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Dokumentenidentifikation DE19944748C2 05.09.2002
Titel Seitenstrebe für einen Unterlenker eines Traktors
Anmelder GKN Walterscheid GmbH, 53797 Lohmar, DE
Erfinder Coenen, Herbert, Dipl.-Ing., 53639 Königswinter, DE
Vertreter Harwardt Neumann Patent- und Rechtsanwälte, 53721 Siegburg
DE-Anmeldedatum 17.09.1999
DE-Aktenzeichen 19944748
Offenlegungstag 12.04.2001
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 05.09.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.09.2002
IPC-Hauptklasse A01B 59/041

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Seitenstrebe für einen Unterlenker eines Traktors.

Seitenstreben werden dafür benutzt, die Unterlenker eines Traktors, die seitlich schwenkbar sind, zumindest zeitweise gegen eine Auslenkung zu stabilisieren bzw. so auszubilden, daß beim Anheben eines Gerätes automatisch eine Mittenzentrierung des Gerätes und damit der Unterlenker im Verhältnis zur Traktorlängsachse eintritt. Des weiteren dienen die Seitenstreben dazu, die Unterlenker auf einem vorgegebenen Spreizmaß entsprechend der Kategorie des anzuhängenden Gerätes zu halten, um das Gerät automatisch, d. h. vom Fahrersitz aus kuppeln zu können.

Die DE 197 37 318 A1 betrifft eine Anordnung, bei der einem Unterlenker einer Traktoranbauvorrichtung ein einfachwirkender einstufiger Teleskopzylinder und dem anderen Unterlenker ein einfachwirkender zweistufiger Hydraulikzylinder als Seitenstrebe zugeordnet ist. Die Kolbenstange des einstufigen Hydraulikzylinders weist eine Bohrung auf, in der eine Führungsstange frei beweglich einsitzt. Die Führungsstange oder die Kolbenstange eines der beiden Zylinder kann an dem freien Ende mit einem Gewinde versehen sein, auf das ein Anschlußmittel zur Verbindung mit dem Unterlenker mittels eines Innengewindes mehr oder weniger weit aufschraubbar ist. Eine Stufe des zweistufigen Teleskopzylinders dient dem Spielausgleich bzw. der Kategorie-Anpassung. Zwischen dem der Kolbenstange zugeordneten Anschlußmittel und dem Zylindergehäuse ist außerhalb derselben eine Zugfeder angeordnet, welche die Kolben und die Führungsstange zur Einnahme ihrer eingefahrenen Position beaufschlagt. Die Zugfeder ist also exzentrisch zur Längsachse der Seitenstrebe angeordnet und entsprechend ungeschützt, so daß eine Veränderung des Spreizmaßes zwischen den beiden Unterlenkern eintritt, wenn kein Gerät angehängt ist. Zum Kuppeln eines Gerätes muß das richtige Spreizmaß wieder eingestellt werden. Ferner kann die Wirkung der Feder durch den rauhen Einsatz beschädigt werden. Es besteht auch für den Traktorfahrer die Gefahr der Verletzung durch Einklemmen zwischen den Windungen der Feder.

Die DE-GM 19 74 938 beschreibt die Ausbildung und Zuordnung von Seitenstreben zu den Unterlenkern eines Traktors. Jede Seitenstrebe umfaßt ein Rohr mit ersten Anschlußmitteln und einen darin durch Anschläge begrenzt verstellbaren Zapfen, der mit weiteren Anschlußmitteln versehen ist.

Die Verbindung zu den Unterlenkern kann, wenn diese beispielsweise durch eine Ackerschiene miteinander verbunden sind, derart erfolgen, daß eine freie seitliche Beweglichkeit gegeben ist oder derart, daß diese Beweglichkeit aufgehoben ist. Zusätzlich kann ein Spielausgleich durch eine Gewindespindel erfolgen. Ein Mittenstelleffekt z. B. ab einer bestimmten Hubstellung der Unterlenker ist nicht möglich.

Die DE 197 44 328 C1 beschreibt eine Seitenstrebe, die an den Unterlenkern eines Traktors einsetzbar ist. Sie umfaßt einen einfachwirkenden Hydraulikzylinder, der einen Kolben und ein Zylindergehäuse aufweist. Die zum Kolben gehörende Kolbenstange ist endseitig aus dem Zylindergehäuse herausgeführt und trägt erste Anschlußmittel zur Verbindung mit entsprechenden Anschlußmitteln am Heck des Traktors.

An das Zylindergehäuse schließt sich axial ein Hohlzylinder an, in dem ein stangenförmiges Stellelement verstellbar einsitzt. Dieses ist durch zwei beabstandete Führungsringe in dem Hohlzylinder geführt und wird durch eine zwischen den Führungsringen angeordnete Druckfeder zu einer eingefahrenen Stellung beaufschlagt, in der sich das Stellelement mit einer Stirnfläche gegen den Boden des Zylindergehäuses abstützt. Der Kolben und das Stellelement sind gegenläufig ausfahrbar. In dem bei eingefahrenem Stellelement aus dem Hohlzylinder herausragenden Ende des Stellelementes ist eine Gewindebohrung angebracht, in welche eine Gewindestange eingreift, an der die zweiten Anschlußmittel zur Verbindung mit einem zugehörigen Unterlenker angebracht sind. Für die bei modernen Traktoren vorherrschenden Einbauverhältnisse ist die aus der Hintereinanderanordnung des Zylindergehäuses, des Hohlzylinders und der Stelleinrichtung für die Kategorieeinstellung mit der Gewindebohrung und der Gewindestange resultierende Basislänge axial zu groß, so daß der Pendelweg des Unterlenkers eingeschränkt wird.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Seitenstrebe vorzuschlagen, die möglichst kurz baut und bei der die Stellung des Kolbens im Zylindergehäuse von der Feder unbeeinflußt ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Seitenstrebe gelöst, die einen einfachwirkenden Hydraulikzylinder, welcher ein Zylindergehäuse, einen Kolben, der aus einem Hohlzylinder und einem dessen eines Ende verschließenden Boden besteht, wobei das mit dem Boden versehene Ende des Kolbens in das Zylindergehäuse eintaucht und der Hohlzylinder des Kolbens aus dem Zylindergehäuse herausgeführt ist und der Kolben im Zylindergehäuse entlang einer Längsachse verstellbar ist, und welcher erste Anschlußmittel aufweist, und Stellmittel mit einem stangenförmigen Stellelement, das koaxial und um die Längsachse drehbar in dem Hohlzylinder angeordnet und relativ zu diesem zwischen einer in den Hohlzylinder eingeschobenen und einer aus diesem ausgeschobenen Stellung verstellbar ist und eine auf der Längsachse zentriert angeordnete Gewindebohrung aufweist, die von dessen aus dem offenen Ende des Hohlzylinders herausragenden zweiten Stirnfläche ausgeht, mit Federmitteln, welche im Hohlzylinder um das Stellelement angeordnet sind, die nur zwischen dem Kolben und dem Stellelement wirksam sind und das Stellelement zur Einnahme der eingeschobenen Stellung, in der es mit einer ersten Stirnfläche in Kontakt zur Bodenfläche des Bodens des Kolbens ist, beaufschlagen und die eine Verstellung des Stellelementes in einer der Ausfahrrichtung des Kolbens aus dem Zylindergehäuse entsprechenden Richtung zulassen, mit Betätigungsmitteln zur Drehverstellung des Stellelementes und mit einer Gewindestange, die mit zweiten Anschlußmitteln verbunden ist und in der Gewindebohrung des Stellelementes verstellbar einsitzt, umfaßt.

Durch die ineinandergeschachtelte Bauweise werden kurze Baulängen zwischen den Anschlußmitteln erreicht. Hierdurch wird beim Einsatz bei den Unterlenkern eines Traktors eine große seitliche Bewegungsfreiheit der Unterlenker gewährleistet. Darüber hinaus wird durch die gleichgerichtete Bewegung von Kolben und Stellelement im Ausfuhrsinne eine nur kleine Knicklänge erzielt, was sich festigkeitsmäßig günstig auswirkt. Von Vorteil dabei ist auch, daß die Federmittel geschützt untergebracht sind. Dadurch, daß die Federmittel das Stellelement im eingefahrenen Zustand mit einer ersten Stirnfläche in Kontakt zur Bodenfläche des Bodens des Kolbens halten, ergibt sich eine sichere Abstützung. Das Gewinde dient zur Erzielung einer Kategorieverstellung bzw. zur Unterdrückung der Spiele bei gekuppeltem Gerät. Die Feder dient ausschließlich zur Verstellung des Stellelementes. Sie hat keinen Einfluß auf die Stellung des Kolbens im Zylinder.

Vorzugsweise wird das stangenförmige Stellelement durch zwei Führungsringe, nämlich einen ersten Führungsring und einen zweiten Führungsring, die auf der Außenfläche des Stellelementes angebracht sind, im Hohlzylinder geführt. Die kompakte Anordnung wird darüber hinaus noch dadurch unterstützt, daß der erste Führungsring an dem dem Zylindergehäuse entfernten Ende im Hohlzylinder in Ausfahrrichtung des Stellelementes und der zweite Führungsring an dem dem Boden des Kolbens zugewandten Ende des Stellelementes in einer der Einfahrrichtung des Stellelementes entsprechenden Richtung festgelegt ist und daß zwischen beiden sowie zwischen der Außenfläche des Stellelementes und der Innenfläche des Hohlzylinders die Federmittel in Form einer Druckfeder angeordnet sind. Das Stellelement kann in den beiden Führungsringen drehbar gehalten sein.

Durch Drehen des Stellelementes erfolgt eine Längenveränderung der Länge zwischen den Anschlußmitteln. Um das Drehen zu erleichtern, ist an dem aus dem Hohlzylinder vorstehenden Ende des Stellelementes ein Betätigungshebel als Betätigungsmittel angebracht. Dieser kann an Haltemitteln festlegbar sein, um eine unbeabsichtigte Verstellung auszuschließen.

Die ersten Anschlußmittel sind vorzugsweise mit dem Zylindergehäuse verbunden. Durch die Anordnung der Gewindebohrung in dem Stellelement derart, daß diese zumindest teilweise im eingefahrenen Zustand des Stellelementes auch innerhalb des Hohlzylinders und damit innerhalb des Kolbens liegt, wird eine besonders kompakte Bauweise erzielt. Es werden extrem kurze Längen verwirklicht, so daß auch eine besonders günstige Knicklänge erzielt wird.

Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt.

Es zeigt

Fig. 1 eine Draufsicht auf eine schematische Darstellung der Unterlenker einer Dreipunktanbauvorrichtung eines Traktors und die Zuordnung von Seitenstreben zu diesem und

Fig. 2 eine Seitenstrebe im Längsschnitt.

Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf zwei Unterlenker 1, 1', welche um eine Schwenkachse 2 mittels entsprechender Anschlußmittel an den Befestigungsstellen 3, 3' am Heck eines Traktors schwenkbar angebracht sind. Die beiden Befestigungsstellen 3, 3' sind mit gleichem Abstand seitlich zur Traktorlängsachse 8 versetzt angeordnet. Die beiden Unterlenker 1, 1' können sowohl Seiten- als auch Hubbewegungen, d. h. Schwenkbewegungen um die Schwenkachse 2 nach oben bzw. unten, also aus der Blattebene heraus bzw. in die Blattebene hinein, und, wie auch ersichtlich, beispielsweise von der in ausgezogenen Linien dargestellten Position seitlich zu der gestrichelt dargestellten Position ausführen. Zur Stabilisierung, d. h. zur Verhinderung von seitlichen Bewegungen der beiden Unterlenker 1, 1' dienen Seitenstreben 5. An den beiden freien Enden der Unterlenker 1, 1' sind Kupplungshaken 4 angeordnet, welche der Aufnahme entsprechender Kuppelmittel an einem Gerät dienen, um das Gerät zu ziehen oder im Zusammenwirken mit einem nicht dargestellten Oberlenker, der üblicherweise auf der Traktorlängsachse 8 zentriert oberhalb der Schwenkachse 2 angeordnet ist, zu tragen. Die beiden Seitenstreben 5 sind mit einem Ende mittels erster Anschlußmittel 6 seitlich versetzt zu den Befestigungsstellen 3, 3' an entsprechenden und auf der Schwenkachse 2 zentrierten Befestigungsmitteln des Taktorhecks festgelegt. Mittels am anderen Ende der Seitenstreben 5 vorgesehener zweiter Anschlußmittel 7 sind diese jeweils mit einem Unterlenker 1, 1' verbunden. Die Anschlußmittel 6, 7 erlauben eine Schwenkbeweglichkeit. Es ist ferner aus Fig. 1 ersichtlich, daß die Schwenkachsen der Anschlußmittel 7 mit einem Radius R zu den Befestigungsstellen 3, 3' angeordnet sind und somit eine Schwenkbewegung mit dem Radius R ausführen. Tritt bei angehängtem Gerät eine Seitenbewegung mit dem Maß S an beiden Unterlenkern 1, 1' auf, so daß auf eine Verlagerung der beiden Unterlenker 1, 1' von der in durchgezogenen Linien zu der in gestrichelten Linien dargestellten Position stattfindet, ergibt sich für die beiden Unterlenker 1, 1' ausgehend von gleichgroßen Abständen von L1 bzw. L2 zwischen den Schwenkachsen der Anlenkstellen 6, 7 eine Veränderung derart, daß sich für den Unterlenker 1 das Maß L1 auf L1' verlängert, während sich das Maß L2 auf L2' verkürzt. Dabei sind die Längenänderungen größenmäßig unterschiedlich. Bei einer Verschwenkung der Unterlenker 1 bzw. 1' um die Befestigungsstellen 3 bzw. 3' im rechtsschwenkenden Sinne würde entsprechend die Länge L1 verkürzt und die Länge L2 verlängert. Bei der Verkürzung muß darauf geachtet werden, daß beispielsweise der Unterlenker 1' in seiner gestrichelten Position nicht gegen die Hinterräder anschlagen kann. Ferner dienen die beiden Seitenstreben 5 dazu, das angehängte Gerät auf der Traktorlängsachse 8 zentriert zu halten, wenn dieses sich beispielsweise im angehobenen Transportzustand befindet. Gleiches gilt auch dann, wenn kein Gerät angehängt ist und die Unterlenker 1, 1' sich in Transportposition befinden. Die beiden Seitenstreben 5 sollen in diesem Zustand dafür sorgen, daß die Unterlenker 1, 1' so gehalten werden, daß sie sich seitlich nicht von dem eingestellten Spreizmaß A von der Traktorlängsachse nach außen in Richtung auf die Räder bewegen können. Das Spreizmaß A zwischen den Kupplungshaken 4 der beiden Unterlenker 1, 1' kann durch in die Seitenstreben 5 integrierte Teleskopverstellungen, die von Hand einstellbar sind, eingestellt werden, wenn Geräte mit einer von der jeweils eingestellten abweichenden Kategorie gekuppelt werden sollen.

Aus Fig. 2 ist eine Seitenstrebe 5 im vergrößerten Maßstab im Verhältnis zu Fig. 1 im Längsschnitt zu erkennen. Die Seitenstrebe 5 umfaßt einen einfachwirkenden Hydraulikzylinder mit einem Zylindergehäuse 9 und einem Kolben 16. Das Zylindergehäuse 9 umfaßt einen Zylinderraum 10, der an einem Ende durch einen Boden verschlossen ist und an seinem anderen Ende eine Führungsbohrung 13 aufweist, die auf der Längsachse 12 zentriert ist. Des weiteren ist eine in den Zylinderraum 10 mündende Anschlußbohrung 11 vorgesehen. An diese ist eine Druckmittelleitung anschließbar, die beispielsweise mit dem Hubwerk des Traktors für die Unterlenker oder mit einer separaten Druckquelle unter Zwischenschaltung von Steuerelementen verbunden ist. An das Zylindergehäuse 9 sind des weiteren die ersten Anschlußmittel 6 angeschlossen, die beispielsweise in Form eines Kugelauges vorgesehen sind. An dem den ersten Anschlußmitteln 6 entfernten Ende der Führungsbohrung 13 sind ein Abstreifer 14 und eine Dichtung 15 hintereinandergeschaltet angeordnet. In der Führungsbohrung 13 ist ferner der Kolben 16 verschiebbar angeordnet. Der Kolben 16 besteht aus einem Hohlzylinder 17, der an einem Ende durch einen Boden 18 verschlossen ist. Die zum Innenraum des Hohlzylinders 17 weisende Bodenfläche des Bodens 18 ist mit 19 bezeichnet. Zum Boden 18 hin ist in der Außenfläche des Hohlzylinders 17 eine Nut angebracht, in der ein Anschlagring 23 einsitzt, der die Ausfahrbewegung des Kolbens 16 aus dem Zylindergehäuse 9 begrenzt. In Fig. 2 ist der Kolben 16 in seiner maximal ausgefahrenen Stellung dargestellt. Der Kolben 16 stützt sich über den Anschlagring 23 gegen eine entsprechende Fläche im Übergang zwischen dem Zylinderraum 10 und der Führungsbohrung 13 ab. In dem Hohlzylinder 17 ist ein stangenförmiges, insbesondere rohrförmiges Stellelement 20 entlang der Längsachse 12 verstellbar aufgenommen. In Fig. 2 ist das Stellelement 20 in seiner eingefahrenen Position zum Kolben 16 bzw. Hohlzylinder 17 dargestellt. Dabei liegt das Stellelement 20 mit seiner ersten Stirnfläche 21 gegen die Bodenfläche 19 an. Das Stellelement 20 ist im Verhältnis zu dem Hohlzylinder 17 mittels zweier Führungsringe 26, 28 geführt, die auf seiner Außenfläche 24 sitzen. Der erste Führungsring 26 ist nahe zu dem dem Boden 18 entfernten Ende des Hohlzylinders 17 angeordnet und an der Innenfläche 25 des Hohlzylinders 17 geführt, sowie gegen einen im Hohlzylinder 17 festgesetzten Sicherungsring 27 in Anlage, so daß er nicht aus dem Hohlzylinder 17 herausbewegt werden kann. Der zweite Führungsring 28 ist nahe zum Boden 18 angeordnet und auf der Außenfläche 24 des Stellelementes 20 in Richtung zum Boden 18 durch einen Sicherungsring 29 festgelegt. Der Führungsring 28 ist an der Innenfläche 25 des Hohlzylinders 17 geführt. Zwischen den beiden Führungsringen 26, 28 ist eine Druckfeder 31 angeordnet. Diese beaufschlagt das Stellelement 20 in Richtung zum Boden 18, so daß dieses mit der ersten Stirnfläche 21 in Anlage zur Bodenfläche 19 gehalten wird. Die Druckfeder 31 ist koaxial um das Stellelement 20 und in dem Hohlzylinder 17 angeordnet. Das Stellelement 20 weist eine durchgehende und auf der Längsachse 12 zentrierte Bohrung auf, wobei der von der zweiten Stirnfläche 22 des Stellelementes 20 ausgehende Teil als Gewindebohrung 30 gestaltet ist, in der eine Gewindestange 32 verstellbar einsitzt. Die Gewindebohrung 30 ist im eingefahrenen Zustand des Stellelementes 20 im Verhältnis zum Hohlzylinder 17 mit einem Teil ihrer Länge im Hohlzylinder 17 angeordnet. Ein geringer Teil des Stellelementes 20 ragt im eingefahrenen Zustand über das dem Boden 18 abgewandte Ende des Hohlzylinders 17 axial hinaus. An diesem Ende ist ein Halter 35 angebracht, an dem ein Betätigungshebel 33 um die Schwenkachse 34 schwenkbar befestigt ist. Im inaktiven Zustand, das ist der in Fig. 2 gezeigte Zustand, befindet sich der Betätigungshebel 33 zwischen zwei Gabelarmen eines Sicherungselementes 36, so daß er das Stellelement 20 im Verhältnis zum Kolben 16 undrehbar hält und ein Drehen des Stellelementes 20 um die Längsachse 12 nicht möglich ist. Die Gewindestange 32 trägt darüber hinaus die zweiten Anschlußmittel 7. Diese dienen zur Befestigung an einem Unterlenker. Durch die ineinandergeschachtelte Bauweise wird eine extrem kurze Einbaulänge erzielt. Bezugszeichenliste 1, 1' Unterlenker

2 Schwenkachse

3, 3' Befestigungsstelle

4 Kupplungshaken

5 Seitenstrebe

6 erste Anschlußmittel

7 zweite Anschlußmittel

8 Traktorlängsachse

9 Zylindergehäuse

10 Zylinderraum

11 Anschlußbohrung

12 Längsachse

13 Führungsbohrung

14 Abstreifer

15 Dichtung

16 Kolben

17 Hohlzylinder

18 Boden

19 Bodenfläche

20 Stellelement

21 erste Stirnfläche

22 zweite Stirnfläche

23 Anschlagring

24 Außenfläche des Stellelementes

25 Innenfläche

26 erster Führungsring

27 Sicherungsring

28 zweiter Führungsring

29 Sicherungsring

30 Gewindebohrung

31 Federmittel/Druckfeder

32 Gewindestange

33 Betätigungshebel

34 Schwenkachse

35 Halter

36 Sicherungselement

A Spreizmaß

L1, L2, L1', L2' Länge

R Radius

S Seitenbewegung


Anspruch[de]
  1. 1. Seitenstrebe (5) für einen Unterlenker (1, 1') eines Traktors, umfassend

    einen einfachwirkenden Hydraulikzylinder,

    welcher ein Zylindergehäuse (9), einen Kolben (16), der aus einem Hohlzylinder (17) und einem dessen eines Ende verschließenden Boden (18) besteht, wobei das mit dem Boden (18) versehene Ende des Kolbens (16) in das Zylindergehäuse (9) eintaucht und der Hohlzylinder (17) des Kolbens (16) aus dem Zylindergehäuse (9) herausgeführt ist und der Kolben (16) im Zylindergehäuse (9) entlang einer Längsachse (12) verstellbar ist, und welcher erste Anschlußmittel (6) aufweist, und

    Stellmittel

    mit einem stangenförmigen Stellelement (20), das koaxial und um die Längsachse (12) drehbar in dem Hohlzylinder (17) angeordnet und relativ zu diesem zwischen einer in den Hohlzylinder (17) eingeschobenen und einer aus diesem ausgeschobenen Stellung verstellbar ist und eine auf der Längsachse (12) zentriert angeordnete Gewindebohrung (30) aufweist, die von dessen aus dem offenen Ende des Hohlzylinders (17) herausragenden zweiten Stirnfläche (22) ausgeht,

    mit Federmitteln (31), welche im Hohlzylinder (17) um das Stellelement (20) angeordnet sind, die nur zwischen dem Kolben (16) und dem Stellelement (20) wirksam sind und das Stellelement (20) zur Einnahme der eingeschobenen Stellung, in der es mit einer ersten Stirnfläche (21) in Kontakt zur Bodenfläche (19) des Bodens (18) des Kolbens (16) ist, beaufschlagen und die eine Verstellung des Stellelementes (20) in einer der Ausfahrrichtung des Kolbens (16) aus dem Zylindergehäuse (9) entsprechenden Richtung zulassen,

    mit Betätigungsmitteln (33) zur Drehverstellung des Stellelementes (20)

    und mit einer Gewindestange (32), die mit zweiten Anschlußmitteln (7) verbunden ist und in der Gewindebohrung (30) des Stellelementes (20) verstellbar einsitzt.
  2. 2. Seitenstrebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das stangenförmige Stellelement (20) durch zwei Führungsringe (26, 28), nämlich einen ersten Führungsring (26) und einen zweiten Führungsring (28), die auf der Außenfläche (24) des Stellelementes (20) angeordnet sind, im Hohlzylinder (17) geführt ist.
  3. 3. Seitenstrebe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Führungsring (26) an dem dem Zylindergehäuse (9) entfernten Ende im Hohlzylinder (17) in Ausfahrrichtung des Stellelementes (20) und der zweite Führungsring (28) an dem dem Boden (18) des Kolbens (16) zugewandten Ende des Stellelementes (20) in einer der Einfahrrichtung des Stellelementes (20) entsprechenden Richtung festgelegt ist und daß die Federmittel in Form einer Druckfeder (31) vorgesehen sind und zwischen den beiden Führungsringen (26, 28) sowie zwischen der Außenfläche (24) des Stellelementes (20) und der Innenfläche (25) des Hohlzylinders (17) angeordnet sind.
  4. 4. Seitenstrebe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Stellelement (20) in den Führungsringen (26, 28) um die Längsachse (12) drehbar angeordnet ist.
  5. 5. Seitenstrebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewindebohrung (30) des Stellelementes (20) im eingefahrenen Zustand des Stellelementes (20) zumindest teilweise im Hohlzylinder (17) liegt.
  6. 6. Seitenstrebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungsmittel einen an dem aus dem Hohlzylinder (17) vorstehenden Ende des Stellelementes (20) angebrachten Betätigungshebel (33) umfassen.
  7. 7. Seitenstrebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten Anschlußmittel (6) mit dem Zylindergehäuse (9) verbunden sind.






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