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Dokumentenidentifikation DE69712963T2 19.09.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0798589
Titel Akusto-optischer Filter
Anmelder Agilent Technologies, Inc. (n.d.Ges.d.Staates Delaware), Palo Alto, Calif., US
Erfinder Aronson, Lewis B., Los Altos, US
Vertreter Schoppe, Zimmermann, Stöckeler & Zinkler, 81479 München
DE-Aktenzeichen 69712963
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 27.03.1997
EP-Aktenzeichen 973021595
EP-Offenlegungsdatum 01.10.1997
EP date of grant 05.06.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.09.2002
IPC-Hauptklasse G02F 1/125

Beschreibung[de]

Diese Erfindung bezieht sich allgemein auf optische Filter. Insbesondere bezieht sie sich auf Versatzwinkelwandler in akustooptischen abstimmbaren Filtern, um den Pegel der Seitenlappen der Filterantwort zu reduzieren.

Ein theoretisch ideales Bandpaßfilter läßt alle Energie mit einer Frequenz innerhalb eines gewünschten Frequenzbandes durch, und blockiert jede Energie mit einer Frequenz außerhalb des gewünschten Bandes. Aus vielen Gründen können theoretisch ideale Filter in der Praxis nicht erreicht werden. Ein gutes und praktisch realisierbares Filter ist im allgemeinen ein Filter mit einer Antwort, die in dem gewünschten Paßband im wesentlichen flach ist, und die außerhalb des Paßbandes entweder mit ansteigender oder abfallender Frequenz glatt abfällt. Die Antwortkurve eines guten realisierbaren Bandpaßfilters ist in Fig. 1 gezeigt.

Ein akustooptisches Filter ("AOTF") ist ein elektronisch abstimmbares optisches Bandpaßfilter. Elektronisch abstimmbare optische Filter wurden hergestellt, so daß ein einfallender Lichtstrahl mit einer ersten Polarisation durch eine akustische Welle in einem doppelbrechenden Kristall gebeugt wird, um von der ersten Polarisation zu einer zweiten Polarisation des Lichtstrahls für ein ausgewähltes Durchlaßband verschoben zu werden. Die Mittelwellenlänge des Durchlaßbandes dieses Filtertyps ist durch Ändern der Frequenz der akustischen Welle in dem Kristall elektronisch abstimmbar. Volumen-AOTFs, die in Volumenkristallen hergestellt sind und akustische Volumenwellen und ungeleitete optische Strahlen verwenden, haben bereits viele wichtige Anwendungen bei Laser- und Optiksystemen gefunden. Von integrierten AOTFs, bei denen Licht auf einen Wellenleiter begrenzt ist, und die akustische Oberflächenwellen verwenden, wird ebenfalls erwartet, daß dieselben wichtige Anwendungen bei Laser- und Lichtwellenleitersystemen finden, insbesondere bei solchen, die bei modernen Telekommunikationsanwendungen verwendet werden.

Wie es in Fig. 2 gezeigt ist, ist ein integriertes AOTF in einem länglichen Kristallinsubstrat 30, wie z. B. Lithiumniobat (LiNbO&sub3;), hergestellt. Ein optischer Wellenleiter 34 ist in einer oberen Oberfläche des Substrats 30 gebildet, beispielsweise durch Eindiffusion von Titan. Ein Lichtstrahl wird durch eine optische Eingangsfaser 37 in den Wellenleiter 34 gekoppelt. Das Licht breitet sich durch den Wellenleiter 34 und durch eine optische Ausgangsfaser 39 nach außen aus. Ein Strahl einer akustischen Oberflächenwelle wird durch einen Interdigitalwandler 32 in dem Wellenleiter bewirkt. Der Wandler wird durch ein extern erzeugtes elektrisches Signal von einer Signalquelle 35 getrieben. Die Frequenz des Akustikwellenstrahls wird durch die Frequenz des elektrischen Signals bestimmt. Ein Paar akustischer Absorber 38 absorbiert akustisch Energie, die durch den Wandler 34 erzeugt wird.

Der Akustikwellenstrahl bewirkt ein Brechungsindexgitter in den Wellenleiter. Das Gitter koppelt den transversalen elektrischen und den transversalen magnetischen Polarisationsmodus des Lichts, aber nur innerhalb eines schmalen Bandes optischer Wellenlängen. Somit wird innerhalb dieses schmalen Bandes alles Licht, das sich in einem Polarisationsmodus ausbreitet, in den orthogonalen Modus umgewandelt, während außerhalb dieses Bandes der Polarisationsmodus nicht beeinträchtig wird.

Ein erster Polarisator 41, der zu dem ersten Ende des Wellenleiters 34 benachbart ist, blockiert alles ankommende Licht, das sich nicht in einem ersten Polarisationsmodus befindet. Somit wird nur Licht, das in dem ersten Modus polarisiert ist, zu dem Filter zugelassen. Während das Licht durch den Wellenleiter verläuft, wird der Polarisationsmodus von Licht mit einer Wellenlänge innerhalb des schmalen Bandes optischer Wellenlängen in einen zweiten Modus umgewandelt, der orthogonal zu dem ersten Modus ist. Die Polarisation des restlichen Lichtes wird nicht beeinträchtigt. Ein zweiter Polarisator 43 gegenüber dem ersten Polarisator 41 blockiert alles Licht, daß sich nicht in dem zweiten Polarisationsmodus befindet, von dem Ausgang. Somit wird es nur Licht mit einem Polarisationsmodus, der während dem Verlauf durch das Filter umgewandelt wurde, ermöglicht, aus dem Filter auszutreten. Es ist kein Ausgangsziel gezeigt, aber es ist offensichtlich, daß das ausgegebene Licht schließlich zu einem Benutzer oder einem optischen Gerät irgendeines Typs geliefert wird.

Das AOTF läßt Licht mit einer Wellenlänge in dem Band durch, das durch den Akustikwellenstrahl bestimmt ist, und blockiert anderes Licht. Somit dient das AOTF als Bandpaßfilter. Die Mittenfrequenz des Durchlaßbandes kann durch Ändern der Frequenz des elektrischen Signals abgestimmt werden, das den Wandler treibt.

Leider ist die Frequenzantwort eines AOTF nicht wie die eines guten Bandpaßfilters, wie es in Fig. 1 gezeigt ist. Statt dessen ist die Frequenzantwort eines AOTF durch unerwünschte Seitenlappen bzw. Nebenkeulen gekennzeichnet. Bei einem idealen gleichmäßigen Einstufen-AOTF sind die Seitenlappen allgemein weniger als 9,3 dB unterhalb der Mittenfrequenz. Eine Antwortkurve eines typischen AOTF, die die Seitenlappen zeigt, ist in Fig. 3 vorgesehen.

Eine Anzahl von Techniken wurden für die Reduzierung von Seitenlappen vorgeschlagen. Das Anordnen von mehreren Abschnitten in Kaskaden wurde als ein Möglichkeit zum Reduzieren von Seitenlappen vorgeschlagen. Falls zwei AOTF- Abschnitte verwendet werden, können die Seitenlappen auf etwa 19 dB unterhalb der Mittenfrequenz reduziert werden. Die Technik erfordert das Einschließen eines integrierten Polarisators zwischen die Filterabschnitte und führt zu einem breiteren Filterdurchlaßband als ein Ein-Filter-AOTF mit äquivalenter Wellenleiterlänge.

Ein weiteres Verfahren zum Reduzieren von Seitenlappenpegeln ist es, das akustische Koppeln entlang der Länge des AOTF zu reduzieren. Ein Schema, das Richtungskoppler umfaßt, wurde durch Smith u. a., Applied Physics, Band 61, Seite 1025 (1992) beschrieben, das zu einer erhöhten akustischen Kosinuswechselwirkung führt, und theoretisch in der Lage ist, Seitenlappen auf 17,5 dB unterhalb der Mittenfrequenz pro AOTF-Abschnitt zu reduzieren. Diese Technik hat den Nachteil, daß sie die 3-dB-Durchlaßbandbreite um einen Faktor von etwa 1,4 und die erforderliche akustische Leistung beinahe um das Vierfache erhöht.

Schließlich haben Trutna u. a., Optical Letters, 18, Seite 1721 (1993) eine Technik zum Verwenden gesteuerter Doppelbrechung beschrieben, um die Phasenfehlanpassung als eine Funktion der Länge zu variieren. Diese Technik erfordert zwei AOTF-Abschnitte und ist in der Lage, Seitenlappen auf 30 dB unterhalb der Mittenfrequenz zu reduzieren.

Alle der obigen Techniken erfordern zusätzliche Verarbeitungsschritte und erfordern zusätzliche Kosten bei der Bildung des AOTF. Es ist wünschenswert, in der Lage zu sein, den Pegel der Seitenlappen in der AOTF-Frequenzantwort zu reduzieren, ohne bei der Bildung des AOTF zusätzliche Verarbeitungsschritte hinzuzufügen.

Die vorliegende Erfindung ist ein AOTF-Ausführungsbeispiel, das eine Reduzierung bei dem Pegel der Seitenlappen liefert. Das Ausführungsbeispiel erfordert keine zusätzlichen Schritte bei der Herstellung des AOTF und kann ohne zusätzliche Kosten erhalten werden.

Die EP-A-0701159 offenbart ein akustooptisches Filter, das eine Basis aus akustooptischem Material umfaßt, die angepaßt ist, um einen ankommenden Lichtstrahl zu empfangen, wobei die Basis einen optischen Wellenleiter umfaßt, der die Basis entlang einer optischen Achse überquert, und einen Wandler, der auf ein elektrisches Signal anspricht, um einen Akustikwellenstrahl in der Basis zu bewirken, wobei der Akustikwellenstrahl von dem Wandler entlang einer Akustikwellenstrahlachse ausstrahlt, und der Akustikstrahl wirksam ist, um den Polarisationsmodus von Licht, das sich durch den Akustikwellenstrahl ausbreitet, zu ändern, und eine Frequenz innerhalb eines optischen Frequenzbandes aufweist, das durch die Frequenz des Akustikwellenstrahls und die optischen Eigenschaften der Basis definiert ist, aber nicht, um den Polarisationsmodus von Licht mit einer Frequenz außerhalb des optischen Frequenzbandes zu ändern, wobei der Wandler eine Mitte aufweist, die zu einer Seite der optischen Achse versetzt ist, und die Akustikwellenstrahlachse die optische Achse unter einem schiefen Winkel kreuzt. Die Einführung von Anspruch 1 entspricht im allgemeinen der Offenbarung dieses Dokuments.

Die GB-A-2117527 offenbart ein akustooptisches Element, bei dem ein Lichtstrahl im Polarisationsmodus umgewandelt wird, während er gebeugt wird.

Gemäß der vorliegenden Erfindung ist ein akustooptisches Filter geschaffen, das folgende Merkmale umfaßt:

eine Basis aus akustooptischem Material, die angepaßt ist, um einen ankommenden Lichtstrahl zu empfangen, wobei die Basis einen optischen Wellenleiter umfaßt, der die Basis entlang einer optischen Achse überquert;

einen Wandler, der auf ein elektrisches Signal anspricht, um einen Akustikwellenstrahl in der Basis zu bewirken, wobei der Akustikwellenstrahl von dem Wandler entlang einer Akustikwellenstrahlachse ausstrahlt, und der Akustikwellenstrahl wirksam ist, um den Polarisationsmodus von Licht, das sich durch den Akustikwellenstrahl ausbreitet zu ändern, und eine Frequenz innerhalb eines optischen Frequenzbandes aufweist, das durch die Frequenz des Akustikwellenstrahls und die optischen Eigenschaften der Basis definiert ist, aber nicht, um den Polarisationsmodus von Licht mit einer Frequenz außerhalb des optischen Frequenzbandes zu ändern, wobei der Wandler eine Mitte aufweist, die zu einer Seite der optischen Achse versetzt ist, und die Akustikwellenstrahlachse die optische Achse unter einem schiefen Winkel kreuzt; und

eine Akustikabsorbiereinrichtung, die auf der Basis an der gleichen Seite der optischen Achse wie die Mitte des Wandlers positioniert ist;

dadurch gekennzeichnet, daß die Akustikabsorbiereinrichtung nicht über dem optischen Wellenleiter positioniert ist, und angeordnet ist, um akustische Wellen zu absorbieren, die von dem Wandler ausstrahlen, die die optische Achse nicht kreuzen.

Andere Aspekte und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden von der folgenden detaillierten Beschreibung offensichtlich werden, in Verbindung mit den beiliegenden Zeichnungen, die beispielhaft die Prinzipien der Erfindung darstellen.

Fig. 1 zeigt die Frequenzantwort eines realisierbaren Bandpaßfilters mit guter Qualität.

Fig. 2 zeigt ein herkömmliches Ausführungsbeispiels eines AOTF.

Fig. 3 zeigt eine Durchlaßbandfilterantwort mit Seitenlappen.

Fig. 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel dieser Erfindung, bei dem der Wandler gedreht und verschoben wurde, um Seitenlappenpegel zu reduzieren und das Durchlaßband zu verbessern.

Fig. 5 zeigt den Querschnitt der Strahlintensität eines abgestuften Akustikwellenstrahls des in Fig. 4 gezeigten Ausführungsbeispiels.

Fig. 6 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel dieser Erfindung, bei dem die Wandlerfinger bearbeitet wurden, um die Intensität des Akustikwellenstrahls abzuschrägen.

Fig. 7 zeigt den Querschnitt der Strahlintensität eines abgestuften Akustikwellenstrahls des in Fig. 6 gezeigten Ausführungsbeispiels.

Wie es in den Zeichnungen zu Darstellungszwecken gezeigt ist, ist die Erfindung in einem AOTF-System enthalten. Das AOTF-System gemäß der Erfindung liefert ein besseres optisches Signaldurchlaßbandfilterverhalten als bisher möglich.

Fig. 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel dieser Erfindung. Eine Basis 30 aus akustooptischem Material ist angepaßt, um einen ankommenden Lichtstrahl zu empfangen. Ein erster Polarisator 41, der zu dem ersten Ende des Wellenleiters 34 benachbart ist, blockiert alles ankommende Licht, das sich nicht in einem ersten Polarisationsmodus befindet. Der Polarisator 41 ist nicht erforderlich, falls der ankommende Lichtstrahl bereits in dem erstem Modus polarisiert ist. Die Basis 30 umfaßt einen optischen Wellenleiter 34, der die Basis 30 entlang einer optischen Achse 42 überquert. Ein Wandler 32 spricht auf ein elektrisches Signal von einer Signalquelle 35 an, um einen Akustikwellenstrahl 36 in der Basis 30 zu bewirken. Der Akustikwellenstrahl 36 strahlt von dem Wandler 32 entlang einer Akustikwellenstrahlachse 45 aus. Der Akustikwellenstrahl 36 ist wirksam, um den Polarisationsmodus von Licht zu ändern, das sich durch den Akustikwellenstrahl 36 ausbreitet und eine Frequenz innerhalb eines optischen Frequenzbandes aufweist, das durch die Frequenz des Akustikwellenstrahls 36 und die optischen Eigenschaften der Basis 30 definiert ist, aber nicht, um den Polarisationsmodus von Licht mit einer Frequenz außerhalb des optischen Frequenzbandes zu ändern. Der Polarisationsmodus allen Lichts mit einer Frequenz innerhalb der optischen Frequenz wird in einen zweiten Modus umgewandelt, der orthogonal zu dem ersten Modus ist. Die Polarisation des restlichen Lichtes wird nicht beeinträchtigt. Ein zweiter Polarisator 43 gegenüber dem ersten Polarisator 41 blockiert alles Licht, das sich nicht in dem zweiten Polarisationsmodus befindet, von dem Ausgang. Somit wird es nur Licht mit einem Polarisationsmodus, der während dem Verlauf durch das Filter umgewandelt wurde, ermöglicht, aus dem Filter auszutreten. Der Wandler 32 weist eine Mitte 47 auf, die zu einer Seite der optischen Achse 42 versetzt ist und die Akustikwellenstrahlachse 45 kreuzt die optische Achse 42 unter einem schiefen Winkel 48.

Der Vorteil dieser Anordnung liegt darin, daß die akustische Leistung des Akustikwellenstrahls 36 auf und dann weg von dem Wellenleiter verläuft, wodurch eine sehr unaufwendige Form der Amplitudenapodisation geliefert wird, die die Seitenlappenpegel reduziert. (Apodisation ist ein Standardbegriff auf dem Gebiet der Abbildungsoptik, der anzeigt, daß eine Pupillenfunktion geeignet modifiziert wird, um sekundäre Maxima teilweise zu unterdrücken. Der Begriff wurde in dem Gebiet der Gekoppelte-Welle-Theorie für Filter angepaßt, die bei der Analyse von ATOF verwendet wird, um Modifikationen der Amplitude oder der Phasenkopplungskonstanten zum Zweck des Unterdrückens von sekundären Maxima bei der Filterfunktion anzuzeigen.) Experimentell erzielen AOTF, bei denen der Wandler 32 versetzt und gedreht ist, Seitenlappenpegel, die etwa 2 dB niedriger sind als die Seitenlappen von AOTFs, bei denen der Wandler 32 nicht von dem Wellenleiter versetzt ist. Diese Menge an Seitenlappenreduzierung kann klein erscheinen, kann aber in der Realität den Ertrag von AOTF wesentlich erhöhen, die mit spezifischen Leistungscharakteristika hergestellt werden müssen.

Experimentell sind die Nachteile dieser Erfindung sehr gering. Das AOTF-Ausführungsbeispiel dieser Erfindung erfordert eine etwas höhere Menge an akustischer Leistung und das Durchlaßband des Filters ist leicht erhöht.

Metallstrukturen wie der Wandler 32, die über dem Wellenleiter 34 gebildet sind, neigen dazu, den optischen Verlust des Wellenleiters 34 zu erhöhen. Daher reduziert das Versetzen des Wandlers 32, so daß der Wandler 32 nicht über dem Wellenleiter 34 positioniert ist, den optischen Verlust des Wellenleiters 34. Dies ist insbesondere nützlich bei Mehrfachkreis-AOTF, die zwei oder drei Wandler aufweisen. Die Metallstrukturen der mehreren Wandler, die über dem Wellenleiter 34 gebildet sind, können optische Verluste von bis zu 2-3 dB bewirken.

Der Wandler 32 strahlt eine akustische Vorwärtswelle und eine akustische Rückwärtswelle aus. Es ist beabsichtigt, daß die akustische Vorwärtswelle mit dem optischen Lichtstrahl, der den Wellenleiter 34 nach unten verläuft, in Wechselwirkung tritt. Die akustische Rückwärtswelle wird durch den akustischen Absorber 38 absorbiert. Falls der Wandler 32 über dem Wellenleiter 34 positioniert ist, tritt die akustische Rückwärtswelle ebenfalls mit dem optischen Lichtstrahl in Wechselwirkung. Die akustische Rückwärtswelle unterzieht die Frequenz des optischen Strahls einer Doppler-Verschiebung. Die akustische Vorwärtswelle unterzieht die Frequenz des optischen Strahls ebenfalls einer Doppler-Verschiebung, aber in der entgegengesetzten Richtung wie die akustische Rückwärtswelle. Als Folge weist der gefilterte optische Strahl an dem Ausgang des AOTF ungewünschte Harmonische der Grundfrequenz des nicht gefilterten optischen Strahls an dem Eingang des AOTF auf.

Indem der Wandler 32 nicht physisch über dem Wellenleiter 34 positioniert wird, kann der akustische Absorber 38, der zu dem Wandler 32 benachbart ist, ebenfalls so positioniert werden, daß der akustische Absorber 38 sich nicht physisch über dem Wellenleiter 34 befindet. Der akustische Absorber 38 erhöht seine Temperatur, während der akustische Absorber 38 die akustische Welle absorbiert, die durch den Wandler 32 bewirkt wird. Falls der akustische Absorber über dem Wellenleiter 34 positioniert ist, dann werden Wärmegefälle auf dem Substrat gebildet, wo der Wellenleiter 34 gebildet wurde. Die Wärmegefälle ändern die Phasenanpassung des Wellenleiters 34, was die Seitenlappen der AOTF- Frequenzantwort erhöht.

Das Ausmaß, mit dem Amplitudenapodisation in dem AOTF auftritt, korreliert stark mit der Querschnittsintensität des Akustikwellenstahls 36, der durch den Wandler 32 gebildet wird. Der in Fig. 4 gezeigte Wandler 32 weist eine etwa rechteckige Akustikwellenstrahl-Querschnittsintensität auf. Fig. 5 zeigt eine Annäherung des Querschnitt der Intensität des Akustikwellenstrahls 36, der durch den in Fig. 4 gezeigten Wandler 32 gebildet wird.

Fig. 6 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel dieser Erfindung. Bei diesem Ausführungsbeispiel wurden die Finger 62 des Wandlers 32 in der Länge geändert, und die Ausrichtung der einzelnen Fingern bezüglich zueinander wurde variiert. Durch Durchführen dieser Änderungen und Varianten bei den Fingern 62 kann der Querschnitt der Intensität des Akustikwellenstrahls, der durch den Wandler 32 erzeugt wird, manipuliert werden. Techniken zum Manipulieren der Intensität der Akustikwellenstrahlen, die von einem Wandler auf einem Substrat ausstrahlen, sind in dem Bereich der akustischen Oberflächenwellen-Filter (SAW-Filter) gut entwickelt.

Fig. 7 zeigt den Querschnitt der Intensität des Akustikwellenstrahls, der durch den Wandler 32 von Fig. 6 erzeugt wird. Die Form dieses Querschnitts ist gradueller als der in Fig. 5 gezeigte Querschnitt. Dieser Querschnitt ist von einer Gauß-artigen Form. Während dieser Akustikwellenstrahl 36 den Wellenleiter 34 kreuzt, wird die akustooptische Interaktion entlang der Länge des Wellenleiters 34 glatt ansteigen und abfallen, was zu einer Seitenlappenreduzierung der AOTF-Filterfrequenzantwort führt.


Anspruch[de]

1. Ein akustooptisches Filter, das folgende Merkmale umfaßt:

eine Basis (30) aus akustooptischem Material, die angepaßt ist, um einen ankommenden Lichtstrahl zu empfangen, wobei die Basis (30) einen optischen Wellenleiter (34) umfaßt, der die Basis (30) entlang einer optischen Achse (42) überquert;

einen Wandler (32), der auf ein elektrisches Signal anspricht, um einen Akustikwellenstrahl (36) in der Basis (30) zu bewirken, wobei der Akustikwellenstrahl (36) von dem Wandler (32) entlang einer Akustikwellenstrahlachse (45) ausstrahlt, und der Akustikwellenstrahl (36) wirksam ist, um den Polarisationsmodus von Licht, das sich durch den Akustikwellenstrahl (36) ausbreitet, und eine Frequenz innerhalb eines optischen Frequenzbandes aufweist, das durch die Frequenz des Akustikwellenstrahls (36) und die optischen Eigenschaften der Basis (30) definiert ist, zu ändern, aber nicht den Polarisationsmodus von Licht mit einer Frequenz außerhalb des optischen Frequenzbandes zu ändern, wobei der Wandler (32) eine Mitte aufweist, die zu einer Seite der optischen Achse versetzt ist, und die Akustikwellenstrahlachse (45) die optische Achse (42) unter einem schiefen Winkel (48) kreuzt; und

eine Akustikabsorbiereinrichtung (38), die auf der Basis (30) auf der gleichen Seite der optischen Achse (42) wie die Mitte des Wandlers (32) positioniert ist;

dadurch gekennzeichnet, daß die Akustikabsorbiereinrichtung (38) nicht über dem optischen Wellenleiter (34) positioniert ist, und angeordnet ist, um akustische Wellen zu absorbieren, die von dem Wandler (32) ausstrahlen, die die optische Achse (42) nicht kreuzen.

2. Das akustooptische Filter gemäß Anspruch 1, bei dem der Wandler (32) einen äußeren Umfang aufweist, der zu einer Seite der optischen Achse (42) versetzt ist.

3. Das akustooptische Filter gemäß Anspruch 1 oder 2, bei dem der Wandler (32) eine Mehrzahl von Fingern (62) aufweist, und die Finger (62) konfiguriert sind, so daß der Akustikwellenstrahl (36), der von dem Wandler (32) ausstrahlt, eine Querschnittsamplitude aufweist, die stufig ist.

4. Das akustooptische Filter gemäß Anspruch 1 oder 2, bei dem der Wandler (32) eine Mehrzahl von Fingern (62) aufweist, und die Finger (62) konfiguriert sind, so daß der Akustikwellenstrahl (36), der von dem Wandler (32) ausstrahlt, eine Querschnittsamplitude aufweist, die abgeschrägt ist.

5. Das akustooptische Filter gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die optische Achse (42) einen Mittelpunkt aufweist, und der Akustikwellenstrahl (36) die optische Achse (42) an dem Mittelpunkt kreuzt.







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