PatentDe  


Dokumentenidentifikation EP0713636 19.09.2002
EP-Veröffentlichungsnummer 0713636
Titel Landwirtschaftliche Bodenbearbeitungsmaschine
Anmelder Maschinenfabrik Rau GmbH, 73235 Weilheim, DE
Erfinder Rau, Willy, D-73230 Kirchheim-Teck, DE
DE-Aktenzeichen 59510321
Vertragsstaaten AT, DE, ES, FR, GB, IT
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 22.11.1995
EP-Aktenzeichen 951183441
EP-Offenlegungsdatum 29.05.1996
EP date of grant 14.08.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.09.2002
IPC-Hauptklasse A01B 35/16
IPC-Nebenklasse A01B 35/28   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine landwirtschaftliche Bodenbearbeitungsmaschine mit einem mit einem Zugfahrzeug koppelbaren Rahmen und wenigstens zwei in Fahrtrichtung hintereinander angeordneten, quer zur Fahrtrichtung ausgerichteten, passiv rotierenden und durch Zinkeneingriff in den Boden arbeitenden Zinkenwalzen, wobei die Zinkenwalzen ineinander kämmen und an wenigstens einer Wippe drehbar gelagert sind und die Wippe am Rahmen um eine quer zur Fahrtrichtung verlaufende Achse schwenkbar angeordnet ist, so daß bei Schwenkung der Wippe jeweils eine der an ihr gelagerten Zinkenwalzen aufwärts und eine Zinkenwalze abwärts bewegt wird.

Eine derartige landwirtschaftliche Bodenbearbeitungsmaschine ist aus der FR-A 2 619 667 bekannt. Bei dieser Bodenbearbeitungsmaschine besitzen die Zinkenwalzen zylindrisch ausgebildete Achskörper, von denen Zinken, die nach Art von Spießen mit relativ geringen Querschnitten ausgebildet sind, im wesentlichen radial abragen. Die freien Zinkenenden sind gegenüber dem achskörperseitigen Zinkenteil etwas abgewinkelt, so daß die freien Enden in der durch die Fahrtrichtung vorgegebenen Drehrichtung der Walze der jeweiligen Befestigungsstelle am Achskörper vorlaufend gelegen sind.

Mit den beiden Zinkenwalzen der bekannten Maschine läßt sich die obere Schicht eines zu bearbeitenden Bodens zwar in zufriedenstellender Weise auflockern, jedoch sind die hierbei entstehenden Erdbrocken relativ groß, so daß die Bodenoberfläche nach der Bearbeitung uneben ist. Aus diesem Grund ist es erforderlich, den Zinkenwalzen weitere Bodenbearbeitungsgeräte nachzuschalten, um die Erdbrocken zu zerkleinern und den Boden einzuebnen, bevor in den Boden beispielsweise Saatgut eingebracht werden kann.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Bodenbearbeitungsmaschine der eingangs genannte Art zu schaffen, die bei geringer Baulänge den Boden bis in tiefere Bereiche lockern und wenden kann und außerdem eine besonders wirksame Zerkleinerung von Erdbrocken und dergleichen bei guter Einebnung und Durcharbeitung der oberen Bodenschicht gewährleistet.

Diese Aufgabe ist im wesentlichen dadurch gelöst, daß die Zinkenwalzen einen Achskörper und eine Mehrzahl von an der Außenfläche des Achskörpers befestigten Zinken aufweisen, deren Längsachse außerhalb des Umfangs des Achskörpers verläuft und deren freie Enden in der durch die Fahrtrichtung vorgegebenen Drehrichtung der Walze der jeweiligen Befestigungsstelle am Achskörper nachlaufend gelegen sind.

Es hat sich gezeigt, daß mit den erfindungsgemäß ausgebildeten Zinkenwalzen eine besonders gute Auflockerung und Zerkleinerung sowie Einebnung des bearbeiteten Bodens erzielt werden kann. Dabei wird die Bodenbearbeitungsmaschine durch die jeweils auf der Bodenoberfläche aufliegenden Außenflächen der Zinken getragen, wodurch die oberste Bodenschicht bis in Saattiefe in vorteilhafter Weise verfestigt wird.

Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, unmittelbar vor der vorderen Zinkenwalze Grubber oder Werkzeuge mit ähnlicher Schälwirkung vorzusehen, um den Boden vor den Zinkenwalzen aufzulockern, wobei die hierbei entstehenden relativ groben Bodenschollen durch die nachfolgenden beiden Zinkenwalzen zerkleinert und eingeebnet werden.

Es hat sich auch als besonders vorteilhaft erwiesen, unmittelbar hinter der hinteren Zinkenwalze Grubber oder andere Werkzeuge mit ähnlicher Schälwirkung anzuordnen. Da derartige Bodenbearbeitungswerkzeuge das erfaßte Erdreich zu einem großen Anteil nach oben und in Fahrtrichtung der Bodenbearbeitungsmaschine nach vorne werfen, kann erreicht werden, daß auch von den Grubbern hinter den Zinkenwalzen erfaßtes Erdreich von oben in den Wirkungsbereich der Zinkenwalzen geworfen und unter Zerkleinerung der Erdbrocken eingeebnet wird.

In Kombination mit dicht vor den Zinkenwalzen angeordneten Grubbern ergibt sich dann eine Bodenbearbeitungsmaschine, die bei geringer Baulänge einerseits den Boden bis in tiefere Bereiche lockern und wenden kann und andererseits eine besonders wirksame Zerkleinerung von Erdbrocken und dergleichen bei guter Einebnung und Durcharbeitung der oberen Bodenschicht gewährleistet.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform sind die Achskörper im wesentlichen zylindrisch ausgebildet und die Zinken tangential zur Außenfläche des Achskörpers gelegen. Alternativ ist es aber auch möglich, Achskörper mit einem vieleckigen, insbesondere einem quadratischen, Querschnitt zu verwenden und die Zinken flächig an den Seitenflächen des Achskörpers anliegend an dem Achskörper anzuschweißen. Hierdurch läßt sich eine hohe Festigkeit und Stabilität der Anordnung erzielen.

In vorteilhafter Weise bilden die im wesentlichen in einer vertikalen Ebene gelegenen Zinken einer Zinkenwalze einen geschlossenen Rahmen bzw. sind zu einem geschlossenen Rahmen verbunden, wobei die an dem dem freien Ende abgewandten Ende jedes Zinkens ausgebildete Stirnfläche des Zinkens an der dem Achskörper zugewandten Fläche eines nachfolgenden Zinkens anliegt und mit dieser Fläche des Zinkens verbunden, vorzugsweise verschweißt, ist. Durch diese Anordnung kann die Stabilität der Zinkenwalzen noch weiter erhöht werden, da die Befestigungsstellen der Zinken an dem Achskörper von den im Betrieb wirkenden Kräften entlastet werden.

Außerdem werden durch diese Maßnahme die Flächen, mit denen die Zinken im Betrieb auf dem Boden aufliegen vergrößert, so daß die Tragfähigkeit der Maschine gesteigert wird.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform laufen die Zinken an ihren freien Enden spitz zu, wobei die Spitzen jeweils auf der dem Achskörper fernen Außenfläche der Zinken liegen und vorzugsweise der Spitzenwinkel kleiner oder gleich 60°, insbesondere etwa 30°, ist.

In vorteilhafter Weise werden die Wippen durch ein Drehmoment derart beaufschlagt, daß die Vorderenden der Wippen bzw. die vordere Zinkenwalze eine Anhebetendenz und die Hinterenden der Wippen bzw. die hintere Zinkenwalze eine Absenktendenz besitzen. Hierdurch wird auch bei starkem Erdwurf von vor den Zinkenwalzen angeordneten Grubbern ein zu tiefes Eintauchen der vorderen Zinkenwalze in den Erdstrom vermieden. Vielmehr werden die Walzen ständig in Lagen gedrängt, in denen eine besonders wirksame Zerkleinerung der aufgeworfenen Erde erfolgt.

Zur Erzielung eines besonders gleichmäßigen Arbeitsbildes ist es von Vorteil, hinter den Grubbern V-förmige Leitwerkzeuge, insbesondere Leitbleche, zwischen den hinteren Grubberzinken zur Schließung der durch die Grubber erzeugten Rillen im Boden vorzusehen.

Die Wippen sind gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung über ein in vertikaler Richtung verstellbar am Rahmen gehaltenes Tragteil höhenverstellbar an dem Rahmen angebracht, wodurch die Eindringtiefe der Zinken in den Boden und damit die Bearbeitungstiefe eingestellt werden kann und außerdem die Anwendung bzw. die Tauschbarkeit der Zinkenwalzen in anderen Werkzeugfolgen ohne große Umrüstarbeiten gegeben ist.

Hinsichtlich bevorzugter Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung wird auf die Unteransprüche sowie die nachfolgende Beschreibung von Ausführungsbeispielen der erfindungsgemäßen Bodenbearbeitungsmaschine anhand der Zeichnung verwiesen. In der Zeichnung zeigt

Figur 1
eine Seitenansicht einer ersten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Bodenbearbeitungsmaschine;
Figur 2
ein Schnittbild der Zinkenwalzen der in Figur 1 dargestellten Bodenbearbeitungsmaschine,
Figur 3
in Seitenansicht eine unverkleidete Wippe mit zwei daran angeordneten Zinkenwalzen nach Figur 1;
Figur 4
in Seitenansicht die Wippe nach Figur 3 mit Verkleidung,
Figur 5
eine Teildraufsicht auf die Zinkenwalzen der in Figur 1 dargestellten Bodenbearbeitungsmaschine;
Figur 6
eine Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Bodenbearbeitungsmaschine;
Figur 7
eine Teildraufsicht auf die Bearbeitungswerkzeuge der in Figur 6 dargestellten Bodenbearbeitungsmaschine,
Figur 8
ein Schnittbild der Zinkenwalzen der in Figur 6 dargestellten Bodenbearbeitungsmaschine,
Figur 9
in Seitenansicht eine unverkleidete Wippe mit zwei daran angeordneten Zinkenwalzen nach Figur 8; und
Figur 10
die Wippe aus Figur 9 mit Verkleidung.

Figur 1 zeigt eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Bodenbearbeitungsmaschine in Seitenansicht. Die Bodenbearbeitungsmaschine besitzt einen kurzen, relativ hohen Rahmen mit zwei Querholmen 1, welche an ihren Enden durch Seitenplatten 2 miteinander verbunden sind. Die Querholme 1 sind etwa in ihrer Mitte mit Längsholmen 3 eines Rahmenaggregates verbunden, welches einen bockartigen Aufbau 4 aufweist. Der Rahmen ist über Ober- und Unterlenker eines sogenannten Dreipunktgestänges 5 oder dergleichen in grundsätzlich bekannter Weise anhebbar und / oder höhenbeweglich mit einem Zugfahrzeug verbindbar. Dabei kann der Rahmen wie in Figur 1 dargestellt an ein Zugfahrzeug angehängt werden; es ist aber auch möglich, unter Verwendung der in Figur 6 dargestellten Bauelemente eine Werkzeuganordnung zu wählen, welche den Anbau frontseitig an ein Zugfahrzeug zuläßt.

Über den bockartigen Aufbau 4 bzw. das Rahmenaggregat können in grundsätzlich bekannter Weise weitere Werkzeugfolgen für die Sekundarbodenbearbeitung, z.B. eine Planierschiene, Schleppzinken und ein Striegel, mit eingebracht werden. Auch die Verwendung von nur V-förmig angeordneten, hintereinander folgenden Zinkenwalzen ist möglich.

An dem Rahmen sind zwei in Fahrtrichtung hintereinander angeordnete, quer zur Fahrtrichtung ausgerichtete, passiv rotierende und durch Zinkeneingriff in den Boden arbeitende Zinkenwalzen 11, 12 vorgesehen. Die Zinkenwalzen 11, 12 sind an einer Wippe 10 drehbar gelagert, die gegenüber dem Rahmen um eine quer zur Fahrtrichtung verlaufende Achse Y schwenkbar ist, so daß bei Schwenkung der Wippe 10 jeweils eine der an ihr gelagerten Zinkenwalzen aufwärts und eine Zinkenwalze abwärts bewegt wird.

Die Lager der Zinkenwalze 11, 12 an der Wippe 10 sind derart ausgebildet, daß Taumelbewegungen der Zinkenwalzen 11, 12 möglich sind, d.h. es besteht die Möglichkeit, das die Wippe 10 auf der einen Maschinenseite in eine Richtung und die Wippe 10 auf der anderen Maschinenseite in entgegengesetzter Richtung schwenken, so daß jede Zinkenwalze 11 bzw. 12 an einem seitlichen Ende angehoben und am anderen seitlichen Ende abgesenkt wird, wobei sich die Zinkenwalzen 11, 12 bei Ansicht in Fahrtrichtung mehr oder weniger weit gegeneinander verschränken. Durch die Verschwenkbarkeit der Wippe 10 und die taumelfähige Lagerung der Zinkenwalzen 11, 12 in der Wippe wird erreicht, daß die Zinkenwalzen 11, 12 sich im Betrieb jeweils frei gegenüber dem Rahmen bewegen können, wodurch ein zu tiefes Eintauchen der Zinken in den Erdstrom vermieden werden kann.

Durch eine Seitenverkleidung 15 werden die Lager an der Wippe 10 gegen Verschmutzungen abgeschirmt.

Die Wippe 10 ist an dem Rahmen höhenverstellbar durch zwei Winkelhebel 7 angebracht, die an ihrem einen Ende nahe des vorderen Querholmes 1 in einer vertikalen Ebene schwenkbar an den Seitenplatten 2 angeordnet sind und an ihrem vom Rahmen nach unten vorstehenden freien Ende die Wippe 10 tragen, die um die Querachse Y schwenkbar an den Winkelhebeln 7 gehalten ist.

Der im wesentlichen horizontal liegende obere Hebelteil des Winkelhebels 7 wird nahe des Übergangsbereiches zu dem im wesentlichen vertikalen unteren Hebelteil von einem an der jeweiligen Seitenplatte 2 befestigten Bügel 8 umfaßt, der den Schwenkbereich des Winkelhebels 7 gegenüber dem Rahmen nach unten hin begrenzt. Zusätzlich befindet sich an jeder Seitenplatte 2 ein höheneinstellbarer Anschlagstab 9, der den Schwenkbereich des jeweiligen Winkelhebels 7 nach oben mehr oder weniger weit einschränkt.

Die Zinkenwalzen 11, 12 sind weitestgehend gleichartig aufgebaut. Jedoch sind die Zinkenreihen der vorderen Zinkenwalze 11 relativ zu den Zinkenreihen der hinteren Zinkenwalze 12 quer zur Fahrtrichtung versetzt angeordnet (vgl. Fig. 2), so daß die Zinken 18 der beiden Zinkenwalzen 11, 12 kammartig ineinandergreifen und die Zinkenwalzen 11, 12 in Maschinenlängsrichtung mit vergleichsweise geringem Abstand angeordnet werden können.

Die Wippen 10 sind von einem Drehmoment beaufschlagt, durch welches die Vorderenden der Wippen 10 bzw. die vordere Zinkenwalze 11 eine Anhebetendenz und die Hinterenden der Wippe 10 bzw. die hintere Zinkenwalze 12 eine Absenktendenz besitzen. Zur Erzeugung des Drehmoments ist zwischen dem Vorderende der Wippe 10 und einem rahmenfesten Widerlager eine Schraubenzugfeder 13 gespannt, und zusätzlich ist am hinteren Ende der Wippe 10 ein Gewicht 14 angeordnet. Die Schraubenzugfeder 13 und das Gewicht 14 können auch alternativ verwendet werden.

Unmittelbar vor und hinter den Zinkenwalzen 11, 12 sind an den beiden Querholmen 1 des Rahmens Grubber 16 angeordnet, wobei die vorderen Grubber 16 vor dem vorderen Querholm 1 und die hinteren Grubber 16 hinter dem hinteren Querholm 1 angebracht sind, um trotz der kurzen Rahmenlänge einen hinreichenden Längsabstand zwischen den Grubbern 16 und insbesondere den notwendigen Abstand zwischen den Zinkenwalzen 11, 12 gewährleisten zu können.

Als Besonderheit ist bei Vorscharwerkzeugen 16a eine herzförmige Ausführung gewählt, welche eine senkrechte, als Steinschutz ausgebildete, Platte besitzt, damit eine gleichmäßige Teilung des Bodens erfolgt.

Damit der Boden hinter dem Halterungsstiel des Grubbers 16 möglichst wenig auseinandergebrochen wird, ist der Befestigungshals der herzförmigen Scharausführung sehr schmal gehalten. Dadurch wird ein sehr gleichförmiges und ebenes Gesamtarbeitsbild nach der Maschine hinterlassen. Die Anwendung von Doppelherzscharen anstelle der Vorscharwerkzeuge 16a ist möglich, wenn kein besonders ebenes und gleichförmiges Arbeitsbild erforderlich ist.

Wie die Figur 3 zeigt, besitzen die Zinkenwalzen 11, 12 einen zylindrisch ausgebildeten Achskörper 17, an dessen Außenfläche jeweils um 90° versetzt vier Zinken 18 angeschweißt sind, die tangential zur Außenfläche des Achskörpers 17 gelegen sind und deren freie Enden in der durch die Fahrtrichtung A der Bodenbearbeitungsmaschine vorgegebenen Drehrichtung der Zinkenwalze der jeweiligen Befestigungsstelle am Achskörper 17 nachlaufend gelegen sind.

Grundsätzlich kann der Achskörper 17 einen vieleckigen, insbesondere einen quadratischen Querschnitt haben, wobei dann die Zinkenwalzen 18 flächig an den Seitenflächen des Achskörpers 17 anliegen. Hierdurch kann eine besonders einfache und stabile Befestigung der Zinken 18 an dem Achskörper 17 erreicht werden.

Bei den in den Figuren 2 bis 4 dargestellten Ausführungsform bestehen die Zinken 18 aus Vierkantstäben mit quadratischem oder rechteckigem Querschnitt und sind so angeordnet, daß eine Seitenflanke des Vierkantstabes auf der Außenfläche des Achskörpers 17 aufliegt. Die Zinken 18 sind an ihren freien Enden derart schräg abgeschnitten, daß die entstehende Spitze auf der dem Achskörper 17 fernen Außenfläche der Zinken 18 liegt und der Spitzenwinkel kleiner oder gleich 60° ist, insbesondere etwa 30° beträgt.

Um die Zinken 18 verschnittfrei aus einem Materialstab herausschneiden zu können, sind auch die hinteren, achskörperseitigen Enden der Zinken 18 schräg abgeschnitten.

In Figur 6 ist eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Bodenbearbeitungsmaschine dargestellt. Diese Ausführungsform entspricht in ihrem Grundaufbau der in Figur 1 dargestellten Bodenbearbeitungsmaschine und unterscheidet sich von dieser im wesentlichen dadurch, daß die Wippe 10 nicht durch verschwenkbare Winkelhebel 7, sondern durch vertikal am Rahmen verstellbar geführte Tragteile 20 höhenverstellbar an dem Rahmen gehalten ist.

Weiterhin sind bei der zweiten Auführungsform den hinteren Grubbern 16 Leitwerkzeuge 21 nachgeschaltet, die zwischen den Grubbern 16 angeordnet sind und im Betrieb die durch die Grubber 16 erzeugten Rillen im Boden schließen (vgl. Fig. 7).

Außerdem bilden bei der zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Bodenbearbeitungsmaschine die in einer vertikalen Ebene gelegenen Zinken 18 einer Zinkenwalze 11, 12 einen geschlossenen Rahmen, wobei die an dem dem freien Ende abgewandten Enden jedes Zinkens 18 ausgebildete Stirnfläche des Zinkens 18 an der dem Achskörper 17 zugewandten Fläche eines nachfolgenden Zinkens 18 anliegt und mit dieser Fläche des Zinkens 18 verschweißt ist (vgl. Fig. 8 bis 10).

Im Betrieb werden die Zinkenwalzen 11, 12 gegenüber dem Rahmen in der Höhe verstellt, um die Bearbeitungstiefe einzustellen. Bei der Fahrt über den zu bearbeitenden Boden werden die Zinkenwalzen 11, 12 durch Bodeneingriff angetrieben. Dabei erfolgt eine wirksame Auflockerung des Bodens, indem die Zinken 18 vor einer den Boden auflockernden Schwenkbewegung zunächst einstechen, wobei der Einstich im Verlauf der Schwenkbewegung vertieft wird.

Bei der Bodenarbeit wird von den Grubbern 16 vor und hinter den Zinkenwalzen 11, 12 abgeschälte Erde von oben in die Zinkenwalzen 11, 12 geworfen und wirksam zerkleinert. Gleichzeitig erfolgt eine gute Durcharbeitung und Verdichtung der oberen Bodenschicht durch die Zinken 18.


Anspruch[de]
  1. Landwirtschaftliche Bodenbearbeitungsmaschine mit einem mit einem Zugfahrzeug koppelbaren Rahmen und wenigstens zwei in Fahrtrichtung hintereinander angeordneten, quer zur Fahrtrichtung ausgerichteten, passiv rotierenden und durch Zinkeneingriff in den Boden arbeitenden Zinkenwalzen (11, 12), wobei die Zinkenwalzen (11, 12) ineinander kämmen und an wenigstens einer Wippe (10) drehbar gelagert sind und die Wippe (10) am Rahmen um eine quer zur Fahrtrichtung verlaufende Achse schwenkbar angeordnet ist, so daß bei Schwenkung der Wippe (10) jeweils eine der an ihr gelagerten Zinkenwalzen aufwärts und eine Zinkenwalze abwärts bewegt wird,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß die Zinkenwalzen (11, 12) einen Achskörper (17) und eine Mehrzahl von an der Außenfläche des Achskörpers (17) befestigten Zinken (18) aufweisen, deren Längsachse außerhalb des Umfangs des Achskörpers (17) verläuft und deren freie Enden in der durch die Fahrtrichtung vorgegebenen Drehrichtung der Zinkenwalze (11, 12) der jeweiligen Befestigungsstelle am Achskörper (17) nachlaufend gelegen sind.
  2. Bodenbearbeitungsmaschine nach Anspruch 1,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß wenigstens einer der Achskörper (17) im wesentlichen zylindrisch ausgebildet ist und die Zinken (18) tangential zur Außenfläche des Achskörpers (17) gelegen sind.
  3. Bodenbearbeitungsmaschine nach Anspruch 1,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß der Querschnitt wenigstens eines der Achskörper (17) die Form eines Vielecks, insbesondere eines Quadrates, hat und die Zinken (18) flächig an den Seitenflächen des Achskörpers (17) anliegen.
  4. Bodenbearbeitungsmaschine nach Anspruch 1 oder 2,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß die im wesentlichen in einer vertikalen Ebene gelegenen Zinken (18) einer Zinkenwalze (11, 12) einen geschlossenen Rahmen bilden bzw. zu einem geschlossenen Rahmen verbunden sind.
  5. Bodenbearbeitungsmaschine nach Anspruch 4,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß die an dem dem freien Ende abgewandten Ende jedes Zinkens (18) ausgebildete Stirnfläche des Zinkens (18) an der dem Achskörper (17) zugewandten Fläche eines nachfolgenden Zinkens (18) anliegt und mit dieser Fläche des Zinkens (18) verbunden, vorzugsweise verschweißt, ist.
  6. Bodenbearbeitungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß die Zinken (18) quadratischen Querschnitt aufweisen und mit einer Seitenfläche an der Außenfläche des jeweiligen Achskörpers (17) anliegen.
  7. Bodenbearbeitungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß die Zinken (18) an ihren freien Enden spitz zulaufen, wobei die Spitze auf der dem Achskörper (17) fernen Außenfläche der Zinken (18) liegt und vorzugsweise der Spitzenwinkel kleiner oder gleich 60°, insbesondere etwa 30°, beträgt.
  8. Bodenbearbeitungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß jeweils vier Zinken (18) in einer vertikalen Ebene an einem Achskörper (17) angeordnet sind.
  9. Bodenbearbeitungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß die Zinkenwalzen (11, 12) taumelfähig an der Wippe (10) gelagert sind, so daß die beiden axialen Enden einer Zinkenwalze (11, 12) einander entgegengesetzte Vertikalbewegungen ausführen können.
  10. Bodenbearbeitungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß die Wippen (10) durch ein Drehmoment derart beaufschlagt sind, daß die Vorderenden der Wippen (10) bzw. die vordere Zinkenwalze (11) eine Aufhebetendenz und die Hinterenden der Wippen (10) bzw. die hintere Zinkenwalze (12) eine Absenktendenz besitzen, wobei zur Erzeugung des Drehmoments jeder Wippe (10) vorzugsweise eine Feder (13) zugeordnet ist oder Gewichte bzw. hebelartige schwere Stangen (14) an den Wippen angeordnet sind.
  11. Bodenbearbeitungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 10,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß die Wippen (10) höhenverstellbar an dem Rahmen angeordnet sind, wobei zur höhenverstellbaren Halterung vorzugsweise wenigstens einer Wippe (10) an dem Rahmen ein an seinem einen Ende mit dem Rahmen und an seinem anderen Ende mit der Wippe (10) in einer vertikalen Ebene schwenkbar verbundener Winkelhebel (7) vorgesehen ist und der Schwenkbereich des freien Endes des Winkelhebels (7) zumindest nach unten hin durch ein Begrenzungselement (8) einstellbar ist oder wenigstens eine Wippe (10) in vertikaler Richtung verstellbar an dem Rahmen geführt und in unterschiedlichen Höhen arretierbar ist.
  12. Bodenbearbeitungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß unmittelbar vor und / oder hinter den Zinkenwalzen (11, 12) Grubber (16), Lockerungszinken oder ähnliche Werkzeuge angeordnet sind, die erfaßte Erde vom Unterboden abschälen und zu einem größeren Anteil nach vorne und oben werfen, wobei insbesondere Vorscharwerkzeuge (16a) mit einer senkrechten Platte, die zur gleichmäßigen Teilung des Bodens sowie als Steinsicherung dient, vorgesehen sind.
  13. Bodenbearbeitungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 12,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß hinter den Zinkenwalzen (11, 12) Grubber (16) angeordnet sind und hinter den Grubbern (16) V-förmige Leitwerkzeuge, insbesondere Leitbleche (21), zwischen den hinteren Grubberzinken zur Schließung der durch die Grubber (16) erzeugten Rillen im Boden vorgesehen sind.
  14. Bodenbearbeitungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß der Rahmen an das Zugfahrzeug anhängbar ist oder der Rahmen mit der Vorderseite des Zugfahrzeugs verbindbar ist, um vor dem Zugfahrzeug hergeschoben zu werden.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com