PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE10014169C2 19.09.2002
Titel Verbindungsanordnung von Zündspule und Zündkerze
Anmelder BERU AG, 71636 Ludwigsburg, DE;
DaimlerChrysler AG, 70567 Stuttgart, DE
Erfinder Adolf, Manfred, Dr., 71409 Schwaikheim, DE;
Oberer, Siegmund, 73663 Berglen, DE;
Bierwirth, Hartmut, 71384 Weinstadt, DE;
Gehrig, Richard, 97941 Tauberbischofsheim, DE
Vertreter Wilhelms, Kilian & Partner, 81541 München
DE-Anmeldedatum 23.03.2000
DE-Aktenzeichen 10014169
Offenlegungstag 04.10.2001
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 19.09.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.09.2002
Addition 10058147.1
IPC-Hauptklasse H01T 13/04

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Verbindungsanordnung gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.

Verbindungsanordnungen der gattungsgemäßen Art weisen üblicherweise einen Schutzschlauch auf, der fest mit der Zündspule verbunden ist, wobei zur Verbindung von Zündspule und Zündkerze bei Montage das freie Ende des Schutzschlauches über den Zündkerzenisolator geschoben wird.

Nachteilig an der vorbekannten Lösung ist es, daß die Isolatorüberdeckung mit Schutzschlauch wegen möglicher Längenunterschiede des Zündkerzenisolators, beispielsweise bei verschiedenen Zündkerzenfabrikaten, und bei tolerierten Abweichungen des Abstands zwischen montierter Zündspule und eingeschraubter Zündkerze, nicht gleichförmig erfolgt. Diese unterschiedlichen Zündkerzenisolatorüberdeckungen mit Schutzschlauch führen zu unerwünschter Ausbildung von Hochspannungskriechstrecken. Darüber hinaus können im Bereich des Zündkerzenisolators Stauchungen des Schutzschlauches auftreten, wenn bespielsweise die Dicke der Isolatoren im Toleranzbereich variieren.

In der DE 88 07 670.9 U1 ist ein Isolierschlauch für eine Zündkerzensteckerverbindung beschrieben, der am zündkerzenseitigen Ende eine nach außen und nach vorne vorstehenden nach hinten umliegbaren Kragen aufweist, der jedoch nicht geeignet ist, die zuvor geschilderten Nachteile zu überwinden.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Verbindungsanordnung der gattungsgemäßen Art zur Verfügung zu stellen, bei denen die geschilderten Nachteile überwunden werden, so daß, trotz der genannten Toleranzen der genannten Bauteile, eine gleichförmige Überdeckung des Zündkerzenisolators mit dem Schutzschlauch resultiert.

Die erfindungsgemäße Aufgabe wird durch die Verbindungsanordnung gemäß Anspruch 1 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den nachfolgenden Ansprüchen 2 und 3.

Die Erfindung wird anhand der folgenden Figuren näher erläutert. Hierbei ist

Fig. 1 der schematische Längsschnitt durch eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verbindungsanordnung;

Fig. 2 ein schematischer Längsschnitt durch eine andere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verbindungsanordnung;

Fig. 3 ein schematischer Längsschnitt durch den zündspulenseitigen Anschlußbereich einer erfindungsgemäßen Verbindungsanordnung.

In Fig. 1 wird eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Verbindungsanordnung zwischen einer Zündspule 6 mit einem Zündspulenoberteil 11 und einem Hochspannungsdom 1 und einer Zündkerze 2 mit Zündkerzenisolator 5 und Zündkerzengehäuse 14 über eine Druckfeder 9 als elektrisch-leitendes elastisches Verbindungselement wiedergegeben. Hierbei weist der Hochspannungsdom 1 im anschlußseitigen Bereich eine zweiteilige konzentrische Nut 15/16 auf, die aus einer Nut 15 mit kleinerem Kreisdurchmesser und einer sich anschließenden Nut 16 mit größerem Kreisdurchmesser besteht.

Der Schutzschlauch 4 weist an diesem Endbereich einen nach innen tretende(n) Kragen oder Wulst 4a auf, der/die in der Ausgangsstellung vor Herstellung der Verbindung, wie im einzelnen bei Fig. 2 beschrieben, in der Nut 15 gelagert ist.

Der sich am anderen Ende vollständig über den Zündkerzenisolator 5 erstreckende Schlauch 4 ist in seinem Endbereich in einer Distanzhülse 3 fixiert; die Distanzhülse 3 erstreckt sich über das Ende des Schutzschlauchs 4 hinaus, wobei der überstehende Bereich praktisch etwa der Distanz zwischen Austritt des Zündkerzenisolators 5 aus dem Zündkerzenkörper 14 und dem Austritt des eingeschraubten Zündkerzenkörpers 14 aus der Zündkerzenbohrung entspricht, so daß das Ende der Distanzhülse 3 auf dem Boden der Motorblockbohrung für die Zündkerze [Auflagefläche 10] aufliegt. Hierbei ist der zündkerzenseitige Bereich des Schutzschlauches 4 im Durchmesser derart gewählt, daß der Schutzschlauch 4 mit Distanzhülse 3 leicht über den Zündkerzenisolator 5 derart geschoben werden kann, daß der Zündkerzenisolator praktisch vollständig vom Schutzschlauch 4 umgeben ist und gleichzeitig der Endbereich der Distanzhülse 3 auf der Auflagefläche 10 aufliegt.

Der vergrößerte Ausschnitt gemäß Fig. 2 zeigt den anschlußseitigen Bereich des Hochspannungsdoms 1 mit dem Schlauch 4 und dem nach innen sich erstreckenden Kragen oder Wulst 4a des Schutzschlauches 4 in der Anfangsphase der Montage der erfindungsgemäßen Verbindungsanordnung nach Fig. 1.

Hierbei sind Wulst 4a und Nut 15 einander dimensions- und/oder materialmäßig derart angepaßt, daß der Schutzschlauch 4, der auf die beschriebene Weise verschiebbar am Hochspannungsdom 1 fixiert ist, mit seinem anderen Ende über den Zündkerzenisolator 5 bis zum Anschlag an der Auflagefläche geschoben werden kann, ohne daß der Kragen oder die Ringwulst 4a aus der Nut 15 gedrückt wird.

Dieser Bereich des Schutzschlauches 4 bzw. des Hochspannungsdoms 1 ist material- und dimensionsmäßig derart ausgebildet, daß der Schutzschlauch 4 mit Kragen 4a bei Erhöhung des Aufschiebdrucks gegen den Widerstand des am Zündkerzenisolators 5 anliegenden, gegebenenfalls mit Distanzhülse 3 versehenen Endes des Schlauches 4 aus der Nut 15 in die Nut 16, beispielsweise durch entsprechende Aufdehnung des Kragens oder der Wulst 4a, soweit geschoben wird, bis die Zündspule 6 am für sie vorgesehenen Anschlag 8 des Motors fixiert ist.

Beim Abziehen des Schlauches 4 von dem Zündkerzenisolator 5 gleitet die Ringwulst 4a in die Nut 15 zurück und sichert den Schlauch 4 am Spannungsdom.

Gemäß Fig. 3 besteht bei einer anderen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verbindungsanordnung der Unterschied zu der gemäß Fig. 1 darin, daß die Distanzhülse 3, die bei entsprechend starrer Ausbildung des zündkerzenseitigen Endbereichs des Schutzschlauches 4 auch entfallen kann, mit ihrem Ende, nicht, wie in Fig. 1, zur Anlage an der Auflagefläche 10, sondern zur Anlage am oberen Endbereich des Zündkerzengehäuses 14 ausgebildet ist, wie es hier beispielsweise durch den Einzug 12 bewirkt wird. Im übrigen besitzen die weiteren Bezugszeichen ihre zuvor gegebene Bedeutung.


Anspruch[de]
  1. 1. Verbindungsanordnung von Zündspulen und Zündkerze mittels elektrisch-leitendem elastischen Verbindungselement zwischen Zündspulenanschluß und Zündkerzenanschluß, und einem Schutzschlauch, der die sich gegenüberliegenden Anschlüsse von Zündspule und Zündkerze mit zwischenliegendem Verbindungselement umschließt, dadurch gekennzeichnet, daß das zündkerzenseitige Ende des Schutzschlauches (4) oder eine Distanzhülse (3), die im zündkerzenseitigen Erdbereich des Schutzschlauchs (4) mit diesem fest verbunden ist, an einer Auflagefläche (10) der Zündkerzenbohrung im Motorblock oder des Zündkerzengehäuses (14) unter Umfassung des Zündkerzenisolators (5) anliegt, während die Verbindung des zündspulenseitigen Endbereichs des Schutzschlauches (4), bezogen auf die Umfassung des Zündkerzenisolators (5) durch den zündkerzenseitigen Endbereichs des Schutzschlauches (4), auf dem Zündspulenanschluß (1) verschiebbar ausgebildet ist.
  2. 2. Verbindungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der als Hochspannungsdom ausgebildete Zündspulenanschluß (1) in seinem Anschlußbereich eine zweiteilige Ringnut (15/16) aufweist, die im wesentlichen konzentrisch um die Hochspannungsdomachse verläuft und einen Nutenbereich (15) mit kleinerem Ringdurchmesser und eine Nutenbereich (16) mit größerem Ringdurchmesser aufweist, wobei letzterer dem Zündspulenoberteil (11) und ersterer dem Anschlußbereich zur Zündkerze zugewandt sind, und wobei der zündspulenseitige Endbereich des Schutzschlauches (4) eine innenliegende Wulst oder einen innenliegenden Kragen (4a) aufweist, der zum eingreifenden Zusammenwirken mit der Nut (15) dimensioniert ist.
  3. 3. Verbindungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zündkerzenseitige Endbereich des Schutzschlauches (4) fest mit einer Distanzhülse (3) verbunden ist, deren freies Erde zum Anschlag an eine Auflagefläche (10) in der Motorblockbohrung für die Zündkerze (2) oder des Zündkerzengehäuses (14) ausgebildet ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com