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Dokumentenidentifikation DE10106984A1 29.08.2002
Titel Vorrichtung zur Aufnahme zumindest einer Rolle, insbesondere einer Rolle aus Papiervlies
Anmelder Leifheit AG, 56377 Nassau, DE
Erfinder Schülein, Rolf Günter, 56379 Singhofen, DE;
Himmighofen, Dieter, 56368 Roth, DE
DE-Anmeldedatum 15.02.2001
DE-Aktenzeichen 10106984
Offenlegungstag 29.08.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.08.2002
IPC-Hauptklasse B65H 35/00
IPC-Nebenklasse A47K 10/38   A47K 10/22   
Zusammenfassung Vorrichtung zur Aufnahme einer Rolle (15) aus Papier in einem Rollenhalter mit einer Lagerachse (8), an der ein elastisch nachgiebiges, an der Innenwandung eines Wickelzylinders (14) der Rolle (15) anliegendes Reibungselement (12) angebracht ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung entsprechend dem Gattungsbegriff des Anspruches 1, alternativ entsprechend dem Gattungsbegriff des Anspruches 2.

Vorrichtungen dieser Art sind der EP-B-265 552 zu entnehmen. - Insbesondere beim Entnehmen von Bahnstücken von der mit Papiervlies belegten Rolle wird es vom Benutzer gelegentlich als störend empfunden, dass die Rolle beim Abziehen der Papiervliesbahn mit einer Hand noch mehr oder weniger unkontrolliert nachläuft, falls sie nicht gleichzeitig mit der anderen Hand hierbei "gebremst" wird. - Außerdem kann es vorkommen, dass infolge der Zugbewegung an der Papiervliesbahn die Längsachse der Rolle mehr oder weniger aus ihren Lagermulden bewegt wird.

Die Erfindung hat zum Ziel, die vorstehend genannten Probleme abzustellen.

Erfindungsgemäß wird das angestrebte Ziel erreicht, indem die bekannte Vorrichtung nach Maßgabe des kennzeichnenden Teils des Anspruches 1 oder alternativ dem des Anspruches 2 verbessert wird.

Vorteilhafte und zweckmäßige weitere Ausgestaltungen der Erfindung nach dem Anspruch 1 bzw. 2 sind den Ansprüchen 3 bis 7 zu entnehmen.

Der mit der Erfindung erreichte Vorteil besteht darin, dass der normalen Entnahmebewegung beim Abziehen der Bahn bzw. eines Bahnstückes von der Rolle gleichzeitig eine solche Bremskraft selbsttätig entgegengesetzt wird, dass ein unkontrolliertes Nachlaufen der Rolle ausgeschlossen ist.

Die alternative Ausführungsform der Erfindung gemäß Anspruch 2 hat darüber hinaus den Vorteil, dass die betreffende Rolle nicht ungewollt - zusammen mit der betreffenden Lagerachse - aus den beiden seitlichen Lagermulden gezogen werden kann; ein solches, unabsichtliches Herausziehen der Rolle mit Lagerachse ist im Fall der bekannten Vorrichtung durchaus möglich, z. B. im Zusammenwirken mit einem ruckartigen Abziehen der Bahn bzw. eines Bahnstückes von der Rolle unter einem entsprechenden Abzugswinkel zum Gehäuse der Vorrichtung.

Die in den Ansprüchen 3 bis 7 angegebenen weiteren Ausgestaltungen der Erfindung betreffen Lösungsdetails, die auf besonders einfache Weise zu verwirklichen sind bei gleichzeitig optimaler Funktion.

Anhand der Fig. 1 bis 3 der Zeichnung wird die Erfindung im folgenden an einem Ausführungsbeispiel weiter erläutert.

Es zeigen

Fig. 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung in der Vorderansicht,

Fig. 2 ein Detail der Vorrichtung nach Fig. 1 in der Seitenansicht im Schnitt entsprechend Schnittlinie II-II in Fig. 1, und

Fig. 3 das Detail nach Fig. 2 in der Vorderansicht und bei vom Gehäuse der Vorrichtung abgenommener Abdeckung sowie vom Gehäuse entnommener Lagerachse für die betreffende Rolle der Vorrichtung.

Die Zeichnung zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung 1, die im wesentlichen aus einem Gehäuse 2 und einer das Gehäuse 2 nach vom - zur Benutzungsseite hin - abdeckenden Abdeckung 3 besteht.

Außer nicht näher dargestellten, an sich bekannten Depots mit Entnahmekanälen 4 und 5 für jeweils eine weitere Rolle aus Papier-, Aluminium- und/oder Kunststofffolie weist das Gehäuse 2 seitliche Lagermulden 6 und 7 auf, in denen eine Lagerachse 8 gehalten ist. Die Lagerachse 8 ist über Entnahmeöffnungen 9 und 10 der Lagermulden entnehmbar am Gehäuse 2 gehalten; zum Entnehmen der Lagerachse 8 braucht diese nur geringfügig angehoben zu werden und kann dann in einer gewissen Schwenkbewegung aus den Lagermulden entnommen werden.

Die Lagerachse 8 weist an ihrem auf der Darstellung in Fig. 2 unteren Ende eine Nut 11 auf, die das entsprechend ausgeformte eine Ende eines Reibungselementes 12 in Richtung quer zur Lagerachse 8 formschlüssig hält. Im übrigen sind die Lagerachse 8 und das Reibungselement 12 zweckmäßig aus einem Halbzeug hergestellt, wobei das Reibungselement 12 in der Nut 11 der Lagerachse 8 längsverschiebbar und somit auch leicht von der Lagerachse 8 lösbar bzw. in diese einsetzbar ist.

Das Reibungselement 12 läuft an seinem freien Ende in einen elastisch nachgiebigen Fortsatz 13 aus, der sich - unter Krümmung seiner Fläche, siehe Fig. 2 - mit einem gewissen Druck gegen die Innenwandung eines mit 14 bezeichneten, nur schematisch dargestellten Wickelzylinders einer Rolle 15 aus Papiervlies oder dgl. legt. Beim Abziehen einer Bahn bzw. eines Bahnstückes von der Rolle 15 im Sinne der mit dem Pfeil 16 (siehe Fig. 1) dargestellten Bewegungsrichtung dreht sich der Wickelzylinder im Sinne des Pfeils 17 (siehe Fig. 2). Dabei wird dann der Fortsatz 13 des Reibungselementes 12 infolge des erwähnten Anlagedruckes an der Innenwandung des Wickelzylinders 14 eine gewisse, dieser Drehbewegung entgegengesetzte Bremskraft auf den Wickelzylinder 14 und damit die Rolle 15 ausüben, so dass hierdurch ein unkontrolliertes Nachlaufen der Rolle 15 nach Beendigung der Zugbewegung an der Bahn verhindert wird.

Es ist nicht notwendig, dass sich der Fortsatz 13 des Reibungselementes 12 über die gesamte Länge des Wickelzylinders 14 der Rolle 15 erstreckt; vielmehr ist es zum Erzielen des gewünschten Erfolges ausreichend, wenn der Fortsatz 13 sich nur über einen größeren Bruchteil der Länge, zweckmäßig etwa der Hälfte der Länge des Wickelzylinders 14 erstreckt.

Die Abdeckung 3 reicht vorzugsweise so weit, dass sie mit Bereichen 18, 19 die Entnahmeöffnungen 9 bzw. 10 der Lagermulde 6 bzw. 7 überdeckt. Auf diese Weise wird ein versehentliches Herausziehen der Rolle 15 zusammen mit der Lagerachse 8 aus den Lagermulden 6, 7 des Gehäuses verhindert. BEZUGSZEICHENLISTE 1 Vorrichtung

2 Gehäuse

3 Abdeckung

4 Entnahmekanal

5 Entnahmekanal

6 Lagermulde

7 Lagermulde

8 Lagerachse

9 Entnahmeöffnung

10 Entnahmeöffnung

11 Nut

12 Reibungselement

13 Fortsatz

14 Wickelzylinder

15 Rolle

16 Pfeil

17 Pfeil

18 Bereich

19 Bereich


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung (1) zur Aufnahme zumindest einer Rolle (15) aus Papier oder Folie, insbesondere einer Rolle aus Papiervlies, mit einer in seitlichen Lagermulden (6, 7) eines Gehäuses (2), über Entnahmeöffnungen (9, 10) entnehmbar, gehaltenen Lagerachse (8) für den hohlen Wickelzylinder (14) der Rolle (15), dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerachse (8) ein elastisch nachgiebig an der Innenwandung des Wickelzylinders (14) der Rolle (15) anliegendes Reibungselement (12) trägt.
  2. 2. Vorrichtung (1) zur Aufnahme zumindest einer Rolle (15) aus Papier oder Folie, insbesondere einer Rolle aus Papiervlies, mit einer in seitlichen Lagermulden (6, 7) eines Gehäuses, über Entnahmeöffnungen (9, 10) entnehmbar, gehaltenen Lagerachse (8) für den hohlen Wickelzylinder (14) der Rolle (15) und mit einer abnehmbaren Abdeckung (3) für das Gehäuse (2), dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerachse (8) ein elastisch nachgiebig an der Innenwandung des Wickelzylinders (14) der Rolle (15) anliegendes Reibungselement (12) trägt und dass die Abdeckung (3) die Entnahmeöffnungen (9, 10) der Lagermulden (6, 7) überdeckt (Bereiche 18, 19)
  3. 3. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Reibungselement (12) als an seinem freien Ende elastisch nachgiebiger Fortsatz (13) der Lagerachse (8) ausgebildet ist.
  4. 4. Gerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Fortsatz (13) über eine einem größeren Bruchteil der Länge der Lagerachse (8) entsprechende Länge erstreckt.
  5. 5. Gerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Fortsatz (13) über eine etwa der halben Länge der Lagerachse (8) entsprechende Länge erstreckt.
  6. 6. Gerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Fortsatz (13) lösbar mit der Lagerachse (8) verbunden ist.
  7. 7. Gerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerachse (8) aus Profilmaterial mit einer Nut (11) ausgeführt ist, in der der Fortsatz (13) längsverschiebbar gehalten ist.






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