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Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Halter für Schreib- oder Malutensilien langgestreckt stabförmiger Grundform, die in einen Einsteckbereich des Halters einsteckbar sind, der elastische Halteelemente hat, die beim Einstecken der Utensilien eine Deformation erfahren, aus der Rückstellkräfte resultieren, die eine kraftschlüssige Fixierung der eingesteckten Utensilien im Einsteckbereich des Halters vermitteln.

Ein derartiger Halter ist durch die WO 99/20143 bekannt.

Der bekannte Halter hat ein Gehäuse mit zwei von einer Basis aufragenden, einander gegenüberliegend angeordneten, durch einen relativ weiten Schlitz gegeneinander abgesetzten Wandteilen, in die mit zungen- oder speerspitzenförmigen, aus einem elastisch nachgiebigen Kunststoff bestehenden Halteelementen versehene Basisplatten eingesetzt sind, derart, daß die Halteelemente im wesentlichen rechtwinklig zur Schlitzmittelebene verlaufen und die Enden der einander gegenüberliegend angeordneten Halteelemente einen lichten Abstand voneinander haben, der kleiner ist als die Dicken der einzusteckenden Schreibutensilien; die Halteelemente können auch so angeordnet sein, daß ihre spitz zulaufenden Enden in der Schlitzmittelebene angeordnet sind. Der parallel zur jeweiligen Basisplatte gemessene - "laterale" Abstand der Halteelemente voneinander, die in regelmäßiger Verteilung über die Basisflächen angeordnet sind, ist kleiner als die Dicke der einsteckbaren Schreibutensilien, so daß, wenn solche "von oben her" in den Schlitz eingesteckt werden, in jedem Falle eine elastische - laterale - Deformation der Halteelemente erfolgt, derart, daß ihre freien Endabschnitte seitlich ausweichen, wodurch hinreichend kräftige elastische Spannungen innerhalb der Halteelemente entstehen, daß diese eine ausreichend sichere Fixierung der Schreibutensilien in der - vorzugsweise vertikalen - Einsteckposition vermitteln

Der bekannte Halter ist aufgrund seiner insoweit geschilderten Ausbildung und Anordnung der Halteelemente mit zumindest den folgenden Nachteilen behaftet:

Der für die Aufnahme von Schreibutensilien vorhandene Einsteckbereich ist relativ klein, da die Aufnahme von Schreibutensilien nur im Bereich der Mittelebene des Schlitzes möglich ist, so daß die Aufnahmekapazität des bekannten Halters für Schreibutensilien im Vergleich zu seinen geometrischen Dimensionen gering ist.

Bedingt durch die schlank spitzkegelförmige oder pyramidenförmige Ausbildung der Halteelemente mit gleichwohl relativ großen Abmessungen an den Basisflächen, von denen die Halteelemente abstehen, nimmt deren Deformierbarkeit von den freien Spitzen bis zur Basis hin drastisch ab, so daß die Dicken der einsteckbaren Schreibutensilien auf einen relativ geringen Variationsbereich beschränkt sind und der bekannte Halter daher allenfalls zur Aufnahme von Bleistiften und der Dicke nach von solchen nur geringfügig abweichenden Schreibgeräten wie Kugel- oder Filzschreiber bleistiftähnlicher Form geeignet ist.

Es kommt hinzu, daß die Herstellung der die Halteelemente tragenden Basisplatten praktisch nur in Spritzgußtechnik möglich ist und daher teure Werkzeuge voraussetzt. Auch die zur Fixierung der Basisplatten an diesen und an den Wandteilen des Halters vorgesehenen Rastelemente tragen nicht unerheblich zum Herstellungs- und Montageaufwand bei, der zur Realisierung des bekannten Halters erforderlich ist.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Halter der eingangs genannten Art für Schreib- oder Malutensilien zu schaffen, der bei vorgegebenen Abmessungen eine größere Zahl von Schreibutensilien auch signifikant verschiedenen Durchmessers aufnehmen kann und dabei gleichwohl einer preisgünstigen Fertigung zugänglich ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.

Hiernach sind die Halteelemente als biegbare Borsten ausgebildet, die in der Art des Borstenbesatzes einer Bürste bündelweise an einem Basiskörper des Halters so verankert sind, daß die zentralen Achsen der Borstenbündel im wesentlichen parallel zueinander und vorzugsweise senkrecht zur Oberfläche des Basiskörpers verlaufen, wobei die Borsten, vom Basiskörper aus gesehen, divergierend um die zentralen Bündelachsen gruppiert sind, mit denen sie innerhalb eines vorgegebenen maximalen Öffnungswinkelbereiches spitze Winkel einschließen, so daß die Orientierung der Borsten nur wenig von der vorzugsweise senkrecht zur Oberfläche des Basiskörpers verlaufenden Einsteckrichtung abweicht und ein leichtes Einstecken der Utensilien möglich ist. Die freien Enden der jeweils einen Einsteckbereich bildenden Borsten, innerhalb dessen die Bündel in einem regulären Muster angeordnet sind, liegen in einer glatt gekrümmten oder ebenen Hüllfläche des Bündelfeldes, innerhalb derer sich eine von der Gleichverteilung der Borstenenden allenfalls geringfügig abweichende "punktuelle" Verteilung der Borstenenden ergibt, die jedoch sehr viel dichter ist als bei dem bekannten Halter die Verteilung der Halteelemente. Die Anzahl der Borsten pro Bündel sowie deren von der Oberfläche des Basiskörpers aus gemessene Länge sind so aufeinander abgestimmt, daß in der Hüllfläche der Borstenenden eine reguläre Verteilung derselben mit, in beliebiger Richtung gesehen, periodisch variierender Borstendichte vorliegt, wobei der maximale Abstand von in der Hüllfläche einander nächstbenachbarter Borstenenden signifikant kleiner ist als die lateralen Abmessungen der Utensilien, so daß zu deren reibungsschlüssiger Fixierung in jedem Falle eine relativ große Zahl von Borsten des Halters mitwirken, was zu einer sicheren Fixierung der Utensilien in definierter Orientierung in dem Halter beiträgt.

Der erfindungsgemäße Halter hat aufgrund der "flächigen" Verteilung der Borsten eine zweidimensionale Verteilung der einsteckbaren Utensilien und ermöglicht damit eine wesentlich bessere Ausnutzung der Fläche des Borstenfeldes, innerhalb derer eine gleichmäßig sichere Fixierung der Utensilien erzielbar ist, dies im Unterschied zu dem bekannten Halter, der eine Fixierung von Schreibutensilien nur entlang einer zwischen einander gegenüberstehenden Halteelementen verlaufenden "eindimensionalen" Linie ermöglicht. Ein erheblicher Vorteil des erfindungsgemäßen Halters ist auch darin zu sehen, daß der Dickenbereich in das Borstenfeld einsteckbarer Utensilien, verglichen mit dem bekannten Halter wesentlich erweitert ist, da die Borsten aufgrund ihrer schlanken "zylindrischen" Stabform, über den größten Teil ihrer Länge hinweg gesehen, leicht auslenkbar und mit entsprechendem Rückstellvermögen deformierbar sind, so daß sowohl der Grundform nadelförmige Utensilien wie z. B. eine Kugelschreibermine als auch relativ dicke Kugelschreiber oder Füllhalter in den Einsteckbereich einerseits mühelos einsteckbar und andererseits in diesem auch sicher fixierbar sind.

Der erfindungsgemäße Halter ist in einer aus der Technik der Bürstenherstellung bekannten Fertigungsweise rationell und preisgünstig herstellbar, insbesondere in der durch die Merkmale des Anspruchs 2 angegebenen Konfiguration der Borstenbündel, bei der die durch Drahtschlingen zusammengehaltenen Borstenbündeln maschinell in die Bohrungen des Basiskörpers eingesteckt werden. Bei dieser Art der Herstellung des Halters ergibt sich gleichsam automatisch eine "schwache" spitzwinklige Divergenz der Borsten im Außenbereich der deren innere Abschnitte aufnehmenden Bohrungen des Basiskörpers.

In der gemäß Anspruch 3 vorgesehenen Gestaltung des Halters, die gemäß den Merkmalen des Anspruchs 4 realisierbar ist, kann der Halter auf einfache Weise zur Aufnahme von Schreib- oder Malutensilien benutzt werden, die sehr unterschiedliche Dimensionen haben.

Sowohl unter dem Gesichtspunkt der einfachen Herstellbarkeit als auch für den Gebrauch des Halters ist es am zweckmäßigsten, wenn innerhalb eines Einsteckbereiches die Ausbildung der Bündel identisch ist und auch zur Erzielung von Einsteckbereichen mit verschiedenen Halterungseigenschaften von Bündeln ausgegangen werden kann, die in gleicher Weise verarbeitbar sind.

Hiervon ausgehend ist durch die Merkmale des Anspruchs 6 eine Gestaltung des Halters angegeben, durch die sich unter Verwendung im wesentlichen, d. h. abgesehen von der Länge der Borsten, identischer Borstenbündel allein durch die Gestaltung des Basiskörpers des Halters Einsteckbereiche mit unterschiedlichen Halterungseigenschaften erzielen lassen. In Kombination hiermit ist es dann vorteilhaft, wenn die zu verschiedenen Einsteckbereichen gehörenden Bündel verschieden - kontrastierend - eingefärbt sind.

Die Gestaltung des Halters gemäß Anspruch 8 hat den Vorteil, daß der/die Einsteckbereich(e) bis zu ihren äußeren Rändern hin zum Einstecken von Utensilien benutzt werden können, d. h. eine optimale Ausnutzung der/des Flächenbereiche(s) des Halters möglich ist.

Durch die gemäß Anspruch 9 vorgesehene Gestaltung des Halters wird eine zu seiner Hauptfunktion passende, "harmonische" Erweiterung und Förderung seines Gebrauchszweckes erzielt.

Die Gestaltung des Halters gemäß Anspruch 10 ist sowohl ergonomisch günstig als auch optisch gefällig.

Eine für das Entnehmen von Utensilien aus dem Halter günstige Orientierung derselben kann auch durch eine Schrägstellung der Borsten bei horizontalem Verlauf des Basiskörpers erzielt werden.

Weitere Einzelheiten des erfindungsgemäßen Halters ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung spezieller Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnung. Es zeigen:

Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Halter für Schreib- und/oder Malutensilien, die in ein von einem Basiskörper aufragendes Borstenfeld einsteckbar sind, in schematisch vereinfachter perspektivischer Gesamtansicht,

Fig. 2 einen Teilbereich des Borstenfeldes des Halters gemäß Fig. 1 in schematisch vereinfachter Draufsicht in Richtung des Pfeils II der Fig. 1,

Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie III-III der Fig. 2, senkrecht zur borstenseitigen Oberfläche des Basiskörpers des Halters gemäß Fig. 1,

Fig. 3a eine Einzelheit eines zur Verankerung im Basiskörper vorgesehenen Borstenbündels.

Fig. 4 Eine Teilansicht des Halters gemäß Fig. 1 mit eingestecktem Bleistift, den Halter im Schnitt längs der Linie IV-IV der Fig. 2 Der in der Fig. 1 insgesamt mit 10 bezeichnete Halter ist insbesondere für eine zeitweise geordnete Aufnahme von Schreib- oder Malutensilien gedacht, die je für sich meist nur kurzzeitig jedoch häufig benutzt werden, wie z. B. Kugelschreiber 11 und Füllhalter 12 zu Unterschriftszwecken, oder beim bestimmungsgemäßen Gebrauch häufig gewechselt werden, wie z. B. Blei- oder Farbstifte 13 bei der Erstellung von Skizzen oder der farbigen Markierung verschiedener Verlaufskurven eines Diagramms und nach einem Gebrauch wieder in einer geordneten und bequem zugänglichen Anordnung zur Verfügung gehalten werden sollen.

Der Halter 10 hat gemäß den Darstellungen der Fig. 1, 3 und 4 einen flachplattenförmigen Basiskörper 16 rechteckiger Grundfläche, der einseitig mit einem Feld elastisch biegbarer Borsten 17 bestückt ist, die die Halteelemente des Halters 10 bilden, die bei einem Einstecken von Utensilien in das Borstenfeld eine laterale Auslenkung erfahren, wodurch sie unter eine Biegevorspannung geraten, aus der die Haltekräfte resultieren, die die in das Borstenfeld eingesteckten Utensilien - kraftschlüssig - in deren Einsteckposition halten.

Die Borsten 17 sind bündelweise in Bohrungen 18 des Basiskörpers 16 verankert, die in einer regulären Anordnung (Fig. 2) in den Basiskörper 18 eingebracht sind, wobei die zentralen Achsen 19 der Bohrungen 18 beim dargestellten Ausführungsbeispiel senkrecht zu der borstenseitigen Oberfläche 21 des Basiskörpers 16 verlaufen. Insoweit ist der Aufbau des Halters 10 demjenigen einer üblichen Reinigungsbürste analog, d. h. der Halter ist in der Technik einer modernen Bürstenfabrikation rationell und preisgünstig herstellbar.

Die zur Verankerung der insgesamt jeweils mit 22 bezeichneten Borstenbündel vorgesehenen Bohrungen 18 des Basiskörpers 16 haben innerhalb ihres zylindrischen Abschnittes 18', der sich zwischen dem in der Ebene der borstenflächigen Oberfläche 21 des Basiskörpers 16 liegenden Öffnungsrand 23 der jeweiligen Bohrung 18 und deren kegelförmigen inneren Endabschnitts 18" erstreckt, einen lichten Durchmesser d, der bei dem zur Erläuterung gewählten Ausführungsbeispiel etwa dem 10-fachen der Dicke δ von Kunststofffasern entspricht, die die Borsten 17 des jeweiligen Borstenbündels 22 bilden, und eine axiale Tiefe t, die etwa dem 1,5-fachen des Durchmesser d des zylindrischen Bohrungsabschnittes 18' entspricht.

Die Borstenbündel 22 bestehen aus einer Mehrzahl von Kunststofffaserstücken gleicher Länge, die mittig mit einem "kleinen" Krümmungsradius, der zweckmäßigerweise etwa dem 2- bis 4-fachen der Faserdicke entspricht, zunächst so weit - formerhaltend - vorgebogen sind, daß die über den gekrümmten Jochbereich zusammenhängenden, im übrigen geradlinig gestreckten beiden Schenkel dieser Faserstücke, die je ein Borstenpaar bilden, einen spitzen Winkel miteinander einschließen, der das zentrierende Ansetzen der Borstenbündel 22 zum Einstecken in die Bohrungen 18 des Basiskörpers 16 erleichtert. Diese vorgebogenen Faserstücke sind zur Erleichterung des Einsteckens in die Bohrungen 18 durch einfache Drahtschlingen 24 (Fig. 3a) zusammengehalten, welche die gekrümmten Jochbereiche der Faserstücke in unmittelbarer Anlage aneinander haltend, diese einmal umschließen und ins Bohrungsinnere hinein weisende kurze, sich kreuzende Endabschnitte 26 haben, die sich, wenn die Borstenbündel 22 in ihre in den Fig. 3 und 4 dargestellten Verankerungspositionen weitestmöglich in die Bohrungen 18 hineingedrückt sind, im Bereich des inneren Bohrungsabschnittes 18" mit dem Basiskörper 16 gleichsam verkrallen. Zusätzlich wird beim Eindrücken der Bündel der die Faserstücke "oben" überquerende Schlingendraht verstemmt. Dies hat eine Verbreiterung des Schlingendrahtes zur Folge. Der verbreiterte Schlingendraht verstemmt sich an der Bohrungswand und hält die einzelnen Borsten sicher in der Bohrung.

Die Zahl der Faserstücke pro Borstenbündel 22 ist bei dem zur Erläuterung gewählten Ausführungsbeispiel so bemessen, daß die Summe der Querschnittsflächen der durch die Faserstücke gebildeten Borsten 17, die nach dem Einstecken in die Bohrungen 18 des Basiskörpers 16 durch die Bohrungsöffnungen 23 "nach oben" austreten, signifikant kleiner ist als die Querschnittsfläche dieser Öffnungen 23 und etwa 50% dieser Querschnittfläche beträgt.

Für das angenommene Durchmesserverhältnis d/δ der Bohrungsöffnungen 23 zu den Dicken der Faserstücke bedeutet dies, daß die Borstenbündel 22 jeweils etwa zwanzig, für sich gesehen zwei Borsten 17 bildende Faserstücke umfassen, und daß die Borsten 17 der jeweiligen Borstenbündel 22, die beim Einstecken der Faserstückbündel in die Bohrungen 18 des Basiskörpers 16 zusammengedrängt werden, im Bereich der Bohrungsöffnungen 23 innerhalb eines Öffnungswinkelbereiches 9 um die zentrale Achse 19 der jeweiligen Bohrung, mit der auch die zentrale Achse 19' des "fertigen" Borstenbündels zusammenfällt, gruppiert sind, der einen Wert um insgesamt 10° hat. Innerhalb dieses Winkelbereiches, dem eine kegelmantelförmige äußere Einhüllfläche entspricht, ergibt sich in der Darstellungsebene der Fig. 3 eine gleichsam fächerförmige Verteilung der Borstenorientierungen, die bezüglich der zentralen Achse 19' der Borstenbündel 22 symmetrisch ist.

Die Bohrungen 18 des Basiskörpers 16 sind gemäß der Darstellung der Fig. 2 so angeordnet, daß die Mittelpunkte 27 ihrer kreisrunden Öffnungen 23 in der Art eines "quadratischen" zweidimensionalen Punktgitters der Gitterkonstanten D angeordnet sind, bei dem jede Bohrung, beispielsweise die mit 180 bezeichnete Bohrung, vier nächste Nachbarbohrungen 181 bis 184 hat, deren Mittelpunkte 271 bis 274 in den Ecken eines Quadrats 28 liegen, das die Seitenlänge D × √2 hat. Der Abstand der Mittelpunkte 271 bis 274 der Bohrungsöffnungen 231 bis 234 vom Mittelpunkt 270 der zentralen Bohrungsöffnung 230 entspricht dem Wert D. Von der "zentralen" Bohrung 180 aus gesehen, liegen die Mittelpunkte derjenigen Bohrungsöffnungen, die die übernächsten Nachbarn dieser zentralen Bohrung 180 sind, ebenfalls in den Ecken eines Quadrats 29, das die Seitenlänge 2D hat.

Der Abstand D einander nächstbenachbarter Bohrungen ist bei dem zur Erläuterung gewählten Ausführungsbeispiel, das einer typischen Gestaltung des Halters 10 entspricht, um 50% größer als der Durchmesser d der Bohrungsöffnungen 23. Demgemäß beträgt der Flächenanteil der Öffnungsquerschnitte der Bohrungen 18 an der das Borstenfeld tragenden Grundfläche des Basiskörpers 16 etwa 35%.

Die Borsten 17 des Halters 10 haben, von der Oberfläche 21 des Basiskörpers 16 aus und senkrecht zu dieser gemessen eine freie Länge I, die in einer typischen Auslegung des Halters 10 dem 3- bis 5-fachen des Abstandes D einander nächstbenachbarter Bohrungen 18 des Basiskörpers 16 entspricht. Gleiche geometrische d. h. entlang der zentralen Achsen der einzelnen Borsten gemessene Längen derselben vorausgesetzt, liegen deren freie Enden 31, abgesehen von vernachlässigbaren Abstandsvariationen, die aus der geringfügigen Divergenz der Borsten bezüglich der zentralen Bündelachsen 19' resultieren, in einer zu der beim erläuterten Ausführungsbeispiel ebenen Oberfläche 21 des Basiskörpers 18 parallelen Hüllebene 32, in der eine wesentlich gleichmäßigere Verteilung der Borsten 17 gegeben ist als im Bereich der Bohrungen 18 des Basiskörpers.

Die Verteilung der Borstenenden 31 in der Hüllebene 32 ist zwar nicht "absolut" gleichmäßig in dem Sinne, daß an beliebiger Stelle der Hüllfläche stets dieselbe Borstendichte (Anzahl der Borstenenden pro Flächeneinheit) gegeben wäre, jedoch sind Abweichungen der Borstendichte von deren Mittelwert, der bei einer Borstenzahl von 40 pro Borstenbündel und einem Achsabstand D benachbarter Borstenbündel 22 voneinander von 10 mm den Wert 80/cm2 hat, vergleichsweise gering und halten sich in einem Variationsbereich zwischen etwa 80% und 120% des Mittelwertes. Hierbei sind Zentren 33 (Fig. 3) von Bereichen, innerhalb derer die Borstendichte am höchsten ist, durch die Punkte markiert, in denen die zentralen Achsen 19' der Borstenbündel 22 durch die Hüllebene 32 hindurchtreten. Zentren 34 von Bereichen, in denen die Borstendichte ihre Minimalwerte hat, sind durch die Diagonalenschnittpunkte von Quadraten 36 (Fig. 2) markiert, deren Ecken in den Punkten liegen, in denen die zentralen Achsen 19' von Borstenbündeln 22 durch die Hüllebene 32 hindurchtreten, die paarweise in nächster Nachbarschaft zueinander, d. h. im Abstand D voneinander angeordnet sind.

Diese - vereinfachend qualitativ geschilderte - in einer vorgegebenen Richtung der Hüllebene 32 periodisch variierende, insgesamt reguläre Verteilung der Borstendichte ergibt sich daraus, daß, vom Basiskörper 16 aus gesehen, jenseits - "oberhalb" - einer Ebene 38, in der bei unbehinderter Divergenz der Borstenbündel, wie im linken Teil der Fig. 3 dargestellt, der Durchmesser des Borstenbündel etwa deren Achsabstand D entspräche, die Borsten in eine Anordnung gelangen, in der sie zu ihren freien Enden 31 hin praktisch parallel zu den zentralen Bündelachsen 19' verlaufen, wie im rechten Teil der Fig. 3 dargestellt, und im Bereich der Hüllfläche 32 ihrer Enden 31 eine Verteilung der Borstendichte derart gegeben ist, daß auch in den Bereichen minimaler Borstendichte der "seitliche" Abstand der einander unmittelbar benachbarten Borstenenden signifikant kleiner ist als die lateralen Abmessungen - Dicken - der Utensilien, die in das Borstenfeld des Halters 10 einsteckbar sein sollen, wie schematisch in der Fig. 4 dargestellt.

In einer typischen Gestaltung des Halters 10, in der dieser sich insbesondere für eine Aufnahme von Bleistiften und/oder Filz- oder Kugelschreiber mit kreisrundem oder polygonalem Querschnitt und einer typischen Dicke zwischen 8 und 12 mm eignet, haben die Bohrungen 18 des Basiskörpers 16 einen Durchmesser von 7 mm, und der Abstand D der Bohrungsachsen 19 beträgt 10 mm. Die Borstenbündel haben jeweils 40 Borsten, deren "freie", d. h. von der Oberfläche 21 des Basiskörpers 16 aus bis zu ihren Enden 31 gemessene Länge I einen Wert von 40 mm hat. Die Borstenbündel haben jeweils 40 Borsten und sind durch 20 zweischenklige Polyamidfaserstücke gebildet, deren Querschnittsfläche einem Hundertstel der Querschnittfläche der Bohrungen 18 entspricht, d. h. bei kreisrunder Ausbildung der Faserstücke einer Dicke derselben von 0,7 mm. Die Querschnittsform der Faserstücke kann, herstellungsbedingt, von der Kreisform geringfügig abweichen, die durch eine mehreckige Querschnittsform angenähert sein kann. Bei dieser Borstenbestückung des Halters 10 ergibt sich in der Hüllebene 32 der Borstenenden 31 eine mittlere Borstendichte von 40 Borsten pro cm2 und ein minimaler Wert derselben von ca. 25 Borsten pro cm2, was in den Zentren 34 minimaler Borstendicke einem Borstenabstand von maximal 2 mm entspricht. Der maximale Öffnungswinkel, den je zwei "äußere" Borsten 17 miteinander einschließen können, beträgt zwischen 10 und 12°. Das Einstecken eines Bleistifts erfolgt zweckmäßigerweise im Bereich eines Zentrums 34 minimaler Borstendichte, wo ein Bleistift - mit der Spitze voraus - bis zum Aufsitzen derselben auf der Oberfläche 21 des Basiskörpers leicht eingesteckt werden kann (Fig. 4). Diese Bereiche sind bei der angegebenen Dichtevariation der Borsten in deren Hüllfläche 32 noch gut erkennbar, so daß der Benutzer durch die gut sichtbare Struktur der Dichteverteilung der Borstenenden auch zu der bequemsten Benutzung des Halters 10 gleichsam angeleitet wird.

Der Halter 10 gemäß Fig. 1 umfaßt neben einem - rechteckigen oder quadratischem - Einsteckbereich 39, in dem die Gestaltung und Anordnung der Borstenbündel 22 der insoweit geschilderten entspricht, einen zweiten, insgesamt mit 41 bezeichneten Einsteckbereich, der sich bei dem zur Erläuterung gewählten Ausführungsbeispiel von dem erstgenannten Einsteckbereich 39 lediglich dadurch unterscheidet, daß seine Borsten eine geringere Dicke, z. B. nur 50% derjenigen der Borsten 17 des anderen Einsteckbereiches 39 haben, dafür jedoch pro Borstenbündel die 4-fache Anzahl von Borsten vorgesehen ist, so daß in der Hüllfläche 32, verglichen mit dem ersten Einsteckbereich 39 die 4-fache Borstendichte gegeben ist. Dieser zweite Einsteckbereich 41 ist für die Aufnahme vergleichsweise schlankerer Utensilien geeignet, z. B. von Kugelschreiberminen 42, flach quaderförmigen, kleinen Aufnahmeköchern 43 von Bleistiftminen und/oder von gelochten Aktenheftleisten 44, d. h. von Gegenständen, die auch dann, wenn sie an der Oberfläche 21 des Basiskörpers 16 abgestützt sind, noch aus dem Borstenfeld herausragen, er ist aber auch für solche, "kleinere" Utensilien wie Büroklammern 46 geeignet, die, nachdem sie mit einem Teil ihrer Länge in das Borstenfeld eingesteckt sind, in diesem reibungsschlüssig hinreichend sicher gehalten sind, daß sie nicht weiter in dieses eintauchen.

Weitere bedarfsweise nutzbare Möglichkeiten, Einsteckbereiche mit verschiedenen Halteeigenschaften bzw. für Utensilien deutlich verschiedener lateraler Abmessungen zu schaffen, sind durch geeignete Wahl des Borstenmaterials, der Durchmesser und Tiefen der Bohrungen 18 und deren Anordnung sowie auch durch die geeignete Wahl der Borstenform und der Borstenausführung und Borstenlängen gegeben, wobei es im letztgenannten Fall zweckmäßig ist, für die Einsteckbereiche unterschiedlicher Borstenlängen Basiskörper unterschiedlicher Dicke zu verwenden, damit eine Anordnung der Borstenenden in einer sämtlichen Einsteckbereichen gemeinsamen Hüllebene 32 möglich ist. In diesem Fall, in dem die in der Hüllfläche 32 vorliegende Struktur der Borstendichte auch für verschiedene Einsteckbereiche identisch sein kann, ist es zweckmäßig, diese durch eine unterschiedliche Einfärbung der jeweiligen Borsten erkennbar zu halten.

Bei dem Halter 10 ist das die beiden Einsteckbereiche 39 und 41 bildende Borstenfeld von einem dünnwandigen, rechteckigen, insgesamt mit 47 bezeichneten Rahmen umschlossen, der bei dem zur Erläuterung gewählten Ausführungsbeispiel auf den Basiskörper 16 aufgesetzt ist, derart, daß die Außenseiten der Rahmenwände koplanar mit den schmalen freien Stirnflächen des Basiskörpers 16 verlaufen und die freien schmalen Stirnflächen der Rahmenwände in der Hüllebene 32 der Borstenenden 31 verlaufen.

Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel bildet der Halter 10 die obere Abdeckung eines flachen, entlang einer Längsseite nach oben offenen Zettelkastens 48, mit dem der Basiskörper 16 des Halters 10 durch ein lediglich schematisch angedeutetes Scharnierband 49 schwenkbar verbunden ist, dessen "horizontale" Schwenkachse 51 in Höhe der der Entnahmeöffnung des Zettelkastens abgewandten unteren Längskante des Basiskörpers verläuft. Der Zettelkasten 48 kann bei hochgeschwenktem Halter 10 bequem befüllt werden.

Eine ergonomisch günstige und optisch gefällige Gestaltung des Halters 10, insbesondere in Kombination mit einem unterhalb des Basiskörpers angeordneten Aufnahmefach kann auch darin bestehen, daß der Halter bezüglich einer horitzonalen Aufstandsfläche flach geneigt verläuft, vorzugsweise mit einer Neigung von bis zu 20°, so daß ein Nachfüllen des Zettelfaches schon in einer Schwenkposition des Halters bequem möglich ist, in der dessen Basiskörper horizontal verläuft und ein Herausfallen oder Kippen von Utensilien, die in das Borstenfeld eingesteckt sind, ausgeschlossen ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Halter (10) für Schreib- oder Malutensilien langgestreckt stabförmiger Grundform, die in einen Einsteckbereich des Halters einsteckbar sind, der elastische Halteelemente (17) hat, die beim Einstecken der Utensilien eine Deformation erfahren, aus der Rückstellkräfte resultieren, die eine kraftschlüssige Fixierung der eingesteckten Utensilien im Einsteckbereich (39, 41) des Halters vermitteln, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
    1. a) die Halteelemente (10) sind als biegbare Borsten (17) ausgebildet, die bündelweise in Bohrungen eines Basiskörpers (16) des Halters verankert sind;
    2. b) die Borsten der Bündel sind, vom Basiskörper aus gesehen, divergierend angeordnet, derart, daß sie mit der zentralen Bündelachse spitze Winkel einschließen, die innerhalb eines vorgegebenen maximalen Öffnungswinkels (θ) des Bündels (22) liegen;
    3. c) die freien Enden (31) der jeweils einen Einsteckbereich bildenden Borsten (17), innerhalb dessen die Bündel in einem regulären Muster angeordnet sind, liegen in einer glatt gekrümmten oder ebenen Hüllfläche (32) des Bündelfeldes;
    4. d) die Anzahl der Borsten (17) pro Bündel (22) sowie deren von der Oberfläche (21) des Basiskörpers (16) aus gemessene Länge sind dahingehend aufeinander abgestimmt, daß in der Hüllfläche (32) der Borstenenden eine reguläre Verteilung derselben mit periodisch variierender Borstendichte vorliegt, wobei der maximale Abstand in der Hüllfläche einander nächst benachbarter Borstenenden signifikant kleiner ist als die lateralen Abmessungen der Utensilien, zu deren Halterung der Einsteckbereich (39, 41) des Halters vorgesehen ist.
  2. 2. Halter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Borstenbündel (22) in Bohrungen (18) des Basiskörpers verankert sind, deren Durchmesser d dem 5- bis 15-fachen der Borstendicke entspricht und deren Tiefe zwischen dem Wert des Bohrungsdurchmessers und dessen 3-fachem Wert liegt, daß der minimale Abstand D der Bohrungsachsen (19) dem 1,2-fachen bis dem doppelten Wert des Bohrungsdurchmessers d entspricht, und daß die Zahl der Borsten (17) pro Bündel (22) einen Wert zwischen 30 und 100 hat.
  3. 3. Halter nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des Bündelfeldes mindestens zwei Einsteckbereiche (39, 41) vorhanden sind, die zur Aufnahme von Utensilien verschiedener lateraler Abmessungen vorgesehen sind, wobei diese Einsteckbereiche vorzugsweise einfach zusammenhängend ausgebildet sind.
  4. 4. Halter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich die die verschiedenen Einsteckbereiche (39, 41) bildenden Bündelfelder hinsichtlich der Zahl der Borsten (17) pro Bündel (22) und/oder der freien Borstenlängen und/oder der Steifigkeit und/oder der Dicke der Borsten und/oder des Anteils der Grundfläche unterscheiden, der auf die die Bündel aufnehmenden Bohrungen des Basiskörpers entfällt.
  5. 5. Halter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb eines Einsteckbereiches (39, 41) die Ausbildung der Borstenbündel (22) identisch ist.
  6. 6. Halter nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des Bündelfeldes Einsteckbereiche (39, 41) verschiedener Borstenlängen dadurch gebildet sind, daß der Basiskörper eine gegenüber dem Einsteckbereich mit der größeren Borstenlänge mindestens eine Stufe abgesetzten Bereich größerer Dicke hat.
  7. 7. Halter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die zu verschiedenen Einsteckbereichen (39, 41) gehörenden Bündel verschieden eingefärbt sind.
  8. 8. Halter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Bündelfeld durch vom Basiskörper (16) aufragende Begrenzungswände (47) eingerahmt ist, deren freie schmale Stirnwandflächen vorzugsweise in Höhe der freien Borstenenden (31) verlaufen.
  9. 9. Halter nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Basiskörper (16) des Halters (10) als vorzugsweise rechteckige oder quadratische Platte ausgebildet ist, die die obere Begrenzung eines Aufnahmefaches (48) bildet, in dem Notizzettel und/oder weitere Utensilien wie z. B. Radiergummis, Klebebandrollen, Heftklammern o. dgl. ablegbar sind.
  10. 10. Halter nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche (21) des Basiskörpers (16) gegenüber einer Aufstandsfläche des Halters oder gegenüber einer durch Aufstandspunkte des Halters markierten Ebene eine Neigung, vorzugsweise eine Neigung zwischen 5° und 20° hat.
  11. 11. Halter nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Borstenbündel (22) mit zur Oberfläche des Basiskörpers (16) schräg geneigtem Verlauf ihrer zentralen Achsen in den Basiskörper (16) eingesetzt sind.






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