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Dokumentenidentifikation DE69804225T2 19.09.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 1007247
Titel VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUM STRANGGIESSEN VON METALLEN MIT KOKILLEN-AUFSATZ
Anmelder Ascométal, Immeuble "La Pacific", Puteaux, FR;
SOLLAC Immeuble "La Pacific", Puteaux, FR;
Ugine-Savoie Imphy, Ugine, FR;
Société Anonyme des Forges et Aciéries de Dilling, 66763 Dillingen, DE
Erfinder PERRIN, Eric, F-57000 Metz, FR;
SALARIS, Cosimo, F-57150 Montigny-lès-Metz, FR;
WEISSELDINGER, Edouard, F-57730 Rombas, FR
Vertreter Viering, Jentschura & Partner, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69804225
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 21.07.1998
EP-Aktenzeichen 989402920
WO-Anmeldetag 21.07.1998
PCT-Aktenzeichen PCT/FR98/01599
WO-Veröffentlichungsnummer 0009904918
WO-Veröffentlichungsdatum 04.02.1999
EP-Offenlegungsdatum 14.06.2000
EP date of grant 13.03.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.09.2002
IPC-Hauptklasse B22D 11/04

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft das Stranggießen bei Beschickung mit Metallen, insbesondere mit Stahl. Sie betrifft insbesondere die Grundbestandteile der Kokille, bei denen es darum geht, ihre relative Position bei der Montage des Aufbaus genau zu regulieren.

Das Beschickungs-Stranggießen kann als eine Entwicklung des klassischen Stranggießens angesehen werden, die sich durch die Tatsache manifestiert, dass der Meniskus (freie Oberfläche des vergossenen Metalls) bezüglich des Niveaus, wo das Erstarren des Metalls am gekühlten Kupfer der Kokille beginnt, nach oben hin verschoben wird, wohingegen die beiden Niveaus beim klassischen Stranggießen quasi ineinander übergehen. Diese Eigenheit wird durch das Positionieren eines zusammengesetzten Aufbaus aus feuerfestem, wärmeisolierendem Material auf den gekühlten Kupferteil der Kokille erreicht, wobei der Aufbau dazu bestimmt ist, das flüssige, vergossene Metall aufzunehmen, wobei an dessen Seitenwand jegliches folgende, störende Erstarren vermieden werden muss. Somit kann das Erstarren des vergossenen Metalls korrekterweise an der oberen Kante des Kupferteils beginnen. Aus diesem Grund findet eine Injektion eines Inertgases (zum Beispiel Argon) entlang des Innenumfangs der Kokille zwischen dem Kupferteil und dem Aufbau in Form von Jets statt, die dazu bestimmt sind, den eventuellen, unerwünschten Erstarrungsverzug abzutrennen, welcher die Tendenz hätte, sich schon beim Kontakt mit dem feuerfesten Aufbau zu bilden. Dieser Vorrichtungstyp ist in der Druckschrift FR-A-2703609 beschrieben.

Wie aus der Patentschrift FR-A-2747061 ersichtlich, hat man dann den Vorteil, dass der untere Teil des Aufbaus aus einem Teil aus feuerfestem, dichten Material mit hoher mechanischer Festigkeit, wie Sialon®, gebildet ist. Dieser Teil nimmt die Rolle einer Übergangszone zwischen dem gekühlten Kupfer der Kokille und dem wärmeisolierenden, faserartigen, feuerfesten Material des Aufbaus, der darauf angeordnet ist, ein, welches Material zu schnell beschädigt würde, wenn es direkt in Kontakt mit der oberen Kante des gekühlten Kupferkörpers gebracht würde, dort, wo das gleichmäßige Erstarren des vergossenen Metalls beginnt. Im Gegenzug ist das Risiko von verfrühtem, störendem Erstarren auf diesem Zwischenteil gewachsen, bleibt jedoch dank des Einblasens von Abtrenngas auf die Grenzfläche mit dem Kupfer, was das Fortsetzen dieses nicht wünschenswerten Prozesses nach unten hin unterbricht, ohne Folgen.

Der Abtrenngasfluss wird durch einen Schlitz von geringer Höhe (einige zehntel mm reichen aus) injiziert, welcher durch die Kompression einer Litze aus feuerfestem, faserartigen Material realisiert ist, die zwischen dem Einsatz aus Sialon® und dem Kupferkörper der Kokille angeordnet ist. Mit Hilfe von Klemmmitteln wird die Litze bis zum Erreichen der gewünschten Weite des Schlitzes komprimiert, welchen man mittels Passscheiben kalibriert.

Eine homogene Verteilung der Gasausströmung entlang des Innenumfangs der Kokille erweist sich dennoch für einen guten Gieß-Prozessverlauf als notwendig. Folglich, trotz aller Sorgfalt, die man zur Regulierung der Schlitzhöhe "im Kaltzustand" (in Abwesenheit von gegossenem Metall) aufwenden kann, ist diese gute lineare Verteilung im allgemeinen nicht korrekt gewährleistet. Zum einen können lokale Unterschiede von Beschickungsverlusten an der Grenzfläche Kupfer - feuerfestes Material, welche unter anderem mit lokalen Variationen der Mikro-Rauhigkeit der beiden gegenüberliegenden, den Injektionsschlitz definierenden Oberflächen, verbunden sind, nicht berücksichtigt werden. Zum anderen ist die Homogenität beim Betrieb "im Warmzustand" (Vorhandensein von gegossenem Metall) aufgrund des Phänomens der unterschiedlichen Längenausdehnung der vorliegenden Materialien noch weniger gewährleistet.

Es ist Ziel der Erfindung, eine homogene, lineare Verteilung der Ausströmung des Abtrenngases, welches auf die Grenzfläche "feuerfester Aufbau - gekühlter Metallkörper der Kokille" injiziert wird, zu erlauben, wobei man von der Regulierung der Höhe des Injektionsschlitzes befreit ist und wobei man diese homogene Verteilung beim Betrieb "im Warmzustand" aufrechterhält.

Im Hinblick auf diese Aufgabe hat die Erfindung ein Verfahren zur Regulierung der Injektion eines Fluids durch einen Injektionsschlitz während des Gießens zum Gegenstand, welcher an der Grenzfläche "gekühlter Metallkörper - feuerfester Aufbau" einer metallgefüllten Stranggießkokille angeordnet ist, und der entlang des Innenumfangs der Kokille mündet, welche mit Mitteln zum lokalen Einstellen der Schlitzweite versehen ist, das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man außerhalb der Gießperioden durch den Schlitz ein entflammbares Fluid injiziert, welches man bei seinem Austreten aus dem Schlitz entzündet, und dass man die Regulierungsmittel derart einstellt, dass die Höhe der Flammen, welche aus dem Schlitz heraustreten, entlang des Innenumfangs der Kokille im Wesentlichen konstant ist.

Es ist so zu verstehen, dass die Grundidee der Erfindung darauf basiert, dass man nicht mehr eine einheitliche Schlitzweite auf dem ganzen Umfang zur Injektion des Abtrenngases anstrebt, sondern eine Einheitlichkeit der Verteilung der Gasausströmung entlang dieses Umfangs, die man mittels eines Flammenvorhangs, dessen Höhe man an jedem Punkt einstellt, verwirklicht.

Die Erfindung hat auch eine Vorrichtung zum Ausführen des Verfahrens zum Gegenstand und ist für eine metallgefüllte Stranggießkokille bestimmt, die einen an der Grenzfläche "gekühlter Metallkörper - feuerfester Aufbau" angeordneten Injektionsschlitz für ein Fluid aufweist, der entlang des Innenumfangs der Kokille mündet, wobei die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet ist, dass sie aufweist:

- eine Leitung zum Zuführen eines Fluids in den Injektionsschlitz, die mit einem Ausströmregulierventil und einem Eingangswähler versehen ist, der an den Ausgang unterschiedlicher Fluidversorgungsguellen angeschlossen werden kann;

- elastische Klemmmittel, welche es erlauben, die Weite des Injektionsschlitzes entlang des Innenumfangs der Kokille einzustellen.

Die Erfindung wird gut verstanden und andere Aspekte und Vorteile erscheinen im Hinblick auf die Beschreibung klarer, welche mit Bezug auf die einzelnen, angehängten Figuren gegeben sind, in denen zeigen:

- Fig. 1 schematisch, im vertikalen Teilquerschnitt gesehen, den oberen Teil einer stahlgefüllten Stranggießkokille in der sogenannten Situation "im Warmzustand", das heißt, während des Gießens, und ausgestattet mit Ausführungsmitteln der Erfindung;

- Fig. 2, analog zur Fig. 1, die Situation der Kokille "im Kaltzustand", das heißt ohne jegliches zu gießendes Metall in einem Moment vor dem Gießen, in dem die Einstellungen der Verteilung der Abtrenngasausströmung gemäß der Erfindung ausgeführt sind.

In den Figuren sind die gleichen Elemente durch die gleichen Bezugszeichen bezeichnet.

Wie man sieht, ist die Kokille aus zwei aneinanderstoßenden Stufen 1 und 14 zusammengesetzt, die in den Figuren durch eine horizontale Linie A-A voneinander unterschieden sind und an deren Grenzfläche der Injektionsschlitz 20 des Abtrenngases angeordnet ist.

Die untere Stufe 1 stellt den Kristallisator dar. Es handelt sich um den eigentlich "aktiven" Teil der Kokille, da dort der Erstarrungsprozess des vergossenen Metalls durch massive Wärmeabgabe beginnt und fortschreitet. Dieser Teil aus Kupfer (allgemeiner aus einer Kupferlegierung), der wirksam durch Wasserzirkulation gekühlt wird, weist einen Innendurchlauf 2 für das vergossene Metall 3 auf, in welchem letzteres in Kontakt mit den gekühlten Metallseitenwänden eine erstarrte Gusshaut 4 ausbildet. Einmal korrekt initiiert, wird sich das Erstarren fortschreitend vom Umfang bis zum Zentrum des vergossenen Produktes in dem Maße fortsetzen, wie dieses nach unten zur Mitte der Kokille in der Extraktionsrichtung, die durch den Pfeil 5 angezeigt ist, fortschreitet.

Der Kristallisator 1 seinerseits ist bevorzugt aus zwei übereinander angeordneten Einheiten aufgebaut: einem röhrenförmigen Hauptkörper 6, der nach oben durch ein Hilfselement 7 verlängert ist, welches innen gut angepasst und auf den Körper 6 ausgerichtet ist, um dem vergossenen Produkt einen gleichmäßigen und kontinuierlichen Durchlauf zu bieten.

Der Hauptkörper 6 wird bisher, im Fall des Gießens von Produkten mit langgestrecktem Querschnitt, wie den Brammen, durch vier aneinanderstoßende Platten, die in einem rechten Winkel zusammengefügt sind, ausgebildet, oder im Fall des Gießens von Blöcken oder Stücken durch ein monolithisches, röhrenförmiges Element ausgebildet. In allen Fällen wird der Körper 6, dessen Innenoberfläche dazu bestimmt ist, mit dem vergossenen Metall in Kontakt zu kommen, wirksam durch Zirkulation eines Wasserstrahls gegen seine Außenfläche gekühlt, welcher in einem vertikalen Durchlauf 8 kanalisiert ist, der zu diesem Zweck mittels einer Wandung 9, die in geringer Entfernung von der Fläche eingerichtet ist, angeordnet ist. Die Wandung 9 weist an ihren Enden eine obere Öffnung 10 und eine untere Öffnung auf, die den Durchlauf 8 jeweils mit einer oberen Ablaufkammer 10 und einer unteren Zulaufkammer, die in den Figuren nicht sichtbar ist, verbinden.

Das Hilfselement 7 ist seinerseits von einem Ring gebildet, der mittels einer internen Wasserzirkulation in einem horizontalen Kanal 12 gekühlt wird, welcher in der Nähe der oberen Kante 13 angeordnet ist, auf welcher das Erstarren des gegossenen Metalls beginnen wird. Die wesentliche Rolle des Rings 7 ist, präzise die Kante 13 thermisch zu schützen, welche während des Gießens im thermo-mechanischen Bereich sehr stark beansprucht wird, indem sie wirksamer gekühlt wird, als es der Kühlkreislauf mit Wasserstrahl des röhrenförmigen Hauptkörpers 6 bewirken kann.

Die obere Stufe 14 weist einen Aufsatz aus einem feuerfesten, nicht gekühlten Material auf, dessen Innenumfang ebenfalls und aus den schon geschilderten Gründen auf den der Stufe 1 ausgerichtet ist.

Im Bereich des Gießprozesses wird man sich hier darauf beschränken, daran zu erinnern, dass der Aufbau "gekühlter Metallkristallisator 1, erhöht durch den feuerfesten, isolierenden Aufbau 14" einen kalibrierenden Durchlauf für das vergossene Metall 3 definiert, dessen oberer Teil 15, der durch den Aufbau festgelegt ist, einen Zonenpuffer zum Einschränken von hydrodynamischen Störungen, die durch die Zufuhr (nicht dargestellt) von schmelzflüssigem Metall in die Kokille hervorgerufen werden, darstellt, und dessen Teil 16, der ihn nach unten hin verlängert, die Erstarrungszone des gegossenen Metalls ist.

Wie man sieht, ist auch der feuerfeste Aufbau 14 durch zwei einzelne, aneinanderstoßende, übereinander gelagerte Elemente gebildet:

eine obere Manschette 17 aus feuerfestem Material, das wegen seiner wärmeisolierenden Eigenschaften ausgewählt wurde, da es darum geht, in der Zone 15 jegliches vorzeitige, störende Erstarren des vergossenen Metalls zu vermeiden. Man wird bevorzugt ein feuerfestes, faserartiges Material wählen, zum Beispiel das Material, das unter der Bezeichnung A 120K durch die Firma KAPYROK vertrieben wird,

- und einen unteren Einsatz 18 aus feuerfestem, dichtem Material, der wegen seiner guten mechanischen Festigkeit gewählt ist. Es geht hierbei in der Tat darum, in der Nachbarschaft des Kristallisators 1 dem mechanischen Verschleiß der Spitze der festen Gusshaut 4 an der Kante 13 des Rings 7 zu widerstehen, während der Aufbau einer vertikalen, üblichen Oszillationsbewegung, welche für den Gießvorgang notwendig ist, sowie den thermo-mechanischen Beanspruchungen einer Maschine unterworfen ist, die gemäß thermischer Zyklen funktioniert, welche durch den notwendigerweise sequentiellen Charakter des Gießprozesses selbst vorgegeben sind. Ein Material wie SiAlON (Sialon®), das vorteilhaft mit Bornitrid dotiert ist, ist angemessen.

Der Zweck eines Aufbaus 14 aus zwei übereinander gelagerten Teilen besteht in der Tat darin, die mechanische Festigkeit des unteren Teils 18 verbessern zu können, welches einer in dieser Hinsicht besonders belastenden Umgebung in der Nachbarschaft der Kante 13 ausgesetzt ist. Andererseits ist dieser untere, resistente Einsatz 18 unausweichlich weniger wärmeisolierend als die obere Manschette 17 aus feuerfestem, faserartigem Material.

Im Kontakt mit ihrem Innenumfang kommt es so zu einem möglichen Ausbilden eines störenden, vorzeitigen Erstarrungsverzugs des gegossenen Metalls. Dieser Verzug ist, redhibitorisch betrachtet, ein wichtiger Heterogenitätsfaktor im Hinblick auf den kontrollierten Erstarrungsprozess, der im Kristallisator 1 erfolgen muss. Aus diesem Grund ist es vorteilhaft, in Übereinstimmung mit einer bevorzugten Ausführung des Beschickungs-Stranggießens, wie es in der schon erwähnten Druckschrift FR-A-2 703 609 beschrieben ist, einen ringförmigen Gasstrahl auf die Basis des Aufbaus 14 mit dem Ziel zu blasen, den eventuellen, störenden Erstarrungsverzug, der an dem Einsatz 18 entstanden ist, zu zerbrechen und somit einen stetigen und gleichmäßigen Erstarrungsbeginn des vergossenen Metalls in Kontakt mit dem gekühlten Metallring 11 zu ermöglichen.

Zu diesem Zweck ist eine Leitung zur Injektion von verlorenem Inertgas (zum Beispiel von Argon) zwischen dem Aufbau 14 und dem Kristallisator 7 vorgesehen. Diese Leitung weist einen ringförmigen Schlitz 20 auf, der an der Grenzfläche "Aufbau - Kristallisator" angeordnet ist und am Innenumfang der Kokille mündet. An seinem anderen Ende ist der Schlitz mit einer Verteilungskammer 19 verbunden, welche durch ein kalibriertes Rohr 21 mit Argon versorgt wird, das seinerseits mit einer unter Druck stehenden Argonquelle 22 verbunden ist.

Wie man sieht, umschließt eine Umfangswand 23 in einem Abstand den Aufbau 14, wodurch mit ihr ein geschlossener Behälter definiert wird, wodurch ermöglicht ist, das Risiko einer Oxidation des flüssigen, in der Mitte der Kokille vergossenen Metalls durch den Sauerstoff der Luft durch die feuerfeste Masse 17 hindurch, die unausweichlich etwas porös ist, zu begrenzen.

Eine kompressible Litze 24 (zum Beispiel aus feuerfestem, faserartigen Material) dient als Abstandsstück zur Regulierung der Schlitzhöhe 20. Zu diesem Zweck erlaubt ein Klemmring 25, die Litze mittels Muttern 28 zum elastischen Klemmen zusammenzudrücken, die auf das freie, mit einem Gewinde versehene Ende von Spannstangen 26 geschraubt sind, welche in Verankerungsstellen 27 aufgenommen sind, die im Einsatz 7 fixiert sind. Die angestrebte Elastizität der Klemmung kann, wie man sieht, durch Belleville-Ringe 29 erreicht werden, die um Spannstangen 26 unter dem Ring 25 gestapelt sind und von einer Basis 30, die am oberen Teil der Umfangswand 23 vorgesehen ist, getragen werden. Wenn man die Muttern 28 anschraubt, drückt der Innenumfang des Klemmrings 25, mittels einer ringförmigen Kompressionsdichtung 32 auf die obere Fläche des Aufbaus 14, der zu diesem Zweck mit einem mechanischen Schutzblech 31 ausgestattet ist.

Auf diese Art ist der Behälter, der den Aufbau 14 umgibt, an seinem oberen, dem Klemmring 25 zugewandten Abschnitt mittels einer ringförmigen Dichtung 33 verschlossen, die unter dem Ring fixiert ist und deren Größe angepasst ist, um die Öffnung auszufüllen, die zwischen der Basis 30 und dem Aufbau 17 gelassen ist.

Eine ringförmige Dichtung 34 ist in einer Nut vorgesehen, die am Innenrand der Basis 30 angeordnet ist, um es der Dichtung 33 zu ermöglichen, sich bei Einstellungen frei zu verschieben. Ein Abzug 35 mit verschließbarer, nicht dargestellter Öffnung ist vorzugsweise quer zur Dichtung 33 und dem Ring 25 vorgesehen, um das Spülen des Behälters zu ermöglichen, was später erklärt wird.

Wie man in Fig. 1 sieht, wird während des Gießens von Metall 3 ein Abtrennargonfluss in die Kokille an die Grenzfläche "Aufbau 14 - Kristallisator 1" durch den Schlitz 20 hindurch eingeblasen. Dieser wird dann durch die Quelle 22 mittels einer Zuleitung versorgt, die einen "2-Wege"- Wahlhebel 36, gefolgt von einer Ausströmungsreguliereinrichtung 37, aufweist.

Der "2-Wege"-Wahlhebel 36 hat die Funktion, wahlweise zur Argonquelle 22, die während des Gießens verwendet wird, oder zu einer angeschlossenen Quelle 38 umschalten zu können, welche ein entflammbares, brennbares Fluid aufweist, das man während der Perioden zwischen den Gießvorgängen durch den Schlitz 20 erfindungsgemäß injiziert. Das entflammbare Gas ist zum Beispiel Naturgas.

Wie mit Fig. 2 illustriert, wird die Situation "in der Kälte" genutzt, um mit dem Einstellen der Höhe des Schlitzes 20 auf einen Wert von mehreren Zehntel Millimetern, zum Beispiel 0,2 mm, zu beginnen, indem die Abstands-Litze 24 mit Hilfe des Klemmrings 25, wie zuvor offenbart, mehr oder weniger komprimiert wird. Wenn sich der Wahlhebel 36 in der Position von Fig. 2 befindet, wird dann entzündliches, von der Quelle 38 abgegebenes Fluid, welches zunächst schwach ist und durch ein Regulierventil 37 gesteuert wird, durch den Schlitz 20 mit einer Durchflussmenge injiziert. Dieses Gas wird beim Austreten aus dem Schlitz 20 an der Luft entzündet. Dieser wird dann in der Art eines Brenners verwendet, der auf dem Innenumfang der Kokille einen Flammenvorhang 39 erzeugt, dessen Höhe in Abhängigkeit vom Ort variabel sein kann als globale Funktion der lokalen Durchflussmenge des Brennstoffs, der aus dem Schlitz senkrecht zum betrachteten Ort austritt. Die Verteilung der Ausströmung des entzündlichen Fluids entlang des Umfangs wird dann durch Anziehen der Stellmuttern 28 reguliert, bis die Höhe der Flammen 39 um den ganzen Umfang herum annähernd konstant ist, jedes Mal, wenn die Öffnung des Ventils 37 eingestellt ist, um eine Flammenhöhe von einigen Zentimetern zu erlauben. Die Erfahrung zeigt in der Tat, dass eine Flammenhöhe von 2 bis 3 Zentimetern genügt, um dann einen befriedigenden Abtrennfluss von Argon durch den so eingestellten Schlitz 20 zu gewährleisten.

In diesem Arbeitsvorgang wird also nicht mehr eine auf dem ganzen Injektionsumfang konstante Höhe des Schlitzes 20 angestrebt, sondern eine lineare Homogenität der Ausströmung des Abtrenngases entlang des Umfanges, wobei die Homogenität durch eine Flammenhöhe realisiert wird. Es ist zu beachten, dass es die Verwendung der elastischen Klemmung 29- 28, 26 ermöglicht, eine definierte Einstellung "in der Kälte" (Fig. 2) bei Vorhandensein von gegossenem Stahl (Fig. 1) aufrecht zu erhalten. Durch die Erfindung wird es so ermöglicht, die unterschiedlichen Ausdehnungen der unterschiedlichen Materialien zu berücksichtigen, die bei der Herstellung der Kokille zum Einsatz kommen.

Außerdem ist ebenfalls zu beachten, dass ein "Spülen" des Kanalsystems und des abgedichteten Behälters, der den Aufbau 14 umgibt, auf systematische Weise durch Injizieren von Argon, dank der durch den Abzug 35 repräsentierten Entlüftungsvorrichtung realisiert ist, die es erlaubt, die Abwesenheit von Spuren von entzündlichem Fluid, welches eventuell im Behälter verbleibt, sicherzustellen.

Ferner weist die Erfindung den zusätzlichen Vorteil auf, dass man sich im Zustand der "Kälte" über die Dichtheit der gesamten Injektionsleitung vergewissern kann. Dazu kann bei der Injektion eines entzündlichen Fluids eine Flamme manuell die ganze Länge der Leitung nach geführt werden. Das geringste, eventuelle Entweichen wird dann sofort detektiert.

Es versteht sich von selbst, dass die Erfindung nicht auf das oben beschriebene Beispiel beschränkt ist, sondern vielfältige Ausführungsvarianten und -äquivalente in dem Maße aufweist, in dem ihre Definition, die durch die folgenden Ansprüche gegeben ist, respektiert ist. Insbesondere ist unter der Vokabel "Schlitz", die zum Bezeichnen des Injektors des Abtrenngasausgangs in der Kokille verwendet wird, sowohl ein entlang des Umfangs kontinuierlicher Schlitz sowie ein unterbrochener Schlitz zu verstehen und somit ebenfalls eine Serie von kalibrierten Öffnungen, die entlang des Innenumfangs der Kokille verteilt sind und Mittel zum Regulieren der Beschickungsverluste auf ihrer Ebene vorsehen.


Anspruch[de]

1. Verfahren zur Regulierung der Injektion eines Fluids während des Gießens durch einen Injektionsschlitz, der an der Grenzfläche "gekühlter Metallkörper (1) - feuerfester Aufbau (14)" einer metallgefüllten Stranggießkokille angeordnet ist, und der entlang des Innenumfangs der Kokille mündet, welche mit Mitteln zum Einstellen der Weite des Schlitzes versehen ist, das Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass man außerhalb der Gießperioden durch den Schlitz (20) ein entflammbares Fluid injiziert, welches man bei seinem Austreten aus dem Schlitz entzündet, und dass man die Regulierungsmittel (25, 26, 28, 29) derart einstellt, dass die Höhe der Flammen (39), welche aus dem Schlitz (20) heraustreten, entlang des Innenumfangs der Kokille im Wesentlichen konstant ist.

2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man natürliches Gas als entflammbares Fluid zum Injizieren verwendet.

3. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man es auf eine mit Stahl gefüllte Stranggießkokille anwendet.

4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens gemäß Anspruch 1 und bestimmt für eine metallgefüllte Stranggießkokille, welche einen an der Grenzfläche "gekühlter Metallkörper - feuerfester Aufbau" angeordneten Injektionsschlitz für ein Fluid aufweist, welcher entlang des Innenumfangs der Kokille mündet, und wobei die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet ist, dass sie aufweist:

- eine Zufuhrleitung zum Zuführen eines Fluids durch den Injektionsschlitz (20), die mit einem Ausströmungsregulierventil (37) und einem Eingangswähler (36) versehen ist, der an den Ausgang unterschiedlicher Fluidversorgungsquellen (22, 38) angeschlossen werden kann;

- und elastische Klemmmittel (25, 26, 28, 29), die erlauben, die Weite des Injektionsschlitzes (20) entlang des Innenumfangs der Kokille einzustellen.

5. Vorrichtung gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie Mittel (35) zur Sicherstellung des Spülens der Fluidinjektionsleitungen der Kokille vorsieht.







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