PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69429864T2 19.09.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0712483
Titel ZÜNDER-VERPACKUNGSSYSTEM
Anmelder The Ensign-Bickford Co., Simsbury, Conn., US
Erfinder SOBCZAK, Brian R., Granby, US;
THOMSON, Donaldson J., Simsbury, US
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69429864
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 10.05.1994
EP-Aktenzeichen 959068313
WO-Anmeldetag 10.05.1994
PCT-Aktenzeichen PCT/US94/05197
WO-Veröffentlichungsnummer 0009503521
WO-Veröffentlichungsdatum 02.02.1995
EP-Offenlegungsdatum 22.05.1996
EP date of grant 13.02.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.09.2002
IPC-Hauptklasse F42B 39/14
IPC-Nebenklasse F42B 39/30   B65D 81/02   B65D 85/30   B65B 11/58   B65B 23/00   

Beschreibung[de]
Bereich der Erfindung

Diese Erfindung betrifft Verpackungssysteme und im Besonderen Systeme zum Verpacken und für den Versand von Detonatoren.

Die Notwendigkeit des Transports gewerblicher Mengen von Zündvorrichtungen gibt Anlass zu Bedenken bezüglich der Sicherheit, mit der Zündvorrichtungen enthaltende Packungen gelagert und transportiert werden können, weil die Packungen einem breiten Bereich von Temperaturen ausgesetzt werden können und durch eine Vielzahl von physikalischen Belastungen beansprucht werden können, z. B. Stöße, die vorkommen können, wenn die Packung fallen gelassen werden sollte. Beim Entwerfen eines Verpackungssystems für Detonatoren muss nicht nur dem Verhindern einer unerwünschten Detonation der Detonatoren in der Packung während Beförderung und Handhabung Aufmerksamkeit gewidmet werden, sondern auch dem Verhindern einer Ausbreitung einer ungewollten Detonation von einer Packung zu einer anderen. Der Stand der Technik geht allgemein mit der Verwendung von dichten Verpackungsmaterialien und mit einzelnem Anordnen von Detonatoren in isolierten Fächern auf diese Belange ein.

Verwandte Technik

Das Donkin erteilte US-Patent 2.868.360 vom 13. Januar 1959 beschreibt einen Lagerungsbehälter für Detonatoren, in dem ein äußerer Kasten durch eine innere Trennwand in zwei Hauptfächer unterteilt ist und wobei jedes Fach durch eine Unterteilerbaugruppe in Zellen unterteilt ist. In jeder Zelle ist ein einzelner Detonator angeordnet.

Das Darbyshire erteilte US-Patent 2.601.919 vom 1. Juli 1952 beschreibt einen Behälter zum Verpacken elektrischer Detonatoren, der einen äußeren Kasten aufweist, der eine Mehrzahl von in Fächern unterteilten inneren Kästen enthält.

Jedes Fach ist zum Enthalten eines einzelnen Detonators und assoziierter Zünderdrähte dimensioniert und konfiguriert.

Das Alexander et al. erteilte US-Patent 2.352.998 vom 4. Juli 1944 beschreibt ein Verpackungssystem für elektrische Zündkapseln und ihre assoziierten Zünderdrähte, bei dem jede Kapsel und ihr Zünderdraht in einer Pappröhre angeordnet ist und eine Mehrzahl der Röhren in einem Kasten enthalten ist.

Das Olin erteilte US-Patent 1.631.756 vom 7. Juni 1927 beschreibt eine Röhrenanordnung zum Verpacken eines einzelnen Detonators.

Das Levey erteilte US-Patent 4.586.602 vom 6. Mai 1986 zeigt ein Transportsystem zum Transportieren von Sprengschnur, bei dem die Sprengschnur um Pappstützelemente herum geschleift und von Pappzwischenelementen umgeben in einem Karton verpackt wird.

Die Anmelder haben zuvor schon ein Verpackungssystem benutzt, das einen Außenpackungsbehälter hat, in dem eine Mehrzahl von Teilpackungsbehältern angeordnet war, wobei jeder Teilpackungsbehälter eine Mehrzahl von ungesonderten Zündvorrichtungen enthielt. Diese Packung erfüllte die Vorschriften für 4G-Faserplattenbehälter und ihr wurde eine Gefährdungsklassifizierung von 1.1B für den Versand von Zündvorrichtungen, die bis zu ungefähr 985 mg explosives Material pro Einheit und insgesamt 100 g Sprengstoff pro Teilpackungsbehälter enthielten.

US-A-2660300 beschreibt eine Detonatorpackung mit einem Außenpackungsbehälter (Kasten 9), in dem sich Teilpackungsbaugruppen (Schalen 3) befinden, die jeweils ungesonderte Detonatoren enthalten, und der zwischen aneinandergrenzenden Teilpackungsbaugruppen angeordnete Außenpackungspolster aufweist. US-A-2868360 beschreibt einen Detonatorbehälter (Kasten II), der durch eine integrierte Wand [13] in zwei Fächer unterteilt ist, von denen jedes eine Unterteilerbaugruppe [14] enthält, die ihr Fach in Zellen [15] unterteilt, die jeweils einen einzelnen Detonator enthalten, wobei die Unterteilerbaugruppe nur zwei der Wände jeder Zelle bereitstellt; der Detonatorbehälter hat keinen Außenpackungsbehälter. US-A-4817787 beschreibt einen Sprengschnurbehälter, bei dem parallelle Reihen von Schnur lagenweise übereinander gestapelt sind, wobei aneinandergrenzende Lagen durch eine planare Platte zwischen ihnen getrennt sind und die aneinandergrenzenden Schnüre einer Lage durch betreffende Röhren, durch welche die Schnüre verlaufen, und durch einen planaren Unterteiler zwischen ihnen getrennt sind; es gibt keinen Außenpackungsbehälter. US-A- 1328524 beschreibt einen Behälter (für Blechdosen) mit einer einzelnen Trennwandstruktur, die ihn in Fächer unterteilt; es gibt keinen Außenpackungsbehälter.

Die vorliegende Erfindung sieht ein Verpackungssystem zur Lagerung und zum Transportieren von Zündvorrichtungen vor, das (i) wenigstens eine Teilpackungsbaugruppe aufweist, die Folgendes umfasst: (a) einen Teilpackungsbehälter, in dem (b) eine Mehrzahl von (vorzugsweise zwei) Unterteilungsvorrichtungen eingeschlossen ist, die jeweils ein zum Definieren von wenigstens fünf Wänden eines Faches gefaltetes Zwischenelement aufweisen, um eine Mehrzahl von Fächern in dem Teilpackungsbehälter bereitzustellen, wobei jedes Fach zum Enthalten einer Mehrzahl ungesonderter Zündvorrichtungen dimensioniert und konfiguriert ist, und (c) zwischen aneinandergrenzenden Fächern in jedem Teilpackungsbehälter angeordnete Teilpackungspolster zum Hemmen der Übertragung von durch die Detonation von einer oder mehr Zündvorrichtungen in einem Fach erzeugten Energie zum angrenzenden Fach; und (ii) einen Außenpackungsbehälter, in dem die wenigstens eine Teilpackungsbaugruppe angeordnet ist.

Vorzugsweise hat das System eine Mehrzahl von innerhalb des Außenpackungsbehälters angeordneten Teilpackungsbaugruppen und beinhaltet Außenpackungspolster, die zwischen aneinandergrenzenden Teilpackungsbaugruppen im Außenpackungsbehälter angeordnet sind zum Hemmen der Übertragung von durch die Detonation von einer oder mehr Zündvorrichtungen in einer Teilverpackungsbaugruppe erzeugten Energie zur angrenzenden Teilverpackungsbaugruppe.

Die Teilpackungsbaugruppe und der Außenpackungsbehälter können Wellpappebehälter umfassen, z. B. 4G-Wellpappebehälter. In bestimmten Ausführungsformen besteht der Teilpackungsbehälter aus Wellpappe mit einer Berstfestigkeit von wenigstens ungefähr 14 kg/cm² (200 lbs/in²) und der Außenpackungsbehälter besteht aus Wellpappe mit einer Bestfestigkeit von wenigstens 17,5 kg/cm² (275 lbs/in²), wobei das Teilpackungspolster und die Wellpappe des Teilpackungs- und des Außenpackungsbehälters vorzugsweise ausreichende Festigkeit besitzen, um die Ausbreitung der Detonation von höchstens 25 g explosivem Material (nicht einschließlich von explosivem Material im Kern von Stoßwellenrohr) in einem der Fächer zu einem anderen Fach zu verhindern.

Vorzugsweise besteht vom Teilpackungsbehälter, den Unterteilungsvorrichtungen, den Teilpackungspolstern und dem Außenpackungsbehälter wenigstens eines aus doppelwandiger Wellpappe in B- und C-Welle (-Flute) oder aus stärkerer Wellpappe.

In jedem Fach kann eine Mehrzahl von Zündvorrichtungen angeordnet sein, wobei jede Zündvorrichtung einzeln höchstens 800 mg explosives Material umfasst. In einer verwandten Ausführungsform umfasst jede Mehrzahl von Zündvorrichtungen höchstens 25 g explosives Material in jedem Fach.

Aneinandergrenzende Zündvorrichtungen sind vorzugsweise mit ihren betreffenden Sprengkapseln an beziehungsweise entgegengesetzten Seiten des Faches, in dem sie angeordnet sind, angeordnet.

Die Erfindung sieht auch ein Verfahren zum Verpacken von Zündvorrichtungen vor, das Folgendes umfasst: Legen einer Mehrzahl ungesonderter Zündvorrichtungen in jedes von wenigstens zwei aneinandergrenzenden Fächern von wenigstens einer Teilpackungsbaugruppe eines erfindungsgemäßen Verpackungssystems; Legen der oder jeder Teilpackungsbaugruppe in den Außenpackungsbehälter und Verschließen des Außenpackungsbehälters.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Dabei zeigt:

Fig. 1 eine perspektivische Darstellung in aufgelösten Einzelteilen einer Ausführungsform einer zur Verwendung in einem Verpackungssystem gemäß der vorliegenden Erfindung geeigneten Teilpackungsbaugruppe;

Fig. 2 eine perspektivische Ansicht einer Ausgestaltung eines Verpackungssystems gemäß der vorliegenden Erfindung, die zwei Teilpackungsbaugruppen in einem Außenpackungsbehälter umfasst;

Fig. 3A und Fig. 3B perspektivische Ansichten anderer Ausführungsformen eines Verpackungssystems gemäß der vorliegenden Erfindung, die jeweils drei Teilpackungsbaugruppen umfassen;

Fig. 4 eine schematische Draufsicht auf ein Stoßwellenrohr, die ein Achtziger-Aufwickelmuster illustriert;

Fig. 5 eine schematische Draufsicht auf eine Zündvorrichtung, die ein in einem Achtziger-Muster gewickeltes Stoßwellenrohr umfasst;

Fig. 6 eine schematische Draufsicht auf eine Verpackungsbaugruppe eines Vergleichsbeispiels von einem Teilpackungsbehälter und Teilpackungspolsterstücken ohne Unterteilungsvorrichtungen, und

Fig. 7 eine schematische Ansicht des Verpackungssystems von Fig. 2, die die Positionen von Sprengkapseln aneinandergrenzender Zündvorrichtungen an entgegengesetzten Enden des Faches zeigen.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verpackungssystem zur Lagerung und zum Transportieren von Zündvorrichtungen auf eine kostengünstige, leicht anwendbare und die von Justizbehörden vorgeschriebenen modernen Sicherheitsnormen erfüllenden Weise. Der von der vorliegenden Erfindung gewährte Sicherheitsgrad wird in ihrer Qualifizierung im Rahmen der United States Department of Transportation Classification (Klassifizierung des US-Verkehrsministeriums) 1.4B reflektiert, die in 49 CFR dargelegt wird, wenn sie für die Beförderung von Zündvorrichtungen verwendet wird, wie unten beschrieben. Allgemein zeigt diese Sicherheitsklassifizierung an, dass nicht nur die Packung den Erfordernissen von mit 1.1B bezeichneten Packungen erfüllt, was akzeptable Stabilität bezüglich Umgebungstemperaturschwankungen und physischen Stößen anzeigt, sondern die Packung ferner auch die Erfordernisse erfüllt, die als ein von den Vereinten Nationen veröffentlichter und vom United States Department of Transportation (Verkehrsministerium der Vereinigten Staaten) angenommener Series 6-Test identifiziert werden, wenn sie mit einer bestimmten Klasse von Zündvorrichtungen verwendet wird, wie unten beschrieben.

Als Folge der von Verpackungssystemen gemäß der vorliegenden Erfindung aufgewiesenen hervorragenden Sicherheit und Verpackungsintegrität werden zahlreiche Nationalregierungen es erlauben, dass nichtelektrische Zündvorrichtungen für Sprengarbeiten mit Materialien der Klassen 1.1 oder 1.2 oder 1.3, z. B. Nachsprengungssprengladungen, auf dem gleichen Fahrzeug versandt werden, sofern sie in einen IME 22-Behälter oder in von geltenden Vorschriften spezifizierte andere Behälter gegeben werden. Das bedeutet, dass, wenn die Mengen dies zulassen, Zündvorrichtungen und die Nachsprengungssprengladungen, mit denen zusammen sie zu verwenden sind, zusammen in einem einzelnen Fahrzeug transportiert werden können, wenn sie das andernfalls nicht dürften: Als 1.1B eingestufte Verpackungen vom Stand der Technik könnten nicht auf diese Weise befördert werden. Außerdem können als 1.4B eingestufte Verpackungen mit Mitteln versandt werden, die für die als 1.1B eingestuften nicht verfügbar sind, z. B. per Luftfracht. Diese Vorteile können zu bedeutenden Versandkosteneinsparungen führen.

Obwohl zum Produzieren eines Verpackungssystems, das die Voraussetzungen für eine Klassifizierung 1.4B erfüllt, eine Vielfalt verschiedener Verpackungsbehältermaterialien eingesetzt werden kann, ist die Reihe der Materialien, die für Verpackungssysteme allgemein kommerziell akzeptabel sind, etwas begrenzt. Geeignete Verpackungsmaterialien müssen die vorgeschriebenen Sicherheitstests bestehen, dürfen aber nicht unmäßig zum Gesamtgewicht der Packung beitragen und müssen leicht zusammenzubauen, zu laden und leicht zu entsorgen sein. Daher kann es zwar möglich sein, unter Verwendung von z. B. Metall oder Sperrholz ein Verpackungssystem für Zündvorrichtungen zu produzieren, das als 1.4B klassifizierbar ist, ein solches Verpackungssystem kann aber auf Grund seines übermäßigen Gewichtes und schwieriger Herstellung, Lagerung vor Gebrauch und anschließender Entsorgung nicht akzeptabel sein.

Die für eine solche Verwendung mit der vorliegenden Erfindung in Betracht gezogenen Zündvorrichtungen umfassen im Allgemeinen nichtelektrische Sprengkapseln zum Sprengen, wie jene, die gewöhnlich zum Detonieren von Bohrlochsprengstoffen bei Sprengungs- oder Bergbauarbeiten verwendet werden. Eine typische Sptengkapselbaugruppe wird in dem Gladden erteilten US-Patent 3.981.240 vom 21. September 1976, offengelegt, wobei diese Offenlegung durch Bezugnahme hierin einbezogen wird. Im typischen Fall bestehen Sprengkapseln aus einer metallischen Hülse, innerhalb der sich eine Ladung explosives Material, wie z. B. PETN, befindet. Die Sprengkapseln sind konventionell an einer Zündsignalübertragungsleitung angebracht, bei der es sich im typischen Fall um Stoßwellenrohr handelt, wie das im Persson erteilten US-Patent 3.590.739 vom 6. Juli 1971, offengelegt wird, wobei diese Offenlegung durch Bezugnahme hierin einbezogen wird. Stoßwellenrohr, wie es im Fach bekannt ist, ist ein extrudiertes Rohr aus Polymermaterial mit einem hohlen Kern und einer an der Innenwand angeordneten relativ kleinen Menge von explosivem Material, z. B. HMX. Wenn das explosive Material an einem Ende des Rohrs gezündet wird, bewegt sich ein Zündimpuls schnell entlang der Länge des Rohres und kann zum Auslösen einer Detonationsreaktion am anderen Ende verwendet werden. Auf Grund der großen Geschwindigkeit, mit der sich das Detonationssignal fortbewegt, wird das Signal konventionell als sich augenblicklich entlang dem Rohr fortbewegendes Signal beschrieben. Der hierin und in den Ansprüchen verwendete Begriff "Stoßwellenrohr" soll aber jedwede geeignete Detonationssignalübertragungsröhre einschließlich Langsamsignalübertragungsrohr oder dergleichen einschließen. Oft ist in der Kapsel ein Verzögerungselement angeordnet, um eine Verzögerung zwischen der Ankunft eines Signals aus dem Stoßwellenrohr und der Detonation des explosiven Materials in der Kapsel zu bewirken. Ein Verzögerungselement umfasst im typischen Fall ein relativ langsam brennendes Material, das bei der Übertragung des Auslösesignals zur Sprengladung eine Verzögerung von einigen Millisekunden bis zu mehreren Sekunden verursacht.

Einer Packung nichtelektrischer Detonatoren für Sprengarbeiten kann nur dann die Klassifizierung 1.4B verliehen werden, wenn unter anderen Kriterien die Explosion irgendeines einzelnen Detonators in der Packung keine "Massendetonation" der anderen Detonatoren verursacht und nur eine begrenzte Ausbreitung der Detonation zur Folge hat. Massendetonation bedeutet, dass über 90 Prozent der Vorrichtungen in der Packung praktisch gleichzeitig explodieren, und begrenzte Ausbreitung bedeutet, dass die maximale Menge an explosivem Material, die bei ungewollter oder spontaner Detonation explodiert, 15 g nicht überschreitet (siehe 49 CFR, Section 172.101 Hazardous Materials Table for detonator assemblies, non-electric, for blasting (Gefahrguttabelle für Detonatorbaugruppen, nichtelektrisch, für Sprengarbeiten), Identifikationsnr. UN 0361, die die Anwendbarkeit der Special Provision 103 (Sonderbestimmung), die in Section 172.102 dargelegt wird, anzeigt). Zum Begrenzen der Ausbreitung einer ungewollten Detonation lehrt der Stand der Technik, dass es notwendig ist, jeden Detonator einzeln von den anderen zu isolieren, indem der Detonator in einem Einzelfach angeordnet wird. Die Anmelder haben aber festgestellt, dass die Ausbreitung der Detonationsreaktion in einer Packung selbst dann akzeptabel eingeschränkt werden kann, wenn eine Mehrzahl von Detonatoren in einem Fach der Packung zusammen angeordnet ist. In der Ausübung der vorliegenden Erfindung wird bevorzugt, dass die Menge des explosiven Materials für jede Zündvorrichtung höchstens ungefähr 800 mg beträgt.

Ein Verpackungssystem gemäß der vorliegenden Erfindung hat eine Teilpackungsbaugruppe mit einem Teilpackungsbehälter und (einer) Unterteilungsvorrichtung(en) zum Definieren von wenigstens zwei Fächern im Teilpackungsbehälter. Jedes Fach · ist zum Aufnehmen einer Mehrzahl ungesonderter Zündvorrichtungen dimensioniert und konfiguriert, die im typischen Fall Sprengkapseln und assoziierte Stoßwellenrohrstücke umfassen.

Die Unterteilungsvorrichtungen (z. B. aus Wellpappe) umfassen Fachzwischenelemente oder Behältnisse, die gefaltet werden können, um ein Fach zu definieren. Die Behältnisse bilden wenigstens fünf Wände ihrer betreffenden Fächer, wobei jedes Fach im typischen Fall eine weitgehend rechteckige Konfiguration hat. Wahlweise können die Unterteilungsvorrichtungen Fachkästen umfassen, die dimensioniert und konfiguriert sind, um innerhalb der Teilpackungsbehälter angeordnet zu werden und das Fach an sechs Seiten völlig zu umschließen. Der hierin und in den Ansprüchen verwendete Begriff "Kasten", wenn er mit Bezug auf Unterteilungsvorrichtungen verwendet wird, soll beabsichtigterweise nicht nur zusammengebaute und selbsttragende Behälter einschließen, sondern auch Behältniszwischenelemente oder Schablonen, die zu kastenähnlichen Konfigurationen gefaltet werden, die aber nicht selbsttragend sind.

Teilpackungspolster sind zwischen Fächern im Teilpackungsbehälter angeordnet, um für Isolierung zu sorgen, die die Bewegung der Brisanz oder der Energie der Detonation zwischen Fächern hemmt, so dass im Fall einer ungewollten Detonation einer Sprengkapsel in einem einzelnen Fach die Energie daran gehindert wird, sich durch die Unterteilungsvorrichtungen hindurch in das Nachbarfach im Teilpackungsbehälter zu bewegen. Das Teilpackungspolster behindert somit die Ausbreitung der Detonationsreaktion zwischen Fächern.

Da die Fachbehältnisse im Teilpackungsbehälter wenigstens fünf Wände ihrer betreffenden Fächer definieren und da Fachkästen ihre Fächer völlig umschließen, stellen der Teilpackungsbehälter und die Unterteilungsvorrichtung darin allgemein eine doppelte Lage Wellpappe um die Fächer herum bereit zum Eingrenzen der Energie, die bei einer ungewollten Detonation einer Sprengkapsel in ihnen freigesetzt werden kann.

Das Verpackungssystem der vorliegenden Erfindung hat ferner einen Außenpackungsbehälter, in dem wenigstens eine, allgemein aber eine Mehrzahl, d. h. zwei oder drei, der Teilpackungsbaugruppen angeordnet ist. Der Außenpackungsbehälter stellt wenigstens eine zusätzliche einzelne Lage Wellpappe zum Aufhalten der durch ungewollte Detonation aus einer Teilpackungsbaugruppe in ihm zu anderen Packungen freigesetzten Energie bereit. Außerdem sorgt der Außenpackungsbehälter für einen zusätzlichen Grad an Wärmeisolierung und physikalischer Unversehrtheit.

Vorzugsweise ist im Außenpackungsbehälter zwischen den Teilpackungsbehältern ein Außenpackungspolster angeordnet, um eine feste Passung der Teilpackungsbehälter in dem Außenpackungsbehälter zu gewährleisten, d. h. um Aneinanderstoßen der Teilpackungsbehälter zu verhindern und um durch Behindern der bei der Detonation einer Kapsel in der Packung zwischen aneinandergrenzenden Teilpackungsbaugruppen freigesetzten Energie eine weitere physikalische Isolierung gegen die Ausbreitung einer Detonationsreaktion zwischen den Teilpackungsbehältern bereitzustellen.

Vorteilhafterweise erfüllen der Teilpackungsbehälter und der Außenpackungsbehälter der vorliegenden Erfindung die Voraussetzungen von 4G-Behältern, wie sie in Title 49 Code of Federal Regulations (amerikanische Gefahrgutvorschriften), Chapter 1, Section 178.516 beschrieben werden. Allgemein muss derartiges Material an der Außenseite wasserbeständig sein, so dass eine Massenzunahme, wie sie in einem mit dem Cobb- Verfahren zur Bestimmung der Wasserabsorption über 30 Minuten durchgeführten Test bestimmt wird, höchstens 155 Gramm pro Quadratmeter beträgt. Die Faserplatte muss faltbar sein, ohne die Deckenpapiere zu durchtrennen, und die Deckenpapiere müssen fest mit dem Fluting (Wellen) verleimt sein. Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Verpackungssystem mit solchem Wellpappematerial konstruiert, um Fächer herzustellen, in denen Mehrzahlen von ungesonderten Zündvorrichtungen angeordnet werden.

Eine typische Teilpackungsbaugruppe zur Verwendung in der vorliegenden Erfindung ist in Fig. 1 dargestellt. Teilpackungsbaugruppe 10 umfasst einen Teilpackungsbehälter 12, von Kästen bereitgestellte Unterteilungsvorrichtungen wie oben definiert, z. B. Fachbehältnisse 14 und 16, und ein von Teilpackungspolsterstück 18 bereitgestelltes Teilpackungspolster. Die Behältnisse 14 und 16, die gleich konfiguriert sind, sind so dimensioniert und konfiguriert, dass sie aus einer flachen Ausgangskonfiguration gefaltet werden können, um Felder zu ergeben, die Fächer definieren, in denen Zündvorrichtungen angeordnet werden können, und sind ferner dimensioniert und konfiguriert, um gleichzeitig in der gefalteten Konfiguration im Teilpackungsbehälter 12 enthalten zu sein. Der Teilpackungsbehälter 12 ist somit in zwei Fächer zur Aufnahme von Zündvorrichtungen unterteilt. Das Teilpackungspolsterstück 18 kann aus jedwedem geeigneten Material hergestellt werden, wie z. B. einer oder mehr Lagen Wellpappe, und ist vorzugsweise dimensioniert und konfiguriert, um an den gesamten Stirnseiten der Fächer anzuliegen, zwischen denen es angeordnet ist. Teilpackungspolsterstück 18 dient zum Hemmen der Energie, die bei der Detonation einer Zündvorrichtung in einem der Fächer aus den Behältnissen 14 oder 16 oder jedweder alternativen Unterteilungsvorrichtung in das andere Fach entweichen kann. Die Behältnisse 14 und 16 sind ferner so dimensioniert und konfiguriert, dass die betreffenden oberen Felder 14a und 16a hochgeklappt werden können, während die Behältnisse 14 und 16 in dem Teilpackungsbehälter 12 angeordnet sind, damit der Benutzer die Teilpackungsbaugruppe zusammenbauen und dann Zündvorrichtungen in den Fächern anordnen kann. Wenn die gewünschte Menge Zündvorrichtungen in die betreffenden Fächer gepackt worden ist, werden die Felder 14a und 16a heruntergeklappt, so dass der Teilpackungsdeckel 20 umgeklappt werden kann, um den Teilpackungsbehälter 12 zu schließen. Vorzugsweise, wie in Fig. 1 gezeigt, stellt jedes Fachbehältnis 14 und 16 Felder bereit, die wenigstens fünf Wände eines rechteckigen Fachs definieren. Eine sechste Wand kann ebenfalls von den Behältnissen 14 und 16 definiert oder wenigstens teilweise definiert werden, wie durch Teilfelder 16b, die eine sechste Wand des rechteckigen Fachs 16c wenigstens teilweise definieren. Wie oben besprochen, sollte die offene oder teilweise offene sechste Wand an einem Ende des Teilpackungsbehälters angeordnet sein.

Gemäß der vorliegenden Erfindung sind in einem Außenpackungsbehälter eine oder mehr Teilpackungsbaugruppen angeordnet. Fig. 2 illustriert also ein Verpackungssystem gemäß der vorliegenden Erfindung, bei dem zwei weitgehend identische Teilpackungsbaugruppen 10 und 10' mit jeweils zwei Fächern in ihnen in einem Außenpackungsbehälter 24a angeordnet sind. Wie Teilpackungsbaugruppen 10 und 10' kann auch der Außenpackungsbehälter 24a aus einem geeigneten Wellpappematerial hergestellt werden.

In anderen Ausführungsformen, wie den in den Fig. 3A und 3B gezeigten, kann der Außenpackungsbehälter zum Aufnehmen von drei Teilpackungsbaugruppen dimensioniert und konfiguriert sein. Ein Außenpackungsbehälter wie 24b kann somit dimensioniert und konfiguriert sein, um drei Teilpackungsbaugruppen 10, 10' und 10" in einer "Π"- Konfiguration zu enthalten, d. h. mit zwei Teilpackungsbaugruppen 10' und 10" nebeneinander und dem dritten Teilpackungsbehälter 10 an den Enden der nebeneinanderliegenden Behälter quer angeordnet, wie in Fig. 3A gezeigt, oder um alle drei Teilpackungsbehälter in parallelem nebeneinanderliegendem Verhältnis zu enthalten, wie Außenpackungsbehälter 24c in Fig. 3B. Bei im Außenpackungsbehälter angeordneter Teilpackungsbaugruppe stellt der Außenpackungsbehälter wenigstens eine zusätzliche Lage Wellpappe um die Fächer herum bereit, in denen die Zündvorrichtungen aufbewahrt werden, was einen Grad an Isolierung bewirkt, der angesichts der Begrenzungen der Menge und Konzentration von explosivem Material in den Fächern und der richtigen Auswahl von Wellpappematerial, wie hierin gelehrt, um die Ausbreitung von Detonationsreaktionen von einer Packung zur anderen zu verhindern, selbst wenn der gesamte Inhalt eines Fachs gleichzeitig explodiert, ausreichend ist.

Das Verpackungssystem der vorliegenden Erfindung hat ferner Außenpackungspolster, wie Außenpackungspolsterstück 26a von Fig. 2 und Polsterstücke 26a und 26b von Fig. 3A. Diese Außenpackungspolsterstücke ähneln in ihrer Konstruktion den oben beschriebenen Teilpackungspolsterstücken und dienen sowohl zum Verhindern eines Aneinanderstoßens der Teilpackungsbaugruppen im Außenpackungsbehälter als auch zum Hemmen der Bewegung der von einer ungewollt detonierten Vorrichtung freigesetzten Energie von einer Teilpackungsbaugruppe zu einer angrenzenden Teilpackungsbaugruppe.

Ohne durch eine bestimmte Theorie gebunden sein zu wollen, wird geglaubt, dass es eine bevorzugte Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist, die sechste Wand des Faches teilweise offen und zur Seite des Teilpackungsbehälters gerichtet zu lassen, weil die umgebenden Behältnisfelder und das Teilpackungspolsterstück dazu dienen, die Detonationsenergie eines Detonators in ihm vom angrenzenden Fach weg zu lenken. Trotzdem behindert die Wand des Teilpackungsbehälters, die durch die teilweise offene sechste Seite des Faches freigelegt ist, das Passieren von Energie durch sie hindurch. Sollte Detonationsenergie durch die Wand hindurchgehen, wird sie ferner entweder von (i) der Wand eines angrenzenden Teilpackungsbehälters (siehe Fig. 3A), (ii) einem Außenpackungspolsterstück oder (iii) der Wand des Außenpackungsbehälters gehemmt. Zum Beispiel würde in der Ausführungsform von Fig. 3A z. B. die Teilpackungsbaugruppe 10' zur Teilpackungsbaugruppe 10 hin durchdringende Detonationsenergie durch (i) die Wand des Teilpackungsbehälters der Baugruppe 10, (ii) ein Seitenfeld des Behältnisses, das das Fach in der Baugruppe 10' definiert, und (iii) das Außenpackungspolsterstück 26a am Eindringen in das angrenzende Fach in der Teilpackungsbaugruppe 10 gehindert. Andererseits würde zu einer anderen Packung gerichtete Energie, z. B. von Baugruppe 10, von (i) der Wand des Außenpackungsbehälters 24b, (ii) der Wand des angrenzenden Außenpackungsbehälters, (iii) der Wand der Teilpackungsbaugruppe im angrenzenden Außenpackungsbehälter und möglicherweise (iv) einem Seitenfeld des Behältniszwischenelements in der angrenzenden Teilpackungsbaugruppe gehemmt. Tests haben gezeigt, dass diese Hemmnisse zum Verhindern der Ausbreitung von Detonationsreaktionen von einer Packung zu einer anderen wirksam sind, selbst wenn der Inhalt eines Fachs weitgehend gleichzeitig detoniert. Die Verwendung eines Behältniszwischenstücks zum Bereitstellen eines offenseitigen Faches darf aber nicht als eine notwendige Begrenzung der Erfindung betrachtet werden.

Wie oben angegeben, können die zum Produzieren der Teilpackungsbehälter, Behältnisse und anderen Unterteilungsvorrichtungen, Teilpackungspolsterstücke, Außenpackungsbehälter und optionalen Außenpackungspolsterstücke verwendeten Materialien aus irgendeiner geeigneten Wellpappe sein. Der Teilpackungsbehälter und der Außenpackungsbehälter erfüllen die Leistungskriterien der Spezifikation 4G für Wellpappebehälter. Geeignete Faserplattenprodukte, die diese Kriterien erfüllen, sind bei der Longview Fibre Company von Springfield, Massachusetts, erhältlich. In einer besonderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung war der Teilpackungsbehälter dimensioniert und konfiguriert, um einen rechteckigen Kasten zu definieren, der eine Länge von ungefähr 42,16 cm (16,6 Zoll), eine Breite von ungefähr 21,21 cm (8,35 Zoll) und eine Höhe von ungefähr 20,95 (8,25 Zoll) hatte und aus einer Faserplatte in B-Welle mit einer Berstfestigkeit von 14 kg/cm² (200 lbs/in²) und einem kombinierten Deckschichtenmindestgewicht von 0,41 kg/cm² (84 lbs/m.ft²) hergestellt war. Die Behältnisse 14 und 16 waren aus doppelwandiger (B-Wellen- und C-Wellen-)Wellpappe gefertigt. Das Teilpackungspolsterstück 18 war aus der gleichen Wellpappe wie die Behältnisse herstellt, es war aber zusammengefaltet, um seine Stärke zu verdoppeln. Alternativ kann das Teilpackungspolsterstück aus einer dreiwändigen Wellpappe in C-Welle hergestellt werden. Der Außenpackungsbehälter war aus einer Wellpappe in C-Welle gefertigt, für die eine Berstversuchsfestigkeit von 17,5 kg/cm² (275 lbs/in²) und ein kombiniertes Deckschichtenmindestgewicht von 0,67 kg/cm² (138 lbs/m.ft²) gemeldet wurde. Ein geeignetes Außenpackungspolsterstück bestand aus dem gleichen Material wie das Teilpackungspolsterstück und wurde gleichermaßen zusammengefaltet, um seine Stärke zu verdoppeln. Die Fachperson erkennt, dass bei den für den Teilpackungsbehälter, die Behältniszwischenelemente und -polsterstücke und den Außenpackungsbehälter ausgewählten Materialien einige Variationen möglich sind, ohne aus dem Rahmen der Erfindung zu kommen, und dass die Begrenzungen derartiger Variationen angesichts der Offenlegung hierin ohne übermäßiges Experimentieren festgestellt werden können.

Bei der Wahl der Abmessung des Teilpackungsbehälters müssen bezüglich der Menge von explosivem Material in jeder zu verpackenden Zündvorrichtung und der Länge des daran angebrachten Stoßwellenrohres bestimmte Annahmen gemacht werden, weil beide Faktoren die maximale Anzahl von Einheiten bestimmen, die in dem Fach angeordnet werden können. Die Menge explosives Material in jeder Einheit ist wichtig, weil der Teilpackungsbehälter nicht angemessen sein kann, um die Detonation selbst einer einzelnen Vorrichtung einzugrenzen, wenn die Menge explosives Material in ihr zu groß ist, und weil größere Ladungen voraussichtlich die Detonation anderer Vorrichtungen in dem Fach verursachen, was ein Ausbreitungsproblem darstellt. Die Länge des Stoßwellenrohrs beeinflusst wegen seines Volumens und der großen Längenvariationen, die Sprengkapseln begleiten können, z. B. von 2,4 m bis 18 m (8 bis 60 ft), ebenfalls die Anzahl der Einheiten, die im Fach angeordnet werden können. Beispielsweise kann ein Teilpackungsbehälter, der dimensioniert und konfiguriert ist, um Fächer zu haben, die bis zu fünfunddreißig Zündvorrichtungen mit jeweils einem zwanzig Fuß langen assoziierten Stoßwellenrohr enthalten können, in Bezug auf Sprengkapseln, die 800 mg explosives Material pro Vorrichtung aufweisen, als zu groß betrachtet werden; eine kleinere Anzahl derartiger Vorrichtungen würde zusammen verpackt werden, um eine begrenzte Ausbreitung im Rahmen der Special Provision (Sonderbedingung) 103 zu gewährleisten, es würde also ein kleineres Fach verwendet. In Bezug auf ähnliche Vorrichtungen mit 18,4 m (60 ft) Stoßwellenrohr pro Einheit, wobei das Volumen des längeren Stoßwellenrohrs im Behälter mehr Platz benötigt und den Behälter deshalb füllt, bevor die erlaubte Anzahl von Sprengkapseln in ihm angeordnet ist, kann das gleiche Fach aber als zu klein betrachtet werden. Desgleichen wäre der Behälter in Bezug auf Vorrichtungen mit 9,2 m (930 ft) Stoßwellenrohr und einer Sprengkapsel, die jeweils nur 300 mg explosives Material umfasst, zu klein; auf Grund der geringeren Menge von explosivem Material in jeder Einheit könnte eine größere Anzahl ungesonderter Einheiten zusammen angeordnet werden, als das Fach aufnehmen könnte. Die oben angegebenen Abmessungen für den Teilpackungsbehälter gelten als angemessen, um eine 1.4B-Packung für gewerblich nützliche Mengen von Zündvorrichtungen zu produzieren, die von 2,4 bis 18,4 m (8 bis 60 ft) Stoßwellenrohr und von ungefähr 190 mg ± 20 mg bis ungefähr 745 mg ± 50 mg explosives Material pro Einheit (aus nachstehend besprochenen Gründen ohne Berücksichtigung des Stoßwellenrohrkernmaterials) umfassen können. Wenn die Länge des Stoßwellenrohrs oder die relativ geringen Mengen von explosivem Material pro Zündvorrichtung es erlauben, können das Teilpackungspolsterstück und die Unterteilungsvorrichtung aus der Teilpackungsbaugruppe weggelassen werden; die Zündvorrichtungen können direkt in den nicht unterteilten Teilpackungsbehälter gelegt werden, sofern die Außenpackungspolster zwischen aneinandergrenzenden Teilpackungsbehältern im Außenpackungsbehältern angeordnet werden. Während das Fach in Bezug auf die kleineren dieser Detonatoren (190 mg) als zu klein betrachtet werden kann, verhält es sich für die stärkeren von ihnen (745 mg) doch angemessen und kann daher zuversichtlich für ein breites Spektrum von Produkten mit kleineren Detonatorladungen verwendet werden. Sollten die stärkeren Detonatoreinheiten (je 745 mg ± 50 mg) kürzere assoziierte Stoßwellenrohre haben, hat es im Fach eventuell noch freien Platz, wenn die maximale Anzahl von Einheiten in es hineingelegt worden sind. Anstatt zusätzliche Einheiten in das Fach zu legen und die Verletzung von 1.4B-Beschränkungen zu riskieren, sollte das Restvolumen mit inaktivem Abstandsmaterial gefüllt werden. Somit ist zu sehen, dass die oben angegebenen Abmessungen für den Teilpackungsbehälter die Herstellung von Fächern zulässt, die die größte Anzahl der stärksten zulässigen Sprengkapseln mit der längsten gewerblich wünschenswerten Stoßwellenrohrlänge enthalten.

Um zu illustrieren, wie die maximal zulässige Anzahl von Zündvorrichtungseinheiten in einem Fach angeordnet werden kann, ist eine von The Ensign-Bickford Company unter der Handelsbezeichnung EZ Det® produzierte Vorrichtung zu betrachten, die ein Stück Stoßwellenrohr mit einer sogenannten Mikrokapsel (Microcap) an einem Ende, das ungefähr 190 mg ± 20 mg dextriniertes Bleiazid umfasst, und einer Sprengkapsel am anderen Ende, die ungefähr 95 mg ± 10 mg dextriniertes Bleiazid zum Auslösen einer Sprengladung von 460 mg ± 20 mg PETN umfasst. Angenommen, dass die Mikrokapsel und die Sprengkapsel jeweils ihre maximale Menge von explosivem Material haben, beträgt die maximale Gesamtmenge von explosivem Material in einer EZ Det®-Vorrichtung ungefähr 795 mg, d. h. ungefähr 800 mg. Der hierin und in den Ansprüchen verwendete Begriff "explosives Material" soll jedwedes Mittel einschließen, das zur Verwendung in Sprengkapseln für Sprengzwecke geeignet ist, einschließlich PETN, dextriniertes Bleiazid und dergleichen. Das Stoßwellenrohr kann unterschiedlich lang sein, z. B. von 2,4 m bis 18,4 m (d. h. zwischen ungefähr 8 und 60 ft), und kann ein Gemisch von HMX und Aluminium in einer Menge von nur ungefähr 0,016 Gramm pro Meter für einen maximalen Gesamtbeitrag von unter 1 Gramm explosivem Material enthalten. Stoßwellenrohr übersteht bekanntermaßen die Detonation des explosiven Materials, das es enthält, weil die lineare Dichte des explosiven Materials so niedrig ist, das explosive Material im Stoßwellenrohr ist somit zum Zweck der vorliegenden Erfindung nicht in den Beschränkungen bezüglich explosivem Material pro Zündvorrichtung oder der Gesamtmenge pro Behälter eingeschlossen.

Aufgrund der Stärke, d. h. der relativ großen Menge explosiven Materials in der Sprengkapsel einer EZ Det®- Vorrichtung, löst die Detonation einer einzelnen Vorrichtung andere Vorrichtungen in dem gleichen Behälter aus. Um die Bedingung der begrenzten Ausbreitung der Special Provision 103 zu erfüllen, beträgt die maximale Anzahl von EZ Det®-Einheiten, die unter einer 1.4B-Klassifizierung im gleichen Fach angeordnet werden können, daher ungefähr 25 g/0,800 = ungefähr 31 Einheiten. In der Praxis ist jedes Fach auf 30 Einheiten begrenzt, weil der dann voll verpackte Behälter eine gewerblich praktische Menge von Einheiten enthält.

Bei der Beförderung von Sprengkapseln und assoziierte Stoßwellenrohrstücke umfassenden Zündvorrichtungen in einem Verpackungssystem gemäß der vorliegenden Erfindung wird das Stoßwellenrohr vorzugsweise in einer "Achtziger-Figur" gewickelt, wie in dem Lilley, Jr. erteilten US-Patent 5.129.514 vom 14. Juli 1992 beschrieben, dessen Offenlegung hiermit durch Bezugnahme hierin einbezogen wird. Um die Lehre des Patents von Lilley, Jr. kurz zusammenzufassen, kann eine Achtziger-Figur-Konfiguration erreicht werden, indem ein Ende eines Stoßwellenrohres 28, Fig. 4, als Anfangsende 30 gewählt wird und eine S-Form festgelegt wird, indem das Stoßwellenrohr 28 in den von den Pfeilen 32 und 34 angezeigten Richtungen angeordnet wird. Ein Abschnitt des Rohres kann, wie von Pfeil 36 gezeigt, weiter gerade nach oben verlaufen (wie in Fig. 4 wahrgenommen) und dann um die Oberseite des S herum und gerade nach unten gewunden werden, wie von Pfeil 38 angedeutet, was die "0" der "80" vervollständigt. Das Stoßwellenrohr 28 wird dann entlang der Unterseite des S angeordnet und überquert dann das 5, wie durch Pfeil 40 angezeigt, um eine Achterfigur innerhalb der umschlingenden 0-Figur herzustellen, wodurch das Achtziger-Muster geschaffen wird. Zur leichteren Illustration ist in Fig. 4 die mit dem Stoßwellenrohr 28 assoziierte Kapsel nicht abgebildet. Nach dem Wickeln kann ein einzelnes Reißband, z. B. Papierverpackungsband 42, Fig. 5, zum Befestigen des Achtziger-Musters in seiner Anordnung verwendet werden. Alternativ kann das Reißband verwendet werden, um eine Mehrzahl von Zündvorrichtungen, die jeweils ein im Achtziger- Muster gewickeltes Stück Stoßwellenrohr umfassen, zusammenzubinden. In der Ausführungsform von Fig. 5 umfasst die Zündvorrichtung eine Sprengkapsel 44 an einem Ende und eine sogenannte Mikrokapsel 46 am anderen Ende. Wie in Fig. 5 zu sehen ist, ist die Sprengkapsel 44, die den größten Anteil von explosivem Material in der Vorrichtung umfasst, am unteren Ende des Achtziger-Musters angeordnet, während die Mikrokapsel nahe der Mitte der Wicklung angeordnet ist. Wenn die Wicklung in Achtziger-Figur bei solchen Produkten verwendet wird, wird bevorzugt, dass die Position der Sprengkapseln zwischen aneinandergrenzenden Zündvorrichtungen abgewechselt wird, so dass sie nicht nahe beieinander liegen, wobei Sprengkapseln 44a, 44b etc. von aneinandergrenzenden Zündvorrichtungen, wie in Fig. 7 dargestellt, an entgegengesetzten Enden der von den Teilpackungsbaugruppen 10 und 10' definierten Fächer angeordnet sind, und so dass die Stoßwellenrohrwicklungen einer Vorrichtung neben der Sprengkapsel der anderen Vorrichtung angeordnet sind, um als Abstandsmaterial für ihre angrenzende Sprengkapsel zu fungieren, um die Energie zu hemmen, die bei nicht vorgesehener Detonation aus dieser Kapsel freigesetzt werden kann.

Zusätzlich zu dem Vorangehenden ist es optional, wird aber bevorzugt, dass die Teilpackungsbaugruppen in einem dicht verschlossenen Beutel mit Feuchtigkeitssperrschicht in den Außenpackungsbehälter gegeben werden. Der Schutzbeutel kann aus Polymer-Metall-Folienlaminatmaterial mit einem Trockenmittel zum Aufnehmen der Feuchtigkeit sein, die während einer Langzeitlagerung in das Verpackungssystem eindringen und die Leistung der Zündvorrichtungen in ihm beeinträchtigen kann.

Beispiel 1

Unter Verwendung einer EZ Det®-Vorrichtung, wie oben beschrieben, wurde eine Detonatorpackung gemäß der vorliegenden Erfindung angefertigt. In jedem der zwei Fächer in einer Teilpackungsbaugruppe wurden dreißig EZ Det®- Vorrichtungen angeordnet, und drei derartige Teilpackungsbaugruppen wurden in einem 69 cm (27 Zoll) · 45 cm (17,5 Zoll) · 24 cm (9,5 Zoll) messenden Außenpackungsbehälter angeordnet. Das Teilpackungsbehältermaterial bestand aus B- Wellen-Pappe mit einer Berstfestigkeit von 14 kg/cm² (200 lbs/in²), wie oben beschrieben; das Außenpackungsbehältermaterial bestand aus C-Wellen-Pappe mit einer Berstfestigkeit von 17,5 kg/m² (275 lbs/in²). Es wurden drei derartige Packungen vorbereitet, so dass der Test in drei Versuchen wiederholt werden konnte.

In jedem Versuch wurde eine vollständige Packung von Detonatoren auf eine Stahlmessplatte gestellt und ein Detonator in der Nähe der Mitte der Packung wurde scharf gemacht. Die Packung wurde mit Wellpappebehältern mit losem Sand umgeben, um gemäß dem 6(a)-Test, der im Explosive Test Manual (Handbuch für Tests an explosiven Stoffen) dargelegt ist, in alle Richtungen 0,5 m eingrenzendes Material bereitzustellen. Der scharf gemachte Detonator wurde gezündet und der Grad der Ausbreitung in der Packung und umfassender Beschädigung des eingrenzenden Materials und an der Messplatte wurden beobachtet. In jedem Versuch gab es keine Beschädigung der unter der Packung befindlichen Messplatte, keine Krater am Testort, keine Explosion der Packung und keine Trennung oder Zerstreuung des eingrenzenden Materials. Ferner war die Ausbreitung der Detonation auf das Fach begrenzt, in dem sich der scharf gemachte Detonator befand.

Beispiel 2

Die unter Beispiel 1 beschriebenen Tests mit Ausnahme dessen, dass die Zündvorrichtungen EZTLTM-Produkte waren, wurden wiederholt. Die Ergebnisse waren die gleichen wie unter Beispiel 1, außer dass nur der scharf gemachte Detonator gezündet wurde; innerhalb der Packung gab es keine Ausbreitung.

Beispiel 3

Gemäß Beispiel 1 und Beispiel 2 angefertigte Packungen wurden einem 12-Meter-Fallversuch unterzogen, bei dem drei Packungen von jedem aus einer Höhe von 12 Metern auf ihr Ende bzw. ihre Seite oder ihre Unterseite fallen gelassen wurden. Die Packungen wurden auf Schäden an der Packung und die resultierende Reaktion der Zündvorrichtungen untersucht. Wenn die Packungen auf ihre Seite oder Unterseite fielen, wurde keine Beschädigung festgestellt; bei Packungen beider Produkte entstanden minimale Beschädigungen, wenn sie auf ein Ende fielen. In keinem der Versuche kam es zu einem Brand oder einer Explosion.

Beispiel 4

Drei jeweils 180 Einheiten des EZ Det®-Produkts enthaltende Packungen wurden wie in Beispiel 1 beschrieben angefertigt und einer externen Feuerprobe gemäß Test 6(c) des Explosive Test Manual unterzogen. Die Packungen wurden in einem Stahlständer angeordnet und zur Stützung mit Stahlband umschlungen. In einen Behälter unter dem Ständer wurde ausreichend Dieselkraftstoff gegossen. Der Kraftstoff wurde mit Sprengpulver und elektrischen Zünderwaren angezündet. Bei keiner der drei Packungen wurden eine Explosion, gefährliche Auswürfe (d. h. entweichende Energie) oder bedeutende thermische Wirkungen beobachtet.

Vergleichsbeispiel 1

Ein Teilpackungsbehälter 12% wie oben beschrieben, wurde mit zwei Polsterstücken 18', 18", aber ohne die Verwendung von Unterteilungsvorrichtungen wie Fachkästen oder Behältnissen, in drei Abschnitte A, B und C unterteilt, wie in Fig. 6 illustriert. In jedem Abschnitt wurden jeweils dreißig Einheiten des MSTM-Produkts, die jeweils ein Stück Stoßwellenrohr und eine Sprengkapsel mit einem maximalen Sprengstoffgewicht von 585 mg umfassten, angeordnet, wobei alle Kapseln in jedem Abschnitt auf der gleichen Seite des Behälters angeordnet wurden; die Kapseln im mittleren Abschnitt wurden auf einer den Kapseln an den Endabschnitten entgegengesetzten Seite angeordnet, wie in Fig. 6 illustriert. Der Teilpackungsbehälter wurde auf einer Messplatte angeordnet und mit eingrenzenden Materialien (Behälter mit Sand) umgeben. Eine Sprengkapsel im mittleren Abschnitt wurde scharf gemacht und gezündet. Nach dem Zünden wurde festgestellt, dass sich die Detonation innerhalb des mittleren Abschnitts völlig und durch die Polsterstücke hindurch in die angrenzenden Abschnitte ausgebreitet hatte, so dass alle Einheiten im Teilpackungsbehälter zündeten. Die Messplatte wies 3 oder 4 Eindellungen von jeweils ungefähr einem Zoll Durchmesser auf. Da die Gesamtmenge an explosivem Material, die detonierte, über 25 g betrug und weil an der Messplatte Beschädigungen festgestellt wurden, wurde diese Konfiguration als nicht akzeptabel betrachtet.

Vergleichsbeispiel 2

Eine Packung wurde wie im Vergleichsbeispiel 1 beschrieben angefertigt, außer dass im Kasten mit Hilfe von drei Polsterstücken, ohne die Verwendung von Fachkästen oder Behältnissen, vier Abschnitte definiert wurden und im Teilpackungsbehälter insgesamt 100 Einheiten, mit 25 Einheiten in jedem Abschnitt, angeordnet wurden. Die Packung wurde wie im Vergleichsbeispiel 1 getestet. Bei der Detonation einer einzelnen scharf gemachten Einheit breitete sich die Detonation zu allen 100 Einheiten im Teilpackungsbehälter aus und die Messplatte wurde beschädigt.

Vergleichsbeispiel 3

Drei Teilpackungsbehälter wurden wie im Vergleichsbeispiel 1 beschrieben angefertigt und verpackt und in einem Außenpackungsbehälter angeordnet. Zwischen den · Teilpackungsbehältern wurden Außenpackungspolsterstücke angeordnet. In diesem Vergleichsbeispiel wurden alle Kapseln in jedem Teilpackungsbehälter auf der gleichen Seite des Teilpackungsbehälters angeordnet und die Teilpackungsbehälter wurden im Außenpackungsbehälter angeordnet, so dass sich die Sprengkapseln nahe der Außenwand des Außenpackungsbehälters befanden. Eine Einheit in der Nähe der Mitte eines Teilpackungsbehälters wurde scharf gemacht und gezündet. Achtundachtzig der 90 Einheiten im Testteilpackungsbehälter zündeten ebenfalls, was zeigte, dass sich die Detonation durch die Polsterstücke im Teilpackungsbehälter hindurch ausbreitete. Es gab aber keine Ausbreitung der Detonation von einem Teilpackungsbehälter durch die Außenpackungspolsterstücke hindurch zu einem anderen.

Vergleichsbeispiel 4

Drei Teilpackungsbehälter wurden wie oben im Vergleichsbeispiel 1 beschrieben verpackt und die drei Teilpackungsbehälter in einem Außenpackungsbehälter angeordnet. Es wurden keine Teilpackungsunterteilungsvorrichtungen, d. h. keine Behältniskästen oder Zwischenelemente, und keine Außenpackungspolsterstücke verwendet. Beim Zünden einer einzelnen Testeinheit wurde an der Messplatte keine Beschädigung verursacht, obwohl sich die Detonation durch die Teilpackungspolsterstücke hindurch zu allen 90 Einheiten im Teilpackungsbehälter ausbreitete, was eine Detonation von mehr als 25 g explosiven Materials verursachte.

Zwar wurde die Erfindung im Detail unter Bezugnahme auf besondere Ausführungsformen von ihr beschrieben und zwar wurden bestimmte Merkmale der Erfindung eventuell in einigen Ausführungsformen der Erfindung illustriert und andere nicht, aber dies ist nicht als eine Begrenzung der Erfindung beabsichtigt und es ist offensichtlich, dass Fachpersonen beim Lesen und Verstehen des Vorangehenden zahlreiche Änderungen der beschriebenen Ausführungsformen einfallen werden, und es ist beabsichtigt, dass derartige Änderungen im Rahmen der anhängigen Ansprüche eingeschlossen werden.


Anspruch[de]

1. Verpackungssystem zur Lagerung und zum Transportieren von Zündvorrichtungen, das einen Außenpackungsbehälter (24) aufweist, in dem wenigstens eine Teilpackungsbaugruppe (10) zum Enthalten von ungesonderten Zündvorrichtungen angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte Teilpackungsbaugruppe (10) Folgendes umfasst: (a) einen Teilpackungsbehälter (12), in dem (b) eine Mehrzahl von Unterteilungsvorrichtungen eingeschlossen ist, die jeweils ein zum Definieren von wenigstens fünf Wänden (14a, 16a und c) eines Faches (14, 16) gefaltetes Zwischenelement aufweisen, um eine Mehrzahl von Fächern (14, 16) in dem Teilpackungsbehälter (12) bereitzustellen, wobei jedes Fach (14, 16) zum Enthalten einer Mehrzahl ungesonderter Zündvorrichtungen dimensioniert und konfiguriert ist, und (c) zwischen aneinandergrenzenden Fächern (14, 16) in jedem Teilpackungsbehälter (12) angeordnete Teilpackungspolster (18) zum Hemmen der Übertragung von durch die Detonation von einer oder mehr Zündvorrichtungen in einem Fach erzeugten Energie zum angrenzenden Fach.

2. Verpackungssystem nach Anspruch 1 mit einer Mehrzahl von innerhalb des Außenpackungsbehälters (24) angeordneten Teilpackungsbaugruppen (10) und mit Außenpackungspolstern (26), die zwischen aneinandergrenzenden Teilpackungsbaugruppen (10) im Außenpackungsbehälter (24) angeordnet sind zum Hemmen der Übertragung von durch die Detonation von einer oder mehr Zündvorrichtungen in einer Teilverpackungsbaugruppe erzeugten Energie zur angrenzenden Teilverpackungsbaugruppe.

3. Verpackungssystem nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, bei dem der Teilpackungsbehälter (12) die genannten zwei Unterteilungsvorrichtungen einschließt, die jeweils ein Fach im Teilpackungsbehälter definieren.

4. Verpackungssystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem die Teilpackungsbaugruppe (10) und der Außenpackungsbehälter (24) aus Wellpappe bestehen.

5. Verpackungssystem nach Anspruch 4, bei dem der oder die Teilpackungsbehälter (12) und der Außenpackungsbehälter (24) 4G-Wellpappebehälter umfassen.

6. Verpackungssystem nach Anspruch 5, bei dem der Teilpackungsbehalter (12) aus Wellpappe mit einer Berstfestigkeit von wenigstens 14 kg/cm² (200 lbs/in²) besteht und der Außenpackungsbehälter (24) aus Wellpappe mit einer Bestfestigkeit von wenigstens 17,5 kg/cm² (275 lbs/in²) besteht, wobei das Teilpackungspolster (18) und die Wellpappe des Teilpackungsbehälters (12) und des Außenpackungsbehälters (24) ausreichende Festigkeit besitzen, um die Ausbreitung der Detonation von höchstens 25 g explosivem Material (nicht einschließlich von explosivem Material im Kern von Stoßwellenrohr) in einem der Fächer (14, 16) zu einem anderen Fach zu verhindern.

7. Verpackungssystem nach Anspruch 6, bei dem von dem Teilpackungsbehälter, den Unterteilungsvorrichtungen, den Teilpackungspolstern und dem Außenpackungsbehälter wenigstens eines aus doppelwandiger Wellpappe mit B- und C-Flute oder aus stärkerer Wellpappe besteht.

8. Verpackungssystem nach Anspruch 7, bei dem die Unterteilungsvorrichtung eine Mehrzahl von Fachkästen umfasst, wobei jeder Fachkasten zum Definieren von einem der genannten Fächer (14, 16) dimensioniert und konfiguriert ist.

9. Verpackungssystem nach Anspruch 8, das in jedem Fach eine Mehrzahl von Zündvorrichtungen hat und bei dem jede Zündvorrichtung jeweils ein Stück Stoßwellenrohr (28) und ein oder zwei am Stoßwellenrohr (28) angebrachte Sprengkapseln (44) umfasst, wobei die Sprengkapseln (44) pro Vorrichtung höchstens 800 mg explosives Material, ausgenommen explosives Material im Kern des Stoßwellenrohrs (28), enthalten.

10. Verpackungssystem von Anspruch 8, das eine Mehrzahl von Zündvorrichtungen in jedem Fach (14, 16) hat, wobei jede Mehrzahl von Zündvorrichtungen insgesamt höchstens 25 g explosives Material, ausgenommen explosives Material im Kern des Stoßwellenrohrs (28), umfasst, wodurch sich die Detonation der Vorrichtungen in einem Fach nicht auf ein anderes Fach ausbreitet.

11. Verpackungssystem von Anspruch 9 oder 10, bei dem aneinandergrenzende Zündvorrichtungen mit ihren betreffenden Sprengkapseln an betreffenden entgegengesetzten Seiten des Faches (14, 16), in dem sie angeordnet sind, angeordnet sind.

12. Verpackungsssystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem das genannte Zwischenelement ferner eine wenigstens teilweise sechste Wand (16b) seines Faches definiert.

13. Verpackungssystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem das Teilpackungspolster (18) mit entgegengesetzten Stirnseiten der Fächer (14, 16), zwischen denen es angeordnet ist, in Eingriff ist.

14. Verfahren zum Verpacken von Zündvorrichtungen, das Folgendes umfasst:

Legen einer Mehrzahl ungesonderter Zündvorrichtungen in jedes von wenigstens zwei aneinandergrenzenden Fächern (14, 16) von wenigstens einer Teilpackungsbaugruppe (10) eines Verpackungssystems gemäß Anspruch 1;

Legen der oder jeder Teilpackungsbaugruppe (10) in den Außenpackungsbehälter (24) und

Verschließen des Außenpackungsbehälters (24).

15. Verfahren nach Anspruch 14, welches das Anordnen einer Mehrzahl von Teilpackungsbaugruppen (10) in den Außenpackungsbehälter (24) und das Einlegen von Außenpackungspolstern (26) zwischen aneinandergrenzenden Teilpackungsbaugruppen (10) zum Hemmen der durch die Detonation von einer oder mehr Zündvorrichtungen in einer Teilpackungsbaugruppe erzeugten Energie zur angrenzenden Teilpackungsbaugruppe aufweist.

16. Verfahren nach Anspruch 15, bei dem jede Zündvorrichtung höchstens 800 mg explosives Material umfasst.

17. Verfahren nach Anspruch 16, bei dem jede Mehrzahl von Zündvorrichtungen in ihrem betreffenden Fach (14, 16) ingesamt höchstens 25 g explosives Material umfasst und bei dem Teilpackungsbehälter (12), Unterteilungsvorrichtungen, Teilpackungspolster (18) und Außenpackungsbehälter (24) aus Materialien ausreichender Festigkeit bestehen, um die Ausbreitung der Detonation von Vorrichtungen in einem Fach (14, 16) zu einem anderen zu verhindern.

18. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 17, bei dem jede Zündvorrichtung wenigstens eine Sprengkapsel (44) und ein Stück Stoßwellenrohr (28) umfasst und bei dem das Verfahren das Anordnen von aneinandergrenzenden Zündvorrichtungen mit ihren betreffenden Sprengkapseln (44) an entgegengesetzten Seiten des Faches (14, 16), in dem sie angeordnet sind, aufweist.

19. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 18, bei dem von Teilpackungsbehälter (12), Unterteilungsvorrichtungen, Teilpackungspolstern (18) und Außenpackungsbehälter (24) wenigstens eines aus doppelwandiger Wellpappe mit B- und C- Flute oder aus stärkerer Wellpappe besteht.

20. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 19, das die Anordnung von Außenpackungspolstern (26) im Außenpackungsbehälter (24) zwischen aneinandergrenzenden Teilpackungsbaugruppen (10) zum Hemmen der Übertragung von durch die Detonation von einem oder mehr Detonatoren erzeugten Energie von einer Teilpackungsbaugruppe im Außenpackungsbehälter zu einer angrenzenden Teilpackungsbaugruppe aufweist.







IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com