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Dokumentenidentifikation DE69525353T2 19.09.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0781236
Titel BEHÄLTER MIT ERGONOMISCH ANGEORDNETEN HANDGRIFFEN
Anmelder Jones, Peter Timothy, Townsville, Queensland, AU
Erfinder Jones, Peter Timothy, Townsville, Queensland, AU
Vertreter Patentanwälte von Kreisler, Selting, Werner et col., 50667 Köln
DE-Aktenzeichen 69525353
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 14.09.1995
EP-Aktenzeichen 959325655
WO-Anmeldetag 14.09.1995
PCT-Aktenzeichen PCT/AU95/00608
WO-Veröffentlichungsnummer 0009608419
WO-Veröffentlichungsdatum 21.03.1996
EP-Offenlegungsdatum 02.07.1997
EP date of grant 06.02.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.09.2002
IPC-Hauptklasse B65D 23/10
IPC-Nebenklasse B65D 25/28   B65D 21/02   

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft einen Behälter und insbesondere einen Behälter, der derart konfiguriert ist, dass er nur in ergonomisch korrekter Weise gehoben werden kann.

TECHNISCHER HINTERGRUND

Fast alle derzeitigen Behälter, die dahingehend ausgestaltet sind, dass sie von einer Person gehoben und getragen werden, erfüllen diese Funktion durch einen Handgriff, der an der Oberseite des Behälters angeordnet ist. Aufgrund des Handgriffs ist die Person dazu gezwungen, den Behälter auf einer Seite des Körpers zu tragen, so dass die Wirbel im Lumbalbereich des Rückens Spannungen und Verzerrungen ausgesetzt werden und potentiell beliebende Schäden verursacht werden. Die unpraktische Anordnung des Handgriffs am Behälter verursacht jedes Mal, wenn der Behälter im vollen oder teilweise vollen Zustand gehandhabt wird, eine Risikosituation. Zu den weiteren Schädigungen, die als direkte Folge einer Fehlhandhabung des Behälters verursacht werden, zählen Hals-, Schulter- und Armverletzungen, Schnitt- und Schürfwunden sowie Verrenkungen und Zerrungen an anderen Bereichen des Körpers der Person. Wenn der Inhalt des Behälters ausgekippt werden soll, muss die Person wiederum eine beschwerliche und unnatürliche Körperhaltung einnehmen, die ihrerseits Schädigungen verursacht.

U.S.-4,792,170 beschreibt eine zweiteilige Vorrichtung, die abnehmbar an einem Tauchtank befestigt werden kann. Die Teile werden an dem oberen bzw. dem unteren Abschnitt des Tanks befestigt. Jeder Teil ist mit einem Griffabschnitt versehen, der zum Handhaben des Tauchtanks verwendbar ist.

Allein in Australien verursachen die gemeldeten Fälle von Arbeitsplatzverletzungen einen Schaden von ungefähr zehn Milliarden Dollar pro Jahr. Ferner wird geschätzt, dass auf jeden gemeldeten Fall ungefähr vier nichtgemeldete Fälle kommen. Dies entspricht dann einem ungefähren Verlust von vierzig Milliarden Dollar pro Jahr. Die Statistik zeigt, dass zwischen 25 und 37% der Arbeitsplatzverletzungen in direktem Zusammenhang mit Verletzungen stehen, die aus unkorrekten Handhabungstechniken resultieren.

ÜBERBLICK ÜBER DIE ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung wurde entwickelt, um einen Behälter zu schaffen, der in einer ergonomisch korrekten Position gehoben und getragen werden kann. Dies wurde erzielt durch von Hand greifbare Bereiche, die derart positioniert sind, dass, wenn der Behälter mittels der Handangriffsbereiche gehoben und getragen wird, die ergonomisch korrekte Position eingenommen wird. Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Behälter zu schaffen, der die oben aufgeführten Nachteile beseitigen kann, um dem Kunden eine zweckmäßige und handelsgängige Wahlmöglichkeit zu bieten.

Eine Ausführungsform der Erfindung besteht in einem Behälter des von einer Person hebbaren oder tragbaren Typs, wobei der Behälter in Draufsicht im wesentlichen rechteckig ist und eine Rückwand, eine Vorderwand, zwei einander gegenüberliegende Seitenwände, die zwischen der Rück- und der Vorderwand verlaufen, und eine Bodenwand aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter einen ersten Handangriffsbereich an der Bodenwand und einer der Seitenwände und einen zweiten Handangriffsbereich an dem Vorderteil und der anderen Seitenwand aufweist, wobei der Rückteil zu der den Behälter hebenden Person hin ausgerichtet werden kann und die Handangriffsbereiche aus Vertiefungen in der Behälterwand, von der Behälterwand abstehenden Teilen oder einer Kombination aus beiden gewählt ist.

Indem die Handangriffsbereiche in der oben aufgeführten Weise angeordnet sind, kann eine Person einen Behälter anheben, indem sie den Handangriffsbereich an der Bodenwand greift, und kann den Behälter mittels des zweiten Handangriffsbereichs in eine ruhige Lage versetzen, wobei die Person dabei eine Körperhaltung einnimmt, die ergonomisch eher korrekt ist als in dem Fall, dass der Behälter mittels eines Trag-Handgriffs gehoben würde.

Bei dem Behälter kann es sich um den Typ von Behälter handeln, der Flüssigkeiten, fließfähige Feststoffe, Feststoffe und dgl. enthält. Die Größe des Behälters kann in Abhängigkeit von der Größe, der Form und dem Gewicht des Behälterinhalts variieren. Für Behälter, die zur Aufnahme von Flüssigkeit vorgesehen sind, liegt das typische Volumen zwischen 10 und 50 Litern. Es können selbstverständlich größere Behälter verwendet werden, falls der von den Behältern aufzunehmende Inhalt relativ leichtgewichtig ist.

Die Form des Behälters kann zwecks Anpassung an den Inhalt, die Lagerung, den Transport und dgl. variieren. Die üblichen Behälter sind diejenigen, die in Draufsicht oder von der Seite her gesehen im wesentlichen rechteckig sind, und diese Behälter bestehen typischerweise aus blasgeformten oder Spritzguss geformtem Kunststoff und können eine Vielfalt von Flüssigkeiten aufnehmen. Weitere übliche Behälter sind diejenigen, die eine im wesentlichen zylindrische oder trommelartige Konfiguration aufweisen. Der Behälter kann aus Metall bestehen.

Der Behälter kann mit einem Auslass oder einem Einlass/Auslass versehen sein. Bei Behältern zur Aufnahme von Feststoffen kann der Auslass in Form einer Gießtülle ausgebildet sein, die typischerweise an der Oberwand und nahe einer vorderen Seitenwand angeordnet ist, um das Gießen zu erleichtern.

Die ersten und die zweiten Handangriffsbereiche können Vertiefungen in oder an dem Behälter aufweisen, in die mindestens ein Teil der Hand der Person eingreifen kann. Die Vertiefungen können derart ausgebildet sein, dass sie von dem Umfang des Behälters nicht nach außen abstehen, wodurch das Speichern und Stapeln benachbarter Behälter erleichtert wird. Unter bestimmten Umständen kann es jedoch erforderlich sein, die Vertiefungen in einem Vorsprung an der Außenseite des Behälters auszubilden. Die Handangriffsbereiche können auch Vorsprünge an der Außenseite des Behälters aufweisen, die derart ausgebildet sein können, dass sie von der Hand der Person bequem gegriffen werden können.

Zur Erleichterung des Stapelns und Tragens mehrerer Behälter kann jeder Behälter mit Vorsprüngen und Vertiefungen versehen sein, die in passenden gegenseitigen Eingriff gelangen, wenn benachbarte Behälter zusammenplatziert werden. Die Vorsprünge und Vertiefungen können derart an einer Oberwand und einer Bodenwand des Behälters vorgesehen sein, dass, wenn ein Behälter auf der Oberseite eines anderen Behälters platziert wird, die Vorsprünge und die Vertiefungen passend zusammengreifen. Falls die Bodenwand mit einer Vertiefung versehen ist, kann diese den Handangriffsbereich oder einen Teil desselben bilden.

Es besteht die Möglichkeit, auch die Seitenwände des Behälters derart mit Vorsprüngen und Vertiefungen zu versehen, dass auch in seitlicher gegenseitiger Anlage gestapelte Behälter sicherer zusammengehalten werden.

Falls der Behälter an der Oberwand mit einem Auslass versehen ist, kann der Auslass derart geformt sein, dass er als Vorsprung dient, der in eine Vertiefung an der Bodenwand eines zweiten Behälters eintreten kann, welcher auf die Oberseite eines zweiten Behälters gestapelt werden kann.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Im folgenden wird eine Ausführungsform der Erfindung anhand der zugehörigen Zeichnungen beschrieben.

Fig. 1 zeigt eine Ansicht des Behälters gemäß einer Ausführungsform der Erfindung;

Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht des Behälters gemäß Fig. 1, wobei die Weise dargestellt ist, in der der Behälter gestapelt werden kann.

BESTE AUSFÜHRUNGSFORM

Die Zeichnungen zeigen einen Behälter 10, bei dem es sich gemäß der vorliegenden Ausführungsform um einen blasgeformten Kunststoffbehälter handelt, der bei Betrachtung in Draufsicht im wesentlichen quadratisch ist und bei Betrachtung in Seitenansicht rechteckig ist. Der Behälter naht eine Oberwand 11, eine Vorderwand 12, eine Rückwand 13, ein Paar einander gegenüberliegender Seitenwände 14, 15 und eine Bodenwand 16; jede Wand ist im wesentlichen eben, mit Ausnahme einer leichten Schrägung oder Krümmung zwischen einer Wand und einer benachbarten Wand. Gemäß den Ausführungsformen hat der Behälter ein Innenvolumen von 20-30 Litern.

Um ein unsicheres Heben des Behälters zu verhindern, ist der Behälter mit Handangriffsbereichen versehen, die derart ausgebildet sind, dass der Behälter in einer ergonomisch korrekten Körperhaltung gehoben werden kann. Die Handangriffsbereiche weisen einen ersten Bereich 17 und einen zweiten Bereich 18 auf. Der erste Bereich 17 weist eine Vertiefung auf, die an der Bodenwand 16 und der angrenzenden Seitenwand 14 in den Behälter blasgeformt ist. Die Vertiefung ist hinreichend groß, dass eine Person ihre Hand in die Vertiefung einführen kann und den Behälter greifen kann. Der erste Bereich 17 ermöglicht den Hebeffekt für den Behälter.

Der zweite Bereich 18 weist ebenfalls eine Vertiefung auf, die an der Vorderwand 12 und der angrenzenden Seitenwand 15 in den Behälter blasgeformt ist. Die Vertiefung ist ebenfalls hinreichend groß, dass eine Person ihre Finger in die Vertiefung einführen kann und den Behälter greifen kann. Dieser Bereich ist vorgesehen, um den Behälter in eine ausgeglichene Orientierung zu bringen oder zu positionieren, während der Behälter gehoben oder ausgegossen wird.

Die obere Wand 11 des Behälters weist eine Gießtülle 19 auf, an der ein Kunststoffdeckel im Gewindeeingriff befestigt ist. Die Tülle 19 befindet sich nahe der Vorderwand, wie es herkömmlicherweise üblich ist, um ein problemloses Ausgießen des Behälterinhalts zu ermöglichen. Hinter der Tülle 19 ist ein Vorsprung 20 angeordnet, der eine kegelstumpfförmige Konfiguration hat.

An der Bodenwand 16 ist ein Paar kegelstumpfförmiger Vertiefungen 21, 22 ausgebildet, die derart konfiguriert sind, dass sie mit einem Vorsprung 20 und einer Tülle 19 eines unteren Behälters passend zusammengreifen, wie in Fig. 2 gezeigt ist. Diese Anordnung aus Vorsprüngen und Vertiefungen verleiht den Behältern Stabilität, wenn sie aufeinandergestapelt werden. Ferner können im Falle von Behältern, deren Inhalt ein weitgehend geringes Gewicht hat, zwei oder mehr gestapelte Behälter von einer einzigen Person gehoben und bewegt werden, wobei kaum eine Wahrscheinlichkeit besteht, dass der Stapel während des Hebe- und Bewegungsvorgangs umkippt. Es kann ein Boden-Auslass 25 vorgesehen sein, um den Behälter zu entleeren, falls er Flüssigkeiten enthält.

Um den Behälter anzuheben, nähert sich eine Person dem Behälter, wobei die sich Gießtülle an einer von der Person entfernten Position befindet. Die Person positioniert ihren rechten Fuß an dem Rückbereich des Behälters und ihren linken Fuß an der Seite des Behälters. Die Person nimmt eine hockende Stellung ein, wobei ihre Knie angewinkelt sind, ihr Rücken geradlinig ausgerichtet ist und die Person ihren Kopf aufrecht hält. Die Person platziert ihre rechte Hand in der Boden-Vertiefung 17 und ihre linke Hand in der Vorder-Vertiefung 18. Der Behälter wird angehoben, zu dem Magen der Person hin gezogen und unter Einsatz der Hüft- und Gesäßmuskeln angehoben, wobei der Rücken geradegehalten wird. Zum Leeren des Behälters beugt sich die Person nach vorne, wodurch der Inhalt des Behälters durch die Tülle 19 nach vorne hin ausgegossen wird, oder die Person kann den Behälter auf ihren Hüftbereich hin bewegen und ihn anschließend kippen.

Es ist ersichtlich, dass der Behälter in einer ergonomisch korrekten Körperhaltung gehoben und getragen werden kann und die Wahrscheinlichkeit von Rückenverletzungen reduziert ist. Wenn der Behälter nicht mit einem Traggriff versehen ist, besteht nur eine reduzierte Möglichkeit, dass der Behälter inkorrekt gehoben werden kann.

Der Behälter gemäß der Ausführungsform ist in einer gedrungenen, eher viereckigen Konfiguration ausgebildet, und es hat sich erwiesen, dass dies dem Behälter ein mehr als 30%iges zusätzliches Volumen gibt. Ferner ist die Stabilität beim Stapeln verbessert. Die Vertiefungen 21 im Boden des Behälters können ebenfalls dahingehend funktionieren, dass sie dem Boden des Behälters Festigkeit verleihen, um die Bodenwand davor zu schützen, unter dem Gewicht des im Behälter befindlichen Inhalts einzuknicken.

Gemäß einer Variation des gezeigten Behälters können die Vertiefungen 21 unter 90º relativ zu den gezeigten positioniert sein, so dass eine der Vertiefungen 21 auch einen Teil des Handangriffsvertiefungen 17 bilden kann.

Es ist ersichtlich, dass an der beschriebenen Ausführungsform verschiedene weitere Änderungen und Modifikationen vorgenommen werden können, ohne von dem Umfang der Erfindung abzuweichen, der in den beigefügten Ansprüchen definiert ist.


Anspruch[de]

1. Behälter des von einer Person hebbaren oder tragbaren Typs, wobei der Behälter in Draufsicht im wesentlichen rechteckig ist und eine Rückwand, eine Vorderwand, zwei einander gegenüberliegende Seitenwände, die zwischen der Rück- und der Vorderwand verlaufen, und eine Bodenwand aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter einen ersten Handangriffsbereich an der Bodenwand und einer der Seitenwände und einen zweiten Handangriffsbereich an dem Vorderteil und der anderen Seitenwand aufweist, wobei der Rückteil zu der den Behälter hebenden Person hin ausgerichtet werden kann und die Handangriffsbereiche aus Vertiefungen in der Behälterwand, von der Behälterwand abstehenden Teilen oder einer Kombination aus beiden gewählt ist.

2. Behälter nach Anspruch 1, mit einer Oberwand.

3. Behälter nach Anspruch 1, mit Vorsprüngen und Vertiefungen, die bei Aneinanderplatzierung der Behälter mit gleichartigen Vorsprüngen und Vertiefungen an einem benachbarten Behälter passend zusammengreifen können.

4. Behälter nach Anspruch 3, mit einer Oberwand, die mit einem Gießauslass versehen ist, wobei die Oberwand ferner einen der Vorsprünge aufweist, und die Bodenwand die Vertiefungen aufweist, die derart positioniert und konfiguriert sind, dass sie dem Gießauslass und dem Vorsprung an der Oberwand überliegen, wenn zwei Behälter aufeinander platziert sind.

5. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Handangriffsbereich eine Vertiefung ist, die an der Verbindung zwischen der Bodenwand und einer der Seitenwände angeordnet ist, und der zweite Handangriffsbereich eine Vertiefung ist, die an der Verbindung zwischen der Vorderwand und der anderen Seitenwand angeordnet ist.

6. Behälter nach Anspruch 5, bei dem der zweite Handangriffsbereich in einem oberen Bereich der Vorderwand angeordnet ist.







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