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Dokumentenidentifikation DE10157980A1 01.08.2002
Titel Höhenverstellbare Leiter- bzw. Stehleiterbühne
Anmelder Laug, Horst, 49809 Lingen, DE
Erfinder Laug, Horst, 49809 Lingen, DE
DE-Anmeldedatum 27.11.2001
DE-Aktenzeichen 10157980
Offenlegungstag 01.08.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.08.2002
IPC-Hauptklasse E06C 7/16
IPC-Nebenklasse E04G 1/30   

Beschreibung[de]

Arbeitsbühnen, Gerüste und Arbeitsplattformen sind in den unterschiedlichsten Ausführungen bekannt und gehören zum Stand der Technik.

Meistens sind Arbeitsplattformen in der Regel nur im geringen Umfang höhenverstellbar und werden überwiegend bis ca. 1 m Standhöhe eingesetzt.

Die Gerüste sind in der Regel erst ab 2 m Standhöhe wirtschaftlich einzusetzen, da zwei Mann für den Auf- und Abbau erforderlich sind.

Allen bisherigen Ausführungen aber gemeinsam nachteilig ist der Zugang zu den Arbeitsplattformen.

Bei geringen Standflächenhöhen ist der Zugang zur Arbeitsplattform mit einem Kletterschritt zu bewältigen, bei größeren Höhen muss an Gerüsten senkrecht die Außen- oder Innenseite bis zur Plattform bestiegen werden. Dabei ist es unmöglich Handwerkzeuge in der Hand zu halten, weil der ohnehin schon beschwerliche Aufstieg zur Arbeitsplattform nur beidhändig erfolgen kann.

In der Patentschrift US-6,189,653 B1 ist eine Bühne beschrieben, die in die Leitersprossen mit einer Seite eingehängt wird und erst mittels einer Durchstiegsluke die Plattform zugänglich ist. Dazu sind beide Hände notwendig, so dass auch hier kein Werkzeug in der Hand gehalten werden kann, weil ja die Durchstiegsklappe erst geöffnet und dann wieder geschlossen werden muss.

Die in der Patentschrift US-A-4,004,652 beschriebene Ausführung einer Arbeitsplattform ist viel zu aufwendig in der Herstellung und für viele Einsätze als Arbeitsplattform nicht geeignet.

Die Patentschrift DE-198 55 559 zeigt in den Fig. 4 und 5 eine Arbeitsplattform die zwar geeignet ist, aber durch die erforderlichen zwei Stück Befestigungselemente immer noch zu aufwendig in der Herstellung ist. Zusätzlich sind die zwei einzelnen Seitenstützen und die Plattform Einzelteile, die noch ohne Geländer mit Leiter und den zwei Befestigungselementen sechs Stück einzelne Teile betragen, um eine höhenverstellbare Arbeitsplattform herzustellen und somit relativ unwirtschaftlich ist.

Außerdem ist es ein Nachteil, dass die Länge der Arbeitsplattform in der hier beschriebenen Ausführung abhängig von der Größe der Stehleiter ist.

An einer einfachen Anlegeleiter ist die genannte Konstruktion wegen der dann fehlenden zweiten Auflage bzw. Abstützung nicht anwendbar.

Die Aufgabe der neuen Erfindung ist die Schaffung einer Arbeitsplattform, die synchron zu den Abständen der Leitersprossen einer Leiter höhenverstellbar, dabei aber nur mit einem Ende seitlich an der Leiter vorbeigeführt und stabil abgestützt ist, so dass ein bequemer Aufstieg über die ca. 70 Grad schräg gestellte Leiter von der Seite aus mit Werkzeugen in der einen Hand und Festhalten an der Leiter mit der anderen Hand möglich ist.

Die Arbeitsplattform soll aber mit einem Ende gelenkig seitlich an der Leiter vorbeigeführt und befestigt sein, da am anderen Ende der Arbeitsplattform teleskopierbare Stützbeine angeordnet sein müssen, die wiederum erst nach dem Einstellen und Befestigen in der gewünschten Höhe des anderen Kopfendes der Arbeitsplattform ausgeklappt und in der waagerechten Stellung der Arbeitsplattform eingestellt und arretiert werden.

Erforderlich ist dabei, dass die Anlegeleiter oder die Stehleiter nur mit wenigen Handgriffen zum Entfernen der Arbeitsplattform sofort wie gewohnt wieder anwendbar ist. Auch die Arbeitsplattform soll separat als aufgelegter Laufsteg usw. einsetzbar sein.

Die höhenverstellbare Leiter- und Stehleiterbühne soll nicht mehr als aus drei Einzelteilen bestehen, lediglich für Standhöhen ab etwa ca. Im müssen einsteckbare Geländer vorhanden sein.

Durch die während des Einsatzes ständige feste Verbindung zwischen der Leiter und der Arbeitsplattform soll zusätzlich zu dem erheblich sicheren Auf- und Abstieg zur Arbeitsplattform auch das Kippen der Leiter beim Überstieg verhindert und der Auf- und Abbau der Leiter- bzw. Stehleiterbühne entscheidend vereinfacht werden.

Ebenso sollen Unebenheiten der Standfläche für die höhenverstellbare Leiter- bzw. Stehleiterbühne unter Beibehaltung des sicheren und bequemen seitlichen Überstiegs von der Leiter zur Arbeitsplattform durch einstellbare Stützen überwunden werden.

Einige wesentliche Merkmale sind in den Fig. 1-Fig. 8 perspektivisch dargestellt. Es zeigen:

Fig. 1 eine höhenverstellbare Stehleiterbühne bei der die Arbeitsplattform 4 in seitlicher Richtung schwenkbar an der Traverse 1 gelenkig befestigt ist, und die Traverse 1 an der Stehleiter vorderseitig an einer Leitersprosse angeklemmt ist. Die gegenüberliegende Seite der Traverse 1 ist auf einer ausgeklappten A-förmigen Doppelstütze 2 gelagert.

Fig. 2 eine Traverse 1 mit ausgeklappter A-förmiger Doppelstütze 2. Die Stützbeine der Doppelstütze 2 sind mit an der Standfläche angepassten schräggestellten Fußplatten 5 ausgerüstet.

Fig. 3 den Endbereich der Traverse 1 an dem die Doppelstütze 2 gelenkig einklappbar mittels eines unterseitig angebrachten Scharniergelenkes 11 befestigt wird.

Fig. 4 eine Doppelstütze 2 mit eingeklappter Traverse 1

Fig. 5 eine Arbeitsplattform 4 die mit einem Kopfende auf einer Treppenstufe einer Treppenkrümmung aufliegt und zur verbesserten sicheren Auflage die längenverstellbaren Kippsicherungspratzen 8 längs- und stirnseitig unterschiedlich der Treppenstufe angepasst bzw. eingestellt sind.

Fig. 6 eine entsprechend des Rampenwinkels einer Auffahrrampe abgewinkelte Auflagerplatte 9 die stirnseitig an der Arbeitsplattform 4 angeordnet und unterseitig an den Haltelaschen der Arbeitsplattform 4 befestigt ist.

Fig. 7 eine Arbeitsplattform 4 mit eingeklappten gespreizten Stützbeinen 12 und in einer Ebene zur Plattformoberfläche ausgeklappten sowie senkrecht hochgestellten und arretierten Gleit- und Schutzkufen 10. Stirnseitig sind Aufnahmerohrmuffen 13 zum Befestigen der längenverstellbaren Kippsicherungspratzen 8 oder Einhängehaken angeordnet.

Fig. 8 das freie Befestigungsende einer Traverse 1a mit daran angebrachten Einhängehaken 6.

Eine Art der Ausführung wird wie folgt beschrieben:

In einem der offenen Enden der Hohlsprossenprofile einer Stehleiter oder einer Anlegeleiter wird eine Traverse 1 mit einem Ende eingeschoben bzw. durchgeschoben und arretiert. Die Arretierung erfolgt auf der gegenüberliegenden Seite der Leiter an dem durchgeschobenen Ende der Traverse 1 mittels Steckbolzen. Die gegenüberliegende Seite der Traverse 1 ist am Ende mit einer A-förmig gespreizten Doppelstütze 2 gelenkig verbunden, so dass die Traverse 1 parallel zu der Doppelstütze 2 ein- und ausklappbar ist. Die Distanz zwischen der Leiteraußenseite und der gelenkig angebrachten Doppelstütze 2 der Traverse 1 im eingeschobenen und arretierten Zustand in der Leitersprosse entspricht der Breite einer Arbeitsplattform 4.

Auf der Oberseite der Traverse 1 befinden sich Haltelaschen 3 deren Bohrungen so angeordnet sind, dass die daran gelenkig zu befestigende Arbeitsplattform 4 ungehindert in senkrechten Richtungen schwenkbar ist.

Beide gespreizten Stützbeine der Doppelstütze 2 sind teleskopierbar und feststellbar ausgebildet. Die Fußenden der Doppelstütze 2 sind mit auswechselbaren, gummibelegten Endstücken oder Erdspitzen und schräg gestellten Fußplatten 5 versehen.

Eine weitere Ausführungsart der Befestigung der Traverse 1 an der Leiter ist die außenseitige parallel an einer Leitersprosse erfolgende Anklemmung des freien Endes der Traverse, wobei das Traversenende vorderseitig oder hinterseitig an der Leiter positioniert ist.

Die einfachste Ausführung ist ein Einhaken des Traversenendes an einer Leitersprosse mittels an der Traverse 1a angebrachten Einhängehakens 6. Hierbei verläuft die Traverse, ebenfalls vorder- oder hinterseitig, der Leiter parallel zur betreffenden Leitersprosse. Die Arbeitsplattform 4 weist im Bereich eines Kopfendes unterseitig angeordnete Haltelaschen mit Bohrungen auf, deren maßliche Positionen den Haltelaschen 3 der Traverse 1 so entsprechen, dass eine schnelle Steckbolzenverbindung mit der Traverse 1 hergestellt werden kann und dabei die Arbeitsplattform 4 mit dem anderen Kopfende vorübergehend auf dem Boden abgestützt aufliegt.

Dieses bisher freie Kopfende der Arbeitsplattform 4 ist mit teleskopierbaren Stützen versehen, die durch Zug- und Druckstreben starr miteinander verbunden sind und dabei dauerhaft gespreizt ausgebildet sind. Beide Stützen lassen sich vollständig zur Arbeitsplattformunterseite einklappen und soweit wieder ausklappen, dass im ausgeklappten Zustand die Stützen ebenfalls leicht gespreizt in der Längsrichtung zur Arbeitsplattform 4 stehen.

Die Fußenden der Stützen sind mit auswechselbaren gummibelegten Endstücken oder der mehrachsigen Spreizung der Stützen entsprechend schräggestellten Fußplatten mit Erdspitzen 5 ausgerüstet. An den Außenseiten der Arbeitsplattform 4 befinden sich Geländerhalterungen 7. In den Bereichen der Kopfenden der Arbeitsplattform 4 sind längs- und/oder stirnseitig längenverstellbare Kippsicherungspratzen 8 mit Gummi- oder Kunststoffbelägen angeordnet, die auswechselbar gegen Einhängegabeln zum Einhängen der Arbeitsplattform 4 an Geländern usw. konstruiert sind.

Um die Arbeitsplattform 4 auch als Auffahrrampe verwenden zu können, kann das Kopfende mit den unterseitig angeordneten Haltelaschen durch eine des Rampenwinkels entsprechenden Gradzahl abgewinkelten Auflagerplatte 9 ausgerüstet werden.

Mit einer im rechten Winkel abgekanteten Verbindungsplatte die ebenfalls unterseitig an den Haltelaschen der Arbeitsplattform 4 mittels Steckbolzen befestigt wird und der Auflagerschenkel Bohrungen für Bolzen aufweist, ist eine Verbindung zu weiteren Arbeitsplattformen 4 möglich, so dass die Leiter- bzw. Stehleiterbühne nicht nur in der Höhe verstellbar, sondern auch in der Länge erweiterbar ist.

Vorteilhafterweise können die Haltelaschen 3 auf der Traverse 1 auch verschieblich und verdrehbar angebracht sein, so dass die an den Haltelaschen 3 befestigte Arbeitsplattform 4 im Gebrauchszustand auch seitlich schwenkbar ist, um die Leiter- bzw. Stehleiterbühne auch bei schwierigen Standplatzverhältnissen flexibel und sicher außerhalb der Fluchtlinie zur Leiter aufzustellen.

An beiden äußeren Längsseiten der Arbeitsplattform 4 befinden sich Gleit- und Schutzkufen 10 die gelenkig und schwenkbar von der Ebene, senkrecht zur Plattform, befestigt und in der jeweiligen Stellung arretierbar konstruiert sind.

Die Gleit- und Schutzkufen 10 schützen beim hochkantigen Abstellen der Arbeitsplattform 4 hervorstehende Anbauteile vor Beschädigungen und in senkrechter Stellung wird ein ungehindertes Aufschieben der Arbeitsplattform 4 auf Dachträger von Fahrzeugen ermöglicht. Bezugszeichenliste 1 Traverse

2 A-förmig gespreizte, teleskopierbare Doppelstütze

3 Haltelaschen

4 Arbeitsplattform

5 an den Stützen entsprechend der Spreizwinkel schräggestellte Fußplatten die mit der gesamten Unterfläche plan auf der Oberfläche des Bodens aufliegen

6 Einhängehaken

7 Geländerhalterungen

8 längenverstellbare, auswechselbare Kippsicherungspratzen

9 Auflagerplatte

10 Gleit- und Schutzkufen

11 Scharniergelenk

12 Stützen der Arbeitsplattform

13 Aufnahmerohrmuffen


Anspruch[de]
  1. 1. Höhenverstellbare Leiter- bzw. Stehleiterbühne, die aus einer Anlege- oder einer Stehleiter und einer auf einem Leiterteil aufgelegten Arbeitsplattform besteht, wobei die Arbeitsplattform mit einem Ende seitlich an einem Leiterteil vorbeigeführt und hier mittels einer zusätzlichen Stütze abgestützt aufliegt und das andere Ende der Arbeitsplattform durch dort gelenkig angebrachte teleskopierbare Stützbeine gehalten wird, dadurch gekennzeichnet, dass seitlich an einer Leiter eine Traverse 1 mit dem einen Ende, wahlweise der gewünschten Höhe entsprechend, in einem der offenen Enden der Hohlsprossenprofile eingeschoben und arretiert ist, oder die Traverse 1 vorder- oder hinterseitig eines Leiterteils parallel verlaufend an einer Leitersprosse eingehakt und/oder angeklemmt ist und das gegenüberliegende Ende der Traverse 1 soweit von der Leiteraußenseite entfernt ist, dass eine Arbeitsplattform 4 mit einem Kopfende darauf gelenkig und schwenkbar befestigt ist, dieses Ende der Traverse 1 eine ein- und ausklappbare A-förmig gestaltete Doppelstütze 2 aufweist, deren Stützbeine beide teleskopierbar sind, die Stützbeinenden auswechselbare Gummi- bzw. Kunststoffüße oder schräggestellte, plan zum Erdboden angepasste Fußplatten mit Erdspitzen 5 aufweisen, an der Arbeitsplattform 4 am anderen Ende ein- und ausklappbare, miteinander über Zug- und Druckstreben fest verbundene, einseitig oder beidseitig gespreizte und einzeln teleskopierbare Stützbeine angeordnet sind, sowie an der Arbeitsplattformaußenseite Geländerhalterungen 7 angebracht sind und sich zusätzlich im Bereich der Kopfenden der Arbeitsplattform 4 längsseitig und/oder stirnseitig angeordnete längenverstellbare Kippsicherungspratzen 8 mit Gummi- oder Kunststoffbelägen befinden, die auswechsel- bzw. austauschbar gegen Einhängegabeln oder Einhängehaken konstruiert sind und die Arbeitsplattform 4 im gelenkig angebrachten Zustand an der Traverse 1 senkrecht und nach beiden waagerechten Seitenrichtungen schwenkbar ist und mit ihrer nahezu gesamten Länge von der Steigeseite einer auf ca. 70 Grad angelegten Anlegeleiter entgegen der Anlegerichtung zur freien Seite zeigend aufgestellt ist, bei einer Stehleiter aber in beiden Richtungen aufgestellt werden kann.
  2. 2. Höhenverstellbare Leiter- bzw. Stehleiterbühne, nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Traverse 1 mit dem freien Ende an einer Leiterholmaußenseite verschraubt und/oder angeklemmt ist.
  3. 3. Höhenverstellbare Leiter- bzw. Stehleiterbühne nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass an einer Stirnseite der Arbeitsplattform 4 eine dem Rampenwinkel einer Auffahrrampe entsprechend, abgewinkelte Auflagerplatte 9 angebracht ist, die verstellbar in den Winkelgraden konstruiert ist.
  4. 4. Höhenverstellbare Leiter- bzw. Stehleiterbühne nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass an einer Stirnseite der Arbeitsplattform 4 eine Verbindungsplatte angebracht ist und die Verbindungsplatte Bohrungen und Steckbolzen aufweist, um die Arbeitsplattform 4 mit einer weiteren Arbeitsplattform zu verbinden.
  5. 5. Höhenverstellbare Leiter- bzw. Stehleiterbühne nach Anspruch 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass an den äußeren Längsseiten der Arbeitsplattform 4 ein- und ausklappbare und arretierbare Gleit- und Schutzkufen 10 angeordnet sind, die sowohl außenseitig überstehende Anbauteile schützen, als auch ein Verschieben der Arbeitsplattform auf Dachträgern von Fahrzeugen ungehindert zu ermöglichen.






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