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Dokumentenidentifikation DE69803347T2 19.09.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0906723
Titel Spielzeug für Hunde
Anmelder Huettner, Mark E., Cave Creek, Ariz., US
Erfinder Huettner, Mark E., Cave Creek, Ariz., US
Vertreter Wächtershäuser, G., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 80331 München
DE-Aktenzeichen 69803347
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, IT, LI, NL
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 06.10.1998
EP-Aktenzeichen 981188808
EP-Offenlegungsdatum 07.04.1999
EP date of grant 02.01.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.09.2002
IPC-Hauptklasse A01K 15/02
IPC-Nebenklasse B29C 45/14   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Spielzeug, insbesondere ein Spielzeug für Hunde.

US-A 3,104,648 und US-A 5,191,856 beschreiben ein Spielzeug für Tiere in Form einer Hantel. US-A 4,133,296 beschreibt ein Baumwollspielzeug für Tiere.

Ein hantelförmiges Spielzeug für Hunde wird bereitgestellt, das zwei aus Tennisbällen gebildete Endstücke aufweist. Die Tennisbälle sind mit einem Querstück verbunden. An beiden Enden des Querstücks können Pfannen vorgesehen sein, in die die Tennisbälle eingefügt sind.

Im Folgenden wird das Spielzeug für Hunde anhand von Figuren beschrieben.

Fig. 1 ist eine Draufsicht, Frontalansicht und linke Ansicht eines Spielzeugs für Hunde gemäß der Erfindung.

Fig. 2 ist eine Draufsicht von Fig. 1, wobei die Unteransicht ein Spiegelbild der Draufsicht ist.

Fig. 3 ist eine Frontalansicht, wobei die Unteransicht ein Spiegelbild der Frontalansicht ist.

Fig. 4 ist eine Ansicht von rechts.

Fig. 5 ist eine Ansicht von links.

Das in den Fig. 1 bis 5 gezeigte hantelförmige Spielzeug für Hunde umfasst ein Querstück (1) mit einer Pflanne (2, 3) an beiden Enden. In jede Pfanne wird ein Tennisball eingefügt und mit ihr verbunden. Vorzugsweise werden die Tennisbälle so eingefügt, dass die Draufsicht gemäß Fig. 2 das Spiegelbild der Frontalansicht von Fig. 3 ist. Querstück (1) kann flach sein. Im Allgemeinen ähnelt das hantelförmige Spielzeug für Hunde einem Knochen.

Das Spielzeug für Hunde weist in Kombination die folgenden Vorteile auf:

(1) Das Spielzeug für Hunde weist die Form eines Knochens auf.

(2) Die weichen Tennisbälle sind bei Hunden beliebte Kauobjekte.

(3) Die Tennisbälle können wenn nötig ersetzt werden.

(4) Das Spielzeug für Hunde kann wegen seiner Größe nicht einmal von großen Hunden verschluckt werden.

(5) Zwei Hunde können mit ihm gleichzeitig spielen.

(6) Das Spielzeug für Hunde kann zum Aportieren benutzt werden.

(7) Das Spielzeug für Hunde kann leicht aus dem Maul des Hundes genommen werden.

(8) Das Spielzeug für Hunde zeigt aufregende Dreh- und Wobbelbewegungen, wenn es geworfen wird.

(9) Das Spielzeug für Hunde springt nicht vorhersehbar.

(10) Das Spielzeug für Hunde findet schnell seine Ruhelage ohne viel zu rollen.

(11) Das Spielzeug für Hunde schwimmt auf Wasser.

Die Tennisbälle können gefärbt oder fluoreszierend sein. Das Querstück kann aus Plastik sein und auf geeignete Art beschichtet, gefärbt und/oder parfümiert sein.

Diese Erfindung betrifft auch thermoplastisches Spielzeug für Hunde mit Tennisbällen umfassend flexible, hohle Objekte, die unter Druck gesetzt werden können aber nicht müssen und ein Spritzgussverfahren zur Herstellung solchen Spielzeugs für Hunde. Eine wichtige Eigenschaft des neuen Verfahrens ist die Möglichkeit, Tennisbälle umfassend hohle, flexible Objekte an dem thermoplastischen Körper des Spielzeugs für Hunde zu befestigen.

Verschiedene Arten thermoplastischer Produkte aus Spritzguss sind bekannt, die verschiedene Arten von getrennt hergestellten Objekten enthalten. Einige dieser enthaltenen Objekte werden an den thermoplastische Körper mit Hilfe von Adhäsiven wie Urethanen, Cyanoacrylaten usw. befestigt. Andere nichtplastik, nicht unter Druck stehende, feste Objekte werden mitunter in eine Spritzgussform so eingebracht, dass das geschmolzene Plastik um einen Teil des Objekts herumfließen kann, so dass das Objekt eingeschlossen und in dem Produkt an Ort und Stelle gehalten wird. Die Verwendung vn Adhäsiven für das Verbinden ist im Allgemeinen wegen ökologischer Bedenken unerwünscht, und die Einschließmethode ist häufig unpraktisch, da es die Designmöglichkeiten einschränkt.

Das Gieß- und Befestigungsverfahren dieser Erfindung ist im Stand der Technik nicht bekannt als Verfahren zum Befestigen flexibler, hohler Objekte an einen thermoplastischen Körper.

Diese Erfindung betrifft ein Guss- und Befestigungsverfahren zum Einfügen von Tennisbällen umfassend hohle, flexible Objekte in einen thermoplastischen Spritzgusskörper sowie die mit diesem Verfahren hergestellten Produkte.

Es ist deshalb eine Aufgabe dieser Erfindung, ein neues und verbessertes Verfahren zum Einfügen von Tennisbällen umfassend hohle, flexible Objekte in einen gegossenen Plastikkörper bereitzustellen.

Es ist eine weitere Aufgabe dieser Erfindung, ein solches neues und verbessertes Verfahren bereitzustellen, das eine verlässliche Befestigung der Tennisbälle umfassend hohle, flexible Objekte an dem Plastikkörper bewirkt ohne die Verwendung von Adhäsiven und ohne die Verwendung des Einschließens als Befestigungsmethode.

Eine weitere Aufgabe dieser Erfindung ist es, ein solches neues und verbessertes Gieß- und Befestigungsverfahren bereitzustellen, das die gewünschte Bindewirkung gleichzeitig und zusammen mit dem Spritzgussvorgang, bei dem der Gusskörper geformt wird, erreicht.

Eine weitere Aufgabe dieser Erfindung ist es, ein solches neues und verbessertes Gieß- und Befestigungsverfahren bereitzustellen, das einen Tennisball verlässlich an einen thermoplastischen Körper bindet.

Eine weitere Aufgabe dieser Erfindung ist es, ein neues Spielzeug für einen Hund durch die Anwendung des verbesserten Spritzguss- und Befestigungsverfahrens dieser Erfindung bereitzustellen.

Weitere Aufgaben und Vorteile dieser Erfindung werden im weiteren Verlauf dieser Beschreibung klar werden. Auf die Neuheitsmerkmale, die die Erfindung kennzeichnen, wird insbesondere in den Patentansprüchen, die ein Teil der Beschreibung bilden, hingewiesen.

Die vorliegende Erfindung kann einfacher anhand der begleitenden Figuren beschrieben werden.

Fig. 6 ist eine perspektivische Ansicht eines Produktes in Form eines Spielzeugs für einen Hund, wobei das Spielzeug mit dem Spritzguss- und Befestigungsverfahren dieser Erfindung hergestellt wurde.

Fig. 7 ist eine Vorderansicht von Fig. 1.

Fig. 8 is ein Querschnitt von Fig. 2 entlang der Linie 3-3.

Fig. 9 ist ein Querschnitt, der das Produkt der Fig. 1 bis 3 zeigt, wie es in einer Form gemäß des verbesserten Guss- und Befestigungsverfahrens dieser Erfindung hergestellt wird.

Unter Bezugnahme auf die Bezugszeichen zeigen die Fig. 1 bis 3 ein Spielzeug (10) für einen Hund, wobei das Spielzeug für die Produktart steht, die unter Verwendung des Spritzguss- und Befestigungsverfahrens dieser Erfindung hergestellt werden kann.

Wie in den Figuren gezeigt, umfasst das Spielzeug 10 ein zentrales Querstück (11) mit an jedem Ende befestigten Tennisbällen (12), wobei die Gesamterscheinung die eines Knochens mit einem Gelenkstück an jedem Ende ist.

Das Querstück (11), das aus stabilem, nicht brüchigem, elastomeren, thermoplastischen Material besteht, weist eine zentrale Spanne (13) mit einem Querschnitt auf, der sich einem abgeflachten Oval annähert. Jedes Ende der Spanne (13) endet in einer Pfanne (14), wobei die Pfanne und die angefügte Spanne (13) einer Sektschale mit ihrem Stil ähneln. Die Pfanne (14) hat eine innere sphärische Oberfläche, die derjenigen des Tennisballs (12) entspricht, so dass der Tennisball eng in die Pfanne passt, wie deutlicher in Fig. 8 gezeigt ist.

Spielzeug (10) ist zur Verwendung als Objekt zum Apportieren durch den Hund gedacht. Ein Hund, der gelernt hat, einen Ball zu apportieren, wird auch dieses Spielzeug aportieren, und kann so trainiert werden, dass er das Querstück (11) anstatt einen der Tennisbälle fasst, so dass die Tennisbälle frei vom Speichel des Hundes bleiben und zum Anfassen durch den Hundehalter. Die Verwendung von Tennisbällen ergibt ein lebhaftes Spielzeug, das beim Werfen hüpft und schwimmt, wenn es in ein Wasserbecken oder in einen See geworfen wird, was für den Hund attraktiv ist und dem Apportierspiel weiteres Vergnügen verleiht.

Das Verfahren, durch das das Spielzeug (10) gemäß dem erfindungsgemäßen verbesserten Spritzguss- und Befestigungsverfahrens hergestellt wird, wird in dem vereinfachten Diagramm von Fig. 9 illustriert.

Fig. 9 ist ein Querschnitt, der einen Formapparat (20) zeigt, wie er zur Herstellung des Spielzeugs (10) eingesetzt wird. Wie gezeigt sind die beiden Tennisbälle (12) bereits für das Spritzgussverfahren in Stellung. Fig. 9 zeigt den Querschnitt in der Gegend der Trennfläche der Form.

Wie Fig. 9 zeigt, schließt eine temperaturkontrollierte Form (21) einen Hohlraum (22) ein, in den das geschmolzene thermoplastische Material eingespritzt wird. Form (21) umschließt die Oberfläche des Hohlraums (22), die der im fertigen Produkt exponierten Oberfläche des Querstücks (11) entspricht. Die runden Öffnungen (23) auf der rechten und der linken Seite der Form (Fig. 9) sind von den Tennisbällen (12) ausgefüllt. Die Tennisbälle werden von den Andrückblöcken (24) fest gegen die Öffnungen (23) gedrückt. Die Andrückblöcke werden in Richtung der Pfeile (25) gepresst.

Bei vollständigem Verschluss des Hohlraums (22) wird ein geschmolzenes thermoplastisches Material, vorzugsweise ein thermoplastisches Polyurethanelastomer mit einem Härtegrad (Durometer) zwischen 83 A und 90 A durch den Einfüllschlauch (28) aus Plastik in die temperaturkontrollierte Form durch die Wasserkammer (29) hindurch eingespritzt. Beim Füllen des Hohlraums (22) durchdringt das geschmolzene thermoplastische Material die fasrige Beschichtung (26) der Tennisbälle (12), wodurch die Fasern vollständig eingeschlossen werden und das Material an die Fasern und die flexiblen elastischen Körper der Tennisbälle, an die die fasrige Beschichtung gebunden ist, bindet.

Nach Beenden des Einspritzvorgangs lässt man das eingespritzte Material abkühlen und erhärten. Dann wird die Form geöffnet und das fertige Produkt entnommen.

In Übereinstimmung mit der Aufgabe dieser Erfindung wird so in einem Verfahrensschritt gegossen und befestigt, wobei die Befestigung ohne die Verwendung von Adhäsiven und ohne körperliches Einschließen erreicht wird.

Es sollte erwähnt werden, dass der Tennisball ein bewegliches Objekt wie z. B. ein Glöckchen (27) in seinem hohlen Inneren enthalten kann, um Lärm zu verursachen, der den Hund anregt.

Weiterhin kann das erfindungsgemäße Produkt als Spielzeug für Kinder oder für therapeutische Zwecke verwendet werden.


Anspruch[de]

1. Hantelförmiges Spielzeug für Hunde (10) mit zwei von Tennisbällen (12) gebildeten Endstücken.

2. Verfahren zur Herstellung eines hantelförmigen Spielzeugs für Hunde gemäß Anspruch 1, das Tennisbälle (12) enthält, die in einen thermoplastischen Spritzgusskörper eingefügt und an diesen befestigt sind, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:

- Anklemmen der Tennisbälle (12) gegen eine oder mehrere geeignet angeordnete Öffnungen in einer temperaturkontrollierten Form (21), so dass der Oberflächenbereich der Tennisbälle, der befestigt werden soll, einen Teil der inneren Oberfläche der Form bildet und dem eingespritzten thermoplastischen Material ausgesetzt ist,

- Einspritzen eines geschmolzenen thermoplastischen Materials in die Form (21),

- Abkühlen und Erhärten des thermoplastischen Materials, Öffnen der Form (21) und

- Entnehmen des fertigen hantelförmigen Spielzeugs für Hunde (10).

3. Das Verfahren gemäß Anspruch 2, wobei die Tennisbälle (12) hohle, flexible, intern unter Druck setzbare Objekte umfassen.

4. Das Verfahren gemäß Anspruch 2, wobei das thermoplastische Material ein thermoplastisches Polyurethanelastomer mit einem Härtegrad (Durometer) zwischen 83 A und 90 A ist.

5. Das Verfahren gemäß Anspruch 3, wobei die hohlen, flexiblen, intern unter Druck setzbaren Objekte fasrige äußere Oberflächen haben, die das geschmolzene thermoplastische Material aufnehmen und die Bindungswirkung verstärken.

6. Das Verfahren gemäß Anspruch 3, wobei

- die temperaturkontrollierte Form (21) die äußere Oberfläche des thermoplastischen Körpers des fertigen hantelförmigen Spielzeugs für Hunde ausbildet,

- die geeignet angeordneten Öffnungen dem geschmolzenen thermoplastischen Material erlauben, über die Oberflächen der hohlen, flexiblen, intern unter Druck setzbaren Objekte zu fließen, die an dem thermoplastischen Körper befestigt werden sollen, und

- das thermoplastische Material die exponierten Oberflächen der hohlen, flexiblen, intern unter Druck setzbaren Objekte befestigt, wenn das thermoplastische Material abkühlt und erhärtet.

7. Das gemäß eines der Ansprüche 2 bis 6 hergestellte hantelförmige Spielzeug für Hunde (10), das einen thermoplastischen Körper aufweist umfassend ein zentrales Querstück (1; 11) mit Pfannen (2, 3; 14) an beiden Enden zur Aufnahme und Befestigung der beiden Tennisbälle (12), wobei das Spielzeug zur Verwendung als Apportiergegenstand für einen Hund gedacht ist.

8. Das Spielzeug (10) gemäß Anspruch 7 in Kombination mit einem Geräuschmacher enthalten in einem der Tennisbälle.

9. Verwendung des Spielzeugs (10) gemäß Anspruch 8 als Spielzeug für Kinder.







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