PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69709512T2 08.08.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0829195
Titel Reversibles Mähermesser
Anmelder Murray, Inc., Brentwood, Tenn., US
Erfinder Pitman, Richard J., Nashville, Tennessee 37215, US;
Scott, Paul L., Brentwood, Tennessee 37027, US
Vertreter Andrae Flach Haug, 81541 München
DE-Aktenzeichen 69709512
Vertragsstaaten AT, DE, DK, FR, GB, IT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 04.09.1997
EP-Aktenzeichen 971153515
EP-Offenlegungsdatum 18.03.1998
EP date of grant 09.01.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.08.2002
IPC-Hauptklasse A01D 34/73

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Rotationsmähmesser zum Schneiden und Mulchen von Gras, wobei das Messer von einer Art ist, wie sie im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 definiert ist.

Herkömmliche Mähmesser sind mit geschärften Kanten an ihren äußeren Enden versehen, um Gras zu schneiden, wenn die Messer gedreht werden. Zusätzlich sind solche Messer mit Hilfselementen versehen worden, die bewirken, daß beim Mähen erzeugte Grasschnipsel in feinere Teile zerschnitten werden, um einen Mulch zu bilden. Jedoch werden nach ausgiebigem Gebrauch die geschärften Schneidkanten stumpf, und es ist notwendig, das Messer zu entfernen und wieder zu schärfen, um die optimale Schneidfähigkeit des Messers wieder herzustellen. Ein Beispiel für ein solches Rotationsmähmesser zum Schneiden und Mulchen von Gras ist in der GB-A-2077564 offenbart, die als nächstliegender Stand der Technik angesehen wird. Jedes der äußeren Segmente des bekannten Messers ist um eine Achse verdreht, die bezüglich der Längsachse des Mittelabschnittes des Messers beabstandet und parallel ist. Infolgedessen kann das bekannte Rotationsmähmesser nicht umgedreht werden, wenn seine Schneidkanten stumpf werden.

Der Nachteil, daß ein Mähmesser wegen stumpfer Schneidkanten entfernt und wieder geschärft werden muß, wurde schon früher behandelt. Zum Beispiel offenbart die US-A-4,765,127 ein Mähmesser, das an jedem Ende entlang seiner Vorder- und auch Hinterkanten geschärft wird. Wenn die Vorderkanten stumpf werden, wird die Befestigung des Messers an einer drehbaren Antriebswelle des Mähers umgedreht. Infolgedessen werden, was zuvor die Vorderkanten des Messers waren, die Hinterkanten, und umgekehrt.

Ein Ziel der Erfindung besteht darin, ein Rotationsmähmesser bereitzustellen, das Gras schneiden und mulchen kann, und das umkehrbar ist, wenn seine Schneidkanten stumpf werden.

Das Ziel der Erfindung wird durch die Anwendung der Elemente des kennzeichnenden Teiles des Patentanspruches 1 erreicht.

Die vorliegende Erfindung stellt eine Verbesserung gegenüber dem in der US-A-4,765,127 geoffenbarten umkehrbaren Mähmesser dar. Genauer ausgedrückt, sind die äußeren Enden des Mähme ssers jeweils in Form eines Paares benachbarter Messersegmente ausgebildet, die jeweils im entgegengesetzten Sinn zueinander um eine Längsachse des Messers verdreht sind, um Ebenen zu bilden, die zu der des Mittelabschnittes des Messers geneigt sind. Die Messersegmente sind sowohl an ihren vorderen Unter- als auch an ihren hinteren Oberkanten geschärft. Während des Betriebs bewirkt die Messerkontur, daß die Grasschnipsel innerhalb des Mähergehäuses zirkuliert werden, um sie auf die geschärften Vorderkanten der Messersegmente zu lenken, wodurch die Schnipsel in Mulch weiterzerschnitten werden. Wenn die Vorderkanten stumpf werden, wird das Messer an der Antriebswelle des Mähers umgekehrt, um neue Vorderkanten dem zu schneidenden Gras entgegenzurichten.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Die Erfindung wird nun genauer in Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung beschrieben. Es zeigt:

Fig. 1 eine Draufsicht auf ein Mähmesser;

Fig. 2 eine Seitenansicht von ihm;

Fig. 3 eine Endansicht von ihm; und

Fig. 4 eine perspektivische Ansicht von ihm.

GENAUE BESCHREIBUNG EINER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM DER ERFINDUNG

Wie in den Zeichnungen gezeigt, besteht ein Messer 10 aus einem Stück Flachstabstahl mit einem rechtwinkeligen Querschnitt, das eine Folge von Verdrehungen an seinen äußeren Enden hat. Das Messer enthält einen flachen Mittelabschnitt 12, der mit einem Durchgang 14 versehen ist, um die Antriebswelle eines (nicht gezeigten) Rotationsmähers aufzunehmen, an der das Messer auf herkömmliche Art und Weise befestigt ist. Das Messer 10 ist ferner mit sich entsprechend geformten verdrehten Endsegmenten 16 und 18 an den äußeren Endabschnitten des Messers versehen. Die Segmente 16 und 18 sind an den äußersten Enden des Messers durch Verdrehen der Messerenden um ungefähr 15º bis 45º um die Längsachse des Messers gebildet. Wenn man von dem das Segment 16 enthaltenden Messerende schaut, ist dieses Segment entgegen dem Uhrzeigersinn bezüglich der Längsachse des Messers verdreht, während das Segment 18 im Uhrzeigersinn verdreht ist.

Zusätzliche Segmente 20 und 22 sind in der gleichen Richtung und einstückig mit den Segmenten 16 bzw. 18 gleich innerhalb von ihnen angeordnet. Jedes Segment 20 und 22 ist jedoch in der entgegengesetzten Richtung bezüglich seines angrenzenden Segments verdreht. Genauer ausgedrückt, wenn man von dem das Segment 16 enthaltenden Messerende schaut, ist das angrenzende Segment 20 ungefähr 2º bis 25º im Uhrzeigersinn um die Längsachse des Messers verdreht, während das Segment 22 im Gegenuhrzeigersinn auch ungefähr 2º bis 25º verdreht ist.

Die Segmente 16, 18, 20 und 22 sind etwa gleich lang und bilden etwa zwei Drittel der Gesamtlänge des Messers. Die Kanten der vier Segmente sind geschärft, wie durch 24 (Fig. 4) global gezeigt, derart, daß, wenn das Messer an der Antriebswelle (nicht gezeigt) des Mähers angebracht ist, um in einer im wesentlichen horizontalen Ebene von dem Motor des Mähers gedreht zu werden, schneiden die Vorderkanten der Segmente 16 und 18 das in ihren Bahnen befindliche Gras.

Infolge ihrer Verdrehung in entgegengesetzten Richtungen um die Längsachse des Messers, liegen die Hauptabschnitte der Segmente 16 und 18 in geneigten Ebenen, die ungefähr 15º bis 45º relativ zu der Ebene des Mittelabschnittes 12 des Messers angeordnet sind. Ebenso liegen die Hauptabschnitte der Segmente 20 und 22 in geneigten Ebenen von ungefähr 2º bis 25º relativ zu dem Abschnitt 12. Wenn das Messer 10 in dem von einem herkömmlichen Mähergehäuse (nicht gezeigt) begrenzten Raum gedreht wird, wird in der Folge Luft innerhalb des Gehäuses relativ zu dem Messer zirkuliert, wie nun beschrieben werden wird.

Wenn das Messer 10 im Uhrzeigersinn um die Achse des Durchgangs 14 (wie in den Fig. 1 und 4 gezeigt) gedreht wird, sind die Segmente 16 und 18 relativ zu dem Mittelabschnitt 12 des Messers nach unten geneigt, während die Segmente 20 und 22 nach oben geneigt sind. Durch die Drehung des Messers wird bewirkt, daß die Vorderkanten der Segmente 16 und 18 das Gras schneiden und daß die Schnipsel von den Segmenten 16 und 18 angehoben werden. Weil aber die Vorderkanten der Segmente 20 und 22 über der Ebene des Mittelabschnittes 12 des Messers sind, führt eine derartige Drehung auch dazu, daß die Segmente 20 und 22 einen Abwind erzeugen. Dieser zieht die Schnipsel in die Bahnen der geschärften Vorderkanten der Segmente 20 und 22, um dadurch die Schnipsel feiner zu zerschneiden, um einen Mulch in Form von Grasteilchen zu erzeugen, die in den Schneidbereich fallen, um dem Boden Nährstoffe zuzuführen.

Schließlich werden die Vorderkanten des Messers stumpf werden. Wenn dies eintritt, gestattet es die Symmetrie des Messers, daß das Messer von der Antriebswelle des Mähers entfernt, umgekehrt und wieder an der Welle befestigt wird, um als umkehrbares Mähmesser zu fungieren. Durch diese Umkehrung wird nun, was zuvor die Hinterkanten des Messers waren, die geschärften Vorderkanten des Messers. Natürlich, wenn auch diese stumpf werden, muß das Messer entfernt werden, so daß alle Kanten geschärft werden können. Weil aber das Messer umkehrbar ist, ist die Häufigkeit des Wiederscharfmachens im Vergleich zu den Erfordernissen von herkömmlichen nicht umkehrbaren Mähmessern verringert.


Anspruch[de]

1. Rotationsmähmesser (10) zum Schneiden und Mulchen von Gras, mit

einem länglichen Mittelabschnitt (12), der an seinen entgegengesetzten Enden einstückig mit jeweiligen Endabschnitten verbunden ist, wobei der Mittel- (12) und die Endabschnitte entlang einer gemeinsamen Längsachse angeordnet sind und jeder Endabschnitt ein äußeres Segment (16, 18) und ein dazu benachbartes inneres Segment (20, 22) enthält;

wobei die äußeren Segmente (16, 18) gleichermaßen in entgegengesetzten Richtungen relativ zu dem Mittelabschnitt (12) verdreht sind;

wobei die inneren Segmente (20, 22) gleichermaßen in entgegengesetzten Richtungen relativ zu dem Mittelabschnitt (12) um die Längsachse verdreht sind, wobei das innere Segment (20, 22) eines jeden Endabschnittes im entgegengesetzten Sinn zu der Verdrehung eines jeweiligen äußeren Segmentes (20, 22) verdreht ist; und

jeder Endabschnitt ein Paar Kantenoberflächen (24) auf seinen entgegengesetzten Seiten hat, die sich in Richtung auf den Mittelabschnitt (12) erstrecken, wobei mindestens eine der beiden Kantenoberflächen (24) geschärft ist, um eine Schneidkante an einer der entgegengesetzten Seiten eines jeden der Endabschnitte zu bilden;

dadurch gekennzeichnet, daß

die äußeren Segmente (16, 18) in entgegengesetzte Richtungen auch um die Längsachse verdreht sind und beide Kantenoberflächen (24) eines jeden Endabschnittes geschärft sind, um Schneidkanten auf den entgegengesetzten Seiten eines jeden Endabschnittes zu bilden.

2. Rotationsmähmesser gemäß Anspruch 1, bei dem die äußeren Segmente (16, 18) ungefähr 15º bis 45º um die Längsachse verdreht sind.

3. Rotationsmähmesser gemäß Anspruch 1 oder 2, bei dem die inneren Segmente (20, 22) ungefähr 2º bis 25º um die Längsachse verdreht sind.

4. Rotationsmähmesser gemäß irgend einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Segmente (16, 18; 20, 22) im wesentlichen die gleiche Länge haben und bei dem der Mittelabschnitt (12) im wesentlichen die gleiche Länge wie ein Endabschnitt hat.

5. Rotationsmähmesser gemäß irgend einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Messer (10) aus einem einzelnen Stück aus Flachstabstahl gebildet ist.







IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com