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Dokumentenidentifikation DE10127864C1 05.09.2002
Titel Schaltschrank für eine elektrische Schaltanlage mit einer Tür
Anmelder Siemens AG, 80333 München, DE
Erfinder Kopke, Volker, 90617 Puschendorf, DE;
Lebek, Stefan, 06112 Halle, DE;
Mahn, Gildo, 63589 Linsengericht, DE;
Schriefl, Helmut, 63075 Offenbach, DE;
Wenge, Brunhilde, 39167 Eichenbarleben, DE
DE-Anmeldedatum 06.06.2001
DE-Aktenzeichen 10127864
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 05.09.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.09.2002
IPC-Hauptklasse H02B 1/38
IPC-Nebenklasse H05K 5/02   
Zusammenfassung Zur Verriegelung einer bewegbaren Tür (1), welche einen der Tür mechanische Stabilität verleihenden Tragrahmen (2, 3, 4, 5, 6) und ein am Tragrahmen (2, 3, 4, 5, 6) angeordnetes Türblatt (8) aufweist, ist es vorgesehen, das Türblatt (8) relativ zum Tragrahmen (2, 3, 4, 5, 6) bewegbar auszubilden. Dem Türblatt (8) sind erste Verriegelungselemente (12a, b) zugeordnet, welche mit zweiten, dem Schaltschrankrahmen zugeordneten Verriegelungselementen (12c, d) durch die Bewegbarkeit des Türblattes (8) verriegel- und entriegelbar sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Schaltschrank für eine elektrische Schaltanlage mit einer bezüglich eines Schaltschrankrahmens bewegbaren Tür, welche einen der Tür mechanische Stabilität verleihenden Tragrahmen und ein am Tragrahmen angeordnetes Türblatt aufweist.

Ein derartiger Schaltschrank ist beispielsweise aus der Offenlegungsschrift DE 43 12 025 A1 bekannt. Der dortige Schaltschrank weist eine mittels Scharnieren am Schaltschrank schwenkbar gelagerte Tür auf. Die schwenkbar gelagerte Tür ist über einen Hebemechanismus von einer abgesenkten Verriegelungsstellung in eine angehobene Schwenkstellung sowie von der angehobenen Schwenkstellung in die abgesenkte Verriegelungsstellung bewegbar. Während des Absenkens der Tür im geschlossenen Zustand gelangen hintergreifende Verriegelungselemente miteinander in Eingriff und verriegeln die Tür. Dadurch weist die Tür günstige mechanische Eigenschaften hinsichtlich auf sie einwirkender Kräfte auf.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Schaltschrank der eingangs genannten Art so auszubilden, dass bei einer vereinfachten Konstruktion der Tür deren Funktion verbessert wird.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bei einem Schaltschrank der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass das Türblatt relativ zum Tragrahmen bewegbar ist und dem Türblatt erste Verrieglungselemente zugeordnet sind, welche mit zweiten, dem Schaltschrankrahmen zugeordneten Verriegelungselementen durch die Bewegbarkeit des Türblattes gegen den Schaltschrankrahmen verriegelbar und entriegelbar sind.

Gegenüber der bekannten Lösung ist es nunmehr nicht mehr erforderlich, die gesamte Tür zum Verschließen und zum Öffnen zu heben bzw. zu senken. Da nunmehr nur noch ein Teil der Tür zu bewegen ist, kann eine relativ einfache Mechanik vorgesehen werden. Bei einer in Scharnieren gelagerten Tür ist es nunmehr nicht mehr erforderlich, dass die Scharniere ein Heben und Senken der gesamten Tür ermöglichen müssen. Dementsprechend können einfacher konstruierte Standardscharniere verwendet werden. Der der Tür mechanische Stabilität verleihende Tragrahmen ist in die Verriegelungsmechanik nicht einbezogen. Lediglich dem Türblatt sind erste Verriegelungselemente, welche mit zweiten Verriegelungselementen in Eingriff bringbar sind, zugeordnet. Der Tragrahmen dient ausschließlich der mechanischen Stabilisierung der Tür.

Weiterhin kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass das Türblatt bei in Schließstellung der Tür feststehendem Tragrahmen gegenüber dem Schaltschrankrahmen bewegbar ist.

Durch eine derartige Konstruktion ist eine Überlagerung von Verriegelungsbewegungen und Öffnungsbewegungen der Tür in günstiger Weise vermieden. Nach dem erfolgten Entriegeln der Tür durch die Bewegung des Türblattes gegenüber dem Schaltschrankrahmen ist das Öffnen der Tür beispielsweise durch Schwenken des Tragrahmens ermöglicht. Das Öffnen der Tür sowie das Entriegeln der Tür sind dabei zwei unabhängig voneinander stattfindende Bewegungsvorgänge, so dass ein versehentliches Öffnen der Tür während des Entriegelns vermieden ist. Durch diese konstruktive Lösung ist die Bedienbarkeit der Schranktür vereinfacht. Eine Überlagerung von Verriegelungs- und Öffnungsbewegung der Tür ist somit ausgeschlossen.

Vorteilhaft kann vorgesehen sein, dass die ersten und die zweiten Verriegelungselemente jeweils kammartig ausgebildet sind.

Kammartige Verriegelungselemente sind leicht herstellbar. Bei einer entsprechenden Auslegung der ersten und zweiten Verriegelungselemente können diese nahezu identisch konstruiert sein. Bei einer kammartigen Ausbildung ergibt sich im verriegelten Zustand eine relativ große Fläche, auf der sich die Verriegelungselemente hintergreifen. Dadurch ist eine hohe mechanische Festigkeit einer derartig ausgebildeten Verriegelung gewährleistet.

Es kann vorteilhafterweise vorgesehen sein, dass die ersten Verriegelungselemente an einer einer angeschlagenen Türkante gegenüberliegenden Türkante angeordnet sind.

Bei einer derartigen Anordnung der ersten und der zweiten Verriegelungselemente ist ein Vorbeiführen der Verriegelungselemente aneinander bei einem schwenkenden Schließen oder schwenkenden Öffnen einer Tür in günstiger Weise ermöglicht. Sämtliche der ersten und der zweiten Verriegelungselemente befinden sich nahezu zeitgleich in den gleichen relativen Positionen zueinander. Dadurch werden Probleme, wie beispielsweise das zeitlich aufeinanderfolgende Einschwenken einzelner Verriegelungselemente, ausgeschlossen. Im Zusammenwirken mit den zum Anschlagen der schwenkbaren Tür vorgesehenen Anschlagmitteln, wie beispielsweise Scharnieren, ist die Tür in sehr einfacher Weise verschließ- und verriegelbar.

Es kann weiterhin vorgesehen sein, dass die ersten Verriegelungselemente jeweils längs zweier parallel verlaufender Türkanten angeordnet sind.

Durch die Wahl zweier parallel verlaufender Türkanten ist es möglich, unabhängig von der Wahl der bewegbaren Tür, beispielsweise einer schwenkbaren Tür oder einer Schiebetür, die konstruktive Ausgestaltung zur Verriegelung der Tür beizubehalten. Durch die Wahl längs zweier parallel verlaufender Türkanten ist es möglich, die mechanische Belastbarkeit einer derartig verschlossenen Tür zu verbessern. Die auftretenden Kräfte können entlang einer verhältnismäßig großen Fläche durch die Verriegelungselemente aufgenommen werden.

Vorteilhafterweise kann vorgesehen sein, dass der Tür ein Getriebe zugeordnet ist, durch welches die Relativbewegung des Türblattes gegenüber dem Tragrahmen mittels eines an dem Türrahmen oder dem Türblatt drehbar gelagerten Exzenters hervorgerufen wird, der sich an dem jeweils anderen Teil der Tür abstützt.

Ordnet man der Tür zur Erzeugung der Relativbewegung ein Getriebe zu, so kann die Bewegung mit einem geringen Kraftaufwand bewirkt werden. Durch die Verwendung eines drehbar gelagerten Exzenters ergibt sich zusätzlich eine äußerst robuste und dabei kostengünstige Ausgestaltung eines derartigen Getriebes.

Unter anderem kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass der Exzenter mindestens einen Endanschlag aufweist, welcher die Bewegbarkeit des Getriebes in den Endlagen hemmt.

Ordnet man dem Exzenter einen Endanschlag zu, hemmt dieser die Bewegbarkeit des Getriebes in den Endlagen. Ein Überhub des Exzenters ist so in einfacher Weise vermieden. Gleichzeitig ist eine Fehlbedienung des Getriebes ausgeschlossen, da es sich zwangsweise von einer der Endlagen nur in die jeweils andere Endlage nur mit einem bestimmten Bewegungsablauf überführen lässt.

Weiterhin kann vorgesehen sein, dass durch den Exzenter die Bewegung des Türblattes begrenzbar ist.

Wird durch den Exzenter die Bewegung des Türblattes begrenzt, so ist es nicht möglich, durch eine Bewegung des Türblattes eine Bewegung des Getriebes zu erzwingen. Dazu weist der Exzenter Abflachungen auf seiner Lauffläche auf. Diese Abflachungen stoßen an entsprechende Anschläge, so dass eine Bewegung des Türblattes gegen das Getriebe blockiert ist.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung sieht vor, dass das Getriebe einen verschiebbaren Riegel aufweist, welcher in einer seiner Positionen das Ansetzen einer Antriebsvorrichtung, insbesondere eines Antriebshebels, an das Getriebe verhindert.

Durch einen verschiebbaren Riegel ist in einfacher Weise verhindert, dass eine Antriebsvorrichtung, beispielsweise ein Antriebshebel, an das Getriebe ansetzbar ist. Dadurch wird erreicht, dass ein unbefugtes Bedienen des Getriebes ausgeschlossen ist. Da bereits das Ansetzen einer Antriebsvorrichtung verhindert wird, kann somit im Getriebe selbst auf eine sonst notwendige Verriegelungseinrichtung verzichtet werden.

Weiterhin kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass der Riegel mit Hilfe eines Schlosses in einer ersten Position verschließbar ist.

Ist der Riegel mittels eines Schlosses in einer ersten Position verschließbar, so wird eine unbefugte Bedienung des verschiebbaren Riegels verhindert. Nur Personen mit einer entsprechenden Berechtigung sind in der Lage, den Riegel zu entsperren.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles in einer Zeichnung gezeigt und nachfolgend näher beschrieben.

Dabei zeigt

Fig. 1 eine Ansicht der Tür von innen,

Fig. 2 eine perspektivische Ansicht eines Teils des Getriebes mit einem angehobenem Türblatt,

Fig. 3 eine perspektivische Ansicht eines Teils des Getriebes mit einem abgesenktem Türblatt,

Fig. 4 eine Seitenansicht des Getriebes und

Fig. 5 eine Draufsicht des Getriebes.

Die in Fig. 1 dargestellte Innenansicht einer Tür 1 eines Schaltschrankes 28 für eine elektrische Schaltanlage zeigt einen ersten Längsträger 2 und einen zweiten Längsträger 3 auf. Der erste und der zweite Längsträger 2, 3 sind durch einen ersten Querträger 4, einen zweiten Querträger 5 sowie einen dritten Querträger 6 winkelsteif miteinander verbunden. Die Längsträger 2, 3 und die Querträger 4, 5, 6 bilden den Tragrahmen der Tür 1. Dieser Tragrahmen erzeugt die notwendige mechanische Steifigkeit der Tür 1. An dem zweiten Längsträger 3 sind mehrere Scharniere 7a, b, c, d angeordnet. Diese Scharniere 7a, b, c, d dienen dem Anschlagen der Tür 1 an einen Schaltschrankrahmen 29, so dass die Tür 1 schwenkbar ist. Die Querträger 4, 5, 6 weisen im Wesentlichen eine U-förmige Profilierung auf. Die Längsträger 2, 3 und die Querträger 4, 5, 6 sind mittels Bolzen 9a, b, c, d, e, f, g, h, i, k, l miteinander winkelsteif mit Abstand verbunden und zwar so, dass zwischen den Längsträgern 2, 3 und den Querträgern 4, 5, 6 senkrecht zur Zeichenebene ein Zwischenraum erzeugt ist (siehe Fig. 3), in welchem ein Türblatt 8 angeordnet ist. Das Türblatt 8 weist Langlöcher auf, welche von den Bolzen 9a, b, c, d, e, f, g, h, i, j, k, l durchsetzt sind, die das Türblatt 8 relativ zu dem aus den Längsträgern 2, 3 und Querträgern 4, 5, 6 gebildeten Tragrahmen führen. Um die Führung des Türblattes 8 zu unterstützen, weisen die Querträger 4, 5, 6 weitere Langlöcher 11a, b, c, d, e, f auf, durch welche winkelsteif mit dem Türblatt verbundene Bolzen hindurchgeführt sind. An den Längsseiten des Türblattes 8 ist das Türblatt 8 kammartig profiliert. Diese kammartigen Profilierungen stellen erste Verriegelungselemente 12a, b dar. Zweite Verriegelungselemente 12c, d sind am Schaltschrankrahmen 29 angeordnet. Im Bodenbereich ist am Türblatt 8 ein Bodenprofil 13 angeordnet.

Die Fig. 2 und 3 zeigen ausschnittsweise einen Bereich der Tür 1 mit dem ersten Querträger 4. In der Fig. 2 ist das Türblatt 8 gegenüber dem Türrahmen angehoben. In der Fig. 3 ist das Türblatt 8 gegenüber dem Türrahmen abgesenkt. Das Heben und Senken des Türblattes erfolgt mit einem am ersten Querträger 4 angeordneten Getriebe 14. In der Fig. 2 und in der Fig. 3 sind jeweils der erste und der zweite Längsträger 2, 3 sowie der erste Querträger 4 erkennbar. Zwischen den beabstandet, jedoch winkelsteif, zueinander angeordneten Längs- und Querträgern 2, 3, 4, 5, 6 ist das bewegbare Türblatt 8 angeordnet. Auf dem bewegbaren Türblatt 8 sind ein erstes Dichtungsprofil 15 sowie ein zweites Dichtungsprofil 16 befestigt. Die Bewegung des Türblattes 8 wird durch dem Tragrahmen zugeordnete Bolzen 9a, 9b, 9c, 9d, welche in dem Türblatt 8 befindliche Langlöcher durchsetzen, geführt. Zusätzlich weist der erste Querträger 4 weitere Langlöcher 11a, 11b auf, welche von winkelsteif mit dem Türblatt verbundenen Bolzen durchsetzt sind und die Führung des Türblattes 8 begünstigen. Im Türblatt 8 drehbar gelagert ist ein Exzenter 17 am ersten Querträger 4 angeordnet. Über den Exzenter 17 stützt sich das Türblatt 8 auf einem senkrecht zum Türblatt 8 stehenden Schenkel 31 des ersten Querträgers 4 ab. Durch eine Drehung des Exzenters 17 um 180° wird das Türblatt 8 von seiner in der Fig. 2 dargestellten angehobenen Stellung in die in der Fig. 3 dargestellte abgesenkte Stellung überführt und umgekehrt. Um eine eigensichere Lagerung des Türblattes 8 in den Endlagen zu gewährleisten, weist der Exzenter zwei annähernd parallele Lagerflächen 18a, b auf. Auf diesen Lagerflächen 18a, b ruht das Türblatt 8 jeweils in der abgesenkten bzw. der angehobenen Stellung. Durch diese Konstruktion ist es nicht möglich, das Türblatt 8 unter Umgehung der Bedienung des Getriebes 14 zu verschieben. Sowohl im angehobenen als auch im abgesenkten Zustand blockieren die Lagerflächen 18a, b des Exzenters 17 diese Bewegung. Zusätzlich ist seitlich am Exzenter 17 ein Endanschlag 19 angeordnet.

In der Fig. 4 ist ausschnittsweise der erste Querträger 4 in einer Seitenansicht von der Türinnenseite dargestellt. Das in den Fig. 2 und 3 abgebildete Getriebe 14 ist in der Fig. 4 vervollständigt dargestellt. Zusätzlich ist dem Exzenter 17 ein Abdeckblech 20 vorgelagert, welches der Führung des Exzenters 17 dient und einen Ausschnitt 21 aufweist, in welchem der seitlich angeordnete Endanschlag 19 des Exzenters 17 bewegbar ist. Im Zusammenwirken von Abdeckblech 20 und dem Endanschlag 19 des Exzenters 17 ist sichergestellt, dass der Exzenter 17 nur in der jeweilig zulässigen Drehrichtung bewegbar ist. Ein Überschreiten der Endlagen ist somit verhindert.

Zusätzlich ist ein Riegel 22 vorgesehen. Dieser Riegel 22 ist mittels eines Schlosses 23 bewegbar und abschließbar. Dazu weist das Schloss eine drehbare Zunge 24 auf, welche den Riegel 22 längs des ersten Querträgers 4 bewegt. Der Riegel 22 ist an den winkelsteif mit dem Türblech 8 verbundenen Bolzen geführt. Der Riegel 22 weist eine Ausnehmung 25 auf, welche sich im unverriegelten Zustand im Bereich der Drehachse des Exzenters 17 befindet. Im verriegelten Zustand des Riegels 22 ist der Bereich der Drehachse des Exzenters 17 durch den Riegel 22 überdeckt (wie in Fig. 4 dargestellt).

Der schichtartige Aufbau des Getriebes 14 mit dem Türblatt 8, dem ersten Querträger 4, dem Exzenter 17 und dem Riegel 22 ist der Fig. 5 in einer Ansicht von oben zu entnehmen. Der Exzenter 17 weist auf der Außenseite der Tür 1 in seiner Drehachse eine imbusartige Ausnehmung 26 auf. In dieser imbusartigen Ausnehmung 26 ist ein federbelasteter Sperrbolzen 27 angeordnet. Im unverriegelten Zustand des Riegels 22, das heißt, die Ausnehmung 25 des Riegels 22 befindet sich vor der Drehachse des Exzenters 17, ist der Sperrbolzen 27 in Richtung Türinnenseite verschiebbar, das heißt, in die imbusartige Ausnehmung 26 ist beispielsweise ein Bedienhebel einführbar, welcher während des Einführens den Sperrbolzen 27 ins Schrankinnere bewegt. Dieser Sperrbolzen 27 ist federbelastet, so dass er sich nach dem Entfernen des Bedienhebels wieder in seine Ausgangsstellung bewegt. Befindet sich der Riegel 22 in seiner Verriegelungsstellung, ist es nicht möglich, den Sperrbolzen 27 in das Schrankinnere zu bewegen, da dieser durch den Riegel 22 blockiert ist. Der Exzenter 17kann von außen nicht betätigt werden. Alternativ zu einer derartigen Mechanik ist es vorstellbar, die imbusartige Ausnehmung 26 des Exzenters 17 durch eine mit dem Riegel 22 verbundene Abdeckung auf der Türaußenseite zu verschließen.

Im Folgenden soll der Ablauf eines Entriegelungsvorganges einer erfindungsgemäßen Tür 1 beschrieben werden. Ausgangspunkt ist der in der Fig. 3 sowie Fig. 4 dargestellte verriegelte Zustand. Die Tür 1 ist verschlossen, das Türblatt 8 abgesenkt, die am Türblatt 8 angeordneten ersten Verriegelungselemente 12a, b sind mit den am Schaltschrankrahmen 29 angeordneten zweiten Verriegelungselementen 12c, d im Eingriff. Zunächst wird mittels eines in das Schloss 23 eingeführten Schlüssels durch eine Drehbewegung der Zunge 24 der Riegel 22 in Richtung des Pfeiles 30 in eine entriegelte Position bewegt. Anschließend kann ein Betätigungshebel in die imbusartige Ausnehmung 26 des Exzenters 17 eingeführt werden. Durch eine Drehung des Exzenters 17 um 180° wird das Türblatt 8 angehoben und die ersten Verriegelungselemente 12a, b werden mit den zweiten Verriegelungselementen 12c, d außer Eingriff gebracht. Die Tür 1 ist entriegelt. Nunmehr ist es möglich, die Tür 1 einschließlich des Tragrahmens zu öffnen. Das Schließen der Tür 1 und das Absenken des Türblattes 8 erfolgt entsprechend in umgekehrter Reihenfolge.


Anspruch[de]
  1. 1. Schaltschrank (28) für eine elektrische Schaltanlage mit einer bezüglich eines Schaltschrankrahmens (29) bewegbaren Tür (1), welche einen der Tür (1) mechanische Stabilität verleihenden Tragrahmen (2, 3, 4, 5, 6) und ein am Tragrahmen (2, 3, 4, 5, 6) angeordnetes Türblatt (8) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Türblatt (8) relativ zum Tragrahmen (2, 3, 4, 5, 6) bewegbar ist und dem Türblatt (8) erste Verrieglungselemente (12a, b) zugeordnet sind, welche mit zweiten, dem Schaltschrankrahmen (29) zugeordneten Verriegelungselementen (12c, d) durch die Bewegbarkeit des Türblattes (8) gegen den Schaltschrankrahmen (29) verriegelbar und entriegelbar sind.
  2. 2. Schaltschrank (28) für eine elektrische Schaltanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Türblatt (8) bei in Schließstellung der Tür (1) feststehendem Tragrahmen (2, 3, 4, 5, 6,) gegenüber dem Schaltschrankrahmen (29) bewegbar ist.
  3. 3. Schaltschrank (28) für eine elektrische Schaltanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten und die zweiten Verriegelungselemente (12a, b, c, d) jeweils kammartig ausgebildet sind.
  4. 4. Schaltschrank (28) für eine elektrische Schaltanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3 mit einer einseitig am Schaltschrankrahmen (29) angeschlagenen schwenkbaren Tür (1), dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Verriegelungselemente (12a, b) an einer der angeschlagenen Türkante gegenüberliegenden Türkante angeordnet sind.
  5. 5. Schaltschrank (28) für eine elektrische Schaltanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Verriegelungselemente (12a, b) jeweils längs zweier parallel verlaufender Türkanten angeordnet sind.
  6. 6. Schaltschrank (28) für eine elektrische Schaltanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Tür ein Getriebe (14) zugeordnet ist, durch welches die Relativbewegung des Türblattes (8) gegenüber dem Tragrahmen (2, 3, 4, 5, 6) mittels eines an dem Tragrahmen (2, 3, 4, 5, 6) oder dem Türblatt (8) drehbar gelagerten Exzenters (17) hervorgerufen wird, der sich an dem jeweils anderen Teil der Tür (1) abstützt.
  7. 7. Schaltschrank (28) für eine elektrische Schaltanlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Exzenter (17) zumindest ein Endanschlag (19) aufweist, welcher die Bewegbarkeit des Getriebes (14) in den Endlagen hemmt.
  8. 8. Schaltschrank (28) für eine elektrische Schaltanlage nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass durch den Exzenter (17) die Bewegung des Türblattes (8) begrenzbar ist.
  9. 9. Schaltschrank (28) für eine elektrische Schaltanlage nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Getriebe (14) einen verschiebbaren Riegel (22) aufweist, welcher in einer seiner Positionen das Ansetzen einer Antriebsvorrichtung, insbesondere eines Antriebshebels, an das Getriebe (14) verhindert.
  10. 10. Schaltschrank (28) für eine elektrische Schaltanlage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel (22) mit Hilfe eines Schlosses (23) in einer ersten Position verschließbar ist.






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