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Dokumentenidentifikation DE69805095T2 19.09.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 1034576
Titel MIT VERSCHIEDENEN OBERFLÄCHEN GEKOPPELTER RESONATOR
Anmelder Allgon AB, Åkersberga, SE
Erfinder RÄTY, Tuomo, FIN-92120 Raahe, FI;
KANERVO, Antti, FIN-92130 Raahe, FI
Vertreter BOEHMERT & BOEHMERT, 80336 München
DE-Aktenzeichen 69805095
Vertragsstaaten DE, FI, GB, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 26.08.1998
EP-Aktenzeichen 989499702
WO-Anmeldetag 26.08.1998
PCT-Aktenzeichen PCT/EP98/05410
WO-Veröffentlichungsnummer 0009917394
WO-Veröffentlichungsdatum 08.04.1999
EP-Offenlegungsdatum 13.09.2000
EP date of grant 24.04.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.09.2002
IPC-Hauptklasse H01P 1/205
IPC-Nebenklasse H01P 7/04   

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft einen Resonator wie im Oberbegriff des Anspruchs 1 definiert, der besonders geeignet ist für einen Konstruktionsteil von Duplexfiltern in Funkvorrichtungen.

Hintergrund der Erfindung

Resonatoren werden als Hauptbauteil bei der Herstellung von Oszillatoren und Filtern verwendet. Zu den wichtigen kennzeichnenden Merkmalen von Resonatoren gehören beispielsweise (Q-Wert), Größe, Abstimmbarkeit, Neigung zum Oszillieren bei den Oberschwingungsfrequenzen, mechanische Festigkeit, Temperatur- und Feuchtigkeitsbeständigkeit und Herstellungskosten.

Zu den bisher bekannten Resonator-Konstruktionen gehören:

1) Resonatoren, die aus diskreten Elementen, wie Kondensatoren und Induktoren zusammengesetzt sind

Resonatoren dieser Art haben den Nachteil von innerer Streuung der Bauelemente und daher deutlich niedrigere Q-Werte im Vergleich mit den anderen Typen.

2) Mikrostrip-Resonatoren

Ein Mikrostrip-Resonator wird in den Leiterbereichen beispielsweise auf der Oberfläche einer Leiterplatte gebildet. Der Nachteil ist der Strahlungsverlust, der durch die offene Bauweise verursacht ist, und damit verhältnismäßig niedrige Q-Werte.

3) Übertragungsleitungs-Resonatoren

In einem Übertragungsleitungs-Resonator besteht der Oszillator aus einer bestimmten Länge einer Übertragungsleitung eines geeigneten Typs. Wenn ein Zwillingskabel oder Koaxialkabel verwendet wird, sind die Nachteil ein verhältnismäßig hoher Verlust und eine verhältnismäßig schlechte Stabilität. Wenn ein Wellenleiter verwendet wird, kann die Stabilität verbessert werden, jedoch ist der Verlust immer noch relativ hoch wegen der Strahlung bei offenem Ende des Rohrs. Die Konstruktion kann auch eine unpraktische Größe erreichen. Ein geschlossener verhältnismäßig kurzer Wellenleiter-Resonator wird als ein Hohlraum- Resonator angesehen, der später abgehandelt ist.

4) Koaxial-Resonatoren

Resonatoren dieses Typs haben eine Konstruktion, die nicht nur ein Stück eines Koaxialkabels ist, sondern eine von Anfang an als Resonator vorgesehene Einheit. Fig. 1 zeigt einen koaxialen Resonator. Er weist unter anderem einen Innenleiter 101 und einen Außenleiter 102 auf, die voneinander luftisoliert sind, und eine leitende Abdeckung 103, die mit dem Außenleiter verbunden ist. Durch diese Konstruktion kann ein verhältnismäßig gutes Ergebnis erhalten werden. Die Länge des Resonators 1 beträgt wenigstens ein Viertel, λ/4, der Wellenlänge des in ihm wirksam variablen Felds, was ein Nachteil ist, wenn die Größe minimiert werden soll. Die Breite kann verringert werden indem die Seiten D des Außenleiters und der Durchmesser d des Innenleiters verringert werden. Das führt jedoch zu einem Anstieg der Widerstandsverluste. Außerdem kann es wegen der Verringerung der Dicke der Konstruktion erforderlich sein, den Innenleiter durch ein Stück 107 aus einem dielektrischen Material zu stützen, was erheblichen zusätzlichen Verlust in Form von dielektrischem Verlust verursacht und die Herstellungskosten erhöht. Außerdem ist ein Nachteil der bekannten koaxialen Resonatoren eine Neigung, bei der dritten Oberschwingung der Grundfrequenz zu oszillieren. Diese Zusatzkomponente (Spektrum, wenn das Signal übertragen wird), ist so stark, daß sie durch ein getrenntes Filter entfernt werden muß.

Ein Filter mit koaxialen Resonatoren ist im Schweizer Patent Nr. 532 864 beschrieben und zwar mit einer kapazitiven Kopplung zwischen benachbarten koaxialen Resonatoren. Die kapazitive Kopplung zwischen den Resonatoren ist einstellbar.

Ein anderes Filter mit koaxialen Resonatoren ist in der japanischen Veröffentlichung JP 60090402 beschrieben. Dort hat jeder Resonator einen Arm, der sich in der Fortpflanzungsrichtung eines Übertragungssignals erstreckt, um die kapazitive Kopplung zwischen dem Innenleiter und dem Außenleiter zu erhöhen.

5) Spiral-Resonatoren

Dieser Typ ist eine Modifizierung eines Koaxial-Resonators, worin der zylindrische Innenleiter durch einen Spiralleiter ersetzt ist. So wird die Größe des Resonators verringert, jedoch ist der deutlich erhöhte Verlust ein Nachteil. Der Verlust rührt her von dem im Allgemeinen kleinen Durchmesser des Innenleiters.

6) Hohlraum-Resonatoren

Resonatoren dieses Typs sind hohle Teile, die aus einem leitenden Material hergestellt sind, in welchem elektromagnetische Oszillation erregt werden kann. Der Resonator kann rechteckig, zylindrisch oder kugelförmig sein. Mit Hohlraum-Resonatoren kann ein sehr geringer Verlust erreicht werden. Jedoch ist ihre Größe ein Nachteil, wenn die Größe der Konstruktion minimiert werden soll. Außerdem haben die meisten Hohlraum-Resonatoren eine schlechte Abstimmbarkeit.

7) Dielektrische Resonatoren

Koaxialkabel oder eine geschlossene leitende Fläche werden auf der Oberfläche des dielektrischen Teils gebildet. Vorteilhaft ist, daß die Konstruktion sehr klein ausgeführt werden kann. Es kann auch ein verhältnismäßig niedriger Verlust erreicht werden. Andererseits haben dielektrische Resonatoren den Nachteil verhältnismäßig hoher Herstellungskosten.

8) Hut-Resonatoren

Eine Unterklasse von koaxialen Resonatoren, die hier Hut-Resonatoren genannt sind, ist in US Patent Nr. 4,292,610 von Makimoto beschrieben. Dieser Typ von Resonatoren ist ein Hohlraumresonator, wie oben beschrieben, mit einer zusätzlichen Scheibe am offenen Ende des Wellenleiters, die einen größeren Durchmesser als der Wellenleiter hat. Ein Vorteil ist, daß der Resonator kompakt gebaut werden kann. Auch kann ein verhältnismäßig niedriger Verlust erreicht werden. Die Oberfläche der Scheibe und die Abstände zu den Wänden des Resonators sind so bemessen, daß wegen der extra Kapazität, die zwischen der Scheibe und dem Hohlraum geschaffen wird, der Resonator wesentlich kleiner gebaut werden kann im Vergleich mit einem ohne die zusätzliche Scheibe.

Zusammenfassung der Erfindung

Zweck der Erfindung ist es, die oben erwähnten Nachteile des Standes der Technik zu minimieren. Ein koaxialer Resonator gemäß der Erfindung ist gekennzeichnet durch die Merkmale im unabhängigen Anspruch. Einige bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüche angegeben.

Die Grundidee der Erfindung ist die folgende: Die Konstruktion ist ein koaxialer Resonator, der an einem Ende offen ist und gegenüber einem Viertelwellen-Resonator verkürzt ist. Das Verkürzen wird durchgeführt, indem man eine luftisolierte Zusatzkapazität mittels einer mechanischen Struktur am offenen Ende des Resonators zwischen dem Innenleiter und dem Außenleiter und zwischen dem Innenleiter und der Resonatorabdeckung geschafft.

Die Erfindung hat den Vorteil, daß wegen der Art der Erhöhung der Kapazität der Resonator wesentlich kleiner gebaut werden kann als ein Viertelwellen-Resonator nach dem Stand der Technik, welcher den gleichen Q-Wert hat. Die erreichte Verbesserung kann auch verwendet werden zum Teil zur Einsparung von Raum und zum Teil zur Erhaltung eines hohen Q-Werts im Vergleich mit dem Q-Wert eines Resonators mit einer einzigen Kopfkapazität, wie einer Abstimmschraube.

Weiterhin hat ein kleinerer Resonator gemäß der Erfindung den Vorteil, daß das Volumen des Hohlraumes für eine spezifische Frequenz wesentlich kleiner sein kann, im Vergleich mit den oben beschriebenen bisherigen Resonatorkonstruktionen.

Außerdem hat die Erfindung den Vorteil, daß ein erfindungsgemäßer Resonator nicht mit der dritten Oberschwingung der Grundfrequenz oszilliert. Die fünfte Oberschwingung ist die erste merkliche Verunreinigung, und diese, sowie die höheren Oberschwingungen zu filtern, ist viel einfacher als die dritte Oberschwingung zu filtern, die in den Resonatoren des Standes der Technik auftritt.

Zusätzlich hat die Erfindung den Vorteil, daß der Resonator, wenn er verkürzt wird, mechanisch stärker und daher auch stabiler hinsichtlich seiner elektrischen Eigenschaften wird. In ihm sind auch keine Stützteile erforderlich, welche den Verlust erhöhen.

Außerdem hat die Erfindung den Vorteil, daß die Struktur, welche die Kapazität erhöht, auch zum Abstimmen des Resonators verwendet werden kann und um ihn mit anderen Schaltkreiselementen zu verbinden, so daß die Anzahl der für diese Funktion erforderlichen Elemente verringert wird.

Außerdem hat die Erfindung den Vorteil, daß die Herstellungskosten des Resonators verhältnismäßig gering sind.

Kurzbeschreibung der Zeichnungen

Im Folgenden wird die Erfindung mit weiteren Einzelheiten mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben. Darin zeigen:

Fig. 1a einen senkrechten Schnitt eines koaxialen Resonators nach dem Stand der Technik,

Fig. 1b einen Querschnitt des Resonators der Fig. 1a,

Fig. 1c die Veränderung der Stromstärke und Spannung im Resonator der Fig. 1a,

Fig. 2a eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Resonators,

Fig. 2b die Veränderung der Stromstärke und Spannung im Resonator der Fig. 2a,

Fig. 3 eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Resonators im vertikalen Schnitt und Querschnitt,

Fig. 4 eine andere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Resonators im vertikalen Schnitt und Querschnitt, und

Fig. 5 einen Filter mit drei erfindungsgemäßen Resonatoren.

Bevorzugte Ausführungsformen

Der in Fig. 1 gezeigte koaxiale Resonator wurde bereits kurz beschrieben in Verbindung mit der obigen Beschreibung des Standes der Technik. Wenn der betrachtete Resonator beispielsweise für die 900 MHz Frequenz hergestellt ist, beträgt die Länge 1 des Resonators etwa 8 cm. Die Seite D des Außenleiters und der Durchmesser d des Innenleiters können entsprechend der zugelassenen Verlustgröße gewählt werden. Jedoch ist ein optimaler Wert für das Verhältnis D/d etwa 3, welches zum größten Q-Wert führt, wenn die Wellenform TEM ist. In Fig. 1a und 1b sind zwei dünne Metallstreifen 105, 106 auch am Innenleiter befestigt, und durch diese Streifen erfolgt die kapazitive Verbindung mit dem Resonator und vorwärts. Die Verbindung könnte auch induktiv sein, und in diesem Fall müßte sie am unteren Ende des Resonators vorgenommen werden. Die Abstimmung eines Resonators nach Fig. 1 wird oft mittels einer Schraube durchgeführt, die an der Resonatorabdeckung befestigt ist, wobei diese Schraube eine kleine einstellbare Kapazität mit dem Innenleiter bildet.

Fig. 1c zeigt den Wechselstrom I, der in den Leitern des Resonators strömt, und die Wechselspannung U zwischen den Leitern als eine Funktion des Ortes s. Der Strom I ist am höchsten am verkürzten Ende N und ist Null am entgegengesetzten Ende P. Die Spannung U ist am höchsten am offenen Ende und ist selbstverständlich Null am verkürzten Ende. Die Spannung ist an jedem Punkt 90º vor dem Strom (die Phasen sind im Bild nicht gezeigt), und so ist der Resonator über seine ganze Länge induktiv.

Fig. 2a und 2b zeigen das Prinzip des erfindungsgemäßen verkürzten koaxialen Resonators. Die extra Kapazität C ist am offenen Ende P des Resonators angeordnet. Parallel dazu ist ein anderer Resonator, der induktiv ist wegen der Verkürzung des entgegengesetzten Endes N. Die extra Kapazität C hat einen verringernden Effekt auf die Resonanzfrequenz. Damit sich die Resonanzfrequenz nicht verändert, muß die Induktanz entsprechend kleiner als die Induktanz eines entsprechenden gewöhnlichen Viertelwellen-Resonators sein. Die Induktanz wird verringert, wenn die Länge 1 der Struktur gegenüber der Länge der Viertelwelle λ/4 verringert wird. Das beruht darauf, daß wenn man sich von der Strecke λ/4 in Richtung auf den Kurzschluß oder das Ende N bewegt, das Verhältnis U/I der Absolutwerte der Spannung und des Stroms verringert wird, was bedeutet, daß die Induktanz abnimmt. Fig. 2b zeigt die Spannung U und den Strom I als eine Funktion des Ortes s in einem verkürzten Resonator. Die Spannung U ist am höchsten am Ende P der extra Kapazität des Resonators und wird auch auf Null verringert, wenn man sich zum verkürzten Ende N bewegt. Am Ende der Zusatzkapazität P hat der Strom I einen bestimmten Wert, der von der Größe der Zusatzkapazität abhängt. Die Kapazität erzwingt die Phasendifferenz von Spannung und Strom von 90º (Spannung nach Strom). Wenn man sich in Richtung auf das verkürzte Ende bewegt, wird der Strom am Punkt O auf Null verringert und steigt dann in der entgegengesetzten Phase bis auf einen bestimmten Wert an. Wegen der Phasenumkehrung des Stroms I am verkürzten Ende ist die Spannung U 90º vor dem Strom. Gemäß der obigen Beschreibung ist der Resonator induktiv auf der Strecke NO und kapazitiv auf der Strecke OP. Punkt O ist umso weiter vom Resonatorende P, je höher die Zusatzkapazität ist, d. h. je mehr der Resonator verkürzt wurde.

Fig. 3 und 4 zeigen bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung. Fig. 3 zeigt eine Konstruktion, worin eine Leiterplatte 304 am Ende des Innenleiters 301 befestigt ist, wobei die Leiterplatte Lappen 305, 306a und 306b aufweist, die nach unten gefaltet sind. Die Platte 304 hat eine wesentlich größere Oberflächenfläche als die Querschnittsfläche des Innenleiters und erzeugt so Kapazität gleichmäßig mit der Abdeckung 303 des Resonators. Zusätzlich erzeugt die Platte 304 eine Kapazität mit dem oberen Teil 302y des Außenleiters 302. Der Lappen 305 ist fast parallel mit einer Wand 302c des Außenleiters des Resonators, der Lappen 306a fast parallel mit der Wand 302a und der Lappen 306b fast parallel mit der Wand 302b. Zusammen erzeugen die Lappen 305, 306a und 306b Kapazität mit dem Außenleiter des Resonators. Die Oberflächenfläche der Platte 304 und die Abstände zu den Wänden des Resonators sind so bemessen, daß wegen der geschaffenen Zusatzkapazität der Resonator wesentlich kleiner gebaut werden kann.

In der Struktur der Fig. 3 wird der Lappen 305 auch verwendet, um das Signal kapazitiv aus dem Resonator durch eine Öffnung 307 in der Wand 302c des Außenleiters auszukoppeln. So wird kein nur zum Koppeln verwendetes getrenntes Element benötigt. Die Lappen 306a und 306b werden auch zum Abstimmen des Resonators verwendet: beide oder einer von ihnen wird ein wenig gebogen, bis die Resonanzfrequenz genau die richtige ist. So wird kein getrennter Mechanismus zum Abstimmen des Resonators benötigt. Im Beispiel der Fig. 3 ist das Signal mit dem Resonator induktiv durch ein Kabelstück 308 gekoppelt.

Fig. 4 zeigt eine Ausführungsform der Erfindung mit einer anderen Form der Lappen 405, 406a, 406b und der Platte 404. Die Form dieser alternativen Lappen und Platte ist halbmondförmig und glatter, was die Eigenschaften des Resonators wegen geringerer elektrischer und magnetischer Filter rund um die Ecken verbessert und damit den Verlust verringert. Dieses Merkmal erhöht den Q-Wert im Vergleich mit der in Fig. 3 gezeigten Ausführungsform.

Die in Fig. 3 und 4 gezeigten Platten und Lappen können einstückig aus einem dünnen Metallblech gefertigt werden, wo der Hauptteil die Platte ist und die Lappen durch Abbiegen von Teilen des Blechs hergestellt werden. Die Lappen werden so gebogen, daß sie etwa einen rechten Winkel zur Platte bilden.

Fig. 5 zeigt einen Filter 500 mit einer Mehrzahl von erfindungsgemäßen Resonatoren. Der Filter weist auch eine Eingangsvorrichtung 501 und Ausgangsvorrichtung 502 auf. Jeder Resonator weist seinerseits einen Innenleiter 503, einen gemeinsamen Außenleiter 504 und geeignete Leiterplatten 505, 506, 507 auf, die am offenen Ende des Innenleiters befestigt sind.

Jede Platte weist zwei Arten von Lappen auf; eine erste Art von Lappen 508 wird zum Abstimmen der Frequenz des Resonators verwendet, und eine zweite Art von Lappen 509 wird zum Koppeln des Signals mit einem anderen Resonator verwendet. Der Außenleiter ist in Hohlräume unterteilt, wobei in jedem Hohlraum ein Innenleiter angeordnet ist.

Ein Signal wird mit einem Resonator über die Eingangsvorrichtung 501 verbunden. Der Innenleiter 503 des ersten Resonators hat eine erste Platte 505, die ihrerseits wenigstens einen Abstimmlappen 508 und einen Kopplungslappen 509 aufweist. Der Kopplungslappen 509 ist neben einer ersten Öffnung 510 zwischen dem ersten Hohlraum und dem benachbarten zweiten Hohlraum angeordnet.

Der Innenleiter 503 eines zweiten Resonators hat eine zweite Platte 506, die ihrerseits wenigstens einen Abstimmlappen 508 und zwei Kopplungslappen 509 aufweist. Der erste Kopplungslappen 509 ist gegenüber dem Kopplungslappen 509 auf der ersten Platte 505 angeordnet und bildet so einen Pfad für die kapazitive Kopplung durch die erste Öffnung 510. Der zweite Kopplungslappen 509 ist benachbart zu einer zweiten Öffnung 511 zwischen dem zweiten Hohlraum und dem benachbarten dritten Hohlraum angeordnet.

Der Innenleiter 503 des Resonators hat eine dritte Platte 507, die ihrerseits wenigstens einen Abstimmlappen 508 und einen Kopplungslappen 509 aufweist. Der Kopplungslappen 509 ist gegenüber dem Kopplungslappen 509 an der zweiten Platte 506 angeordnet, wodurch ein Pfad für das kapazitive Koppeln durch die zweite Öffnung 511 geschaffen wird. Das Signal wird dann mit der Ausgangsvorrichtung 502 verbunden.

Der Winkel der Abstimmlappen wird individuell durch (nicht gezeigte) Öffnungen im Außenleiter 504 auf die genaue Frequenz für jeden Resonator eingestellt.

Besonders bemerkenswert in den Strukturen der Fig. 3, 4 und 5 ist die Tatsache, daß die Art der Verwendung des oberen Raums des Resonators zum Verschwinden der Komponente der dritten Oberfrequenz führt. In diesen Strukturen führt die Erstreckung des Innenleiters außer zur Verkürzung des Resonators durch Erhöhung der Kapazität auch zur Verringerung des Widerstandsverlustes am Ende des erstreckten Innenleiters.


Anspruch[de]

1. Koaxialer Resonator, dessen elektrische Länge eine Viertelwelle ist, mit einem Innenleiter (301), einem Außenleiter (302) und einer leitenden Abdeckung (303), wobei der Innenleiter (301) im wesentlichen vom Außenleiter (302) luftisoliert und in Offenkreis-Beziehung zu dem Außenleiter (302) und der leitenden Abdeckung (303) ist und der Außenleiter seinerseits wenigstens eine Außenwand (302a, 302b, 302c, 302d) aufweist, wobei ein erstes Ende des Außenleiters (302) mit Kurzschluß mit einem ersten Ende des Innenleiters (301) verbunden und ein entgegengesetztes zweites Ende des Außenleiters (302) von der leitenden Abdeckung (303) bedeckt ist, die mit dem Außenleiter (302) leitend verbunden ist, wobei der Innenleiter (301) eine Erweiterung (304) an einem offenen Ende entgegengesetzt dem ersten Ende des Innenleiters hat, die im Wesentlichen parallel zur leitenden Abdeckung (303) ist und eine Zusatzkapazität im Wesentlichen gleichmäßig mit der leitenden Abdeckung (303) bildet, dadurch gekennzeichnet, daß die Erweiterung wenigstens zwei Vorsprünge (305, 306a, 306b) hat, die im Wesentlichen parallel zu den Außenwänden (302a, 302b, 302c, 302d) des Außenleiters (302) sind, und daß wenigstens einer der Vorsprünge eine Zusatzkapazität mit einem oberen Teil (302y) des Außenleiters (302) bildet, wodurch:

- wenigstens einer (305) der Vorsprünge ein kapazitives Kopplungselement zur äußeren Kopplung des Resonators ist und

- wenigstens einer (306a) der Vorsprünge ein Abstimmelement des Resonators ist.

2. Resonator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein freies Ende jedes Vorsprungs sich im Wesentlichen in einer Richtung auf das erste Ende des Außenleiters erstreckt.

3. Resonator nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Erweiterung (304) eine im Wesentlichen größere Oberflächenfläche als eine Querschnittsfläche des Innenleiters (301) hat.

4. Resonator nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Erweiterung (304) am Innenleiter (301) befestigt und die Erweiterung (304) verhältnismäßig dünn ist.

5. Resonator nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Erweiterung (304) und die Vorsprünge (305, 306a, 306b) aus einem einzigen Stück von Metallblech hergestellt sind, wobei jeder der Vorsprünge ein gefalteter Teil des Blechs ist.

6. Resonator nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der Vorsprünge eine im Wesentlichen Halbmondform hat.

7. Resonator nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Erweiterung eine leitende Platte (304) ist.

8. Resonator nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine der Wände (302a, 302b, 302c, 302d) des Außenleiters (302) mit wenigstens einer Öffnung zum Abstimmen der Vorsprünge (305, 306a, 306b) versehen ist.

9. Resonator nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenleiter und der Außenleiter (301, 302) des Resonators selbsttragend sind.

10. Filter mit Eingangs- und Ausgangseinrichtungen, dadurch gekennzeichnet, daß das Filter außerdem mehr als einen Resonator nach einem der Ansprüche 1 bis 9 aufweist, der mit einer Öffnung (307) zwischen wenigstens zwei benachbarten Außenleitern versehen ist, wodurch ein Pfad für die kapazitive Kopplung von einem ersten Resonator zu einem zweiten Resonator geschaffen wird.







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