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Dokumentenidentifikation DE10049125C2 19.09.2002
Titel Verfahren zum Messen von Partikeln in Gasströmen und Partikelsensoranordnung zur Durchführung des Verfahrens
Anmelder Zentrum Mikroelektronik Dresden GmbH, 01109 Dresden, DE
Erfinder Eckardt, Günter, 09116 Chemnitz, DE;
Dietrich, Stefan, 09128 Chemnitz, DE;
Köhler, Michael, 09353 Oberlungwitz, DE
Vertreter Patentanwälte Lippert, Stachow, Schmidt & Partner, 01309 Dresden
DE-Anmeldedatum 02.10.2000
DE-Aktenzeichen 10049125
Offenlegungstag 02.05.2002
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 19.09.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.09.2002
IPC-Hauptklasse G01N 21/59
IPC-Nebenklasse G01N 21/15   
Zusammenfassung Die Erfindung, die das Messen von Partikeln in Gasströmen betrifft, wobei aus einem Gasstrom ein Teilstrom entnommenm wird, der innerhalb einer Küvette eine Messtrecke durchströmt, die wiederum von einem Lichtsensor durchleuchtet wird, liegt die Aufgabe zugrunde, die Partikelkonzentration in Gasen mit hoher Genauigkeit und Stabilität zu messen. Dies wird verfahrensseitig durch einen Kalibriervorgang gelöst, indem die Teilstromentnahme aus dem Gas für die Dauer eines Kalibriervorganges von der Gasteilstromentnahmeanordnung unterbrochen und danach der gemessene Wert des Lichtempfängers bei Partikelfreier Küvette zu einem Kalibrierwert der Partikelkonzentration verarbeitet und gespeichert wird. Die anordnungsseitige Lösung besteht darin, dass in der Küvette ein Messstreckenraum angeordnet ist, der mit seiner Längsausdehnung die Messstrecke repräsentiert, an dessen äußeren Enden eine erste Teil-Gaszuführung und eine zweite Teil-Gaszuführung angeordnet sind, die zumindest mittelbar mit der Gasteilstromentnehmeanordnung verbunden sind, und an der Mitte des Messstreckenraumes ein Gasaustritt angeordnet ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Messen von Partikeln in Gasströmen, wobei aus einem Gasstrom ein Teilstrom entnommen wird. Dieser repräsentierende Teilstrom durchströmt innerhalb einer Küvette eine Messstrecke bestimmter Länge, wobei letztere von annähernd monochromatischem Licht und konstanter Intensität eines Lichtsenders durchleuchtet wird. Ein in der Messstrecke dem Lichtsender gegenüberliegender Lichtempfänger ermittelt die resultierende Lichtintensität, welche sich nach Durchdringen des gesendeten Lichts durch den Partikelstrom infolge der dabei auftretenden Lichtabsorption und Lichtstreuungen an den Partikeln ergibt. Die hierbei auftretende Lichtschwächung als trübungsproportionales Messsignal einer Partikelkonzentration wird in einem nachfolgenden Microcontroller ausgewertet.

Die Erfindung betrifft weiterhin eine Partikelsensoranordnung zur Durchführung des oben genannten Verfahrens gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 4.

Ein häufig angewandtes Messverfahren bei Sensortypen zur Partikeldichte-, Rußkonzentrationsmessung u. a. verwendet das beschriebene Opazimeterprinzip in unterschiedlichen Abwandlungen. Die unterschiedlichen messtechnischen Lösungen sollen den Einfluss der Störgrößen wie Temperatur, Feuchte/Wasserdampf, Zeitinstabilität, Verschmutzung durch Partikel des Messmediums usw. auf die Messgenauigkeit einer solchen opazimetrischen Messung vermindern. Beim Stand der Technik sind opazimetrische Messeinrichtungen bekannt, bei denen die Messstrecke quer, wie in der DE 41 33 452, oder parallel, wie in der DE 195 31 263 beschrieben, zur Partikel/Gasstromrichtung verläuft. Ihnen ist zum großen Teil gemeinsam, dass sie auch Mittel zur Vermeidung von Verschmutzungen an den Oberflächen von Lichtsender und Lichtempfänger, wie beispielsweise Spülluftkanäle anwenden. Auch ist es vom Anwendungsgebiet und Messmedium abhängig, ob das zu messende Gas bzw. der zu messende Partikelstrom als Vollstrom- oder als repräsentativ entnommener Teilstrom für die Messung zur Verfügung steht.

Bezüglich einer die Messgenauigkeit beeinflussenden konstruktiven Lösung ist auf den Einsatz eines Entspannungsraumes, welcher an den Messstreckenraum angeordnet ist, wie in DE 195 31 263 dargelegt, hinzuweisen. Hierbei wird die Strömungsgeschwindigkeit des zu messenden Mediums unmittelbar in der Messstrecke vermindert und damit eine gleichmäßigere Verwirbelung erreicht.

Diesen messtechnischen Einrichtungen ist gemeinsam, dass ihre Messgenauigkeit stark abhängig von den Grundeigenschaften wie Temperatur, Druck und Partikelgröße, chemischen Bestandteilen des zu messenden Mediums sowie Umgebungsbedingungen und eingesetzten konstruktiven Lösungen bei der Messung ist.

Der Erfindung liegt nunmehr die Aufgabe zugrunde, Partikelkonzentrationen in Gasströmen mit hoher Genauigkeit und Stabilität zu messen, und gleichzeitig Messeinrichtungen zu realisieren, die robust sind und mit geringem Wartungsaufwand und geringen Kosten einsetzbar sind.

Die verfahrensseitige Lösung der Aufgabenstellung sieht vor, dass in einem Kalibriervorgang die Teilstromentnahme aus dem Gasstrom durch Abschalten der Gasteilstromentnahmeanordnung unterbrochen wird. Der kontinuierliche Messvorgang wird hierbei für die Dauer eines Kalibriervorganges zyklisch oder auf Anforderung durch den Microcontroller unterbrochen. Danach wird der gemessene Wert des Lichtempfängers gespeichert und dieser gespeicherte Wert wird zu einem Kalibrierwert der Partikelkonzentration verarbeitet. Bei dem nachfolgenden wieder zugeschalteten kontinuierlichen Messvorgang wird letzterer als Vergleichswert zur Verfügung gestellt.

Hierbei wird vorteilhaft sichergestellt, dass mittels der eingeschobenen Kalibrierzyklen der Bezug zum NULL-Wert der Partikelkonzentrationsmessung immer wieder auf die aktuellen Parameter der Messeinrichtung und ihrer Umgebungsbedingungen genommen wird. So müssen z. B. nicht mehr alle temperaturabhängigen und zeitabhängigen Kenngrößen der Messeinrichtung innerhalb des gesamten Temperaturbereiches und der gesamten Einsatzzeit des Sensors eine NULL-Wertmessung im Toleranzbereich gewährleistet werden, sondern nur ihre Drift zwischen zwei Kalibrierzyklen.

Eine verfahrensseitige Lösung der Aufgabenstellung sieht vor, dass ein Kalibriervorgang ausgelöst wird, wenn der Verbrennungsmotor einen Leerlaufzustand eingenommen hat. Es wird damit sichergestellt, dass das zu einem bestimmten Zeitpunkt benötigte Leistungsvermögen des Verbrennungsmotors nicht durch zeitgesteuerte Zyklen von Kalibriervorgängen beeinflusst wird. Daher wird hierbei in den sich ergebenden Leerlaufphasen des Motors die Kalibrierung durchgeführt. Indem der minimale Partikelanteil im Gasstrom bei Leerlauf als hinreichend genauer NULL-Wert für die Kalibrierung verwendet wird, braucht die Gasentnahme nicht unterbrochen zu werden.

Eine Variante der verfahrensseitigen Lösung der Aufgabenstellung sieht vor, dass zu Beginn eines Kalibriervorganges die gesamte Messstrecke eine bestimmte Zeit mit Spülluft durchspült wird. Hierbei wird die Entfernung des Partikelstromes aus der Küvette aktiv befördert, indem die Spülluft mit ihrer Partikelfreiheit das Messmedium, z. B. Abgas, verdrängt und damit die Erreichung des NULL-Wertes der Partikelkonzentration beschleunigt, was den Zeitbedarf des Kalibriervorganges stark vermindert.

Eine anordnungsseitige Lösung der Aufgabenstellung sieht vor, dass in der Küvette ein Messstreckenraum angeordnet ist, der mit seiner Längsausdehnung die Messstrecke repräsentiert. An den äußeren Enden des Messstreckenraumes sind eine erste Teil-Gaszuführung und eine zweite Teil-Gaszuführung angeordnet, die zumindest mittelbar mit der Gasteilstromentnahmeanordnung verbunden sind, und dass an der Mitte des Messstreckenraumes ein Gasaustritt angeordnet ist.

Hierbei wird durch die doppelseitige Einspeisung des zu messenden Gases in die Messstrecke eine günstige Strömungsrichtung, der den Lichtsender und Lichtempfänger in ihren Spülluftkanälen jeweils umspülende Spülluft, parallel zur Strömungsrichtung des Gases realisiert. Dadurch wird erreicht, dass im Bereich von Lichtsenderöffnung und Lichtempfängeröffnung des Messstreckenraumes eine Vermischung von Gas und Spülluft nahezu verhindert wird und dadurch die zu messende Partikelkonzentration in der Messstrecke nicht beeinflusst wird.

Eine günstige Ausgestaltung der anordnungsseitigen Lösung der Aufgabenstellung sieht vor, dass der Messstreckenraum mit seinen symmetrischen Hälften geschwungen gestaltet und damit die beiden Teilgasströme in seiner Mitte zusammenführend angeordnet sind. Diese Lösung zielt darauf ab, zum Vermeiden von Störgrößen das Messmedium in einer symmetrischen Struktur wirken zu lassen.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der anordnungsseitigen Lösung der Aufgabenstellung sieht vor, dass ein erster Entspannungsraum durch gerundete Aufweitung der Innenwandung der Küvette an jeweils den beiden äußeren Enden des Messstreckenraumes, bezüglich Küvetten-Querachse symmetrisch ausgeformt, den Messstreckenraum erweiternd angeordnet ist.

Auf diese Weise wird eine Druckverminderung des Gasstromes bewirkt. Wegen der damit verbundenen geringeren Fließgeschwindigkeit stellt sich auch eine gleichmäßigere Verteilung des Gases in dem Messstreckenraum ein. Dadurch wird die Messung der Trübung des Gases weitgehend unabhängig von der Position im Querschnitt des Messstreckenraumes.

Eine weitere Variante der anordnungsseitigen Lösung der Aufgabenstellung sieht vor, dass in der Küvette ein Gaseintritt mittig angeordnet ist, und dieser in einen zweiten Entspannungsraum mündet, der den Gasstrom teilend angeordnet ist, dass an beiden äußeren Enden des zweiten Entspannungsraumes Austrittsöffnungen angeordnet sind, die jeweils in eine erste Teil-Gaszuführung und in eine zweite Teil-Gaszuführung münden. Durch die Erweiterung des Küvettenaufbaus um einen zweiten Entspannungsraum wird durch diesen eine Druckminderung, eine geringere Fließgeschwindigkeit, eine bessere Verteilung des Partikelstromes im Querschnitt und auch eine Temperaturverminderung erreicht, bevor das Gas über die Teil- Gaszuführungen aufbereitet in den für die Messung signifikanten Messstreckenraum eintritt.

Eine vorteilhafte anordnungsseitige Lösung der Aufgabenstellung sieht vor, dass die erste Teil-Gaszuführung und die zweite Teil-Gaszuführung mit ihren Mittellinien jeweils rechtwinklig zum zweiten Entspannungsraum angeordnet sind. Diese Lösung zielt darauf ab, dass die rechtwinklige Anordnung der Teil-Gaszuführung zum zweiten Entspannungsraum den kompaktesten Gesamtaufbau der Küvette gewährleistet.

Eine weitere vorteilhafte anordnungsseitige Lösung der Aufgabenstellung sieht vor, dass die erste Teil- Gaszuführung und die zweite Teil-Gaszuführung mit ihren Mittellinien jeweils rechtwinklig in den angeordneten Messstreckenraum münden. Auch hierbei zielt diese Lösung darauf ab, dass die rechtwinklige Anordnung ebenfalls zur Messstrecke den kompaktesten Gesamtaufbau der Küvette gewährleistet.

Eine weitere Variante der anordnungsseitigen Lösung der Aufgabenstellung sieht vor, dass im Bereich der beiden jeweiligen Eintrittsöffnungen des ersten Entspannungsraumes der Küvette, jeweils eine Wasserkanal-Bohrung die äußere Wandung des ersten Entspannungsraumes durchstoßend und nach außen führend angeordnet sind. Dabei liegt die tiefste Stelle der Wasserkanal-Bohrung auf einer Ebene mit dem Boden des ersten Entspannungsraumes. Eine empfindliche Störgröße beim Messen des Gases in der Küvette bildet in ihr enthaltener Wasserdampf und kondensiertes Wasser. Wenn nicht am Beginn der Messstrecke diese Wassertropfen abgeleitet werden, so können sie als Wassernebel einen zusätzlichen nichtpartikelabhängigen Trübungsanteil im Messkanal hervorrufen und das Messergebnis verfälschen. Weiterhin bilden die Wassertröpfchen mit den Partikeln des Gases Kondensationskerne für Verschmutzungen an den Küvettenwandungen und den Oberflächen von Lichtsender und Lichtempfänger. Dies wird durch die Anordnung der beiden erfindungsgemäßen Wasserkanal-Bohrungen erreicht, indem das anfallende Wasser rechtzeitig abgeführt wird.

Eine zusätzliche Variante der anordnungsseitigen Lösung der Aufgabenstellung sieht vor, dass in einem bestimmten Abstand von den Austrittsmündungen der Wasserkanal- Bohrungen aus der Außenwand der Küvette, die zwei angeordneten Wasserkanal-Bohrungen jeweils durch eine senkrecht zur Bodenebene des ersten Entspannungsraumes angeordnete Wasseraustritts-Bohrung durchbrochen wird.

Eine vorteilhafte Erweiterung der anordnungsseitigen Lösung der Aufgabenstellung sieht vor, dass zwischen Gasteilstromentnahmeanordnung und Gaseintritt der Küvette eine Gasteilstrom-Kühlanordnung angeschlossen ist.

Je nach Motorlast können die Temperaturen des Gases in einem weiten Bereich schwanken, was bewirkt, dass die Küvette ihre die Messgenauigkeit bestimmenden Eigenschaften ebenfalls über diesen großen Temperaturbereich gewährleisten muss. Mit dieser Erweiterung wird bewirkt, dass der Temperaturbereich des zu messenden Gases verkleinert wird und damit die Stabilitätsanforderungen an die Küvette entschärft werden. Auf diese Weise werden auch der Kostenaufwand für die Fertigung der Küvette verringert und die Stabilität im nunmehr zugelassenen Temperaturbereich erhöht.

Eine Ergänzung der anordnungsseitigen Lösung der Aufgabenstellung sieht vor, dass die Küvette beheizbar ist. Da die Küvettentemperatur selbst bei bestimmten Umgebungsbedingungen bzw. zu Beginn des Einsatzes an ihren Innenwandungen geringere Temperaturen als das zu messende Gas aufweisen kann, hat dies zur Folge, dass Wasserdampf im Gas an den Wandungen in größeren Mengen kondensiert, so dass dieses Wasser nicht oder zumindest über einen gewissen Zeitraum ungenügend aus der Küvette abgeführt werden kann. Dies hätte die zuvor beschriebenen Messfehler zur Folge. Mit der erfindungsgemäßen Erweiterung durch eine Heizung des Küvettenkörpers und damit auch ihrer Wandung wird sich ein Thermostateffekt einstellen, bei dem die Wandung im kritischen Temperaturbereich unterhalb der Wasserverdampfungstemperatur immer wärmer ist als das zu messende Gas. An den Küvettenwandungen kann das Wasser somit nicht kondensieren.

Eine Realisierung der anordnungsseitigen Lösung der Aufgabenstellung sieht vor, dass am Grundkörper eine Heizwendel angeschlossen ist.

Eine vorteilhafte anordnungsseitige Lösung der Aufgabenstellung sieht vor, dass in dem ersten Entspannungsraum in dem äußeren Drittel seiner beiden Hälften, an der von der Mitte der Küvette abgewandten Wandungsseite, innerhalb einer bestimmten Länge, eine wulstförmige Verengung angeordnet wird. Hierbei wird die Fließgeschwindigeit des Gases über den gesamten Bereich der Messstrecke optimal gestaltet.

Die Erfindung soll nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispieles erläutert werden. In den zugehörigen Zeichnungen zeigt

Fig. 1 ein Blockschaltbild der gesamten Messeinrichtung

Fig. 2 eine Schnittzeichnung der Küvette und

Fig. 3 eine Detail-Schnittzeichnung einer Variante der Küvette.

Wie in Fig. 1 ersichtlich, wird das zu messende Gas - diesem Ausführungsbeispiel Abgas eines Verbrennungsmotors - als repräsentative Teilmenge durch die Gasteilstromentnahmeanordnung 1 aus dem Gesamtstrom des Gases entnommen und gelangt über Gasteilstrom-Kühlanordnung 4 entsprechend temperaturgemindert in die angeschlossene Küvette 3. Außerdem ist eingangsseitig die Spüllufteinrichtung 2 an die Küvette 3 angeschlossen. Das Gas durchströmt die Küvette 3 einschließlich der in ihr angeordneten Messstrecke. Ein Lichtsender 6 und ein Lichtempfänger 5 sind in dieser Messstrecke gegenüberliegend angeordnet und damit auch an die Küvette 3 angeschlossen. Während der Lichtsender 6, ein konstantes Durchleuchten der Messstrecke gewährleistend, vom Microcontroller 7 angesteuert wird, wird vom Lichtempfänger 5 die resultierende Lichtmenge am anderen Ende der Küvette 3 erfasst und an den Microcontroller 7 weitergegeben, wobei dieser eine Messsignalkorrektur und nachfolgende Messsignalausgabe bewerkstelligt. Eine genormte serielle Schnittstelle 8 wird durch den an ihr angeschlossenen Microcontroller 7 mit den Messdaten versorgt. Die an die Küvette 3 angeschlossene Spüllufteinrichtung 2 durchspült die in der Küvette 3 enthaltenen Spülluftkanäle, wodurch gewährleistet wird, dass die Oberflächen von Lichtsender 6 und Lichtempfänger 5 frei von Partikelverschmutzungen bleiben. Bei einem speziellen erfindungsgemäßen Verfahren wird während eines Kalibrierzyklusses Spülluft auch durch die Messstrecke vor dem Kalibrierwertmessen geschickt.

Mittels der in Fig. 2 dargestellten Schnittzeichnung der Küvette 3 ist ersichtlich, dass das zu messende Gas über einen Gaseintritt 10 in die Küvette 3 gelangt und in dem zweiten Entspannungsraum 12 in zwei Ströme aufgeteilt wird. An den beiden Enden des zweiten Entspannungsraumes 12 werden die beiden Teil-Gasströme in die anschließend angeordneten erste Teil-Gaszuführung 13 und zweite Teil-Gaszuführung 14 zugeführt. Dadurch gelangt das Gas zum nachgeordneten Messstreckenraum 17 mit seiner enthaltenen Messstrecke 15. An den längsseitig gegenüberliegenden Enden des Messstreckenraumes 17 sind die Lichtsenderöffnung 20 und die Lichtempfängeröffnung 16 in die Wandung des Messstreckenraumes 17 eingelassen. Diese Öffnungen querend ist parallel zu den Teil-Gaszuführungen 13, 14 je ein Spülluftkanal 22 separat angeordnet. Den Messstreckenraum 17 erweiternd schließt sich der erste Entspannungsraum 11 an diesen an. Im Bereich des ersten Entspannungsraumes 11 ist außerdem in seinen symmetrischen Hälften jeweils eine Wasserkanal-Bohrung 18 in die äußere Wandung eingebracht, damit niedergeschlagenes Kondenswasser abgeführt werden kann. Zum besseren Abfluss dieses Wassers ist zusätzlich jeweils eine Wasseraustrittsöffnung 19, welche die Wasserkanal-Bohrungen senkrecht durchquert, angeordnet. Im Messstreckenraum 17 werden in der Mitte die beiden Teil-Gasströme wieder zusammengeführt und das Gas tritt über den Gasaustritt 21 aus der Küvette 3 aus.

In Fig. 3 ist eine Variante der Gestaltung des Innenraumes der Küvette 3 durch die Detailzeichnung ersichtlich. Im Übergangsbereich beider Teile des ersten Entspannungsraumes 11 zum Messstreckenraum 17 sind die äußeren Wandungsbereiche des Messstreckenraumes 17 jeweils wulstförmig, den Messstreckenraum 17 verengend, ausgeformt. Dies führt zu einer gleichmäßigen Verteilung des Gases im Messstreckenraum und vermeidet damit Messfehler bei der Partikeldichtemessung. Bezugzeichenliste 1 Gasteilstromentnahmeanordnung

2 Spüllufteinrichtung

3 Küvette

4 Gasteilstrom-Kühlanordnung

5 Lichtempfänger

6 Lichtsender

7 Microcontroller

8 serielle Schnittstelle

10 Gaseintritt

11 erster Entspannungsraum

12 zweiter Entspannungsraum

13 erste Teil-Gaszuführung

14 zweite Teil-Gaszuführung

15 Messstrecke

16 Lichtempfängeröffnung

17 Messstreckenraum

18 Wasserkanal-Bohrung

19 Wasseraustrittsöffnung

20 Lichtsenderöffnung

21 Gasaustritt

22 Spülluftkanal

23 wulstförmige Verengung


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zum Messen von Partikeln in Gasströmen, wobei aus einem Gasstrom ein Teilstrom entnommen wird, und dieser repräsentierende Teilstrom innerhalb einer Küvette eine Messstrecke bestimmter Länge durchströmt, wobei letztere von annähernd monochromatischem Licht und konstanter Intensität eines Lichtsenders durchleuchtet wird und ein in der Messstrecke dem Lichtsender gegenüberliegender Lichtempfänger die resultierende Lichtintensität ermittelt, welche sich nach Durchdringen des gesendeten Lichts durch den Partikelstrom infolge der dabei auftretenden Licht- Absorption und Licht-Streuungen an den Partikeln ergibt und die hierbei auftretende Lichtschwächung als trübungsproportionales Messsignal einer Partikelkonzentration in einem nachfolgendem Microcontroller auswertet, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Kalibriervorgang die Teilstromentnahme aus dem Gasstrom durch Abschalten der Gasteilstromentnahmeanordnung (1) unterbrochen wird, dass der kontinuierliche Messvorgang für die Dauer eines Kalibriervorganges zyklisch oder auf Anforderung durch den Microcontroller (7) unterbrochen wird, danach der gemessene Wert des Lichtempfängers (5) gespeichert wird und dieser gespeicherte Wert zu einem Kalibrierwert der Partikelkonzentration verarbeitet, und diesem bei dem nachfolgenden wieder zugeschalteten kontinuierlichen Messvorgang als Vergleichswert zur Verfügung gestellt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kalibriervorgang ausgelöst wird, wenn der Verbrennungsmotor einen Leerlaufzustand eingenommen hat.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am Beginn eines Kalibriervorganges die gesamte Messstrecke (15) eine bestimmte Zeit mit Spülluft durchspült wird.
  4. 4. Anordnung zur Messung von Partikeln und Gasen von Verbrennungsmotoren mit einer Küvette die eingangsseitig mit einer Gasteilstromentnahmeanordnung und die mit einer Spüllufteinrichtung versehen ist, wobei innerhalb der Küvette eine Messstrecke mit einem an ihr angeschlossenen Lichtsender angeordnet ist, ein Lichtempfänger dem Lichtsender in der Messstrecke gegenüberliegend angeordnet ist, die Austrittsfläche des Lichtsenders und die Eintrittsfläche des Lichtempfängers jeweils an einen Spülluftkanal angeordnet sind und der Lichtsender sowie der Lichtempfänger jeweils an den Microcontroller angeschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, dass in der Küvette ein Messstreckenraum (17) angeordnet ist, der mit seiner Längsausdehnung die Messstrecke (15) repräsentiert, wobei an den äußeren Enden des Messstreckenraumes (17) eine erste Teil-Gaszuführung (13) und eine zweite Teil-Gaszuführung (14) angeordnet sind, die zumindest mittelbar mit der Gasteilstromentnahmeanordnung (1) verbunden sind, und dass an der Mitte des Messstreckenraumes (17) ein Gasaustritt (21) angeordnet ist.
  5. 5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Messstreckenraum (17) mit seinen symmetrischen Hälften geschwungen gestaltet und damit die beiden Teil-Gasströme in seiner Mitte zusammenführend angeordnet sind.
  6. 6. Anordnung nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein erster Entspannungsraum (11) durch gerundete Aufweitung der Innenwandung der Küvette (3) an jeweils den beiden äußeren Enden des Messstreckenraumes (17), bezüglich Küvetten-Querachse symmetrisch ausgeformt, den Messstreckenraum (17) erweiternd angeordnet ist.
  7. 7. Anordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in der Küvette (3) ein Gaseintritt (10) mittig angeordnet ist und dieser in einen zweiten Entspannungsraum (12) mündet, der den Gasstrom teilend angeordnet ist, dass an beiden äußeren Enden des zweiten Entspannungsraumes (12) Austrittsöffnungen angeordnet sind, die jeweils in eine erste Teil-Gaszuführung (13) und in eine zweite Teil-Gaszuführung (14) münden.
  8. 8. Anordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Teil-Gaszuführung (13) und die zweite Teil-Gaszuführung (14) mit ihren Mittellinien jeweils rechtwinklig zum zweiten Entspannungsraum (12) angeordnet sind.
  9. 9. Anordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Teil-Gaszuführung (13) und die zweite Teil-Gaszuführung (14) mit ihren Mittellinien jeweils rechtwinklig in den angeordneten Messstreckenraum (17) münden.
  10. 10. Anordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des ersten Entspannungsraumes (11) der Küvette (3), eine Wasserkanal- Bohrung (18), die die äußere Wandung des ersten Entspannungsraumes (11) durchstoßend und nach außen führend, angeordnet ist, wobei die tiefste Stelle der Wasserkanal- Bohrung (18) auf einer Ebene mit dem Boden des ersten Entspannungsraumes (11) angeordnet ist.
  11. 11. Anordnung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass in einem bestimmten Abstand von den Austrittsmündungen der Wasserkanal-Bohrungen (18) aus der Außenwand der Küvette (3), die zwei angeordneten Wasserkanal-Bohrungen (18) jeweils durch eine senkrecht zur Bodenebene des ersten Entspannungsraumes (11) angeordnete Wasseraustritts-Bohrung (19) durchbrochen werden.
  12. 12. Anordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Gasteilstromentnahmeanordnung (1) und Gaseintritt (10) der Küvette (3) eine Gasteilstrom-Kühlanordnung (4) angeschlossen ist.
  13. 13. Anordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Küvette (3) beheizbar ist.
  14. 14. Anordnung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass am Grundkörper eine Heizwendel angeschlossen ist.
  15. 15. Anordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass dem ersten Entspannungsraum (11) in dem äußeren Drittel seiner beiden Hälften, an der von der Mitte der Küvette (3) abgewandten Wandungsseite, innerhalb einer bestimmten Länge, eine wulstförmige Verengung (23) angeordnet ist.






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