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Dokumentenidentifikation DE69617356T2 22.08.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0767353
Titel Verfahren und Vorrichtung zum Egalisieren des Temperaturprofils eines Ofens mit kontrollierter Umgebungsoxidation
Anmelder Danieli & C. Officine Meccaniche S.p.A., Buttrio, Udine, IT
Erfinder Fasoli, Fabio, 05021 Acquasparta (TR), IT;
Millone, Roberto, 16100 Genova, IT
Vertreter Strehl, Schübel-Hopf & Partner, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69617356
Vertragsstaaten AT, BE, DE, ES, FR, GB, IT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 12.08.1996
EP-Aktenzeichen 961129277
EP-Offenlegungsdatum 09.04.1997
EP date of grant 28.11.2001
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.08.2002
IPC-Hauptklasse F27B 9/24
IPC-Nebenklasse F27B 9/40   F27D 23/02   C21D 11/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Egalisieren der Temperatur in einem Ofen mit kontrollierter Oxidationsumgebung, wie im zugehörigen Hauptanspruch angegeben.

Die Erfindung betrifft auch einen das Verfahren ausübenden Ofen.

Dieses Verfahren wird bei einer Linie für das Walzen von Brammen, insbesondere dünnen Brammen, in Verbindung mit Öfen ausgeführt, die eine Erwärmung, eine Temperatur-Aufrechterhaltung und/oder eine Temperaturegalisation ausführen und an einer Zwischenposition zwischen der Gießvorrichtung und der Walzstraße angeordnet sind.

Der Stand der Technik betreffend Walzlinien umfasst das Erfordernis des Anordnens von Öfen, die eine Erwärmung, eine Temperatur-Aufrechterhaltung und/oder eine Temperaturegalisation ausführen, zwischen Stranggießvorrichtungen und einer Walzstraße.

Diese Öfen dienen zum Verhindern eines Temperaturabfalls von mit niedrigen Gießgeschwindigkeiten zugeführten Erzeugnissen und dazu, diese für den stromabwärts ausgeführten Walzprozess vorzubereiten.

Genauer gesagt, üben diese Öfen die Hauptaufgabe des Aufrechterhaltens der Temperatur auf einem hohen Wert und des Egalisierens der Temperatur hinsichtlich des Kerns und der Oberfläche des Erzeugnisses aus.

Diese Öfen arbeiten normalerweise stromaufwärts mit einer Abschereinrichtung, falls eine solche vorhanden ist, zusammen.

Derartige Öfen sind normalerweise mit mehreren Brennern versehen, die gleichmäßig entlang der Länge des Ofens verteilt sind und normalerweise an einer hohen Position an den Seitenwänden positioniert sind und die auch mit einer in vorteilhafter Weise passenden Anzahl von Einlässen oder Saugauslässen zum Auslassen der Abgase versehen.

FR-A-1 559 355 offenbart einen Ofen zum Erwärmen von Brammen und zur Temperaturegalisierung für dieselben, der zwischen einer Stranggießvorrichtung und einer Walzstraße angeordnet werden kann, um die Brammen gleichmäßig auf eine vorbestimmte Temperatur zu erwärmen, wobei im Ofen obere Brenner, untere Brenner und seitliche oder Randbrenner im Ofen so vorhanden sind, dass sie mit den diesen durchlaufenden Brammen zusammen wirken. Eine Temperaturänderung der Brammen bewirkt innerhalb des Ofens ein Entfernen von Zunder von den Oberflächen derselben.

Gemäß dem Stand der Technik ist im Allgemeinen dafür gesorgt, dass Brenner so arbeiten, dass sie innerhalb des Ofens für eine neutrale, oder sogar teilweise reduzierende, Atmosphäre sorgen.

Diese Situation wird absichtlich herbeigeführt, um zu verhindern, dass durch Oxidation nadelförmiger Zunder an der Brammenoberfläche erzeugt wird, wobei dieser Zunder in Tiefenrichtung fixiert wird und anschließend bei den stromabwärtigen Vorgängen sehr schwer zu entfernen ist.

Aus diesem Grund treten im Ofen keine wesentlichen Oxidationsreaktionen auf und die Schicht aus so erzeugtem Zunder besteht hauptsächlich aus FeO-Molekülen, die sehr beständig sind und schwer von der Brammenoberfläche zu entfernen sind.

In derartigen Fällen ist es häufig erforderlich, auf Entzunderungseinrichtungen von mechanischem Typ zurückzugreifen, insoweit mit Wasser arbeitende Entzunderungsvorrichtungen nicht wirkungsvoll die gesamte Zunderschicht entfernen können, die eine Bramme am Auslass des Ofens aufweist.

Darüber hinaus besteht die Tendenz, dass Dämpfe und Gase, die das zugeführte Erzeugnis einhüllen sollen, um für die Erwärmung desselben und eine Egalisierung der Temperatur desselben zu sorgen, an einer hohen Position entfernt vom Erzeugnis gehalten werden, und zwar insbesondere in den Zonen zwischen einem Saugauslass und dem nächsten.

Diese Situation hat die Wirkung, dass die von den Brennern erzeugte Wärme nicht wirkungsvoll und gleichmäßig an das zu erwärmende Erzeugnis übertragen wird, und sie zeigt insbesondere das Ergebnis, dass die Oberseite des Erzeugnisses innerhalb des Ofens eine stärkere Einwirkung als seine Unterseite erfährt.

Ferner ermöglicht es diese diskontinuierliche und ungleichmäßige Einwirkung der Rauchgase auf das zu erwärmende Erzeugnis, dass an der Oberfläche des Erzeugnisses keine kontrollierbaren und konstanten Reaktionen erzielt werden können, mit dem Ergebnis, dass der sich bildende Zunder keine konstanten und homogenen technischen Eigenschaften aufweist.

Außerdem ist angesichts der großen Länge der Öfen, die 80 Meter oder mehr betragen kann, die Ausbildung der Zunderschicht unkontrollierbar und ungleichmäßig, was zu Schwierigkeiten beim Entfernen des Zunders und zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen auf verschiedenen Oberflächen des Gießerzeugnisses führt.

Ein anderer Mangel, wie er bei dieser Art von Öfen häufig angetroffen wird, steht in Zusammenhang mit der Tatsache, dass sich am Umfang der Ringe, die den Zuführwalzen zugeordnet sind und die das zugeführte Erzeugnis abstützen, eine Zunderschicht gebildet wird, die langzeitmäßig Einschnitte und Hohlräume in der Oberfläche des Erzeugnisses hervorrufen kann.

Diese Einschnitte und Hohlräume bleiben bei den anschließenden Bearbeitungsschritten im Erzeugnis erhalten und führen zu einer entsprechenden Beeinträchtigung der Qualität, die beim Enderzeugnis nicht hinnehmbar ist.

Die Anmelderin hat die vorliegende Erfindung konzipiert, getestet und realisiert, um diese Mängel im Stand der Technik zu überwinden und Probleme zu umgehen, die von Betreibern auf diesem Gebiet lange Zeit Anlass für Klagen waren, und um auch weitere Vorteile zu erzielen.

Die Erfindung ist in den jeweiligen Hauptansprüchen dargelegt und gekennzeichnet, während die abhängigen Ansprüche Varianten der Idee der Hauptausführungsform beschreiben. Der Zweck der Erfindung besteht darin, innerhalb eines Aufheiz- und/oder Temperaturaufrechterhaltungs-Ofens ein Temperaturegalisierverfahren in stark oxidierender Umgebung auszuführen, die, auf der Oberfläche einer Bramme, die Erzeugung einer Zunderschicht ermöglicht, wie sie sowohl hinsichtlich der Dicke als auch hinsichtlich der chemischen Zusammensetzung dafür erforderlich ist, dass der Zunder durch eine stromabwärts ausgeführte Einwirkung leichter entfernt werden kann.

Ein anderer Zweck der Erfindung besteht darin, es zu ermöglichen, eine Temperatur und technische Bedingungen zu erzielen, die über die gesamte Oberfläche des Erzeugnisses, das zu erwärmen ist und/oder dessen Temperatur aufrechtzuerhalten ist, im Wesentlichen gleichmäßig sind.

Ein anderer Zweck der Erfindung besteht darin, einen Ofen zu realisieren, der es ermöglicht, die obigen thermischen und technischen Bedingungen zu erzielen, und der es ermöglicht, für die Tragwalzen hervorragende Arbeitsbedingungen zu erzielen.

Der Aufheiz- und Temperaturaufrechterhaltungsofen gemäß der Erfindung befindet sich vorzugsweise in einer Gießlinie, die stromabwärts in Bezug auf die Stranggießvorrichtung einen kontrollierten Vorwalzprozess ausführt, der unmittelbar unterhalb des Auslasses der Gießform ausgeführt wird.

Dieser Ofen verfügt herkömmlicherweise über eine Anzahl von Brenner, die in vorteilhafter Weise entlang der Länge des Ofens gleichmäßig verteilt sind und deren jeweilige Auslässe an einer hohen Position an den Seitenwänden des Ofens liegen.

Gemäß der Erfindung ist dafür gesorgt, dass die Brenner auf solche Weise arbeiten, dass sie innerhalb des Ofens eine kontrollierte und stark oxidierende Atmosphäre erzeugen, die dazu geeignet ist, an der Brammenoberfläche eine geeignete Umwandlung von FeO- in Fe&sub2;O&sub3;-Moleküle zu erzielen.

Diese Umwandlung ermöglicht es gemeinsam mit der Kontrolle der Temperaturparameter innerhalb des Ofens, wobei die Temperaturen mit der Art des zu verarbeitenden Metalls korreliert werden, dass am Auslass des Ofens eine gewünschte und kontrollierte Zunderschicht mit technischen Eigenschaften vorliegt, die ein vollständiges Entfernen des Zunders selbst dann gewährleisten, wenn herkömmliche Entzunderungssysteme unter Verwendung von Wasser verwendet werden.

Darüber hinaus sind, um für konstante und gleichmäßige Behandlung aller Oberflächen einer Bramme innerhalb des Ofens zu sorgen, an einer Zwischenposition zwischen zwei benachbarten Brennern Trennwände vorhanden, die sich rechtwinklig zu einer Position nahe am innerhalb des Ofens zu erwärmenden Erzeugnis erstrecken.

Diese Trennwände führen in Zusammenwirkung mit den darunter befindlichen Saugeinlässen die Aufgabe aus, die von den Brennern emittierten Rauchgase und Gase so zu lenken und zu transportieren, dass diese Rauchgase und Gase dazu gezwungen werden, das zu erwärmende Erzeugnis auf wirkungsvollere und gleichmäßigere Weise einzuhüllen.

Ferner sorgt die Wirkung dieser Trennwände dafür, dass die Rauchgase und Gase das Erzeugnis vollständig umgeben und alle Oberflächen des Erzeugnisses auf im Wesentlichen gleichmäßige Weise einhüllen, wobei diese Situation für einen doppelten Vorteil hinsichtlich der Bearbeitung und der Technologie sorgt.

Der erste Vorteil wird hinsichtlich der Temperaturegalisierung über die gesamte Oberfläche des Erzeugnisses erzielt.

Der zweite Vorteil wird dahingehend erzielt, dass für Gleichmäßigkeit sowohl hinsichtlich der Dicke als auch der chemischen Zusammensetzung der Zunderschicht gesorgt wird, die sich an der Oberfläche des Erzeugnisses bildet.

So werden die Oxidationsreaktionen über die gesamte Oberfläche der Bramme und damit die gewünschte Umwandlung in Fe&sub2;O&sub3; verstärkt und gleichmäßig gemacht.

Gemäß der Erfindung wird ein weiterer Vorteil dadurch erzielt, dass der Heizofen in zwei oder mehr Einheiten unterteilt wird, zwischen denen eine Entzunderungsanordnung angebracht wird.

Es ist bekannt, dass die Entstehung von Zunder hinsichtlich der Dicke im ersten Ofensegment größer ist und dann im anschließenden Segment stabilisiert ist, oder zumindest der Zunder weniger schnell wächst.

Gemäß der Erfindung wird eine Entzunderungsanordnung im Wesentlichen in derjenigen Zone angeordnet, in der das Dickenwachstums des Zunders langsamer wird, und sie wird zwischen zwei getrennten Einheiten des Ofens positioniert, und sie entfernt die erzeugte Zunderschicht, um dadurch die Oberfläche des Erzeugnisses in einen Zustand zurückzubringen, in dem es im Wesentlichen an Zunder fehlt.

Gemäß der Erfindung können drei oder sogar noch mehr Entzunderungsordnungen vorhanden sein, die ebensovielen getrennten Einheiten des Ofens entlang einer herkömmlichen Länge von ungefähr 80 Meter zugeordnet sind.

Diese Ausführungsform ermöglicht es, das Zunderwachstum auf sehr genauer Weise sowohl hinsichtlich der Dicke als auch der chemischen Zusammensetzung auf sehr genaue Weise unter Kontrolle zu halten, wobei gleichzeitig Oxidationsprozesse innerhalb des Ofens ausgeführt und verstärkt werden, um so die Vorgänge zum Entfernen von Zunder am Auslass des Ofens effektiver und einfacher zu gestalten.

Gemäß der Erfindung ist in Zusammenwirkung mit einem trichterförmigen Auslass, der zum Ausgeben des Zunders verwendet wird, eine Einrichtung vorhanden, wobei dieser Auslass unterhalb der das Erzeugnis zuführenden Tragwalzen positioniert ist, und sie entfernt den Zunder vom Umfang der Ringe, die das zu erwärmende Erzeugnis abstützen und die den Tragwalzen zugeordnet sind.

Gemäß der Erfindung verfügt diese Einrichtung über Fräs- oder Schleifeinrichtungen, die beweglichen Armen zugeordnet sind, die es ermöglichen, die Fräs- oder Schleifeinrichtungen in Zusammenwirkung mit den Abstützringen zu positionieren.

Die beigefügten Figuren sind als nicht beschränkendes Beispiel beigefügt, und sie zeigen wie folgt ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung.

Fig. 1 zeigt einen erfindungsgemäßen Aufheiz- und/oder Temperaturaufrechterhaltungsofen;

Fig. 2 ist ein Diagramm eines Beispiels der Dickenentwicklung einer Zunderschicht entlang dem Ofen in Fig. 1;

Fig. 3 zeigt einen möglichen Längsschnitt eines Heizofens der Art gemäß Fig. 1 im Längsschnitt;

Fig. 4 zeigt einen möglichen Querschnitt eines Heizofens der Art gemäß Fig. 1, aus dem die Einrichtung zum Entfernen von Zunder von dem den Walzen zugeordneten Abstützringen erkennbar ist.

Ein in den beigefügten Figuren dargestellter Aufheiz- und/ oder Temperaturaufrechterhaltungsofen 10 verfügt über eine isolierte Kammer 11, der eine durch mehrere Walzen 12 gebildete Abstütz- und Zuführfläche zugeordnet ist.

Die Walzen 12 verfügen über jeweilige Achsen 13, die in außerhalb der isolierten Kammer 11 liegende Lager 14 eingesetzt sind; ein Ende dieser Achsen 13 ist einem Antriebsmechanismus 15 zugeordnet.

Der Ofen 10 verfügt an seinen Enden über Tore 16, die geöffnet werden können, und er wirkt an seiner Unterseite mit einem hitzebeständigen Sockel 17 zusammen.

Der Ofen 10 verfügt über mehrere Brenner 18, die in vorteilhafter Weise gleichmäßig entlang der Länge des Ofens 10 verteilt sind und deren Auslassseite zum Inneren des Ofens 10 zeigt.

Die Brenner 10 werden so gespeist, dass sie Rauchgase und Gase mit einer Zusammensetzung ausstoßen, die innerhalb des Ofens 10 eine stark oxidierende Atmosphäre erzeugt; diese Situation ermöglicht es, die durch Oxidation erzielte Umwandlung von FeO- in Fe&sub2;O&sub3;-Moleküle zu starten und zu verstärken, um an der Oberfläche der Bramme 19 eine gewünschte und kontrollierte Zunderschicht zu erhalten, die nicht stark ist und leicht entfernt werden kann.

Unterhalb der durch die Walzen 12 zum Tragen der Bramme 12 gebildeten Fläche sind Ansaugeinlässe 21 enthalten, die den Zweck haben, die von den Brennern 18 emittierten und mit 23 bezeichneten erwärmenden Rauchgase und Gase nach unten abzusaugen.

In diesem Fall sind in Zusammenwirkung mit den Brennern 18 und den Ansaugeinlässen 21 Unterteilungseinrichtungen in Form von Trennwänden 20 vorhanden, die die Aufgabe haben, die Rauchgase und Gase 23 so zu leiten, dass sie die Bramme 19 umgeben, um so für gleichmäßige Heizwirkung über die gesamte Oberfläche der Bramme 19 zu sorgen.

Diese Einwirkung der durch die Brenner 18 um die Bramme 19 herum emittierten Rauchgase und Gase 23 macht die chemische Oxidationsumwandlung in Fe&sub2;O&sub3;-Moleküle intensiver, effektiver und gleichmäßiger, mit dem Ergebnis, dass das Wachstum einer Zunderschicht auf gleichmäßige und kontrollierte Weise erfolgt.

Fig. 1 zeigt für diesen Fall, dass der Ofen 10 mit drei gesonderten Einheiten 10a, 10b und 10c strukturiert ist, die jeweils aufeinanderfolgend positioniert sind und durch isolierte Zwischenkammern 111 verbunden sind.

Jede Ofeneinheit 10a, 10b und 10c verfügt an ihrem Einlass und ihrem Auslass über Sperren 37, die ein Entweichen von Wärme auf dem Ofen 10 nach außen verringern.

Gemäß einer Variante ist der Ofen 10 mit zwei Einheiten, oder andernfalls vier Einheiten oder mehr, aufgebaut.

Zwischen einer Ofeneinheit und der nächsten ist in diesem Fall eine Entzunderungsanordnung 22 angeordnet.

Gemäß der Erfindung hat die Entzunderungsanordnung 22 die Aufgabe, die Zunderschicht zu entfernen, die sich im ersten Segment des Ofens 10 gebildet hat, um so den Oberflächenzustand der Bramme 19 im Wesentlichen auf denselben Zustand wie am Einlass des Ofens 10 zurückzubringen.

Im ersten Segment innerhalb des Ofens 10 nimmt die Zunderdicke fortschreitend mit sehr hoher Geschwindigkeit zu, bis sie einen Wert S1 erreicht, wobei sie sich dann stabiliert oder möglicherweise ein Wachstum mit viel niedrigerer Geschwindigkeit auftritt (siehe Fig. 2).

In diesem Fall ist stromabwärts in Bezug auf die erste Einheit 10a des Ofens eine erste Entzunderungsanordnung 22a im Wesentlichen an demjenigen Punkt angeordnet, an dem der Wert S1 erreicht ist, und sie entfernt die Zunderschicht vollständig.

Dann wird das Erzeugnis in die zweite Einheit 10b des Ofens geleitet, und die Zunderschicht wächst erneut bis auf die Dicke S1 und wird dann durch eine zweite Entzunderungsanordnung 22b entfernt.

Schließlich existiert in diesem Fall eine dritte Einheit 10c des Ofens 10, der wiederum eine dritte Entzunderungsanordnung 22c folgt.

Dieses Ausführungsbeispiel ermöglicht eine sehr genaue und akkurate Kontrolle der Ausbildung der Zunderschicht auf der Oberfläche der Bramme 19 sowie eine kontrollierte Einstellung von Oxidationsreaktionen, was es ermöglicht, einen Zunder zu erhalten, der einfacher von der Oberfläche der Bramme 19 entfernt werden kann.

Gemäß der Erfindung kann eine zum Messen der Dicke der verbliebenen Zunderschicht nach dem Entfernungsvorgang geeignete Anordnung 31 in Zusammenwirkung mit jeder der Entzunderungsanordnungen 22, stromabwärts in Bezug auf diese, vorhanden sein.

Gemäß einer Variante kann eine Anordnung 31 (hier nicht dargestellt) zum Messen der Dicke der Zunderschicht auch unmittelbar stromabwärts in Bezug auf jede Entzunderungsanordnung 22 vorhanden sein.

Gemäß der Erfindung können diese Anordnungen 31 zum Messen der Zunderschicht mittels einer Betätigungs- und Steuereinheit mit den Brennern 18 verbunden sein, um die Arbeits- und Zuführparameter der Brenner 18 entsprechend der Erfassung einer fehlerhaften Zunderschicht zu ändern.

Bei diesem Beispiel sind als Sammeleinlässe 24 geformte Trichter unterhalb der Walzen 12 angebracht, die den Zweck haben, den Zunder und andere Verunreinigungen zu sammeln und zu transportieren, wie sie von der Oberfläche der Bramme 19 und der Oberfläche der Walzen 12 während der innerhalb des Ofens 10 ausgeführten Wärmebehandlung freigesetzt werden.

Gemäß der Erfindung ist in Zusammenwirkung mit den Sammeleinlässen 24 eine Beseitigungseinrichtung 25 vorhanden, die dazu geeignet ist, den an der Oberfläche von Ringen 35 erzeugten Zunder zu entfernen, wobei diese Ringe der Oberfläche der Walzen 12 zugeordnet sind, die die Aufgabe haben, die Bramme 12 zu tragen.

In diesem Fall verfügt die Beseitigungseinrichtung 25 über einen Wagen 26, der auf Rädern 27 laufen kann und mit einer Trägerplatte 28 versehen ist.

Der Wagen 26 kann auf der Trägerplatte 28 entlang dem Raum, der durch die Abmessungen der Sammeleinlässe 24 verfügbar ist, in Längsrichtung bewegt werden.

Am Wagen 26 ist ein teleskopmäßig verlängerbarer Arm 30 angebracht, der eine Zunderbeseitigungseinrichtung trägt, die in diesem Fall aus kreisförmigen Schleifrädern 32 besteht.

Bei diesem Beispiel ist ein paar kreisförmiger Schleifräder 32 vorhanden, die einander entgegengesetzt an jeder Seite des Arms 30 liegen.

Der Wagen 26 kann auch in durch Pfeile 34 gekennzeichneten Richtungen quer zum Ofen 10 bewegt werden, um die kreisförmigen Schleifräder 32 zur Einwirkung auf alle an einer an einer einzelnen Walze 12 angebrachten Ringe 35 zu bringen.

Da sich in diesem Fall jede Beseitigungseinrichtung 25 zu einem Paar von Rollen 12 bewegt, kann dafür gesorgt werden, dass der Arm 30 in der Längsrichtung 33 (Fig. 3) auf einem Gelenklager 38 schwingt, um sich zu beiden Walzen 12 des Walzenpaars zu bewegen.

Der Arm 30 ist in seiner zurückgezogenen Position vom Sammeleinlass 24 zurückgezogen, und er ermöglicht es dadurch, dass der Einlass 24 durch eine Schiebeventileinrichtung 29 verschlossen wird.

In vorteilhafter Weise ist in Zusammenwirkung mit der Beseitigungseinrichtung 25 ein positionierbarer Schutzschirm 36 vorhanden.


Anspruch[de]

1. Verfahren zum Egalisieren der Temperatur in einem Ofen (10) mit mindestens einer isolierten Kammer (11) mit kontrollierter Oxidationsumgebung, wobei innerhalb dieser Kammer (11) mehrere Walzen (12) angeordnet sind, die über Ringe (35) verfügen, die eine Abstütz- und Transportfläche für Brammen (19) bilden, mehrere Brenner (18) im oberen Teil der Kammer (11) angeordnet sind, mehrere Ansauganlässe (21) im unteren Teil des Ofens (10) angeordnet sind und eine Entzunderungsanordnung (22) stromabwärts in Bezug auf die Kammer (11) angeordnet ist, um die Zunderschicht von den Brammen zu entfernen, wobei das Verfahren durch die folgenden Schritte gekennzeichnet ist: Speisen der Brenner (18) auf solche Weise, dass innerhalb der Kammer (11) für stark oxidierende Atmosphäre gesorgt ist, Übertragen dieser stark oxidierenden Atmosphäre zu den Brammen (19), um den gesamten Umfang der Bramme (19) kontinuierlich und gleichmäßig zu umgeben und einzuhüllen, um auf den Oberflächen der Brammen (19) eine gewünschte und kontrollierbare Zunderschicht zu erhalten, und anschließendes Entfernen der Zunderschicht von den Oberflächen der Brammen (19) durch die Entzunderungsanordnung (22).

2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die Zunderschicht hinsichtlich der Dicke und der chemischen Zusammensetzung dadurch kontrolliert wird, dass auf die Zusammensetzung der von den Brennern (18) emittierten Rauchgase und Gase eingewirkt wird.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, bei dem die von den Brennern (18) emittierten Rauchgase und Gase in Zusammenwirkung mit dem gesamten Umfang der Bramme (19) durch Trennwände (20) übertragen werden, die in Zusammenwirkung mit den Brennern (18) positioniert sind und sich vertikal an einer Position dicht an der Oberseite der Bramme (19) erstrecken.

4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem an einer Zwischenposition im Ofen (10) mindestens ein Schritt zum Entfernen der so erzeugten Zunderschicht ausgeführt wird.

5. Verfahren nach Anspruch 4, bei dem ein Schritt zum Messen der Dicke der Zunderschicht auf der Oberfläche der Bramme (19) zumindest stromabwärts in Bezug auf den Schritt des Entfernens der Zunderschicht ausgeführt wird.

6. Verfahren nach Anspruch 5, bei dem durch Messung der Dicke der Zunderschicht die Einstellung und Korrektur der Arbeitsparameter der Brenner (18) bestimmt wird, um eine mehr oder weniger oxidierende Atmosphäre zu erzeugen.

7. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, das über mindestens einen Schritt des Entfernes des Zunders von der Oberfläche der den Walzen (12) zugeordneten Abstützringe (35) beinhaltet.

8. Ofen (10) mit kontrollierter Oxidationsumgebung, der mindestens eine isolierte Kammer (11) aufweist, die mit einer durch mehrere Walzen (12) gebildeten Abstütz- und Transportfläche zusammenwirkt, wobei die Walzen (12) Ringe (35) zum Abstützen von Brammen (19) aufweisen, wobei mehrere Brenner (18) in Zusammenwirkung mit dem oberen Teil des Inneren des Ofens (10) vorhanden sind, wohingegen mehrere Ansaugeinlässe (21) mit dem unteren Teil des Inneren des Ofens (10) zusammenwirken, wobei der Ofen (10) dadurch gekennzeichnet ist, dass er mehrere Trennwände (20) zum Übertragen und Lenken von Rauchgasen und Gasen aufweist, die an einer Zwischenposition zwischen zwei benachbarten Brennern (18) angeordnet sind und sich vertikal zu einer Position dicht an der Oberseite der Bramme (19) erstrecken, wobei die Brenner (18) auf solche Weise gespeist werden, dass innerhalb des Ofens (10) eine stark oxidierende Atmosphäre erzeugt wird.

9. Ofen nach Anspruch 8, der mit mindestens zwei Einheiten (10a, 10b) strukturiert ist, zwischen denen eine Anordnung (22) zum Entfernen der Zunderschicht angeordnet ist.

10. Ofen (10) nach Anspruch 9, bei dem in Zusammenwirkung mit mindestens einer Anordnung (22) zum Entfernen der Zunderschicht, zumindest stromabwärts bezüglich derselben, eine Anordnung (31) zum Messen der Dicke der Zunderschicht vorhanden ist.

11. Ofen (10) nach Anspruch 9 oder 10, bei dem eine Einrichtung (25) zum Entfernen von Zunder von der Oberfläche der die Brammen (19) abstützenden und den Walzen (12) zugeordneten Ringen in Zusammenwirkung mit trichterförmigen Einlässen (24) vorhanden ist, die den abgegebenen Zunder aufnehmen und die sich unterhalb der Walzen (12) befinden.

12. Heizofen (10) nach Anspruch 11, bei dem eine Zunderentfernungseinrichtung (25) zumindestens zwei Walzen (12) bedient.







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