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Dokumentenidentifikation DE10107745A1 19.09.2002
Titel Verpressschlauch zum Herstellen von wasserundurchlässigen oder nur gering wasserdurchlässigen, gasdichten und/oder kraftschlüssigen Bauwerksfugen
Anmelder StekoX GmbH, 71701 Schwieberdingen, DE
Vertreter Mammel & Maser, 71065 Sindelfingen
DE-Anmeldedatum 16.02.2001
DE-Aktenzeichen 10107745
Offenlegungstag 19.09.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.09.2002
IPC-Hauptklasse E04B 1/682
IPC-Nebenklasse E04G 23/02   E04F 21/165   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Verpreßschlauch zum Herstellen von wasserundurchlässigen Bauwerksfugen mit mindestens einem Schlauchmantel, der mindestens einen Innenraum zum Fördern von Injektionsmaterial in Schlaucherstreckungsrichtung sowie zum Fördern quer zur Schlaucherstreckungsrichtung nach außerhalb des Innenraumes (13) umschließt und Durchbrechungen (14) aufweist, wobei das Schlauchmaterial quer zur Schlaucherstreckungsrichtung eine von innen nach außen abnehmende Verschäumung aufweist, die von einem porigen, an den Innenraum (13) angrenzenden Bereich (17) in einen nahezu ungeschäumten oder ungeschäumten an einen Außenraum (16) angrenzenden Bereich (18) übergeht.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Verpreßschlauch zum Herstellen von wasserundurchlässigen oder nur gering wasserdurchlässigen, gasdichten und/oder kraftschlüssigen Bauwerksfugen mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.

Bei der Herstellung von Bauwerken werden auf Fundamente, Bodenplatten oder dergleichen Wandabschnitte aufgesetzt. An diesen Anschlußstellen besteht die Gefahr der Wasserdurchlässigkeit. Um eine Abdichtfunktion oder Wassersperre zu bilden, werden im Bereich von derartigen Bauwerksfugen Verpreßschläuche angebracht. Zumeist werden die Anschlußwände auf die Fundamente oder Bodenplatten anbetoniert. Die Verpreßschläuche haben dabei die Aufgaben, zum einen in sich stabil zu bleiben, damit für den Fall der Undichtigkeit ein Injektionsmaterial in Schlauchlängsrichtung unter einem gewissen Förderdruck hindurchgeführt werden kann. Zum anderen soll ermöglicht sein, daß das Injektionsmaterial durch in . dem Schlauch vorgesehene Durchbrechungen nach außen tritt, um eine dichtende Wirkung zu entfalten. Die Austrittsrichtung ist quer zur Schlauchlängsrichtung gesehen, so daß ggf. beim Anbetonieren auftretende Hohlräume durch Eindringen des Injektionsmaterials abgedichtet werden können.

Des weiteren besteht die Aufgabe darin, daß während dem Anbetonieren der Anschlußwände die Durchbrechungen des Verpreßschlauches nicht zugesetzt werden bzw. daß die Betonmilch oder anderes Material, welches beim Herstellen einer Anschlußbetonierung eingesetzt wird, nicht in den Verpreßschlauch eindringt und diesen zusetzt.

Es ist bspw. ein Verpreßschlauch bekannt geworden, der einen Innenschlauch aufweist, in welchem quer zum Längsförderkanal Bohrungen eingebracht sind. Diese Bohrungen sind tangential durchgeführt, so daß sich eine Verbindung zum Längsförderkanal und zwei Austrittsöffnungen aus dem Innenschlauch ergeben. Um den Innenschlauch herum ist eine dünne, aus weichem Kunststoff ausgebildete Hülle vorgesehen, welche eng an dem Innenschlauch anliegt und die Bohrungen umschließt. Durch die geschlossene Außenhülle soll verhindert werden, daß während dem Anschlußbetonieren die Betonmilch in den Längsförderkanal des Innenschlauch eindringen kann und diesen zusetzt. Dieser Verpreßschlauch ermöglicht zwar eine hinreichende Längsförderung des Injektionsmaterials, jedoch ist erforderlich, daß das Injektionsmaterial die den Innenschlauch umgebende Außenhülle derart aufweitet, daß diese platzt, um in die durch das Anschlußbetonieren entstandenen Hohlräume zu gelangen. Sofern ein Platzen des Schlauches nicht erfolgen sollte, kann lediglich ein radiales Dehnen der Außenhülle gegeben sein, wodurch jedoch feine haarrißförmige Hohlräume durch das Injektionsmaterial nicht geschlossen werden können.

Alternativ zu diesem Verpreßschlauch ist ein ähnlicher Verpreßschlauch bekannt geworden, der versetzt zu den Bohrungen im Schlauchmantel in einer Außenhülle, deren Wandstärke wesentlich stärker als die des vorbeschriebenen Verpreßschlauches ist, schlitzförmige Durchbrechungen aufweist. Diese schlitzförmigen Durchbrechungen in der Außenhülle sind versetzt zu den Bohrungen des Schlauchmantels angeordnet. Dadurch bedarf es eines erhöhten Druckes, um die relativ stark ausgebildete Außenhülle gegenüber dem Schlauchmantel aufzuweiten, um ein anschließendes Austreten des Injektionsmaterials durch die Durchbrechungen zu bewirken. Darüber hinaus ist die Herstellung derartiger Verpreßschläuche durch ein Koextrusionsverfahren relativ kostenintensiv.

Des weiteren ist ein Verpreßschlauch der Firma Reuß unter der Bezeichnung Duxpa-Rund bekannt geworden, welcher zum Verpressen von Injektionsmaterial eingesetzt wird. Der Schlauchmantel ist aus einem über die gesamte Wandstärke verteilten porenartigen Material ausgebildet, so daß ein dünnflüssiges Injektionsharz unter Druck durch die Poren gleichförmig austreten kann.

Dieser Verpreßschlauch weist zwar den Vorteil auf, daß nur ein Schlauchmaterial verwendet wird und somit dessen Herstellung einfach und kostengünstig ist, jedoch ist durch die porenartige Beschaffenheit des Verpreßschlauches der Nachteil gegeben, daß die Betonmilch oder dergleichen die zum Außenmantel hin offenen Poren zusetzt und beim Verpressen des Injektionsmaterials einen Austritt des Injektionsmaterials verhindert. Des weiteren weist dieser Verpreßschlauch den Nachteil auf, daß die Eigensteifigkeit dieses Verpreßschlauches gering ist, wodurch während dem Verpressen zunächst eine komplette Aufweitung des Schlauches erfolgt bevor ein Austritt des Injektionsharzes durch die Poren erfolgt, sofern diese nicht verklebt sind. Durch Anliegen des Verpreßschlauches in den Hohlräumen wird des weiteren das Austreten des Injektionsharzes bzw. des Injektionsmaterials in die benachbarten Risse beeinträchtigt.

Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, einen Verpreßschlauch zu schaffen, der einfach und kostengünstig herzustellen ist, Durchbrechungen aufweist, die beim Verpreßvorgang relativ leicht öffnen und ein Austreten des Injektionsmaterials ermöglichen sowie während dem Anbetonieren einer Wand oder dergleichen zufriedenstellende Verschließeigenschaften aufweist und der eine glatte Außenhaut aufweist, um ein Anhaften von Flüssigkeit oder Material des Bauwerkes zu verhindern.

Diese Aufgabe wird durch einen Verpreßschlauch mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Durch den von innen nach außen abnehmenden Grad der Verschäumung des Schlauchmaterials eines Schlauchmantels ist ermöglicht, mit einem einteiligen Verpreßschlauch eine gute Längsförderung des Injektionsmaterials, eine Verschließeigenschaft der Durchbrechungen gegen von außen eindringende Flüssigkeiten oder Materialien während der Verarbeitung als auch eine glatte Außenhaut zu erzielen.

Durch einen an einem Innenraum in Schlaucherstreckungsrichtung angrenzenden porenartigen Bereich ist ermöglicht, daß eine leichte Öffnung der Durchbrechungen zum Innenraum ermöglicht ist, so daß ein quasi düsenförmiger Austritt des Injektionsmaterials aus dem Schlauchmaterial erfolgt. Durch den an einem Außenraum angrenzenden ungeschäumten oder nahezu ungeschäumten Bereich wird eine hohe Festigkeit des Schlauches erzielt, wodurch auch die Durchbrechungen gute Wiederverschließeigenschaften aufweisen. Gleichzeitig kann dadurch eine glatte Außenhaut erzielt werden, wodurch einerseits ein Ankleben oder Haften von Flüssigkeit wie Betonmilch oder anderweitigem Material verhindert wird. Dies weist des weiteren den Vorteil auf, daß unmittelbar nach Austreten des Injektionsmaterials eine gleichförmige, ungehinderte Ausbreitung in einem zwischen dem Schlauch und einem angrenzenden Wandabschnitt gegeben ist.

Gleichzeitig kann durch die von innen nach außen abnehmende Verschäumung des Schlauchmaterials erzielt werden, daß während dem Verpressen des Verpreßschlauches bzw. dem Fördern des Injektionsmaterials eine nur bedingte radiale Aufweitung des Verpreßschlauches gegeben ist. Darüber hinaus weist der erfindungsgemäße Verpreßschlauch den Vorteil auf, daß wahlweise, im Querschnitt gesehen, die Geometrie des Innenraumes als auch die Geometrie des Schlauchmantels unabhängig voneinander gewählt werden kann. Durch die Einteiligkeit kann in Abhängigkeit der Extrusionsdüsen eine Variantenvielfalt an Geometrien des Innenraumes in Schlaucherstreckungsrichtung und Außenumfangs oder Querschnitts des Schlauchmantels ausgewählt werden.

Die erfindungsgemäßen Verpreßschläuche können des weiteren in verschiedentlichen extrodierfähigen Kunststoffmaterialien hergestellt werden, wodurch eine funktionsgerechte Anwendung an unterschiedlichen Einsatzfällen ermöglicht ist. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verpreßschlauches sind in den weiteren Unteransprüchen angegeben.

In der nachfolgenden Beschreibung, den zugehörigen Zeichnungen sind bevorzugte Ausführungsbeispiele des Verpreßschlauches dargestellt. Es zeigen

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Verpreßschlauches,

Fig. 2 einen schematischen Querschnitt eines kreisrunden Profilkörpers des Verpreßschlauches gemäß Fig. 1,

Fig. 3 ein Diagramm bezüglich des Verlaufs des Verschäumungsgrades,

Fig. 4 eine alternative Ausführungsform eines Verpreßschlauches zu Fig. 1,

Fig. 5 eine Abwandlung der alternativen Ausführungsform gemäß Fig. 4 und

Fig. 6 eine weitere alternative Ausführungsform eines Verpreßschlauches gemäß Fig. 1,

Fig. 7 eine alternative Ausführungsform eines Verpreßschlauches zu Fig. 1 und

Fig. 8 eine weitere alternative Ausführungsform eines Verpreßschlauches zu Fig. 1.

In Fig. 1 ist eine perspektivische Darstellung eines Verpreßschlauches 11 dargestellt. Dieser weist einen kreisrunden Profilkörper 12 auf, durch welchen ein Innenraum 13 als Längsförderkanal zur Längsförderung von Injektionsmaterial ausgebildet ist. Der Profilkörper 12 weist Durchbrechungen 14 auf, welche von dem Innenraum 13 durch die Wandstärke des Profilkörpers 12 nach außen in einen den Profilkörper 12 umgebenden Außenraum 16 führen. Die Durchbrechungen 14 sind bspw. gleichmäßig über den Umfang verteilt angeordnet und verlaufen längs der Längsachse 15 des Verpreßschlauches 11 in vorzugsweise regelmäßigen Abständen, welche frei bestimmbar sind. Im Ausführungsbeispiel sind vier gleichmäßig über den Umfang verteilt angeordnete Reihen von Durchbrechungen 14 in dem Verpreßschlauch 11 vorgesehen. In Abhängigkeit der Länge der Durchbrechungen als auch in Abhängigkeit der Verwendung des Injektionsmaterials können die Durchbrechungen, welche vorzugsweise als schlitzförmige Einstiche ausgebildet sind, länger oder kürzer ausgebildet sein und der Abstand der aufeinanderfolgenden Schlitze ist daran angepaßt. Alternativ können die Durchbrechungen auch tangential oder in einer zwischen radialer und tangentialer Lage in den Längsförderkanal münden. Die Durchbrechungen können anstelle einer geradlinigen, schlitzförmigen Ausgestaltung auch einen wellenlinienförmigen, sichelförmigen, V- oder W-förmigen Verlauf oder dergleichen aufweisen. Des weiteren kann die Anzahl der Reihen variiert werden. Vorzugsweise entspricht der Abstand zwischen den Schlitzen annähernd der doppelten Schlitzlänge.

In Fig. 2 ist ein Querschnitt des Profilkörpers 12 dargestellt, anhand dessen die Ausbildung der Verschäumung des Schlauchmaterials näher erörtert wird. Unterstützend wird hierbei auch auf die Fig. 3 bezug genommen, welche graphisch beispielhaft die Varianten über den Verlauf des Verschäumungsgrades über die Wandstärke darstellt. An den Innenraum 13 des Verpreßschlauches 11 angrenzend ist ein Bereich 17 vorgesehen, der porenartig ausgebildet ist. Der Anteil der Poren wird durch den Zusatz an Bläh- oder Treibmittel bestimmt, das die Verschäumung bewirkt. Dem Bereich 17 sind vorzugsweise 50 bis 65% des Treibmittelanteils zugesetzt. Der Grad bzw. der Anteil der Ausbildung der Poren wird des weiteren durch die Extrusionsgeschwindigkeit, die Abkühlung als auch den verwendeten Kunststoff bestimmt. Der porenartige Bereich 17 weist vorteilhafterweise den größten Anteil an Verschäumung unmittelbar an den Innenraum 13 angrenzend auf und der Grad der Verschäumung nimmt zum Außenraum 16 hin ab. Der porenartige Bereich 17 umfaßt wenigstens ein Drittel der Wandstärke des Profilkörpers 12, so daß eine nur geringfügige Aufweitung des Verpreßschlauches 11 während dem Fördern des Injektionsmaterials gegeben ist. Von dem Außenraum 16 nach innen gesehen weist der Profilkörper 12 einen Bereich 18 auf, der ungeschäumt oder nahezu ungeschäumt ausgebildet ist. Dieser Bereich 18 umfaßt wenigstens ein Viertel der Wandstärke. Dadurch wird die Eigensteifigkeit des Profilkörpers 12 erzielt, so daß während dem Anbetonieren der Anschlußwand der Profilkörper 12 seine Querschnittform aufrechterhält. In einem Übergangsbereich 19 zwischen den Bereichen 17 und 18 nimmt der Grad der Verschäumung vorzugsweise kontinuierlich ab. In diesem Bereich 19 kann ein Treibmittelanteil von 30 bis 50% vorgesehen sein.

Der Anteil der Verschäumung kann, wie in Fig. 3 dargestellt ist, einer Hyperbelfunktion 20 entsprechend zumindest angenähert sein. Die Ausgestaltung der einzelnen Bereiche 17, 18 und 19 ist variabel. Die Einflußgrößen zur Einstellung der Verhältnisse der Bereiche 17, 18, 19 zueinander können sowohl die Größe des Schlauches als auch die Wandstärke des Profilkörpers 12 als auch die Art bzw. Geometrie des Profilkörpers 12 sowie das verwendete Schlauchmaterial sein. Bspw. können sowohl leicht dehnbare Materialien wie gummielastische Kunststoffmaterialien, z. B. Silikone, als auch weniger kompressible Materialien oder kaum dehnbare Materialien eingesetzt werden.

Der Grad der Verschäumung kann auch kontinuierlich gemäß dem Verlauf 20a über die Wandstärke gesehen abnehmen. Durch den Anteil der zugeführten Menge an Treib- oder Blähmittel als auch durch die Verarbeitungsgeschwindigkeit wird der Verlauf der Kurven 20, 20a, 20b, welche den Grad der Verschäumung verteilt über die Wandstärke darstellen, bestimmt. Unterschiedliche Temperatureinflüsse können ebenfalls einen von den in Fig. 3 dargestellten Verläufen oder beliebig davon abweichenden Verläufen bewirken. Die alternativen Verläufe sind bevorzugt zwischen den Bezugsziffern 20 und 20b. Selbstverständlich können auch jegliche, weitere Verläufe entsprechend vorgesehen sein.

Die in Fig. 2 dargestellten Bereiche 17, 18, 19 verlaufen konzentrisch zueinander, wodurch der Verpreßschlauch 11 unabhängig der Einbaulage gleiche Verhältnisse aufweist. In Abhängigkeit der Geometrie des Profilkörpers 12 kann vorgesehen sein, daß einzelne Sektionen der Wandstärke im Verlauf der Verschäumung vom Innenraum 13 zum Außenraum 16 unterschiedlich ausgebildet sind, um eine bevorzugte Ausdehnungsrichtung oder eine bevorzugte Querförderung von Injektionsmaterial zu erzielen. Die Einteilung der Sektionen kann durch die Wahl der Geometrie unterstützt werden. Dabei kann sowohl der Innenraum 13 als auch der Außenraum 16 in seiner Geometrie voneinander abweichen, d. h. daß bspw. ein eckiger Außenumfang und ein runder Innenlängsförderkanal oder umgekehrt miteinander kombiniert werden, wobei bestimmte Ausdehnungseffekte oder eine leichtere Öffnung der Durchbrechungen durch die Gestaltung von Sektion unterstützt werden können.

In Fig. 4 ist eine alternative Ausgestaltung eines Verpreßschlauches 11 gemäß Fig. 1 dargestellt. Dieser Verpreßschlauch 11 weist einen sechseckigen Profilkörper 12 auf, welcher mit einem sternförmigen Innenraum 13 ausgebildet ist. Der sechseckige Profilkörper 12 und der sternförmige Innenraum 13 sind derart zueinander positioniert, daß die spitz zulaufenden Verjüngungen 22 zu den Kanten 23 des sechseckigen Außenumfangs hin ausgerichtet sind. Gleichzeitig sind Durchbrechungen 14 an den Kanten 23 des sechseckigen Profilkörpers 12 vorgesehen, welche bis in die spitz zulaufenden Verjüngungen 22 des sternförmigen Innenraumes sich erstrecken. Dadurch kann ein zusätzlicher düsenförmiger Effekt zur Querförderung des Injektionsmaterials gegeben sein. Der Bereich 17 erstreckt sich vorteilhafterweise mit einer betragsmäßig gleichbleibenden Breite um den sternförmigen Innenraum 13. Dadurch kann zusätzlich der Effekt erzielt werden, daß während dem Verarbeiten des Schlauches durch Anbetonieren die Durchbrechungen 14 aufgrund der äußeren Krafteinwirkung der Anschlußwand oder dergleichen geschlossen gehalten werden.

Alternativ zu Fig. 4 ist ein Verpreßschlauch 11 vorgesehen, bei welchem die Verjüngungen 22 des sternförmigen Innenraumes 13 derart vorgesehen sind, daß diese entlang einer Längsmittelachse 26 von Einzelflächen 27 des sechseckigen Profilkörpers 12 verlaufen. Diese Ausgestaltung ermöglicht eine präzise Einbringung der Durchbrechungen 14 zu den spitz zulaufenden Verjüngungen 22, da das Schlitzwerkzeug an einer Fläche 27 am Außenumfang des Profilkörpers 12 angreift. Der Verpreßschlauch 11 gemäß Fig. 5 kann alternativ zum Verpreßschlauch gemäß Fig. 4 einen Bereich 17 aufweisen, der an die Außenkontur des Verpreßschlauches 11 angepaßt ist. Ebenso kann alternativ ein kreisrunder Bereich 28 vorgesehen sein, der den sternförmigen Innenraum 13 vollständig umgibt.

Die in Fig. 4 und 5 dargestellte Ausführungsformen sind auf jeden mehreckförmigen Außenquerschnitt anpaßbar. Ebenso kann die Anzahl des mehreckförmigen Außenprofiles und die Anzahl der sternförmigen Verjüngungen 22 voneinander abweichen. Die Ausgestaltung des Bereichs 17 ist ebenso wahlweise möglich und nicht auf die beschriebene und dargestellte Ausführungsformen gemäß Fig. 4 und 5 beschränkt.

In Fig. 6 ist eine weitere alternative Ausführungsform eines Verpreßschlauches 11 dargestellt. Bspw. weist der Verpreßschlauch 11 ein achteckiges Außenprofil auf. Der Innenraum 13 ist abweichend zu einem kreisrunden Innenraum gemäß Fig. 1 und 2 und einem sternförmigen Innenraum 13 gemäß Fig. 4 und 5 als blumenförmiger oder mehrfach-kleeblattförmiger Innenraum 13 ausgebildet. Die Zuordnung der Durchbrechungen 14 zu dem Innenraum 13 kann derart erfolgen, daß diese eine Verbindung zwischen zwei Blättern 31 schaffen oder daß jedem Blatt 31 eine Reihe von Durchbrechungen 14 zugeordnet ist. Ebenso kann anstelle von acht gleichmäßig über den Umfang verteilte Reihen von Durchbrechungen 14 eine höhere oder niedere gerade und ungerade Anzahl von Reihen von Durchbrechungen 14 vorgesehen sein. Auch kann der Bereich 17 betragsmäßig mit gleichem Abstand sich um den Innenraum 13 erstrecken oder mit einem annähernd gleichbleibenden Radius um die Mittelachse 15 den Innenraum 13 umgeben. Des weiteren kann auch eine sektionsweise unterschiedliche Ausgestaltung des Verschäumungsgrades sowohl über den Umfang und/oder auch über den Querschnitt verteilt vorgesehen sein.

In Fig. 7 ist eine alternative Ausführungsform eines Verpreßschlauches 11 dargestellt. Bei diesem Verpreßschlauch 11 ist Befestigungsabschnitt 36 vorgesehen, der einstückig an den Schlauchmantel 12 anschließt. Dieser Befestigungsabschnitt 36 wird gleichzeitig mit dem Schlauchmantel 12 extrudiert. Dieser kann sich durchgehend über die gesamte Länge des Schlauches erstrecken oder wie in Fig. 7 dargestellt abschnittsweise vorgesehen sein. Die Ausgestaltung und Form der Ausnehmung 37 zwischen den Befestigungsabschnitten 36 ist beliebig. Vorteilhafterweise sind die Befestigungsabschnitte 36 und Ausnahmen 37 abwechselnd zueinander in gleichen Maßen ausgebildet, so daß diese durch ein rotierende Werkzeug hergestellt werden können. Diese Befestigungsabschnitte 36 weisen den Vorteil auf, daß Befestigungsbolzen in einfacher Weise auf dem Untergrund angebracht werden können, ohne daß, wie bisher im Stand der Technik bekannt, Befestigungsklammern zunächst separat auf dem Schlauch aufgesetzt werden, um anschließend mit einem Befestigungsmittel auf der Unterlage zu fixieren. In Fig. 7 ist der Befestigungsabschnitt symmetrisch zu dem Schlauchmantel vorgesehen. Es kann ebenso vorgesehen sein, daß bspw. eine untere Auflagefläche, deren Seitenkante 38 im Schnitt dargestellt ist, tangential in den Außenumfang des Schlauches mündet, so daß eine ebene Auflagefläche gegeben ist. Die in Fig. 7 dargestellte Ausführungsform weist den Vorteil auf, daß dieser Schlauch in der Einbaurichtung bzw. Lage unabhängig ist. Die Anzahl der Befestigungsabschnitte 36 über den Umfang verteilt ist beliebig. Ebenso auch die Länge der Befestigungsabschnitte in radialer Richtung als auch axialer Richtung.

Eine alternative Ausführungsform zu Fig. 7 könnte auch darin bestehen, daß bspw. der Längsförderkanal eine zwickelförmige Aussparung in Richtung auf die Befestigungsabschnitte aufweist, so daß im Übergangsbereich zwischen dem runden Schlauchkörper und dem Befestigungsabschnitt ebenfalls noch Durchbrechungen vorgesehen sein können, um auch diesen Bereich mit Injektionsmaterial bei Verpressung des Verpreßschlauches zu versorgen.

In Fig. 8 ist eine weitere alternative Ausführungsform eines Verpreßschlauches 11 mit daran angeordneten Befestigungsabschnitten 36 vorgesehen. Bei dieser Ausführungsform sind die Befestigungsabschnitte 36 symmetrisch zur Längsachse ausgebildet und weisen eine plane Auflagefläche 38 auf. Der Verpreßschlauch 11 liegt mit dieser Auflagefläche 38 auf dem Untergrund auf. In dieser Darstellung sind strichliniert die Befestigungsmittel dargestellt. Durch einfaches Aufbringen der Befestigungsmittel kann dieser Verpreßschlauch 11 für das anschließende anbetonieren befestigt werden. Vorteilhafterweise ist bei dieser Ausführungsform vorgesehen, daß zumindest eine Durchbrechung 14 vorgesehen ist, welche in die Auflagefläche 38 mündet. Dadurch können auch Undichtigkeiten verschlossen werden, welche unterhalb der Auflagefläche 38 entstehen können.

Die Befestigungsabschnitte 36 in Fig. 8 können ebenso wie die in Fig. 7 beschriebenen Befestigungsabschnitte 36 und deren Alternativen ausgebildet sein. Sowohl die in Fig. 7 als auch in Fig. 8 beschriebenen und alternativen Ausführungsformen weisen den Vorteil, daß diese als Rollenware verpackt werden können. Des weiteren kann vorgesehen sein, daß die Auflagefläche 38 im Bereich des Schlauchquerschnittes eine analoge Krümmung aufweist und die Befestigungsabschnitte etwas oberhalb der eigentlichen Auflageebene liegen. Dadurch kann beim Befestigen des Verpreßschlauches 11 erzielt werden, daß der Schlauchquerschnitt unter Vorspannung auf der Auflagefläche gehalten wird, so daß eine sichere Anlage ermöglicht ist.

Der erfindungsgemäße Verpreßschlauch 11 sowie deren alternativen Ausgestaltungen werden durch Extrudieren hergestellt. Aufgrund der Einteiligkeit des Verpreßschlauches ist eine kostengünstige Herstellung ermöglicht. Während dem Extrudieren wird unmittelbar nach Verlassen des Extruders dem zu extrudierenden Schlauchmaterial ein Treibmittel oder Blähmittel zugesetzt, so daß der an den Innenraum 13 angrenzende Bereich 17 während der Polymerisation verschäumt wird. Vorzugsweise werden weniger als fünf Prozent, vorzugsweise ein bis zwei Prozent des Gesamtmaterials an Treibmittel oder Blähmittel zugesetzt. Die Extrusionsgeschwindigkeit des Schlauchmaterials ist hoch und eine schnelle Abkühlung des extrudierten Schlauchmaterials ist erwünscht, wodurch auch ein vollständiges Verschäumen der kompletten Wandstärke des Schlauchmaterials unterbunden wird. Unmittelbar nach dem Verlassen des Extrusionswerkzeuges wird das Schlauchmaterial einem sich verjüngenden Werkzeug zugeführt, dessen Querschnitt an den gewünschten Profilkörper des Schlauchmaterials angepaßt ist. Durch diese zwangsweise Hindurchführung des sich konisch verjüngenden Werkzeuges wird erzielt, daß eine Glättung der Außenhaut und Verfestigung des Außenbereiches bzw. des an den Außenraum 16 angrenzenden Bereichs 18 ermöglicht ist. Zusätzlich kann vorteilhafterweise ein Glättungsmittel wie bspw. Talkum oder ein Trennmittel, Paraffine oder dergleichen beigesetzt werden, so daß eine geschlossene Außenhaut geschaffen wird, welche gegen ein Anhaften von Flüssigkeiten, wie bspw. Betonmilch oder andere Materialien resistent ist.

In einem nachfolgenden Arbeitsschritt werden die Durchbrechungen 14 mit einem Schlitzwerkzeug eingebracht. Dieses Schlitzwerkzeug kann durch rotierend angeordnete Messer ausgebildet sein, welche gleichmäßig über den Umfang verteilt Dorne aufweisen, die mit Schneiden versehen sind. Dadurch kann in einer kontinuierlichen Arbeitsweise die Reihe von Schlitzen mit gleichmäßigen Abständen eingebracht werden. Vorteilhafterweise wird vor oder während dem Einbringen der Durchbrechungen 14 das Schlauchmaterial mit einem Innendruck beaufschlagt, so daß der Außenumfang des Schlauches zumindest geringfügig aufgeweitet wird. Dadurch kann erzielt werden, daß die Verschließeigenschaften der Durchbrechungen 14 wesentlich erhöht sind. Diese Aufweitung des Schlauchmaterials kann auch bei Verpreßschläuchen vorgesehen sein, welche keine über den Querschnitt sich ändernde Verschäumung des Schlauchmaterials aufweisen.

Bei der in Fig. 7 dargestellten Ausführungsform können die Ausnehmungen vor oder nach dem Einstechen der Durchbrechungen 14 als auch gleichzeitig hergestellt werden.

Der Verpreßschlauch kann sämtliche extrusionsfähige Kunststoffmaterialien umfassen, wobei vorzugsweise Polyurethan oder Polyvinylchlorid und deren Abwandlungen hierzu eingesetzt werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Verpreßschlauch zum Herstellen von wasserundurchlässigen oder nur wenig wasserdurchlässigen, gasdichten und/oder kraftschlüssigen Bauwerksfugen, die insbesondere bei Verwendung von plastisch verformbaren und aushärtenden Materialien, wie Beton, entstehen, mit mindestens einem Schlauchmantel, der mindestens einen Innenraum zum Fördern von Injektionsmaterial in Schlaucherstreckungsrichtung sowie zum Fördern quer zur Schlaucherstreckkungsrichtung nach außerhalb des Innenraumes (13) umschließt und Durchbrechungen (14) aufweist, die den Innenraum (13) mit dem den Verpreßschlauch (11) umgebenden Außenraum (16) für die Querförderung fluidisch verbinden, wobei die Durchbrechungen (14) gegen das Eindringen von Flüssigkeit oder anderen Materialien in den Innenraum (13) weitgehend abdichten und ein Durchtreten von unter Druck stehendem Injektionsmaterial von dem mindestens einen Innenraum (13) in den Außenraum gestatten, dadurch gekennzeichnet, daß das Schlauchmaterial quer zur Schlaucherstreckungsrichtung eine von innen nach außen abnehmende Verschäumung aufweist, die von einem porigen, an den Innenraum (13) angrenzenden Bereich (17) in einen nahezu ungeschäumten oder ungeschäumten, an den Außenraum (16) angrenzenden Bereich (18) übergeht.
  2. 2. Verpreßschlauch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der porige Bereich (17) wenigstens ein Drittel der Wandstärke des Schlauchmaterials umfaßt.
  3. 3. Verpreßschlauch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der ungeschäumte oder nahezu ungeschäumte Bereich (18) wenigstens ein Viertel der Wandstärke aufweist.
  4. 4. Verpreßschlauch nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Abnahme des Grades der Verschäumung vom Innenraum (13) in den an den Außenraum (16) angrenzenden Bereich (18) einen an eine Hyperbelfunktion zumindest teilweise angenäherten Verlauf aufweist.
  5. 5. Verpreßschlauch nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenraum (13) des Schlauchmaterials im Querschnitt gesehen rund, drei-, vier- oder mehreckig ausgebildet ist und der porige Bereich (17) vollständig den Innenraum (13) umgibt.
  6. 6. Verpreßschlauch nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenraum (13) des Schlauchmaterials im Querschnitt gesehen sternförmig oder blumenblattförmig ausgebildet ist und der porige Bereich (17) betragsmäßig gleichbleibend entlang dem Innenraum (13) oder als ein den Innenraum (13) vollständig umfassenden, ringförmigen Bereich umgibt.
  7. 7. Verpreßschlauch nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der sternförmige Innenraum (13) radial nach außen verlaufende Verjüngungen (22) aufweist und die Durchbrechungen (14) in der Verlängerung der Verjüngung (22) vorgesehen sind und in den Außenraum (16) münden.
  8. 8. Verpreßschlauch nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl der Verjüngungen (22) des sternförmigen Innenraums (13) der Anzahl des mehreckigen Außenumfanges des Schlauchmaterials entsprechen und die Verjüngungen (22) des Innenraumes (13) auf die Ecken des Außenumfanges oder die Mittelachsen der zwischen den Ecken ausgebildeten Flächen ausgebildet sind.
  9. 9. Verpreßschlauch nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchbrechungen (13) mit einem Stechmesser hergestellte Schlitze sind, deren Endbereiche spitz zulaufende Enden aufweisen.
  10. 10. Verpreßschlauch nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in einem zwischen den an den Innenraum (13) und den an den Außenraum (15) angrenzenden Bereichen (17, 18) vorgesehener Übergangsbereich einen Treibmittelanteil von in etwa 30 bis 50% aufweist.
  11. 11. Verpreßschlauch nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der porige Bereich (17) einen Anteil von in etwa 50 bis 65% des eingesetzten Treibmittels aufweist.






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