PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69709500T2 19.09.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0821240
Titel Wälzlager mit Messwertaufnehmer
Anmelder SKF France, Clamart, FR
Erfinder Message, Olivier, 37000 Tours, FR;
Landrieve, Franck, 37230 Fondettes, FR
Vertreter Rüger und Kollegen, 73728 Esslingen
DE-Aktenzeichen 69709500
Vertragsstaaten BE, DE, FR, GB, IT, NL, SE
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 16.07.1997
EP-Aktenzeichen 974017188
EP-Offenlegungsdatum 28.01.1998
EP date of grant 09.01.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.09.2002
IPC-Hauptklasse G01P 3/44

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft das Gebiet der Wälzlager, die mit Signalaufnehmern ausgestattet sind.

Derartige Wälzlager enthalten im Wesentlichen einen stillstehenden Ring und einen umlaufenden Ring, eine oder mehrere Reihen von Wälzkörpern, die mit auf den Lagerringen vorgesehenen Laufflächen in Berührung stehen, Dichtungsmittel, einen an dem stillstehenden Ring befestigten Aufnehmer und einen an dem umlaufenden Ring befestigten Impulserzeuger. Der eigentliche Aufnehmer wird durch einen Signalaufnehmerträger getragen.

Aus der Patentanmeldung FR-A 2 668 561 ist ein Lager dieser Bauart bekannt, das eine Dichtungseinrichtung aufweist, die den Aufnehmer trägt und die auf dem stillstehenden Ring des Lagers durch Einrasten eines Randabschnitts der ringförmigen Dichtung in einer in der Bohrung des stillstehenden Rings ausgebildeten Ringnut befestigt ist. Diese Ringnut wird im Allgemeinen durch Drehen gefertigt, wobei die herstellungsbedingten Toleranzmaße derartiger Nuten verhältnismäßig groß sind. Nun hängt die Zuverlässigkeit des von dem Aufnehmer abgegebenen Signals in hohem Maße von der Maßgenauigkeit des Luftspaltes zwischen dem Aufnehmer und dem Impulserzeuger ab. Bei einem derartigen Aufbau, bei dem die Ringnut die Referenzfläche bildet und gleichzeitig sowohl für den axialen und radialen Halt als auch die Positionierung der Dichtung sorgt, die den Aufnehmer trägt, besteht die Gefahr, dass die Größe des Luftspaltes zwischen dem Aufnehmer und dem Impulserzeuger nicht innerhalb der vertretbaren Grenzen liegt, was sich nachteilig auf die Präzision und die Zuverlässigkeit des von dem Aufnehmer abgegebenen Signals auswirkt. Ferner steht die Lippe der Dichtungseinrichtung gleitend mit der Flankenfläche eines elastischen, an dem umlaufenden Ring befestigten Rings in Berührung. Ein derartiger Kontakt genügt nicht sämtlichen Anforderungen an eine zufriedenstellende Abdichtung.

Ferner ist durch die französische Patentanmeldung FR-A 2 618 516 ein Lager mit Signalaufnehmer bekannt, bei dem dieser durch eine Blechblende getragen wird, die sowohl den Halt als auch die Positionierung des Aufnehmers sicherstellt. Die Blende des Aufnehmers lässt sich auf einen zylindrischen Sitz des einen der Ringe aufstecken oder durch Verformen eines Randfalzes in einer Ringnut befestigen, die in dem einen der Ringe vorgesehen ist. Es ist klar, dass die Breite des radialen Luftspaltes zwischen dem Aufnehmer und dem Impulserzeuger erheblich schwanken kann, und zwar aufgrund der verhältnismäßig großen Herstellungstoleranzen einer Blechblende und wegen der Verformungen der Blende während des Aufsteckens oder Falzens derselben auf dem sie tragenden Ring. Die Zuverlässigkeit des von dem Aufnehmer abgegebenen Signals ist daher nicht zufriedenstellend.

Die Patentanmeldung GB-A-1 509 170 (POLYMOTOR) betrifft ein Kugellager mit Drehzahlsensor. Der Sensor enthält einen Magnetkern sowie eine Spule und wird durch den einen der Ringe getragen, wobei der Kern zwischen den Ringen hervorragt und, um die Drehung des Käfigs zu erfassen, in geeigneter Weise in axialer Richtung mit einem Luftspalt angeordnet ist. Der Sensor wird in axialer Richtung und radial durch ein Blechelement gehalten, das den Außenring umgibt. Für eine mit einem radialen Luftspalt arbeitende Sensoreinrichtung ist diese Art der Befestigung des Signalaufnehmers wegen der geringen Maßgenauigkeit, die der Deckel aus Blech aus den bereits weiter oben erwähnten Gründen aufweist, nicht geeignet.

Darüber hinaus umgibt der Deckel die Außenumfangsfläche des Lagers vollständig, was sich nachteilig auf den korrekten Sitz des Lagers an dessen Montageort auswirkt. Schließlich ist das Signal aufgrund des Spiels des Käfigs während dessen Rotation und wegen der geringen Anzahl von Impulsen, die bei einer ganzen Umdrehung eines Rings bezüglich des zweiten Rings erzeugt werden, von mangelhafter Qualität.

Es ist eine Aufgabe der Erfindung, diese Nachteile zu beseitigen, indem ein Lager mit einem Signalaufnehmer vorgeschlagen wird, der einen vorgegebenen und genau bemessenen Luftspalt aufweist, wobei das Lager dennoch kostengünstig herzustellen ist.

Ferner ist es Aufgabe der Erfindung, ein Lager mit Signalaufnehmer zu schaffen, bei dem der Signalaufnehmerträger gegen eine Fläche des stillstehenden Rings hin positioniert wird.

Das erfindungsgemäße Wälzlager enthält einen stillstehenden Ring, einen umlaufenden Ring, eine Reihe von Wälzkörpern zwischen dem stillstehenden Ring und dem umlaufenden Ring, ein an dem umlaufenden Ring befestigtes und zu diesem konzentrisches Impulsgebermittel und ein Aufnehmermittel, das mit einem an dem stillstehenden Ring befestigten Signalaufnehmerträger versehen und das auf den Impulsgeber ausgerichtet und durch einen schmalen Luftspalt von diesem getrennt ist, wobei dessen Vorbeilauf bei der Drehbewegung von dem Signalaufnehmer erfasst wird. Das Wälzlager weist eine Einrichtung auf, die den Signalaufnehmerträger an einer Radialfläche des stillstehenden Ringes abstützt. Das Signalaufnehmermittel ist radial auf dem stillstehenden Ring zentriert, indem es auf einer axialen, zylindrischen Referenzfläche des Ringes zentriert ist, wobei der Luftspalt radial verläuft. Das Wälzlager weist einen Deckel auf, der den Signalaufnehmerträger umgibt und der an dem stillstehenden Ring dem Signalaufnehmerträgers axial gegenüber befestigt ist. Auf diese Weise ist ein Aufnehmer geschaffen, der in Bezug auf den stillstehenden Ring in vollkommener Weise positioniert ist, wodurch sich ein präziser Luftspalt definieren lässt.

Die zylindrische Referenzfläche kann eine Bohrung oder eine Außenfläche des stillstehenden Rings sein. Diese Referenzfläche ist vorzugsweise geschliffen.

In einem erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel weist das Lager in Gestalt einer Radialfläche des stillstehenden Rings ein Mittel zur axialen Positionierung des Signalaufnehmerträgers auf. Demzufolge lässt sich der Befestigungsdeckel mit großen Toleranzabweichungen wirtschaftlich herstellen, ohne dass diese sich ungünstig auf die Präzision der Positionierung des Aufnehmers in Bezug auf den stillstehenden Ring auswirken, da der Befestigungsdeckel und das Mittel zur Positionierung voneinander unabhängig sind.

Vorteilhafterweise ist der Signalaufnehmerträger in axialer Richtung durch den Befestigungsdeckel an dem stillstehenden Ring in Anlage gehalten, indem der Deckel einen zylindrischen Abschnitt aufweist, der mit dem stillstehenden Ring und einem der Befestigung und der Anlage an dem Signalaufnehmerträger dienenden, radialen Abschnitt zusammenwirkt.

In einem erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel wirkt der Deckel hinsichtlich des axialen Haltes des Signalaufnehmerträgers mit einer Ringnut des stillstehenden Rings zusammen. Die umlaufende Nut kann durch Drehen des stillstehenden Rings ohne abschließendes Schleifen erzeugt werden. Der freie Rand des zylindrischen Abschnitts des Deckels kann in die Ringnut des stillstehenden Rings umgebördelt werden oder mit elastischen Zungen versehen sein, die Krallen bilden und mit der Ringnut des stillstehenden Rings zusammenwirken.

In einem erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel weist das Lager Mittel zur Positionierung des Impulsgebermittels in Bezug auf den umlaufenden Ring auf. Das Impulsgebermittel kann eine geschliffe Fläche des umlaufenden Rings berühtrend angeordnet sein.

In einem erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel ist das Impulsgebermittel auf einer zylindrischen Fläche des umlaufenden Rings angeordnet.

In einem erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel ist der Signalaufnehmerträger in axialer Richtung elastisch.

In einem erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel ist eine Dichtungseinrichtung auf dem Deckel aufgespritzt und steht gleitend mit einer Anlagefläche des umlaufenden Ringes in Berührung.

In einem weiteren Ausführungsbeispiel ist eine Dichtungseinrichtung zwischen dem Deckel und dem Signalaufnehmerträger eingespannt und steht gleitend mit einer Anlagefläche des umlaufenden Ringes in Berührung. In den beiden zuletzt erwähnten Ausführungsbeispielen sorgt die Lippe der Dichtungseinrichtung während des Gleitens auf einer Anlagefläche des umlaufenden Ringes für eine zufriedenstellende Abdichtung.

Vorzugsweise weist das Lager zwei identische, zu beiden Seiten des Wälzkörpers angeordnete Dichtungseinrichtungen auf.

Zufolge der Erfindung lässt sich die Aufgabe der Befestigung des Signalaufnehmerträgers vollständig von der Aufgabe der Positionierung desselben trennen, wodurch die Einstellung eines genau definierten Luftspaltes zwischen dem Aufnehmer und dem Impulserzeuger möglich wird. Beide Aufgaben lassen sich auf diese Weise mit kostengünstigen Mitteln verwirklichen, wobei deren Maßgenauigkeit sich jeweils nach dem Einfluss richtet, den diese auf die Qualität des Signals ausüben.

Die Erfindung wird nach dem Lesen der detaillierten Beschreibung einiger keineswegs als einschränkend zu bewertenden Ausführungsbeispiele verständlicher, die in den beigefügten Zeichnungen dargestellt sind:

Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt eines Lagers gemäß einem ersten erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel;

Fig. 2 stellt in einem Halbschnitt in Längsrichtung ein Lager gemäß einem zweiten erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel dar;

Fig. 3 zeigt in einem Halbschnitt in Längsrichtung ein Lager gemäß einem dritten erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel;

Fig. 4 zeigt in einem Ausschnitt eine Seitenansicht des Schutzdeckels gemäß Fig. 1;

Fig. 5 zeigt in einer Draufsicht einen Ausschnitt des Schutzdeckels gemäß Fig. 1; und

Fig. 6 stellt in einem Halbschnitt in Längsrichtung ein Lager gemäß einem vierten erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel dar.

Wie am besten in Fig. 1 zu sehen, gehört zu dem Wälzlager ein stillstehender Außenring 1, dessen Bohrung 2 mit einer Lauffläche 3 versehen ist, und ein umlaufender Innenring 4, dessen zylindrische Außenumfangsfläche 5 mit einer Lauffläche 6 versehen ist. Zwischen der Lauffläche 3 und der Lauffläche 6 ist eine Reihe von Wälzkörpern 7, beispielsweise Kugeln, angeordnet, die durch einen Käfig 8 gehalten werden. Das Wälzlager weist ferner Mittel zum Erfassen der Drehzahl auf, nämlich einen an dem Außenring 1 befestigten Aufnehmer 9 und einen an dem Innenring 4 angebrachten Impulserzeuger 10. Der Aufnehmer 9 kann ein magnetischer Aufnehmer sein, beispielsweise eine Hall-Effekt- Sonde, und wird durch einen aus Kunststoff geformten Signalaufnehmerträger 11 getragen. Der Aufnehmer 9 ist über ein Kabel 12 an nicht gezeigte Mittel zur Verarbeitung der Daten angeschlossen.

Der Signalaufnehmerträger 11 umfasst eine zylindrische Außenumfangsfläche 11a, die sich auf einer durch die Bohrung 2 des Außenrings 1 gebildeten, zylindrischen Referenzfläche zentrieren lässt, und eine der zylindrischen Fläche 11a benachbarte Radialfläche 13, die in der Lage ist, mit der Stirnseite des Randes 14 des Außenrings 1 in Berührung zu kommen. Der Signalaufnehmerträger 11 wird auf diese Weise axial und radial präzise bezüglich des Außenrings 1 positioniert und mittels eines aus dünnem Blech geformten Deckels 15 mit dem Außenring 1 in Berührung stehend gehalten. Der Signalaufnehmerträger 11 kann in axialer Richtung geringfügig elastisch nachgeben, sei es aufgrund seines Aufbaus oder sei es aufgrund des für seine Herstellung verwendeten Materials, beispielsweise einem Elastomer.

Der Deckel 15 weist einen zylindrischen Abschnitt 15a, der den Signalaufnehmerträger 11 umgibt, und einen Abschnitt 16a der zylindrischen Außenumfangsfläche 16 des stillstehenden Rings 1 auf. Der Durchmesser des zylindrischen Abschnitts 16a ist geringer als jener der zylindrischen Fläche 16, so dass sich der Deckel 15 nicht über die zylindrische Fläche 16 schiebt. Der zylindrische Abschnitt 16a und die zylindrische Fläche 16 gehen über eine Ringnut 17 ineinander über, in der Krallen bildenden Ränder 18a von durch Einschneiden des zylindrischen Abschnitts 15a des Deckels 15 gebildeten Zungen 18 Platz finden. Um eine Veränderung der Positionierung zu vermeiden, ist zwischen dem zylindrischen Abschnitt 15a und dem Signalaufnehmerträger 11 ein Zwischenraum vorgesehen.

Der Deckel 15 weist ferner einen radialen Abschnitt 15b auf, der sich an den zylindrischen Abschnitt 15a entgegengesetzt zu den Zungen 18 anschließt und eine Verschiebung des Signalaufnehmers 11 in Richtung der Außenseite des Wälzlagers verhindert. Der Deckel 15 ist aus dünnem Blech in der Weise geformt, dass sich die axiale Elastizität des radialen Abschnitts 15b ausnützen lässt, um eine axiale Kraft auszuüben, die den Signalaufnehmerträger 11 gegen die Stirnseite 14 des stillstehenden Rings 1 drückt. Um dieses Anlegen zu vervollkommnen, ist in der Nähe des zylindrischen Abschnitts 15a bewusst ein schmaler, verbleibender Raum 19 zwischen dem zylindrischen Abschnitt 15 und dem Signalaufnehmerträger 11 sowie zwischen dem radialen Abschnitt 15b und dem Signalaufnehmerträger 11 vorgesehen. Lediglich das dem zylindrischen Abschnitt 15a gegenüberliegende Ende des radialen Abschnitts 15b steht in Berührung mit dem Signalaufnehmerträger 11, um diesen elastisch gegen die Stirnseite 14 zu drücken.

Der Impulserzeuger 10, der magnetisch und aus Kunststoff mit eingebettetem Ferritpulver hergestellt sein kann, ist gegenüber dem Aufnehmer 9 in der Weise angeordnet, dass er zusammen mit dem Aufnehmer 9 einen radialen Luftspalt 20 bildet. Der Impulserzeuger 10 wird durch einen Ring 21 aus dünnem Blech getragen, der einen zylindrischen Abschnitt 21a und einen der radialen Befestigung dienenden Rand 21b aufweist. Der zylindrische Abschnitt 21a des Trägerrings 21 des Impulserzeugers 10 ist auf der zylindrischen Außenumfangsfläche 5 des Innenrings 4 aufgesteckt. Der Innenring 4 ist in axialer Richtung auf der Seite des Impulserzeugers 10 verlängert, um ausreichend Platz für das Aufstecken des Rings 21 zur Verfügung zu stellen.

Das Wälzlager ist mit Dichtungsmitteln ausgestattet, und zwar einer ersten Dichtungseinrichtung 22 aus einem Elastomer, das auf der Außenfläche des freien Randes des radialen Abschnitts 15b des Deckels 15 aufgespritzt ist und eine Lippe 22a aufweist, die mit der zylindrischen Außenfläche 5 des Innenrings 4 gleitend in Berührung steht. Das Wälzlager enthält auf der Seite, die der ersten Dichtungseinrichtung 22 gegenüberliegt, eine zweite Dichtungseinrichtung 23. Die Dichtungseinrichtung 23 ist aus einem Elastomerwerkstoff hergestellt, der auf ein Trägerelement 24 aus Blech aufgespritzt und mit einer Dichtungslippe 23a versehen ist, die mit der zylindrischen Außenfläche 5 des Innenrings 4 in Berührung steht. Das Trägerelement 24 umfasst einen zylindrischen Abschnitt 24a, der auf der Bohrung 2 des Außenrings 1 aufgesteckt ist, und einen radialen Abschnitt 24b.

Im Betrieb ruft der um den Umfang herum abwechselnd mit Nordpolen und Südpolen ausgestattete Impulserzeuger 10 während seiner Drehung eine Änderung des magnetischen Feldes hervor, die durch den Aufnehmer 9 erfasst wird, der diese Änderung des magnetischen Feldes in ein elektrisches Signal umwandelt, das durch das Kabel 12 weitergeleitet wird. Der Signalaufnehmerträger 11 weist einen radialen Kragen 11b auf, der als Stütze für das Kabel 12 dient und durch eine in dem zylindrischen Abschnitt 15a des Deckels 15 vorgesehene Öffnung 15c hindurch in radialer Richtung vorspringt.

Das Kabel 12 verlässt den Signalaufnehmerträger 11 über den radialen Kragen 11b und verbindet den Signalaufnehmerträgers 11 mit dem Signalprozessorsystem.

Die Bohrung 2 des Außenrings 1, die die zylindrische Referenzfläche bildet, auf der der Signalaufnehmerträger 11 zentriert wird, und die zylindrische Außenfläche 5 des Innenrings 4 sind geschliffene Flächen mit sehr genauen geometrischen Maßen, die es erlauben, zwischen dem Aufnehmer 9 und dem Impulserzeuger 10 einen vorgegebenen und konstanten Luftspalt 20 einzuhalten, der demzufolge eine ausgezeichnete Qualität des durch den Aufnehmer 9 bereitgestellten elektrischen Signals gewährleistet. Die umlaufende Haltenut 17 des Deckels 15 lässt sich mit ausreichender Toleranz kostengünstig mittels Drehen herstellen, da sich die Nut nicht auf die Maßgenauigkeit des Luftspalts 20 auswirkt. Die Lippen 22a und 23a der Dichtungseinrichtungen 22 bzw. 23 stehen mit der zylindrischen Außenfläche 5 des Innenrings 4 in Berührung, wodurch eine gute Abdichtung des Wälzlagers gewährleistet ist und damit das Eindringen von Verunreinigungen von Außen sowohl in die Nähe des Aufnehmers 9 und des Impulserzeugers 10 als auch zu den Wälzkörpern 7 hin verhindert wird.

In Fig. 2 wurden die Bezugszeichen der Elemente, die jenen in Fig. 1 ähneln, beibehalten. Der Signalaufnehmerträger 11 umfasst auf der entgegengesetzt zu dessen Radialfläche 14 liegenden Seite einen Sitz 25 in Gestalt einer Ausnehmung, in der eine Dichtungseinrichtung 26 angeordnet ist, die in axialer Richtung durch den radialen Abschnitt 15b des Deckels 15 gehalten wird. Die Dichtungseinrichtung 26 weist einen Metallring 27 auf, der dazu dient, deren Steifigkeit zur erhöhen. Der radiale Abschnitt 15b des Deckels 15 übt in axialer Richtung eine Kraft auf die Dichtungseinrichtung 26. Die Dichtungseinrichtung 26 wird daher zwischen dem radialen Abschnitt 15b des Deckels 15 und dem Signalaufnehmerträger 11 eingespannt. Die Dichtungseinrichtung 26 überträgt die axiale Kraft des radialen Abschnitts 15b des Deckels 15 auf den Signalaufnehmerträger 11, der daher, wie im Falle des Ausführungsbeispiels in Fig. 1, axial gegen die Stirnseite 13 des Außenrings 1 gedrückt wird.

Auf der gegenüberliegenden Seite der Wälzkörper 7 weist das Wälzlager eine zweite Dichtungseinrichtung 28 auf, die identisch zu der Dichtungseinrichtung 26 ist und in einer auf der Bohrung 2 des Außenrings 1 vorgesehenen Ringnut 29 zu befestigen ist. Durch diese Vereinheitlichung der Dichtungseinrichtungen der beiden Seiten des Wälzlagers lassen sich die Herstellungskosten senken. Zu beachten ist, dass die Abschnitte der Dichtungseinrichtungen 26 und 28 mit dem großen Durchmesser geringfügige Unterschiede aufweisen. Dies hat seine Ursache darin, dass die Dichtungseinrichtung 26 zwischen dem Deckel 15 und dem Signalaufnehmerträger 11 eingespannt ist, während die Dichtungseinrichtung 28 ihren Halt in der abgerundet ausgebildeten Ringnut 29 findet, indem sie sich verformt.

In Fig. 3 wurden die Bezugszeichen der Elemente, die denjenigen in den vorangegangenen Figuren ähneln, berücksichtigt.

Der Signalaufnehmerträger 11 wird durch den radialen Abschnitt 15b des Deckels 15 über ein in der Nähe des zylindrischen Abschnitts 15a des Deckels 15 angeordnetes, ringförmiges elastisches Klemmelement 30 gegen die Stirnseite 14 des Außenrings 1 gedrückt. Das in axialer Richtung nachgiebige, elastische Klemmelement 30 ermöglicht es, die Anlage des Signalaufnehmerträger 11 in axialer Richtung gegen die Fläche 14 des Außenrings 1 unabhängig von der Präzision, die für die Herstellung des Deckels 15 und der Ringnut 17 aufgewandt wird, zu gewährleisten.

Das elastische Klemmelement 30 kann ein Ring aus einem Elastomer, eine Tellerfeder oder eine Wellfeder Borelly aus Metall sein. Auf diese Weise lassen sich verhältnismäßig große herstellungsbedingte Toleranzen ausgleichen, bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung einer elastischen axialen Vorspannung, die dazu dient, den Signalaufnehmerträger gegen den Lagerring zu drücken.

Die Stirnseite 14 des Außenrings 1 ist mit einem Präzisionsschliff versehen. Die Öffnung 15c für den Ausgang der Kabelstütze 11b und des Kabels 12 ist in dem radialen Abschnitt 15b des Deckels 15 vorgesehen.

Wie in den Fig. 4 und 5 am besten zu sehen, ist der Schutzdeckel 15 auf dessen zylindrischen Abschnitt 15a mit Zungen 18 versehen, deren Enden 18a radial nach innen gebogen sind, um Halteklammern zu bilden, die geeignet mit der Ringnut 17 zusammenwirken (Fig. 1). Um die Elastizität der Feder 18 zu erhöhen, ist das Ausschneiden von Einbuchtungen 33 in den zylindrischen Abschnitt 15a an den Rändern der Federn vorgesehen. Auf diese Weise vereinfacht sich die Montage des Deckels 15 auf dem stillstehenden Ring 1 des Wälzlagers.

Das in Fig. 6 dargestellte Ausführungsbeispiel ähnelt jenem in Fig. 1, jedoch umfasst hier der Außenring 1 eine zylindrische Außenumfangsfläche 1a, die in radialer Richtung zwischen der Bohrung 2 und dem Abschnitt 16a der Außenumfangsfläche 16 und in axialer Richtung benachbart zu der Stirnseite des Randes 14 angeordnet ist. Der Signalaufnehmerträger 11 weist eine Bohrung 11c auf, die auf der zylindrischen Fläche 1a ihren Sitz findet. Der Signalaufnehmerträger 11 wird in axialer Richtung gegen die Stirnseite 14 gedrückt. Zwischen dem Außenring 1 und dem Signalaufnehmerträger 11 und in radialer Richtung zwischen der Bohrung 11c und dem Abschnitt 16a ist ein verbleibender Zwischenraum 31 vorgesehen, der eine gegenseitige Störung der axialen Anlagestützfläche und der Stirnseite 14 verhindert.

Dieses Ausführungsbeispiel lässt sich beispielsweise für Wälzlager mit geringen Abmessungen verwenden, bei denen der Raum zwischen den Ringen in radialer oder axialer Richtung nicht ausreicht, um eine Zentrierung des Signalaufnehmerträgers in einer Bohrung des Außenrings durchzuführen.

Zufolge der Erfindung wird die Qualität des durch den Aufnehmer an die Prozessoreinheit gelieferten Signals verbessert, und zwar durch exakte Positionierung des Aufnehmers und des Impulserzeugers, der mit den geschliffenen Flächen in Berührung steht.

Wie aus dem vorausgehenden zu ersehen, hat die Präzision der Herstellung der Mittel für die Befestigung und den Halt des Aufnehmers keinen Einfluss auf die endgültige Maßgenauigkeit des Luftspalts zwischen dem Aufnehmer und dem Impulserzeuger, da die besagten Mittel unabhängig von den Mitteln sind, die zur Positionierung des Aufnehmers dienen.

Da die Befestigungs- und Klammermittel keinerlei Anforderungen an die Maßgenauigkeit stellen, lassen sich diese sehr kostengünstig herstellen.


Anspruch[de]

1. Wälzlager, das einen stillstehenden Ring (1), einen umlaufenden Ring (4), eine Reihe von Wälzkörpern (7) zwischen dem stillstehenden Ring (1) und dem umlaufenden Ring (4), ein an dem umlaufenden Ring (4) befestigtes und zu diesem konzentrisches Impulsgebermittel (10), ein Signalaufnehmermittel (9), das mit einem an dem stillstehenden Ring (1) befestigten Signalaufnehmerträger (11) versehen sowie das auf den Impulsgeber (10) ausgerichtet und durch einen schmalen Luftspalt von diesem getrennt ist, wobei dessen Vorbeilauf bei der Drehbewegung von dem Signalaufnehmermittel (9) erfasst wird, und eine Einrichtung aufweist, die den Signalaufnehmerträger (11) an einer Radialfläche des stillstehenden Ringes (1) abstützt, dadurch gekennzeichnet, dass das Signalaufnehmermittel (9) radial auf dem stillstehenden Ring (1) zentriert ist, indem es auf einer axialen, zylindrischen Referenzfläche des Ringes zentriert ist, wobei der Luftspalt radial verläuft und die Vorrichtung einen Deckel (15) aufweist, der den Signalaufnehmerträger (11) umgibt und der an dem stillstehenden Ring (1) dem Signalaufnehmerträger (11) axial gegenüber befestigt ist.

2. Lager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zylindrische Referenzfläche von einer Bohrung des stillstehenden Rings (1) gebildet ist.

3. Lager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zylindrische Referenzfläche von einer zylindrischen Außenumfangsfläche des stillstehenden Ringes (1) gebildet ist.

4. Lager nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zylindrische Referenzfläche geschliffen ist.

5. Lager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es Mittel zur axialen Positionierung des Signalaufnehmerträgers (11) in Gestalt einer Radialfläche (14) des stillstehenden Ringes (1) aufweist.

6. Lager nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Signalaufnehmerträger (11) durch den Haltedeckel (15) an dem stillstehenden Ring (1) axial in Anlage gehalten ist, wobei der Deckel (15) einen zylindrischen Abschnitt (15a), der mit dem stillstehenden Ring (1) zusammenwirkt, und einen radialen Abschnitt (15b) zur Halterung des und Anlage an dem Signalaufnehmerträgers (11) aufweist.

7. Lager nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (15) mit einer umlaufenden Nut (17) im stillstehenden Ring (1) zusammenwirkt.

8. Lager nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das freie Ende des zylindrischen Abschnittes des Deckels (15) in die Nut (17) des stillstehenden Ringes (1) umgebördelt ist.

9. Lager nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das freie Ende des zylindrischen Abschnitts des Deckels (15) mit elastischen Zungen (18) versehen ist, die Krallen bilden und mit der Nut (17) des stillstehenden Ringes (1) zusammenwirken.

10. Lager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Impulsgeber (10) auf einer zylindrischen Fläche (5) des umlaufenden Ringes (4) angeordnet ist.

11. Lager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Signalaufnehmerträger (11) axial elastisch ist.

12. Lager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Dichtungseinrichtung (22) auf den Deckel (15) aufgespritzt ist und gleitend mit einer Anlagefläche des umlaufenden Ringes (4) in Berührung steht.

13. Lager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Dichtungseinrichtung (26) zwischen dem Deckel,(15) und dem Signalaufnehmerträger (11) eingespannt ist und eine Anlagefläche des umlaufenden Ringes (4) gleitend berührt.

14. Lager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es zwei identische Dichtungseinrichtungen aufweist, die auf beiden Seiten der Wälzkörper angeordnet sind.







IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com