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Dokumentenidentifikation DE4023544C2 19.09.2002
Titel Anordnung zur Kompensation von Jitter eines digitalen Signals
Anmelder EADS Deutschland GmbH, 85521 Ottobrunn, DE
Erfinder Herrmann, Franz, Dipl.-Ing. (FH), 89614 Öpfingen, DE;
Stephani, Klaus, Dipl.-Ing. (FH), 72537 Mehrstetten, DE
DE-Anmeldedatum 25.07.1990
DE-Aktenzeichen 4023544
Offenlegungstag 30.01.1992
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 19.09.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.09.2002
IPC-Hauptklasse G06F 19/00

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Kompensation von Jitter eines digitalen Signals.

Ein von einem Meßwertgeber erzeugtes digitales Signal kann beispielsweise durch das Quantisierungsgeräusch eines Quantisierers oder eines Schwellwertschalters Jitter in Form von stochastischen Variationen der digitalen Meßwerte enthalten und in Auswerteeinrichtungen dadurch Schwankungen einer in Wirklichkeit stabilen Meßgröße vortäuschen. In US 4,805,034 wird ein System beschrieben, in dem zur Verarbeitung der digitalen Signale ein Speicherbaustein verwendet wird.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine preiswerte, materialsparende, zeitminimierte Anordnung anzugeben, mittels der Jitter von Analog/Digitalwandlern, Signalkompressoren, Schwellwertschaltern usw. kompensiert werden kann.

Die erfindungsgemäße Lösung der Aufgabe ist im Patentanspruch 1 beschrieben. Der Unteranspruch enthält eine bevorzugte Ausführung der Erfindung.

Der erfindungsgemäße Lösungsgedanke besteht darin, dass die zu kompensierenden digitalen Signale (Daten, Worte und/oder Meßwerte) den Adreßeingang eines Speicherbausteines (RAM o. ä.) ansprechen. Abhängig von der Meßwerttoleranz wenigstens drei, vorzugsweise genau drei Speicherzellen des Speicherbausteines weisen inhaltlich den gleichen Speicherinhalt auf, so dass bei auftretendem Jitter die entsprechenden stabilen Werte aus dem Speicherbaustein anstelle der instabilen digitalisierten Meßwerte zur Weiterverarbeitung zur Verfügung stehen.

Die Erfindung ist preiswert, materialsparend implementierbar und arbeitet mit geringem Zeit- und Schaltungsaufwand.

Im folgenden wird die Erfindung anhand von Fig. 1 näher erläutert. Fig. 1 zeigt das Blockschaltbild der erfindungsgemäßen Anordnung.

Die erfindungsgemäße Anordnung nach Fig. 1 ist ausgebildet aus einer ersten Baugruppe 10, die auf den Speicherbaustein 20 aufgeschaltet ist. Der Speicherbaustein 20 ist seinerseits auf einer zweiten Baugruppe 30 aufgeschaltet. Bei der ersten Baugruppe 10 handelt es sich um einen Meßwertgeber. Seine Signale liegen in digitaler Form vor und sind z. B. jitterbehaftet. Der Jitter kann dabei beispielsweise durch das Quantisierungsgeräusch eines Quantisierers oder eines Schwellwertschalters im Meßwertgeber hervorgerufen sein.

Der Speicherbaustein 20 enthält mehrere Speicherzellen von denen mindestens zwei Speicherzellen gleichen Inhalts vorhanden sind.

An dem Datenausgang des Speicherbausteins 20 ist eine Signalsinke - auch oft fälschlich Signalsenke genannt - ausgebildet. Eine Ablaufsteuerung 70 zum Setzen der Daten und Markierungen ist auf den Daten- und Adressausgang des Speicherbausteines 20 aufgeschaltet.

Die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Anordnung ist wie folgt:

Ein jitterbehafteter Meßwert selektiert im Speicherbaustein 20 eine Speicherzelle 22 und temporär stochastisch eine Speicherzelle 21 bzw. 23. Da in diesen Speicherzellen 21, 22 und 23 gleiche Speicherinhalte und eine Markierung vorhanden sind, erscheint am Eingang der Baugruppe 20 ein jitterfreies Signal, welches in der Baugruppe 20 weiterverarbeitet werden kann.

Falls der Meßwert außerhalb des Wertebereichs von 21, 22, 23 fällt, so wird am nicht vorhandensein der Markierung erkannt, daß er außerhalb des Wertebereichs liegt. In diesem Falle wird, auf der neuen Adresse die Markierung gesetzt und die zugehörigen benachbarten Speicherplätze ebenfalls mit dem selben Meßwert beschrieben und deren Markierung gesetzt. Die Markierung an den direkt an den neuen Wertebereich angrenzenden Speicherzellen wird gelöscht und der Dateiwert gleich der jeweiligen Adresse gesetzt.


Anspruch[de]
  1. 1. Anordnung zur Kompensation von Jitter eines Signals aus digitalen Meßwerten, bei welcher
    1. a) die digitalen Meßwerte an den Adreßeingang eines Speicherbausteins gelegt sind und jeweils eine von mehreren Speicherzellen selektieren,
    2. b) der Speicherinhalt einer selektierten Speicherzelle am Datenausgang des Speicherbausteins zur Weiterverarbeitung abgreifbar ist,
    3. c) Speicherzellen beschreibbar sind und mehrere benachbarte Speicherzellen innerhalb eines veränderlichen Adreßwertbereichs zusätzlich zu ihrem Speicherinhalt eine löschbare Markierung aufweisen können, wobei die markierten Speicherzellen gleiche Speicherinhalte enthalten,
    4. d) ein Meßwert außerhalb des Adreßwertbereichs markierter Speicherzellen bewirkt, daß auf der durch den Meßwert neu adressierten Speicherzelle und wenigstens zwei zugehörigen benachbarten Speicherzellen eine Markierung gesetzt, diese benachbarten Speicherzellen mit dem selben Meßwert beschrieben und in zuvor markierten Speicherzellen die Markierungen gelöscht und die jeweiligen Adressen als Speicherinhalte eingeschrieben werden,
    5. e) eine Ablaufsteuerung zum Setzen und Löschen der Markierungen und zum Einschreiben der Speicherinhalte vorhanden ist.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein markierter Adreßbereich genau drei Speicherzellen umfaßt.






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