T-430, T-431 und T-450 (Produkte der Asahi Chemical Industry Co., Ltd.); und Cariflex TR1101, TR1102, TRKX138S, TR1118, TR1116, TR1184, TR1186, TR1122, TR4113, TR4122, TR4205, TR4260 und TR4261 und Kraton D1300 (Produkte von Shell Kagaku K.K.). Die Styrol/Isopren/Styrolcopolymere umfassen Cariflex TR1107, TR1111, TR1112 und TR1117 (Produkte der Shell Kagaku K.K.). Die Styrol/Ethylenbutylen/Styrolcopolymere umfassen Tuftec H1052, H1041 und H1051 (Produkte der Asahi Chemical Industry Co., Ltd.); Kraton G1650, G1652 und G1657X (Produkte der Shell Kagaku K.K.); und Rabalon SJ4400, SJ5400, SJ6400, SJ7400, SJ8400, SJ9400, SE5400, SE6400, SS6400, SS7400, SS9400, MJ4300, MJ6300 und ME6301 (Produkte der Mitsubishi Petrochemical Co., Ltd.). Die Styrol/Ethylenpropylen/Styrolcopolymere umfassen Septon 2002, 2003, 2023, 2043, 2063, 2005, 2006, 2103, 2104, 2105 und 4055 (Produkte der Kuraray Co., Ltd.). Solprene T-475 enthält 50 Gewichtsteile eines Naphthenöls pro 100 Gewichtsteile des Styrol/Butadien/Styrolcopolymers. Diese Styrolthermoplastelastomere können entweder allein oder in Kombination von zweien oder mehreren verwendet werden.

Es ist auch möglich, die Bruchfestigkeit des Styrolthermoplastelastomers durch Verwendung eines Diblockcopolymers zu senken, das eine Art des Styrolthermoplastelastomers ist und das eine molekülhindernde Komponente und eine Kautschukkomponente in Kombiantion mit dem oben genannten Styrolthermoplastelastomer umfasst, das das Triblockcopolymer als Basismaterial aufweist. Beispiele der Diblockcopolymere umfassen Kraton G1726X (ein Produkt der Shell Kagaku K.K.) umfassend 70 Gew.-% Styrol/Ethylenbutylen-Diblockcopolymer und 30 Gew.- % Styrol/Ethylenbutylen/Styrol-Triblockcopolymer; und Kraton G1701X (ein Produkt der Shell Kagaku K.K.), das ein Styrol/Ethylenpropylen- Diblockcopolymer ist; und Septon 1001 und 1050 (Produkte der Kuraray Co., Ltd.). Wenn das Diblockcopolymer in Kombination verwendet wird, ist seine Menge vorteilhaft nicht höher als 30 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Styrolthermoplastelastomer. Dies ist dadurch begründet, dass, wenn die Menge an Diblockcopolymer höher ist als 30 Gew.-%, das Styrolthermoplastelastomer zur Plastifizierung neigt oder durch eine ölige Substanz, die unten beschrieben wird, bei Raumtemperatur in einen Lösungszustand gebracht wird.

Die ölige Substanz wird zur Reduzierung der Bruchfestigkeit des Styrolthermoplastelastomers verwendet, das als Basismaterial verwendet ist. Die öligen Substanzen umfassen Mineralöle und flüssige Polymere.

Die Mineralöle umfassen Paraffinöle, Naphthenöle und Aromatenöle, die von Mineralölen gewonnen sind, und Mischungen davon. Beispiele bekannter Mineralöle umfassen nicht nur Extenderöle für Ölkautschuk und Prozessöle für Verbindungen, sondern auch flüssige Paraffine, Spindelöle und Maschinenöle. Die flüssigen Paraffine umfassen technische Flüssigparaffine gemäss JIS K 2231 und solche, die durch die japanische Pharmakopöe und das Lebensmittelhygienegesetz standardisiert sind. Beispiele von Substanzen, die dem Standard entsprechen, umfassen Crystol 52, 70, 72, 102, 142, 172, 202, 262, 322 und 352 (Produkte von Esso Sekiyu K.K.); und DN. Öl CP15N, CP32N, CP38N, CP68N, KP8, KP15, KP32, KP68 und KP100 (Pordukte der Idemitsu Kosan Co., Ltd.).

Die Mineralöle können entsprechend der Klassifikation von Kurtz eingeteilt werden in Paraffinöle, worin die Anzahl der Kohlenstoffatome in der Paraffinkette mindestens 50% der Gesamtanzahl von Kohlenstoffatomen ausmachen, Naphthenölen, worin die Anzahl der Kohlenstoffatome im Naphthenring 30 bis 45% ausmachen und Aromatenöle, worin die Anzahl der Kohlenstoffatome im aromatischen Ring mindestens 35% ausmacht. Die Paraffinöle umfassen DIANA PX-32, PX-90, PW-32, PW- 90, PW-380, PS-32, PS-90 und PS-430 (Produkte der Idemitsu Kosan Co., Ltd.); und Shellflex 210, 310, 790, 1210 und 1310, Lubeflex 26, 100 und 460 (Produkte der Shell Kagaku K.K.); Kyoseki Process P200, P300, P500 und Kyoseki EPT750 (Produkte der Kyodo Oil Co., Ltd.). Die Naphthenöle umfassen DIANA NS-24, NS-100, NM-26, NM-280, NP-24, NU-80 und NF-90 (Produkte der Idemitsu Kosan Co., Ltd.); Shellflex 371 JY, 371N, 451, N-40, 22, 22R, 32R, 100R, 100S, 100SA, 220RS, 220S, 260, 320R und 680 (Produkte der Shell Kagaku K.K.); und Kyoseki Process R25, R50, R200 und R1000 (Produkte der Kyodo Oil Co., Ltd.). Die Aromatenöle umfassen DIANA AC-12, AC-460, AH-16 und AH-58 (Produkte der Idemitsu Kosan Co., Ltd.); Dutrex 729UK und 739 (Produkte der Shell Kagaku K.K.); und Kyoseki Process X50 und X140 (Produkte der Kyodo Oil Co., Ltd.).

Unter den oben beschriebenen Mineralölen können die Paraffin- und Naphthenöle entweder allein oder in Form einer Mischung von zweien oder mehreren verwendet werden, aber die aromatischen Öle müssen in Kombination mit dem Paraffinöl und/oder Naphtenöl verwendet werden. Dies ist dadurch begründet, dass, wenn die Anzahl der Kohlenstoffatome in den aromatischen Ringen 35% oder mehr der Gesamtzahl der Kohlenstoffatome im Mineralöl ausmacht, wird die Styroldomäne im Styrolthermoplastelastomer gelöst, wegen einer hohen Löslichkeit des Polystyrols in der aromatischen Ringkomponente, und das Styrolthermoplastelastomer wird bei Raumtemperatur plastifiziert oder in einen Lösungszustand gebracht, was die Herstellung eines Radiergummis unmöglich macht. Deshalb muss die Anzahl der aromatischen Kohlenstoffatome im Mineralöl unter 35% der Gesamtanzahl der Kohlenstoffatome liegen.

Die flüssigen Polymere umfassen flüssige Polyisoprene, flüssige Polybutadiene und flüssige Polybutene. Die flüssigen Polybutene umfassen Nisseki Polybuten LV-5, LV-10, LV-25, LV-50, LV-100 und HV-15 (Produkte der Nippon Petrochemical Co., Ltd.); und Idemitsu Polybuten OH, 5H, 10H, 15H, OR und 15R (Produkte der Idemitsu Petrochemical Co., Ltd.).

Die ölige Substanz muss in einer Menge von 1 bis 3 Gewichtsteilen pro Gewichtsteil des Styrolthermoplastelastomers verwendet werden. Wenn seine Menge geringer ist, ist die Senkung der Bruchfestigkeit ungenügend und es kann keine zufriedenstellende Radierwirkung erreicht werden, wenn der Radiergummi unter einer schwachen Reibkraft verwendet wird. Im Gegenteil, wenn die Menge an öliger Substanz grösser ist, ist die Bruchfestigkeit des Elastomers zu gering, um die Radierwirkung zu erzielen.

Das Geliermittel wird verwendet, um das sogenannte Ausblühen zu inhibieren, wobei die ölige Substanz aus der Radiergummioberfläche austritt, und auch um zu verhindern, dass die Hand oder die Papieroberfläche bei der Benutzung des Radiergummis beschmutzt werden. Die hier verwendbaren Geliermittel umfassen organische Geliermittel wie Dibenzylidensorbit, Tribenzylidensorbit, Dextrin/Fettsäureester, N-Acylfettsäureamide und Rizinusölderivate; und anorganische Geliermittel wie Siliciumoxid, Bentonit und Hectorit. Da Siliciumoxid eine besonders bemerkenswerte Wirkung aufweist, ist es bevorzugt. Das Siliciumoxid ist beispielsweise Aerosil (ein Produkt der Nippon Aerosil Co., Ltd.), das nach einem Trockenverfahren hergestellt ist, oder Mizukasil (ein Produkt der Mizusawa Industrial Chemicals, Ltd.) oder Nipsil (ein Produkt der Nippon Silica Industrial Co., Ltd.), das nach einem Nassverfahren hergestellt ist.

Das Geliermittel wird in einer Menge von 0,1 bis 10 Gew.-%, bezogen auf die ölige Substanz, verwendet. Wenn seine Menge unter diesem Bereich liegt, wird der gewünschte Effekt nicht immer erreicht und im Gegenteil, wenn sie über diesem Bereich liegt, zeigt sich eine Tendenz zum gegenteiligen Effekt auf die anderen Eigenschaften des Radiergummis.

Wenn nötig können andere chlorfreie thermoplastische Harze als Styrolthermoplastelastomere und Olefin-, Ester- und Urethanthermoplastelastomere zusätzlich zu den oben beschriebenen unabdingbaren Komponenten verwendet werden. Die Menge des Styrolthermoplastelastomers beträgt mindestens 25 Gew.-%, bevorzugt mindestens 50 Gew.-%, bezogen auf das ganze Basismaterial. Ferner können Additive, die gewöhnlich in einem Radiergummi enthalten sind, wie ein Füllstoff, Stabilisator, Farbstoff und Mittel gegen Pilze und Mikroben geeignet verwendet sein. Die Füllstoffe umfassen Calciumcarbonat, Magnesiumcarbonat, Diatomeenerde, Tonerde und faserartige oder nadelförmige Füllstoffe zur Verbesserung der Biegefestigkeit, wie Kaliumtitanatfasern, Magnesiumsulfatfasern, Siliciumnitridwhiskers und Siliciumcarbidwhiskers. Die Stabilisatoren umfassen Antioxidationsmittel wie gehinderte Phenole, Ultraviolettabsorber wie Benzotriazole und Oxalsäueranilide, und Ultraviolettstabilisatoren wie gehinderte Amine. Die Farbstoffe umfassen organische und anorganische Pigmente. Die Mittel gegen Pilze und Mikroben umfassen 2-(4-Thiazolyl)-benzimidazol, Zink-2-pyridinethiol-1-oxid, metallisches Silber auf Calciumphosphatträger und antimikrobielle Zinkverbindungen.

Der Radiergummi kann durch Kneten der oben beschriebenen Komponenten in einem gewöhnlichen heizbaren Mixer hergestellt werden, wie einer heizbaren Zweiwalzenmühle, einem Druckkneter oder Banbury- Mixer und denn Formen der erhaltenen Mischung in einer Formmaschine wie einer Pressmaschine, Spritzgussmaschine oder einem Extruder.

Der erfindungsgemässe Radiergummi zeigt eine ausgezeichnete Radierleistung, selbst wenn er unter schwacher Reibkraft verwendet wird, da die in einer Menge von 1 bis 3 Gewichtsteilen pro Gewichtsteil des Basismaterials darin enthaltene ölige Substanz die Bruchfestigkeit des als Basismaterial verwendeten Styrolthermoplastelastomers reduziert. Ferner tritt die ölige Substanz nicht aus der Radiergummioberfläche aus, da das Geliermittel die ölige Substanz durch Gelieren im Radiergummi fixiert. Ausserdem ist der Ausblühungen inhibierende Effekt des Geliermittels dem der Füllstoffe wie Calciumcarbonat bei weitem überlegen, und deshalb genügt nur eine kleine Menge des Geliermittels, um diesen Effekt zu zeigen. Auf diese Weise werden die Eigenschaften des Radiergummis nicht so beeinträchtigt wie es vergleichsweise beim Inhibieren der Ausblühungen mit dem Füllstoff der Fall ist.

Die folgenden Beispiele dienen der weiteren Erläuterung der vorliegenden Erfindung

Beispiel 1

Styrolthermoplastelastomere:

"Cariflex TR1101 " 35 Gewichtsteile

"Kraton G1726X" 15 Gewichtsteile

Paraffinöl "DIANA PW-380" 60 Gewichtsteile

Füllstoff: schweres Calciumcarbonat 100 Gewichtsteile

Stabilisator "IRGANOX 1010" (CIBA-GEIGY Ltd., Deutschland) 1 Gewichtsteil

Geliermittel: feines Siliciumoxidpulver

"Aerosil #200" (Nippon Aerosil Co., Ltd.) 0,6 Gewichtsteile Unter den oben genannten Komponenten werden die beiden Arten von Styrolthermoplastelastomer auf einer auf 120ºC erwärmten Zweiwalzenmühle gründlich durchgeknetet. Ein zuvor durch Vermischen des Paraffinöls und des Geliermittels bereitetes Gel und die anderen Komponenten werden zur erhaltenen Mischung hinzugefügt und die so erhaltene Mischung wird weiter geknetet. Nach Beendigung des Knetens wird die erhaltene Mischung in eine Form gefüllt und bei 120ºC 10 min lang gepresst, um einen blockförmigen Radiergummi zu erhalten.

Beispiel 2

Styrolthermoplastelastomere:

"Septon 2002" 50 Gewichtsteile

"Asaprene T-430" 100 Gewichtsteile

Naphthenöl "DIANA NS-24" 300 Gewichtsteile

Füllstoff: schweres Calciumcarbonat 200 Gewichtsteile

Stabilisator "IRGANOX 1010" 1 Gewichtsteil

Geliermittel: feines Siliciumoxidpulver "Nipsil LP" (Nippon Silica Industrial Co., Ltd.) 9 Gewichtsteile

Unter den oben genannten Komponenten werden die beiden Arten von Styrolthermoplastelastomer auf einer auf 120ºC erwärmten Zweiwalzenmühle gründlich durchgeknetet. Ein zuvor durch Vermischen des Naphthenöls und des Geliermittels bereitetes Gel und die anderen Komponenten werden zur erhaltenen Mischung hinzugefügt und die so erhaltene Mischung wird weiter geknetet. Nach Beendigung des Knetens wird die erhaltene Mischung in eine Form gefüllt und bei 120ºC 10 min lang gepresst, um einen blockförmigen Radiergummi zu erhalten.

Beispiel 3

Styrolthermoplastelastomer:

"Solprene T-475" (Mischung aus 50 Gewichtsteilen Triblockcopolymer und 25 Gewichtsteilen Naphthenöl) 75 Gewichtsteile

Olefinthermoplastelastomer "Milastomer 7030N" 50 Gewichtsteile

Füllstoff: schweres Calciumcarbonat 100 Gewichtsteile Naphthenöl "DIANA NU-80" 50 Gewichtsteile

Stabilisator "IRGANOX 1010" 1 Gewichtsteil

Geliermittel: Dibenzylidensorbitol "GELALL D" 0,5 Gewichtsteile

(New Japan Chemical Co., Ltd.)

Unter den oben genannten Komponenten werden die beiden Arten von Thermoplastelastomer auf einer auf 120ºC erwärmten Zweiwalzenmühle gründlich durchgeknetet. Ein zuvor durch Vermischen des Naphthenöls und des Geliermittels unter Erwärmen bereitetes Gel, um zuerst eine Lösung zu erhalten und sie dann abzukühlen, und die anderen Komponenten werden zur erhaltenen Mischung hinzugefügt und die so erhaltene Mischung wird weiter geknetet. Nach Beendigung des Knetens wird die erhaltene Mischung in eine Form gefüllt und bei 120ºC 10 min lang gepresst, um einen blockförmigen Radiergummi zu erhalten.

Beispiel 4

Styrolthermoplastelastomer:

"Cariflex TR1101" 35 Gewichtsteile

"Kraton G1726X" 15 Gewichtsteile

Flüssigpolymer: "Nisseki Polybutene LV-50" 60 Gewichtsteile

Füllstoff: schweres Calciumcarbonat 100 Gewichtsteile

Stabilisator "IRGANOX 1010" 1 Gewichtsteil

Geliermittel: Dextrinpalmitat

"Rheopearl KE" (Sansho Co., Ltd.)0,5 Gewichtsteile

Unter den oben genannten Komponenten werden die beiden Arten von Styrolthermoplastelastomer auf einer auf 120ºC erwärmten Zweiwalzenmühle gründlich durchgeknetet. Ein zuvor durch Vermischen des flüssigen Polymers und des Geliermittels unter Erwärmen bereitetes Gel, um zuerst eine Lösung zu erhalten und sie dann abzukühlen, und die anderen Komponenten werden zur erhaltenen Mischung hinzugefügt und die so erhaltene Mischung wird weiter geknetet. Nach Beendigung des Knetens wird die erhaltene Mischung in eine Form gefüllt und bei 120ºC 10 min lang gepresst, um einen blockförmigen Radiergummi zu erhalten.

Beispiel 5

Styrolthermoplastelastomer:

"Septon 2002" 50 Gewichtsteile

Flüssigpolymer: "Nisseki Polybuten HV-15" 100 Gewichtsteile

Füllstoff: Schweres Calciumcarbonat 200 Gewichtsteile

Stabilisator. "IRGANOX 1010" 1 Gewichtsteil

Geliermittel: Bentonit Flüssigparaffin 5 Gewichtsteile

"DN Oil KP32" (Idemitsu Kosan Co., Ltd.) 36 Gewichtsteile

Unter den oben genannten Komponenten werden das Styrolthermoplastelastomer und das flüssige Paraffin auf einer auf 120ºC erwärmten Zweiwalzenmühle gründlich durchgeknetet. Ein zuvor durch Vermischen des flüssigen Polymers und des Geliermittels hergestelltes Gel und die anderen Komponenten werden der erhaltenen Mischung hinzugefügt und die so erhaltene Mischung weiter geknetet. Nach Beendigung des Knetens wird die erhaltene Mischung in eine Form gefüllt und bei 120ºC 10 min lang gepresst, um einen blockförmigen Radiergummi zu erhalten.

Beispiel 6

Styrolthermoplastelastomer:

"Solprene T-406" 50 Gewichtsteile

Olefinthermoplastelastomer "Milastomer 7030N" 50 Gewichtsteile

Füllstoff: Schweres Calciumcarbonat 100 Gewichtsteile

Flüssig polymer: "Idemitsu Polybutene OR" 75 Gewichtsteile

Stabilisator "IRGANOX 1010" 1 Gewichtsteil

Geliermittel: "Aerosil #200" 1,5 Gewichtsteile

Unter den oben genannten Komponenten werden die beiden Arten von Thermoplastelastomer auf einer auf 120ºC erwärmten Zweiwalzenmühle gründlich durchgeknetet. Ein zuvor durch Vermischen des flüssigen Polymers und des Geliermittels hergestelltes Gel und die anderen Komponenten werden der erhaltenen Mischung hinzugefügt und die so erhaltene Mischung weiter geknetet. Nach Beendigung des Knetens wird die erhaltene Mischung in eine Form gefüllt und bei 120ºC 10 min lang gepresst, um einen blockförmigen Radiergummi zu erhalten.

Vergleichsbeispiel 1 (Im Vergleich zu Beispiel 1)

Styrolthermoplastelastomere:

"Cariflex TR1101" 35 Gewichtsteile

"Kraton G1726X" 15 Gewichtsteile

Paraffinöl "DIANA PW-380" 175 Gewichtsteile

Füllstoff: Schweres Calciumcarbonat 100 Gewichtsteile

Stabilisator "IRGANOX 1010" 1 Gewichtsteil

Unter den oben genannten Komponenten werden die beiden Arten von Styrolthermoplastelastomer auf einer auf 120ºC erwärmten Zweiwalzenmühle gründlich durchgeknetet. Die anderen Komponenten werden der erhaltenen Mischung hinzugefügt und die so erhaltene Mischung weiter geknetet. Nach Beendigung des Knetens wird die erhaltene Mischung in eine Form gefüllt und bei 120ºC 10 min lang gepresst, um einen blockförmigen Radiergummi zu erhalten.

Vergleichsbeispiel 2 (Im Vergleich zu Beispiel 1)

Styrolthermoplastelastomere:

"Cariflex TR1101" 35 Gewichtsteile

"Kraton G 1726X" 15 Gewichtsteile

Paraffinöl "DIANA PW-380" 175 Gewichtsteile

Füllstoff: Schweres Calciumcarbonat 350 Gewichtsteile

Stabilisator "IRGANOX 1010" 1 Gewichtsteil

Unter den oben genannten Komponenten werden die beiden Arten von Styrolthermoplastelastomer auf einer auf 120ºC erwärmten Zweiwalzenmühle gründlich durchgeknetet. Dann wird dieselbe Verfahrensweise wie beim Vergleichsbeispiel 1 wiederholt, um einen Radiergummi zu erhalten.

Vergleichsbeispiel 3 (Herkömmlicher Polyvinylchloridradiergummi)

Polyvinylchloridharz:

"ZEON 121" (NIPPON ZEON Co., Ltd.) 30 Gewichtsteile

Weichmacher: Dioctylphthalat 35 Gewichtsteile

Stabilisator: epoxidiertes Sojaöl 0,6 Gewichtsteile

Füllstoff: Schweres Calciumcarbonat 35 Gewichtsteile

Die oben genannten Komponenten werden zusammengemischt, so dass eine Paste erhalten wird, die in eine Form gefüllt und bei 110ºC 20 min lang gepresst wird, um einen herkömmlichen Polyvinylchloridradiergummi zu erhalten.

Die Beispiele 1 bis 6 betreffen einen Radiergummi gemäss der vorliegenden Erfindung. Die Vergleichsbeispiele 1 und 2 werden zum Vergleich damit angegeben. Das Vergleichsbeispiel 3 betrifft den herkömmlichen Polyvinylchloridradiergummi.

Der Radiergrad wurde mit jedem der in den Beispielen 1 bis 6 und den Vergleichsbeispielen 1, 2 und 3 erhaltenen Radiergummis gemäss JIS S 6050 bestimmt. Der Radiergrad jedes des in den Beispielen 1 bis 6 erhaltenen Radiergummis betrug mindestens 80%, was den JIS-Standard erfüllt.

Dann wurde die erreichte Radierwirkung durch Anwenden jedes der in den Beispielen 1 bis 6 erhaltenen Radiergummis mit einer Hand unter schwacher Radierkraft verglichen mit der eines herkömmlichen Polyvinylchloridradiergummis, der im Vergleichsbeispiel 3 erhalten wurde, wobei festgestellt wurde, dass sie gleich sind.

Nachdem die Radiergummis 3 Monate in einem verschlossenen Gefäss aufbewahrt wurden, traten keine Ausblühungserscheinungen auf und die Radierwirkung war bei den in den Beispielen 1 bis 6 erhaltenen Radiergummis nicht beeinträchtigt, während bei dem geliermittelfreien Radiergummi des Vergleichsbeispiels 1 die Ausblühung auftrat, was die Papieroberfläche und die Hand des Benutzers beschmutzte. Als der im Vergleichsbeispiel 2 erhaltene Radiergummi benutzt wurde, konnte der Farbstoff der Handschrift nicht in den Raidergummiabrieb eingebracht werden, und die Papieroberfläche wurde schwarz verschmutzt, obwohl die Ausblüherscheinung nicht auftrat, da eine grosse Menge an Füllstoff anstelle des Geliermittels enthalten war, um die Ausblühung zu verhindern.

Wie oben ausführlich beschrieben ist, kann der Radiergummi der vorliegenden Erfindung verbrannt werden, ohne dass toxische chlorhaltige Gase austreten, da keine chlorhaltige Verbindung als Ausgangsmaterial verwendet wurde, und ausserdem zeigt er so eine ausgezeichnete Radierwirkung, selbst wenn er unter einer schwachen Reibkraft angewendet wird, wie der herkömmliche Polyvinylchloridradiergummi.


Anspruch[de]

1. Radiergummi umfassend ein Styrolthermoplastelastomer als Basismaterial, wobei das Styrolthermoplastelastomer ein Triblockcopolymer mit molekülhindernden Komponenten ist, um plastische Deformation zu verhindern, und mit einer elastischen Kautschukkomponente im Molekül, und mit einer Struktur, in der die Kautschukkomponente sandwichartig zwischen den molekülhindernden Komponenten angeordnet ist; 1 bis 3 Gewichtsteile, pro Gewichtsteil Basismaterial, einer öligen Substanz; und 0,1 bis 10 Gewichts-%, bezogen auf die ölige Substanz, eines Geliermittels.

2. Radiergummi nach Anspruch 1, worin das Styrolthermoplastelastomer eines oder eine Mischung aus zwei oder mehreren Triblockcopolymeren ist ausgewählt aus Styrol/Butadien/Styrolcopolymer, Styrol/Isopren/Styrolcopolymer, Styrol/Ethylenbutylen/Styrolcopolymer und Styrol/Ethylenpropylen/Styrolcopolymer.

3. Radiergummi nach Anspruch 1 oder 2, worin die ölige Substanz Mineralöl ist.

4. Radiergummi nach Anspruch 3, worin das Mineralöl eines oder eine Mischung aus zwei oder mehreren Ölen ist ausgewählt aus flüssigem Paraffin, Paraffinölen und Naphthenölen.

5. Radiergummi nach Anspruch 1 oder 2, worin die ölige Substanz ein flüssiges Polymer ist.

6. Radiergummi nach Anspruch 5, worin das flüssige Polymer eines oder eine Mischung aus zwei oder mehreren Ölen ist ausgewählt aus flüssigem Polyisopren, flüssigem Polybutadien und flüssigem Polybuten.

7. Radiergummi nach einem der Ansprüche 1 bis 6, worin das Geliermittel eine organische Substanz ist.

8. Radiergummi nach Anspruch 7, worin das organische Geliermittel eines oder eine Mischung aus zwei oder mehreren Geliermitteln ist ausgewählt aus Dibenzylidensorbit, Tribenzylidensorbit und Dextrin/Fettsäureestern.

9. Radiergummi nach einem der Ansprüche 1 bis 6, worin das Geliermittel eine anorganische Substanz ist.

10. Radiergummi nach Anspruch 9, worin das anorganische Geliermittel eines oder eine Mischung aus Geliermitteln ist ausgewählt aus Siliciumoxid und Bentonit.

11. Radiergummi nach einem der Ansprüche 1 bis 10, das ferner ein Styrolthermoplastelastomer enthält, das ein Diblockcopolymer als Basismaterial aufweist.







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